Oed und Hild beim Feldberglauf überzeugend

Lisa Oed Gesamtsiegerin, Julius Hild Zweiter
 Beim Feldberglauf von Oberursel-Hohemark bis hoch zum Feldbergplateau auf 881 Meter über Meereshöhe gab es das Aufeinandertreffen der letztjährigen U20-Europameisterin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach/Jahrgang 1999) und von U20-Weltmeisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg/1998), die die dominierende Bergläuferin der Jahre 2015 und 2016 war. Nach langwierigen Verletzungsproblemen meldete sich Kistner nun bereits zwei Wochen nach ihrem Wiedereinstieg ins Lauftraining zurück im Wettkampfgeschehen und war naturgemäß nicht in Bestform.
Über die verfügt hingegen Lisa Oed. Auf der 9,9 Kilometer langen und durch 585 Höhenmeter erschwerten Waldstrecke stand daher ein kontrollierter Kraftausdauerreiz im Vordergrund, und der gelang bestens. Lediglich drei Männer aus dem Feld der 271 Teilnehmer waren schneller als die 19-Jährige, die wie schon bei den zurückliegenden Wettkämpfen lächelnd ins Ziel lief und trotz des zehnprozentigen Schlussanstiegs sofort erholt war. „Eine angenehme Abwechslung inmitten der Vorbereitung auf die Bahnsaison“, so Oed. Mit 44:26 Minuten verfehlte sie unwissentlich den Streckenrekord ihrer Vereinskameradin Kerstin Bertsch (44:18 Minuten/2014) um acht Sekunden, blieb aber knapp drei Minuten vor Sarah Kistner, die in den nächsten Jahren bei entsprechender Gesundheit gemeinsam mit der SSC-Athletin den Feldberglauf-Rekord deutlich drücken dürfte. „Alles bestens, zumal die Bestmarke ja in SSC-Hand bleibt“, scherzte Lisa Oed nach ihrem Einsatz und fasste bereits die Meisterschaftsstarts der nächsten drei Wochen mit den hessischen und deutschen 5000-Meter-Titelkämpfen sowie dem 3000-Meter-Hindernislauf ins Auge. „Die haben jetzt Priorität.“
Gleiches gilt für Julius Hild. Der deutsche U20-Vizemeister im Crosslauf musste zwar Männer-Nationalteamläufer Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt/38:55 Minuten) deutlich ziehen lassen, blieb aber ebenso kontrolliert wie Lisa Oed und war mit Rang zwei in 41:38 Minuten mehr als zufrieden. „Endlich wieder lockere Beine“, erklärte Hild, der nach dem Bundeskader-Trainingslager der Osterferien zunächst „dauermüde“ war, sich nun aber zum rechten Zeitpunkt erholt zeigte. Hinter Tim Dally (3./42:38 Minuten) und Lisa Oed kamen mit Fabian Sposato (45:21 Minuten) und Julius Martiny (46:09 Minuten) auf Platz fünf und sechs zwei weitere SSC-Athleten ins Ziel, deren starke Mannschaftsleistung Sasha Müller (47:25 Minuten/ 2.Jugend) und Philip Ahne  (48:28 Minuten) komplettierten.