Presseberichte

von Sascha Arndt, Pressewart SSC Hanau-Rodenbach

SSC-Junioren bei Staffel-DM auf Rang acht

Zweitschnellste deutsche U23-Zeit in 2017 / 48 Jahre alter Kreisrekord in Reichweite

Bei den Deutschen Meisterschaften im 3x1000-Meter-Staffellauf der Männer überraschten Lukas Abele, Philip Ahne und Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) mit dem achten Platz. Nach der Meldeliste auf Rang 23 notiert, lief der "SSC-Express" zur Höchstform auf, steigerte sich von 7:39,65 Minuten auf 7:26,75 Minuten und ließ zahlreiche höher eingeschätzte Teams hinter sich.



Für den gelungenen Einstieg im Ulmer Donaustadion sorgte Philip Ahne. Der 19-jährige Abiturient war im ersten von zwei Zeitläufen mit 2:33,5 Minuten sechs Sekunden schneller als bei den Landesmeisterschaften und konnte den Abstand zu den beiden Führungstrios auf 35 Meter begrenzen. So blieben die LG Olympia Dortmund ebenso wie die LG Nord Berlin und der SSV Ulm in Reichweite für den zweifachen Süddeutschen Juniorenmeister und letztjährigen U20-WM-Teilnehmer Lukas Abele. Der fackelte nicht lange, legte eine 56-Sekunden-Startrunde hin, passierte die 800-Meter-Marke bei 1:54 Minuten und übergab das Staffelholz nach 2:23 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung auf Aaron Bienenfeld. "Bei mir lief es rund, so schnell war ich bislang noch nie auf der 1000-Meter-Strecke. Allerdings hat unsere Führung Aaron dann dermaßen motiviert, dass er doch ein bisschen zu flott losgelaufen ist", konstatierte Abele. Dann war Daumendrücken angesagt, denn bereits nach 600 Meter "stand" Bienenfeld nach eigenen Angaben, während die Dortmunder mit dem früheren SSC-Läufer Kidane Tewolde zunächst aufschlossen und dann auch vorbeizogen.



Der deutsche U23-Halbmarathon-Vizemeister gab sich auf der Mittelstrecke jedoch nicht geschlagen, konterte eingangs der Zielgeraden und sicherte "mit letzter Kraft" den Sieg in seinem Zeitlauf - direkt vor der LGO Dortmund (7:27,00 Minuten) und der LG Nord Berlin (7:27,49 Minuten). "Als ich von den Betreuern der anderen Teams gehört habe 'der ist nur Langstreckler und kann nicht spurten', habe ich im Endspurt wirklich alles rausgeholt". so Bienenfeld, der in Kidane Tewolde und Thilo Brill (Berlin) zwei frühere deutsche Jugendmeister abwehrte.

Nach dem zweiten Zeitlauf mit allen Topp-Teams um die Gesamtsieger der LG Braunschweig (7:12,47 Minuten) stand dann fest, dass es für das in diesem Jahr schnellste hessische Trio überraschend zur Urkundenplatzierung mit Rang acht gereicht hatte. Außerdem werden Abele, Ahne und Bienenfeld nun in der aktuellen U23-Juniorenbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hinter dem LC Rehlingen (7:23,95 Minuten) auf dem zweiten Platz geführt.Gleichzeitig näherten sie sich bis auf vier Sekunden dem 48 Jahre alten Kreisrekord des LC Hanau (7:22,3 Minuten) mit dem früheren Weltrekordhalter Jürgen May.

Lisa Oed zweifache deutsche Meisterin

Europameisterin trotz Sturz nicht zu schlagen

Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen erreichte der SSC Hanau-Rodenbach bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm als stärkster hessischer Verein eine ausgezeichnete Bilanz. Herausragend in den Reihen der Läuferhochburg war einmal mehr Europameisterin Lisa Oed, die sich im 2000-Meter-Hindernislauf selbst von einem Sturz nicht stoppen ließ. Gold Nummer zwei holte sie dann tags darauf trotz eines lädierten Knies im 3000-Meter-Lauf gegen die favorisierte DLV-Jahresschnellste Miriam Dattke (Regensburg).



Der Start über 3000 Meter war bis zum Ende des Warmlaufens ungewiss. Erst bei den abschließenden Steigerungsläufen signalisierte Lisa Oed: "Ich will starten, das Knie ist belastbar." Am Abend zuvor hatte sie zwar den Hinderniswettbewerb in 6:47,53 Minuten überlegen vor Lisa Vogelgesang (Hildesheim/ 6:55,14 Minuten) und Johanna Flacke (6:57,16 Minuten) gewonnen, war dabei jedoch nach 900 Metern an einem Hindernisbalken hängen geblieben und direkt auf das linke Knie gestürzt. "Ich war zwar sofort wieder auf den Beinen, dachte aber einige Meter, dass ich nicht mehr weiterlaufen könnte, denn es hat schon sehr weh getan", so Oed. Doch so eindrucksvoll,wie sie sich auf dem Weg zum Sieg durchkämpfte, gestaltete sie dann auch ihren zweiten Wettkampfeinsatz. "Auf die Zähne beißen und durch", lautete die Devise der 18-jährigen Allrounderin, die auf der 3000-Meter-Distanz kurz nach der Streckenhälfte die Führung übernahm und 530 Meter vor dem Ziel den Endspurt einleitete.

Doch die mit der Jahresbestzeit von 9:23,33 Minuten favorisierte Miriam Dattke zeigte sich taktisch bestens eingestellt, konterte sofort und hatte eingangs der Schlussrunde drei, vier Meter Vorsprung herausgelaufen. Die waren allerdings nicht ausreichend, um Lisa Oed abzuschütteln. "Ich habe mich festgebissen und auf der Zielgeraden dann nochmal alles gegeben, obwohl ich komplett in der Übersäuerung stand", erklärte Lisa Oed. Perfekt machte sie den Sieg mit beeindruckenden 68 Sekunden für die Schlussrunde erst auf den letzten 15 Metern, als sie in 9:50,63 Minuten vor Dattke (9:50,90 Minuten) und 15 weiteren Konkurrentinnen ins Ziel spurtete. Damit stockte die SSC-Athletin als erfolgreichste deutsche Jugendläuferin 2017 direkt vor ihrem Studienaufenthalt in den USA ihr diesjähriges Titelkonto weiter auf: Zwei EM-Goldmedaillen und vier deutsche Meisterschaften lautet nun die Bilanz.



Hild und Abele mit Überraschungssilber



Im Vorjahr hatte Julius Hild als U18-Meister überrascht, heuer glückte ihm als jüngerer Jahrgang in der U20 ein taktisch versierter Husarenstreich. Keine Frage, Julius Hild hatte aus einigen zu forsch angegangenen Saisonrennen gelernt und vor dem Start klar gemacht: "Ich bleibe im Windschatten und beobachte die Konkurrenz." So begann er exakt nach "Fahrplan" vom letzten Platz des 2000-Meter-Hinderniswettbewerbs zur Streckenhälfte (3:02 Minuten) seine Aufholjagd, die ihm angesichts der Meldezeit von 6:12 Minuten kaum jemand zugetraut hätte. Bereits 700 Meter vor dem Ziel lag er in der Verfolgung des favorisierten Niklas Buchholz (TSV Hemhofen) auf Rang zwei, den er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Dort feierte der Rodenbacher ausgiebig Silber und die neue persönliche Bestzeit von 5:56,46 Minuten hinter Buchholz (5:53,41 Minuten) und vor Nick Jäger (TSV Penzberg/5:57,28 Minuten). "Es war genau richtig, die ersten zwei Runden locker zu bleiben", freute sich Hild, der 2017 vier deutsche Vizemeisterschaften im Crosslauf, Berglauf, 10000-Meter-Lauf und nun im Hindernislauf erreichte.

Sein Vereinskamerad Marius Abele übertraf im 3000-Meter-Lauf der U18 die Erwartungen deutlich. Gegen den Jugend-WM-Starter Elias Schreml (Dortmund) und den Jahresschnellsten Clemens Erdmann (Bielefeld/7:38,71 Minuten) übernahm er sofort die Initiative und war dann in der Endphase als einziger Athlet in der Lage den Vorstoß Schremls zu parieren. Auch wenn es nach einer 62-Sekunden-Schlussrunde nicht ganz reichte, zeigte Abele in 8:45,88 Minuten hinter Schreml (8:44,81 Minuten) sein bestes Saisonrennen. Bundestrainer Pierre Ayadi stellte die Aufnahme in den C-Kader in Aussicht: "Das war ein starkes Rennen, und die Unterdistanzleistungen stimmen", so Ayadi in Ulm. Rang sieben ging dank eines sehenswerten Spurts an Sasha Müller. Als Zweiter des Jahrgangs 2001 lief er 9:02,92 Minuten und bestätigte mit dem Urkundenrang seine Aufwärtstendenz.

Marius Abele Deutscher Vizemeister

SSC-Jugendläufer hält mit U18-WM-Teilnehmer mit

Marius Abele hat bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm die Silbermedaille gewonnen. Das 17-jährige Lauftalent des SSC Hanau-Rodenbach stellte im 3000-Meter-Wettbewerb der U18 mit 8:45,88 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf und musste sich lediglich dem favorisierten Jugend-WM-Teilnehmer Elias Schreml (LG Olympia Dortmund/8:44,81 Minuten) geschlagen geben.

Abele, im Vorjahr 3000-Meter-Siebter mit 9:00,11 Minuten und im März 2017 Vierter der Crosslauf-Titelkämpfe, stellte sich zwei Wochen nach dem Trainingslager in Oberstdorf in bestechender Form vor. Seine schnelle Auftaktrunde im Feld der 19 Teilnehmer kommentierte er taktisch versiert: „Als ich gesehen habe, dass niemand das Tempo übernehmen wollte, habe ich erstmal Druck gemacht, denn ich wollte dem Gedränge aus dem Weg gehen.“ Nach 69 Sekunden war das Stadionrund absolviert, dann übernahm der Jahresschnellste Clemens Erdmann (Bielefeld/Bestzeit 8:38 Minuten) die Führung. Doch der Mitfavorit hatte bei schwülwarmer Witterung einen rabenschwarzen Tag und ließ seine Tempoqualitäten schon bis zur 1000-Meter-Marke (3:04 Minuten) vermissen, ehe Jugend-WM-Teilnehmer Elias Schreml Fahrt aufnahm. So passierten sieben Athleten die 2000-Meter-Marke in 6:00 Minuten, doch dem Steigerungslauf des Dortmunders konnte eingangs der Schlussrunde nur noch Marius Abele folgen. „Ich wollte die Medaille und habe mich voll reingehängt“, so Abele, der bis zur Zielgeraden direkten Anschluss hielt und nach einer 62-Sekunden-Schlussrunde über Silber und den neuen Hausrekord jubeln konnte. Hinter Schreml und Abele folgte der Wiesbadener Niklas Krämer in 8:49,41 Minuten, während Clemens Erdmann (8./9:03,03 Minuten) noch von Sasha Müller (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach/9:02,92 Minuten) abgefangen wurde.

Der Deutsche Vizetitel ist das beste Einzel-Ergebnis des leichtgewichtigen Allroundläufers in diesem Jahr. Rang drei im Berglauf ließ er zwei Nationalteameinsätze in dieser anspruchsvollen Disziplin folgen, die als Kraftausdauergrundlage für die Bahnsaison eine wichtige Rolle in der Trainingsplanung spielt. Die beiden deutschen Mannschaftstiteln im Cross- und Berglauf der Jugend werden ergänzt durch die Süddeutsche Staffelmeisterschaft im 3x1000-Meter-Lauf, nationale Ranglistenplatzierungen von 800 Metern (1:57 Minuten), über 1500 Meter (4:00 Minuten) und 3000 Meter (8:45 Minuten) sowie 10000 Meter (DM-Vierter in 32:40 Minuten) auf der Bahn, so dass die Bundestrainer Pierre Ayadi und Georg Schmidt mit Marius Abele in Richtung C-Kader-Förderung planen können.

Lukas Abele mit Spitzenzeit

SSC-Athlet läuft 1500 Meter in 3:44 Minuten

Leichtathletik. Wenige Tage nach dem Gewinn der süddeutschen Juniorenmeisterschaften im 800-Meter-Lauf und im 1500-Meter-Lauf zeigte Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) eine weitere Kostprobe seines Könnens. Beim Pfungstädter Abendsportfest steigerte der 20-Jährige seine 1500-Meter-Bestzeit auf 3:44,05 Minuten und erfüllte damit die B-Kader-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Den als reines Zeitrennen angesetzten Lauf führte Tempomacher Nico Sonnenberg in 2:00 Minuten bis zur 800-Meter-Marke, ehe Lukas Abele die Führung übernahm. In seinem Windschatten sein letztjähriger U20-Weltmeisterschaftsteamgefährte Marvin Heinrich (Wiesbadener LV) sowie Dauerkonkurrent Marc Tortell (TV Trebur), die eingangs der Schlusskurve vorbeiziehen wollten. Dies gelang schließlich dem Wiesbadener, der in 3:43,39 Minuten vor Abele und Tortell (3:44,60 Minuten) in einem der schnellsten nationalen Juniorenrennen des Jahres siegte. Ebenfalls neue persönliche Bestzeit lief Aaron Bienenfeld mit der Steigerung auf 3:53,21 Minuten. Fabian Sposato war mit 4:17,00 Minuten so schnell wie nie zuvor.

Entsprechend zufrieden registrierte Bundestrainer Georg Schmidt den Einsatz von Lukas Abele, der nun bei zwei Sportfesten Ende August und Anfang September weiteres Potenzial in Richtung 3:42 Minuten ausschöpfen könnte.

Über 400 Meter lieferte U20-Athlet Philip Ahne 52,89 Sekunden ab. Damit zeigte sich das Trio des SSC Hanau-Rodenbach vier Tage vor den Deutschen Staffelmeisterschaften über 3x1000 Meter in Ulm in Hochform. Dort treten Abele, Bienenfeld und Ahne mit der Meldezeit von 7:39,65 Minuten gegen mehr als 20 weitere Staffeln an.

Im 3000-Meter-Lauf überzeugte M50-Senior Markus Riefer in 9:48,48 Minuten. Die süddeutsche W14-Meisterin Elena Taubel gab mit 11:22,99 Minuten ein siegreiches Schülerdebüt.

Lukas Abele Süddeutscher Doppelmeister

Elena Taubel gewinnt die W14-Schülerinnen

Mit drei Einzel-Titeln sowie Staffelgold (siehe Extra-Artikel) holte der SSC Hanau-Rodenbach eine ausgezeichnete Bilanz bei den Süddeutschen U23- und U16-Meisterschaften aus Ingolstadt in den Sportkreis Hanau. Herausragend dabei Doppelmeister Lukas Abele, der für den SSC sowohl die 800 Meter als auch die 1500 Meter der Junioren U23 gewann.

Der 20-jährige Mittelstreckenspezialist hatte im Vorfeld wegen Achillessehnenbeschwerden zwar acht Tage auf das Lauftraining verzichten müssen, konnte sich seine Form mit Trainingseinheiten im Wasser und auf dem Fahrrad derart gut bewahren, dass er bereits am ersten Veranstaltungstag über 800 Meter nicht zu schlagen war. Obwohl gegenüber Jens Mergenthaler (SV Winnenden) nach dessen zuletzt überragenden Wettkampfresultaten eher in der Außenseiterposition, schloss er nach 400 Metern die zwischenzeitliche Lücke zum Konkurrenten und überholte eingangs der Zielkurve. Mit 1:50,35 Minuten lief Abele schließlich einen überlegenen Sieg vor Mergenthaler (1:51,92 Minuten) heraus. Tags darauf glückte dem letztjährigen U20-Weltmeisterschaftsteilnehmer dann über 1500 Meter das gleiche Kunststück, als er nach 2:39 Minuten bei der 1000-Meter-Zwischenzeit deutlich beschleunigte und die respektable Endzeit von 3:50,56 Minuten ins Stadionrund „hämmerte“ und damit Christopher Wenzel (LAZ Gießen/3:51,93 Minuten) bezwang. Der zwischenzeitliche führende Aaron Bienenfeld (SSC) belegte in 3:56,06 Minuten den vierten Platz.

Grund zum Jubeln hatten in den Schülerwettbewerben weiterhin Elena Taubel (SSC Hanau-Rodenbach) und Mika Bauer (TV Langenselbold). Elena Taubel wurde über 2000 Meter der W14 ihrer Favoritenrolle gerecht und schüttelte mit einer 72-Sekunden-Schlussrunde zur Endzeit von 7:00,27 Minuten die von Paula Schönbucher (Gerlingen/7:03,82 Minuten) angeführte Konkurrenz im Feld der 21 Starterinnen ab. Tags darauf belegte sie im 800-Meter-Lauf mit 2:26,45 Minuten Rang vier.

SSC-Jugend Süddeutscher Staffelmeister

Einmalige Serie mit sechs Titeln in Folge

Eine einmalige Serie stellte die männliche U18 des SSC Hanau-Rodenbach bei den Süddeutschen Staffelmeisterschaft über 3x1000 Meter in Ingolstadt auf. Karl Wandukwa, Sasha Müller und Marius Abele gewannen in der Tradition ihrer Vereinsvorgänger zum sechsten Mal in Folge den Titel, womit der SSC Hanau-Rodenbach seit 2012 ununterbrochen die Nummer eins in Süddeutschland ist.

Damals stand Lukas Abele als 15-jähriger Schüler in der ersten Siegerformation, die 2013 mit dem aktuellen B-Kader-Athleten sowie Jannik Trunk und Kidane Tewolde den immer noch bestehenden Hessenrekord von 7:47, 14 Minuten aufstellte. Fortan kamen allenfalls SSC-Staffeln in diesen Zeitenbereich, den in Ingolstadt wiederum der SSC streifte. 7:56,43 Minuten lautete die Bilanz nach einem eindrucksvollen Temporennen, das allerdings notwendig war, um den VfL Waiblingen und fünf weitere Staffeln in Schach zu halten. Denn obwohl Karl Wandukwa (2:46 Minuten) und Sasha Müller (2:37 Minuten) deutlich schneller als bei den Landesmeisterschaften unterwegs waren, ließen sich die Württemberger nicht abschütteln. Selbst Schlussläufer Marius Abele musste nach seiner 60-Sekunden-Startrunde mit dem Waiblinger Konkurrenten im Windschatten konsequent um jede Zehntelsekunde kämpfen, womit er sich dann 300 Meter vor dem Ziel absetzte und schließlich über Gold vor Waiblingen (8:01,83 Minuten) und dem TSV Schott Mainz (8:09,66 Minuten) jubeln konnte.

In der nationalen Rangliste schoben sich Wandukwa, Müller und Abele mit ihrer Siegerzeit von 7:56,43 Minuten von Rang vier nun auf den zweiten Platz vor – lediglich die LG Olympia Dortmund um U18-WM-Teilnehmer Elias Schreml ist hier mit 7:43,21 Minuten ein Stück weit voraus. Rang drei nimmt der Erfurter LAC mit 7:58,94 Minuten ein.

Lisa Oed mit erneuter Goldchance

U20-Europameisterin nun bei deutschen Meisterschaften am Start

Mit Europameisterin Lisa Oed an der Spitze sowie Vorjahressieger Julius Hild und den deutschen Mannschaftmeistern Marius Abele und Sasha Müller hat der SSC Hanau-Rodenbach vier „Hochkaräter“ zu den nationalen Titelkämpfen der Jugend U20 und U18 von Freitag bis Sonntag in Ulm gemeldet.

Nach ihren beiden Europameistertiteln im Berglauf und im 3000-Meter-Hindernislauf ist Lisa Oed der Papierform nach klare Favoritin für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm. Ein „Selbstläufer“ wird der Einsatz auf ihrer Spezialstrecke im Hindernislauf jedoch nicht, denn mit den beiden weiteren EM-Startern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Leandra Lorenz und Lisa Vogelgesang (Hildesheim) stehen starke Konkurrentinnen an der Startlinie. Die zweite Medaille fasst Lisa Oed über 3000 Meter „flach“ ins Auge, trifft hier allerdings auf die Vize-Europameisterin Miriam Dattke (LG Regensburg), die mit ihrer Meldezeit von 9:23,33 Minuten deutlich vor Oed (9:42 Minuten) rangiert, zuletzt jedoch nicht mehr diese Form abrufen konnte.

Spannend wird es auch im 3000-Meter-Rennen der Jugend U18, in dem Marius Abele mindestens das Resultat der deutschen Crosslaufmeisterschaften mit Rang vier wiederholen möchte. Wie auch Sasha Müller ist er zudem über 1500 Meter gemeldet und entscheidet kurzfristig über einen Start. Festgelegt hat sich hingegen Julius Hild. Der letztjährige U18-Hindernismeister liegt aktuell zwar „nur“ auf Rang zwölf der U20-Meldeliste, sollte aber mit einem gelungenen Rennen unter die besten sechs A-Jugendlichen laufen können.

Bei den gleichzeitig stattfindenden deutschen Staffelmeisterschaften der Männer schickt der SSC Hanau-Rodenbach sein Männertrio mit Aaron Bienenfeld, Philip Ahne und Lukas Abele ins Rennen über 3x1000 Meter.

Lisa Oed krönt die Saison mit EM-Titel

18-jährige SSC-Athletin nun zweifache Europameisterin

Leichtathletik. Lisa Oed ist am Ziel ihrer Träume angelangt – jedenfalls für die aktuelle Saison. Die 18-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach gewann zwei Wochen nach der Berglauf-Europameisterschaft nun auch den U20-EM-Titel im 3000-Meter-Hindernislauf. Damit ist Lisa Oed die erfolgreichste Jugendläuferin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in 2017 und eine der besten Nachwuchslangstrecklerinnen im hessischen Leichtathletik-Verband aller Zeiten.

Mit ihrer im Finale erzielten Leistung von 10:00,79 Minuten rückt Lisa Oed auf die zweite Position der ewigen hessischen Frauen-Bestenliste vor, die von der Weltklasseathletin Gesa Krause angeführt wird. Im Jugendbereich ist sie die drittschnellste deutsche Läuferin seit dem Jahr 2000, wobei hier die Olympiateilnehmerinnen und deutsche Rekordhalterinnen Gesa Krause (Frauen) und Maya Rehberg (Jugend U20) vor ihr platziert sind.

Im Endlauf der Europameisterschaften spielten derlei Gedanken keine Rolle für die ehrgeizige Nachwuchsläuferin. „Sie ist absolut fokussiert“, schätzte Bundestrainer Georg Lehrer (Leipzig) im Telefonat mit Heimtrainer Sascha Arndt die DLV-Hoffnung direkt vor dem Start ein, während Lisa Oed schon nach ihrer Vorlauf-Bestzeit von 10:16,32 Minuten zwei Tage zuvor erklärt hatte: „Ich wusste gar nicht, dass ich so schnell bin. Jetzt freue mich aufs Finale.“

Und dort war ihr die Lauffreude förmlich anzusehen, denn nach einer unrhythmischen ersten Hälfte innerhalb des 14-köpfigen Feldes und des Sturzes der Ungarin Toth setzte sich nach 3:23 Minuten (1000 Meter) und 6:46 Minuten (2000 Meter) auf dem letzten Kilometer die favorisierte Weißrussin Tatsiana Shabanova mit der erwarteten Tempoverschärfung in Szene – und direkt dahinter die stets locker wirkende Lisa Oed sowie Uskun Gülnaz (Türkei). „Ich habe mich an die hessischen Meisterschaften in Gelnhausen erinnert, als wir die Endbeschleunigung mit langem Spurt trainiert haben und es dann bei der EM genau so gemacht“, so Oed, die 250 Meter vor dem Ziel die Führung übernahm und mit einer 73-Sekunden-Schlussrunde zum Sensations-Sieg und zur ersten Goldmedaille des DLV in Grosseto stürmte. Rang zwei ging an Shabanova (10:03,32 Minuten), Gülnaz folgte mit 100 Metern Rückstand in 10:19,44 Minuten.

Heimtrainer Arndt staunte zwar ebenso wie die Bundestrainer über die Leistungsexplosion der auch im kommenden Jahr noch in der U20 startberechtigten Biochemie-Studentin, fand aber auch eine Erklärung: „Unabhängig von der speziellen Vorbereitung: Lisa ist ein Regenerationswunder. Sie hat sich weder von ihrem Vorlauf noch von der hochsommerlichen Hitze beeindrucken lassen, sondern konnte ihre Leistungsfähigkeit zu 100 Prozent abrufen – das war ein großartiger Wettkampf“, attestierte der Rodenbacher Coach, der gemeinsam mit seiner Athletin nun noch das dritte Saisonziel des Sommers vor Augen hat: Am ersten August-Wochenende steht Lisa Oed als Favoritin bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm am Start, ehe es dann zum weiterführenden Studium in die USA geht.

U20-EM: Lisa Oed gewinnt Titel über 3000 Meter Hindernis

Mit freundlicher Genehmigung von OP-Online, Jörg Moll

Lisa Oed hat ihr persönliches Sommermärchen mit einem goldenen Ende perfekt zu Ende geschrieben. Die Rodgauerin im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach gewann bei der U20-Europameisterschaft in Grosseto (Italien) den Titel über 3000 Meter Hindernis. Nach dem Triumph im Berglauf ist das ihr zweiter Europameistertitel in diesem Sommer.

Es sind atemberaubende Tage, die Lisa Oed im italienischen Grosseto hinter sich gebracht hat. Mit der deutschen Jahresbestleistung in ihrer Altersklasse (10:16,32 Minuten) hatte sie als Zweitschnellste des Vorlaufs das Finale erreicht. Dabei hatte sie ihre eigene Bestmarke, gerade erst im Juni in Regensburg aufgestellt, um drei Sekunden unterboten. Doch letztlich sollte das nur der Vorgeschmack auf das Finale Furioso sein, in dem Oed ihre Bestmarke nochmals um fast 16 Sekunden unterbot und in 10:00,79 Minuten klar vor der favorisierten Weißrussin Tatsiana Shabanava (10:03,32) und der Türkin Gülmaz Uskun (10:19:44) gewann.

„Ich weiß, dass es nicht so leicht wird wie im Berglauf, hier den Titel zu holen“, hatte die 18 Jahre junge Athletin, die für den SSC Hanau-Rodenbach startet, vor dem Finale auf leichtathletik.de, der Internetplattform des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), eingeräumt. Doch was sie dann im Finale am Samstag auf die Bahn zauberte, machte sie selbst fast sprachlos. „Vor einem Jahr hätte ich nicht mal gedacht, dass ich zweifache deutsche U20-Meisterin werden könnte“, meinte sie ungläubig staunend.

Auch ein Sturz der Vorlaufschnellsten Lilli Anna Toth (Ungarn), in den fast das ganze Feld verwickelt war, brachte Oed im Finale am Samstag nicht aus dem Konzept. Sie blieb stets in der Spitzengruppe hinter Shabanava (Weißrussland). Wohlwissend, „dass Shabanava im Vorlauf zwei wahnsinnig schnelle letzte Runden gelaufen ist“. Oed blieb auch bei der finalen Tempoverschärfung der Titelfavoritin dran - und hatte 250 Meter vor dem Ziel selbst ihren großen Auftritt. Mit einem beherzten Antritt ließ sie die Weißrussin hinter sich und stürmte unwiderstehlich zu Gold.

Oed, die künftig in den USA studieren wird, ist damit drauf und dran, in die Fußstapfen des deutschen Aushängeschildes über diese Distanz, Gesa Felicitas Krause (Trier), zu treten. Die zweimalige deutsche Leichtathletin des Jahres hatte 2011 in Tallinn (Estland) Gold bei der U20-EM gewonnen und zwei Jahre später den Titel bei der U23. 2016 ließ Krause in Amsterdam Gold bei der Frauen-Europameisterschaft folgen, im gleichen Jahr lief sie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auf Rang sechs. Mit 9:15,70 Minuten hält die 24-Jährige seit Mai 2017 den deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis. Legt Lisa Oed ein ähnlich atemberaubendes Tempo wie in diesem Sommer hin, wird das auch Krause aufmerksam verfolgen. Immerhin hat Oed ihre Bestleistungen binnen weniger Wochen um fast 28 Sekunden gesteigert.

Für Trainer Sascha Arndt erfüllte sich mit dem Titelgewinn eine Prophezeiung. „Der weltbeste Trainer“ (Oed) hatte nach dem Vorlauf die Regenerationsfähigkeit seiner Athletin gepriesen. Auch die Trainingsinhalte zahlten sich aus. „Wir haben die Doppelbelastungen - gerade auch mit Endbeschleunigung - in den vergangenen Wochen mehrfach trainiert.“Von Jörg Moll

Mit freundlicher Genehmigung von OP-Online, Jörg Moll

Lisa Oed souverän im Finale

Leichtathletik. Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) hat bei der U20-Europameisterschaft das Finale im 3000-Meter-Hindernislauf erreicht. Die 18-jährige SSC-Athletin belegte im italienischen Grossetto den zweiten Vorlaufplatz und zog mit der neuen deutschen Jahresbestzeit von 10:16,32 Minuten direkt in den Endlauf am Samstag ein. Dort hofft sie auf eine vordere Platzierung und eine weitere Steigerung.

"Dass ich so schnell unterwegs war, wusste ich gar nicht", freute sich die mehrfache deutsche Meisterin und amtierende Berglauf-Europameisterin nach ihrem neuen Hausrekord. "Es ging hier ja vor allem darum, in meinem Vorlauf unter die ersten Fünf zu kommen und damit den direkten Finaleinzug zu schaffen, und so habe ich mich an den anderen Läuferinnen orientiert", so Oed, die einen kontrollierten Eindruck hinterließ. Technisch stabil am Wassergraben und bei den Hindernisüberquerungen, taktisch versiert und läuferisch ohnehin in Bestform, bestand schon eingangs der Schlussrunde kein Zweifel am Erreichen des Finales der besten 15 europäischen Nachwuchsläuferinnen.

Die Rangliste führt nach den Vorläufen Lili Anna Toth (Ungarn) in 10:09,89 Minuten an, dann folgt bereits Lisa Oed, die ihrerseits Laura DiMarco (10:19,55 Minuten) aus Italien hinter sich ließ. Neben Toth zählt im Finale die Weißrussin Tatsana Shabanava (10:18,69 Minuten) zum engsten Favoritenkreis, gewann sie doch den zweiten Vorlauf, ohne annähernd an die Leistungsgrenze zu gehen. Als zweite Deutsche qualifizierte sich Lisa Vogelgesang (Hildesheim) in 10:27,39 Minuten. Die letztjährige deutsche U18-Meisterin - 2016 noch knapp vor Lisa Oed - erwischte den leichteren Vorlauf und konnte wertvolle Kräfte sparen.

Für Lisa Oed zählt nun in erster Linie die bestmögliche Regeneration, um die Vorbelastung im Endlauf nicht allzu sehr zu spüren. Dazu führte der erste Weg nach dem Vorlauf zunächst ins Kältebecken, um den sommerlichen Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius entgegen zu wirken. "Jetzt freue ich mich aufs Finale. Das hat sich heute super angefühlt, und ich weiß, dass noch mehr geht", lautete das abschließende Statement der schnellen SSC-Läuferin.

Eine Vorschau zu Lisa Oeds EM-Start U20-Hindernislauf

Lisa Oed startet bei U20-EM in Italien

Leichtathletik. Am Donnerstag steht für Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) ein weiterer internationaler Einsatz an. Zehn Tage nach dem Gewinn der U20-Berglauf-Europameisterschaft geht die 18-jährige Langstrecklerin nun bei den kontinentalen Titelkämpfen der Jugend U20 im 3000-Meter-Hindernislauf an den Start. Dabei besitzt sie im italienischen Grossetto Endkampfchancen für den Finallauf am Samstag.

Als eine von vier qualifizierten deutschen Läuferinnen hofft Lisa Oed auf die Fortsetzung ihrer diesjährigen Erfolgsbilanz. Nach den nationalen Titeln im 3000-Meter-Lauf (Halle) und im Crosslauf sowie dem Sieg im Ausscheidungsrennen zur EM in Grossetto soll nun der Finaleinzug der besten Zwölf realisiert werden. Nach der Meldeliste der 30 Teilnehmerinnen sollte eine Zeit von 10:24 Minuten dieses Vorhaben ermöglichen, so dass Lisa Oed mit ihrer Vorleistung von 10:19 Minuten gute Aussichten auf den Erstrundenerfolg hat.

"Ich hatte in den letzten Tagen viel Stress an der Uni, musste noch Klausuren schreiben und habe dafür wirklich fast Tag und Nacht gelernt. Aber das hat gut geklappt, und jetzt überwiegt die Vorfreude auf den Wettkampf", erklärte die Biochemie-Studentin beim Abschlusstraining im Rodenbacher Waldstadion. Dort lief sie Teilabschnitte der Wettkampfstrecke im 10:00-Minuten-Tempo, ohne sich zu verausgaben. "Jetzt nur noch gesund bleiben und vor Ort taktisch alles richtig machen", lautet die Devise für Oed, die sich gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen hochsommerlichen Temperaturen ausgesetzt sieht. Dass die Hindernisläuferinnen naturgemäß einen Wassergraben integriert haben, stellt hier keine Erleichterung dar, soll das schwierigste der fünf Hindernisse pro Runde doch möglichst ohne Wasserkontakt überlaufen werden.

SSC bietet Zehn-Kilometer-Lauf

Neuerung auf Rekordstrecke

Der SSC Hanau-Rodenbach hat die Ausschreibung seines traditionellen Straßenlaufs im September erweitert. Wenn am 9.September mit Start und Ziel im Rodenbacher Waldstadion wieder zahlreiche Schüler aus ganz Hessen und angrenzenden Bundesländern auf Rekordjagd über fünf Kilometer gehen, sind in diesem Jahr auch die Erwachsenen mit einer bestenlistenfähigen Distanz mit dabei. So steht auf der „Hochgeschwindigkeitsstrecke“ im Rodenbacher Forst nun auch der „Schnellste Zehner“ auf dem Programm.

Angelehnt an den „Schnellen Zehner“ der TGS Niederrodenbach, der Ende März über die Bühne ging, will der SSC Hanau-Rodenbach nun auf zwei Fünf-Kilometer-Runden beste Bedingungen für Topzeiten schaffen. Dazu setzen die Veranstalter Geldpreise aus, die für Laufzeiten unter 30:30 Minuten bei den Männern und 34:20 Minuten bei den Frauen ausgeschrieben sind. „Mit Solomon Merne Eshete und Aaron Bienenfeld haben wir zwei Läufer in unseren Reihen, die in der Lage sind, in diesen Bereich vorzustoßen. Außerdem hoffen wir auf auswärtige Athleten, die da kräftig mitmischen“, erklärt SSC-Vorsitzender Sascha Arndt den kleinen monetären Anreiz. Lohnend ist die Meldung allemal auch für nicht ganz so schnelle Läufer. Auf der nach IAAF- und DLV-Regeln vermessenen Strecke hat jeder Teilnehmer die Gewähr, dass seine Zeit als Bestzeit offiziell anerkannt wird, was längst noch nicht bei allen Volks- und Straßenläufen der Fall ist. Außerdem bietet sich hier nach der Ferienzeit die Möglichkeit zum Formtest, ehe es in die umfangreiche Vorbereitung der Herbst-Marathonläufe oder Halbmarathonläufe geht.

Für die Schüler geht es in jedem Fall um den Einzug in die nationalen Bestenlisten, sind doch mit Elena Taubel, Mirjam Beschorner (W14), Johanna Uherek (W13), Max Grabosch (M15) und Tristan Kaufhold (M11) fünf der schnellsten DLV-Athleten der jeweiligen Altersklassen über den SSC Hanau-Rodenbach bereits fest für den Fünf-Kilometer-Wettbewerb vorgesehen. Der gleichzeitig als Offene Kreismeisterschaft ausgeschriebene Wettbewerb brachte in den zurückliegenden beiden Jahren zwei Landesrekorde durch Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach/15:52 Minuten) und Julian Gering (LG Vogtland/16:18 Minuten) hervor. Auch hier sind erwachsene Läufer startberechtigt und können mit Zeiten von weniger als 14:45 Minuten bei den Männern und 16:40 Minuten bei den Frauen die 50-Euro-Prämie gewinnen. Die Startgebühren sind ab vier Euro aufwärts gestaffelt und beinhalten im Fünf-Kilometer-Lauf für jeden Teilnehmer eine Urkunde. Für Schülergruppen und Vereinsmannschaften anderer Sportarten gelten Startgeldermäßigungen.

Meldungen nimmt der SSC Hanau-Rodenbach für die fünf und die zehn Kilometer ab sofort unter sarndt@t-online.de. www.ssc-hanau-rodenbach.de

Lisa Oed Berglauf-Europameisterin

SSC-Athletin mit überlegenem Jugend-Sieg

Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) hat bei den Berglauf-Europameisterschaften im slowenischen Kamnik ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Die dreifache deutsche Meisterin und Vize-Mannschafts-Weltmeisterin des Vorjahres gewann den Wettbewerb der weiblichen Jugend U20 überraschend deutlich und sorgte damit für die einzige Medaille im Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Der hatte auf die Nominierung einer weiblichen U20-Mannschaft verzichten müssen, und auch Lisa Oed konnte aufgrund parallel laufender Startverpflichtungen zur Qualifikation für die U20-Stadion-EM nicht bei den deutschen Berglaufmeisterschaften antreten. Dennoch war nach ihrer Leistungsentwicklung während der letzten Monate klar, dass Berglaufberater Kurt König (Mittenwald) mit der 18-jährigen Studentin ein „As im Ärmel“ haben würde. Und die vielseitige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach übertraf die Erwartungen sogar noch, indem sie gegenüber den 38 Konkurrentinnen aus 15 Nationen auf der über 4,3 Kilometer langen und durch 420 Höhenmeter erschwerten Strecke mehr als eine Minuten Vorsprung herauslief.

„Ich bin locker im Feld auf Position 15 losgelaufen, um nicht zu überpacen und habe dann nach einigen hundert Metern während der ersten steileren Abschnitte sofort überholt“, so Oed, die auf den technisch anspruchsvollen alpinen Pfaden noch vor der Streckenhälfte zunächst die mitfavorisierte Britin MacFadyen, die Tschechin Havlickova und dann auch die führende Rumänin Gabriela Doroftei hinter sich ließ. Ihren Tempolauf setzte Lisa Oed bis zum Beginn des Steilhangs zum Ziel fort, ehe ihr dort Betreuer „einen Riesenvorsprung“ signalisierten. „Ich hatte mich vorher nie umgeschaut und wollte einfach nur das Tempo hochhalten. Aber die letzten Meter konnte ich dann wirklich genießen“, freute sie sich über ihren Coup, der nach 23:16 Minuten vor der Türkin Atalay (24:25 Minuten) und Doroftei (24:36 Minuten) unerwartet deutlich ausfiel.

Einen schweren Stand hatten hingegen Julius Hild und Marius Abele in der männlichen Jugend U20. Die beiden SSC-Youngster hielten sich auf ihrem 8,3-Kilometer-Berglauf über 1035 Höhenmeter so gut, dass sie mit Rang 19 für Hild und Rang 21 für Abele klar in der ersten Hälfte der 52 Teilnehmer einkamen. Während Julius Hild seine Platzierung auf dem Schlussabschnitt verteidigte, konnte Marius Abele sogar noch vier Läufer überholen. In der Mannschaftswertung gab es für den Deutschen Leichtathletik-Verband gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung auf Rang fünf, wobei drei der vier DLV-Athleten auch 2018 noch startberechtigt sein werden.

Aaron Bienenfeld, Vierter der Deutschen Männermeisterschaft, erlebte auf der Langstrecke über 12,5 Kilometer und 1295 Höhenmeter ein „beinhartes“ Debüt im Nationaltrikot des DLV. Der als Jahrgang 1997 jüngste Männerstarter hielt sich achtbar und belegte in 1:13:08 Stunden den 43.Platz von 67 Teilnehmern. Die Männermannschaft belegte den siebten Platz unter 16 Nationalmannschaften.

Für das international eingesetzte Quartett des SSC Hanau-Rodenbach stehen weitere hochkarätige Wettkämpfe kurz bevor. Während Lisa Oed bereits in der kommenden Woche bei der U20-Europameisterschaft in Grossetto (Italien) Deutschland im 3000-Meter-Hindernislauf vertritt, bereiten sich Julius Hild und Marius Abele gemeinsam mit elf weiteren Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach im Trainingslager von Oberstdorf auf die deutschen Jugendmeisterschaften vor.

SSC Hanau-Rodenbach stellt DLV-Athleten

Leichtathletik. Der SSC Hanau-Rodenbach stellt vier Athleten für die Europameisterschaften im Berglauf und ist damit der am stärksten vertretene Verein des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bei diesen kontinentalen Titelkämpfen. Wenn am Samstag im slowenischen Kamnik um Gold, Silber und Bronze gelaufen wird, sind Lisa Oed (U20), Marius Abele, Julius Hild (U20) und Aaron Bienenfeld (Männer) im DLV-Trikot für den Sportkreis Hanau mit am Start.

Auf der über 4,3 Kilometer und knapp 500 Höhenmeter führenden Strecke der weiblichen Jugend besitzt Lisa Oed gute Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung. Die 18-Jährige, 2017 bereits zweifache deutsche U20-Meisterin im Crosslauf und 3000-Meter-Lauf, sollte nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielseitigkeit eine Rolle im internationalen Berglaufgeschehen der 45 gemeldeten Teilnehmerinnen spielen können. Für Abele und Hild geht es neben der Einzelwertung auch um das Teamklassement, das mit einem sechsten Platz in den „Erfolgsbereich“ kommen würde. Ebenso wie die drei Jugendlichen setzte Aaron Bienenfeld beim Pfungstädter Sportfest drei Tage vor der Berglauf-EM noch eine gelungene Tempoeinheit. Zwar werden ihm die dort erzielten 1:56,17 Minuten über 800 Meter auf der Langstrecke mit mehr als 1000 Höhenmetern keinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bringen. Doch andererseits weiß der 20-jährige Bienenfeld als jüngster Männer-Starter um seine gute Form. „Ich bin in diesem Jahr Bestzeiten von 800 Meter bis Halbmarathon gelaufen, es passt einfach alles – das gibt Vertrauen für diesen schwierigen Einsatz“, so Bienenfeld, der sich in der ersten Hälfte der 75 Teilnehmer platzieren möchte und ebenfalls auf eine DLV-Mannschaft zurückgreifen kann.

Lukas Abele mit Quantensprung

800 Meter in 1:49,52 Minuten / Topzeiten auch von Oed und Hild

Es war ein maßgeschneidertes Rennen für Marc Reuther vom Wiesbadener LV, der beim zweiten Pfungstädter Abendsportfest über 800 Meter die Norm für die Weltmeisterschaften in London unterbot und mit 1:45,22 Minuten die zweitschnellste hessische Zeit nach Hessenrekordler Harald Schmid (TV Gelnhausen/1:44,83 Minuten/1987) erzielte. Hinter Reuther und dem ebenfalls für die WM qualifizierten Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt/1:46,08 Minuten) nutzte Lukas Abele die Gunst der Stunde und überraschte mit einem gelungenen Temporennen, in dem er den amtierenden Süddeutschen Meister Marc Tortell (TV Rendel/1:51,61 Minuten) hinter sich ließ. Dabei steigerte sich der 19-Jährige um 1,8 Sekunden auf 1:49,52 Minuten.

Somit unterbot der Mittelstreckler des SSC Hanau-Rodenbach erstmals die 1:50-Minuten-Marke, obwohl die Vorbereitung sehr breit gefächert ablief. Denn noch vor vier Wochen startete Abele bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften über 13,5 Kilometer, ehe er dann mit Starts zwischen 400 und 1500 Meter konzentriert in die Bahnsaison einstieg. „Da fehlen noch weitere vier bis sechs Wochen, dann sollte Lukas in Topform sein“, ist sich SSC-Trainer Sascha Arndt mit Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) einig. Der Nationalcoach signalisierte direkt nach dem beeindruckenden Auftritt in Pfungstadt, dass im August speziell angelegte Temporennen über die Spezialstrecke Abeles von 1500 Meter in Richtung der Kadernorm von 3:42,00 Minuten ermöglicht werden sollen.

Neue persönliche Bestzeiten im 800-Meter-Wettbewerb gab es für den siegreichen Aaron Bienenfeld (offenes Männerrennen/1:56,17 Minuten), Marius Abele (1.U18) in 1:57,07 Minuten und Philip Ahne (alle SSC/1.U20/1:57,41 Minuten), Julius Martiny (2:00,11 Minuten) und Johannes Fleiner (2:02,58 Minuten). Im 1500-Meter-Lauf näherte sich Lisa Oed als zweifache deutsche Langstreckenmeisterin der 4:30-Minuten-Marke an. Erst auf den letzten 200 Metern verließen sie nach harten Trainingswochen im Zuge der U20-EM-Vorbereitung ein wenig die Kräfte, womit die 18-Jährige in der Zeit von 4:30,74 Minuten immer noch überlegen die Frauenwertung gewann. Topp in Form präsentierten sich weiterhin die deutlich verbesserten Julius Hild (2.U20/4:02,67 Minuten) und Jakob Thöming (5.U20/4:07,32 Minuten). Mit Saisonbestzeiten überzeugten Jonas Rapp (U18/4:20,69 Minuten), Fabian Sposato (Männer/4:24,15 Minuten), Evan Habtemichael (U18/4:34,20 Minuten), Mahmoud Gassem (4:43,99 Minuten) und über 3000 Meter Jörg Flohr (M50/11:13,66 Minuten) sowie Robin Petzold (U16/11:10,62 Minuten). Im Seniorenbereich holte Ingbert Reinke (M40) über 800 Meter in 2:17,50 Minuten einen Klassensieg.

Hessentitel und Bestleistungen für SSC-Läufer

Lisa Oed gewinnt doppelt, Abele und Müller ebenfalls vorne

Leichtathletik. Bei den Hessischen Meisterschaften der Erwachsenen und Jugend U18 in Gelnhausen sicherten sich die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach vier Titel. Dabei ragte die 18-jährige Jugendliche Lisa Oed als zweifache Meisterin bei den Frauen heraus.

Die für die U20-Europameisterschaften nominierte Topathletin gewann am ersten Wettkampftag die 5000 Meter in 17:35,24 Minuten und am zweiten Tag die 1500 Meter in 4:34,03 Minuten. In beiden Rennen zündete Lisa Oed auf der Schlussrunde „den Turbo“ und legte die letzten 500 Meter in 1:26 Minuten zurück, womit sie die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ. Stark auch der Auftritt von Lukas Abele und Aaron Bienenfeld, die das 1500-Meter-Rennen der Männer dominierten. Zunächst sorgte Bienenfeld bis 900 Meter für das Tempo, dann übernahm Abele, der mit 3:53,36 Minuten den Sieg vor dem Bestzeit laufenden Vereinskameraden holte, der sich auf 3:54,83 Minuten steigerte.

Titel Nummer vier gab es durch den wiedererstarkten Sasha Müller. Der 16-Jährige gewann die U18 in 4:12,17 Minuten und sicherte sich mit der neuen Bestmarke gleichzeitig die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften Anfang August in Ulm. Zuvor jedoch wird er gemeinsam mit seinem beim Berglauf-Weltcup eingesetzten Mannschaftsgefährten Marius Abele am kommenden Wochenende in Wetzlar um den Süddeutschen Titel laufen.

Eine weitere Medaillenplatzierung feierte Elena Taubel. Die W14-Athletin belegte in der U18 überraschend den zweiten Platz in 2:25,42 Minuten. Bestzeit lief Annika Maul in 2:32,90 Minuten auf Rang 14. Nicht ganz so gut ins Rennen kamen nach gesundheitlichen Problemen die Jungs mit Karl Wandukwa (2:10,00 Minuten/10.Platz), Jonas Rapp (2:10,23 Minuten/ 11.Platz) und Mahmoud Gassem (2:13,77/12.Platz). Evan Habtemichel belegte in 2:16,47 Minuten den 17.Platz.

Ein Lichtblick hingegen war bei frischem Wind das 800-Meter-Finale der Männer, in dem sich der 19-jährige Philip Ahne in 1:58,83 Minuten auf Rang acht behauptete. Julius Martiny (11. Platz) lief in 2:02,39 Minuten so schnell wie nie zuvor, und Fabian Sposato schlug sich in 2:05,46 Minuten als 14. ebenfalls gut.

Marius Abele Nationalteam-Sechster

„Knüppelharte Strecke“ bei Berglauf-Trophy

Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) hat sich bei der mit 16 Nationalteams besetzten U18-Berglauf-Trophy in Italien den 27.Platz in der Einzelwertung und Rang sechs in der deutschen Nationalmannschaft erkämpft. Der 17-jährige Allroundläufer fand allerdings nicht den angekündigten schwierigen Crosskurs vor, sondern „eine knüppelharte Strecke, wie wir sie bei uns in Deutschland nicht haben.“

So jedenfalls charakterisierte Berglauf-Betreuer Kurt König (Mittenwald) den dauernden Wechsel von Bergab- und Bergauf-Passagen, die zudem noch über Stock und Stein und schmale Bergpfade führten. So bestand auf der 5,3-Kilometer-Strecke gleich zu Beginn erhebliche Sturzgefahr. „Steil bergab und steinig, dann eine Verengung ohne Überholmöglichkeit den Berg hinauf“, erklärte Marius Abele, der strauchelte und sich prompt am Ende des 57-köpfigen Feldes wiederfand. Von dort kämpfte er sich noch bis auf Rang 27 vor und sicherte damit gemeinsam mit Lukas Bunzel (Hildesheim/16.) und Robert Süssbauer (LC Mittenwald/23.) den sechsten Platz in der Nationenwertung. Betreuer Kurt König war mit dem Ergebnis zufrieden, Abele stufte seinen Lauf ebenfalls positiv ein, sieht aber noch Luft nach oben. So soll es nun bei der U20-Europameisterschaft am zweiten Juli-Wochenende im slowenischen Kamnik mit der Mannschaft ebenfalls in diesen Bereich gehen, obwohl die Konkurrenz zwei Jahre älter ist und mit bis zu 80 Teilnehmern gerechnet wird.

Marius Abele Süddeutscher Meister

Lukas Abele 1500m-Dritter in 3:49,32 Minuten

Bei den süddeutschen Meisterschaften der Erwachsenen und Jugend U18 hat Marius Abele die Erwartungen erfüllt. Der 17-jährige Allrounder gewann mit einem Start-Ziel-Sieg den 1500-Meter-Lauf in 4:04,47 Minuten und nahm seinen Verfolgern 40 Meter ab. Immer besser in Form kommt Lukas Abele, der sich bei den Männern über die gleiche Distanz auf 3:49,32 Minuten steigerte und den dritten Platz belegte.

Für den letztjährigen U20-WM-Teilnehmer stellten die süddeutschen Meisterschaften die erste größere überregionale Herausforderung dar, nachdem er in der Vorwoche den hessischen Landestitel souverän in 3:53 Minuten gewonnen hatte. Dass es diesmal nicht zum Sieg reichen würde, war angesichts der persönlichen Bestzeit von Stefan Hettich (Gomaringen-Schwäbisch-Hall/3:41 Minuten) klar, doch der Sechste der Deutschen Meisterschaften zeigte sich im Endeffekt nur leicht überlegen. Denn hinter Hettich (3:48,02 Minuten) kam ihm Marc Tortell (TV Rendel/3:48,33 Minuten) bedrohlich nahe, und auch Lukas Abele sah bis 100 Meter vor dem Ziel noch seine Chance. „Ich hatte gerade gedacht, dass ich jetzt angreifen sollte – da waren auch schon die Beine dicht“, erzählte der Drittplatzierte, dem nach einem verzögerten Saisonbeginn schlicht noch die anaeroben Kapazitäten für die letzten Meter fehlen. Eine starke Zielgerade präsentierte einmal mehr Aaron Bienenfeld. Der Langstreckenspezialist erkämpfte sich hier noch den fünften Platz in 3:56,77 Minuten.

Weit weniger gefordert wurde Marius Abele, der sich im U18-Rennen bereits nach 400 Metern absetzte und seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Mit 4:04,47 Minuten lag er deutlich vor Niklas Schwesig (LG Wetzlar/4:10,37 Minuten) und kann sich in Richtung deutsche Jugendmeisterschaft weiterhin zwischen 1500 Meter und 3000 Meter entscheiden. Beide Qualifikationsleistungen hat auch Sasha Müller (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach) unterboten. In Wetzlar erwischte der 16-jährige SSC-Athlet allerdings einen schlechten Tag und belegte mit 4:17,80 Minuten Rang acht.

Sara Lisa Zorn belegte im Speerwurf der Frauen mit 37,91 Metern den neunten Platz.

Solomon Merne Eshete in 29:46 Minuten

Leichtathletik. Beim Zehn-Kilometer-Straßenlauf „Rund um Ratekau“ hat Solomon Merne Eshete die 30-Minuten-Marke durchbrochen. Der für den SSC Hanau-Rodenbach startende gebürtige Äthiopier lieferte sich bei guten Bedingungen während der gesamten Distanz einen spannenden Zweikampf mit seinem Landsmann Terefe Seifu, hatte im Ziel aber mit 29:46 Minuten das bessere Ende für sich und gewann den Endspurt mit zehn Metern Vorsprung. „Es war ein gleichmäßiges Rennen mit 14:48 Minuten bei der Streckenhälfte, ehe wir dann taktiert haben und es zum Schluss nochmals sehr schnell wurde“, erklärte Eshete, der nun in der Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf den fünften Platz vorgerückt ist.

Staffeln in die Deutsche Bestenliste

SSC-U20 startet in Jügesheim durch

Bei den Kreis- und Regionalmeisterschaften der Staffeln in Jügesheim war der SSC Hanau-Rodenbach mit mehr als 20 gemeldeten Teams nicht nur der teilnehmerstärkste Verein. Die vielseitigen Läufer holten zudem zwei Dutzend Titel, wobei sich die männliche Jugend U20 innerhalb weniger Minuten sowohl über die 3x1000-Meter-Distanz und als auch auf der 4x400-Meter-Strecke in die Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) eintrug.

Schon immer war die Rodgauer Anlage „ein gutes Pflaster“ für schnelle Staffeln, und auch dieses Mal lohnte sich bei immer besseren Witterungsbedingungen der Einsatz auf der Rundbahn. Denn als der zunächst kräftige Wind nachgelassen hatte, starteten die Jugend- und Männerstaffeln ihre Jagd nach schnellen Zeiten für die nationalen Ranglisten. Dies glückte der U20 über 3x1000 Meter mit Philip Ahne, Jakob Thöming und Julius Hild so gut, dass sie mit 7:58,42 Minuten die Qualifikationszeit zur Deutschen Meisterschaft unterboten. Die ausgeglichene Mannschaftsleistung war gerade einmal wenige Minuten alt, als Philip Ahne erneut ins Rennen ging – diesmal über 4x400 Meter, wo der SSC im Jugendbereich Neuland betrat. Doch gemeinsam mit seinen Teamgefährten Marius Abele, Sasha Müller und Johannes Fleiner war sich Ahne nach 3:34,99 Minuten sicher: „Das hat sich gelohnt!“ Denn neben dem Spaßfaktor gab es auch hier den Bonus des Eintrags in der deutschen und hessischen Bestenliste. Dabei hatten zuvor Marius Abele und Sasha Müller mit der U18 im 3x1000-Meter-Wettbewerb bereits ordentlich mitgemischt und gemeinsam mit Jonas Rapp den Sieg in 8:22,52 Minuten vor SSC II. mit Gassem, Reifenberger und Habtemichael (8:54,11 Minuten) errungen.

Top auch die Männer mit Jannik Trunk, Fabian Sposato und Solomon Merne Eshete, die ihre Wertung in 8:21,22 Minuten gewannen. Die M40-Senioren traten mit dem deutschen Berglaufmeister Uli Steidl sowie seinen Teamgefährten Stefan Unger und Ingbert Reinke an und erzielten 8:54,85 Minuten. Die M50 mit Markus Riefer, Jörg Flohr und Frank Seidel überzeugte in 9:32,60 Minuten und konnte in der Besetzung Hetzel, Flohr, Köstner und Abele noch den 4x400-Meter-Titel nachlegen.

Bei den Schülern ragten die U16-Hessenmeisterin Johanna Uherek, Elena Taubel und Mirjam Beschorner im 3x800-Meter-Staffellauf mit der weiblichen Tagesbestzeit von 7:20,63 Minuten heraus. Ebenfalls an den SSC gingen die U18 mit Amerschläger, Fleiner und Maul (7:56,25 Minuten) sowie die U20 mit Oed, Mancho und Straube (8:06,74 Minuten). In der U14 starteten zwei U12-Athletinnen, dennoch gewannen Carla Taubel, Charlotte Uhehek und Vanessa Mikitenko mit 8:17,72 Minuten. Alle Ergebnisse siehe www.kreis-offenbach-hanau.de

Bienenfeld mit Bronze

20-jähriger SSC-Athlet überrascht bei U23-DM

Aaron Bienenfeld hat seine Erfolgsserie bei deutschen Meisterschaften nun auch auf der Stadionrundbahn fortgesetzt. Der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach zählte als Jahrgang 1997 zwar zu den jüngsten Teilnehmern der nationalen U23-Titelkämpfe in Leverkusen, überraschte dort aber mit dem dritten Platz und der Topzeit von 14:29,55 Minuten.

Nach einem zurückhaltenden Auftakt mit 5:52 Minuten für die ersten 2000 Meter erwartete Bienenfeld, „dass da jetzt bald die Post abgeht und ich wohl oder übel überlaufen werde“, schilderte er seine Befürchtungen inmitten des hochkarätigen Feldes. Doch weder der mit 14:01 Minuten gemeldete Jonathan Dahlke noch der mehrfache deutsche U23-Meister Tobias Blum konnten Akzente setzen – vielmehr verabschiedeten sie sich in der Schlussphase aus der mehrköpfigen Spitzengruppe. Der SSC-Athlet spielte indes seinen eisernen Willen und seine beachtliche läuferische Bandbreite aus, indem er gemeinsam mit Leif Gunkel (Dortmund) dem Führungsduo folgte. Zwar vermochte er Maximilian Thorwirth (Düsseldorf/14:25,71 Minuten) und Jens Mergenthaler (Winnenden/14:25,78 Minuten) nicht zu gefährden, doch mit seinem beherzten Spurt über 600 Meter schüttelte Aaron Bienenfeld noch Leif Gunkel ab und sicherte sich mit drei Sekunden Vorsprung auf den Dortmunder den dritten Platz.

„Ich habe erst wenige Meter vor dem Ziel realisiert, dass ich wirklich Dritter bin und nun keiner mehr vorbeispurten kann. Das Rennen lief mit dem langsamen Beginn sehr gut für mich, denn die letzten zwei, drei Runden habe ich dann doch auf meine Stärke vertraut“, so Bienenfeld, der in den zurückliegenden Tagen ein „beinhartes“ Wettkampfprogramm verkraftete: Nach dem Mannschaftssieg bei den deutschen Berglaufmeisterschaften und Rang eins beim JP-Morgen-Lauf belastete sich der 19-Jährige zum dritten Mal innerhalb von acht Tagen auf höchstem Niveau und schöpfte dabei erneut das persönliche Optimum aus. Auch wenn er am kommenden Wochenende in Gelnhausen bei den hessischen Männermeisterschaften und in zwei Wochen bei der Berglauf-Europameisterschaft in Slovenien startet, legt er nun erstmal die Füße hoch. „Bis Donnerstag laufe ich kaum, fahre vor allem Rad und trainiere im Schwimmbad, um mich zu entlasten“, erklärte er nach dem neuerlichen Kraftakt.

Für seinen Vereinskameraden Julius Hild ging es gegen die bis zu vier Jahre ältere Konkurrenz als einer von zwei U20-Startern im 3000-Meter-Hindernislauf um das „Herantasten“ an die anspruchsvolle und gleichwohl selten angebotene Disziplin. Der Rodenbacher hielt sich im Bereich seiner Bestzeit, die er trotz Hitze und verbesserungswürdiger Wassergraben-Technik mit 9:35,21 Minuten lediglich um vier Sekunden verfehlte. Dies bedeutete Rang sieben.

Uherek-Schwestern vorne

Bei den hessischen Triathlonmeisterschaften der Schüler in Darmstadt setzten sich mit Johanna Uherek (Schülerinnen A) und Charlotte Uherek (Schülerinnen B) zwei der besten hessischen Läuferinnen durch. Beide zählten beim „Woogsprint“ bereits im Wasser zu den schnellsten Athletinnen ihrer Klassen, obwohl es auf der jeweiligen Distanz recht ruppig zuging.

„Johanna hatte dieses Mal etwas Pech beim Schwimmen. Sie hat einen recht heftigen Tritt gegen das Brustbein und den Kiefer bekommen, was sie dann erst einmal etwas zurückgeworfen hat. Dank eines sehr guten Wechsels nach dem Schwimmen auf das Rad und einem gelungenen Radabschnitt konnte sie dann ihre Laufstärke ausspielen“, schilderte Betreuerin Barbara Uherek den Einsatz ihrer Tochter, die als Führende der deutschen W13-Bestenliste im Fünf-Kilometer-Straßenlauf für den SSC Hanau-Rodenbach keine Probleme hatte, den Sieg noch an sich zu reißen. Dabei lief sie schneller als die zwei Jahre ältere Jugend B und war in der Gesamtwertung sogar den gleichaltrigen Jungen überlegen.

Lediglich einem gleichaltrigen Jungen musste Charlotte Uherek den Vortritt lassen, während die hessischen Mädchen keine Chance hatten und die Elfjährige somit Hessenmeisterin in ihrerKlasse wurde. Die Dominanz der beiden Schwestern spiegelt ihre Siegesserie in der Cupwertung des Hessischen Triathlon Verbandes (HTV) wider. Johanna gewann alle fünf Wettbewerbe, Charlotte vier.

Aaron Bienenfeld schnellster Corporate-Challenge-Läufer

SSC-Athlet startete im Championship-Race vor 64000 Firmenläufern

Leichtathletik. Als der 18-jährige Aaron Bienenfeld im Vorjahr die JP-Morgen-Corporate-Challenge in Frankfurt gewann, war er als jüngster Sieger aller Zeiten eine Sensation. 2017 startete der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach erneut beim europaweit größten Laufereignis und erzielte wiederum die schnellste Zeit für die 5,6 Kilometer lange Strecke durch Frankfurt. Da er aufgrund seines letztjährigen Erfolges im „Championship-Race“ mit den schnellsten Firmenteams aus allen Corporate-Challenge-Läufen weltweit antreten musste, tauchte er in der Frankfurter Ergebnisliste zunächst gar nicht auf.

Dabei hatte Aaron Bienenfeld drei Tage nach seinem Mannschaftssieg bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften mit dem Handicap zu kämpfen, dass seine Streckenführung im Lauf der Champions entgegengesetzt verlief und damit einige Höhenmeter mehr aufwies als der mit 64000 Teilnehmer besetzte „breitensportliche“ Firmenlauf. Eine Stunde vor dessen Startzeit wurden die knapp 200 Asse losgeschickt, und auch in diesem hochkarätigen Feld behauptete sich Aaron Bienenfeld, der in 16:30 Minuten vor seinem Teamgefährten vom Frankfurter Laufshop, Florian Neuschwander (16:53 Minuten), gewann. Damit war Bienenfeld bei seinem Championship-Lauf um elf Sekunden schneller im Ziel als Nico Sonnenberg (16:41 Minuten), der den Firmenlauf gewinnen konnte.

„Vor dem Rennen war ich doch ziemlich aufgeregt, weil ich genau wusste, welche guten Läufer es in den USA gibt. Ich bin dann aber beim Start sofort weg und konnte auf den ersten zwei Kilometern einen komfortablen 50-Meter-Vorsprung herauslaufen, der am Ende 150 Meter betrug. Damit war ich 14 Sekunden schneller als letztes Jahr, trotz der Tatsache, dass die Strecke etwas mehr Höhenmeter aufwies“, schilderte Aaron Bienenfeld seine Eindrücke.

Der schnelle Nachwuchsläufer tritt bereits am Samstag im nächsten hochkarätigen Rennen an. Bei den Deutschen U23-Juniorenmeisterschaften in Leverkusen ist er der Hoffnungsträger des SSC Hanau-Rodenbach auf der 5000-Meter-Strecke, nimmt er mit seiner Meldezeit von 14:20 Minuten dort doch den vierten Platz der Rangliste ein. Außerdem startet in Leverkusen der 18-jährige Julius Hild als Nationalkaderathlet Hindernislauf über 3000-Meter-Hindernis, wobei ein Platz unter den Top acht einen Erfolg darstellt. Verzichten wird trotz Medaillenchancen die für die U20-EM qualifizierte Lisa Oed (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach), die die gleichzeitig stattfindenden hessischen U20-Jugendmeisterschaften als verschärftes Training aus einem mit zwei bis drei täglichen Einheiten gebildeten „Trainingslager-Modus“ heraus vorzieht, um im Grundlagenbereich Akzente zu setzen.

Senioren-Bergläufer ebenfalls Spitze

Zwei weitere Goldmedaillen steuerten die Senioren bei. Nach der kurzfristigen verletzungsbedingten Absage von Dr.Stefan Hinze sprang Markus Riefer in die Bresche und gewann die M50 in 1:11:48 Stunden. Mathias Schink überzeugte als Vierter, und mit Frank Seidel auf Rang elf belegten beide den dritten Platz im Team. Für die M35-Mannschaft reichte es zur Titelverteidigung. Thomas Seibert, Jörn Harland und Ingbert Reinke (9.M35/1:11:18 Stunden) rangierten eine halbe Stunde vor der LG Mettenheim. Stefan Unger belegte in 1:14:21 Stunden den 14.Platz.

Kerstin Straub meldete sich nach der Geburt des dritten Kindes in der Frauen-Gesamtwertung auf dem achten Platz zurück. Der früheren deutschen U23-Meisterin fehlen aktuell noch drei Minuten bis zum Nationalmannschaftskreis, der 2018 wieder Thema sein dürfte. Frauke Tschiltschke als Vierte der W60 und Annette Straub auf Rang elf der W55 komplettierten das in der Frauen-Gesamtwertung auf dem siebten Platz gelistete SSC-Team.

Fünf Deutsche Berglauftitel für den SSC

Männer mit Gold und Bronze / Steidl und Riefer siegen

Bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Bayerisch Eisenstein hat der SSC Hanau-Rodenbach für einen „historischen Tag“ in der Geschichte des Sportkreises Hanau gesorgt. Gleich fünf Titel sowie zwei Vizemeisterschaften und zwei Mal Bronze gab es für die Laufspezialisten, die damit auch den erfolgreichsten Verein dieser Deutschen Meisterschaften stellten. Herausragend das Teamresultat bei den Männern, das für den SSC den ersten und den dritten Platz unter 35 gewerteten Mannschaften brachte.

Zwar setzte sich bereits in der Anfangsphase an den ersten zehnprozentigen Anstiegen eine mehrköpfige Führungsgruppe ohne Aaron Bienenfeld ab, doch der SSC-Spitzenläufer hatte sich seine Kräfte so gut eingeteilt, dass er nach 13,5 Kilometern und 887 Höhenmetern bis auf den vierten Platz vorlaufen konnte. In 59:30 Minuten war der 20-jährige Student als jüngster Teilnehmer der Männer-Hauptklasse lediglich 1:34 Sekunden langsamer als der favorisierte Maximilian Zeus (DJK Weiden/57:54 Minuten). Damit legte er den Grundstein zum Mannschaftssieg, den er gemeinsam mit den überraschend starken M35-Läufern Thomas Seibert (3.M35/15.Einlauf/1:03:39 Stunden) und Jörn Harland (5.M35/17.Einlauf/1:04:01 Stunden) erreichte. Mit der Gesamtzeit von 3:07:10 Stunden verwies das Trio die LG Brandenkopf (3:08:26 Stunden) auf Rang zwei, während die zweite SSC-Mannschaft mit 3:13:47 Stunden ebenfalls den Sprung aufs Treppchen schaffte.

Dabei musste der leicht erkältete Jugendvizemeister Julius Hild (1:04:26 Stunden) die Führung in der U20 erst im Steilstück auf den letzten 400 Metern abgeben. Eine Klasse für sich war Uli Steidl, der nach seiner Anreise aus den USA trotz Jet-Lag die Klasse M45 in 1:04:32 Stunden überlegen gewinnen konnte und sich im Gesamteinlauf direkt vor Lukas Abele (22./1:04:49 Stunden) platzierte. Für Lukas Abele, 1500-Meter-Spezialist mit U20-Weltmeisterschaftsteilnahme 2016, bedeutete der Einsatz das beste Langstreckenergebnis überhaupt, was sich in den kommenden Wochen auf der Bahnsaison mit guten Resultaten auf den Mittelstrecken über 800 Meter und 1500 Meter auszahlen soll. Hier ist sein Bruder Marius (Jahrgang 2000) ebenfalls nationale Spitze, und auch im Berglauf empfahl er sich mit Rang drei in der U20 und der Laufzeit von 1:05:37 Stunden für zukünftige Einsätze im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Gemeinsam mit Julius Hild und Marius Abele errang Philip Ahne auf Rang sieben der U20 Mannschaftsgold in der Nachwuchswertung, wobei es hier einen SSC-Doppelsieg gab vor SSC II. mit Johannes Fleiner (8.), Sasha Müller (9.) und Evan Habtemichel (10.) sowie Jan Reifenberger (11.) gab.

Beeindruckt von der Bilanz des SSC Hanau-Rodenbach zeigte sich DLV-Berglaufwart Kurt König (Mittenwald). Für die Anfang Juli in Slovenien anstehenden Berglauf-Europameisterschaften hat er neben der Team-Vizeweltmeisterin Lisa Oed nun auch Aaron Bienenfeld (Männer) sowie Julius Hild und Marius Abele (beide U20) ins Auge gefasst.

Lisa Oed mit deutscher Jahresbestzeit

SSC-Athletin gewinnt EM-Qualirennen

Bei der Sparkassen-Gala in Regensburg hat Lisa Oed die Qualifikation zur U20-Europameisterschaft Mitte Juli im italienischen Grossetto perfekt gemacht. Die 18-jährige mehrfache deutsche Meisterin des SSC Hanau-Rodenbach gewann den international besetzten 3000-Meter-Hindernislauf mit deutlichem Vorsprung, stellte in 10:19,62 Minuten eine neue deutsche Jahresbestzeit auf und wurde „nebenbei“ Süddeutsche Meisterin.

Mit der Steigerung des eigenen Hausrekordes um acht Sekunden verdrängte sie Lisa Tertsch (ASC Darmstadt/10:22 Minuten) von Rang eins. US-Studentin Tertsch hatte die Zeit schon vor Wochen in den USA vorgelegt und trat in Regensburg lediglich auf der 1500-Meter-Flachstrecke mit 4:37 Minuten in Erscheinung.

Hingegen wusste Lisa Oed die Bundestrainer uneingeschränkt zu überzeugen. Zunächst mit Lisa Vogelgesang (Hildesheim) im Schlepptau auf der Verfolgung der frühzeitig enteilten Ronja Böhrer (Leipzig/U23), dann ab Streckenhälfte in der Führungsposition und mit einem durchgängigen Tempo von 3:26 Minuten pro Kilometer, meisterte sie jeden der sechs 3,66 Meter langen Wassergräben problemlos. „Es lief einfach super. Von den insgesamt 35 Hindernissen waren vielleicht vier, fünf dabei, an denen ich dribbeln musste – letztes Mal war es genau andersherum“, freute sich Lisa Oed über ihre Fortschritte in der anspruchsvollen Disziplin.

Bundestrainer Enrico Asmuss (Erwachsene/Erfurt), Jugendtrainer Georg Lehrer sowie Lauftrainer Andreas Michallek (beide Leipzig) konstatierten ebenfalls eine positive Entwicklung, mit der Lisa Oed nun in der europäischen Spitze angekommen sei. „Wenn man die Abläufe seit des Ostertrainingslagers und des DLV-Hindernislaufs in Jena bis jetzt verfolgt, sieht man eine deutliche Stabilisierung und Verbesserung in der Technik. Damit hat sich Lisa aktuell auf Platz vier der europäischen Bestenliste gelaufen“, erklärte Lehrer, der sie bei der Europameisterschaft in fünf Wochen im italienischen Grossetto betreuen wird, während SSC-Heimtrainer Arndt zu gleicher Zeit mit der Leistungsgruppe im Trainingslager in Oberstdorf sein wird, um die deutschen Meisterschaften Anfang August vorzubereiten. „Beides zu vereinbaren geht nicht, aber wir fiebern am Bildschirm mit – und vorher sollen hier im Rodenbacher Training weiter die Weichen gestellt werden, dass Lisa nach ihrem Vorlauf auch im Finale eine Topleistung bringen kann.“

Angesichts des hochkarätigen Einsatzes verzichtet Lisa Oed am kommenden Wochenende auf die nationalen U23-Juniorinnenmeisterschaften sowie auf die hessischen Jugendmeisterschaften, um sich mit einem „Trainingslagerblock“ weitere Grundlagen zu erarbeiten. Anfang Juli nimmt sie außerdem an den Berglauf-Europameisterschaften in Slovenien teil, wo sie für den Deutschen Leichtathletik-Verband unter die Top ten laufen möchte.

Titel und Bestleistungen für SSC-Läufer

Abele, Beschorner und Has überraschen positiv / Zorn mit 40-Meter-Speerwurf

Leichtathletik. Bei den Meisterschaften der Region Rhein-Main in Gelnhausen sicherten sich die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach zahlreiche Titel. Angeführt von Lukas Abele, Philip Ahne, Marius Abele bei den Männern und Jugendlichen sowie Mirjam Beschorner und Louisa Fleiner im weiblichen Bereich, ließen die SSC-Athleten die Konkurrenz immer wieder deutlich hinter sich.

So war der Sieg von Mirjam Beschorner im 800-Meter-Lauf trotz des zunächst spannenden Zweikampfs gegen die Wiesbadener Konkurrentin eine klare Sache. Beschorner gewann das sehenswerte Temporennen in der W14 mit 2:23,49 Minuten vor ihrer Trainingsgefährtin Elena Taubel, die trotz leichter Erkältung mit 2:25,04 Minuten ebenso Bestzeit lief wie die 13-jährige Johanna Uherek (4./2:25,69 Minuten). Es folgten Vanessa Mikitenko (2:37,26 Minuten), Charlotte Uherek (2:41,98), Nina Beidl (2:42,01), Carla Taubel (2:42,94), Rebecca Roth (2:46,10).

Gar einen Vierfachsieg gab im 800-Meter-Lauf der Männer mit Lukas Abele (1:54,12 Minuten) vor Aaron Bienenfeld (1:56,52 Minuten) an der Spitze. Dann folgten Neu-Einsteiger Julius Martiny mit 2:05,06 Minuten und Fabian Sposato in 2:05,53 Minuten).

Der schnellste Jugendliche kam mit Philip Ahne (U20/1:58,79 Minuten) ebenfalls vom SSC. Dank der Entscheidung des Gelnhäuser Wettkampfwartes Willy Imhof gab es für U18-Hessenmeister Marius Abele eine Sonderregelung. „Wenn wir im Sinne der Athleten handeln können, machen wir das“, so Imhof, der den jungen SSC-Läufer ins leistungsstarke Männerrennen hochstufte. Dort lief er zwar außerhalb der Titelwertung, aber mit offiziellen 1:57,16 Minuten eine bemerkenswerte Bestzeit. Mahmoud Gassem (2:13,21 Minuten) und Evan Habtemichel (2:15,44 Minuten) feierten auf den Rängen zwei und drei ebenfalls neue Bestmarken.

Top auch der 13-jährige Attila Has als M14-Vizemeister in 2:16,12 Minuten. Der elfjährige Tristan Kaufhold überzeugte mit 2:31,70 Minuten vor einer ganzen Phalanx von SSC-Schülern: Robin Petzold 2;32,02 Minuten, Jan Nimbler 2:32,43 Minuten, Tom Zukrowski 2:34,33 Minuten, Fynn Becker 2:39,08 Minuten, Tom Seidel 2:44,14 Minuten und Bedirhan Altunsoy 2:44,93 Minuten. In der M15 wurde Jeremy Monroe mit 2:21,39 Minuten Dritter, Maximilian Hamburger folgte in 2:28,27 Minuten auf Rang fünf.

Große Klasse auch der Einsatz der Rodenbacherin Louise Fleiner in der W15. Vom Start weg drückte sie auf das Tempo und bezwang im Zielspurt nach 2:34,99 Minuten die favorisierte Freigerichterin Estelle Hode sowie ihre SSC-Trainingsgefährtin Nessrin Amerschläger in 2:37,96 Minuten. Nina Zukrowski steigerte sich auf 2:40,61 Minuten und wurde Fünfte. In der weiblichenU18 sicherte sich Annika Maul mit 2:37,78 Minuten Bronze, Chiara Heischmann lief 2:43,84 Minuten (5.) vor Melissa Bensing (2:44,68) und Angela Schick (2:45,29) sowie Tamara Maul (2:49,89). Rang eins in der weiblichen U20 über 1500 Meter gab es für die Oberrodenbacherin Viktoria Mancho in 5:27,72 Minuten.

Gleich viermal am Start war Sara Lisa Zorn, die im Speerwurf der Frauen mit 40,00 Metern eine Punktlandung hinlegte und Vizemeisterin wurde. Ihre weiteren Einsätze waren Platz vier im Hammerwurf mit 30,39 Meter, Platz sechs im Diskuswurf mit 28,41 Meter und Platz drei im Kugelstoßen mit 11,53 Meter.

Die Qualifikation zur Deutschen Schülermeisterschaft hat Max Grabosch perfekt gemacht. Der DLV-Jahresschnellste über 3000 Meter sprintete in Gelnhausen die 300m in 41,85 Sekunden, womit er die Sprint-B-Norm ablieferte und nun zum engsten Favoritenkreis auf der Langstrecke zählt.

EM-Entscheidung am Samstag

Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) steht vor dem entscheidenden Qualifikationslauf zur Jugend-Europameisterschaft. Die 18-jährige Studentin hat die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm von 10:35,00 Minuten im 3000-Meter-Hindernislauf bereits unterboten, doch um die drei Startplätze bewerben sich am Samstag in Regensburg vier Athletinnen auf fast gleichem Niveau.

Als vor 14 Tagen in Jena die Uhren bei 10:27 Minuten stehen blieben und Lisa Oed direkt vor ihrer Dauerkonkurrentin Leandra Lorenz (10:28 Minuten) ins Ziel spurtete, schien die Qualifikation zur U20-EM abgehakt. Denn hinter Lisa Tertsch (ASC Darmstadt / 10:22 Minuten) nahm die SSC-Athletin den zweiten Platz in der nationalen Bestenliste ein. Doch wenige Tage später meldete auch die letztjährige deutsche Meisterin Lisa Vogelgesang (Hildesheim) nach einer überstandenen Verletzungsunterbrechung Ansprüche auf einen der drei Plätze an, um die nun am Samstag bei der internationalen Sparkassen-Gala in Regensburg gelaufen wird. Gleichzeitig geht es dort im hochkarätigsten Nachwuchsfeld der vergangenen Jahre um die Süddeutsche U23-Meisterschaft im Hindernislauf. „Ich werde Leandra Lorenz und Lisa Vogelgesang im Auge behalten und meine Chance in einem langen Schlussspurt suchen“, so Oed, die nur eine der beiden Athletinnen hinter sich lassen muss, um das Ticket zur Europameisterschaft zu lösen.

Bienenfeld weiterhin im Rekordrausch

Bestzeiten auch durch Taubel, Abele und Oed

Leichtathletik. Bei der Internationalen Pfungstädter Laufgala erzielten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach gleich mehrere Bestzeiten. Dabei glückten Elena Taubel (W14/800 Meter) und Aaron Bienenfeld (U23/1500 Meter) Leistungssprünge um fünf Sekunden. Besonders eindrucksvoll gestaltete Lisa Oed ihren Auftritt im 3000-Meter-Lauf der Frauen. Die U20-Läuferin gewann den gesamten Wettbewerb in der persönlichen Freiluftbestzeit von 9:42,81 Minuten.

Dabei musste sie sowohl mit dem Regen als auch mit der vorgezogenen Startzeit zurechtkommen. „Ich hätte noch zehn Minuten gebraucht, aber das Feld stand schon bereit, und alle im Regen stehen zu lassen, geht ja auch nicht“, so Oed, die ursprünglich die Zusage erhalten hatte, dass nach Zeitplan gestartet würde. Trotz des nicht optimalen Einstiegs ging es gleich flott zur Sache mit 3:13 Minuten für die 1000-Meter-Zwischenzeit und 6:27 Minuten für 2000 Meter. Mit ihrem gleichmäßig hohen Tempo überholte sie die lange führende Kristina Hendel (LG Vogtland) auf den letzten zwei Runden und hatte letztlich 40 Meter Vorsprung auf die Favoritin. Gleichzeitig lief Lisa Oed national die zweitschnellste U20-Zeit in der diesjährigen Bestenliste.

Für Aaron Bienenfeld geht die Rekordjagd unvermindert weiter. Der 20-jährige Student legte nach neuen Hausrekorden über 800 Meter (1:56 Minuten), 5000 Meter (14:20 Minuten), 10000 Meter (30:20 Minuten) und Halbmarathon (1:08:19 Stunden) nun innerhalb von wenigen Wochen auch die 1500-Meter-Bestzeit von 3:54,89 Minuten nach. „Das wird gefeiert“, freute sich Bienenfeld, der mit seiner breiten Leistungspalette bei den deutschen Berglaufmeisterschaften am kommenden Wochenende zum erweiterten Favoritenkreis der Männer-Hauptklasse zählt.

Ebenfalls über 1500 Meter nähert sich Marius Abele in der U18 der 4:00-Minuten-Marke. Zwar erfüllte er mit 4:00,78 Minuten nicht ganz die eigenen Erwartungen, lief aber im Sog seines Bruders Lukas (Männer/4:00,45 Minuten) erneut hessische Jahresbestzeit seiner Klasse.

Eine ganz starke Vorstellung lieferten Elena Taubel und Mirjam Beschorner im 800m-Lauf der W14 ab. Sie gewannen ihre Altersklasse mit 2:20,72 Minuten in exakt der gleichen Zeit und zählen nun zu den 15 schnellsten W14-Athletinnen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Dazu gesellte sich noch Teamgefährtin Johanna Uherek (W13) mit 2:25,04 Minuten, womit das Nachwuchs-Trio als 3x800-Meter-Staffel bis in die nationale Bestenliste der U20 und Frauen vorstoßen kann. Die für den TV Gelnhausen startende Hanauerin Jessica Hesse erreichte in der Frauenklasse 2:19,49 Minuten.

Und auch wenn der vielfache Hessenmeister Max Grabosch (M15) diesmal nicht den besten Tag hatte, stellte auch er mit 2:05,77 Minuten eine neue 800-Meter-Bestzeit auf.

Bei den Senioren belegte Markus Riefer mit 10:01,30 Minuten den ersten Platz im 3000-Meter-Lauf der Klasse M50.

Lisa Oed mit EM-Norm

SSC-Athletin mit 3000-Meter-Hindernisdebüt

Leichtathletik. Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) hat die vom Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) geforderte Leistung für die Jugend-Europameisterschaft U20 erbracht. Ausgerechnet in einer der anspruchsvollsten Disziplinen, dem 3000-Meter-Hindernislauf, glückte der mehrfachen deutschen Meisterin die Normerfüllung.

Das Debüt auf der längsten Hindernisstrecke war nach den Starts 2016 über die 1500-Meter- und 2000-Meter-Hindernis zwar schwer zu prognostizieren, doch die Zielsetzung war klar: „Ich will 10:35 Minuten unterbieten und zur EM“, gab Lisa Oed die Marschroute vor, an die sie sich gemeinsam mit Leandra Lorenz (RSV Eintracht Stahnsdorf) hielt. Das schnelle Duo absolvierte Runde für Runde in 83 bis 84 Sekunden, ehe die SSC-Athletin auf dem Schlusskilometer den Druck erhöhte und sich von der Spitze den Sieg sicherte. Mit 10:27,40 Minuten gewann sie das Rennen vor Leandra Lorenz (10:28,91 Minuten) und Kira Reinhardt (Erfurt/11:00,42 Minuten).

Obwohl Lisa Oed weitere Verbesserungen im Bereich der Technik beim Überqueren der Hindernisse sah, zeigte sich Bundestrainer Georg Lehrer (Leipzig) sehr zufrieden: „Das war eine überzeugende Vorstellung. Normalerweise werden die Athletinnen auf der zweiten Hälfte instabiler. Lisa hat jedoch immer besser in das Rennen gefunden und auf den letzten beiden Runden einen sehr guten Eindruck gemacht.“

Mit der Normerfüllung ist die Fahrkarte zu den U20-Europameisterschaften in Italien Mitte Juli allerdings noch nicht endgültig gelöst. Der Qualifikationszeitraum läuft traditionell noch bis zur Regensburger Gala am 10.Juni, wo mit Lisa Vogelgesang (Hilden), der deutschen U18-Meisterin des Vorjahres, eine weitere ernstzunehmende Konkurrentin in das Wettkampfgeschehen eingreifen wird.

Ein weiteres beachtliches 3000-Meter-Hindernisdebüt gab Julius Hild. Wie Lisa Oed dem nationalen C-Kader zugehörig und daher im Qualifikationsrennen für die U20-EM mit am Start, überzog der Rodenbacher in der Anfangsphase zwar zunächst das Tempo. Nach 3:00 Minuten für die 1000-Meter-Zwischenzeit und 6:07 Minuten nach 2000 Metern wurden die Beine zunehmend schwer, doch die letztlich erreichten 9:31,91 Minuten bedeuteten Platz zwei in der Jugendwertung und gleichzeitig die Norm für die deutschen U23-Juniorenmeisterschaften Mitte Juni in Leverkusen. Dort hat Julius Hild erneut die Chance, sich mit Zeiten um 9:20 Minuten im Nationalkader zu behaupten. Zuvor stehen für den zweifachen deutschen Vizemeister noch hochkarätige Einsätze bei den hessischen Hindernismeisterschaften am 3.Juni in Baunatal und den deutschen Berglaufmeisterschaften am 10.Juni in Bayerisch Eisenzell an.

Mannschaften laufen um Gold

Uli Steidl reist aus den USA an

Bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Bayerisch Eisenstein zählen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach zu den Medaillenkandidaten. Angeführt von Aaron Bienenfeld und Uli Steidl greifen in diesem Jahr die Männer in der Gesamtwertung der Dreier-Teams nach Gold, Silber oder Bronze. Die Jugend U20 hat in Julius Hild und Marius Abele ihre Einzelfavoriten und in der Mannschaftswertung als Titelverteidiger beste Chancen.

Mehr als zwölf Kilometer und 800 Höhenmeter nebst höchst anspruchsvoller Gefällpassagen im Bayerischen Wald liegen vor den 272 Teilnehmern der diesjährigen Berglaufmeisterschaften. „Wer hier zu schnell los läuft oder die falschen Schuhe trägt, hat keine Chance“, teilte Berglaufexperte Wilfried Raatz vor einigen Tagen per Rundmail mit. Denn die Strecke zieht sich trotz einer durchschnittlich eher moderaten Steigung nicht nur in die Länge, sondern sorgt aufgrund extremer Abschnitte für Diskussionen. „Das Bergab-Stück gehört verboten, da kannst du dich schwer verletzen“, stand im Internet zu lesen: 50 Meter Höhendifferenz auf 200 Metern Länge, die komplett über Steine und Wurzeln führen und „Laufen unmöglich“ machen würden. Das wird sich allerdings erst am Samstag zeigen, denn die Spezialisten sind auch solchen Bedingungen gewachsen.

Dazu zählt sicher der mehrfache WM-Teilnehmer Uli Steidl, der als Favorit der M45 auch die Hauptklassen-Mannschaft des SSC verstärkt. Sein Manko besteht in der Anreise, denn Steidl wird nach dem Flug aus seiner Wahlheimat Oregan/ USA noch den Jet-Lag verspüren. Aaron Bienenfeld geht ausgeruht an den Start, doch fehlen dem Allrounder naturgemäß die nötigen Höhenmeter in der Vorbereitung. Angesichts seiner zuletzt erzielten Zeiten von 14:20 Minuten über 5000 Meter und 30:20 Minuten über 10000 Meter kann er dennoch auf eine vordere Platzierung hoffen. Gemeinsam mit Thomas Seibert, Jörn Harland und den Jugendlichen Julius Hild und Marius Abele sind die beiden SSC-Topläufer in der Mannschaftswertung im engsten Favoritenkreis mit dem LAC Quelle Fürth München und dem TuS Heltersberg.

Spannend wird es für die Senioren M35 mit Harland, Seibert, Reinke und Unger sowie die M50 mit Hinze, Riefer, Seidel und Schink, die bereits bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften ganz vorne mitliefen. Für Kerstin Bertsch geht es nach der Geburt des dritten Kindes um „Wiedereingliederung“ auf nationaler Wettkampfebene – eine Urkundenplatzierung unter den Top acht wäre für die ehemalige U23-Meisterin ein Erfolg.

Während die Titelverteidigung der männlichen Jugend mit zwei kompletten SSC-Mannschaften ausgemachte Sache ist, muss Lisa Oed ihre sichere Goldmedaille „hergeben“. Die U20-Athletin, die auch um den Frauen-Gesamtsieg mitgelaufen wäre, muss am gleichen Tag zum entscheidenden Europameisterschaftsqualifikationslauf über 3000 Meter Hindernis in Regensburg antreten, um den internationalen Einsatz zu sichern.

Vier Hessentitel für SSC-Staffelläufer

Deutsche U18-Jahresbestzeit knapp verfehlt

Vier Hessentitel sicherten sich die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach als einzige Vertreter des Sportkreises Hanau bei den Landesmeisterschaften im Staffellauf. Nahezu optimale Bedingungen auf dem Friedberger Stadion „Am Burgfeld“ ließen dabei die männliche U18 bis in den Bereich der aktuellen deutschen Jahresbestzeit vorstoßen.

Am Ende fehlten Karl Wandukwa, Sasha Müller und dem mit der Einzelzeit von 2:32 Minuten gestoppten Schlussläufer Marius Abele im 3x1000-Meter-Lauf lediglich sechs Sekunden zum Ranglisten-Ersten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), LAC Erfurt (7:58,94 Minuten). In 8:04,74 Minuten lag das SSC-Trio in Friedberg jedoch unangefochten vorne und siegte vor dem TV Gelnhausen (8:24 Minuten) und SSC II., das in der Besetzung Mahmoud Gassem, Evan Habtemichel und Jan Reifenberger (8:49,32 Minuten) mit Rang drei überraschte.

Dieses Kunststück gelang dem SSC Hanau-Rodenbach ein weiteres Mal. Bei den Schülern U14 hielten Tristan Kaufhold, Robin Petzold und Attila Has auf der 3x800-Meter-Distanz die Startgemeinschaft Assenheim/Altenstadt in Schach und gewannen in 7:16,34 Minuten mit 25 Metern Vorsprung, ehe SSC II. mit Tom Zukrowski, Jack Jäger-Kec und Jan Nimbler (7:37,79 Minuten) auf dem Bronzerang unter zehn Teams folgte. SSC III. belegte in der Besetzung Seidel, Eyerkaufer, Altunsoy in 8:11,88 Minuten den zehnten Platz.

In der weiblichen U16 demonstrierten Johanna Uherek, Elena Taubel und Mirjam Beschorner die breit aufgestellte Basis im SSC. Allesamt im kommenden Jahr erneut startberechtigt, liefen sie mit 7:18,78 Minuten überlegen vor der LG Wetzlar (7:27,37 Minuten) und einer Startgemeinschaft aus mehreren Vereinen (7:30,71 Minuten) zum Sieg. Rang sechs ging an Amerschläger, Gebauer und Fleiner in 7:58,10 Minuten. Im teilnehmerstärksten Feld belegte die weibliche U14 mit Rebecca Roth, Carla Taubel und Vanessa Mikitenko in 8:09,60 Minuten den fünften Platz. SSC II. mit Laura Bussian, Antonia Oppermann und Charlotte Uherek erreichte den 13.Platz in 8:51,03 Minuten. In der weiblichen Jugend U18 hielten beide SSC-Staffeln mit und erreichten die Plätze fünf und sechs. SSC I. lief mit Bensing, Maul, Heischmann 8:12,27 Minuten, und SSC II. mit Maul, Zukrowski und Schick 8:16,04 Minuten.

Titel Nummer vier holten am Veranstaltungsende die M50-Senioren im 4x400-Meter-Staffellauf. Ralf Hetzel, Michael Abele, Frank Seidel und Jörg Flohr absolvierten die vier Stadionrunden unangefochten in 4:29,23 Minuten. Dabei hatten Frank Seidel und Jörg Flohr bereits ein Rennen in den Beinen, denn gemeinsam mit Thorsten Köstner hatte es zuvor in 9:39,91 Minuten die Silbermedaille im 3x1000-Meter-Lauf gegeben.

Fast exakt zwei Minuten schneller war die SSC-Hauptklassenstaffel. Philip Ahne (2:39 Minuten), Aaron Bienenfeld (2:33 Minuten) und Lukas Abele (2:27 Minuten) mussten sich in 7:39,65 Minuten lediglich der favorisierten LG Bensheim (7:31,51 Minuten) geschlagen geben, schafften aber den Sprung in die DLV-Jahresbestenliste. Außerdem unterbot das Trio auf Anhieb die Norm für die Deutschen Staffelmeisterschaften der Männer von 7:40,20 Minuten.

Laufsport-Festival im Dröse-Stadion

18.Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen mit Spaß und Leistung

Die 18.Offenen Hanauer Meisterschaften im 1000-Meter-Lauf präsentierte der Schul-Sport-Club SSC Hanau-Rodenbach einmal mehr als buntes Laufsport-Festival. Top organisiert und bei besten Bedingungen im Herbert-Dröse-Stadion durchgeführt, begeisterte die Veranstaltung die Teilnehmer zwischen vier und 19 Jahren ebenso wie die zahlreichen Eltern, Lehrer und Betreuer, die ihren Kindern diesen Ausdauer-Wettkampf in lockerer Atmosphäre ermöglicht hatten. 1900 Meldungen konnten die Veranstalter entgegen nehmen, und auch wenn naturgemäß nicht alle Gemeldeten im Wilhelmsbader Herbert-Dröse-Stadion antraten, unterstrich die Offene Hanauer Stadtmeisterschaft bei der 18.Auflage erneut ihre Sonderstellung im landesweiten Vergleich. An der hessenweit größten Talentsichtung im Bereich Lauf hatten insgesamt 19 Schulen und zwei Kindertagesstätten aus Hanau und Umgebung Anteil. Hinzu kamen Nachwuchsbasketballer um TGH-Trainer Peter Lazar und die leistungsstarke Laufgruppe des SSC Hanau-Rodenbach, die auswärtige Athleten und erfolgreiche Stadtmeister aus Hanauer Schulen vereint.

So fand die Schnittstelle zwischen direkter Bewegungsförderung, Breitensport und zielgerichtetem Leistungssport in fast jedem der 20 Läufe ihre Ausprägung - aufgewertet durch den „sozialintegrativen Charakter dieser einmaligen Veranstaltung“, den Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Schulamtsdirektor Ludwig Borowik in ihren Eröffnungsworten treffend beschrieben. „Kräfte auf sportlich-faire Weise zu messen, das ist der richtige Weg“, gab Weiss-Thiel den Schülern im Herbert-Dröse-Stadion dann auch mit auf den Weg.

Der führte für die Jüngsten von der Startgeraden vor der Haupttribüne über eine Stadionrunde mit zwei Hindernissen und Rasenschleife mit der Gesamtdistanz von 525 Metern. Dabei liefen gleich zum Auftakt der Wettbewerbe die vier- bis sechsjährigen Einsteiger, die zum Gutteil aus der Bruchköbler Kindertagesstätte Wirbelwind und der evangelischen Kindertagesstätte in Steinheim kamen, mehr „miteinander“ als „gegeneinander“. Lockeren Schrittes und offensichtlich nicht am Leistungslimit trabten sie ins Ziel, ließen sich dabei auch nur selten von im Außenbereich mitlaufenden Eltern zu einem Zwischenspurt verleiten. Dass bei der Ziellinie „Schluss ist“, war den meisten Youngstern ebenfalls neu, und so ging es für viele munter weiter bis zum Ende des Zielkanals, an dem sie zwecks Startnummernkontrolle zwangsläufig ausgebremst werden mussten.

Janne Mock (M05) vom Karl-Rehbein-Nachwuchs, Laurin Ben Krupop (M06) von der Wilhelm-Geibel-Schule, Lara Corzilius (W04/ evangelische Kita Steinheim), Hannah Wein (W05/Eichendorffschule) und Anna Binus (W06) aus der Kita Wirbelwind Bruchköbel waren die ersten Finischer, die dann wenige Minuten nach ihrem Einsatz Pokale, Medaillen und Urkunden in Empfang nehmen konnten. Die gab es jeweils für Platz eins bis acht in den 30 verschiedenen Wertungsklassen zwischen vier und 19 Jahren, verbunden mit einem Gutschein für ein Jahr kostenfreies Training und Wettkampfteilnahme im SSC Hanau-Rodenbach. Der bei weitem erfolgreichste hessische Laufverein im Nachwuchsbereich integriert bereits seit der ersten Auflage der Stadtmeisterschaft interessierte Schüler und Jugendliche, die es immer wieder bis in den Landes- und Bundeskader schaffen.

Diese Richtung will M07-Sieger Carmelo Licata Caruso von der Theodor-Heuss-Schule einschlagen. Der bislang nur als Fußballer aktive Grundschüler zeigte großes Interesse am Lauftraining und weiteren Wettkampfeinsätzen. „Da wollen wir unbedingt mitmachen“, erklärte er gemeinsam mit seinem Vater bei der Siegerehrung. Für Joakim Endlich von der Friedrich-Ebert-Schule ist das längst „Tagesgeschäft“. Der vielseitige Sportler überzeugte in der M08 mit einem 1000-Meter-Lauf in 3:51,3 Minuten, womit er vor seinem SSC-Vereinskameraden Ryan Lucas (Paul-Gerhardt-Schule/3:55,6 Minuten) gewann. Unter den zahlreich vertretenen Fußballern ragte Dwayn Meene (OFC Offenbach) heraus. Taktisch versiert zog der Viertklässler der Langenselbolder Schule am Weinberg direkt nach der Rasenpassage seinen Endspurt an und setzte sich in 3:37,8 Minuten von Lennart Schickel (Wilhelm-Geibel-Schule/3:43,2 Minuten) ab.

Bei den Mädchen landete die Niedermittlauer Auwiesenschule mit dem selbst bis zur Hessenebene erfolgreichen Lehrerteam Barbara Pillmann (Sprint/SSC) und Adi Kohr (Triathlon/TV Bad Orb) gleich zum Auftakt zwei Klassensiege. Rosa Heidenreich (4:36,1 Minuten) gewann die W07 mit 80 Metern Vorsprung auf Marie Stiller (Schule am Weinberg), und Mila Kühn (4:23,1 Minuten) siegte vor Eichendorffschülerin Annika Wein. Allesamt vereinsgebunden sportlich aktiv und damit direkt gefördert sind auch W09-Siegerin Emilia Eilers (Theodor-Heuss-Schule/4:03,9 Minuten), W10-Siegerin Amina Mekki (Anne-Frank-Schule/3:48,1 Minuten) und Carla Taubel (W11/Kopernikusschule/3:40,7 Minuten). Das mit Hochspannung erwartete W12-Duell zwischen Vanessa Mikitenko, Tochter der früheren Weltklasse-Marathonläuferin Irina Mikitenko, und Hessenauswahl-Fußballerin Loreen Bender (Otto-Hahn-Schule) entschied die Freigerichterin in hochklassigen 3:26,8 Minuten vor der ebenfalls deutlich verbesserten Bender (3:32,1 Minuten) für sich.

Die Tagesbestzeit in der weiblichen Jugend setzte mit Johanna Uherek (Einhard-Schule Seligenstadt) eine mehrfache Hessenmeisterin aus den Reihen des SSC Hanau-Rodenbach. Bereits nach 3:19,3 Minuten und mit 100 Metern Vorsprung auf Louisa Heller (Karl-Rehbein-Schule/3:40,0 Minuten) und Hockeyspielerin Wiebke Wahlster (KRS/3:41,2 Minuten) lief die 13-Jährige ins Ziel und war damit noch schneller als ihre Vereinskameradin Elena Taubel (W14/Kopernikusschule) in 3:22,6 Minuten vor Constanze Padi (Spessartgymnasium Alzenau/3:25,6 Minuten). Mit 140 Metern Vorsprung verteidigte Laura Petri (Paul-Gerhardt-Schule/3:32,5 Minuten) ihren Titel und gewann die W18.

Hingegen musste sich Sasha Müller (KRS) als tagesschnellster Hanauer Schüler durchaus strecken, um den Sieg zu erringen. In der stark besetzten M16 hielt er mit 2:49,4 Minuten seine SSC-Vereinskameraden Karl Wandukwa (Lindenauschule/2:54,8 Minuten) und Mahmoud Gassem (Schulzentrum Hessen-Homburg/2:56,9 Minuten) erst in der Schlussphase auf Distanz. Zuvor hatten mit John Betz (M11), Tom Zukrowski (M12), Robin Petzold (M13), Enes Yalcin (M14) und Bilal Benlahbib (M15) Sportler gewonnen, die sich auch in Mannschaftssportarten engagieren.

Dass der Teamgedanke in der Einzelsportart Laufen nicht zu kurz kommt, zeigte das faire Verhalten auf der Haupttribüne. Denn auch wenn an der Spitze der bis zu 100 Starter umfassenden Felder um jede Zehntelsekunde gekämpft wurde, gab es für die Letzten in den einzelnen Wettbewerben immer wieder ehrlichen Applaus auf der Zielgeraden.

Angesichts der rundum gelungenen Veranstaltung zeigte sich das Organisationsteam nach der wochenlangen Vorbereitung entsprechend zufrieden. „Wir haben dieses Jahr in Technik, Moderation, Pokale, Medaillen, Urkunden und Startnummern zwar mehr investiert als wir an Startgeld erhalten haben, aber die klasse Stimmung und die vielen positiven Rückmeldungen sind es wert“, erklärten die Veranstaltungsleiter Sascha Arndt und Mohamed Gassem im Namen der 60 beteiligten Helfer, die von der Stadt Hanau und Platzwart Philipp Kisselstein erneut bestens unterstützt wurden.

Steckbriefe der Sieger

Tagesschnellste Läuferin: Johanna Uherek, 13 Jahre, 7.Klasse Einhardschule Seligenstadt

Lieblingsfächer: Sport, Latein

Sportarten: Triathlon, Laufen

Vereine: DSW Darmstadt, SSC Hanau-Rodenbach

Training pro Woche: 7x

Ziel: Olympiateilnahme

Vorbild: Jan Frodeno

OS

Tagesschnellster Läufer: Sasha Müller, 16 Jahre, Karl-Rehbein-Schule 10. Klasse

Lieblingsfächer: Sport, Englisch

Sportarten: Laufen, Tischtennis

Verein: SSC Hanau-Rodenbach, SG Bruchköbel

Training pro Woche: 6x

Ziel: Olympia

Vorbild: Mo Farrah

OS



Schnellster Hanauer Lehrer: Manuel Stammler, 32 Jahre, Friedrich-Ebert-Schule, 3a

Lieblingsfächer: Sport, Mathematik, evangelische Religion

Sportarten: Fußball

Vereine: Freizeitsport

Training pro Woche: 2 bis 3x

Ich bin Fan: DFB-Nationalmannschaft, 1.FC Kaiserslautern

OS



Schnellste Hanauer Lehrerin: Frauke Tschiltschke, 60 Jahre, Hohe Landesschule

Lieblingsfächer: Sport, Religion

Sportarten: Laufen, Taekwon-Do

Vereine: SSC Hanau-Rodenbach, Chun Gun Hammersbach, SKG Hanau

Training pro Woche: 4x

Ziel: Deutsche Berglaufmeisterschaften

Vorbild: Harry Arndt

OS

Jüngster Sieger I.: Janne Mock, 4 Jahre, Kita Marienkirche Hanau

Sportarten: Fußball

Vereine: SV Wolfgang, Rot-Weiß Großauheim

Training pro Woche: 3x

Ziel: Spaß haben

Ich bin Fan von: meinem Bruder

OS

Jüngster Sieger II.: Carmelo Licata Caruso, 7 Jahre, Theodor-Heuss-Schule

Lieblingssport: Fußball

Verein: SV Steinheim

Training pro Woche: 4x

Ziel: Wettkämpfe mitmachen

Ich bin Fan von: Real Madrid

OS



Jüngste Siegerin I.: Anna Binus, 5 Jahre, Kita Wirbelwind Bruchköbel

Sportarten: Leichtathletik, Schwimmen

Vereine: LAZ Bruchköbel, SC Undina Bruchköbel

Training pro Woche: 4x

OS



Jüngste Siegerin II: Hannah Wein, 5 Jahre, Eichendorffschule

Sportarten: Hockey, Turnen

Vereine: 1.THC Hanau, TG Hanau

Training pro Woche: 2x

Ziel: Spaß

OS



Größter Vorsprung Grundschule: Rosa Heidenreich, 6 Jahre, Auwiesenschule Niedermittlau, 1.Klasse

Lieblingsfächer: Rechnen

Sportarten: Turnen

Vereine: TV Lieblos

Training pro Woche: 3x

Ziel: Erfolge

Ich bin Fan von: Violetta

OS



Titelverteidiger I.: Dwayn Meene, 10 Jahre, Schule am Weinberg, Klasse 4b

Sportarten: Fußball

Vereine: OFC Offenbach

Training pro Woche: 3x

Ziel: Profisportler

Ich bin Fan von: Eintracht Frankfurt

OS



Titelverteidiger II.: Tom Zukrowski, 11 Jahre, Otto-Hahn-Schule, 5Ga

Lieblingsfächer: Sport

Sportarten: Laufen, Fußball

Verein: SSC Hanau-Rodenbach, TSV Klein-Auheim

Training pro Woche: 4 bis 5x

Ziel: Olympiateilnahme

Ich bin Fan von: Ed Sheeran

OS



Titelverteidigerin: Laura Petri, 18 Jahre, Paul-Gerhardt-Schule

Lieblingsfächer: Englisch

Sportart: Laufen

Verein: Freizeitsport

Training pro Woche: /

Ziel: Gewinnen !

OS

Auswärtssiegerin I.: Mila Kühn, 8 Jahre, Auwiesenschule Niedermittlau, Klasse 2a

Lieblingsfächer: Sport, Mathe

Sportart: Turnen, Tanzen

Vereine: TV Niedermittlau, TV Lieblos

Training pro Woche: 3x

Ziel: Olympiateilnahme

Ich bin Fan von: Tim Bendzko

OS



Auswärtssiegerin II.: Vanessa Mikitenko, 12 Jahre, Kopernikusschule Freigericht, 5.Klasse

Lieblingsfach: Sport

Sportart: Laufen, Eiskunstlauf

Verein: SSC Hanau-Rodenbach

Training pro Woche: 2x

Ziel: stark sein und gut laufen

OS



M08-Sieger: Joakim Endlich, 8 Jahre, Friedrich-Ebert-Schule, 2.Klasse

Lieblingsfach: Sport

Sportart: Laufen

Verein: SSC Hanau-Rodenbach

Training pro Woche: 2x

Ziel: Europameisterschaften

Ich bin Fan von: Fußball

OS



M09-Sieger: Max König, 9 Jahre, Erich Kästner-Schule, 3.Klasse

Lieblingsfach: Englisch

Sportart: Fußball

Verein: SG Rosenhöhe

Training pro Woche: 2x

Ziel: guter Schüler und Sportler

Ich bin Fan von: Eintracht Frankfurt

OS



W10-Siegerin: Amina Mekki, 10 Jahre, Anne-Frank-Schule, 4.Klasse

Lieblingsfächer: Deutsch, Sport

Sportart: Leichtathletik

Verein: Turngemeinde Hanau

Training pro Woche: 2x

Ziel: Olympia

Ich bin Fan von: Usain Bolt

OS



M11-Sieger: John Betz, Paul-Gerhardt-Schule, 5.Klasse

Lieblingsfächer: Sport, Mathe, Erdkunde

Sportart: Fußball

Verein: FC Germania 09 Großkrotzenburg

Training pro Woche: 3x

Ziel: Profifußballer

Ich bin Fan von: Eintracht Frankfurt

OS



Geschwistersieger I.: Carla Taubel, 11 Jahre, Kopernikusschule Freigericht, 5.Klasse

Lieblingsfach: Sport

Sportart: Laufen

Verein: SSC Hanau-Rodenbach

Training pro Woche: 2x

Ziel: Deutsche Meisterschaften

Ich bin Fan von: Elena

OS



Geschwistersieger II.: Elena Taubel, 13 Jahre, Kopernikusschule Freigericht, 8.Klasse

Lieblingsfach: Sport, Biologie

Sportart: Laufen

Verein: SSC Hanau-Rodenbach

Training pro Woche: 4x

Ziel: Deutsche Meisterschaften

Ich bin Fan von: Gesa Felicitas Krause

OS

Stadtlauf-Splitter:

Regenwunsch: Bürgermeister Axel Weiss-Thiel hat ein Gespür für optimale Wettkampfbedingungen. Der Ehrengast wünschte dem SSC Hanau-Rodenbach und den Teilnehmern nicht nur spannende und faire Wettbewerbe sowie glückliche Sieger. Nein, er wünschte Regen, „natürlich nur ein bisschen zur Abkühlung.“ Tatsächlich blieben am Nachmittag die angesagten schweren Gewitter und Schauer aus, es tröpfelte allenfalls hin und wieder. Top-Bedingungen für die Läufer und zu keiner Zeit die Gefahr, dass die Aschenbahn im Herbert-Dröse-Stadion unter Wasser gesetzt und in eine Matschpiste verwandelt würde.

Moderatorin vom Fach: Chantal Buschung moderierte erstmals die Hanauer Stadtmeisterschaften der Schulen. Für den diesmal beruflich gebundenen Stammgast Jochen Heringhaus nachgerückt, bewies die 25-Jährige am Mikrofon, dass sie „vom Fach“ ist. Leichtathletische Erfolge bis hin zur Teilnahme an deutschen Meisterschaften gab es für Chantal Buschung allerdings nicht auf der Laufbahn, sondern im Dreisprung (Bestleistung 12,64 Meter) und Weitsprung (5,64 Meter).

Von Läufern: Dass die Stadtmeisterschaften „von Läufern für Läufer“ veranstaltet werden, bewies die Helferliste des SSC Hanau-Rodenbach. Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften, deutsche, hessische und süddeutsche Meister, Sprinter, Mittelstreckler und Marathonis – insgesamt 40 aktive und auf allen Ebenen erfolgreiche Athleten halfen gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen bei der reibungslosen Organisation.

Rekordverdächtig: Schnell unterwegs waren nicht nur die Hanauer Schüler. Das Auswertungsteam des SSC kam ohne Chip-Zeit-Messung aus und hatte doch innerhalb weniger Minuten nach Einlauf die jeweilige Ergebnisliste parat. „Die 18.Auflage war die bislang schnellste“, so Professor Michael Schrodt, der als Sonderservice sogar noch Einzelfälle, die ihren Start verpasst hatten und in einem späteren Wettkampf mitliefen, in die richtige Wertung einfügte.

Videobeweis: Abgedrängt, abgekürzt, Rempelei in der Zielkurve?

18.Hanauer Stadtmeisterschaften: Teilnehmende Schulen

Weiterführende Schulen:

1) Paul-Gerhardt-Schule Sekundarstufen, 290 Teilnehmer von 493 Schülern entspricht 58,8% Rektor Martin Forchheim und Schulsportleiterin Nicole Reitzenstein

2) Karl-Rehbein-Schule, 270 Teilnehmer von 1803 Schülern entspricht 15,0 % Rektor Jürgen Scheuermann, Schulsportleiter Alexander Klisch und Brigitta Frischkorn

3) Otto-Hahn-Schule, 257 Teilnehmer von 1851 Schülern entspricht 13,9 % Schulsportleiter Marcel Hartmann und Nils Pitterling

4) Hohe Landesschule, 74 Teilnehmer von 1400 Schülern entspricht 5,3 % Laufbetreuerinnen Frauke Tschiltschke und Susanne Keim



Grundschulen:

1) Theodor-Heuss-Schule, 136 Teilnehmer von 261 Schülern entspricht 52,1% Rektorin Frau Siweck-Sander, Schulsportleiterin Claudia von Collas

2) Heinrich-Heine-Schule, 140 Teilnehmer von 293 Schülern entspricht 47,8% Rektorin Brigitte Wasjack-Knaf, Schulsportleiterin Martina Klee, Vanessa Rosen

3) Wilhelm-Geibel-Schule, 79 Teilnehmer von 178 Schülern entspricht 44,4% Rektorin Rita Thomann, Schulsportleiterin Anita Harrer

4) Paul-Gerhardt-Grundschule, 72 Teilnehmer von 178 Schülern entspricht 40,4% Rektorin Dagmar Schneider, Schulsportleiterin Katja Heuer

5) Auwiesenschule Niedermittlau, 28 Teilnehmer von 90 Schülern entspricht 32,2% Rektorin Kerstin Pöhlker, Schulsportleiterin Barbara Pillmann

6) Eichendorffschule, 52 Teilnehmer von 165 Schülern entspricht 31,5% Rektor und Schulsportleiter Rainer Bergmann

7) Geschwister-Scholl-Schule, 43 Teilnehmer von 166 Schülern entspricht 25,4 % Rektorin Birgit Schwab, Schulsportleiterin Caroline Maisch

8) Erich Kästner-Schule, 76 Teilnehmer von 351 Schülern entspricht 21,7% Konrektorin Martina Grünsfelder, Sportlehrerin Silke Wolf

9) August-Gaul-Schule, 32 Teilnehmer von 176 Schülern entspricht 18,2% Rektorin Corinna Heller, Lehrer Florian Lukas, 29 Teilnehmer

10) Schule am Weinberg, Langenselbold, 33 von 205 Schülern entspricht 16,1% Rektorin Martina Leukert, Schulsportleiterin Kerstin Stoye/ Veranstalter S.Arndt

11) Brüder-Grimm-Schule, 37 Teilnehmer von 235 Schülern entspricht 15,7% Rektorin Heide Nolte, Schulsportleiterin Christina Baatz

12) Friedrich-Ebert-Schule, 36 Teilnehmer von 299 Schülern entspricht 13,3% Lehrer Manuel Stammler und Betreuer Michael Grünewald

13) Anne-Frank-Schule, 36 Teilnehmer von 299 Schülern entspricht 12,0% Rektorin Monika Kulessa, Konrektorin Katja Wecker, Schulsportleiterin Petra Ruffer

14) Paul-Gerhardt-Schule, Kahl, 5 Teilnehmer Betreuerin Elternschaft Iris Neßelträger



Förderschulen:

1) Elisabeth-Schmitz-Schule, 28 Teilnehmer von 100 Schülern entspricht 28 % Schulsportleiter Anastasios Savvidis



Kindertagesstätten

1) Kita Wirbelwind Bruchköbel, 25 Teilnehmer von 70 Kindern entspricht 35,7 %

2) Evangelische Kita Steinheim 13 Teilnehmer von 37 Kindern entspricht 35,1 %

3) TAFKI Johanniskirche, 2 Teilnehmer

4) Kita St.Johann 2 Teilnehmer

5) Katholische Kita Großauheim 1 Teilnehmer

Manuel Stammler zum Vierten

Bereits zum vierten Mal trug sich Manuel Stammler in die Siegerliste des Promi-Laufs ein. Der 32-jährige Lehrer der Friedrich-Ebert-Schule lebt seinen Schülern vor, was Sportsgeist bedeutet. Nicht nur, dass er gemeinsam mit Elternvertreter Michael Grünewald immerhin 36 Meldungen sammelte; trotz in den zurückliegenden Wochen auftretender Probleme am Knie und der Beinmuskulatur verlor der begeisterte Fußballer nie das Ziel aus den Augen, erneut ganz oben in der Hanauer Lehrerwertung zu stehen.

Dies gelang ihm 2017 besonders eindrucksvoll, denn seine im Vorjahr erzielte Streckenbestzeit von 3:03,1 Minuten toppte er im Sog der bis auf internationale Ebene erfolgreichen Nachwuchsathleten des SSC, von denen Lukas Abele in 2:47,9 Minuten den Promilauf gewann. Dass er selbst mit 2:56,0 Minuten gelistet wurde, erfüllte Stammler mit Stolz und bewies die Wirksamkeit seines Trainingskonzepts. Zum Erfolg kam er dabei mit der Fahrtspiel-Methode und Minutenläufen „meistens im Wettkampftempo, zweimal pro Woche, verteilt auf Trainingseinheiten von etwa 40 Minuten.“

Für Frauke Tschiltschke von der Hohen Landesschule stellte sich der Einsatz als Sprint dar. Die 60-jährige Gymnasiallehrerin ist laufmäßig mit allen Wassern gewaschen, war bereits Senioren-Hessenmeisterin und nahm 2016 erfolgreich am 100-Kilometer-Lauf von Biel teil. Im Herbert-Dröse-Stadion lieferte sie sich einen spannenden Zweikampf mit Anja Steigerwald von der Theodor-Heuss-Schule, den sie nach 4:22,2 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Ebenfalls im Team der stark vertretenen Heuss-Schule stand Anke Lipfert (W50/4:42,1) Minuten, die als ehemalige Topläuferin seit Mitte der achtziger Jahre den U20-Rekord des Kreises Offenbach/Hanau im 3000-Meter-Lauf hält.

Den Abschluss bildete Harry Arndt, der schon im Vorfeld darauf brannte, aktiv an „seiner Meisterschaft“ teilzunehmen. So joggte der 80-Jährige langsam aber sicher die zwei Stadionrunden inmitten seiner ehemaligen Schützlinge des SSC Hanau-Rodenbach und hielt es dabei wie die Jüngsten zu Veranstaltungsbeginn: Bei der Ziellinie war nicht Schluss, es ging noch joggend weiter bis zum Ende des Zielkanals.

Kerstin Bertsch mit schneller Rückkehr

Thomas Seibert (SSC Hanau-Rodenbach) ist fit für die deutschen Berglaufmeisterschaften am 10.Juni, und Kerstin Bertsch plant ebenfalls ihre Rückkehr auf die nationale Berglaufbühne. Während Seibert beim Bühlertal-Berglauf disziplinspezifisch überzeugte, nutzte Bertsch das flache Geläuf in Bergen-Enkheim, um auf der Zehn-Kilometer-Strecke mit 38:35 Minuten das Comeback nach der Geburt ihres dritten Kindes einzuleiten.

„Das Rennen zeigt in die richtige Richtung und lässt den Start bei den deutschen Berglaufmeisterschaften zu“, so Bertsch, die den dritten Platz hinter zwei Frankfurter Athletinnen belegte. Bei den Männern war der Mannschaftssieg eine klare Sache für den SSC, denn Aaron Bienenfeld (34:31 Minuten) als Zweiter, Jannik Trunk (35:20 Minuten) als Dritter und Markus Riefer (1.M50/36:27 Minuten) auf Rang fünf beendeten ihre Trainingswettkämpfe in der Spitzengruppe.

Einen Schülersieg feierte Antonia Oppermann (SSC/Schülerinnen B).

Beim traditionsreichen Hundseck-Berglauf in Bühlertal meisterte Thomas Seibert die über 9,5 Kilometer und 776 Höhenmeter führende Strecke zum Mehliskopf als Vierter der Gesamtwertung und Sieger der Klasse M35 in 44:39 Minuten. Hingegen kämpfte Berglauf-Jugendkader Julius Hild noch mit den Nachwirkungen der deutschen Vizemeisterschaft im 10000-Meter-Bahnlauf. „Wadenschmerzen und außerdem bin ich einfach schlecht hochgekommen“, lautete der Kommentar des 17-Jährigen, der im Vorjahr deutlich schneller als die jetzt gezeigten 47:31 Minuten war. Immerhin reichte es noch zum Klassensieg in der U20. Weitere SSC-Athleten folgten mit Fabian Sposato (11./49:21 Minuten) und Sasha Müller (1.U18/52:37 Minuten). Bei den deutschen Berglaufmeisterschaften wird auch Lukas Abele am Start sein. Der Mittelstreckenspezialist lief in Marburg die fünf Kilometer als Gesamtsieger in 16:00 Minuten.

Grabosch und Bienenfeld spitze

Eigene deutsche Bestzeit gesteigert

Max Grabosch und Aaron Bienenfeld starten durch. Die beiden Asse des SSC Hanau-Rodenbach mischen schon seit Beginn des Jahres in der nationalen Elite mit und untermauerten ihre Qualität nun bei zwei Sportfesten in Wiesbaden und Karlsruhe. Während der 20-jährige Bienenfeld die 5000 Meter in 14:20,73 Minuten lief, verbesserte sein 15-jähriger Vereinskamerad die eigene deutsche Schüler-Jahresbestzeit im 3000-Meter-Lauf auf 9:05,03 Minuten.

„Es war dann doch etwas zu warm“, bewertete Grabosch die Rahmenbedingungen, die nicht für den ursprünglich angepeilten Hessenrekord von Sasha Müller (ebenfalls SSC/8:56,13 Minuten) geeignet waren. So blieb es bei der neuen persönlichen Bestmarke, die er im Sog des Männerzweiten Jannik Trunk (9:02,47 Minuten) erzielte. Eine weitere neue Bestleistung lief die mehrfache Schülerhessenmeisterin Mirjam Beschorner, die sich als Zweite der W14 über 800 Meter auf 2:22,72 Minuten steigerte. M50-Läufer Jörg Flohr belegte mit 2:23,23 Minuten Rang eins in seiner Klasse.

Für Aaron Bienenfeld bildete die „Lange Laufnacht“ in Karlsruhe lediglich sechs Tage nach seiner 10000-Meter-Bestzeit von 30:20,62 Minuten die erneute Möglichkeit, sich mit der nationalen U23-Elite zu messen. Bei optimalen Bedingungen nutzte der SSC-Athlet die Gunst der Stunde, lief in der vielköpfigen Verfolgergruppe forsch an und hielt nach der 3000-Meter-Zwischenzeit von 8:36 Minuten sein Tempo durch. Mit 14:20,73 Minuten verbesserte der deutsche Halbmarathonvizemeister der Junioren seine Vorjahresmarke um 35 Sekunden und nimmt aktuell den 13.Platz in der deutschen Jahresbestenliste der Männer ein.

Markus Riefer Senioren-Hessenmeister

Bei den hessischen Seniorenmeisterschaften Geisenheim war Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) wieder einmal der überlegene Läufer in der Klasse M50. Der SSC-Athlet entschied die 5000 Meter in 17:20,09 Minuten mit 100 Metern Vorsprung für sich. Jörg Flohr (SSC/M50) belegte Rang zwei im 1500-Meter-Rennen mit 5:02,51 Minuten.

Eine Überraschung glückte Markus Riefer außerdem noch beim 16.Fischbachtallauf, den er in 46:50 Minuten vor zahlreichen jüngeren Teilnehmern des 12,5-Kilometer-Wettbewerbs gewann.

Neue Schulsieger gekürt

Arndt-Cup an Theodor-Heuss- und Paul-Gerhardt-Schule

Leichtathletik. Bei den 18.Offenen Hanauer Stadtmeisterschaften im 1000-Meter-Stadioncross kürte der SSC Hanau-Rodenbach zwei neue Sieger für den breitensportlichen „Harry-Arndt-Cup“ der teilnehmerstärksten Schulen. Mit jeweils mehr als 50 Prozent Teilnehmern im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl setzten die Paul-Gerhardt-Schule (Sekundarstufen) sowie die Theodor-Heuss-Schule (Grundschulen) Akzente und wurden mit den begehrten Wanderpokalen ausgezeichnet.

Von den 1900 Anmeldungen kamen 290 aus der Paul-Gerhardt-Schule, die damit zwar im Bereich der jahrelang dominierenden Karl-Rehbein- und Otto-Hahn-Schule lag, aber aufgrund der deutlich geringeren Gesamtschülerzahl diesmal mit 58,8 Prozent Teilnehmerquote einsam die Spitze bildete. Bei den Grundschulen entschied die Theodor-Heuss-Schule mit 136 Teilnehmern und 52,1 Prozent diese Wertung knapp vor den Titelverteidigern der Heinrich-Heine-Schule (140 Teilnehmer/ 47,8 Prozent) und der Wilhelm-Geibel-Schule (79 Teilnehmer/ 44,4 Prozent) für sich.

Entsprechend positiv bewerteten Hanaus Bürgermeiser Axel Weiss-Thiel und Schulamtsdirektor Ludwig Borowik das Engagement des veranstaltenden SSC Hanau-Rodenbach sowie der Lehrer und Eltern, die ihren Kindern den Start bei dieser „einmaligen Veranstaltung“ ermöglichten. Die soziale Komponente des gemeinsamen Sporttreibens als wichtige Funktion trat nicht zuletzt durch zahlreiche Kinder und Jugendliche zutage, die sich unter dem Aspekt „Durchhalten“ in den Dienst ihrer Schulen stellten und damit Anteil am Gesamterfolg hatten.

Pokale gab es im Herbert-Dröse-Stadion für alle Schulen sowie die Klassensieger. Hier waren im Anschluss an die Eröffnung mit der Flaggenparade und den Grußworten der Ehrengäste Janne Mock (KRS-Nachwuchs/M05), Laurin Krupop (Wilhelm-Geibel-Schule/M06), Lara Corzilius (ev.KITA Steinheim/W04), Hannah Wein (Eichendorffschule/W05) und Anna Binus (KITA Wirbelwind/W06) auf der 525-Meter-Distanz erfolgreich. Die 1000 Meter der M07 und älter gewann Carmelo Licata Caruso (Theodor-Heuss-Schule/4:31 Minuten ebenso wie die weit überlegene Rosa Heidenreich (Auwiesenschule Niedermittlau/4:36 Minuten/W07). Als Erste unter der 4:00-Minuten-Marke blieben Amina Mekki (W10) von der Anne-Frank-Schule mit bemerkenswerten 3:48,1 Minuten und die achtjährigen Joakim Endlich (Friedrich-Ebert-Schule/3:51,3 Minuten) und Ryan Lucas (Paul-Gerhardt-Grundschule/3:55,6 Minuten). Titelverteidiger Dwayn Meene (Schule am Weinberg Langenselbold gewann die M10 mit einem sehenswerten Endspurt in 3:36,2 Minuten. Der 3:00-Minuten-Marke kam Bilal Benlahbib (HoLa/M15) mit 3:08,8 Minuten schon nahe, und der Deutsche Schülermeister Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach/Karl-Rehbein-Schule/M16) unterbot sie als Tagesschnellster in 2:49,4 Minuten dann deutlich.

Bei den Mädchen bewies Hessenmeisterin Johanna Uherek (SSC/Einhardschule Seligenstadt/W13) mit der Tagesbestzeit von 3:19,3 Minuten und einem 100-Meter-Vorsprung ihre Ausnahmestellung. Stimmungsmäßig getoppt wurde der Sololauf durch die Neuauflage des 2016er-Duells zwischen Vanessa Mikitenko (3:26,8 Minuten) und Fußball-As Loreen Bender (Otto-Hahn-Schule/3:32,1 Minuten) in der W12.

Im abschließenden Promilauf zeigte nicht nur U20-WM-Teilnehmer Lukas Abele (SSC) in 2:47,9 Minuten sein Können. Manuel Stammler war mit 2:56,0 Minuten zum dritten Mal in Folge schnellster Hanauer Lehrer vor Fabian Löw (3:31,5 Minuten) und Nils Pitterling (3:36,7 Minuten). Bei den Frauen gewann Frauke Tschiltschke (4:22,2 Minuten) knapp vor Anja Steigerwald (4:25,9 Minuten). Mit am Start war der 80-jährige Veranstaltungsgründer Harry Arndt, der die zwei Runden in Begleitung seiner früheren Athleten durchhielt.

Lisa Oed kratzt an der 17-Minuten-Marke

Müller und Rapp in Seligenstadt mit DM-Norm vorne

Bei den Kreis- und Regionallangstreckenmeisterschaften in Seligenstadt nutzten Sasha Müller und Jonas Rapp vom SSC Hanau-Rodenbach die Gunst der Stunde und liefen über 3000 Meter die Norm zur deutschen Meisterschaft. Im Schlepptau von Tempomacher Julius Hild profitierte das Duo von kühlen Temperaturen und einer optimalen Renngestaltung.

Lediglich die ersten 200 Meter waren als Folge der Startphase zu ambitioniert, doch dann pendelte sich der SSC-Express auf 73 Sekunden pro 400-Meter-Abschnitt ein und passierte die 2000-Meter-Marke bei 6:05 Minuten. Die bei den hessischen Meisterschaften noch knapp verfehlte DM-Norm von 9:10,20 Minuten wurde dieses Mal mit 9:04,08 Minuten sicher von Sasha Müller unterboten. Julius Hild (9:07,70 Minuten) ließ sich rechtzeitig zurückfallen und begleitete in der Endphase Jonas Rapp, dessen 9:07,54 Minuten zum Doppelsieg und zur erhofften Teilnahme an der deutschen Jugendmeisterschaft in Ulm Ende Juli reichte.

Dort zählt Lisa Oed (ebenfalls SSC) zum engsten Favoritenkreis über 3000 Meter und 2000 Meter Hindernis. In Seligenstadt testete die 18-jährige Studentin jedoch direkt nach ihrer Rückkehr aus den USA die 5000 Meter, da am kommenden Samstag die deutschen Langstreckenmeisterschaften über diese Distanz anstehen. Die zurückhaltende Trainervorgabe von knapp unter 18 Minuten schob sie mit einer bemerkenswerten Lockerheit beiseite, so dass der Jet-Lag keine Chance bekam.

Das hochklassige Resultat: Neue persönliche Bestzeit in 17:05,06 Minuten, Rang zwei in der aktuellen deutschen Bestenliste. „Ich hatte zwar nur 30 Minuten Schlaf in der Nacht, mich aber im Flieger trotzdem einigermaßen erholt – und dann lief es einfach rund“, so Oed, die nun am kommenden Samstag bei günstigen Bedingungen auf die Normerfüllung zur U20-Europameisterschaft hoffen kann und daher 16:37,50 Minuten ins Auge gefasst hat.

Weitere Kreis- und Regionalmeister wurden in den Seniorenklassen ermittelt. Hier trugen sich Dr.Michael Kirschey (TGS Niederrodenbach/M55) mit 19:44,66 Minuten vor Dr.Ralf Hetzel (SSC/21:56,56 Minuten) und Frank Seidel (M50) mit 18:26,25 Minuten vor Jörg Flohr (beide SSC/19:27,62 Minuten) in die Siegerlisten ein. Die Männer-Hauptklasse ging in 16:46,94 Minuten an Fabian Sposato vor seinem SSC-Vereinskameraden Marcel Seip-Klüber in 19:00,68 Minuten.

Gute Leistungen im Jugendbereich zeigten Evan Habtemichel als 3000-Meter-Dritter der U18 in 10:18,26 Minuten, Angela Schick als Zweite der weiblichen U18 in 13:23,26 Minuten und Viktoria Mancho auf Rang zwei der Jugend U20 über 5000 Meter in 22:06,96 Minuten.

Marius Abele ins Nationalteam

Beim traditionellen Kandel-Berglauf nutzte Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) die Chance zur Qualifikation für die World-Youth-Trophy. Der 17-jährige Allrounder belegte in der Gesamtwertung des über 12,2 Kilometer und 940 Höhenmeter führenden Schwarzwald-Berglaufs den vierten Platz und gewann die Jugendwertung souverän vor seinem favorisierten Vereinskameraden Julius Hild.

Lediglich 55:08 Minuten Marius Abele für den Daueranstieg, der ab der Streckenhälfte durch Regen und Nässe erschwert wurde. „Bis dahin sind wir gemeinsam auf Position fünf und sechs gelaufen, dann ist Julius zurückgefallen“, schilderte der Youngster sein Rennen. Während der höher eingeschätzte deutsche U20-Crosslauf-Vizemeister Julius Hild das falsche Schuhwerk trug und auf regennassem Untergrund ins Rutschen geriet, zog Abele voll durch und im Schlussspurt noch an U23-Sieger Marcel Schmid (LSG Schwarzwald-Marahton/55:09 Minuten) vorbei. Der Gesamtsieg ging an den früheren Jugend-Weltcupsieger Yossief Tekle (LG Reischenau-Zusamtal) in 52:48 Minuten vor Bruno Schumi (LG Brandenkopf/53:44 Minuten), beides ausgewiesene Berglaufspezialisten. Julius Hild nahm seinen Fauxpas gelassen, immerhin platzierte er sich als Achter in 57:38 Minuten noch unter den Top ten des mit 240 Teilnehmern besetzten Berglaufs.

Lob kam vom zuständigen Berglaufberater des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Kurt König bestätigte direkt nach dem Ergebnis den Start von Marius Abele bei der inoffiziellen Berglauf-Weltmeisterschaft der Jugend U18 in Italien, die der SSC-Athlet im Vorjahr als bester Deutscher auf Rang 16 beendet hatte. Darüber hinaus stellte er sowohl Abele als auch Hild bei entsprechend guten Leistungen bei den deutschen Meisterschaften Anfang Juni die Nominierung für die U20-Europameisterschaft in Slowenien in Aussicht.

Spitzenzeit von Marius Abele

Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) hat die Mittelstreckensaison mit einer persönlichen Bestzeit eröffnet. Der Vierte der Deutschen U18-Crosslaufmeisterschaften lief beim ersten Pfungstädter Abendsportfest die 1500 Meter in 4:02,07 Minuten und sicherte sich bereits zum Saisonauftakt einen vorderen Platz in der deutschen Jahresbestenliste.

Abele gewann die Jugend U18 deutlich vor Tom Niesporek (LAZ Saarbrücken/4:08,00 Minuten). Sein U20-Vereinskamerad Julius Hild belegte in der U20-Wertung mit 4:07,92 Minuten den dritten Platz und ist als Langstreckenspezialist ebenso wie Marius Abele optimistisch für seinen Einsatz bei den am 13.Mai in Bautzen stattfindenden deutschen 10000-Meter-Meisterschaften.

Dort wird auch Aaron Bienenfeld starten. Der deutsche Vizemeister im Halbmarathonlauf der Junioren U23 stieg ebenfalls mit einer persönlichen Bestzeit in die Bahnsaison ein. Obwohl er das „unrhythmische Rennen“ mit einer „zu langsamen 66-Sekunden-Startrunde“ monierte, blieb er erstmals unter der 4:00-Minuten-Marke. In 3:59,64 Minuten musste er sich lediglich Ruben Zillig (LG Bensheim/3:57,62 Minuten) geschlagen geben.

Im 5000-Meter-Lauf der M40 überzeugte Stefan Unger als Zweiter in 16:53,59 Minuten. Ebenfalls Rang zwei erreichte die für den TV Gelnhausen startende Hanauerin Jessica Hesse mit 2:22,26 Minuten im 800-Meter-Lauf der Frauen.

Lisa Oed Deutsche Vizemeisterin

Ausflug ins Duathlonlager

Fast wäre ihr „Überraschungsbesuch“ bei den Deutschen Meisterschaften im Duathlon mit der Goldmedaille in der U20 belohnt worden. Doch am Ende der über fünf Kilometer Laufen, 21 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen führenden Gesamtdistanz in Alsdorf fehlten Lisa Oed lediglich vier Sekunden zur favorisierten Lina Völker von den Triathlonfreunden Saarlouis.

Die Vorjahres-Vierte des U20-Europacups musste allerdings „ans Eingemachte“ gehen, um die Laufspezialistin Oed in Schach zu halten. Wie hoch die nervliche Belastung der späteren Siegerin war, zeigte ihre „Spuckattacke“ auf der Radstrecke, als sie ihre Verfolgerin kurzerhand anspuckte, weil diese regelkonform im Windschatten fuhr, statt die Führung zu übernehmen. „Das hätte zu diesem Zeitpunkt überhaupt keinen Sinn gemacht, denn Lina fährt viel schneller Rad, während ich ja fast nur Laufen trainiere. Ich war heilfroh, dass ich bis Kilometer 15 gerade noch so Anschluss halten konnte“, erklärte Lisa Oed, die allerdings keinen Protest gegen das unsportliche Verhalten einlegte.

Zuvor hatte Lisa Oed im Fünf-Kilometer-Lauf mit 17:23 Minuten einen 50-Sekunden-Vorsprung heraus geholt, der allerdings bereits nach sieben Radkilometern aufgebraucht war. Weitere acht Kilometer im Windschatten, dann war der Kontakt zu Lina Völker abgerissen, die ihrerseits mit 40 Sekunden Vorsprung auf die abschließenden 2,5 Kilometer Laufen ging. Davon rettete sie nach 1:02:04 Stunden vier Sekunden vor Lisa Oed (1:02:08 Stunden) ins Ziel.

Die zweifache deutsche U20-Meisterin im Crosslauf und 3000-Meter-Lauf zeigte sich dennoch hochzufrieden. „Es war ja ein Ausflug ins Duathlonlager ohne Radvorbereitung. Dass ich dann bei der Vorjahres-Vierten des U20-Europacups mithalten kann, macht mich schon glücklich und stolz“, so Oed, die sich nach ihrer Abkehr vom Triathlon vor drei Jahren zumindest eine mit dem Laufsport koordinierte Rückkehr in die nationale und internationale Duathlon-Szene vorstellen kann.

In der Seniorenklasse M55 / Senioren 3 zeigte Dr.Stefan Hinze auf den beiden Laufabschnitten über zehn Kilometer (36:31 Minuten) und fünf Kilometer (18:47 Minuten) als Schnellster seine Sonderstellung. Doch auf der 42-Kilometer-Radstrecke büßte der Laufspezialist erwartungsgemäß mehrere Minuten ein, so dass er nach 2:11:11 Stunden den achten Platz belegte.

Zwei jüngere SSC-Startpassinhaber des Hanau-Rodenbacher Laufteams gingen bei den hessischen Duathlonmeisterschaften für den DSW Darmstadt an den Start. Dabei gewann Johanna Uherek die Schülerklasse 1 mit 38:44 Minuten nach zwei Kilometern Laufen, zehn Kilometer Radfahren und einem Kilometer Laufen noch vor dem schnellsten Jungen, während Charlotte Uherek auf der halb so langen Distanz in 19:17 Minuten knapp geschlagen den Vizetitel holte.

Aaron Bienenfeld vor Jannik Trunk

SSC-Junioren siegen beim Feldberglauf

Der traditionelle Feldberglauf von der International School Hohemark bis auf das Feldbergplateau brachte bei der 28.Auflage einen Doppelsieg durch die U23-Junioren des SSC Hanau-Rodenbach. Auf der über 9,7 Kilometer und 597 Höhenmeter führenden Waldstrecke setzte sich Aaron Bienenfeld frühzeitig vom Feld ab und gewann in 40:31 Minuten vor Jannik Trunk, der 42:19 Minuten lief. Markus Riefer belegte als Gesamtsechster in 46:01 Minuten Rang zwei bei den Männern M50.

Alle drei hatten in diesem Jahr bereits auf Meisterschaftsebene mit hessischen Titeln auf sich aufmerksam gemacht, Bienenfeld gar mit Rang zwei bei den nationalen Halbmarathonmeisterschaften der Junioren vor drei Wochen. So kam der Erfolg nicht überraschend, wobei der Sieger nicht einmal an seine Leistungsgrenze gehen musste. „Heute war es relativ locker, weil ich meinen ersten 1500-Meter-Bahnlauf am Mittwoch in Pfungstadt im Hinterkopf hatte. So habe ich mir die Kräfte gut aufgeteilt, um an den Steilstücken nicht zu verkrampfen. Ziel war es, schneller zu sein als 2015“, erklärte der deutsche Vizemeister im Ziel, das er tatsächlich knapp zwei Minuten schneller erreichen konnte als vor zwei Jahren. Damit zählt er schon jetzt zu einem Urkundenanwärter bei den deutschen Berglaufmeisterschaften im Juni, auch wenn er den „Spagat“ zwischen Bahnrennen und Bergläufen meistern muss.

Für Jannik Trunk bietet sich 2017 gar die Herausforderung, Triathlon und Duathlon sowie Bahn- und Bergläufe unter einen Hut zu bringen. Der Einstieg ist allemal geglückt, denn nach dem überraschenden vierten Platz bei den hessischen Duathlonmeisterschaften der offenen Klasse erzielte der 21-jährige Sportstudent nun sein bislang bestes Bergergebnis.

Aufwärts zeigt die Formkurve auch bei beim SSC-Frauenteam. Kerstin Bertsch schaffte es wenige Monate nach der Geburt ihres dritten Kindes in 48:58 Minuten auf den dritten Platz der Gesamtwertung. Tatjana Rauhut bewältigte die Strecke in 51:56 Minuten als Sechste, und mit Dr.Sevim Haaß folgte ebenfalls erst wenige Monate nach der Geburt des vierten Kindes die Dritte der W40 und der Hanauer Mannschaft in 56:56 Minuten.

SSC-Athleten stürmen den Vulkan

Acht Läufer unter den Top 9 beim Hoherodskopf-Lauf

Der „Sturm auf den Vulkan“ war in diesem Jahr ein „Sturm des SSC“. Gleich acht Athleten mit Startpass für den SSC Hanau-Rodenbach platzierten sich unter den schnellsten neun Teilnehmern des über 13,5 Kilometer und 505 Höhenmeter führenden Landschaftslaufs. Dabei holte sich der deutsche U20-Vizemeister im Crosslauf, Julius Hild, den Gesamtsieg vor Thomas Seibert und dem U18-Mannschaftsmeister Marius Abele.

„Das hat Spaß gemacht. Ein interessanter Lauf, der einige Überraschungen parat hielt“, kommentierte Julius Hild sein Debüt auf der von Schotten zum höchsten Gipfel im Vogelsberg angelegten Strecke. Dass er sich bereits auf der ersten Streckenhälfte vom früheren Sieger und mehrfachen deutschen Seniorenmeister M35 Thomas Seibert lösen konnte, kam erwartungsgemäß. Nicht jedoch die „Rückkehr“ des schon deutlich distanzierten Taktikers nach zehn Kilometern Laufdistanz. „Da bin ich wohl am Berg einfach zu langsam gewesen, denn obwohl ich ihn vorher nicht mehr gesehen habe, hatte er am Ende eines etwas steileren Abschnitts gerade mal 20 Meter Rückstand“, so Hild, der auf dem dann folgenden Flach- und Gefällstück für klare Verhältnisse sorgte. Mit 47:28 Minuten lag er im Ziel 32 Sekunden vor seinem aus Büdingen stammenden Vereinskameraden, der die Männerwertung für sich entschied.

Rang drei ging an den 17-jährigen Marius Abele, der sich nach vier Kilometern an seinem Bruder Lukas vorbeischob. Der U20-WM-Teilnehmer im 1500-Meter-Lauf von 2016 kommt nach Knieproblemen und Abitur zwar zusehends in Schwung, arbeitet aber weiterhin an seiner Grundlagenausdauer und wurde mit 50:57 Minuten Fünfter hinter Marius Abele (49:21 Minuten) und Jörn Harland (2.Männer/49:42 Minuten). Erst auf dem sechsten Platz folgte mit Jörg Dewald vom TSV Krofdorf-Gleiberg der erste „Nicht-SSC`ler“, dann schlossen sich mit Fabian Sposato (53:08 Minuten), Philip Ahne (53:40 Minuten) und Sasha Müller (54:17 Minuten) drei weitere Hanau-Rodenbacher an. Auf dem 16.Platz blieb Patrick Köppel (5.Jugend) in 59:13 Minuten noch unter einer Stunde, Frank Seidel wurde in 1:02:09 Stunden Fünfter der Senioren II., Marius Hoffmann belegte in 1:04:24 Stunden den siebten Jugendplatz. Direkt davor lief Philipp Adam aus Großkrotzenburg in 1:04:12 Minuten ins Ziel.

Treppchenplätze gab es für die älteren Senioren. Frauke Tschiltschke (SSC) gewann in 1:12:38 Stunden die entsprechende Frauenwertung, und Karin Reeh vom Lauftreff Hanau/Bruchköbel folgte in 1:12:50 Stunden als Zweite der Seniorinnen II. vor Annette Straub (SSC/1:18:14 Stunden).

18.Offene Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen im 1000-Meter-Lauf

Bis zu 2000 Teilnehmer in Wilhelmsbad erwartet / Meldeschluss am Mittwoch

Am Donnerstag, 4.Mai, ist der Meldeschluss zu einer der größten hessischen Schulsportveranstaltungen. Der SSC Hanau-Rodenbach richtet am 18.Mai im Wilhelmsbader Herbert-Dröse-Stadion die 18.Offenen Hanauer Stadtmeisterschaften der Schulen im 1000-Meter-Stadioncross aus und erwartet bis zu 2000 Teilnehmer aus Hanau und den umliegenden Städten und Gemeinden.

Wie schon im Vorjahr setzt der SSC Hanau-Rodenbach auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Hanauer Anzeiger als Presseorgan, mit den Schulen und mit der Stadt Hanau, für die Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Schirmherrschaft übernommen hat. Zur Eröffnung der Veranstaltung mit Grußwort und Ehrenrunde der Schulen sowie der Ehrengäste wird Stadtrat Axel Weiss-Thiel die Stadt vertreten. Unterstützt wird das schulsportliche Großereignis außerdem durch das Staatliche Schulamt, das die Ausschreibung an alle Schulen des Main-Kinzig-Kreises verschickte.

Naturgemäß sind die Hanauer Schulen aufgrund der kurzen Anfahrt besonders stark vertreten, doch Bildungseinrichtungen wie die Schule am Weinberg Langenselbold, die Auwiesenschule Niedermittlau oder das LOG Bruchköbel zeigten bereits in der Vergangenheit, dass sie munter mitmischen. In diesem Jahr könnte sich der Teilnehmerkreis auf interessierte Schulen aus Maintal und Frankfurt erweitern. Hinzu kommen Meldungen aus Hanauer Kindertagesstätten.

Bei der 17.Auflage stellten die Karl-Rehbein-Schule und die Otto-Hahn-Schule sowie die Heinrich-Heine-Schule, die Erich-Kästner-Schule und die Theodor-Heuss-Schule die größten Starterfelder. Einen Teilnehmer-Pokal erhält jede ordnungsgemäß gemeldete Schule, wobei die „Rangfolge“ 2017 erstmals über die Quote der Teilnehmer zur Gesamtschülerzahl bestimmt wird. Damit entspricht der SSC dem Wunsch der kleineren Schulen, die somit eine faire Chance im Rennen um den breitensportlich angelegten Harry-Arndt-Cup der teilnehmerstärksten Schulen haben.

Pokale gibt es weiterhin für die Jahrgangssieger der ab 14.20 Uhr startenden Läufe, die sich von den Fünf- und Sechsjährigen über 550 Meter zur dann folgenden 1000-Meter-Distanz bis hin in die Sekundarstufe II. und den abschließenden Lehrer- und Promilauf um 19.30 Uhr erstrecken. Dabei sichert sich jeder Finischer für die symbolische Startgebühr von 1,00 Euro die Teilnehmer-Urkunde, die einen weiteren Baustein in der breitensportlichen Ausrichtung der Veranstaltung bildet.

Der im Vorjahr eingeführte „Cross-Charakter“ wird auch bei der 18.Auflage fortgeführt. „Wir hoffen zwar auf trockenes Wetter und eine schnelle Strecke, wollen aber auf der Aschenbahn und dem Rasenfeld im Herbert-Dröse-Stadion zumindest durch zwei zusätzliche kleine Hindernisse für eine crossige Abwechslung sorgen“, erklärten der technische Leiter Mohamed Gassem und Veranstaltungsleiter Sascha Arndt. Die von mehr als 50 Helfern unterstützte Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Die Startnummern gehen nach Meldeeingang in den Tagen vor der Stadtmeisterschaft den Schulen zu. Weitere Informationen: www.ssc-hanau-rodenbach.de

Sechster Hessentitel für Mirjam Beschorner

SSC-Nachwuchs läuft in die deutsche Bestenliste

Bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften der Schüler gewann Mirjam Beschorner bereits ihren sechsten Landestitel in der laufenden Saison. Nach zwei Hallentiteln, den Crosslaufsiegen in Einzel- und Mannschaftswertung sowie dem Straßenlaufteamerfolg machte die 14-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach nun im 2000-Meter-Lauf das halbe Dutzend voll. Bei ihrem überzeugenden Sieg stellte sie wie auch ihre zweitplatzierte Vereinskameradin Elena Taubel eine persönliche Bestzeit auf.

Die 6:54,94 Minuten waren allerdings auch notwendig, um die ebenfalls verbesserte Elena Taubel (6:57,74 Minuten) auf der Schlussrunde zu distanzieren. Zuvor hatte sich das SSC-Duo nicht von den Tempoattacken der mitfavorisierten Annica Leineweber (Viernheim/7:13,04 Minuten) irritieren lassen und damit bereits jetzt den Einzug in die deutsche Jahresbestenliste der Schülerinnen sichergestellt. Dort wird auch ihre 13-jährige Trainingsgefährtin Johanna Uherek vertreten sein, die sich zwar überraschend geschlagen geben musste, in 6:55,90 Minuten jedoch knapp geschlagen eine weitere Topzeit erzielte.

Den Auftakt der Vizemeisterschaften machte der elfjährige Tristan Kaufhold im Rennen der M12. Auf der 2000-Meter-Distanz lieferte er sich einen spannenden Zweikampf mit dem Altenstädter Noel Freder, der letztlich seinen körperlichen Entwicklungsvorsprung in Spurtkraft ausspielte und in 6:51,04 Minuten vor Kaufhold (6:59,46 Minuten) und Tom Zukrowski (ebenfalls SSC/7:02,23 Minuten) gewann.

Für Attila Has ging die Erfolgsgeschichte nach Halle und Cross nun auch im 2000-Meter-Lauf der M13 weiter. Der Hanauer legte einen erneuten Start-Ziel-Sieg hin, als er in 6:41,91 Minuten mit 70 Metern Vorsprung gewann. Rang drei ging an Jan Nimbler in 7:04,84 Minuten, Robin Petzold wurde Siebter in 7:22,42 Minuten. Zwei Urkunden sicherten sich in der W12 die beiden elfjährigen Charlotte Uherek (5./7:38,35 Minuten) und Carla Taubel (6./7:38,69 Minuten). Bei den Schülerinnen W15 belegte Nessrin Amerschläger mit 12:59,83 Minuten den siebten Platz im 3000-Meter-Lauf.

Deutsche Jahresbestzeiten durch Oed und Grabosch

SSC-Langstreckenläufer bei Hessenmeisterschaft vorne

Bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften in Wiesbaden eröffneten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach die Bahnsaison mit fünf Titeln und zwei deutschen Jahresbestzeiten. Während Lisa Oed als U20-Siegerin über 5000 Meter mit 17:07,59 Minuten trotz ihrer nationalen Topzeit hinter den Erwartungen zurück blieb, drehte ihr 15-jähriger Vereinskamerad Max Grabosch auf der 3000-Meter-Strecke in Richtung Hessenrekord auf.

Bereits im Vorjahr hatte der vielfache Hessenmeister die deutsche Jahresbestzeit in der M14 inne, jetzt steigerte er sich zum Saisoneinstand um 13 Sekunden auf 9:07,46 Minuten. Damit holte er bei seinem Start-Ziel-Sieg gegenüber dem zweitplatzierten Noah Heinemann (TSV Niederelsungen/9:43,79 Minuten) knapp 200 Meter Vorsprung heraus. Antriebsfeder für weitere schnelle Einsätze ist die Titelnachfolge bei der deutschen Schülermannschaft sowie der Hessenrekord seines Vereinskameraden Sasha Müller von 8:56,13 Minuten aus dem Vorjahr, der in einem kompakten Feld möglich sein dürfte.

Zumindest die Witterungsbedingungen waren in Wiesbaden fast bestens. Allenfalls ungewohnt kühl für die Teilnehmer des Italien-Trainingslagers, so dass die männliche U18 nicht ganz an die eigenen Zielzeiten heranlaufen konnte. 8:56,98 Minuten zeigte die Uhr für den siegreichen Marius Abele, der vor Sasha Müller (9:10,30 Minuten) und Jonas Rapp (9:11,09 Minuten) den SSC-Dreifacherfolg einleitete, aber auch als einziger unter der erhofften DM-Qualifikationszeit von 9:10,20 Minuten blieb.

Eine ganz klare Sache war die Norm zur deutschen Meisterschaft für Julius Hild, der seinen Hausrekord im 5000-Meter-Lauf der U20 auf 15:15,03 Minuten steigerte. Mit einer starken kämpferischen Leistung wurde der Rodenbacher Dritter hinter den Wiesbadenern Mohamed Bassou (15:10,03 Minuten) und Ilyas Osman (15:11,38 Minuten). Vierter wurde dank einer starken Schlussrunde Philip Ahne in 16:39,45 Minuten.

Lisa Oed hingegen lief ein einsames Rennen an der Spitze der weiblichen Jugend und legte die deutsche Jahresbestzeit bei 17:07,59 Minuten fest. Gleichzeitig verbesserte die 18-Jährige den Kreisrekord von Kerstin Straub (17:45,35 Minuten/ 2007) deutlich. Ursprünglich jedoch stand eine Zeit im Bereich der U20-Europameisterschaftsnorm von 16:37,5 Minuten im Raum, die nach zwei Infekten im direkten Vorfeld der Titelkämpfe allerdings nicht mehr erreichbar war.

Abgehakt hat Aaron Bienenfeld die Norm für die deutschen U23-Meisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf. In 30:50,27 Minuten blieb er dank eines schnellen Schlusskilometers erstmals unter der 31-Minuten-Marke, was ihm hinter dem favorisierten Tilahun Babsa (Frankfurt/30:32,37 Minuten) die Vizemeisterschaft einbrachte. „Wenn ich mich bei den deutschen Meisterschaften richtig reinhängen kann, ist noch mehr drin“, blickte Bienenfeld direkt nach seinem kräftezehrenden Einsatz hoffnungsvoll in Richtung 13.Mai, wenn der nächste Saisonhöhepunkt ansteht.

Einen guten Eindruck auf der 25-Runden-Distanz hinterließen weiterhin Tatjana Rauhut (6.Frauen/1.Hauptklasse/40:48,58 Minuten), M40-Hessenmeister Stefan Unger bei seiner Steigerung auf 35:23,30 Minuten, M50-Vizemeister Markus Riefer in 35:31,85 Minuten als Saisonbestzeit hinter Collis Fenner (Wiesbaden/35:10,99 Minuten) und M50-Vierter Frank Seidel in 38:19,69 Minuten.

SSC-Bergläufer zweimal favorisiert

Oed um deutschen Duathlontitel

Leichtathletik. Gleich zwei Bergläufe und eine deutsche Duathlonmeisterschaft stehen am kommenden Wochenende für die hiesigen Langstreckenläufer auf dem Programm. Während Topathletin Lisa Oed bei den nationalen Duathlonmeisterschaften in Alsdorf am Sonntag startet und dort in der Jugend U20 die Favoritenrolle einnimmt, gehen ihre männlichen Vereinskameraden vom SSC Hanau-Rodenbach beim „Sturm auf den Vulkan“ zum Hoherodskopf am Samstag oder beim Feldberglauf am Sonntag ins Rennen.

Die Zeichen stehen auf „deutsche Meisterschaft“ – auch für die Bergläufer. Denn mit Julius Hild, Lukas Abele und Marius Abele startet die letztjährige Siegermannschaft U20 der deutschen Berglaufmeisterschaft von Schotten aus zum 13,5 Kilometer langen und über 505 Höhenmeter führenden Kurs zum höchsten Berg im Vogelsberg. Gleichzeitig dient der Ausflug ins Mittelgebirge der Vorbereitung auf die nationalen 10000-Meter-Meisterschaften, die am 13.Mai in Bautzen ausgetragen werden. Ebenfalls zum Hoherodskopf laufen Thomas Seibert und Jörn Harland, die im Seniorenbereich Medaillenkandidaten sind und beim „Sturm auf den Vulkan“ gemeinsam mit Hild und Abele zum engsten Favoritenkreis zählen.

Ein heißes Eisen im Feuer hat der SSC Hanau-Rodenbach tags darauf beim Feldberglauf von der Station „Hohemark“ bis zum Gipfel des höchsten Berges im Taunus. Aaron Bienenfeld, zuletzt hessischer Vizemeister im 10000-Meter-Lauf mit 30:50 Minuten, sollte nach den aktuellen Voranmeldungen ein einsames Rennen an der Spitze laufen. Auf der über zehn Kilometer und 585 Höhemeter führenden Waldstrecke zählt auch Jannik Trunk zum erweiterten Favoritenkreis.

Flach und schnell soll es hingegen bei Solomon Merne Eshete zugehen. Der Äthiopier im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach startet am Sonntag beim lukrativen Würzburger Residenzlauf über zehn Kilometer und hofft auf die Wiederholung seiner Spitzenzeit aus dem Vorjahr, als er 29:49 Minuten lief und Rang fünf belegte.

Aaron Bienenfeld deutscher Vizemeister

19-jähriger SSC-Athlet läuft Halbmarathon in 1:08:22 Stunden/ Bronze für M35-Team

Bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathonlauf zeigten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach in Hannover mit zwei Podestplatzierungen durch Aaron Bienenfeld und die M35-Mannschaft einmal mehr ihre Ausdauerqualitäten. In der Juniorenwertung U23 gewann Aaron Bienenfeld in neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:22 Stunden die Silbermedaille, womit er als schnellster hessischer Männerstarter in der Gesamtwertung den 20.Platz belegte.

Der dem jüngsten U23-Jahrgang 1997 angehörende Allrounder hat in diesem Jahr bereits die hessischen 3000-Meter-Hallenmeisterschaften und die hessische Crossmittelstrecke sowie Bronze bei der U23-Cross-DM gewonnen. In Hannover war gegen den zwei Jahre älteren Titelverteidiger Tobias Blum (LC Rehlingen/1:06:36 Stunden) erwartungsgemäß zwar kein Kraut gewachsen, doch die Vizemeisterschaft war angesichts des 800-Meter-Vorsprungs auf Tim Schwippel (LG Braunschweig/1:11:05 Stunden) eine ganz klare Angelegenheit.

Aaron Bienenfeld lief erstmals unter 1:10 Stunden und mit dem zweiten Platz zu seinem bislang größten Erfolg. „Jetzt erhole ich mich erst einmal eine Woche“, so Bienenfeld, der die aktive Regeneration mit Schwimmen und Radfahren der vollkommenen Pause vorzieht, ehe es dann mit Starts beim Berglauf und im Stadion zweigleisig weitergeht.

Top in Form präsentierte sich auch 100-Kilometer-Nationalteamläufer Karsten Fischer. Dem 33-Jährigen gelang das Kunststück, die vor zwei Wochen erzielte Zehn-Kilometer-Zeit von 33:18 Minuten nun auf der 21,0975-Kilometer-Distanz annähernd durchzulaufen. In 1:10:53 Stunden war er zweitschnellster Hesse, gemeinsam mit Aaron Bienenfeld und Jörn Harland stellte er auf Rang zehn in 3:32:13 Stunden zudem das schnellste hessische Männerteam.

Jörn Harland überzeugte in der stark besetzten M35-Einzelwertung als Zehnter in 1:13:08 Stunden, wobei er von seiner gleichmäßigen Renneinteilung profitierte. Mit der gleichen Taktik kamen Ingbert Reinke (1:16:49 Stunden/19.M35) und Stefan Unger (1:17:46 Stunden/23.M35) zum Erfolg und zu ansprechenden Leistungen, die mannschaftlich mit der Bronzemedaille honoriert wurden. Dabei hatte das M35-Team in 3:47:33 Stunden lediglich 25 Sekunden Rückstand auf die zweitplatzierten Läufer des PSV Grün-Weiß Kassel.

Für Markus Riefer, Mannschaftstitelverteidiger in der M50, blieb dieses Mal nur der Einzelstart. Dabei holte der 51-jährige Sozialrichter des Optimum heraus und belegte in 1:18:19 Stunden den fünften Platz.

Uherek und Grabosch Hessenmeister

Nationale Spitzenzeiten der Nachwuchsläufer

Bei den hessischen Meisterschaften im Fünf-Kilometer-Straßenlauf der Schüler sorgten Johanna Uherek (W14) und Max Grabosch (M15) als Gesamtsieger für die besten Tagesleistungen. Die beiden Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach bestimmten in Eschwege mit ihren Start-Ziel-Siegen das Geschehen in der U16. Dabei näherte sich Max Grabosch bei seiner deutschen Jahresbestzeit von 16:03 Minuten dem Hessenrekord bis auf elf Sekunden.

Die Landesbestmarke hält seit 2015 sein Vereinskamerad Sasha Müller, der in Eschwege als U18-Jugendlicher die zehn Kilometer absolvierte und den Sturmlauf von Max Grabosch auf der Schülerstrecke direkt vor dem eigenen Wettkampf miterlebte. Schon auf dem ersten Kilometer zog Grabosch auf und davon, hielt sich an die eigene Maßgabe des 3:08-Minuten-Schnitts pro Kilometer. Der war auf der fast flachen, aber teilweise windanfälligen Wendestrecke nicht ganz zu halten, so dass der SSC-Athlet schließlich „nur“ in 16:03 Minuten mit 350 Metern Vorsprung auf Noah Heinemann (TV Niederelsungen/17:17 Minuten) und 600 Metern Vorsprung auf Mattis Hüppe (Niederelsungen/ 18:13 Minuten) gewann. „Ich bin unzufrieden“, lautete die auf den ersten Blick paradoxe Bewertung des alten und neuen Hessenmeisters, der dann aber relativierte: „Ich hätte halt gerne gleich eine 15er-Zeit geschafft, aber es gibt ja noch den Fünf-Kilometer-Lauf in Rodenbach am 9.September.“

Dort wird auch Johanna Uherek gemeinsam mit ihren SSC-Teamkameradinnen Mirjam Beschorner und Elena Taubel antreten. Das Trio stellte in Eschwege eine der schnellsten jemals im Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gelisteten U16-Mannschaften, wobei die 13-jährige Johanna Uherek als Gesamtsiegerin einen neuen Kreiskord aufstellte. Mit 18:38 Minuten verbesserte sie die bisherige W13-Marke von Kerstin Straub (ebenfalls SSC/2001) um sieben Sekunden. Die Steigerung ihrer eigenen Bestzeit um mehr als 30 Sekunden war allerdings nötig, um die zum Schluss stark aufkommende Annica Leineweber (TSV Viernheim/ 18:42 Minuten) in Schach zu halten. Neue Hausrekorde erzielten weiterhin Hallenmeisterin Mirjam Beschorner als Dritte in 19:16 Minuten und Elena Taubel in 19:41 Minuten auf Rang vier. Dank der hohen Leistungsdichte in der Spitze gab es für die Mannschaft Uherek, Beschorner, Taubel mit 57:35 Minuten eine außergewöhnliche Zeit, mit der die Hessenmeisterinnen vor dem eigenen Vereinsteam SSC II. mit Louisa Fleiner (21:18 Minuten/5.W15), der zwölfjährigen Rebecca Roth (21:43 Minuten/ 10.W14) und Nessrien Amerschläger (22:43 Minuten/ 8.W15) gewannen. Bei den Jungen standen Max Grabosch, der zwölfjährige Tom Zukrowski (20:38 Minuten/ 10.M14) und Maximilian Hamburger (20:49 Minuten/9.M15) im Silberteam, während Fynn Becker (20:50 Minuten/12.M14), Bedirhan Altunsoy (15.M14/21:33 Minuten) und Andreas Beschorner (16.M14/22:28 Minuten) Rang fünf belegten. Tom Seidel (22:31 Minuten/17.M14), Cedric Eyerkaufer(24:08 Minuten/ 20.M14) und Lisa Biaesch (15.W14/25:16 Minuten) komplettierten die hiesigen Starter.

SSC-Männerteam erneut Hessenmeister

Eshete erst im Spurt verdrängt / Abele Jugendsieger

Bei den hessischen Straßenlaufmeisterschaften der Jugend und Erwachsenen über zehn Kilometer gewann das Männerteam des SSC Hanau-Rodenbach in der Besetzung Solomon Merne Eshete (30:36 Minuten), Aaron Bienenfeld (31:00 Minuten) und Jannik Trunk (32:53 Minuten) den Titel und setzte sich bundesweit unter den Top ten fest. Knapp ging es in der Einzelwertung zu, in der sich M30-Sieger Eshete erst auf den letzten 250 Metern dem favorisierten Jens Nerkamp (30:33 Minuten) geschlagen geben musste.

„Meine Oberschenkel haben zum Schluss geschmerzt“, bekannte der SSC-Athlet, der sich zuvor von Beginn ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nerkamp geliefert hatte und als einziger der Tempoverschärfung nach dem Wendepunkt folgen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt lief auch noch Aaron Bienenfeld vorne mit, „doch dann wurde es abrupt zu schnell, so dass ich mich entschieden habe, gleichmäßig zu beschleunigen.“ Diese Marschroute erwies sich als die richtige, stellte der 20-Jährige doch mit 31:00 Minuten eine neue persönliche Bestleistung auf und belegte den Bronzerang.

Erstmals unter 33 Minuten lief trotz wechselnder Winde Jannik Trunk. Der Maintaler Sportstudent profitierte von einer kompakten Gruppe und erreichte in 32:53 Minuten auf Rang neun das Ziel. Damit komplettierte er das erste SSC-Trio, das in 1:34:29 Minuten vor dem PSV Grün-Weiß Kassel (1:36:11 Stunden) und der LG Wettenberg (1:38:18 Stunden) gewann. In der deutschen Jahresbestenliste 2016 hätte dies Rang acht bedeutet. SSC II. mit M35-Vizemeister Thomas Seibert (33:08 Minuten), dem M30-Dritten Karsten Fischer (33:18 Minuten) und Fabian Sposato (35:26 Minuten) belegte unter 14 Teams Rang fünf.

Die Seniorenwertung M30/35 ging klar an den SSC Hanau-Rodenbach. Eshete, Seibert und Fischer wiesen in der Zeitenaddition mit 1:37:02 Stunden mehr als sechs Minuten Vorsprung auf Kassel aus. Den M50-Einzeltitel holte erwartungsgemäß Markus Riefer. Er gewann in 36:07 Minuten vor zwölf weiteren Konkurrenten, darunter Mathias Schink, der in 39:05 Minuten Fünfter wurde.

„Nicht ins Rollen“ kam Julius Hild. Der deutsche U20-Crosslauf-Vizemeister hatte nach einer Erkältung und allergiebedingter Nasenprobleme nicht den besten Tag, obwohl er in 32:43 Minuten persönliche Bestzeit lief. „Da ist mehr drin“, resümierte der Niederrodenbacher, nachdem er die beiden afrikanischen Altersgenossen Ilyas Osman (Wiesbaden/32:13 Minuten) und Anbassajer Hagos (Kassel/32:33 Minuten) hatte ziehen lassen müssen. Den sechsten U20-Platz belegte Abiturient Philip Ahne in 35:12 Minuten. Einen SSC-Dreifachsieg feierten in der U18 Marius Abele (33:18 Minuten), der stark verbesserte Jonas Rapp (33:29 Minuten) und Sasha Müller (36:04 Minuten). Fünfter wurde Jan Reifenberger in 39:25 Minuten, so dass der Mannschaftssieg die logische Folge war.

Tatjana Rauhut mit Bestzeit

Der 24.Schnelle Zehner der TGS Niederrodenbach wurde für Tatjana Rauhut zum Rekordlauf. Wider Erwarten näherte sich die 21-jährige Studentin der 40:00-Minuten-Marke, nachdem sie zuvor angekündigt hatte „eher locker zu laufen.“ Dann jedoch leckte sie Blut und hielt bis Kilometer acht den „Vierer-Schnitt“. Letztlich vermochte sie mit ihrer guten Renneinteilung aber doch nicht ganz den erhofften Durchbruch zu erzielen, obwohl sie um jede Sekunde kämpfte. Zum Schluss war sie sechs Sekunden zu langsam für die 39er-Zeit, erzielte als Gesamtdritte mit 40:05 Minuten allerdings eine neue persönliche Bestzeit. Die Jugend U20 entschied Viktoria Mancho (SSC) in 48:20 Minuten für sich, die W18 ging an ihre Vereinskameradin Angela Schick (51:18 Minuten).

Streckenrekorde für Oed und Eshete

Der 22.Großostheimer Marktplatzlauf über zehn Kilometer war fest in SSC-Hand. Lisa Oed und Solomon Merne Eshete (beide SSC Hanau-Rodenbach) pulverisierten die Streckenrekorde und freuten sich über die ausgelobte 100-Euro-Prämie. Mit 31:25 Minuten blieb Eshete um 58 Sekunden unter der alten Marke, während Lisa Oed in 36:19 Minuten gar mehr als 2:30 Minuten schneller als die bislang bestehenden 38:53 Minuten lief.

„Wie Sergey Bubka“, scherzte Männer-Gesamtsieger Solomon Merne Eshete und sprach auf die „Salami-Taktik“ des vielfachen Stabhochsprung-Weltrekordhalters an, der seine Rekorde in kleinsten Schritten steigerte und jeweils die Siegprämie erhielt. Doch dazu wäre der doch beachtliche Einsatz des Äthiopiers im SSC-Trikot gar nicht nötig gewesen, denn der bislang in den Rekordlisten notierte Andreas Heilmann (Kahl/32:23 Minuten) war seinerzeit deutlich langsamer unterwegs. So aber lief Eshete einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor seinem Vereinskameraden Julius Hild heraus. Der deutsche Crosslauf-Vizemeister der Jugend U20 genoss für zwei der fünf zu durchlaufenden Ortsrunden die Gesellschaft des Lokalhelden und Vorjahressiegers Felix Hohm (Tri Team Aschaffenburg), der frenetisch angefeuert wurde. „Ich hatte anfangs eine Top-Stimmungslage der Zuschauer“, so Hild, der dann allerdings seinen eigenen Stiefel lief und in 33:09 Minuten deutlich vor Hohm (33:58 Minuten) im Ziel auf dem Marktplatz ankam. Gemeinsam mit dem siebtplatzierten Ingbert Reinke (36:08 Minuten) feierten Eshete und Hild mit 1:40:42 Stunden den überlegenen Mannschaftssieg vor dem Tri Team Aschaffenburg in 1:54:05 Stunden.

Taktieren war für Lisa Oed keine Option in Großostheim. „Ich wollte einfach mal wieder sehen, was ich drauf habe“, erklärte die dreifache deutsche Jugendmeisterin im Cross- und 3000-Meter-Lauf nach diversen Verletzungsproblemen in den zurückliegenden Wochen. Die hatten sie aber nur selten vom Training abgehalten und so legte Lisa Oed mit 36:19 Minuten eine Top-Zeit auf die leicht wellige und durch Kopfsteinpflaster erschwerte Zehn-Kilometer-Strecke. Zwar wurden auf der Schlussrunde die Beine schwer, aber als Achte der Gesamtwertung und mit 5:30 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Daniela Brönner (Läuferherz Darmstadt/41:49 Minuten) konnte die 18-jährige SSC-Athletin zufrieden sein.

Bienenfeld fit für Halbmarathon-DM

SSC-Athlet Gesamtsieger in Seligenstadt

Leichtathletik. Der 38.Seligenstädter EVO Wasserlauf bot für Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) die Möglichkeit zur Formüberprüfung. Eine Woche vor seinem Einsatz bei den deutschen Meisterschaften im Halbmarathonlauf testete der U23-Athlet in Seligenstadt über zehn Kilometer sein angestrebtes Renntempo. Mit 32:25 Minuten und dem überlegenen Gesamtsieg vor Caspar Halberstadt (Münster/33:38 Minuten) und 275 weiteren Startern zeigte sich Bienenfeld zufrieden.

„Es lief gleichmäßig im 3:15-Minuten-Schnitt pro Kilometer, wobei ich den letzten Kilometer auf 3:05 Minuten beschleunigt habe. Insgesamt war auf jeden Fall noch mehr drin“, erklärte der vierfache Hessenmeister, der bewusst mit „angezogener Handbremse“ unterwegs war, um im Vorfeld der nationalen Titelkämpfe nicht zu viel Kraft zu lassen. Denn der 20-Jährige zählt nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Crosslauf auch in Hannover wieder zu den U23-Medaillenanwärtern, wenn alles nach Plan läuft.

Nicht gut ins Rennen kam sein Vereinskamerad Fabian Sposato, mit 36:24 Minuten auf Rang acht notiert. Magenprobleme bremsten ihn aus, und auch Patrick Köppel (2.U20/41:06 Minuten) sah noch Verbesserungspotenzial, wenngleich er einen Aufwärtstrend im Verhältnis zum Schnellen Zehner in Rodenbach ausmachen konnte. In der weiblichen Jugend U18 belegte Angela Schick mit 51:38 Minuten den vierten Platz.

Im Zwei-Kilometer-Wettbewerb der Schüler holte sich Vanessa Mikitenko den Gesamtsieg. Die 13-jährige SSC-Läuferin spulte die exakt vermessene Strecke in 7:15 Minuten ab und gewann damit deutlich vor Sara Kiefer (Steinberg/7:40 Minuten). Carla Taubel (1.U12/7:51 Minuten), Rebecca Roth (4.U14/7:57 Minuten), Nessrin Amerschläger (3.U16/8:10 Minuten), Anne Grabosch (1.U10/8:32 Minuten/ alle SSC) liefen allesamt vorne mit.

Bei den Jungen feierte Rang eins in der U12 Tristan Kaufhold (SSC) nach 7:01 Minuten. Dabei lief er schneller als der U14-Sieger Noel Freder (Altenstadt/7:05 Minuten), der allerdings Tom Zukrowski (SSC/7:14 Minuten) in Schach halten konnte. Jan Siebörger (6.U12/8:28 Minuten), Joakim Endlich (3.U10/8:33 Minuten) und Philip Drege (5.U10/9:19 Minuten) liefen allesamt in der ersten Hälfte des Gesamtfeldes ein.

Hindernis-Bundestrainer in Rodenbach

Leichtathletik. Das Rodenbacher Waldstadion war Austragungsort der ersten Hindernis-Trainingseinheit durch den zuständigen Nachwuchs-Bundestrainer Georg Lehrer (Leipzig). Der für die Jugend U20 und U18 verantwortliche Hindernisspezialist stattete den Nationalkaderathleten Julius Hild und Sasha Müller, beide vom SSC Hanau-Rodenbach, einen trainingsintensiven Besuch ab, bei dem wenige Tage vor Beginn der Ostertrainingslager die Grundlagen einer Hürden- und Hinderniseinheit vermittelt wurden.

Die Auffrischung in diesem Bereich konnte auch der im Vorjahr ungeschlagene Julius Hild zu neuer Bewegungsqualität nutzen. Der amtierende Deutsche U18-Meister und Kreisrekordhalter stieg 2017 altersbedingt in die U20 auf und muss sich dort mit starker Konkurrenz auseinandersetzen. „Im ersten U20-Jahr ist die Europameisterschaftsnorm von knapp über 9:00 Minuten über die 3000-Meter-Hindernisstrecke fast utopisch, aber letztes Jahr lief es mit 6:02 Minuten über 2000 Meter auf Anhieb derart gut, dass man sich der Aufgabe zumindest einmal stellen kann“, so Hild, der die 90-minütige Trainingseinheit gemeinsam mit dem Deutschen Schülermeister Sasha Müller, Mannschaftshessenmeister Jonas Rapp und den beiden U16-Läuferinnen Johanna Uherek und Elena Taubel sowie Heimtrainer Sascha Arndt bestritt.

Für Georg Lehrer stellte der Einsatz in Rodenbach eine interessante Abwechslung im Trainer-Alltag dar. „Eine schöne Anlage mit gutem Trainingsgerät“, attestierte der Leipziger dem Rodenbacher Waldstadion, hatte er auf dem „flachen Land“ doch eher eine beschauliche Ausstattung erwartet. Den Athleten konnte er zahlreiche Tipps geben, seine Betreuungsaufgaben sieht er langfristig angesetzt. „Wir werden sicher noch mehrere Jahre immer wieder mit den aktuellen und auch nachrückenden Athleten des SSC Hanau-Rodenbach zusammenarbeiten, so dass sich hier ein lohnendes Betätigungsfeld ergibt“, so Lehrer. Die nächste Trainingsstunde ist im Anschluss an das Bundeskadertrainingslager auf Usedom für Mai im Leistungszentrum Frankfurt-Hahnstraße angesetzt, wo dann neben den Grundlagen im Hürdenbereich auch die Hindernisbalken zum Einsatz kommen werden.

Lisa Oed vor Europameisterin

Duathlon. Eine Woche nach ihrem U20-Jugendsieg bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften hat Lisa Oed bei ihrem Ausflug in die Duathlonszene für Furore gesorgt. Die 18-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach bezwang beim Cross-Duathlon in Dreieich die amtierende Europameisterin Julia Ertmer (TV Bad Orb).

Julia Ertmer ging als Favoritin in den Wettkampf, zumal Lisa Oed kurzfristig nachmeldete und mit einem geliehenen Cross-Rennrad am Start zur über 4,4 Kilometer Laufen, 18 Kilometer Radfahren und nochmals 4,4 Kilometer Crosslauf führenden Duathlon-Distanz stand. Auf dem ersten Teilabschnitt vermochte die Europameisterin nach 16:18 Minuten und einem 100-Meter-Rückstand beim Wechsel auf das Fahrrad gut mitzuhalten, doch ihre Radstärke fiel im Anschluss an das hohe Lauftempo nicht so überlegen aus wie erwartet. Lediglich eine Minute machte Ertmer auf dem Velo gut, und der daraus resultierende 37-Sekunden-Vorsprung zur Laufspezialistin Lisa Oed war bereits nach gut einem Kilometer aufgebraucht. Denn während die Bad Orberin die abschließenden 4,4 Kilometer in 17:38 Minuten lief, imponierte Lisa Oed mit einer Steigerung auf 15:16 Minuten, womit sie hinter Markus Mockenhaupt (Netphen) die zweitschnellste Zeit aller Teilnehmer erreichte. In der Gesamtwertung der 125 Teilnehmer belegte Oed in 1:10:18 Stunden den vierten Platz, während Juliua Ertmer in 1:12:02 Stunden Achte wurde. Fabian Kögel vom ADAC Triathlon-Team Main-Kinzig belegte in 1:15:10 Stunden den 19.Platz.

Neue Ziele ins Auge gefasst

Vorstand des SSC Hanau-Rodenbach bestätigt

Bei der Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach wurde der Vorstand des aktuell erfolgreichen hessischen Laufvereins bestätigt. Gleichzeitig fasste die Versammlung neue Ziele auf Veranstaltungsebene ins Auge, soll doch die Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen am 18.Mai zum Stadioncross erweitert werden und am 9.September in Rodenbach ein Testlauf für die Bewerbung um die hessischen Straßenlaufmeisterschaften über fünf und zehn Kilometer stattfinden.

Einigkeit herrschte sowohl über die Veranstaltungsplanung als auch bei den Vorstandswahlen. Sascha Arndt (1.Vorsitzender und Pressewart), Ilona Wolf und Dr.Michael Schrodt (2.Vorsitzende), Carsten Arndt (Schatzmeister), Mohamed Gassem (Veranstaltungswart, Schülerwart), Michael Abele (Sportwart), Sabine Becker (Schriftführerin), Lukas Abele (Jugendwart), Anja Oed (Statistikerin und Frauenwartin), Frauke Tschiltschke (Aktivensprecherin) und Hilke Bertschy-Abele (Seniorenwartin) bilden unter Mithilfe von Geschäftsführerin Sigrid Arndt und einem Gutteil der insgesamt 191 zum größten Teil aktiven Mitgliedern weiterhin das eingespielte Team des Traditionsvereins.

Für die Hanauer Stadtmeisterschaften der Schulen, zu denen am 18.Mai bis zu 2000 Teilnehmer im Herbert-Dröse-Stadion erwartet werden, musste Moderator Jochen Heringhaus aus beruflichen Gründen diesmal passen, so dass die Beschallung des Stadions und Kommentierung der Wettkämpfe „Vereinssache“ bleibt. „Damit stehen wir durchaus vor einer Herausforderung, die wir aber genauso zielstrebig angehen wie alle anderen Bereiche dieser Großveranstaltung“, erklärte Sascha Arndt, der gemeinsam mit Veranstaltungswart Mohamed Gassem den Crosscharakter des Stadionlaufs durch nunmehr zwei Hindernisse pro Runde aufwerten möchte und somit die Anforderungen eines „Stadioncross“ nach Richtlinien des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllt.

Eine Erweiterung des Wettkampfes steht ebenfalls für den Straßenlauf am 9.September in Rodenbach auf dem Programm. Zusätzlich zur offenen Fünf-Kilometer-Kreismeisterschaft wird der „Schnellste Zehner“ angeboten, der auf der bereits bei deutschen und hessischen Meisterschaften erprobten Rundstrecke verläuft. Als Anreiz für die Topathleten setzt der SSC Hanau-Rodenbach Geldpreise von jeweils 50 Euro aus, die den Siegern bei Zeiten von 14:45 Minuten und 16:40 Minuten (weiblich) im Fünf-Kilometer-Lauf sowie 30:30 Minuten und 34:20 Minuten (weiblich) im Zehn-Kilometer-Lauf winken. In den zurückliegenden zwei Jahren erzielten Nachwuchsathleten in Rodenbach drei deutsche Jahresbestzeiten, einen Hessenrekord und einen Sachsenrekord.

Schnell zugehen soll es auch am 3.Oktober, wenn der SSC Hanau-Rodenbach mit zahlreichen Schüler-, Jugend- und Erwachsenenstaffeln an der traditionellen Marathonstaffel in Waldbreitbach teilnimmt und dies mit Campingplatzübernachtung und Grillfeuer verbinden kann. Sportlich geht es um die gut dotierten Klassensiege, wobei sogar der Angriff des Streckenrekordes von2:13:50 Stunden möglich scheint.

Neben der Vorausschau auf die Sommersaison 2017 stand der Rückblick auf 2016 an, der so beeindruckend ausfiel wie nie zuvor in der 41-jährigen Vereinsgeschichte. Denn mit 14 deutschen Meistertiteln und sieben deutschen Jahresbestzeiten sowie sechs Nationalmannschaftsläufern und Crosslauf-Vize-Europameisterin (Mannschaft) Lisa Oed an der Spitze konnte der SSC mit den „Großen“ der Szene mithalten und war bei der Jugendmeisterschaft im Stadion mit drei Titeln an einem Wochenende sogar der erfolgreichste Laufverein Deutschlands. Diesen Schwung nahmen die Topsportler des SSC in die Saison 2017 mit, in der es bei den deutschen Hallen- und Crossmeisterschaften bereits vier Mal nationales Gold und drei Vizemeisterschaften gab.

Spannung in Eschwege

Bienenfeld und Eshete gegen Kasseler Asse

Leichtathletik. Am Samstag steht für die Langstreckenläufer des SSC Hanau-Rodenbach in Eschwege eine weitere Bewährungsprobe an. Bei den hessischen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf treffen die bislang dominierenden Hanau-Rodenbacher auf die Straßenlauf-Spezialisten des PSV Grün-Weiß Kassel, die neben drei äthiopischen Assen auch den zur nationalen Elite zählenden Jens Nerkamp (Bestzeit 29:16 Minuten) gemeldet haben. Dennoch rechnen sich Aaron Bienenfeld, Solomon Merne Eshete, Karsten Fischer und Thomas Seibert gute Chancen in der Mannschaftswertung aus.

Spannend wird es auf dem leicht profilierten Rundkurs in Eschwege allemal, denn dass sie in Topform sind, haben der Crosslauf-DM-Dritte Aaron Bienenfeld (U23), der Halbmarathon-Zweite Eshete (1:07:10 Stunden) sowie Karsten Fischer und Thomas Seibert bei ihren aktuellen Auftritten bewiesen, während Jens Nerkamp bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften auf der Männer-Langstrecke nicht über Rang zehn hinaus kam.

Ohne Dr.Stefan Hinze gehen die M50-Crossmeister an den Start, so dass es für Frank Seidel, Mathias Schink und Markus Riefer ein offenes Rennen geben wird. Gleiches gilt in der Jugend. Zwar zählt Julius Hild nach seiner deutschen Crosslauf-Vizemeisterschaft zum engsten Favoritenkreis, doch eine Erkältung machte dem Rodenbacher zuletzt einen Strich durch die Trainingseinheiten. Die männliche Jugend U18 schöpft in der Besetzung Jonas Rapp, Sasha Müller und Marius Abele aus dem Vollen, während Lisa Oed nach ihren zwei deutschen Titeln in der Halle und im Crosslauf nun eine Auszeit nimmt, um sich anschließend auf die Europameisterschafts-Qualifikationsrennen der U20 vorzubereiten.

Im Fünf-Kilometer-Lauf der Schüler treten Johanna Uherek (W14) und Max Grabosch (M15) als Titelverteidiger an, wobei Uherek mit der zweifachen Hallenmeisterin Mirjam Beschorner die stärkste Konkurrentin um den Einzeltitel in der eigenen Trainingsgruppe hat und als „Minimum“ den Mannschaftstitel mit Elena Taubel oder Vanessa Mikitenko einplanen kann.

Lisa Oed stürmt zu Gold

SSC holt je dreimal Gold und Silber bei Cross-DM

Mit drei Titeln, drei Vizemeisterschaften und einem Bronzerang kehrten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach von den deutschen Crosslaufmeisterschaften aus Löningen im Oldenburger Münsterland zurück. Die herausragende Leistung erbrachte Lisa Oed als Siegerin der weiblichen Jugend U20, doch auch Überraschungs-Vizemeister Julius Hild (männliche U20) und U23-Junior Aaron Bienenfeld auf dem Bronzerang waren zum ersten Saisonhöhepunkt topfit. Hinzu kam M50-Silber durch Dr.Stefan Hinze, der die M50-Mannschaft zum Sieg führte. Das dritte Gold holte – angeführt durch den U18-Vierten Marius Abele – die U18-Mannschaft, die ebenfalls ihren Titel verteidigte.

Die akribische Vorbereitung hat sich für den SSC Hanau-Rodenbach erneut gelohnt. Der erfolgreichste hessische Laufverein hatte die nationalen Cross-Titelkämpfe bereits Ende 2016 in den Mittelpunkt der Trainingsplanungen gerückt, und diese langfristige Ausrichtung machte sich bezahlt. Für den Glanzpunkt sorgte mit Lisa Oed eine Athletin, die in der weiblichen Jugend U20 noch dem jüngeren Jahrgang angehört und zwei Wochen nach ihrem deutschen Hallentitel im 3000-Meter-Lauf nun auch die 4,3-Kilometer-Crossstrecke gewann. Eine logische Folge war dies jedoch nicht, hatte in der Halle doch die Jahresschnellste Miriam Dattke (Regensburg) wegen Abiturvorbereitungen gefehlt. Die beiden Nationalkaderathletinnen waren im Feld der 85 Gemeldeten eine Klasse für sich, wobei Lisa Oed auf den letzten 400 Metern die entscheidende Attacke setzte und in 15:25 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung gewann.

„Ich hatte im Vorfeld eher mit dem zweiten Platz gerechnet. Aber man soll als motivierte Athletin ja immer mutig nach vorne schauen," erklärte Oed nach ihrem siegreichen Finale, das zum Schluss recht souverän ausfiel. Weiter nach vorne schauen kann die Biochemie-Studentin auch ganz beruhigt, denn nach einer umfangsbetonten Trainingsphase und dem Nationalkader-Trainingslager in den Osterferien stehen die ersten Qualifikationsläufe zur U20-Europameisterschaft über 5000 Meter auf dem Programm.

Julius Hild stürmt zu Silber

Die U20-Mannschaft mit Hild, Ahne und Fleiner verfehlt Bronze hauchdünn

Ganz locker ließ es Julius Hild in der U20 angehen – und diese taktische Variante wählte der U18-Vorjahressieger nach einer eher durchwachsenen Hallensaison mit Bedacht. So lief der als jüngerer Jahrgang noch 2018 startberechtigte SSC-Athlet von ganz hinten bis an die Spitze des männlichen U20-Feldes, und er holte in seinem 5,8-Kilometer-Lauf von Platz 70 in der Anfangsphase so deutlich auf, dass er in einer der spannendsten Spurtentscheidungen noch die Silbermedaille holte. „Die erste Runde war extrem locker, und das war gut so. Nur so hatte ich die Kraft, die Konkurrenten einsammeln“, erklärte Hild, der in 19:01 Minuten erst auf den letzten zehn Metern von Platz drei noch auf Rang zwei vorstieß. Pech hatte er allerdings mit dem SSC-Jugendteam, denn lediglich zwei Zähler hinter dem Vizemeister und punktgleich mit den Dritten blieb den bestens aufgelegten Philip Ahne (20./20:35 Minuten) und Johannes Fleiner (34./21:01 Minuten) nur der vierte Platz. Patrick Köppel belegte Rang 22:33 Minuten den 54.Platz.

SSC-U18-Team Deutscher Mannschaftsmeister

Sensationeller Cross-DM-Einstieg von U23-Junior Bienenfeld

Bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften glückte der männlichen Jugend U18 eine seltene Titelverteidigung. Lediglich Marius Abele stand bereits 2016 in der Meistermannschaft, doch auch mit zwei „neuen“ Mannschaftskameraden gab es erneut Gold – eine Ausnahmeerscheinung in der DLV-Leichtathletik-Szene der Jugend. Über 4,3 Kilometer mit 99 Teilnehmern trat die U18 in einem der größten Felder an, und auch wenn Marius Abele nicht in die Medaillen laufen konnte, legte er doch auf Rang vier in 14:45 Minuten den Grundstein zum Mannschaftssieg. Dabei ging es wiederum um jede Sekunde, denn der erst kurzfristig von einem Infekt erholte Sasha Müller auf dem zwölften Platz in 15:07 Minuten und Triathlet Thomas Ott (15:20 Minuten) als 23. sowie Ersatzmann Jonas Rapp (15:34 Minuten) auf Rang 30 gewannen schließlich mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf das LAZ Leipzig die deutsche U18-Mannschaftsmeisterschaft.

Im 8,2-Kilometer-Wettbewerb der Junioren U23 bestätigte Aaron Bienenfeld seine beeindruckenden Trainingsleistungen. Der 20-Jährige, erst seit Anfang des Jahres im Team des SSC Hanau-Rodenbach, gestaltete sein nationales Debüt zum Medaillenrennen. Als einziger Athlet vermochte er sich aus der Verfolgergruppe zu lösen, um dann EM-Starter Lukas Eisele (LG Filder/26:59 Minuten) ebenso hinter sich zu lassen wie den U23-EM-Teilnehmer Kidane Tewolde (LG Dortmund/27:02 Minuten). In 26:49 Minuten hatte Bienenfeld sogar den Silberrang von Jonas Hoffmann (LG Kindelsberg/26:45 Minuten) in Reichweite, und nur Tobias Blum (LC Rehlingen/26:15 Minuten) war weit enteilt. Nächstes Ziel des Jahrgangsschnellsten 1997 sind nun die deutschen Halbmarathonmeisterschaften Anfang April, wo er wiederum um die Medaillen mitläuft.

Stefan Hinze als Stehaufmännchen

Chefarzt nach Magen-Darm-Virus mit Senioren-Silber

Bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften in Löningen trugen die Senioren gleich drei Medaillen zur Bilanz des SSC Hanau-Rodenbach bei. Mannschaftsgold und damit Titel Nummer drei für die hessische Laufhochburg gab es durch die Senioren M50, und auch hier war „Luft anhalten“ angesagt, denn Dr.Stefan Hinze konnte nach einem Magen-Darm-Infekt erst direkt vor dem Rennen Entwarnung geben.

Dann schöpfte der Chefarzt im 5,8-Kilometer-Lauf jedoch aus dem Vollen und erkämpfte sich wie schon im Vorjahr den zweiten Platz – lediglich eine Sekunde hinter Sieger Hardy Flum (Hohenfels/21:01 Minuten) und zeitgleich mit dem Dritt- und Viertplatzierten. „Für mich war das Rennen so in etwa wie `und täglich grüßt das Murmeltier`: Ich habe das Tempo gemacht und bin am Schluss überspurtet worden. Trotzdem war ich absolut froh, denn ich hätte genauso gut auch Vierter werden können“, resümierte Hinze seinen erneuten Vizetitel. Gemeinsam mit Markus Riefer auf Platz sechs in 21:21 Minuten und Frank Seidel (22./23:14 Minuten) verteidigte das Trio mit Ersatzmann Mathias Schink (26./23:24 Minuten) die Vorjahres-Goldmedaille, obwohl mit Hinze und Seidel zwei SSC-Athleten dem ältesten M50er-Jahrgang angehören.

In der M35 war angesichts des Fehlens von Jörn Harland schon vor dem Start klar, dass es nicht zu einer Wiederholung des Mannschaftssieges von 2016 reichen würde. Doch mit der überzeugenden Leistung von Thomas Seibert auf dem fünften Platz in 20:01 Minuten schob sich das SSC-Team mit Ingbert Reinke (13./21:29 Minuten) und Stefan Unger (14./21:40 Minuten) auf den zweiten Platz. Lediglich der PSV Grün-Weiß Kassel lag letztlich vor den Hanau-Rodenbachern.

Markus Riefer Deutscher Vizemeister

Testlauf für die deutsche Meisterschaft geglückt

Bei den Kreismeisterschaften im Crosslauf präsentierte sich die Nachwuchsleichtathletik auf der Offenbacher Rosenhöhe mit einer breiten Palette guter Leistungen. Auf nationalem Niveau zeigten sich eine Woche vor den deutschen Titelkämpfen im Querfeldeinlauf die Langstreckensieger Lisa Oed und Aaron Bienenfeld (beide SSC Hanau-Rodenbach), die die zehn Kilometer dominierten. Oed überzeugte in 36:19 Minuten ebenso wie Bienenfeld, der in 32:06 Minuten einen neuen Streckenrekord aufstellte.

Der 20-jährige Shooting-Star der Wintersaison, mit drei Männer-Hessentiteln bislang erfolgreichster Kreisathlet 2017, erklärte nach dem überzeugenden Start-Ziel-Sieg: „Das war locker. Für die DM bin ich fit !“ Dort startet er zwar gegen bis zu zwei Jahre ältere U23-Konkurrenten, doch angesichts seiner guten Verfassung liebäugelt er mit einem Urkundenrang unter den Top acht. Noch einen Schritt weiter ist Lisa Oed, die zwar für ihre sieben Minuten Vorsprung in der Frauenwertung mehr Kraft investierte, aber am Samstag in Löningen um die U20-Medaillen mitlaufen wird. Für den gleichaltrigen Julius Hild, in 33:41 Minuten Zweiter bei den Männern, eröffnen sich Urkundenchancen in der männlichen U20.

Gut besetzt präsentierten sich die älteren Senioren in der M50 mit dem deutschen Mannschaftsmeister Frank Seidel in 40:02 Minuten vor seinen SSC-Teamgefährten Peter Trunk und Thorsten Köstner an der Spitze. Bei den Frauen lagen mit Annette Straub (SSC/W55) und Frauke Tschiltschke (SSC/W60) zwei weitere „alte Bekannte“ in Front.

Topathlet auf den kürzeren Strecken war Marius Abele. Der U18-Athlet ging als Gesamtsieger aus der 3,0-Kilometer-Kurzstrecke hervor, die er kontrolliert in 9:40 Minuten gewann und dabei auch schneller als Männermeister Fabian Sposato (10:21 Minuten) war. Claudia Pusch fügte ihrer Titelsammlung bei den Frauen einen weiteren Erfolg zu.

Mit großen Feldern und einer bunten Mischung aus teilnehmenden Vereinen boten die Schülerrennen der U10 und U12 sehenswerte Wettbewerbe. Sowohl M08-Youngster Joakim Endlich als auch W09-Siegerin Emily Bach liefen mit4:30 Minuten beachtliche Zeiten, die der M09-Sieger Charli Jäger-Kec mit 4:16 Minuten noch toppte. Die anspruchsvolle Sechsermannschaftswertung ging an den SSC Hanau-Rodenbach. Stark auch der Auftritt von Carla Taubel in der W11, die folgerichtig im siegreichen Sechserteam stand.

Ein SSC-Athlet war in der U12 so schnell, dass das Zielgericht ihn eine Runde weiterschicken wollte, weil er nach absolvierter 1550-Meter-Distanz inmitten überrundeter Läufer in den noch gesperrten Zielkanal laufen wollte: Die hessische Nummer eins der M11, Tristan Kaufhold, konnte erst mit Verzögerung das Ziel passieren und hatte nach 5:34 Minuten dennoch 27 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Samed Dikmen vom TV Langenselbold.

Weitere gute Leistungen gab es durch die Mannschaftshessenmeister Robin Petzold (M13/SSC), Elena Taubel (W14/SSC), Nessrien Amerschläger (W15/SSC) und Vanessa Mikitenko (W12/SSC) sowie Tom Zukrowski (M12). Weitere Ergebnisse Platz eins bis drei siehe Ergebnisteil…

SSC mit 30 Titeln erfoglreichster Verein der Meisterschaften

Ergebnisse der Kreismeisterschaften Crosslauf in Offenbach bis Platz drei:

Frauen Kurzstrecke, 3km: 1.Claudia Pusch (SSC Hanau-Rodenbach) 12:23 Minuten

Männer: 1.Fabian Sposato 10:21 min.; 2.Thomas Blaschek (beide SSC) 11:46 min.

Mannschaft: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Sposato, Blaschek, Herold) 8 Punkte

Weibliche Jugend U18: 2.Melissa Bensing 13:25 min.; 3.Annika Maul (beide SSC) 13:44 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Bensing, Maul A., Maul T.) 11 Punkte.

Männliche Jugend U20: 2.Jonas Rapp 10:05 min.; 3.Johannes Fleiner (beide SSC) 10:14 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Rapp, Fleiner, Manneh) 9 Punkte

Männliche Jugend U18: 1.Marius Abele 9:40 min.; 2.Mahmoud Gassem 11:16 min.; 3.Marius Hoffmann (alle SSC) 12:15 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Abele, Gassem, Hoffmann) 6 Punkte

Frauen Langstrecke, 10km: 1.Lisa Oed 36:19 min.; 2.Tatjana Rauhut (beide SSC) 43:20 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Oed, Rauhut, Tschiltschke) 8 Punkte

W55: 1.Annette Straub (SSC) 52:43 min.

W60: 1.Frauke Tschiltschke (SSC) 50:30 min.

Männer: 1.Aaron Bienenfeld 32:06 min.; 2.Julius Hild 33:41 min.; 3.Philip Ahne (alle SSC) 37:00 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Bienenfeld, Hild, Ahne) 6 Punkte

M50: 1.Frank Seidel 40:02 min.; 2.Peter Trunk 41:33 min.; 3.Thorsten Köstner (alle SSC) 42:24 min.

M55: 2.Dr.Ralf Hetzel (SSC) 48:08 min.

Mannschaften:1.SSC Hanau-Rodenbach (Seidel, Trunk,Köstner).

Kinder U10, 1050 Meter:

W09: 1.Emily Bach 4:30 min.; 2.Annabel Jäger-Kec 4:49 min.; 3.Ellen Bussian (alle SSC) 5:05 min.

M09: 1.Charli Jäger-Kec 4:16 min.; 3.Fynn Alfsmann (beide SSC) 4:28 min.

W08: 3.Katharina Nesselträger (SSC) 5:08 min.

M08: 1.Joakim Endlich (SSC) 4:30 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Jäger-Kec, Alfsmann, Bach, Jäger-Kec, Endlich, Bussian) 33 Punkte

Kinder U12, 1550 Meter:

W11: 1.Carla Taubel (SSC) 6:00 min.

M11: 1.Tristan Kaufhold (SSC) 5:34 min.

W10: 2.Annalena Hamburger (SSC) 6:19 min.

M10: 2.David Beschorner (SSC) 6:03 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Kaufhold, Taubel, Beschorner, Sieboerger, Hamburger, Bode) 48 Punkte.

Jugend U14, 1550 Meter:

M13: 1.Robin Petzold (SSC) 5:17 min.

W12: 1.Vanessa Mikitenko (SSC) 5:28 min.; 3.Rebecca Roth (SSC) 6:15 min.

M12: 1.Tom Zukrowski 5:29 min.; 3.Bedirhan Altunsoy (beide SSC) 6:01 min.

Mannschaften: 1.SSC Hanau-Rodenbach I. (Petzold, Jäger-Kec, Zukrowski) 10 Punkte; 2.SSC Hanau-Rodenbach II. (Nimbler, Altunsoy, Seidel) 24 Punkte

Jugend U16, 2050 Meter:

W15: 1.Nessrien Amerschläger 7:44 min.; 2.Louisa Fleiner (beide SSC) 7:47 min.

M15: 1.Maximilian Hamburger 6:51 min.; 3.Jeremy Monroe (beide SSC) 7:42 min.

W14: 1.Elena Taubel (SSC) 7:17 min.

M14: 3.Fynn Becker (SSC) 7:26 min.

Mannschaften weiblich: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Taubel, Amerschläger, Fleiner) 10 Punkte

Mannschaften männlich: 1.SSC Hanau-Rodenbach (Hamburger, Becker, Eyerkaufer) 12 Punkte

Markus Riefer Deutscher Vizemeister

Leichtathletik. Mit der Silbermedaille kehrte Markus Riefer von den deutschen Meisterschaften in der Halle der Senioren zurück. Der SSC-Läufer trat als Titelverteidiger an, hatte in dem neu in die M50 aufgerückten Heidelberger Markus Imbsweiler allerdings einen starken Konkurrenten. Dem vermochte er in Erfurt lediglich auf der ersten Streckenhälfte zu folgen und musste ihn dann ziehen lassen. Nach 9:31,62 Minuten war Imbsweiler vor Riefer (9:43,17 Minuten) und Holger Stoek (LAV Halensia/9:53,84 Minuten) im Ziel, womit Riefer nun bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften auf Revanche hofft.

Lisa Oed Deutsche Meisterin

Bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Sindelfingen hat Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) ihren ersten U20-Titel gewonnen. Die 18-jährige SSC-Athletin und U18-Freiluftmeisterin von 2016 gewann den 3000-Meter-Lauf in 9:43,43 Minuten überlegen vor Lisa Vogelgesang (Hildesheim/9:49,18 Minuten) und Linn Kleine (Dortmund/9:52,42 Minuten). Gratulationen nahm Lisa Oed von den Bundestrainern Höhne, Michallek und Lehrer ebenso entgegen wie vom Sportwart des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, Martin Rumpf.

Lisa Oed Deutsche Jugendmeisterin

Trotz Handicap souverän zum 3000-Meter-Titel

Bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Sindelfingen hat Lisa Oed ihren ersten nationalen U20-Titel errungen. Die Topläuferin des SSC Hanau-Rodenbach feierte auf der 3000-Meter-Strecke einen überlegenen Start-Ziel-Sieg, obwohl sie von einer Sehnenentzündung am Fuß gehandicapt wurde. Mit 9:43,43 Minuten bezwang die letztjährige U18-Freiluftmeisterin ihre Dauerkonkurrentin Lisa Vogelgesang (Hildesheim/ 9:49,18 Minuten) erneut.

Die Tage vor dem Meisterschaftseinsatz musste Lisa Oed allerdings pausieren, hatte sich doch nach den hessischen Crosslaufmeisterschaften und einem weiteren Training in Hanau der linke Fuß so schmerzhaft gemeldet, dass an ein Laufen nicht zu denken war. „Ich hatte sogar beim Gehen große Schmerzen im Bereich des Übergangs vom Schienbein zur Fußoberseite. Zwar ist es jeweils über Nacht besser geworden, dann war es aber bei Bewegung sofort wieder schmerzhaft“, erklärte sie ihren dreitägigen Leidensweg, der auch am Wettkampftag in Sindelfingen nicht vollständig beendet war. Doch die 18-jährige Studentin biss die Zähne zusammen und nutzte ihre deutliche läuferische Überlegenheit zu einem einsamen Temporennen, mit dem sie über die Zwischenzeiten von 3:12 Minuten bei 1000 Meter und 6:25 Minuten bei 2000 Metern das Feld weit auseinanderzog und bis zu 80 Meter Vorsprung herausgelaufen hatte. Der schmolz zwar auf der Schlussrunde etwas zusammen, doch da war das Rennen längst gelaufen.

„Wir hatten die Taktik so abgesprochen, um einem Spurt aus dem Weg zu gehen“, sagte Lisa Oed im Interview. Dass es nicht zur angestrebten Bestzeit in Richtung 9:30 Minuten reichte, stellte die ehrgeizige Allrounderin zwar nicht zufrieden, doch „letztlich zählt bei einer Deutschen Meisterschaft ja in erster Linie die Platzierung.“ Bereits in zwei Wochen geht es erneut um nationale Ehren, dann in Löningen bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften – allerdings nur, wenn bis dahin die Sehnenproblematik am linken Fuß verschwunden ist, werden doch im Gelände noch höhere Ansprüche an den Bewegungsapparat gestellt.

Gute Chancen bei der Crosslauf-DM können sich auch Marius Abele (U18) und Julius Hild (U20) ausrechnen. Die beiden Hessenmeister starteten in Sindelfingen gemeinsam auf der 3000-Meter-Distanz der U20 und boten überzeugende Leistungen. Zwar machte Julius Hild standesgemäß das Tempo und passierte die 2000-Meter-Marke gemeinsam mit seinem Trainingskameraden im Schlepptau in 5:53 Minuten, doch in der Schlussphase erwies sich Youngster Abele als der Schnellere. In 8:50,72 Minuten kam er bis auf zwei Sekunden an seine Bestzeit heran und belegte im Feld der bis zu zwei Jahre älteren A-Jugendlichen den fünften Platz – lediglich zwölf Sekunden von Silber entfernt. Für Julius Hild sprangen 8:56,64 Minuten und mit Rang sechs die erhoffte Urkundenplatzierung heraus. Den Sieg holte sich Peer Sönksen (Neubrandenburg) in 8:26 Minuten vor dem letztjähren U18-WM-Vierten Mohamed Mohumed (Dortmund), der die Erwartungen in 8:38 Minuten nicht erfüllte.

Stöppler 50km-Siegerin

Beim traditionellen 50-Kilometer-Ultramarathon des RLT Rodgau hat Simone Stöppler einmal mehr ihre Ausdauerqualität unter Beweis gestellt. Die 53-jährige Fernmelde-Ingenieurin bewältigte die zehn Runden in 4:16:50 Stunden und gewann die Klasse W50 mit sieben Minuten Vorsprung. Bis zur Streckenhälfte lag Simone Stöppler, die sich im Winter mit Skilanglauf-Einheiten fit hält, deutlich unter dem angepeilten 5:00-Minuten-Kilometer-Schnitt, ehe sich die fehlende Spezifik bemerkbar machte. Die wird die vielfache Ultramarathon-Nationalteamstarterin in den kommenden Wochen kompensieren und dann konzentriert in Meisterschaftssaison einsteigen.

Has, Uherek und Beschorner Doppelmeister

Youngster führen ihre Teams zu Crosslauf-Gold

Leichtathletik. Bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften in Trebur gaben die jüngeren Schüler den Takt vor. Gleich zu Beginn der Veranstaltung landeten Attila Has, Johanna Uherek und Mirjam Beschorner drei Siege in der Einzel- und Mannschaftswertung für den SSC Hanau-Rodenbach und leiteten damit die 20 ersten Plätze des SSC bei den Landestitelkämpfen ein.

Im Wettbewerb der Schüler U14 schien es zu einem Ausscheidungsrennen „SSC gegen Rest-Hessen“ zu kommen. Attila Has zog vom Start weg das Tempo an, doch sein Vereinskamerad Robin Petzold hielt eisern dagegen. So stürmte der Hanauer Stadtmeister Has mit seinem Verfolger Petzold nach dem anspruchsvollen Rundkurs auf die Zielgerade ins Stadion, wo Attila Has nach 4:50 Minuten mit 20 Metern Vorsprung gewann. Beide ließen den Titelverteidiger Elias Koch (LG Eder/4:56 Minuten) im Feld der 49 Teilnehmer hinter sich. Gemeinsam mit dem bemerkenswert starken elfjährigen Tristan Kaufhold, der als Zweiter der M12 in 5:01 Minuten haarscharf am M12-Klassensieg vorbei lief, holten sich Has und Petzold mit sieben Punkten den Mannschaftstitel. Rang vier ging an SSC II. mit Zukrowski (6.M12), Nimbler (9.M13) und Yusuf Has (16.M12), und Rang acht belegten Eyerkaufer, Altunsoy und Seidel im Team SSC II.

Bei den Schülerinnen U14 dominierte Johanna Uherek den 1400-Meter-Wettbewerb. Die 13-Jährige gewann mit 40 Metern Vorsprung und stand gemeinsam mit ihren Teamgefährtinnen Vanessa Mikitenko (2.W12), Tochter der Deutschen Marathonrekordlerin Irina Mikitenko, sowie Carla Taubel (6.W12) ein zweites Mal ganz oben auf dem Podest. Achte wurde Antonia Oppermann, 13. Lisa Biaesch.

Nach ihren beiden Siegen bei den hessischen Hallenmeisterschaften holte sich Mirjam Beschorner in der weiblichen U16 bereits die Landestitel drei und vier der Saison 2017. Die W14-Athletin des SSC holte im 2,8-Kilometer-Lauf 100 Meter auf Annika Leineweber (TSV Viernheim) heraus, während ihre Mannschaftskameradinnen Elena Taubel auf Rang drei und Louisa Fleiner als Fünfte der W15 sowie Nessrin Amerschläger (7.W15) den klaren Teamerfolg vor dem ASC Darmstadt perfekt machten.

Im Wettbewerb der Klasse U16 musste Favorit Max Grabosch wegen Fersenbeschwerden passen. Fast gleichauf liefen Maximilian Hamburger (11.M15) und Fynn Becker (10.M14) nach 2,8 Kilometern ins Ziel. Im offenen Lauf überzeugten die Geschwister Nesselträger. Katharina gewann die W08 im Spurt mit zwei Metern Vorsprung, Ferdinand belegte als weitaus jüngster Teilnehmer Platz 13.

SSC-Athleten dominieren Hessenmeisterschaft

20 Siege bei den HLV-Crosslauf-Titelkämpfen in Trebur

Leichtathletik. „Ein anspruchsvoller Rundkurs über Damm- und Wiesenpassagen, kräftezehrende Meter durch den Sand eines Beachvolleyballfeldes und auch der eine oder andere kleine Streckenabschnitt zur „Erholung“ auf befestigtem Untergrund. Der Treburer Cross hat von allem etwas“, kündigten die Veranstalter des TV Trebur in ihrer Vorschau zu den hessischen Crosslaufmeisterschaften an. Mit diesen Bedingungen kamen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach bestens zurecht, belegte sie doch 20 erste Plätze und waren damit der erfolgreichste Verein der Veranstaltung. Für die besten Leistungen der Titelkämpfe sorgten der 20-jährige Mittelstreckenmeister Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach), das siegreiche ostafrikanische Langstreckentrio Ybekal Daniel Berye (PSV Grün-Weiß Kassel), Tilahun Babsa (Spiridon Frankfurt) und Solomon Merne Eshete (SSC Hanau-Rodenbach) sowie Jugendläuferin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach).

Die 18-jährige U20-Siegerin lief die 4,2 Kilometer unangefochten an der Spitze ihrer Konkurrenz und war dabei in 14:40 Minuten deutlich schneller als Frauenmeisterin Dörte Nadler (GSV Eintracht Baunatal/14:56). Für Mannschafts-Vize-Europameisterin Lisa Oed ein weiterer Baustein auf dem Weg in Richtung der Deutschen Hallenmeisterschaften über 3000 Meter am kommenden Samstag und der Deutschen Crosslaufmeisterschaften in drei Wochen, wo die Studentin jeweils zum engsten Favoritenkreis zählt. Gemeinsam mit Viktoria Mancho (10.) und Angela Schick (13.) gab es dank der Fairness des Teams Niederelsungen bei Punktgleichheit und schwächerer Drittplatzierter einen geteilten Mannschaftstitel hinzu. Die weibliche Jugend U18 war nach dem krankheitsbedingten Ausfall einiger Athleten gar alleine auf weiter Flur und erhielt somit Rang eins in der Besetzung Annika Maul, Melissa Bensing und Gina Glaub mit Tamara Maul auf den Plätzen elf bis 14.



Eine klare Angelegenheit war der Mittelstrecken-Erfolg von Aaron Bienenfeld. Taktisch immer versierter agierend, hielt sich der SSC-Athlet gegen Titelverteidiger Felix Thum (LC Eschenburg) nur in der Anfangsphase zurück und ergriff bereits nach einem Kilometer derart resolut die Initiative, dass er seinem Sieg bei den Hallenmeisterschaften nun Männer-Titel Nummer zwei und drei nachschob. Denn auch in der Mannschaftswertung lag er mit seinen SSC-Teamgefährten Lukas Abele (3.) und Jannik Trunk (4.) deutlich in Front und auch mit Fabian Sposato (7.) hätte es leicht zum Sieg gereicht. Auf der Männer-Langstrecke über 7,0 Kilometer lieferte sich Solomon Merne Eshete einen spannenden Dreikampf mit zwei weiteren ostafrikanischen Startern und verpasste den Antritt zum Endspurt, weil er eine weitere Runde in Angriff nehmen wollte. So blieb Rang drei der Gesamtwertung, was seinem M30-Erfolg keinen Abbruch tat. Immer im Bilde war Thomas Seibert, der als M35-Sieger gleichzeitig schnellster Nicht-Afrikaner war und Mitte März guten Mutes zur Deutschen Crossmeisterschaft nach Löningen fährt, wo er vor drei Jahren den Senioren-Titel gewann. Aussichtsreiche Kandidaten im Seniorenbereich sind ebenfalls die M50-Doppelsieger Dr.Stefan Hinze und Markus Riefer (M50/SSC Hanau-Rodenbach) mit Frank Seidel (8.M50) und Matthias Schink (9.M50) sowie Ingbert Reinke (5.M35) und Stefan Unger (6.M35), allesamt schon Deutsche Mannschaftsmeister in ihren Klassen. Peter Trunk fuhr von Maintal mit dem Rad nach Trebur und lief dann noch in der M50 auf den 16.Platz. Triathlon-As Claudia Hille überzeugte nach längerer Wettkampfpause im Laufbereich mit der Vizemeisterschaft bei den Frauen W50.

Hoffnungen auf Top-Platzierungen in Löningen können sich nach ihrem Auftritt in Trebur weiterhin U20-Sieger Julius Hild, U18-Meister Marius Abele sowie Vizemeister Sasha Müller (alle SSC Hanau-Rodenbach) machen, die gemeinsam mit ihren Mannschaftsgefährten Philip Ahne (3.U20), Johannes Fleiner (5.U20) und Thomas Ott (4.U18) zur bemerkenswerten Gesamtbilanz von 20 ersten Plätzen des SSC Hanau-Rodenbach in der Einzel- und Mannschaftswertung beitrugen. Ebenfalls im Jugendbereich starteten Patrick Köppel (12.U20), Mahmoud Gassem (15.U18) und Evan Habtemichel (17.U18).

Lisa Oed Kreissportlerin des Jahres

Leichtathletik-Ehren auch für Abele, Hild, Müller und Grabosch

Leichtathletik. Eine „Flut“ an Ehrungen erhielten die Nachwuchsläufer des SSC Hanau-Rodenbach auf Kreisebene. Herausragend dabei Lisa Oed, die als Vize-Weltmeisterin mit der Berglauf-Mannschaft, als Vize-Europameisterin mit der Crosslauf-Mannschaft und als Deutsche Meisterin im 3000-Meter-Lauf der U18 die Jury überzeugte und den mit 500 Euro dotierten Titel als „Kreissportlerin des Jahres 2016“ für den Main-Kinzig-Kreis im Vergleich aller olympischer Sportarten gewann.

Ihre SSC-Vereinskameraden Lukas Abele (Deutscher Meister U20 und Jugend-Weltmeisterschaftsteilnehmer), Julius Hild (vierfacher Deutscher Meister U18/U20 und Berglauf-WM-Teilnehmer), Sasha Müller (Deutscher Meister U16, Hessenrekordhalter 3000-Meter-Lauf) und Max Grabosch (1.Deutsche Rangliste im 3000-Meter-Lauf der M14) erhielten ihre Auszeichnung des Leichtathletik-Kreises Offenbach/ Hanau im Rahmen der Kreishallenmeisterschaften aus den Händen des Vorsitzenden Paul Gast überreicht.

Markus Riefer Seniorenmeister

Medaillen für Unger, Reinke, Herold und Seidel

Leichtathletik. Bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Senioren in Stadtallendorf erfüllten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach die Erwartungen. Allen voran Markus Riefer, dessen Titelsammlung durch den überzeugenden Sieg im 3000-Meter-Lauf der M50 Zuwachs erhielt.

Damit feierte Markus Riefer einen Favoritensieg. Schnelle 9:49,43 Minuten zeigte die Uhr im Ziel, das er mit einer Runde Vorsprung auf den ersten Verfolger erreichte. Gleichzeitig war er schneller als bei seinem Vorjahreserfolg, an den sich dann der Deutsche Titel anschloss. Einen schweren Stand hatte hingegen Stefan Unger, nachdem er in der M35 konkurrenzlos die 800 Meter in 2:21,37 Minuten gewonnen hatte. Denn im Anschluss versuchte sich der Richter an den 3000 Metern und blieb mit 10:00,50 Minuten als Zweiter knapp über der 10:00-Minuten-Marke. Ebenfalls Vizemeister wurde Ingbert Reinke, der im 800-Meter-Lauf der M40 mit 2:15,01 Minuten überzeugte. Über 3000 Meter belegte er in 10:01,00 Minuten den dritten Platz. Florian Herold (SSC) wurde Zweiter über 400 Meter in 63,88 Sekunden, ebenso wie Ralf Hetzel in der M55 mit 70,33 Sekunden. Rang drei im 3000-Meter-Lauf der M50 belegte Frank Seidel in 10:37 Minuten.

Hamburger, Schrodt, Hetzel und Kaufhold Kreismeister

Die Meisterschaften der Kreise Offenbach/ Hanau und Gelnhausen/ Schlüchtern in der Schärttner-Halle litten unter den gleichzeitig stattfindenden hessischen Crosslaufmeisterschaften, die der SSC Hanau-Rodenbach als erfolgreichster Verein entsprechend hochklassig besetzte. Immerhin gab es dennoch einige Titel auf Kreisebene.

Bei den Senioren meldete sich Dr.Michael Schrodt (SSC Hanau-Rodenbach) als M40-Sieger des 800-Meter-Wettbewerbs in 2:30,02 Minuten zurück, und auch Dr.Ralf Hetzel (SSC) hatte hier in der M55 die Nase vor Dieter Kaufhold vorn, nachdem er bereits den 60-Meter-Sprint in 9,33 Sekunden vor Kaufhold in 9,38 Sekunden gewonnen hatte. Der erstmals für den SSC startende Großkrotzenburger drehte im Weitsprung den Spieß um und holte sich mit 4,18 Metern seinen ersten Leichtathletik-Kreistitel vor Hetzel (3,38 Meter).

In der W10 war Annalena Hamburger über 800 Meter in 2:57,59 Minuten erfolgreich. Hanan Gassem belegte in 3:07 Minuten den vierten Platz.

Integriert in die gelungene Veranstaltung war die Auszeichnung der Kreissportler des Jahres 2016. Der Vorsitzende Paul Gast (Seligenstadt) würdigte die Deutschen Jugendmeister und Nationalteamstarter Lukas Abele (U20), Julius Hild (U18) und Lisa Oed (U18) ebenso wie den Deutschen Meister und Hessenrekordler Sasha Müller (M15) und den DLV-Ranglistenersten Max Grabosch (M14), die alle im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach starten und wegen der zeitgleich ausgerichteten hessischen Crosslaufmeisterschaften auf die aktive Teilnahme an den Kreishallenmeisterschaften verzichteten.

Bienenfeld bezwingt Eshete

Erneut Deutsche Jahresbestzeit von Oed

Leichtathletik. Der vierte und abschließende Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer hatte es in sich. Während die 18-jährige Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) beim ungefährdeten Frauensieg in 35:18 Minuten ihre zweite Deutsche U20-Jahresbestzeit aufstellte, lieferten sich ihre Vereinskameraden Aaron Bienenfeld und Solomon Merne Eshete bei den Männern einen spannenden Zweikampf. Den zwischenzeitlichen Zehn-Sekunden-Rückstand machte Bienenfeld auf dem Schlusskilometer dank seines Endspurts wett, womit er in 31:07 Minuten vor Merne Eshete (31:12 Minuten) gewann.

Als Solomon Merne Eshete nach sieben Kilometern mit einem Kilometerabschnitt von 3:02 Minuten die dreiköpfige Spitzengruppe auseinanderriss, überzog der erfahrene Äthiopier angesichts seiner Ischias-Beschwerden doch ein wenig und musste letztlich dem 20-jährigen Newcomer den Vortritt lassen. 5:57 Minuten für die beiden letzten Kilometer waren ein gelungener Konter und gleichzeitig Fingerzeig in Richtung Sommersaison. Bereits jetzt setzten sich die beiden SSC-Athleten mit ihren Zeiten an die Spitze der hessischen Jahresbestenliste. Der zweite Platz in der Tageswertung reichte Solomon Merne Eshete allemal, um in der aus drei Wertungsläufen bestehenden Serie mit 1:33:19 Stunden vor Demeke Wosene (LG Rüsselsheim / 1:34:31 Stunden) zu gewinnen. Aaron Bienenfeld folgte als Erster der U20 auf dem vierten Gesamtrang mit 1:35:29 Stunden vor U18-Sieger Julius Hild, der im Februar-Durchgang mit 32:43 Minuten eine nationale Top-Ten-Zeit lief.

Ganz nach vorne auf der Ebene des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) schoss erneut Lisa Oed. Lediglich drei Tage nach ihrer 3000-Meter-Hallenbestzeit von 9:38,87 Minuten ließ sie nun 35:18 Minuten folgen, ohne an ihre Leistungsgrenze zu gehen. „Das war locker – wenn ich gedurft hätte, wäre ich schneller gelaufen“, resümierte sie nach dem Zieleinlauf mit Blick auf die Trainervorgabe. Dennoch reichte es zum überlegenen Sieg vor Anna Starostzik (PSV GW Kassel/35:55 Minuten) und Jenny Schulz (Skills 04 Frankfurt/36:01 Minuten).

Einen Leistungssprung vollzog Johanna Uherek (SSC Hanau-Rodenbach). Die 13-jährige Straßenlauf-Hessenmeisterin verbesserte sich auf 39:00 Minuten, womit sie im Vorjahr die Nummer elf der DLV-U18-Bestenliste gewesen wäre und die amtierende hessische U18-Meisterin hinter sich lassen konnte. In der Gesamtwertung belegte die Schülersiegerin mit 2:02:15 Stunden den dritten Platz unter 46 Frauen und lag damit direkt hinter ihrer Vereinskameradin Tatjana Rauhut (1.Juniorinnen / 2:02:04 Stunden), die heuer mit 40:39 Minuten überzeugte. Ihren Wiedereinstand nach der Geburt des dritten Kindes feierte Kerstin Bertsch in 41:44 Minuten, und auch Triathlon-As Claudia Hille wusste als W50-Siegerin in 42:15 Minuten zu überzeugen.

Ganz vorne mischte M50-Sieger Markus Riefer (SSC/35:52 Minuten) mit, der auch die Serie unangefochten vor Frank Seidel gewann. Der Rodenbacher belegte mit 39:09 Minuten den vierten Platz. Jonas Rapp entschied die Klasse U18 in 34:53 Minuten und 6:07 Minuten für die beiden letzten Kilometer für sich. Die Junioren Jannik Trunk (35:28 Minuten) und Fabian Sposato (36:11 Minuten) wurden Fünfte und Sechste der U23, Johannes Fleiner in 37:02 Minuten Zweiter der M20. Patrick Köppel (4.U20/40:37 Minuten), Evan Habtemichel (3.U18/41:19) und Peter Trunk (9.M50/42:18 Minuten) vor Thorsten Köstner (10.M50/42:30 Minuten) zeigten weitere gute Leistungen. Bei den Frauen waren Lea Grabosch (3.U18/54:10) vor Angela Schick (4.U18/55:04 Minuten) sowie Annette Straub (6.W55/54:03 Minuten) mit ihren Einsätzen zufrieden.

Die starke Vorstellung des SSC Hanau-Rodenbach bei der Serienwertung 2016/2017 dokumentierte die Mannschaftswertung der Männer: Hier holten die SSC-Teams gleich die ersten beiden Plätze unter 19 Mannschaften. Die Frauen wurden ebenfalls vom SSC mit Tatjana Rauhut, Johanna Uherek und Annette Straub (4.W55) dominiert.

Lisa Oed hinter Olympiateilnehmerin Zweite

Deutsche U20-Jahresbestzeit aufgestellt

Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in der Frankfurter Kalbach-Halle gab sich Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) im 3000-Meter-Lauf lediglich der Olympiateilnehmerin Maya Rehberg (TB Kronshagen/ Kiel) geschlagen. Dabei stellte die 18-jährige Biochemie-Studentin der Uni Frankfurt mit 9:38,87 Minuten eine neue Deutsche Jahresbestzeit für die Jugend U20 auf.

Die Ehrung zur „Kür der Besten“ in der Kreissparkasse Schlüchtern musste Lisa Oed schweren Herzens absagen, doch die Entscheidung zugunsten der zeitgleich stattfinden Teilnahme an den Deutschen Hochschulmeisterschaften hat sich für die junge Leistungssportlerin ausgezahlt. In einem sehenswerten Temporennen nutzte sie die gute Form und steigerte ihren bei den hessischen Meisterschaften vor zwei Wochen im Alleingang erzielten Hausrekord um drei Sekunden.

Dabei profitierte sie von der Tempogestaltung der Heidelbergerin Fabienne Amrhein, die bis zur 2000-Meter-Marke in 6:53 Minuten eine dreiköpfige Spitzengruppe anführte. Als die 23-jährige Hindernislauf-Olympiateilnehmerin Maya Rehberg dann deutlich beschleunigte, vermochte lediglich Lisa Oed mitzuhalten. „Bis dahin hatte es sich wie ein Trainingslauf angefühlt, dann wurde es allerdings hart“, erzählte die SSC-Athletin nach ihrem Rennen. Erst auf den letzten 500 Metern konnte sich die Kieler Favoritin lösen und in 9:35,96 Minuten gewinnen, während Lisa Oed mit ihrem Schlusskilometer von 3:05 Minuten eine beachtliche Tempohärte bewies. Gleichzeitig führt sie drei Wochen vor den Deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 nun die nationale Rangliste der Jahrgänge 1998/ 1999 an, in der sie Miriam Dattke (Regensburg/9:41,09 Minuten) von Rang eins verdrängte und weitere Sekunden zwischen sich und ihre Dauerkonkurrentin Lisa Vogelgesang (Hildesheim/9:55,47 Minuten) legte.

Neben den Gratulationen des Bundestrainers Hindernislaufs Georg Lehrer (Leipzig) und des Laufbahnberaters des Olympiastützpunkt Frankfurt Arnulf Rücker sprach auch Till Lufft, ehemaliger Generalsekretär des Europäischen Leichtathletik-Verbandes, seine Anerkennung aus und wies direkt nach dem gelungenen Halleneinsatz auf die 2018 stattfindenden Crosslauf-Weltmeisterschaften der Studenten als lohnendes Ziel für Lisa Oed hin.

Fünffachsieg für SSC-Nachwuchs

Dem dritten Durchgang der Seligenstädter Winterlaufserie drückte im Schülerbereich die hessische Meisterin Johanna Uherek ihren Stempel auf. Die 13-jährige Langstreckenspezialistin stellte im 1000-Meter-Lauf mit der Zeit von 3:31 Minuten ihre Grundschnelligkeit unter Beweis und gewann damit vor ihrer SSC-Vereinskameradin Elena Taubel (3:38 Minuten). Für den Fünffachsieg des SSC Hanau-Rodenbach sorgten auf den nächsten Plätzen die schnellsten Jungen: Jack Jäger-Kec (1.M12/3:38 Minuten), Tristan Kaufhold (1.M10/3:39 Minuten) und Tom Zukrowski (2.M10/3:42 Minuten). Vier weitere SSC-Klassensiege gab es für Rebecca Roth (W10/3:55 Minuten) vor Antonia Oppermann (2.W10/3:58 Minuten), Charlie Jäger-Kec (1.M08/4:05 Minuten), Joakim Endlich (1.M07/4:17 Minuten) vor Bastian Kaufhold (2.M07/4:18 Minuten) und Alicia Oppermann (1.W08/4:23 Minuten). Als jüngster Teilnehmer gewann Ferdinand Nesselträger die M04 in 7:23 Minuten, Katharina Nesselträger belegte in der W07 mit 4:51 Minuten den zweiten Platz.

Auf der Fünf-Kilometer-Strecke überzeugte Johannes Fleiner. Der Niederrodenbacher belegte mit 17:30 Minuten den sechsten Gesamtplatz und gewann die männliche Jugend B sicher. Schnellster SSC-Athlet im Zehn-Kilometer-Lauf war Fabian Sposato (SSC), der mit 36:27 Minuten den dritten Platz der Gesamtwertung belegte. Nicht am Start war Markus Riefer, der im Vormonat mit 35:49 Minuten einen neuen M50-Streckenrekord aufgestellt hatte. Die Parallelveranstaltung der hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt gewann Lisa Oed, so dass auch sie als Streckenrekordhalterin der Frauen (36:24 Minuten/Dezember 2016) dieses Mal verzichtete.

Goldbacher Winterlaufserie von Reinke und Eshete dominiert

Leichtathletik. Ingbert Reinke hat auf „die alten Tage“ doch noch die traditionelle Goldbacher Winterlaufserie gewonnen. Mit dem Wechsel in die Klasse M40 trug sich der seit seiner Jugendzeit aktive Läufer des SSC Hanau-Rodenbach in die Siegerliste der aus fünf gewerteten Zehn-Kilometer-Wettkämpfen bestehenden sonntäglichen Herausforderung durch den Spessart ein. Dabei hatte Reinke das Glück auf seiner Seite, denn sein Vereinskamerad Solomon Merne Eshete konnte nach der Absage des letzten Wertungsrennens lediglich vier Läufe einbringen und schied damit aus der „Top Fünf-Gesamtwertung“ aus.

„Der Sturm hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. An Laufen war Mitte Januar nicht zu denken, wodurch Solomon nicht in die Gesamtwertung kam“, zog Betreuer Jürgen Fromm Bilanz. Zufrieden durfte der 33-jährige Äthiopier dennoch sein, hatte er doch bereits Ende November den Streckenrekord von Florian Neuschwander (Frankfurt) deutlich unterboten und auf hochklassige 33:06 Minuten gedrückt. Für Ingbert Reinke hatte sich die kontinuierliche Teilnahme ausgezahlt. Mit Laufzeiten zwischen 37:02 Minuten und 37:33 Minuten kam er zwar nicht an das Resultat von Eshete heran, gewann aber die Fünfer-Gesamtwertung in 3:06:34 Stunden vor Lorenz Köhl (TGM SV Jügesheim/3:08:16 Stunden) und Alexander Wolf (Offenbach/3:12:04 Stunden). Damit trat er in die Fußstapfen von Lienhard Hersel und Karsten Fischer, die seit 2013 den Gesamtsieg der Goldbacher Winterlaufserie nach Hanau geholt hatten.

SSC mit fünf Hessentiteln erfolgreichster Laufverein in der Halle

Lisa Oed mit Deutscher Spitzenzeit / Aaron Bienenfeld mit Sensationssieg

Bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Erwachsenen und Jugend U18 in Frankfurt dominierte der SSC Hanau-Rodenbach mit fünf Titeln und einem Dreifachsieg die Entscheidungen auf den längeren Laufstrecken. Während Neuzugang Aaron Bienenfeld die Männerkonkurrenz im 3000-Meter-Lauf sensationell für sich entschied, lief Lisa Oed als schnellste Frau durchs Ziel. Wenige Tage nach ihrem 18.Geburtstag verfehlte sie mit 9:41,26 Minuten die Deutsche Jahresbestleistung für die U20 lediglich um 15 Hundertstel Sekunden.

Ihren kontrollierten Start-Ziel-Sieg gegenüber Tinka Uphoff (Frankfurt/10:06,00 Minuten) kommentierte die Biochemie-Studentin so nüchtern, wie sie zum souveränen Erfolg gelaufen war: „Es hat sich fast angefühlt wie ein Trainingslauf, nur zum Schluss konnte ich natürlich nicht mehr schneller.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte sie allerdings auf der zweiten Streckenhälfte das Tempo verschärft, ihren Vorsprung auf 140 Meter ausgebaut und bis auf Uphoff alle anderen Konkurrentinnen überrundet. „Entsprechende Gesundheit vorausgesetzt, zählt Lisa zum engsten Favoritenkreis für die Deutschen Jugendmeisterschaften Ende Februar in Sindelfinden“, erklärte Heimtrainer Sascha Arndt nach dem beeindruckenden Solo.

„Sensationell“ hingegen lautete die Einschätzung nach dem Auftritt von SSC-Neuzugang Aaron Bienenfeld. Der 20-jährige Langstreckenspezialist musste im Dezember wegen Fußproblemen komplett auf das Lauftraining verzichten, hielt sich aber mit Schwimmen, Radfahren und Krafttraining so fit, dass die dann folgenden Lauf-Einheiten zu einer Leistungsexplosion führten. Nach 2:55 Minuten und 2:53 Minuten für die beiden ersten Kilometer und einem zwischenzeitlichen Zehn-Meter-Rückstand auf das klar favorisierte Führungsduo Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) und Ruben Zillig (LG Bensheim), stellte Bienenfeld auf den letzten 200 Metern zunächst den Anschluss her, um dann auf der Zielgeraden mit einem sehenswerten Spurt vorbei zu ziehen. Nach 2:45 Minuten für den dritten Kilometer und der Endzeit von 8:33,40 Minuten hatte er seinen Hausrekord um neun Sekunden verbessert und den ersten Landestitel bei den Männern sicher. Julius Hild musste dem zu forschen Anfangstempo Tribut zollen, schaffte aber als Fünfter mit 8:54,77 Minuten eine neue persönliche Bestleistung und die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft.

Im Jugendlauf der U18 bestätigte Marius Abele seine eigene Deutsche Jahresbestzeit. Der 17-jährige Allrounder verfehlte nach seinem 15-Runden-Alleingang in der Kalbach-Halle seine Meldeleistung von 8:48,29 Minuten nur knapp und gewann überlegen in 8:49,57 Minuten vor seinen Vereinskameraden Jonas Rapp (9:25,67 Minuten) und Karl Wandukwa (9:43,29 Minuten), womit der einzige Dreifachsieg eines Vereins bei den Landesmeisterschaften perfekt war und der SSC das Vorjahresergebnis wiederholte.

Im 1500-Meter-Lauf der U18 zeigte der Deutsche Schülermeister Sasha Müller seine Spurtqualitäten. Lange Zeit in der Verfolgerposition von Niklas Schwesig, zog der 16-jährige Gymnasiast zu Beginn der Schlussrunde voll durch und gewann letztlich überlegen in 4:12,26 Minuten vor Schwesig (4:16,89 Minuten). Gemeinsam mit Marius Abele besitzt er nun bei den Süddeutschen Meisterschaften Anfang Februar ebenfalls beste Chancen. Der 15-jährige Max Grabosch überzeugte gegen die ältere Konkurrenz mit Rang vier in 4:18,39 Minuten.

Bei den Männern beendete Jugend-WM-Teilnehmer Lukas Abele seine Wettkampfpause standesgemäß. In einem taktisch versierten Rennen nutzte er 350 Meter vor dem Ziel eine Lücke auf der Innenseite, um seinen Schlussspurt einzuleiten. Mit 41,11 Sekunden für die letzten 300 Meter war er seinem Nationalteamkollegen Mark Tortell deutlich überlegen und siegte in 3:55,40 Minuten und zehn Metern Vorsprung. Philip Ahne errang im 800-Meter-Lauf der Männer als Achter die erhoffte Urkunde und steigerte in einem gleichmäßigen Rennen seine persönliche Bestzeit auf 1:59,62 Minuten. Hochzufrieden mit ihrem Einsatz war auch Sara Lisa Zorn. Die Kugelstoßerin legte eine ausgeglichene Serie hin und steigerte sich im letzten Versuch auf 11,92 Meter, was ihr den fünften Platz einbrachte.

Mirjam Beschorner Doppelmeisterin

Grabosch und Has auf Hessenebene vorn, Abele mit nationaler Spitzenleistung

Mit vier Schülersiegen und einer Deutschen Topleistung in der Klasse U18 zählte der SSC Hanau-Rodenbach zu den leistungsstärksten Vereinen bei den Hessischen Hallenmeisterschaften in Hanau. Dabei ragten Mirjam Beschorner und Max Grabosch bei den Schülern sowie Marius Abele bei den Jugendlichen heraus. Top auch 800-Meter-Läufer Philip Ahne, der in 1:59,71 Minuten erstmals unter der 2:00-Minuten-Marke blieb.

Ahne feierte auf Rang vier gleichzeitig seine bislang beste Bahnplatzierung auf Hessenebene und zog den 16-jährigen Karl Wandukwa gleich mit. Der Youngster belegte mit 2:05,43 Minuten den achten Platz.

Ein hochklassiges 3000-Meter-Finale in der männlichen U20 gab es auch ohne Julius Hild, der direkt nach dem Bundeskader-Trainingslager in Portugal Regeneration auf dem Plan hatte. So gewann Sebastian Buschbeck (Wiesbadener LV) in 8:43,48 Minuten vor Mohamed Bassou (8:44,98 Minuten) und Ilyas Iman (beide Wiesbadener LV/8:45,85 Minuten), ehe mit Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) der erste U18-Athlet mit neuer persönlicher Bestzeit von 8:48,29 Minuten ins Ziel stürmte. Damit unterbot Abele die Deutsche Jahresbestleistung aus dem Vorjahr um 13 Sekunden und ist hoher Favorit für die U18-Landesmeisterschaft am kommenden Wochenende in Frankfurt. Auf Rang fünf mit 9:05,53 Minuten für Sasha Müller und Rang sechs in 9:22,03 Minuten folgten zwei weitere U18-Athleten des SSC.

Bei den Schülerinnen gab es für Doppelmeisterin Mirjam Beschorner (SSC Hanau-Rodenbach) eine deutliche Verbesserung im 2000-Meter-Lauf. Die W14-Meisterin wechselte sich bis in die Endphase mit ihrer 13-jährigen Trainingsgefährtin Johanna Uherek in der Führungsarbeit ab, beschleunigte dann und wurde mit 6:58,83 Minuten belohnt. Tags zuvor hatte sie bereits die 800 Meter in 2:26,46 Minuten überlegen gewonnen. Stark auch das „Doppelpack“ von Vizemeisterin Johanna Uherek mit 7:07,99 Minuten und 2:33,50 Minuten sowie der Viertplatzierten Elena Taubel mit 7:18,15 Minuten und 2:32,82 Minuten. Bronze gab es in der W15 für Nessrien Amerschläger mit 7:42,62 Minuten.

Bei den Jungen genügte dem Deutschen Ranglisten-Ersten Max Grabosch (M15) über3000 Meter ein verschärfter Trainingslauf, um in 9:31,13 Minuten sicher zu gewinnen, nachdem er tags zuvor mit 2:10,75 Minuten Gold im 800-Meter-Lauf knapp verfehlt hatte. Rang drei holte sich Maximilian Hamburger mit 11:12,28 Minuten. Die 13-jährigen Attila Has (10:39,01 Minuten) und Robin Petzold (11:16,88 Minuten) machten für den SSC den 3000-Meter-Lauf der M14 unter sich aus.

Der SSC Hanau-Rodenbach war einmal mehr in die Ausrichtung der hessischen Meisterschaften eingebunden und unterstützte die Veranstaltung sowohl durch Helfer beim Aufbau und Innenraum als auch durch die Verpflegung der Teilnehmer, Kampfrichter und Betreuer am zweiten Veranstaltungstag.

Marius Abele mit Bestleistung

U18-Athlet siegt mit nationaler Topzeit

Beim dritten Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer mussten sich die Teilnehmer warm anziehen. Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt sorgten für anspruchsvolle Bedingungen, die die schnelle Jügesheimer Wendepunktstrecke jedoch wieder wettmachte. Für die herausragende Leistung sorgte der 17-jährige Marius Abele mit der neuen persönlichen Bestleistung von 33:06 Minuten.

Damit setzte Abele gleich zum Jahresbeginn eine Duftmarke für die Deutsche Bestenliste der Klasse U18, in der er ganzjährig zur Spitzengruppe zählen wird. Weitere Verbesserungen sind für den Athleten des SSC Hanau-Rodenbach, der im Rodgauer Wald erstmals die 34-Minuten-Marke unterbot, sehr wahrscheinlich. „Ich habe auf Anraten meines Trainers nie richtig durchgezogen und mich immer locker gefühlt“, erklärte der zweifache Deutsche Mannschaftsmeister nach seinem Erfolg. An diesem hatte auch SSC-Neuzugang Aaron Bienenfeld Anteil, denn der U23-Läufer lief die erste Streckenhälfte gemeinsam mit Abele, ehe er dann deutlich beschleunigte und mit 32:50 Minuten Zweiter der Gesamtwertung hinter Demeke Wosene (LG Rüsselsheim/31:36 Minuten) wurde.

In den Top ten platzierte sich mit beachtlichen 34:34 Minuten Jonas Rapp (2.U18), der damit noch vor dem U23-Zweiten Fabian Sposato (35:11 Minuten) ins Ziel kam und gemeinsam mit Abele und Karl Wandukwa (3.U18/37:04 Minuten) eine starke Mannschaftsleistung zeigte. Der Klassensieg in der M50 ging in 36:10 Minuten an den Deutschen Hallenmeister Markus Riefer vor Frank Seidel (ebenfalls SSC/39:11 Minuten).

Bei den Frauen überzeugten Tatjana Rauhut (2.U23) in 40:54 Minuten und die 13-jährige Johanna Uherek (beide SSC/1.U16/41:34 Minuten).

SSC schickt Asse zum Oberrodenbacher Silvesterlauf

Deutsche Meister und Nationalteam-Mitglieder am Start

Wenn es am 31.Dezember traditionsgemäß beim Silvesterlauf des TV Oberrodenbach „rund geht“, können sich Veranstalter und Zuschauer auf eine Topbesetzung freuen. Unter den Vorangemeldeten befinden sich mit Julius Hild (U18- Hindernislauf, Crosslauf) und Lukas Abele (U20 – 1500-Meter-Lauf) zwei Deutsche Meister, die 2016 für die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auch international im Einsatz waren. Ebenfalls aus den Reihen des SSC Hanau-Rodenbach kommen die Deutschen Seniorenmannschaftsmeister Thomas Seibert (M35) und Dr.Stefan Hinze (M50) sowie der Deutsche Jugendmannschaftsmeister Marius Abele (U18).

Favorisiert ist hingegen ein ehemaliger SSC-Athlet. Kidane Tewolde, im SSC Hanau-Rodenbach zum dreifachen Europameisterschaftsteilnehmer der U20 entwickelt, wechselte mit Aufnahme seines Studiums in Dortmund zur dortigen LGO und stand aktuell bei der Crosslauf-EM im U23-Nationalteam. „Für die 10,2 Kilometer mit zwei Mal den Moby Dick hoch bin ich jetzt allerdings nicht bereit – deswegen melde mich lieber mal über die 5,2 Kilometer“, erklärte er seinem früheren Trainer aus Rodenbach. Somit dürfte der Streckenrekord von Uli Steidl aus dem Vorjahr erneut verbessert und auf dem anspruchsvollen Parcours unter 18:00 Minuten gedrückt werden. A propos Uli Steidl. Der 44-jährige ehemalige Marathon-WM-Teilnehmer, der 2015 mit Streckenbestzeit über 5,2 Kilometer und Rang zwei über 10,2 Kilometer überzeugte, könnte auch heuer seine Laufschuhe schnüren. Denn der in den USA lebende Universitäts-Coach befindet sich auf Heimaturlaub und entscheidet kurzfristig über einen Start im SSC-Trikot.

Mit einem Sieg wird es dieses Jahr aber nur etwas werden, wenn Solomon Merne Eshete patzt. Der gebürtige Äthiopier hat den Streckenrekord über 10,2 Kilometer ins Auge gefasst. Dass der 29-Minuten-Läufer auch im hügeligen Gelände bestens in Form ist, bewies er zuletzt mit seinen Bestzeiten bei der Goldbacher Winterlaufserie.

Während U20-WM-Teilnehmer Lukas Abele die 5,2-Kilometer-Distanz als willkommenen Ausdauerbaustein in seinem Trainingsprozess für die Hallensaison einsetzt, ist Berglauf-As Julius Hild auf der profilierten Silvesterlaufstrecke in seinem Element. Inwieweit der 17-jährige Niederrodenbacher aufs Tempo drückt, hängt von der Konkurrenz und seinem Weitblick ab. Die Trainer-Vorgabe lautet angesichts des sich direkt anschließenden Spanien-Trainingslagers mit dem C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes „nicht ans Eingemachte gehen.“

Traditionell stark vertreten sein wird der SSC auch in den Schülerläufen, die die Veranstaltung eröffnen. Betreut werden die Youngster einmal mehr von Sigrid Arndt und Mohamed Gassem.

Rodenbacher Läufer für Sportlerwahl des Jahres nominiert – Telefonaktion

Die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach haben im Anschluss an die Saison 2016 nach den bislang größten sportlichen Erfolgen in der Vereinsgeschichte nun erwartungsgemäß die Nominierung für die Wahl zum Sportler des Jahres erhalten. Durchgeführt vom Hanauer Anzeiger, können in den Kategorien männlich, weiblich und Trainer jeweils fünf Kandidaten per Telefon Stimmen erhalten. Der SSC stellt mit drei Athleten und einem Trainer die größte Gruppe aus einem Verein. Die Aktion kostet 50 Cent pro Anruf, zu gewinnen gibt es Fondsanteile im Wert von 200 Euro.

Vom SSC sind nominiert worden:

Kategorie weiblich: Lisa Oed 0137808401130-04 , sie ist Deutsche Meisterin im 3000-Meter-LaufU18, Vize-Europameisterin in der Crosslauf-Mannschaft U20 und Vize-Weltmeisterin in der Berglauf-Mannschaft U20, Deutsche Vizemeisterin im Crosslauf und im 1500-Meter-Hindernislauf.

Kategorie männlich: Lukas Abele 0137808401130-06 , er ist Deutscher Meister im 1500-Meter-Lauf U20, Teilnehmer der U20-Weltmeisterschaften im 1500-Meter-Lauf und Deutscher Mannschaftsmeister im Berglauf, B-Kader-Athlet.

Kategorie männlich Julius Hild 0137808401130-10, Julius ist Deutscher Meister im Crosslauf und im 2000-Meter-Hindernislauf, zweifacher Deutscher Mannschaftsmeister im Berglauf und Crosslauf, Teilnehmer an denU20-Berglauf-Weltmeisterschaften und U18-Berglauf-World-Trophy.

In der Kategorie Trainer: Sascha Arndt 0137808401130-11 , Trainer im SSC Hanau-Rodenbach mit sieben Deutschen Jugendtiteln 2016, zahlreichen Nationalteamathleten mit Starts bei Europa- und Weltmeisterschaften der Jugend. Hinzu kamen mehr als 30 Hessenmeistertitel, mehrere Süddeutsche Titel und sechs Deutsche Jahresbestzeiten sowie ein Hessenrekord und mehrere Kreisrekorde. Für die aufgeführten Rodenbach gibt es dieses Jahr ausgesprochen starke Konkurrenz. Eine Ehrung wird nur dann funktionieren, wenn alle Stimmen für die hiesigen Vertreter mobilisiert werden und unter den angegebenen Nummern angerufen wird.

SSC Hanau-Rodenbach weiter verbessert

In der Bundesrangliste auf Platz 30 von 1100 Vereinen

Leichtathletik. Der SSC Hanau-Rodenbach hat sich in der Vereinsrangliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands weiter verbessert. Die Läufer-Hochburg steigerte sich von Rang 40 mit 62 Nennungen im Vorjahr auf den 30.Platz mit nunmehr 72 Nennungen in den Deutschen Bestenlisten der Schüler, Jugend und Erwachsenen. Damit rangiert der SSC hinter der LG Eintracht Frankfurt (111 Nennungen, Platz 19) auf dem zweiten Platz der Hessenwertung, die die Hanau-Rodenbacher im Laufbereich jedoch unangefochten anführen.

Denn während die LG Eintracht Frankfurt wie auch fast alle anderen Clubs der Top 30 die komplette Palette der leichtathletischen Disziplinen abdecken, konzentriert sich der SSC Hanau-Rodenbach auf den Laufbereich – und dies zum „Nulltarif“. „Wir sind ein echter Amateurverein, bei uns gibt es keine Verträge für die Sportler, und somit gibt es auch keinen Ärger ums Geld“, bringt der Vorsitzende Sascha Arndt diesen Part der Vereinspolitik auf den Punkt. Und während der LG Eintracht Frankfurt Spitzenathleten wie Gesa Krause den Rücken kehren, hat der SSC mit Solomon Merne Eshete (Männer), Aaron Bienenfeld (U23) und Mirjam Beschorner (weibliche U16) gleich drei leistungsstarke Sportler gewinnen können, so dass für 2017 die Top 30 der mit mehr als 1100 Vereinen geführten Rangliste durchaus realistisch erscheint.

Gewertet nach Spitzenplatzierungen liegt der SSC Hanau-Rodenbach ebenfalls gut im Rennen. Lukas Abele (1500 Meter U20), Julius Hild (2000 Meter Hindernis U18), Sasha Müller (3000 Meter und Fünf-Kilometer-Straßenlauf der M15), Max Grabosch (3000 Meter M14) sowie die beiden 3x1000-Meter-Staffeln der männlichen U18 in der Besetzung Hild, Abele und Thöming und der männlichen U16 mit Müller, Grabosch und Wandukwa sorgen für sieben Deutsche Jahresbestleistungen, was exakt der Anzahl der gewonnen nationalen Jugendmeistertitel in 2016 entspricht. Die kürzesten Strecken decken Sasha Müller und Lukas Abele mit ihren 800-Meter-Einträgen in den Top ten ab, während Simone Stöppler und WM-Teilnehmer Karsten Fischer als Zweiter auf der 100-Kilometer-Distanz die Farben des SSC vertreten.

Insgesamt sind fünf hessische Vereine in den Top 50 platziert. An der Spitze Deutschlands steht wie im Vorjahr die Profi-Leichtathletik von Bayer Leverkusen (320 Punkte), dahinter folgen nun die ebenfalls mit einem professionellen Budget ausgestatteten LG Stadtwerke München (226 Punkte) und der TV Wattenscheid (196). Aus hessischer Sicht bleiben die Befunde: Der Absturz der LG Eintracht Frankfurt setzt sich fort. Innerhalb von drei Jahren - 2014 bis 2016 – fielen die Mainstädter von Rang drei (2014) und Platz zehn (2015) auf Position 19. OS

Lisa Oed mit Mannschaftssilber bei der Crosslauf-Europameisterschaft

Als jüngste DLV-Starterin auf Platz 18 von 81 Teilnehmerinnen

Zum Abschluss der Saison 2016 hat Lisa Oed ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Die 17-jährige „Hanauer Sportlerin des Jahres“ überraschte bei der U20-Crosslauf-Europameisterschaft in Chia / Sardinien auf Rang 18 unter 81 Starterinnen und gewann in der Nationenwertung die Silbermedaille.

Gemeinsam mit der Einzel-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen), der viertplatzierten Alina Reh (SSV Ulm) und Miriam Dattke (SCC Berlin / 34.Platz) musste sich Lisa Oed im Teamdes Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV/57 Punkte) lediglich den favorisierten Britinnen (33 Punkte) geschlagen geben, hielt aber die Niederlande (71 Punkte), Frankreich (89 Punkte) und Spanien (99 Punkte) auf Distanz, wobei das DLV-Quartett vor der Schlussrunde noch auf Rang drei notiert war.

Obwohl Lisa Oed als jüngste Teilnehmerin der Deutschen Nationalmannschaft bereits die Teilnahme gegen die europäische Konkurrenz als Erfolg verbuchen konnte, hatte sie im Vorfeld keinen Hehl aus ihren Ambitionen gemacht: „Ich will eine Medaille mit dem Team“, lautete die Ansage der Studentin, die sich bei ihrem EM-Debüt taktisch und läuferisch in Bestform präsentierte.

„Meine Beine waren vor dem Start locker wie selten“, so Oed, die die 4,15 Kilometer auf dem Wiesenparcours dennoch bewusst zurückhaltend begann und nach der Einführungsrunde den 78.Platz einnahm. Mit ihrem konstanten Lauftempo schob sie sich dann nach drei Kilometern in den Bereich um Platz 40 vor, ehe sie auf der Schlussrunde erneut fast 20 weitere Läuferinnen überholte - darunter auch Miriam Dattke, die nach den DLV-Ranglisten des Vorjahres bislang fast unbezwingbar schien.

Entsprechend zufrieden kommentierte Bundestrainer Andreas Michallek (Leipzig) den Auftritt des U20-Teams und die Leistung der „überraschend starken“ Lisa Oed: „Sie haben alle vollen Einsatz gezeigt und eine Silbermedaille erlaufen, so langsam werden wir zur Cross-Nation.“

Auch wenn fraglich ist, ob angesichts der zusätzlichen Belastungen durch das Vollzeit-Studium der Biochemie die Entwicklung weiterhin so rasant verläuft, eröffnet die Jahrgangsstatistik der diesjährigen Teilnehmerinnen perspektivisch gute Chancen. Immerhin war Lisa Oed in ihrem Jahrgang europaweit die Nummer sechs der Einlaufliste, und die 97er-Jahrgänge scheiden bei der nächsten Auflage aus. So formulierte die SSC-Athletin schon jetzt ihre optimistische Zielsetzung für die EM 2017: „Wenn ich wieder mit dabei bin und gesund bleibe, will ich bei der nächsten Cross-EM unter die Top ten.“

1.Harry-Arndt-Ehrenstafette durch den Main-Kinzig-Kreis

Klaus Schejna und Karl Eyerkaufer eröffneten mit Harry Arndt den 80-Kilometer-Staffellauf

Unter der Beteiligung von mehr als 100 Mitgliedern des SSC Hanau-Rodenbach und weiteren Freunden, Gästen und ehemaligen Weggefährten des Ehrenvorsitzenden Harry Arndt fand anlässlich seines 80.Geburtstages die erste Harry-Arndt-Ehrenstafette unter dem Motto „für Freundschaft und Fairness“ statt. Mit Start und Ziel im Rodenbacher Waldstadion bewältigten die SSC-Athleten im Laufschritt und auf Etappen aufgeteilt 80 Kilometer durch den Main-Kinzig-Kreis. Immer mit dabei waren die Veranstaltungs-Flagge und das Staffelholz, in dem die Sportler Grußbotschaften von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und dem Organisationsteam um Mohamed Gassem bis nach Gelnhausen, Wächtersbach, Langenselbold und über Hanau und Großauheim wieder zurück nach Rodenbach transportierten. Den Auftakt zur Ehrenstafette hatten nach Grußworten von Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna und von Landrat a.D. Karl Eyerkaufer die beiden Politiker mit Gary Timmermann vom Nachbarverein TGS Niederrodenbach sowie Schülern aus der SSC-Nachwuchsgruppe gemeinsam mit Harry Arndt bis zu dessen Wohnhaus in Rodenbach gemacht. Zum Abschluss fand im Waldstadion eine Fackelparade statt, ehe die Veranstaltung unter ebenso großer Beteiligung bei bester Stimmung aller Beteiligter mit einer Feierstunde in der Rodenbachhalle schloss. Harry Arndt und der Vorstand des SSC Hanau-Rodenbach bedanken sich bei allen Organisatoren, Helfern, Läufern und Unterstützern der Staffel für deren großes Engagement !

Solomon Eshete im Siegermodus

Bestzeiten für Abele, Fauret, Rapp und Rauhut

Beim zweiten Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer überzeugten die Hanauer Athleten mit Siegen und schnellen Zeiten. Während Gesamtsieger Solomon Merne Eshete in 31:12 Minuten das Rennen mit deutlichem Vorsprung auf Demeke Wosene (LG Rüsselsheim/31:28 Minuten für sich entschied, spulten die beiden Deutschen Jugendmeister Julius Hild (U18/33:01 Minuten) und Lukas Abele (U20/ beide SSC Hanau-Rodenbach/ 33:06 Minuten) fast die gesamte Distanz gemeinsam ab und gestalteten erst die Schlussphase mit unterschiedlichem Einsatz.

Auf Rang fünf der Gesamtwertung erzielte Julius Hild mit 33:01 Minuten wiederum eine nationale Spitzenzeit für die Jugendklasse U18 und zog seinen U20-Trainingsgefährten zum neuen Hausrekord. Überzeugend auch der 16-jährige Jonas Rapp, der mit der persönlichen Bestzeit von 34:12 Minuten seinen zwölften Rang in der Deutschen Jahresbestenliste bestätigte. Hoch einzuschätzen sind die Leistungen nicht zuletzt durch die individuelle Vorbelastung, denn das Nachwuchstrio absolvierte den Einsatz aus dem „vollen Training heraus“. Julius Hild hatte von der Leistungsdiagnostik des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) aus Leipzig kommend lediglich einen Tag Pause und entsprechend „ordentlich Muskelkater in der rückseitigen Oberschenkelmuskulatur“, Lukas Abele und Jonas Rapp steckte eine umfangreiche Hügeleinheit in den Beinen. Dennoch machte Julius Hild in der Nachbetrachtung deutliche Reserven aus: „Das war absolut locker. Die erste Hälfte in 16:40 Minuten, dann haben wir beschleunigt bis zum letzten Kilometer in 3:06 Minuten.“ Hochzufrieden zeigte sich auch Lukas Abele. Der Deutsche 1500-Meter-Meister kommt ausdauermäßig immer besser in Schwung und sieht „Potenzial bis in den 32-Minuten-Bereich.“

Für den 33-jährigen Solomon Merne Eshete ist der Gesamtsieg in der bis Februar dauernden Zehn-Kilometer-Serie bereits jetzt zum Greifen nahe. Angesichts seiner Jahresbestzeit von 29:49 Minuten verfügt er über die nötigen läuferischen Reserven, um seine ebenfalls aus Äthiopien stammende Konkurrenz in Schach zu halten und sich im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach ab Januar der 30-Minuten-Marke anzunähern. Weitere gute Leistungen feierten Antonin Fauret (SSC/3.Junioren) mit 34:05 Minuten, M50-Sieger Markus Riefer (SSC/35:46 Minuten), Markus (38:15 Minuten) und Robert Respondek (38:21 Minuten).

Schnellste Frauen des SSC Hanau-Rodenbach waren wie schon bei der November-Veranstaltung Tatjana Rauhut und Viktoria Schischkin. Tatjana Rauhut pulverisierte ihre eigene Bestzeit und steigerte sich um fast 90 Sekunden auf 40:24 Minuten. Viktoria Schischkin folgte in 40:24 Minuten, was den 15.Platz in der stark besetzten Gesamtwertung bedeutete. Dritte in der W55 wurde Annette Straub mit 49:10 Minuten.

Karsten Fischer auf Rang 22 bei der WM im 100-Kilometer-Lauf

SSC-Athlet mit beeindruckendem Weltmeisterschaftsdebüt in 6:54 Stunden

Bei den Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf im spanischen Alcazares hat Karsten Fischer den 22.Platz unter mehr als 100 Startern belegt. Der 32-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach lief als zweitbester Deutscher ins Ziel und trotzte den schwierigen Bedingungen mit hochklassigen 6:54:52 Stunden. Gemeinsam mit dem Deutschen Meister Andre Collet (Aachen/6:44:54 Stunden) auf Rang 13 und Alexander Dautel (LG Nord Berlin/7:26:11 Stunden) auf Rang 42 erreichte Fischer in der Nationenwertung den sechsten Platz für Deutschland.

Für die Mannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wäre leicht mehr drin gewesen, doch der letztjährige WM-Neunte und Shooting-Star der Szene Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) „verzockte“ sich beim Angriff auf den Deutschen Rekord (6:24:29 Stunden) und zeigte sich der Herausforderung mental nicht gewachsen. Er stieg aus, weil nach eigenen Angaben„der Kopf nicht mehr mitspielte.“

Ganz anders Karsten Fischer. In seinem zweiten 100-Kilometer-Lauf beeindruckte er die Teamleitung der Deutschen Mannschaft durch ein durchdachtes und jederzeit kontrolliertes Rennen, in dessen Verlauf er sich dank seines gleichmäßigen Tempos von 4:08 Minuten pro Kilometer immer weiter nach vorne schob. „Nach Karsten konnten wir an der Verpflegungsstelle die Uhr stellen“, scherzte der Präsident der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung Jörg Stutzke (Berlin), der ihm gleichfalls attestierte: „Er war bestens vorbereitet und ist sehr souverän gelaufen.“

Durchdachte Trainingswochen von mehr als 200 Kilometern Umfang in Kombination mit sportgerechter Ernährung und mentaler Stärke bildeten gemeinsam mit der Unterstützung durch seine Lebensgefährtin die Basis für den Erfolg des früheren Weltcup-Radrennfahrers, der nun auf den ganz langen Laufstrecken durchstartet.

Garant war auch die realistische Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens. Während beim Großteil der WM-Starter große Ausschläge der Zehn-Kilometer-Rundenzeiten zu beobachten waren, pendelte sich Karsten Fischer durchweg um 41 Minuten ein – und dies auf einem Parcours mit Tücken: „Es gab auf der Zehn-Kilometer-Runde zwei Wendepunkte, eine Spitzkehre und extrem viele Kurven. Insgesamt ein Viertel der Strecke führte über teilweise zerbrochene oder fehlende Platten an der Strandpromenade, wo es ab Kilometer 80 mit einsetzendem Regen auch noch rutschig wurde. Wie geplant bin ich alleine gelaufen und habe meinen Puls unten gehalten. Auf den letzten zwei Runden habe ich alles rausgeholt was ging und konnte noch einige Plätze gutmachen“, schilderte Karsten Fischer seinen Einsatz und fügte hinzu: „Es war ein perfekter Lauf, vom Anfang bis Ende fast identische Rundenzeiten. Schmerzen haben irgendwann alle, dann muss man anfangen zu kämpfen.“

Obgleich er mit dieser Einstellung beste Voraussetzungen hat, zur festen Größe im Deutschen 100-Kilometer-Nationalteam zu werden, steht nun die Regeneration im Vordergrund. Allenfalls eine Wanderung im Spessart mit seiner Freundin ist als „Ausdauerbelastung“ geplant, und auch in anderen Bereichen darf Karsten Fischer nun „Normalbürger“ sein: „Jetzt gehe ich Plätzchen backen, immerhin habe ich lange genug auf meine geliebten Kekse verzichtet !“

Am Sonntag startet im Waldstadion die Ehren-Stafette über 80 Kilometer

SSC Hanau-Rodenbach würdigt Ehrenvorsitzenden Harry Arndt

Am Sonntag findet zu Ehren des Vereinsgründers die erste Harry-Arndt-Stafette statt. Anlässlich des 80.Geburtstag ihres Ehrenvorsitzenden haben Mohamed Gassem, Anja Oed, Hilke Bertschy-Abele und Frauke Tschiltschke die Mitglieder des SSC Hanau-Rodenbach zu einer ganz besonderen Würdigung motiviert: Vom Rodenbacher Waldstadion aus geht es in Form eines Staffellaufs über Hasselroth, Gelnhausen, Biebergemünd, Rothenbergen, Langenselbold, Erlensee und Hanau durch den Main-Kinzig-Kreis, ehe sich nach 80 Kilometern alle Läufer wieder am Waldstadion zum Zieleinlauf und der abschließenden Ehrenrunde einfinden.

Los geht es am Sonntag um 9.00 Uhr, wenn der Rodenbacher Bürgermeister Klaus Scheyna den Startschuss abgibt. Auf der ersten Etappe wird Harry Arndt unter anderem vom früheren Landrat Karl Eyerkaufer, dem Rodenbacher Gemeindevertreter Walter Geppert sowie Gerhard Timmermann begleitet, die gemeinsam mit dem Jubilar den ersten Kilometer bis zum Wohnhaus Arndts im Südring absolvieren. Dort erfolgt die Übergabe des Staffelholzes mit der Grußbotschaft, die Werte wie Fairness und Freundschaft betont und unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ steht. Denn neben dem Leistungssport lag dem pensionierten Lehrer schon immer das Miteinander sowie die Integration von ausländischen Jugendlichen ganz besonders am Herzen. Offenheit, Kooperation und die Bereitschaft zur Unterstützung waren und sind Grundpfeiler seiner Humanität und damit auch selbstverständliche Werte im SSC Hanau-Rodenbach.

Im Verlauf der Stafette kommen 80 SSC-Mitglieder aller Schüler- und Altersklassen zum Einsatz, darunter die Deutschen Meister und Nationalteam-Starter Julius Hild (U18), Marius und Lukas Abele (U20), Sasha Müller (U16) und Simone Stöppler (Frauen). Die 100-Kilometer-Läuferin Simone Stöppler wird es dann auch sein, die gemeinsam mit den Rodenbachern Frank und Tom Seidel die Schlussetappe vom Großauheimer Neuwirtshaus zum Waldstadion bewältigt. Hier wird um 17.00 Uhr die gemeinsame Ehrenrunde absolviert – aus Sicherheitsgründen im Schritttempo, da Initiator Mohamed Gassem alle Teilnehmer mit Fackeln ausrüstet und damit für einen eindrucksvollen Abschluss des Laufereignisses sorgt.

Ausklingen lassen wird der SSC Hanau-Rodenbach die erste Harry-Arndt-Stafette bei einer gemeinsamen Feierstunde in der Bürgerhalle. Interessenten können sich bei entsprechender Fitness gerne der Staffel anschließen, die überwiegend im Jogging-Tempo unterwegs sein wird. Der Laufplan mit Wechselorten und Wechselzeiten ist auf www.ssc-hanau-rodenbach.de zu erfahren.

Ingbert Reinke vorne

Leichtathletik. Eine Woche nach dem Streckenrekordlauf von Solomon Merne Eshete (Hanau) ging es bei der Goldbacher Winterlaufserie wieder ruhiger zu. Der gebürtige Äthiopier pausierte wegen einer Erkältung, und so nutzte sein zukünftiger Vereinskamerad Ingbert Reinke (SSC Hanau-Rodenbach) die Gunst der Stunde. Er gewann in 37:26 Minuten vor dem Jügesheimer Lorenz Köhl (37:38) und 610 weiteren Aktiven auf der profilierten Zahn-Kilometer-Runde.

Lisa Oed läuft zur Europameisterschaft

17-jährige SSC-Athletin bei U20-EM auf Sardinien

Lisa Oed muss in diesem Jahr auf die Weihnachtsfeier und Jahresabschluss-Ehrung ihres Vereins verzichten: Die Deutsche U18-Meisterin schaffte beim Darmstadt-Cross die Sensation und qualifizierte sich im Rennen der weiblichen Jugend für die U20-Europameisterschaften, die ebenfalls am zweiten Dezember-Wochenende stattfinden. Nach ihrem überzeugenden Einsatz in Darmstadt hat sie Bundestrainer Andreas Michallek (Leipzig) ins medaillenträchtige Team für die kontinentalen Cross-Titelkämpfe auf Sardinien genommen.

Hinter Olympiateilnehmerin Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen/14:05 Minuten), der dreifachen U20-Europameisterin Alina Reh (Ulm/14:38 Minuten) und der Schweizerin Delia Sclabas (14:53 Minuten) rang Lisa Oed in 15:18 Minuten nach einem eindrucksvollen Endspurt auch Lara Alemanni (Oerlikon/15:22 Minuten) nieder und war beste deutsche U18-Starterin. Die direkten Konkurrentinnen um den ausgeschriebenen freien Platz im DLV-Nationalteam waren dabei auf der zweiten Streckenhälfte chancenlos: Antonia Schiel folgte mit mehr als 100 Meter Rückstand, die letztjährige Deutsche 1500-Meter-Meisterin Patricia de Graat (Dortmund) kam nach den 4,2 Kilometern mit exakt 60 Sekunden Rückstand ins Ziel.

„Das war ein ganz starkes Rennen, ich habe schon in Pforzheim gesagt, dass Lisa gute Aussichten hat“, freute sich Andreas Michallek, der sich durch diese beiden gelungenen Wettkämpfe uneingeschränkt von der taktischen Marschroute der Hanau-Rodenbacher Nachwuchssportlerin überzeugen ließ. Denn wie auch in Pforzheim hielt Oed ihr Tempo eisern durch und setzte damit auf dem Schlussabschnitt die entscheidenden Akzente. Sonst so erfolgreich mit dieser Taktik, überspannte ihr Vereinskamerad Julius Hild diesmal den Bogen und musste nach zwischenzeitlicher Führung mit Rang vier vorlieb nehmen. „Als vorne eine Lücke gerissen wurde, bin ich nervös geworden und zu schnell rangelaufen“, erklärte der zweifache Deutsche Meister den ungewohnten Einbruch gegen die ebenfalls zur nationalen Elite zählenden Konkurrenten, von denen Sieger Elias Schreml (Dortmund/13:41 Minuten) vier Sekunden auf ihn herausholen konnte.

Dafür klappte es in der U16 bestens. Sasha Müller wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann die 2,5 Kilometer überlegen in 8:03 Minuten vor Sven Wagner (Mainz/8:10 Minuten). Auf Rang drei dann bereits M14-Sieger Max Grabosch, der in 8:15 Minuten 120 Meter Vorsprung auf Luk Jäger (Penzberg/8:39 Minuten) aufwies. Gemeinsam mit Karl Wandukwa (7.M15/8:36 Minuten) ging die Mannschaftswertung ebenfalls klar an den SSC.

Inmitten der zahlreichen weiteren Urkundenplatzierungen beim hessenweit größten Cross-Ereignis ragten die Sieger Tristan Kaufhold (M11), Charlotte Uherek (W10), Annalena Hamburger (W09) sowie die U10-Mannschaft mit Annalena Hamburger, Anne Grabosch (3.U10) und Hanan Gassem (4.U10) ebenso heraus wie der siebenjährige Bastian Kaufhold, der über 1300 Meter sogar alle M08-Läufer hinter sich ließ. In der weiblichen U14 punktete SSC-Neuzugang Mirjam Beschorner als W13-Erste, während Johanna Uherek (2.W12) nach langer Führung noch abgefangen wurde. Elena Taubel belegte Rang fünf in der W13. Weitere Ergebnisse unter www.darmstadt-laeuft.de

Eshete knackt Streckenrekord

Beim zweiten Durchgang der Goldbacher Winterlaufserie hat Solomon Merne Eshete den zwei Jahre alten Streckenrekord von Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) unterboten. Der Hanauer nutzte die optimalen Witterungsbedingungen bei Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt und gut zu belaufender Zehn-Kilometer-Waldstrecke durch den Spessart, um in 33:26 Minuten exakt vier Sekunden schneller zu sein als sein Vorgänger. Neuschwander ist Deutschlands schnellster Ultramarathonläufer und tritt in wenigen Tagen bei der Weltmeisterschaft im 100-Kilometer-Straßenlauf in Spanien als Top-Ten-Kandidat an. Entsprechend groß war die Freude von Merne Eshete über seinen Coup. „Ich war am Tag zuvor noch leicht erkältet, heute lief es aber gut“, erklärte der in Wolfgang wohnhafte Äthiopier, der deutlich vor seinem zukünftigen Vereinskameraden Simon Bertsch (37:31 Minuten) gewann.

Minimalchance für Lisa Oed

Darmstadt-Cross am Sonntag

Leichtathletik. Der traditionelle Darmstadt-Cross bietet am Sonntag für Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) eine minimale Chance zur Qualifikation für die Crosslauf-Europameisterschaft der Jugend U20. Die U18-Athletin ist im Rennen um die fünf zu vergebenen Tickets nach ihrem Einsatz von Pforzheim hinter den Mannschafts-Europameisterinnen Konstanze Klosterhalfen, Alina Reh und Sarah Kistner sowie WM-Teilnehmerin Miriam Dattke auf Rang fünf notiert, hat aber gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz nun einen schweren Stand. Denn auf der flachen und wenig kräftezehrenden 4,2-Kilometer-Distanz in Darmstadt gehen die Stadion-Spezialistinnen mit einem Vorteil gegenüber der SSC-Athletin ins Rennen, die als Berg- und Hindernisspezialistin vor allem auf schweren Strecken von ihrer Kraftausdauer und taktischen Versiertheit profitiert und gerade einmal zwei Sekunden Vorsprung auf die nächste Läuferin Antonia Schiel mitbringt.

Spannend wird es auch für den Deutschen U18-Crossmeister Julius Hild (ebenfalls SSC). Er trifft auf den 31:40 Minuten-Läufer Elias Schreml (Dortmund) sowie auf den Deutschen Vizemeister Nick Jäger (Penzberg). Die Deutschen Mannschaftsmeister Jakob Thöming und Marius Abele sind ebenfalls aussichtsreich im 4,2-Kilometer-Wettbewerb. Sasha Müller, Deutscher M15-Meister, und Max Grabosch, nationaler Jahresschnellster der M14, bilden mit Karl Wandukwa eine weitere Topmannschaft im Nachwuchsbereich.

Nach Sensations-Debüt nun zur 100-Kilometer-Weltmeisterschaft

Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) im Interview

Karsten Fischer ist vom Deutschen Leichtathletik-Verband in das 100-Kilometer-Nationalteam berufen worden und startet am 27.November bei der Weltmeisterschaft in Spanien. Der 32-jährige Ausdauersportler läuft erst seit drei Jahren leistungsbezogen, hat aber zuvor eine Karriere als Radrennfahrer absolviert. Im Interview gibt er Auskunft zu seiner direkten Vorbereitung und der Zielsetzung für die WM.

  1) Wie lief deine Vorbereitung, alles im Plan ? 

In den letzten zwölf Wochen bin ich nur an vier Tagen überhaupt nicht gelaufen. An einem Tag hatte ich einfach keine Lust, und ich habe den Regenerationslauf weggelassen. Und an den drei anderen hatte ich eine leichte Erkältung. Ich konnte allerdings alle Schlüsseleinheiten machen und habe im Prinzip nur "Füll-KM" verloren. Also alles im Plan.

  2) Wie sieht eine typische Trainingswoche bei dir aus ? 

Ich glaube, über meine Trainingsansichten könnten wir uns Stunden unterhalten. Den typischen Wochenumfang gibt es bei mir nicht, da ich mich nicht an den Wochenrhythmus halte. Aber verallgemeinert sind dabei: Ein langer Lauf, der auch bis zu 70 Kilometer umfassen kann, eine variable Tempoeinheit mit Fartlek, Intervalltraining oder Tempodauerlauf, der Rest normale Dauerläufe und Regenerationsläufe, so dass ich insgesamt auf mehr als 200 Kilometer komme.

  3) Wie viele KM umfasste deine längste Trainingsdistanz in der WM-Vorbereitung ? 

 Die längste Einheit waren die 71 km als Testlauf beim Trainingslager  der Deutschen Ultramarathon Vereinigung und des DLV im Taubertal. 

    4) Machst du zusätzliches Krafttraining oder semispezifisches Training (Rad, Schwimmen, Inliner...)

 Nein. In der Regel laufe ich jeden Tag. Hinzu kommen gelegentlich Dehn- und Stabiübungen.  

  5) Du warst früher als Rad-Amateur leistungssportlich aktiv (Erfolge dabei:   5 x Rheinland-Pfalz Meister, 1x Saarlandmeister, Start in der Radbundesliga sowie an Weltcuprennen),  wie kommt dir diese "Vorgeschichte" im Ultramarathon zugute ? 

  Im Radsport ist eine solide Grundlagenausdauer von enormer Bedeutung, da bereits im Juniorenbereich (U19) die Rennen bis zu 140 km gehen. Das heißt, dass man als 17-Jähriger schon Wettkämpfe hat, die über 3 1/2  Stunden dauern. Diese Grundlagenausdauer kommt mir im Ultramarathon natürlich zugute. Hinzu kommt, dass im Radsport deutlich mehr taktische Fähigkeiten als beim Laufen benötigt werden.

  6) Du bist mir einem sensationellen 100km-Debüt in die Ultramarathon-Szene eingestiegen: Platz zwei nach langer Führung beim weltweit bekannten Lauf von Biel / Schweiz trotz erheblicher Magenprobleme. Welche "Lehren" hast du aus diesem Lauf gezogen ? 

  Dass ich deutlich weniger Kalorien zu mir nehmen muss als gedacht. In Biel fingen die Probleme bei etwa Kilometer 40 an. Ich musste zwangsweise die Kalorienaufnahme reduzieren um überhaupt weiterlaufen zu können. Trotzdem ging es bis Kilometer 80 noch richtig gut. Bei der WM werde ich als Energiezufuhr vorwiegend mein selbstgemischtes Getränk (normales Maltodextrin mit etwas Salz) anstatt der vorgefertigten Sportgetränke und deutlich weniger Gels als in Biel verwenden.

  7) Welche Erwartungen hast du hinsichtlich deines WM-Einsatzes ?   

Ich habe die gleichen Erwartung an mich  wie bei jedem wichtigen Wettkampf: Ich möchte unter den jeweiligen Bedingungen meine bestmögliche Leistung erbringen. Ich werde nur auf mich schauen und komplett mein eigenes Rennen laufen, egal, was die anderen machen. Wenn ich mit letzter Kraft ins Ziel einlaufe und ich weiß, dass ich alles gegeben habe, bin ich zufrieden, völlig unabhängig von der Zeit.  

  Vielen Dank für das Gespräch, viel Erfolg !

Drei SSC-Siege in Wiesbaden

Drei SSC-Siege in Wiesbaden

Beim 25.Waldsträßer Jubiläums-Crosslauf punktete Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) erwartungsgemäß in der Jugend U16. Der Deutsche 3000-Meter-Meister und Hessenrekorhalter gewann die 2050-Meter-Strecke durch den Biebricher Schlosspark in 6:29 Minuten überlegen vor seinem Vereinskameraden Karl Wandukwa. Der wiederum hielt in 6:53 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung Justus Kaufmann (LAZ Puma Rhein-Sieg) in Schach.

In der Klasse U13 hatte Robin Petzold (SSC) einen beeindruckenden Vorsprung herausgeholt, als er nach 7:43 Minuten vor Adrien Burgmann (LG Eintracht Frankfurt/8:52 Minuten) und sechs weiteren Konkurrenten siegen konnte. Eine Klasse für sich war auch Anne Grabosch, die die W08 domininerte. Maximilian Hamburger schaffte als Zweiter der M14 mit 8:04 Minuten den Sprung aufs Treppchen, Christoph Hamburger wurde in 9:35 Minuten Fünfter der M12.

Auf der Männer-Mittelstrecke mischte Fabian Sposato kräftig mit. Der 20-jährige Maintaler wurde in 10:10 Minuten Dritter hinter Sebastian Hanson (MTG Mannheim/9:37 Minuten) und Marko Arthofer (LG Vfl/SSG Bensheim/9:55 Minuten.

Lisa Oed schrammt an Sensation vorbei

Direkte EM-Quali um eine Sekunde verfehlt

Beim ersten von zwei Qualifikationsläufen zur Europameisterschaft im Crosslauf hat Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) die Sensation nur knapp verpasst. Nach 4,8 Kilometern und einem taktisch versierten Rennen lag die 17-Jährige im Ziel lediglich eine Sekunde hinter der zweitplatzierten Miriam Dattke (SCC Berlin), die damit ebenso wie Siegerin Alina Reh (SSV Ulm) die direkte Qualifikation sicher hat.

Im elitären Feld der elf U20-Starterinnen zählte Lisa Oed als nationale U18-Vizemeisterin im Crosslauf nur zu den Außenseiterinnen, zumal die Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV von Platz eins und zwei durch den Einsatz der mehrfachen Europameisterin Alina Reh für alle anderen Teilnehmerinnen auf Rang zwei eingegrenzt war. Zur Streckenhälfte noch auf dem zehnten Platz mit 14 Sekunden Rückstand zu Miriam Dattke und der deutschen U18-Langstreckenhoffnung Eva Dieterich (PSV Grün-Weiß Kassel) notiert, hielt Lisa Oed dann ihr Tempo auf dem profilierten Wiesenparcours durch, während die Konkurrentinnen zurückschalten mussten. So kam die SSC-Athletin direkt vor Dieterich als Vierte auf die lange Zielgeraden, auf der sie Antonia Schiel (TSV Wennigsen/17:52,2 Minuten) überspurtete, aber gegen die mit einer 3000-Meter-Bestzeit von 9:22 Minuten angetretene Dattke (17:49,0 Minuten) in 17:50,1 Minuten knapp scheiterte.

Während Bundestrainer Andreas Michallek (Leipzig) und Heimtrainer Sascha Arndt hochzufrieden mit dem Einsatz waren, haderte Lisa Oed zunächst mit dem knappen Rennausgang, wusste jedoch auch: „Ich war so nah dran, bin aber am Limit gelaufen – mehr ging nicht!“ Nun heißt es für Lisa Oed auf den Darmstadt-Cross am Sonntag zu hoffen, wo die zweite EM-Qualifikation stattfinden wird. Da dort zusätzlich noch die Olympiateilnehmerin und Deutschen Rekordhalterin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen) sowie Berglauf-Weltmeisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg) dazustoßen, bleibt lediglich ein freier Startplatz im Fünfer-Team des DLV übrig, auf den sich ein halbes Dutzend weiterer U20-Athletinnen Chancen ausrechnen können.

Die raue Luft der U20 schnupperte ebenfalls der Deutsche U18-Crossmeister Julius Hild, dessen Einsatz gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz mit dem zehnten Platz überzeugend ausfiel. „In zwei Jahren kann er bei entsprechender Leistungsentwicklung um die EM-Qualifikation mitlaufen“, attestierte sein Trainer, der den Youngster für den druckvollen Lauf über 6,6 Kilometer lobte. Rang 15 ging an Mittelstrecken-As Lukas Abele, der weiter an seiner Ausdauergrundlage feilt, während Pilip Ahne 23. wurde. In der Jugend U18 belegte Thomas Ott den zwölften Platz, Jonas Rapp wurde 14.

Auszeichnung als Hessischer Nachwuchstrainer des Jahres

SSC-Trainer Sascha Arndt vom Verband geehrt

Leichtathletik. Sieben Deutsche Jugendmeisterschaften, zwei nationale Vizetitel, drei Jugend-WM-Starter, sechs Deutsche Jahresbestzeiten, mehr als ein Dutzend hessischer Jahresbestzeiten und ein Hessenrekord – mit dieser Bilanz ehrte der Hessische Leichtathletik-Verband in Kooperation mit dem Leichtathletik-Förderverein Hessen Sascha Arndt vom SSC Hanau-Rodenbach als Nachwuchstrainer des Jahres 2016.

Bei der Leichtathletik-Gala in Lich kam in den Kategorien „Trainer des Jahres“ und „Nachwuchstrainer des Jahres“ keine Spannung auf. DLV-Bundestrainer Wolfgang Heinig hatte mit der Deutschen Rekordhalterin und Olympia-Sechsten Gesa Krause in Rio für „klare Verhältnisse“ gesorgt, SSC-Vereinstrainer Sascha Arndt mit dem Paukenschlag bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach. Zum nationalen Saisonhöhepunkt liefen Lisa Oed (U18/3000 Meter), Julius Hild (U18/2000-Meter-Hindernis) und Lukas Abele (U20/1500 Meter) an jedem der drei Veranstaltungstage zu Gold und waren damit bundesweit die erfolgreichste Läufergruppe. Gleichzeitig bescherten sie sowohl dem Hessischen Landesverband als auch dem SSC Hanau-Rodenbach ein bislang nicht erreichtes Ergebnis im Nachwuchslaufbereich, zu dem im Saisonverlauf noch drei weitere Deutsche Titel im Crosslauf und Berglauf kamen.

Die Laudatio auf ihren Trainer hielten die vier erfolgreichsten Athleten selbst – „auch das ist ein Novum“, wie LFH-Vorsitzender Dr.Franz Josef Kemper einleitete. Sasha Müller, Julius Hild, Marius Abele und Lukas Abele zeichneten ein treffendes Bild von Sascha Arndt, der nicht nur im Trainings- und Wettkampfgeschehen „mit viel Zeit und Ausdauer“ bei der Sache ist, sondern das persönliche Verhältnis zu den Athleten als ganz gewichtigen Baustein des Erfolgs sieht. „Dein Einfühlungsvermögen, die behutsame Dosierung der Trainingsbelastung und dein reicher Erfahrungsschatz zeichnen dich besonders aus“, durfte sich der 49-jährige Familienvater loben lassen, der die Arbeit als Grundschullehrer mit den „Freizeitaufgaben“ als Trainer, Vereinsvorsitzender, Veranstaltungskoordinator, Pressewart und IAAF-Streckenvermesser kombiniert.

„Die Ehrung verdanke ich den Athleten, die durch ihr Talent und vor allem durch ihren konsequenten Einsatz das Optimum erreicht haben. Und natürlich hatten wir bei dieser einmaligen Erfolgsbilanz neben der richtigen Vorbereitung und der taktischen Finesse auch das nötige Quäntchen Glück“, so Arndt, der gleichzeitig betonte: „Dieser Erfolg wird sich sicher in dieser Form nicht mehr wiederholen lassen. Wir wollen aber auch weiterhin vorne mitmischen und mit der gezielten Nachwuchsförderung im SSC Hanau-Rodenbach unsere Athleten bei nationalen und internationalen Meisterschaften zum Einsatz bringen.“

Vom hessischen Verband ausgezeichnet

Karl Eyerkaufer ehrt fünf SSC-Nachwuchssportler

Leichtathletik. Im Rahmen der traditionellen Leichtathletik-Gala zum Abschluss der Saison hat der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) in Zusammenarbeit mit dem Leichtathletik-Förderverein Hessen (LFH) die erfolgreichsten Athletinnen und Athleten des Jahres 2016 ausgezeichnet. Unter den Olympioniken, WM- und EM-Teilnehmern sowie Deutschen Meistern der Aktiven- und Jugendklassen waren fünf Nachwuchssportler des SSC Hanau-Rodenbach.

Im Bursenbau des Kloster Arnsburg bei Lich zeigte sich die Leichtathletik-Elite Hessens gut gelaunt, konnte die Verbandsführung um Vizepräsident Klaus Schuder (Neu-Isenburg) doch zahlreiche Erfolge präsentieren, die den Deutschen Hindernisrekord und Rang sechs bei den Olympischen Spielen durch Gesa Krause als herausragendes Ergebnis hatten. Zwar gab es in der Erwachsenenklasse einen deutlichen „Frauen-Überhang“, doch spätestens die Aufstellung der erfolgreichsten Nachwuchsläufer zeigte, dass auch das „starke Geschlecht“ gute Aussichten auf weitere nationale Titel und internationale Einsätze besitzt.

Aus den Reihen des SSC Hanau-Rodenbach wurden mit WM-Teilnehmer Lukas Abele (1500 Meter-Lauf ), Berglauf-WM-Teilnehmer Julius Hild und dem World-Trophy-Teilnehmer Marius Abele (Berglauf U18) gleich drei international eingesetzte Sportler geehrt. Nicht vor Ort sein konnte Lisa Oed. Die Mannschafts-Vizeweltmeisterin im Berglauf U20 und Deutsche Meisterin im 3000-Meter-Lauf U18 war wegen einer Stipendiaten-Auswahlveranstaltung entschuldigt. Die Gratulation durch das LFH-Kuratoriumsmitglied Karl Eyerkaufer und den LFH-Vorsitzenden Dr.Franz Josef Kemper nahmen hingegen Hessenrekordler Sasha Müller als Deutscher Schülermeister im 3000-Meter-Lauf sowie Jakob Thöming als Deutscher Mannschaftsmeister im Crosslauf entgegen. Außerdem wurden Lukas Abele und Julius Hild für ihre Deutschen Meistertitel im 1500-Meter-Lauf, 2000-Meter-Hindernislauf und mit der Berglauf-Mannschaft ausgezeichnet. Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, früher selbst bis auf europäische Ebene im 1500-Meter-Lauf mit Medaillen dekoriert, empfand besondere Freude über die starke Präsenz „seiner Sportler“ aus dem Main-Kinzig-Kreis. „Es freut mich sehr, wenn ich hier Vereinsnamen von Hanau, Rodenbach bis hoch nach Schlüchtern lese“, erklärte er.

Mit der Bilanz von insgesamt sieben Deutschen Jugendmeisterschaften und vier Nationalteamstartern während der Saison 2016 war der SSC Hanau-Rodenbach der bei weitem leistungsstärkste Verein der hessischen Nachwuchs-Leichtathletik. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich für die zwei U18-Asse Lisa Oed und Julius Hild die Chance auf einen weiteren hochkarätigen Leistungsvergleich, wenn es beim Pforzheimer Crosslauf gegen die besten U20-Athleten Deutschlands um die Tickets zur Europameisterschaft im Querfeldeinlauf geht.

Julius Hild in Jügesheim Jugendsieger

Vierfach-Erfolg des SSC-Nachwuchs

Leichtathletik. Der erste Durchgang der 37.Jügesheimer Winterlaufserie fand trotz regnerischer Witterung und Streckenänderung auf gewohnt hohem Niveau statt. An der Spitze musste der SSC-Neuzugang Solomon Merne Eshete die zehn Kilometer in 30:53 Minuten und einem „knallharten Spurt“ absolvieren, um seinen Verfolger Mibale Andemicale (LG Seligenstadt/30:54 Minuten) in Schach zu halten. In der Jugend U18 gab es einen SSC-Doppelsieg durch den Deutschen Meister Julius Hild und seinen Teamgefährten Jakob Thöming.

Die beiden 17-Jährigen waren mit ihren Vorleistungen bereits in der Deutschen Jahresbestenliste vermerkt, doch gelang Jakob Thöming mit einer deutlichen Tempoverschärfung auf dem zweiten Streckenabschnitt mit 34:43 Minuten der Sprung von Rang 47 auf Rang 23 der U18-Bestenliste. Julius Hild rangiert dort mit 32:54 Minuten auf dem zweiten Platz, ließ es heuer in Jügesheim mit 33:34 Minuten ruhiger angehen und erklärte anschließend: „Ich hätte eine neue Bestzeit laufen können, aber das Augenmerk liegt nun auf der Cross-Saison, die am kommenden Wochenende in Pforzheim mit der Europameisterschafts-Qualifikation startet der U20 startet.“

So stand für die gesamte SSC-Leistungsgruppe schon vor dem Testwettkampf ein Tempotraining auf der Wiese an, um den Anforderungen bei der EM-Quali in Pforzheim gewachsen zu sein. Das hinderte jedoch auch die weiteren Nachwuchsläufer nicht am schnellen Laufen, denn mit Marius Abele in 34:59 Minuten und Jonas Rapp in 35:15 Minuten gingen zudem die Plätze drei und vier der U18 an den SSC, der mit sieben Athleten unter den ersten 14 Platzierten vertreten war. Es folgten Jannik Trunk (11./35:22 Minuten), Fabian Sposato (12./35:35 Minuten) und Ingbert Reinke (14./35:40 Minuten). Arnold Wiesenäcker siegte in der M65 mit 52:11 Minuten.

Bei den Frauen debütierte Viktoria Schischkin mit 40:38 Minuten im SSC-Trikot und wurde Vierte. Johanna Uherek ragte mit 41:39 Minuten in der Schülerklasse W12 heraus, und Tatjana Rauhut komplettierte das erfolgreiche Trio in 41:47 Minuten als Neunte der Gesamtwertung. Annette Straub (SSC) wurde in 50:44 Minuten Vierte der W55.

Karsten Fischer mit neuer Bestzeit

Seniorinnen-Sieg für Frauke Tschiltschke

Bei den hessischen Meisterschaften im Halbmarathonlauf in Offenbach überzeugten die Teilnehmer des Sportkreises Hanau mit der gesamten Medaillenpallette. Während Frauke Tschiltschke sich den Titel in der Klasse W55 holte, führte 100-Kilometer-Nationalteammitglied Karsten Fischer als Dritter der M30 in neuer Bestzeit die SSC-Männermannschaft auf den zweiten Platz.

Der 32-jährige gilt als hessischer Hoffnungsträger für die im November in Spanien stattfindende Weltmeisterschaft im 100-Kilometer-Straßenlauf und testete nun auf der „kurzen“ Halbmarathonstrecke über 21,0975 Kilometer seine Unterdistanz-Form. Mit 1:12:15 Stunden auf Rang sechs der Gesamtwertung überzeugte Karsten Fischer auf ganzer Linie, zumal er nach einer 34-Minuten-Zwischenzeit bei Kilometer zehn das Rennen kontrolliert zu Ende führte. Damit legte er den Grundstein für den Vizetitel des Männerteams, denn aus den Reihen des SSC Hanau-Rodenbach folgten Stefan Unger in 1:18:47 Stunden als Dritter der M35 und Simon Bertsch (5.M30) in 1:19:39 Stunden. Zwar war gegen die LG Fulda mit Gesamtsieger Ilyas Iman (1:07:18 Stunden) kein Kraut gewachsen, doch in 3:50:40 Stunden verwies das Hanau-Rodenbacher Trio den ASC Breidenbach (3:54:00 Stunden) und sieben weitere Vereine auf die Ränge.

Bei den Frauen zeigte Tatjana Rauhut ein gelungenes Debüt. Die 20-jährige frühere Hockeyspielerin nutzte die optimalen Bedingungen am Mainufer zum Einstieg in die Langstreckenszene, die doch ihre eigenen Gesetze hat. So machten der SSC-Athletin in der Schlussphase Magenprobleme einen kleinen Strich durch die Rechnung. Gleichwohl zeigte sich Tatjana Rauhut mit 1:33:50 Stunden als Sechste der Hessenwertung überaus zufrieden.

Für Frauke Tschiltschke endete der Einsatz unverhofft mit Gold. Die sportliche Lehrerin der Hohen Landesschule biss sich trotz diverser Unpässlichkeiten im Vorfeld der Titelkämpfe durch und wurde mit dem W55-Sieg in 1:48:01 Stunden vor Bärbel Camara (TSV Cappel/1:50:06 Stunden) belohnt.

Keine Chance auf einen Eintrag in die Bestenlisten hatten die Teilnehmer am Fünf-Kilometer-Lauf. Dem Veranstalter unterlief in Person des Führungs-Radfahrers ein Orientierungsfehler, so dass zahlreiche Schüler auf die Zehn-Kilometer-Strecke geleitet wurden und dort einen nicht beabsichtigen Ausdauertest absolvieren mussten. Für das Missgeschick entschuldigten sich die Organisatoren mit Freistarts für alle betroffenen Starter im kommenden Jahr.

Im Zehn-Kilometer-Wettbewerb kratzte Marius Hoffmann (SSC) an der 40-Minuten-Marke, die der U18-Zweite in 40:07 Minuten nur knapp verfehlte.

Müller und Grabosch die Nummer eins

SSC-Schüler führen Deutsche Bestenliste an

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat die Jahresbestenlisten 2016 für die Jugend U16 veröffentlicht. Sowohl bei den Schülern M14 durch Max Grabosch als auch bei den Schülern M15 durch Sasha Müller stehen zwei Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach als schnellste 3000-Meter-Läufer auf Rang eins. Sasha Müller gelang dieses Kunststück zudem im Fünf-Kilometer-Lauf.

Mit seinen 16:10 Minuten kam er zwar nicht an den eigenen Hessenrekord von 15:52 Minuten aus dem Vorjahr heran, doch hält er sich einen weiteren Rekordversuch Ende November offen. So liegt er derzeit sieben Sekunden vor dem zweitplatzierten Tom Niesporek aus Saarbrücken. Deutlicher fällt sein Vorsprung im 3000-Meter-Lauf mit dem neuen Hessenrekord von 8:56,13 Minuten aus. Hier liegt Nick Kämpgen (ASV Süchteln) 20 Sekunden zurück. Außerdem landete Sasha Müller mit 2:00,78 Minuten auf Rang fünf der 800-Meter-Rangliste, und er verteidigte gemeinsam mit Karl Wandukwa und Max Grabosch den Vorjahres-Spitzenplatz der 3x1000-Meter-Staffel in 8:22,02 Minuten vor dem LAV Rostock (8:38,77 Minuten).

In die Fußstapfen seines ein Jahr älteren Vorläufers tritt Max Grabosch, der über 3000 Meter mit 9:19,81 Minuten in der M14 bundesweit vor Leonhard Scheike (Paderborn/9:28,29 Minuten) und Julian Gering (LG Vogtland/9:34,67 Minuten) führt. Gering hatte dann im Fünf-Kilometer-Lauf mit 16:18 Minuten ganz knapp die Nase vor Grabosch (16:20 Minuten) vorne, der seine Unterdistanzleistung verbessern konnte und mit 2:08,69 Minuten den 15.Platz über die 800-Meter-Distanz erreichte.

Bei den Schülerinnen W15 rangiert die 2017 erneut in der Besetzung Amerschläger, Taubel und Uherek startberechtigte 3x800-Meter-Hessenmeisterstaffel des SSC Hanau-Rodenbach auf dem zehnten Platz.

Müller und Abele mit Doppelsieg beim Frankfurter Mini-Marathon

SSC platziert fünf Athleten unter den Top acht

Leichtathletik. „Rekordwetter“ herrschte bei optimalen äußeren Bedingungen für die mehreren tausend Teilnehmer des Frankfurt-Marathons. Doch während die internationale Elite zumeist hinter den eigenen persönlichen Bestzeiten zurück blieb, landete der SSC-Nachwuchs einen Coup. Sasha Müller und Marius Abele holten für den SSC Hanau-Rodenbach den Doppelsieg im Mini-Marathon, wo es insgesamt fünf SSC-Athleten unter die Top acht schafften.

Im Marathon lief Frank Reifenberger (M55) mit 3:22:41 Stunden als 79. seiner Klasse ins Ziel, dicht gefolgt von Frank Seidel (3:23:15 Stunden/243.M50). Thorsten Köstner belegte mit 3:35:33 Stunden den 460.Platz in der M50, und Christian Blobel blieb in 4:57:05 Stunden unter der 5:00-Stunden-Marke. Annette Straub wurde in 4:36:20 Stunden 88. der Frauen W55.

Ein hochklassiges Feld stellte sich dem Minimarathon über die „Zehntel-Distanz“ von 4,2 Kilometern. Neben dem Wolfsburger U18-Jugendlichen Mika Noodt waren bereits der Deutsche Mannschaftsmeister Marius Abele und der Deutsche U16-Schülermeister Sasha Müller die 3000 Meter in 9:00 Minuten und schneller gelaufen. Entsprechend forsch ging es mit einem Startkilometer von knapp über drei Minuten zur Sache, ehe sich das Tempo mit wechselnder Führung etwas beruhigte. Zwischenzeitlich erhöhte Mika Noodt zwar den Druck, doch 800 Meter vor dem Ziel in der Festhalle führte die Tempoverschärfung von Sasha Müller dann zum erwarteten Zweikampf mit Marius Abele. Der hielt eisern dagegen, hatte aber schließlich keine Chance gegen den in 13:45 Minuten siegreichen Deutschen Schülermeister der U16. „Ich war wie im Tunnel, habe den Ansager und die Musik zwar noch wahrgenommen, aber dann nur noch das Zielband gesehen“, so Müller, der sich mit diesem Zieleinlauf einen weiteren „Läufertraum“ erfüllte. Lediglich drei Sekunden später folgte Marius Abele auf Rang eins der Jugend U18, dann Mika Noodt in 13:56 Minuten. Trotz Magenproblemen schaffte Jonas Rapp mit 13:59 Minuten als Fünfter ebenfalls eine der schnellsten Endzeiten der zurückliegenden Jahre, in denen seit 2011 kein Sieger unter der 14-Minuten-Marke geblieben war. „Die Zeiten sind sogar noch höher einzuschätzen, denn die GPS-Uhren haben 4,4 Kilometer angezeigt“, erklärte das SSC-Trio bei der Rennbilanz zufrieden.

Während der 14-jährige Max Grabosch als Zweiter der U16 in 14:45 Minuten vergleichsweise zurückhaltend unterwegs war, jubelte sein SSC-Vereinskamerad Karl Wandukwa über Rang drei der Schüler und den achten Gesamtplatz in 14:58 Minuten unter mehr als 1600 Teilnehmern. In ihren Klassen aufs Podest schafften es weiterhin Robin Petzold als Zweiter der U14 in 16:25 Minuten und der zehnjährige Tristan Kaufhold (ebenfalls SSC) in 16:33 Minuten als U12-Sieger. In der Verfolgung der überragenden Larissa Löb (Worms/15:59 Minuten/U16) mischte Johanna Uherek (SSC/U14) lange mit. Die schnelle Nachwuchsläuferin erkämpfte sich in 16:44 Minuten den dritten Gesamtplatz unter mehr als 600 Mädchen und wurde hinter Sina Fuchs (LG Odenwald / 16:36 Minuten) Zweite der U14 vor ihrer Trainingsgefährtin Elena Taubel (17:55 Minuten). Ganz knapp am Treppchen vorbei lief Vanessa Mikitenko, die in der U12 mit 18:15 Minuten lediglich zwei Sekunden hinter der drittplatzierten Tabea Kiefer (SC Steinberg/18:13 Minuten) blieb. Gut platziert waren weiterhin Clara Uherek (18:25 Minuten) und Nessrien Amerschläger (18:29 Minuten) als Fünfte und Sechste der U16. Annalena Hamburger (SSC) wurde in 20:11 Minuten Fünfte der U10, Lea Grabosch in 20:15 Minuten Sechste.

Evan Habtemichel (8.U16/16:03), Jan Reifenberger (14.U18/16:19), Maximilian Hamburger (47.U16/18:22), Christoph Hamburger (156.U14/23:03), Fynn Becker (39.U14/19:05), Tom Seidel (12.U12/18:29), Carla Taubel (11.U12/19:27), Charlotte Uherek (7.U12/18:56), Tom Zukrowski (9.U12/17:33), Melissa Bensing (11.U16/19:13), Lisa Biaesch (20.U12/20:43), Cedric Eyerkaufer (42.U14/19:10), Hanan Gassem (54.U10/22:14), Mahmoud Gassem (20.U16/17:10), Jeremy Monroe (114.U16/21:35), Angela Schick (11.U18/21:35) und Selma Celikkol (8.U18/19:50) komplettierten die starke SSC-Nachwuchslaufgruppe.

Deutsche Jahresbestzeit für Müller

Beim Hardtwaldlauf der LSG Karlsruhe über fünf Kilometer zeigte sich Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) bereits am frühen Morgen topfit. Die Startzeit um 9.00 Uhr bot zwar nicht optimale Bedingungen für den Angriff auf die Deutsche Jahresbestzeit, doch letztlich übernahm der 15-jährige Karl-Rehbein-Schüler mit 16:10 Minuten die Ranglistenführung und gewann den Gesamtlauf souverän.

Bereits um 4.45 Uhr war die Nacht für Sasha Müller zu Ende, dessen Wettkampf in Richtung 16:00 Minuten führen sollte. Nach zwei langsamen Kilometern zum Auftakt beschleunigte der Deutsche Schülermeister noch etwas und überholte dabei auch den Karlsruher Semere Gaim, dem er auf den letzten 500 Metern noch sechs Sekunden abnahm. Nun steht Ende Oktober der Mini-Marathon in Frankfurt auf dem Programm, auf den er sich im Nationalkader-Lehrgang in Kienbaum mit Grundlagentraining auf einer soliden Basis vorbereiten kann.

Den gleichen Weg der Saisonvorbereitung 2017 bestreitet Marius Abele, der immer besser in Form kommt. Eine Woche nach seiner Zehn-Kilometer-Bestzeit von 34:03 Minuten in Bremen ließ der 16-Jährige nun lockere 35:16 Minuten beim 23.Bad Homburger Kurparklauf folgen. „Ich habe mich bestens gefühlt und freue mich schon aufs Trainingslager“, lautete der Kommentar des zweifachen Deutschen Mannschaftsmeisters, der wie Müller zum engsten Favoritenkreis beim Mini-Marathon zählt.

Lukas Abele gewann in Bad Homburg die Jugend U20 mit 35:15 Minuten und strebt weitere Verbesserungen an. Für den B-Kader-Athleten steht nach der Trainingswoche in Kienbaum eine weitere Fördermaßnahme des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Herxheim an, wo er mit Tesfaye (Frankfurt) und Orth (Regensburg) zwei Olympiastarter zum direkten Leistungsvergleich antrifft.

Mit Sieg alles klar gemacht

Karsten Fischer startet bei 100-KM-Weltmeisterschaft

Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) hat seine Bilderbuchkarriere im Langstreckenlauf mit der Nominierung für die Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf vorerst gekrönt. Der 32-jährige Ausdauersportler läuft zwar erst seit drei Jahren zielgerichtet lange Distanzen, nachdem er zuvor im Radrennsport erfolgreich war. Doch mit Rang zwei beim weltbekannten Bieler Hunderter sowie dem aktuellen Sieg beim Taubertal-71-Kilometerlauf zählt er zu den deutschen Hoffnungen bei der WM in Spanien.

Das vom Ultramarathonberater des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Michael Sommer, aufgestellte Nationalteam hat mit Andre Collet (Aachener TG), dem WM-Siebten Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) und dem vielfachen WM-Teilnehmer Michael Sommer drei erfahrene Athleten in seinen Reihen. Während Florian Neuschwander gerne mal „ballert“ und sich ganz dem Laufgefühl hingibt, ist das große Plus von Karsten Fischer trotz der bislang überschaubaren Zahl an Ultramarathons seine taktische Stärke. „Auf keinen Fall das Tempo überziehen“ lautet die Devise des SSC-Athleten, der damit auf der anspruchsvollen Strecke des Bieler Nachtlaufes bereits im April 7:22:23 Stunden erzielte, obwohl er unter schwerwiegenden Magenproblemen litt.

Für Michael Sommer stehen die Zeichen nicht zuletzt aufgrund der Fokussierung und des enormen Durchhaltevermögens auf Erfolg: „Karsten hat Talent und ist fleißig. Er hat Ziele und scheint die richtige Einstellung zu haben, um diese auch erfolgreich umzusetzen“, urteilte der DLV-Ultramarathonberater nach dem Einsatz vom Taubertal. Dort gewann Karsten Fischer den 71-Kilometer-Wettbewerb in der neuen Streckenrekordzeit von 4:55:59 Stunden mit 41 Minuten Vorsprung auf Christoph Lux (TG Viktoria Augsburg/5:37:10 Stunden). Nach den Magenproblemen von Biel hat er die richtigen Konsequenzen gezogen: „Ich habe mein neues Isogetränk ausgetestet, das ich mir jetzt wieder selbst mixe. Ging ohne Probleme, obwohl ich es extra recht hoch konzentriert gemischt habe“, so Fischer, der von Michael Sommer ein „starkes Rennen mit fittem Eindruck und guter Erholung“ attestiert bekam und sich über folgende Hochrechnung freuen durfte: „7:22 Stunden auf der Strecke von Biel entspricht einer Zeit in der Ebene von etwa 7:10 Stunden. Die Leistung vom Taubertal wäre eine Zielzeit von um die 6:56 Stunden gewesen. Es deutet viel darauf hin, dass er bei guten klimatischen Bedingungen und einer bewussten Renngestaltung an die 7:00 Stunden, wenn nicht sogar darunter kommen kann. Ich wäre mit einer Zeit von 7:05 Std zufrieden und traue sie ihm zu.“

Bis dahin werden aber noch zahlreiche Trainingskilometer vor dem SSC-Athleten stehen, der am 27.November im spanischen Los Alcazares erstmals um internationale Platzierungen läuft und damit 2016 der fünfte SSC-Athlet im Deutschen Nationaltrikot sein wird. Als „einer unter vielen“ tritt Karsten Fischer am Sonntag in Offenbach am Mainufer an. Die hessischen Meisterschaften im Halbmarathonlauf bestreitet er ohne spezielle Vorbereitung aus dem Ultramarathontraining heraus, um die Hanau-Rodenbacher-Mannschaft mit Stefan Unger und Simon Bertsch zu unterstützen.

Eshete und Abele in Form

Mit zwei Siegen haben die hiesigen Langstreckler ihre gute Form unter Beweis gestellt. Solomon Merne Eshete, seit einigen Wochen im SSC Hanau-Rodenbach angemeldet und ab 1.Januar 2017 offiziell startberechtigt, war beim Aschaffenburger Halbmarathonlauf eine Klasse für sich.

Der Fünfte der Deutschen Meisterschaften absolvierte die 21,0975-Kilometer-Strecke im Alleingang und erzielte mit 1:08:14 Stunden die Top-Zeit. Erst mit mehr als sechs Minuten Rückstand folgte der zweitplatzierte Christian Weis vom FC Eichelsbach in 1:14:50 Stunden. In der Frauenklasse gab Viktoria Schischkin in 1:29:01 Stunden auf Rang vier ihren Einstand im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach.

Ihr Vereinskamerad Marius Abele überzeugte beim Bremer Zehn-Kilometer-Lauf. Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 34:03 Minuten gewann der Deutsche Mannschaftsmeister überlegen die Jugend U18 und rangiert nun in der aktuellen Deutschen Bestenliste unter den Top ten. Dabei lief er auch schneller als der 19-jährige Lukas Abele. Der Jugend-Weltmeisterschaftsteilnehmer im 1500-Meter-Lauf zeigte sich mit 34:36 Minuten zufrieden.

SSC-Läufer in Kienbaum erfolgreich getestet

Diese Bilanz konnte der SSC Hanau-Rodenbach nicht einmal in den erfolgsverwöhnten achtziger Jahren vorweisen: Gleich sechs Athleten des Vorzeige-Laufvereins sind in den Nationalkadern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) geführt, hinzu kommen nochmal sieben D-Kader des hessischen Verbandes (HLV).

Im Männer-Mittelstrecken-Kader befindet sich Lukas Abele. Nach dem Gewinn des Deutschen U20-Titels und der Teilnahme an der Jugend-Weltmeisterschaft rückt der zweitschnellste hessische Jugendliche aller Zeiten hinter dem legendären Paul-Heinz Wellmann in den B-Kader auf. Seine 3:45,12 Minuten will Abele trotz Abi-Stress im kommenden Frühjahr in Richtung der U23-EM-Norm von 3:42,00 Minuten verschieben.

Mit Sieben-Meilen-Stiefeln ging es 2016 für Karsten Fischer voran. Sein 100-Kilometer-Debüt beim Klassiker im schweizerischen Biel schloss er in 7:22:33 Stunden mit Rang zwei ab. Prompt fand er sich nun nach weiteren überzeugenden Leistungen im Aufgebot für die Weltmeisterschaft Ende November im DLV-Ultramarathon-Kader wieder. Die Wahl zwischen Langstrecke und Hindernislauf hatte Lisa Oed. Die 17-jährige Deutsche Meisterin im 3000-Meter-Lauf steht zudem als nationale Vizemeisterin im Hindernislauf in den Siegerlisten. Doch Bundestrainer Andreas Michallek (Leipzig) setzte sich mit der Langstrecken-Nominierung durch, wobei Oed zweigleisig fahren wird. Beim ersten Kadertest in Kienbaum zählte Lisa Oed jedenfalls schon zu den stärksten Nachwuchs-Athletinnen im Schnellkraft- und Ausdauerbereich.

Einen guten Eindruck im Olympiastützpunkt Kienbaum hinterließ auch Sasha Müller. Als 15-Jähriger ein Novum im sonst erst ab 16 Jahren zugänglichen Nationalkaderkreis, zeigte der Hessenrekordhalter und Deutsche Schülermeister im 3000-Meter-Lauf (8:56,1 Minuten) erstmals beim reaktiven Schnelligkeitstests sowie im Sprint über 100 Meter mit 11,75 Sekunden, was in ihm steckt. Bundestrainer Pierre Ayadi (Dortmund) fand es „richtig gut“, dass er den 17-jährigen U18-EM-Vierten Mohamed Mohumed (Bestzeit 8:24 Minuten) in diesem Bereich hinter sich lassen konnte. Unter dem selben Bundestrainer wird Marius Abele als D-/C-Kader geführt. Die 1500-Meter-Zeit des 16-Jährigen von 4:03 Minuten sowie die nun erzielte Zen-Kilometer-Leistung von 34:03 Minuten führen ihn jeweils in die Top ten seiner Klasse. Außerdem steht er im Berglauf-Nationalkader, dem weiterhin U20-Mannschafts-Vizeweltmeisterin Lisa Oed und Julius Hild angehören.

Kraftausdauerspezialist Julius Hild gewann mit dem zweiten Hindernislauf seiner Karriere gleich die Deutsche Meisterschaft und erzielte in 6:02,93 Minuten die Deutsche U18-Jahresbestzeit und einen neuen Kreisrekord über 2000 Meter Hindernis. Während sein Kreisrekordvorgänger Anusan Rajeentan (6:07 Minuten) noch vom damaligen Landes-und Bundestrainer ignoriert wurde, zeigten die aktuellen Verantwortlichen Sachverstand und nominierten Hild für den C-Kader. Bundestrainer Enrico Aßmus (Erfurt) erwartete nach dem Auftritt Hilds in Kienbaum für die international angebotene 3000-Meter-Hindernisstrecke zwar „eine große Umstellung, aber auch eine gewisse Chance bereits im ersten U20-Jahr.“

Hild und Oed siegen in Großauheim

Deutsche Jugendmeister lassen die Erwachsenen weit hinter sich

So gut wie bei der 46.Auflage war der Hugo-Wenninger-Lauf seit Jahren nicht besetzt. Die Erinnerung an die Blütezeit der Traditionsveranstaltung brachten unter anderem die Gesamtsiege der beiden Deutschen Jugendmeister Julius Hild und Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach zurück.

Beide Nachwuchs-Asse zeigten sich von ihrer besten Seite. Julius Hild, 17-jähriger Deutscher Meister im Crosslauf und im 2000-Meter-Hindernislauf, spulte die zehn Kilometer trotz umfangreicher Vorbelastung im aktuellen Aufbautraining in 34:42 Minuten ab und befand: „Es war ein lockerer Lauf, ich bin die ganze Strecke alleine mit dem Führungsradfahrer unterwegs gewesen.“ Immerhin betrug der Vorsprung des SSC-Langstreckenspezialisten, der seine Bestzeit bei den hessischen Meisterschaften in der Vorwoche auf 32:54 Minuten gesteigert hatte, fast einen Kilometer auf den Frankfurter David Rautenberg (1.M30/37:59 Minuten). Auf Rang drei folgte Jürgen Weber (ABB Cables) in 39:01 Minuten, ehe dann bereits Lisa Oed als Frauen-Gesamtsiegerin einkam.

Die Deutsche 3000-Meter-Meisterin der Jugend U18 lief ebenso locker wie Hild, nachdem sie in den beiden Vortagen noch jeweils bis zu zwei Stunden täglich trainiert hatte. „Die Beine waren vor dem Start schon etwas schwer, aber im Lauf merkt man das nicht mehr“, so Oed, die in 39:31 Minuten vor Simone Blumör (Hanau/41:35 Minuten) und Tatjana Rauhut (SSC/43:13 Minuten) gewann.

Auf der 1000-Meter-Strecke gab es insgesamt 26 Finischer. Angeführt von Mahmoud Gassem (SSC/3:14,1 Minuten) folgten mit Filip Radovic (SSC/3:23,5 Minuten) und Marc Grün (Turnerschaft/3:27,3 Minuten) zwei weitere U16-Athleten, ehe Louisa Fleiner (U16/3:35,0 Minuten), Rebecca Roth (1.U12/3:46,6 Minuten) und Antonia Oppermann (alle SSC/2.U12/3:48,8 Minuten) als die leistungsstärksten Mädchen ins Ziel spurteten. Weitere Klassensiege gab es durch Fynn Becker (1.U14/3:41,2 Minuten), Samira Hanna (1.U14/3:51,1 Minuten) und Hanan Gassem (SSC/1.U10/4:12,2 Minuten). Unter der 4:00-Minuten-Marke blieben Jeremy Monroe (4.M15/3:33 Minuten), Cedric Eyerkaufer (3.U14/3:43,5 Minuten), Anna Gebauer (2.U14/3:53,4 Minuten), während Lisa Biaesch in 4:00 Minuten als Dritte der U12 ganz knapp darüber blieb. Alicia Oppermann belegte mit 4:16,9 Minuten den zweiten Platz in der U10.

Im Litti-Lauf über 300 Meter gab es ohne Zeitmessung ebenfalls nur Sieger: Omar Gassem und Ferdinand Nesselträger eiferten den „Großen“ kräftig nach.

Neun Hessentitel gewonnen

SSC-Athleten bei Straßenlaufmeisterschaft top

Die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach sind bei den hessischen Straßenlaufmeisterschaften in Marburg einmal mehr durchgestartet. Wie schon im Vorjahr stellten die hiesigen Laufspezialisten mit neun Titeln den erfolgreichsten Verein. Herausragend waren mit ihren neuen Bestzeiten die beiden U18-Sieger Lisa Oed und Julius Hild, die zwölfjährige W14-Siegerin Johanna Uherek und M15-Dauermeister Sasha Müller.

Bei sommerlichen Temperaturen bot die Marburger Strecke mit der 1,25-Kilometer-Runde keine optimalen Bedingungen, war sie doch fast komplett der Sonne ausgesetzt. Für Julius Hild im Zehn-Kilometer-Wettbewerb kein Problem: „Ich laufe am liebsten in der Wärme“, erklärte der 17-jährige Rodenbacher, der inmitten der dreiköpfigen Führungsgruppe des Gesamtfeldes kräftig mitmischte. Nach 16:13 Minuten bei der Fünf-Kilometer-Marke musste er dann zwar die favorisierten Mitstreiter Ilyas Iman (LG Fulda/32:12 Minuten) und Aron Bienenfeld (LG Offenbach/32:14 Minuten) ziehen lassen, blieb aber mit 32:54 Minuten trotz „harter Schlussphase“ unter der 33-Minuten-Grenze und gewann damit souverän die U18. Eine ebenso klare Angelegenheit war hier die Mannschaftswertung, denn auch Vizemeister Jonas Rapp (34:49 Minuten) und der drittplatzierte Jakob Thöming (36:20 Minuten) trugen das SSC-Trikot.

Bei den Frauen feierte Lisa Oed Gesamtrang drei und den U18-Titel, nachdem sie auf der zweiten Streckenhälfte deutlich beschleunigt hatte. Zunächst noch hinter Lena Becker (TGV Schotten/40:34 Minuten) platziert, lag sie im Ziel exakt zwei Minuten vor ihr und war mit 38:34 Minuten hochzufrieden: „Überall standen Zuschauer und Betreuer, ich bin dauernd angefeuert worden“, nannte die zukünftige Bio-Chemie-Studentin den Vorteil der kurzen Rundstrecke. Zufrieden war auch Stefan Unger, in 35:59 Minuten Vierter der M40 und damit zweitschnellster SSC-Mann hinter Jannik Trunk (35:15 Minuten). Kein Kapital konnte Dr.Stefan Hinze aus der Zuschauerunterstützung schlagen, denn trotz seines M50-Sieges in 36:21 Minuten kämpfte sich der Arzt weit entfernt von seinem Leistungsvermögen gegen die Hitze durch, gewann letztlich aber noch mit 150 Metern Vorsprung auf Michael Fiess (LAG Wesertal). Frank Seidel (39:32 Minuten) belegte Rang sechs, während Markus Riefer krankheitsbedingt passen musste.

Dafür war die Mannschaft bei den Jugendlichen U20 komplett. Angeführt vom deutlich verbesserten Philip Ahne, der in 34:47 Minuten lediglich um eine Sekunde an Bronze scheiterte, holten sich Lukas Abele (5./35:54 Minuten) und Patrick Köppel (11./40:54 Minuten) überlegen den Mannschaftssieg. Top auch das Team der männlichen U16. Mit dem seit drei Jahren ungeschlagenen Sasha Müller kamen die SSC-Youngster nach ihren fünf Kilometern auf den Rängen eins, zwei und fünf ein. Müller in 16:25 Minuten vor Max Grabosch (1.M14/16:49 Minuten) und Karl Wandukwa (3.M15/18:04 Minuten) verbuchten in der Addition 51:18 Minuten, womit sie deutlich vor dem TSV Niederelsungen (56:16 Minuten) lagen. SSC II. mit Evan Habtemichel (4.M15/18:43 Minuten), Robin Petzold (4.M14/19:10 Minuten) und Maximilian Hamburger (13.M14/20:47 Minuten) belegten in 58:40 Minuten den vierten Platz.

Bei den Mädchen schied Mitfavoritin Clara Uherek zwar aus, doch ihre zwölfjährige Schwester Johanna sprang eindrucksvoll in die Bresche. Mit einem starken Finish zog sie noch an ihrer Trainingskameradin Mirjam Beschorner (SG Schlüchtern/19:32 Minuten) sowie Kaderathletin Lisa Tertsch (ASC Darmstadt/19:33 Minuten) vorbei und gewann überraschend in 19:26 Minuten. In der Mannschaftswertung gab es für Johanna Uherek zudem mit Elena Taubel (7.W14/20:57 Minuten) und Nessrin Amerschläger (11.W14/21:39 Minuten) den Vizetitel. Rang fünf erreichten die elfjährige Rebecca Roth (16.W14/22:19 Minuten), Melissa Bensing (4.W15/22:29 Minuten) und Lisa Biaesch (21.W14/23:35 Minuten). Weitere Ergebnisse unter www.hlv.de

Favoritensieg für Sasha Müller beim Kreis-Vergleichskampf

Leichtathletik. Der traditionelle Vergleichskampf der Kreise im Bruchköbeler Rudolf-Harbig-Stadion zog mehr als 500 Nachwuchsleichtathleten zwischen zehn und 15 Jahren aus ganz Süd- und Mittelhessen in seinen Bann. Trotz regnerischer Witterung gab es zahlreiche gute Leistungen der bis in die nationale Spitze vertretenen Athleten, von denen der Kreis Offenbach/ Hanau mit Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) sogar einen Deutschen Meister ins Rennen schicken konnte.

Folgerichtig holte der Titelträger die Maximalpunktzahl im 800-Meter-Lauf der U16, auch wenn er den Hessenrekordversuch in Richtung 2:00 Minuten auf der Zielgerade „auslaufen“ ließ. „Bis zur 500-Meter-Marke war es noch möglich, aber auf der Zielgeraden habe ich gemerkt, dass es nicht reicht und einen Gang rausgenommen“, so Müller. Letztlich gewann er sicher vor Karl Wandukwa (SSC/2:11,22 Minuten) und 19 weiteren Konkurrenten.Der erste Platz der U16 vor dem Kreis Groß-Gerau war mit 203 Punkten eine klare Angelegenheit.

Eine neue Bestzeit gab es im 800-Meter-Lauf für Kreisauswahl-Debütant Jack Jäger-Kec (SSC Hanau-Rodenbach/2:30,58 Minuten) in der U14. Robin Petzold kam auf 2:32,54 Minuten. In der Teamwertung sprang letztlich mit 175,5 Punkten Rang zwei heraus hinter dem Main-Taunus-Kreis mit 188 Zählern.

In Bestform präsentierte sich die männliche U12, die souverän vorne lag. Im 800-Meter-Lauf erzielten Tom Zukrowski (2:36,02 Minuten) und Hessens schnellster M10-Langstreckler Tristan Kaufhold (beide SSC/2:37,91 Minuten) ansprechende Zeiten. Bedirhan Altunsoy eröffnete zu schnell und lief letztlich 2:49,38 Minuten.

In der U14 behaupteten sich die Kreisauswahl-Mädchen auf dem geteilten fünften Platz. Dem jüngeren Jahrgang gehört Fünf-Kilometer-Hessenmeisterin Johanna Uherek (SSC/800 Meter 2:33,37 Minuten) an, die ganz knapp vor Elena Taubel (2:33,77 Minuten) in die Wertung kam. Damit waren die Youngster sogar noch schneller als die weibliche U16 mit Nessrien Amerschläger (2:34,79 Minuten) und Melissa Bensing (2:41,14 Minuten).

Markus Riefer im Senioren-Nationalteam

Leichtathletik. Den Senioren-Vergleichskampf zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien, der bei der achten Auflage in Sarregemines (Frankreich) zur Austragung kam, hat das deutsche Team gewonnen.

Mit dabei war Markus Riefer (M50) vom SSC Hanau-Rodenbach, der im 5000-Meter-Lauf mit dem mehrfachen Deutschen Meister Hardy Flum nominiert worden war. Die beiden Deutschen hatten gegen die laufstarken Konkurrenten aus Belgien heuer allerdings keine Chance, denn mit Patrick Vandenbosch (15:53,67 Minuten) und Patrick Van Daele (16:10,28 Minuten) setzten sich die Belgier bereits frühzeitig ab. So belegten Flum (16:34,78 Minuten) und Riefer in 16:57,04 Minuten hinter den Franzosen Joly (16:20,40 Minuten) und Tayss (16:23,22 Minuten) die Ränge fünf und sechs.

Dennoch gab es in der Gesamtwertung den klaren Erfolg für das Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. 356 Punkten entschieden für den DLV vor den französischen Gastgebern (315 Punkte) und Belgien (164 Punkte).

SSC Hanau-Rodenbach mit großem Team-Event

Regensburg-Staffel mit 60 SSC-Teilnehmern und Zeltlager

Mit 60 Läuferinnen und Läufern zwischen acht und 60 Jahren war der SSC Hanau-Rodenbach beim Regensburger Landkreislauf vertreten. Auf der über zehn Etappen und 65 Kilometer führenden Strecke behaupteten sich die fünf Nachwuchs-Staffeln in der Spitze. So gewann das Team SSC I. in der Besetzung Marius Abele, Hannah Straube, Marius Hofmann, Lisa Oed, Bernhard Taubel, Selma Celikkol, Julius Hild, Angela Schick und Philip Ahne die Jugendwertung in 4:47:55 Stunden vor SSC II. mit Max Grabosch, Tristan Kaufhold, Maximilian Hamburger, Robin Petzold, Attila Has, Evan Habtemichel, Mahmoud Gassem, Aden Monroe, Tom Seidel, die 4:56:54 Stunden benötigten. Trotz Dauerregen herrschte auf der Strecke und bei der abendlichen Siegerehrung im bayrischen Festzelt beste Stimmung: „Der Regen macht uns Läufern ja nichts aus“, unterstrich Projektleiter und Nachwuchstrainer Mohamed Gassem die Aussagen seiner Athleten, die bereits vor dem Wettkampf-Einsatz mit der Übernachtung auf dem örtlichen Campingplatz die erste Herausforderung zu meistern hatten. Top-Läuferin Lisa Oed, vor Wochenfrist mit Mannschaftssilber von Berglauf-Weltmeisterschaften der U20 heimgekehrt, bestätigte: „Es war zwar echtes Erkältungswetter, aber es lief alles bestens, weil die trockene Kleidung immer rechtzeitig an den Wechselpunkten eingetroffen ist.“ So zeigten also auch die zahlreichen Betreuer und Eltern eine echte Ausdauerleistung, die dieses erfolgreiche Team-Event erst möglich machte.

Sasha Müller siegt beim Länderkampf

Beim Ländervergleichskampf der Schüler zwischen Württemberg, Bayern und Hessen standen zwei Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach im Trikot des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV). Dabei gelang Sasha Müller im 800-Meter-Lauf der Disziplinsieg.

Die hatten ansonsten Seltenheitswert und so sprang in der Gesamtwertung der weiblichen und männlichen U16 lediglich der dritte Platz heraus. Dafür lief es bei Sasha Müller umso besser. Auf den zwei Stadionrunden über 800 Meter entwickelte sich im sechsköpfigen Feld mit dem Deutschen 3000-Meter-Meister ein taktisch anspruchsvolles Rennen, das die Hessen als „Team“ bestritten. Denn der zweite HLV-Starter Simon Schneider (LG Reinhardswald) bereitete nach verhaltenem Auftakt mit 67 Sekunden bei der 400-Meter-Zwischenzeit den „Show-Down“ zwischen Sasha Müller und dem bayrischen 800-Meter-Spezialisten Linus Wiedenbauer (TuS Geretsried) so gewieft vor, dass Müller den Schlussangriff aus der Innenposition starten konnte und sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen und „Laktat-Sprint“ auf der Zielgeraden in 2:06,30 Sekunden um Haaresbreite den Sieg sicherte. Damit wiederholte der SSC-Athlet seinen Vorjahreserfolg auf der Mittelstrecke.

Sein Vereinskamerad Karl Wandukwa lieferte beim Verbändekampf-Debüt eine solide Leistung in der 3x1000-Meter-Staffel ab. Sebastian Mrochen brachte das Trio in Führung, die Wandukwa bis kurz vor dem Wechsel auf Schlussläufer Hartwig hielt, ehe es in einer hart umkämpften Entscheidung dann doch nur zu Rang drei reichte. In 8:32,72 Minuten lag das HLV-Team lediglich 15 Meter hinter den siegreichen Bayern.

Lisa Oed Vizeweltmeisterin

SSC-Athletin holt Mannschaftssilber im Berglauf

Lisa Oed hat bei den Berglauf-Weltmeisterschaften der weiblichen Jugend U20 mit dem Nationalteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Silbermedaille gewonnen. Auf der über 3,5 Kilometer führenden und durch 500 Höhenmeter erschwerten Waldstrecke im bulgarischen Sapareva Banya übertraf die 17-jährige Nachwuchsathletin zudem in der Einzelwertung die Erwartungen.

Nachdem sie sich Anfang August bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Füssen auf den letzten Metern die Bronzemedaille und damit das WM-Ticket gesichert hatte, schlug nun auch international die Stunde der vielseitigen Läuferin. Gemeinsam mit der überragenden Sarah Kistner (MTV Kronberg/1.) und Nada Balcarczyk (LG Würm Athletik/6.) bestand sie gegen acht weitere Teams ihre Feuerprobe in der bis zu zwei Jahre älteren U20 und belegte unter 52 Einzelstarterinnen den 18.Platz. Dabei kam der Abiturientin ihre Erfahrung als Cross- und Hindernisläuferin zugute, denn nach anfänglich überschaubarer Steigung bauten sich im Mittel- und Schlussteil wiederholt „Rampen“ vor ihr auf, die bis zu 35-prozentige Steigungen beinhalteten. „Laufen war auf diesen Abschnitten kurzzeitig kaum möglich, aber entscheidend ist dann auch, wie man im Anschluss an die extremen Steigungen wieder zurück ins Laufen findet“, erklärte Oed die Herausforderung der WM-Strecke.

Die meisterte sie nach wiederholten Trainingseinheiten am Oberrodenbacher „Moby Dick“ auf der Silvesterlaufstrecke und im Büdinger Wald mit Treppenläufen ausgesprochen gut. War sie nach dem Start noch jenseits von Rang 30 notiert, arbeitete sie sich kontinuierlich nach vorne und hätte zum Schluss sogar fast noch den 15.Platz erreicht, zu dem nach 25:34 Minuten gerade einmal drei Sekunden fehlten. Siegerin Sarah Kistner benötigte 22:48 Minuten, und die sechstplatzierte Nada Balcarczyk folgte in 24:34 Minuten, womit letztlich nur die Tschechinnen mit 19 Punkten vor Deutschland (25 Punkte) gelistet waren. Bronze holte Italien mit 33 Zählern.

Hochzufrieden attestierte DLV-Berglauf-Betreuer Kurt König (Mittenwald) den Vizeweltmeisterinnen: „Natürlich überstrahlen die beiden Medaillen der U20 das gesamte Abschneiden des Teams. Gerade der Nachwuchs hat gezeigt, dass wir uns um die Zukunft des deutschen Berglaufs keine Sorgen machen müssen."

In sein Urteil schloss König auch die männliche Jugend mit Julius Hild ein. Der Deutsche U18-Hindernislaufmeister aus Rodenbach war für den verhinderten Davor Aron Bienenfeld nachgerückt und hielt sich in der U20 auf dem 41.Platz unter 65 Startern beachtlich. „Es war unglaublich hart, zum Schluss hatten wir laut Anzeige auf 1,5 Kilometern fast 500 Höhenmeter“, schilderte Hild, der auf dem feuchten und felsigen Boden des 7,3-Kilometer-Laufs zweimal stürzte und dennoch eisern durchhielt. Dass auch er wie Lisa Oed als jüngstes Mannschaftsmitglied hinter seinen beiden DLV-Teamgefährten Stefan Knopf (PTSV Rosenheim/ Platz 14) und Luca Hilbert (LG Westallgäu/ Platz 31.) blieb, störte den SSC-Athleten wenig. „Es war ein großes Erlebnis, und ich habe noch zwei Jahre Startberechtigung in der Jugend“, so Hild, der in der Mannschaftswertung den achten Platz belegte.

SSC-Senioren mit Gold-Triple

Rodenbacher Frank Seidel im Sieger-Team

Bei den Deutschen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf haben Dr.Stefan Hinze, Markus Riefer und Frank Seidel in Hamburg das Gold-Triple perfekt gemacht. Die Senioren des SSC Hanau-Rodenbach gewannen in der Altersklasse M50/55 wie schon zuvor im Crosslauf und im Halbmarathon die Mannschaftswertung. Hinzu kam der dritte Platz von Dr.Stefan Hinze in der Einzelwertung.

Dabei ging es denkbar knapp zu. Lediglich zwei Sekunden Vorsprung auf Reinmund Hobmeier (PTSV Rosenheim) und sieben Sekunden auf den direkten Mannschaftskonkurrenten Markus Pingpank (Hannover Athletics) rettete Hinze in seiner Klasse M50 ins Ziel. Gegenüber seinem Abschneiden bei den hessischen Berglaufmeisterschaften Ende August zeigte sich Hinze deutlich verbessert, obwohl die Witterungsbedingungen durch die sommerliche Hitze ähnlich belastend waren. Seine erzielten 34:11 Minuten gewinnen angesichts des großen Teilnehmerfeldes von mehreren tausend Startern im Alsterlauf an Wert. „Es hat 15 Sekunden bis zur Startlinie gedauert, den ersten Kilometer habe ich aufgrund des Gedränges erst nach 3:50 Minuten passieren können“, kritisierte der Chefarzt, der die Idee der Integration einer Deutschen Meisterschaft in einen der größten nationalen Straßenläufe für diskussionswürdig hält. Immerhin fand er dann in seinen gewohnten Rhythmus und spulte die Asphaltstrecke mit Kilometer-Splits von deutlich unter 3:30 Minuten ab.

Ihre gute Form bestätigten Markus Riefer als Sechster in 35:14 Minuten und Frank Seidel auf Rang 20 in 38:55 Minuten. Gemeinsam mit Dr.Stefan Hinze wurden für die Mannschaftswertung dank der Netto-Zeitregel 1:47:48 Stunden verbucht, womit Dauer-Konkurrent Hannover Athletics (1:48:37 Stunden) erneut das Nachsehen hatte. Deutlich abgeschlagen die weiteren Teams, von denen die LG Bremen Nord mit 1:53:08 Stunden Bronze holte.

Für die Senioren M35 gab es in der Besetzung Reinke, Unger und Hartwig ebenfalls Edelmetall. Der 39-jährige Physiotherapeut Ingbert Reinke hatte sich glänzend in Form gebracht und erzielte mit 35:46 Minuten auf Rang 17 eine neue persönliche Jahresbestzeit. Stefan Unger (18.) blieb mit 35:59 Minuten sekundengenau unter der angepeilten 36-Minuten-Marke, während Christian Hartwig nach einer Krankheitsphase keinen guten Tag erwischte, aber eisern durchhielt und in 38:26 Minuten das Bronzeteam komplettierte.

Max Grabosch mit Deutscher Jahresbestzeit

SSC-Schüler gewinnt die 3000 Meter in Rekord

Max Grabosch und Sasha Müller haben beim fünften Pfungstädter Abendsportfest für die besten Tagesleistungen im Schülerbereich gesorgt. Die beiden U16-Athleten des SSC Hanau-Rodenbach dominierten ihre Wettbewerbe und trugen sich in die Rekordlisten ein. Max Grabosch erzielte mit 9:19,81 Minuten die neue Deutsche Jahresbestzeit der Schüler M14, während sein M15-Vereinskamerad den 1000-Meter-Kreisrekord auf 2:37,38 Minuten drückte.

Damit verbesserte er die sechs Jahre alte Marke von Anusan Rajeentan, der sie seinerzeit von Lienhard Hersel (beide ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach) übernommen hatte. Das Erfolgsrezept Müllers war bei optimalen äußeren Bedingungen die gleichmäßige Renngestaltung mit 200-Meter-Abschnitten zwischen 31 und 32 Sekunden. „Die letzten 150 Meter bin ich dann so schnell gespurtet, wie es noch ging“, erklärte der Deutsche U16-Meister, der aufgrund seiner Leistungen während der Saison 2016 zur Nationalkader-Sichtung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Jugend U18 / U20 am kommenden Wochenende in Kienbaum eingeladen wurde.

Die Nummer eins in Deutschland ist aktuell auch Max Grabosch. Im 3000-Meter-Lauf der M14 verbesserte er mit 9:19,81 Minuten seine eigene nationale Jahresbestzeit um eine Sekunde und blieb lediglich wenige Hundertstel über dem Regionalrekord, den Sasha Müller im Vorjahr bei 9:19,69 Minuten fixiert hatte. Nach flottem Rennbeginn mit 3:00 Minuten für den Auftaktkilometer stellten sich bei dem leichtgewichtigen Langstreckenspezialisten zwischenzeitlich Fersenschmerzen ein, die die zweiten 1000 Meter auf 3:10 Minuten drückten. „Zum Schluss lief es dann wieder besser, aber da war noch mehr drin“, so Grabosch, der in dieser Verfassung bereits jetzt zu den heißen Anwärtern auf die Deutsche Schülermeisterschaft 2017 zählt.

Zunächst jedoch steht am kommenden Wochenende für beide Youngster die hessische Straßenlaufmeisterschaft auf der Fünf-Kilometer-Distanz in Marburg an, wo sie ihrer Favoritenrolle sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung gerecht werden wollen.

Zwei deutsche Jahresbestleistungen und ein Sachsen-Rekord

Fünf-Kilometer-Lauf des SSC bringt Bestenlisten in Schwung

Die elften offenen Kreismeisterschaften des SSC Hanau-Rodenbach im Fünf-Kilometer-Straßenlauf brachten die Bestenlisten bis auf Bundesebene in Schwung. Denn Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach/M15) und Julian Gering (LG Vogtland/M14) sorgten für zwei neue deutsche Jahresbestzeiten in ihren Klassen. Während Gering in 16:18 Minuten zudem einen neuen Sachsenrekord aufstellte, verfehlte Sasha Müller den eigenen Hessenrekord diesmal noch.

Nach einer Woche mit zwei weiteren Wettkampfeinsätzen lief es trotz guter Bedingungen auf der komplett flachen und sonnengeschützten Rodenbacher Asphaltstrecke nicht ganz so rund wie erhofft bei Sasha Müller. Seine im Vorjahr erzielten 15:52 Minuten musste er nach solider Anfangsphase wegen muskulärer Probleme ad acta legen, schaffte mit 16:13 Minuten dennoch die nationale Top-Zeit der Schüler und gewann die U16-Gesamtwertung vor Julian Gering, der sich seine nationale M14-Jahresbestzeit im Zielspurt vor dem gleichfalls deutlich verbesserten Süddeutschen Meister Max Grabosch (SSC/16:20 Minuten) erkämpfte.

Die Gesamtwertung der Männer ging erwartungsgemäß an Solomon Merne Eshete (TV Wasserlos). Allerdings blieb der 33-jährige Familienvater hinter den Erwartungen zurück, denn mit 15:24 Minuten vermochte er sich nicht die 50-Euro-Sonderprämie für eine Zeit von weniger als 15:00 Minuten zu sichern. „Ich habe gestern zu viel trainiert“, so Eshete. Gut ausgeruht gingen hingegen Marius Abele (SSC/1.U18/16:00 Minuten) und Jannik Trunk (SSC/16:06 Minuten) ins Rennen.

Bei den Frauen lieferten sich Neu-SSC´lerin Viktoria Schischkin (19:32 Minuten) und die 15-jährige D-Kader-Athletin Johanna Schneider (TV Waldstraße Wiesbaden/19:36 Minuten) ein spannendes Rennen, das für Schneider ebenfalls Niederschlag in der deutschen Bestenliste finden wird. Exakt 20:00 Minuten erreichte die drittplatzierte Tatjana Rauhut (SSC), ehe die schnellsten hessischen U14-Athletinnen ins Ziel im Rodenbacher Waldstadion stürmten. Elena Taubel (SSC/W13) hatte in 20:43 Minuten ganz knapp die Nase vorn vor ihrer Dauerkonkurrentin und Trainingsgefährtin Mirjam Beschorner (SG Schlüchtern/20:43 Minuten). Ebenfalls aus der Gruppe von Nachwuchstrainer Mohamed Gassem kommt Vanessa Mikitenko (SSC), die sich als Siegerin der W11 in 20:47 Minuten den Pokal für die beste weibliche Nachwuchsleistung der Veranstaltung sicherte. Und auch Viktoria Lofink vom TV Gelnhausen pulverisierte ihre Bestmarke und lief beachtliche 20:53 Minuten.

Beim männlichen Nachwuchs gab es zwei Auszeichnungen für besondere Leistungen. Neben Julian Gering bekam M10-Sieger Tristan Kaufhold (SSC) für seine 18:32 Minuten und 72 Sekunden Vorsprung auf die Schlüchterner Christian Baus und Luca Kress einen Pokal erreicht.

Mit vollem Einsatz lief nicht nur die Jugend um Platzierungen und schnelle Zeiten. Den speziellen „Motivations-Service für Senioren“, so SSC-Ehrenvorsitzender Harry Arndt, gab es für jeden Teilnehmer der Klassen MW65 und älter in Form einen Pokal als Finisher-Präsent. Bei den Frauen nahm in die 69-jährige Katharina Lehnfeld aus Frankfurt nach 32:18 Minuten entgegen, bei den Männern waren es mit Bernhard Kreuzer (SSC/M65/27:19 Minuten), Norbert Gündling (TV Goldbach/M75/25:51 Minuten), Stefan Bieg (TGS Niederrodenbach/M65/23:48 Minuten) sowie dem international erfolgreichen Langsprinter Hans Schuck (LAZ Bruchköbel/M75/34:06 Minuten) und dem Frankfurter Spiridon-„Urgestein“ Gerhard Schroeder (Jahrgang 1933/M80/43:12 Minuten) gar sechs Teilnehmer.

Viel Lob gab es von den Teilnehmern für die vom SSC mustergültig organisierte Veranstaltung, an die sich dann mit dem offenen Lauf und den Kreismeisterschaften gleich zwei Siegerehrungen mit zahlreichen Medaillen, Pokalen für die besten Tagesleistungen und Urkunden für jeden Teilnehmer anschlossen.

Stark besetzte Kreismeisterschaft

Vanessa Mikitenko offenbart Talent

Die Kreismeisterschaften der Schüler im Fünf-Kilometer-Straßenlauf und 4,2-Kilometer-Minimarathon mit insgesamt 57 Teilnehmern waren fast komplett in der Hand des SSC Hanau-Rodenbach, dessen Nachwuchsathleten den Großteil der Titel erkämpften. In die Siegerlisten trugen sich zudem die TGS Niederrodenbach und der SC Steinberg ein.

Für die besten Leistungen sorgten dabei mit ihren deutschen Jahresbestzeiten Sasha Müller (16:13 Minuten) und Max Grabosch (16:20 Minuten). Ganz stark auch der zehnjährige Tristan Kaufhold (18:32 Minuten) und die elfjährige Vanessa Mikitenko, die ihrer zwei Jahre älteren Trainingskameradin Elena Taubel (20:43) so dicht auf den Fersen blieb, dass sie sogar Mutter Irina Mikitenko beeindruckte. Die ehemalige Weltklasse-Marathonläuferin hat ihr Talent nicht alleine vererbt, denn auch Vater Alexander stand früher mit Topzeiten im Langstreckenlauf zu Buche. Die Frage nach ihrer Laufzeit war für das Nachwuchstalent allerdings nebensächlich. „Da muss ich erst einmal meine Mutter fragen“, beschied sie dem Journalisten, der wenig später von den beachtlichen 20:47 Minuten Kenntnis erhielt.

Weitere Kreismeistertitel gewannen Robin Petzold (SSC/M12) in 19:14 Minuten, Jonas Costa (TGS/M13) in 20:18 Minuten, Bedirhan Altunsoy (SSC/M11) in 21:49 Minuten, Chiara Kaiser (SC Steinberg/W14) in 22:01 Minuten, Chiara Heischmann (SSC/W15) in 22:19 Minuten, Carla Taubel (SSC/W10) in 22:48 Minuten und Tabea Bechhaus (TGS/W12) in 28:40 Minuten.

Im Minimarathon der Klasse U10 über 4,2 Kilometer machte Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach) den Jungen gehörig Druck. Lediglich David Beschorner von der SG Schlüchtern war in 18:12 Minuten schneller als die W09-Kreismeisterin, die 18:36 Minuten lief und vor Annalena Hamburger (SSC/19:29 Minuten) und Aminata Sebor (TGS/19:35 Minuten) gewann. Die W08 ging an Anne Grabosch in 19:43 Minuten. Beim männlichen Nachwuchs hatte Fynn Alfsmann in 19:11 Minuten die Nase vor seinem SSC-Vereinskameraden Patrice Schwalm (19:58 Minuten) vorn. Die M09 ging an Luca Bauz (TGS) in 22:45 Minuten.

Kreismeisterschaften boomen

Sonderprämien im Fünf-Kilometer-Lauf ausgesetzt

Wenn am Samstag mit Start und Ziel im Niederrodenbacher Waldstadion die elften Offenen Kreismeisterschaften im Fünf-Kilometer-Straßenlauf über die Bühne gehen, hoffen die Veranstalter des SSC Hanau-Rodenbach auf eine Bestätigung der hohen Voranmeldezahl. Mehr als 120 Athleten zwischen acht und 83 Jahren haben sich bereits für den schnellen Wettkampf um 11:00 Uhr gemeldet, Nachmeldungen sind bis 10:30 Uhr möglich.

Alleine auf die Titelkämpfe der Kreise Offenbach/ Hanau und Gelnhausen/ Schlüchtern entfallen 68 Teilnehmer der Klassen U10 im Minimarathon über 4,2 Kilometer und der Klassen U12, U14 und U16 im Fünf-Kilometer-Lauf. Freilich stammt das Gros der Starter aus den Reihen des ausrichtenden SSC Hanau-Rodenbach, doch auch der SC Steinberg, die TGS Niederrodenbach und die SG Schlüchtern sind mit ambitionierten Einzel- und Mannschaftsläufern vertreten. Während es für die Nachwuchsathleten durch die Titelkämpfe und den Offenen Wettbewerb eine zweifache Wertung mit Urkunden und Medaillen gibt, erhalten die Senioren ab den Altersklassen M/W 65 und älter jeweils einen Pokal. Hier hat sich die Senioren-Sprintlegende Hans Schuck (LAZ Bruchköbel) ebenso gemeldet wie Norbert Gündling vom TV Goldbach. Der 83-jährige Gerhard Schroeder (Spiridon Frankfurt) hat sich das Ziel gesetzt, die asphaltierte Waldrunde durch den Rodenbacher Forst in weniger als 45 Minuten zu absolvieren und damit innerhalb der Zielschlusszeit zu bleiben.

„So ganz eng sehen wir das aber natürlich nicht – wir werden auch noch etwas länger warten, wenn es ein Senior oder auch ein Nachwuchsläufer nötig macht, um seine Urkunde zu erhalten“, betont Sascha Arndt vom SSC Hanau-Rodenbach. An den Belangen der Teilnehmer und Zuschauer orientiert sich auch der Streckenverlauf. Zwei Einführungsrunden im Waldstadion, dann folgt der flache, wind- und sonnengeschützte Asphaltkurs, ehe es zurück ins Waldstadion und auf die Zielgerade geht.

Die guten Bedingungen locken Athleten aus ganz Deutschland an. So ist Julie Jungblut (U20) für den Triathlonverein Potsdam gemeldet, und mit Julian Gering von der LG Vogtland tritt der 14-jährige Bruder des U20-Vize-Europameisters im 10000-Meter-Lauf an. Sollte es eine Spitzenzeit geben, lohnt sich dies mit Blick auf die Sonderprämie. SSC-Ehrenpräsident Harry Arndt hat für eine Zeit von weniger als 15:00 Minuten bei den Männern ebenso 50 Euro ausgesetzt wie für eine Frauenleistung von weniger als 17:00 Minuten.

Oed und Hild im WM-Team

SSC-Jugendliche starten beim Berglauf in Bulgarien

„Upgrade“ für die beiden Deutschen Meister des SSC Hanau-Rodenbach: Lisa Oed und Julius Hild, beide nationale Titelträger der Jugend U18, haben nach ihren überzeugenden Auftritten nun auch die Nominierung zur Berglauf-Weltmeisterschaft der Jugend U20 erreicht. Der Berglaufwart des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Kurt König (Mittenwald), nahm die Nachwuchsläufer in die DLV-Mannschaften auf, die am Sonntag im bulgarischen Sapareva Banya starten.

Gegen die zwei Jahre ältere Konkurrenz besitzen Oed und Hild in der Einzelwertung freilich keine Chance, zumal die Weltmeisterschaft auch mit Topathleten aus dem afrikanischen Hochland besetzt ist. Daher liegt das Hauptaugenmerk der beiden SSC-Athleten in der Mannschaftswertung. So geht Lisa Oed mit der amtierenden Europameisterin und Vize-Weltmeisterin Sarah Kistner vom MTV Kronberg sowie der Deutschen Vizemeisterin Nada Balcarczyk auf die anspruchsvolle Strecke über 3,6 Kilometer und 531 Höhenmeter. Höchste Schwierigkeiten warten also bereits im weiblichen Jugendbereich angesichts der bis zu 20-prozentigen Anstiege, und auch Julius Hild wird auf seiner 7,3-Kilometer-Distanz über 773 Höhenmeter an die Leistungsgrenze gehen müssen, um Anschluss an den Deutschen U20-Meister Stefan Knopf (PTSV Rosenheim) und Luca Hilbert (LG Westallgäu) halten zu können.

Sara Lisa Zorn Hessische Jugendsprecherin

Steinheimerin in ihrem Amt für zwei weitere Jahre bestätigt

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften war Sara Lisa Zorn im Dauereinsatz, ebenso wie zuvor bei den Landesmeisterschaften der Jugendlichen U20 und U16. Obwohl die Steinheimerin die Altersgrenze der Jugend seit einigen Monaten überschritten hat, ist sie stets dabei, wenn es um Titel und Medaillen geht, denn Sara Zorn ist Jugendsprecherin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) und bei den aktuellen Wahlen in ihrem Amt bestätigt worden.

Für die 20-jährige Sara Lisa Zorn ist diese Aufgabe genau das Richtige. Als Betreuerin im HLV-Nachwuchscamp und beim U16-Verbändekampf gegen Bayern und Württemberg sowie als Ansprechpartnerin bei Hessischen Meisterschaften hat sie zahlreiche Erfahrungen sammeln und an den Aufgaben wachsen können.

Die Wurfspezialistin, die im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach im Speerwurf, Kugelstoß und Diskuswurf mehr als ein Dutzend hessische Titel gesammelt hat und nicht zuletzt durch ihre Freundschaft mit dem Deutschen U20-Hammerwurfmeister Konstantin Steinfurth auch erfolgreich in dessen Disziplin hineinschnuppern konnte, hat immer ein offenes Ohr für die Belange der Nachwuchsathleten und sorgt außerdem mit Aktionen neben der Laufbahn für Kurzweil. So stehen am Rande der leichtathletischen Leistungssport-Disziplinen interessante Rätsel ebenso auf dem Programm wie sportliche Tests, zuletzt ein Counter-Movement-Wettbewerb zur Reaktivkraftfähigkeit, den bei den hessischen Jugendmeisterschaften die Hanauerin Sophie Ullrich gewinnen konnte.

Eigene Wettkampferfahrungen, viele Ideen, das nötige Verantwortungsbewusstsein und dabei jede Menge Spaß bei der Arbeit machen Sara Lisa Zorn und ihren männlichen Kollegen Jonas Kniffka zu geeigneten Ansprechpersonen, wenn es um Fragen, Wünsche, Anregungen, Probleme oder Änderungsvorschläge geht. Für den nächsten Einsatz beim Jugendverbändekampf Mitte September in Ludwigsburg sind die Material-Koffer bereits gepackt, und Sara Lisa Zorn ist guter Dinge: „Ich freue mich schon sehr darauf, wieder mit HLV-Athleten in Kontakt zu treten. Meine eigene Saison werde ich jetzt so langsam ausklingen lassen, damit ich mich auf den neuen Lebensabschnitt mit dem Studium vorbereiten kann.“

Sara Lisa Zorn, die nach ihrem Abitur an der Carl-von-Weinberg-Schule gleich auch noch ein Freiwilliges Soziales Jahr an ihrer vormaligen Bildungseinrichtung drangehängt hat, möchte zukünftig auch beruflich mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten. Mit Beginn des Wintersemesters wird sie in Frankfurt Förderschullehramt studieren. So stehen also dann nicht mehr die Hochleister und Hochbegabten im Mittelpunkt, sondern die Benachteiligten. Für Sara Lisa Zorn ein Traumberuf: „Ich wollte schon immer gerne in meinem Beruf an einer Schule arbeiten. Bei der Arbeit mit Behinderten habe ich immer das Gefühl, dass von ihnen alles so ehrlich zurückkommt und man genau merkt, ob man etwas richtig oder falsch gemacht hat. Außerdem freue ich mich, wenn ich "benachteiligten" Menschen Dinge beibringen kann und ihnen helfen kann, sich im Leben zurecht zu finden.“

Karsten Fischer Marathonsieger

100-Kilometer-WM-Einsatz im November

Mit einem überzeugenden Sieg beim 16.Hunsrück-Marathon hat Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) seine Ambitionen auf einen Start im Ultramarathon-Nationalteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) untermauert. Der 32-jährige Langstreckenläufer entschied sich kurzfristig zum Start und meldete direkt aus dem alpinen Urlaub kommend nach.

Die dort absolvierten Höhenmeter kamen dem Zweitplatzierten des Bieler 100-Kilometer-Laufs zupass, führt der Hunsrück-Marathon doch über einen durchweg profilierten Parcours. Hauptkonkurrent war der Butzbacher Marco Diehl (DVAG-Marathon-Team), der frühzeitig die Initiative ergriff, aber keinen entscheidenden Vorsprung herausholen konnte. So hielt Karsten Fischer den Führenden stets im Blick, passierte die Halbmarathonmarke bei 1:25 Stunden und schloss nach 24 Kilometern zu Diehl auf. „Beim letzten Anstieg bei Kilometer 28 habe ich das Tempo leicht angezogen und nach dem Anstieg einige richtig schnelle Kilometer um 3:30 Minuten pro Kilometer hingelegt, um aus seinem Sichtfeld herauszulaufen“, erklärte der SSC-Athlet seine Taktik. Die ging trotz der hitzebedingten Strapazen auf. „Die letzten sieben Kilometer ab Kilometer 35 wurden dann nochmal richtig hart, weil davon einiges ohne Schatten war und ich in den letzten Wochen eher bei kühlen Temperaturen und langärmlig unterwegs gewesen war. Der Zieleinlauf auf dem Schlossplatz meiner Geburtsstadt Simmern war dann aber nochmal etwas Besonderes“, so Fischer, der dort vor zwei Jahren den Halbmarathon gewonnen hatte und 2015 knapp vor dem Ziel des Marathons abgefangen wurde und Zweiter geworden war.

Heuer reichte es für ihn zum überlegenen Erfolg in 2:49:06 Stunden vor Marco Diehl (2:50:48 Stunden) und mehr als 100 weiteren Startern. Gratulationen erhielt Karsten Fischer auch vom Deutschen Leichtathletik-Verband, der ihn in den engsten Kandidatenkreis zur 100-Kilometer-Weltmeisterschaft in Spanien Ende November berufen hat. So wird der Großkrotzenburger am Trainingslager des 100-Kilometer-Kaders teilnehmen und dabei auch den Taubertallauf über 71 Kilometer absolvieren. Erwartungen hinsichtlich guter Platzierungen bei einem möglichen WM-Start hat der frühere Radrennfahrer noch nicht. „Weiter als bis zum DLV-Trainingslager habe ich jetzt noch nicht geplant. Ich muss erst einmal wieder ein paar Wochen anständig trainieren und schauen, was die Form dann sagt“, macht er eine ganz nüchterne Rechnung auf, wohlwissend, dass für die 100-Kilometer-Distanz eine besonders gute Ausdauergrundlage notwendig ist.

Fünf Kilometer für Rekordläufer und Anfänger am 10.September in Rodenbach

Deutsche Meister und Lauftreff-Teilnehmer gemeinsam am Start

Wenn am 10.September der traditionelle Fünf-Kilometer-Straßenlauf des SSC Hanau-Rodenbach mit Start und Ziel im Rodenbacher Waldstadion ausgerichtet wird, hofft man seitens der Veranstalter auf den schnellsten Wettkampf dieser Art hessenweit. Denn die im Vorjahr aufgestellte hessische Rekordmarke der Schüler M15 durch Sasha Müller (SSC) von 15:52 Minuten könnte bei der 2016er-Auflage weiter gesteigert werden.

Inzwischen hat sich Sasha Müller in die Siegerlisten der Deutschen Meisterschaften eingetragen und seine läuferischen Fähigkeiten im Vergleich zu 2015 deutlich verbessert. So gewann er Anfang August die nationalen Titelkämpfe der Schüler M15 im 3000-Meter-Lauf, wobei er einen neuen Hessenrekord auf dieser Strecke aufstellte. Die dabei erreichten 8:56,13 Minuten lassen sich für die Fünf-Kilometer-Distanz auf 15:30 Minuten hochrechnen, was für den Nachwuchsathleten allerdings auch auf der flachen Asphaltrunde durch den Rodenbacher Wald kein Selbstläufer wird. Nach zwei Wochen Aktivurlaub in der Schweiz steht nun zunächst der Wiedereinstieg ins Vereinstraining im Mittelpunkt. Dass es in Rodenbach schnell zugehen wird, steht indes außer Frage. Denn mit dem U20-Weltmeisterschaftsteilnehmer Lukas Abele, dem U18-Weltcup-Teilnehmer Marius Abele, dem Süddeutschen M14-Meister und DLV-Jahrgangsschnellsten Max Grabosch haben gleich drei SSC-Athleten Ansprüche auf Topzeiten angemeldet.

In den Schülerklassen ist der Wettbewerb als Kreismeisterschaft mit Urkundengarantie für jeden Finischer der Titelkämpfe und des offenen Laufs ausgeschrieben. Außerdem gehört der Rodenbacher Fünfer seit 2016 zum erima-Laufcup des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, mit dem der landesweite Straßenlauf-Nachwuchs eine Förderung erfährt. Gleichzeitig wird für die Klassen U10 ein 4,2-Kilometer-Minimarathon ausgerichtet, der ebenfalls um 11.00 Uhr startet. Für Schulen und leichtathletikfremde Teams aus Mannschaftssportarten bietet der Schul-Sport-Club SSC einen besonderen Anreiz: Der Start kostet ab zehn Teilnehmern lediglich drei Euro pro Athlet, außerdem gibt es Pokale für diese Gruppen.

Bislang standen die Schüler und Jugendlichen im Mittelpunkt der Veranstaltung, doch dies könnte sich bei der elften Auflage ändern. Solomon Merne Eshete, bayrischer Meister mit einer Bestzeit von 14:05 Minuten, erhielt bei einem Probetraining die Einladung zur Teilnahme und sollte die 15-Minuten-Barriere unterbieten können.

In der Erwachsenenklasse erfolgt die Gesamtwertungs-Siegerehrung direkt im Anschluss an die Veranstaltung für die Plätze eins bis acht. Die Senioren ab der Klasse W/M65 erhalten außerdem eine Sonderwertung im Fünf-Jahres-Modus. „Wir bieten unseren Altersklassen eine zusätzliche Motivation, indem wir sie bis zur W/M85 und älter ehren und auszeichnen und hoffen auch in diesen Klassen auf eine ansprechende Beteiligung. Geeignet ist unser Lauf auch für Anfänger und Lauftreffteilnehmer, da die Zielschlusszeit bei 45 Minuten festgelegt ist“, erklärte Lauf-Initiator Harry Arndt, der die Ausrichtung der Veranstaltung seit dem Vorjahr an das mehrköpfige SSC-Veranstaltungsteam weitergegeben hatte.

Meldungen nimmt der SSC Hanau-Rodenbach online bis zum 3.September entgegen, anschließend kann bis eine Stunde vor Wettkampfbeginn am 10.September gegen eine erhöhte Gebühr nachgemeldet werden. Weitere Informationen unter www.ssc-hanau-rodenbach.de

Tatjana Rauhut stürmt zu Bronze

Hessische Berglaufmeisterschaften mit Überraschungserfolgen

Bei den hessischen Berglaufmeisterschaften in Abterode überraschte Tatjana Rauhut in ihrem ersten Erwachsenenjahr als Dritte der Frauen-Gesamtwertung. Auf der über 9,6 Kilometer und 430 Höhenmeter hinauf zum Meißner führenden Strecke gab es für die Vertreter des SSC Hanau-Rodenbach zudem einen Dreifach-Erfolg in der männlichen Jugend U18 und den Mannschaftstitel für die Senioren M40/M45.

Tatjana Rauhut lief bei hochsommerlichen Temperaturen offensiv an und konnte nach den vier lediglich leicht profilierten Auftaktkilometern ihr Tempo halten, ehe es in den mehr als zehnprozentigen Anstieg ging. „Die Deutschen Meisterschaften am Tegelberg Anfang August waren zusammen mit den Trainingseinheiten in Büdingen und Rodenbach eine sehr gute Vorbereitung. Außerdem habe ich in den zurückliegenden Wochen jeweils einmal wöchentlich in Kilianstädten eine Einheit an der 300 Meter langen Treppe absolviert“, erklärte die Studentin, die sich gegenüber dem Vorjahr gleich um mehr als zwölf Minuten verbesserte. Gemeinsam mit Frauke Tschiltschke (3.W55/1:01:30 Stunden) und Annette Straub (4.W55/1:05:08 Stunden) gab es dann noch Mannschaftsbronze für Tatjana Rauhut. Die W50/W55-Mannschaft belegte in der Besetzung Tschiltschke, Straub und Bertschy-Abele konkurrenzlos Rang eins.

Die gleiche Konstellation gab es in der männlichen Jugend U18. Hier setzte sich Julius Hild in 44:52 Minuten vor seinen Vereinskameraden Marius Abele (47:44 Minuten) und Jonas Rapp (51:15 Minuten) durch. Schnellster SSC-Läufer am Meißner war der U20-Athlet Philip Ahne, der auf Platz drei nach 44:27 Minuten seinen größten diesjährigen Erfolg feierte. „Ich habe in den letzten Wochen eine Mischung aus Kraftausdauer und Schnelligkeit trainiert, von daher kam der dritte Platz wirklich überraschend“, so Ahne, der das Rennen moderat begonnen hatte und dann an den höher eingeschätzten Abele-Brüdern und Julius Hild vorbeiziehen konnte. In der Mannschaftswertung belegten Ahne, Abele (6./47:22 Minuten) und Fleiner (9./53:57 Minuten) den zweiten Platz.

Während die M50/M55-Mannschaft mit Dr.Stefan Hinze (4.M50/49:22 Minuten), Frank Seidel (9.M50/55:29 Minuten) und Michael Abele (7.M55/58:13 Minuten) den vierten Platz belegte, setzte sich das M40/M45-Team überraschend gegen die favorisierten Athleten des TV 03 Breitenbach durch. Dr.Michael Schrodt (3.M40/47:47 Minuten), Sascha Arndt (7.M45/53:59 Minuten) und Jörg Flohr (9.M45/56:26 Minuten) holten 2:55 Minuten auf die Nordhessen heraus. Die Männer-Gesamtwertung brachte für den SSC Hanau-Rodenbach mit Dr.Michael Schrodt, Dr.Stefan Hinze und Sascha Arndt den sechsten Platz.

Drei Mannschaftsgoldmedaillen für SSC-Bergläufer

Lisa Oed schafft den Sprung ins U20-WM-Team

Bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in Füssen stockte der SSC Hanau-Rodenbach seine Goldbilanz weiter auf. Lediglich eine Woche nach drei Mal Einzel-Gold der Jugend im Stadion ließen die erfolgshungrigen Läufer nun am ostallgäuer Tegelberg drei erste Plätze in den Mannschaftswertungen männliche Jugend U20, weibliche Jugend U20 und Männer M35 folgen. Hinzu kam die Bronzemedaille durch Lisa Oed in der U20-Einzelwertung.

Die 17-jährige Allrounderin war als Deutsche 3000-Meter-Meisterin und Hindernis-Vizemeisterin der U18 gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz um Berglauf-Weltmeisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg) und deren Nationalmannschaftskollegin Nada Balcarczyk (LG Würm) angetreten. Entsprechend galt sie als Außenseiterin, zumal die 8,0-Kilometer-Strecke mit 920 Höhenmetern und einem 30-prozentigen Skihanganstieg die alpinen Berglaufspezialisten begünstigte. „Bei Kilometer fünf dachte ich nicht, dass ich heute einen guten Tag erwischt habe, aber durch die direkte Konkurrenzsituation auf dem Schlussabschnitt lief es dann doch noch richtig gut“, erklärte Lisa Oed nach ihren Einsatz, bei dem sie zunächst 15 Sekunden hinter der Rosenheimerin Lena Barth lag, dann aber am Steilstück Meter um Meter aufholte und schließlich vorbeizog.

So erkämpfte sie sich hinter Kistner (48:25 Minuten), Balcarczyk (51:20 Minuten) und noch vor Barth (54:04 Minuten) in 53:34 Minuten den dritten Platz und damit die direkte Qualifikation zur Jugend-Weltmeisterschaft Anfang September in Bulgarien, wo es mit den beiden 19-Jährigen durchaus um eine Top fünf-Platzierung gehen kann.

Von einem weiteren internationalen Einsatz hatte im Vorfeld auch Julius Hild geträumt, doch eine Woche nach dem Deutschen Hindernistitel der U18 waren die Beine noch schwer. So blieb ihm als Jahrgangsbester in 45:28 Minuten der sechste Platz, womit er das siegreiche U20-Team mit Marius Abele auf Rang neun in 47:23 Minuten und Lukas Abele auf Rang zehn in 47:25 Minuten anführte. Zum Mannschaftstitel hätte es auch noch mit Philip Ahne (12./49:15 Minuten) gereicht, der gemeinsam mit Jakob Thöming (14./50:19 Minuten) und Jonas Rapp (18./54:51 Minuten) hinter dem PTSV Rosenheim die Bronzemedaille gewann. Während das weibliche Jugendteam des SSC mit Lisa Oed, Viktoria Mancho und Hannah Straube sowie Ersatzläuferin Selma Celikkol konkurrenzlos den ersten Platz belegte, mussten sich die Senioren M35 ordentlich strecken, um nach den Siegen im Cross- und Halbmarathonlauf erneut ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Das gelang dank der Energieleistung von Jörn Harland, der gleichzeitig schnellster SSC-Vertreter der Gesamtwertung war. Seine 44:52 Minuten waren Rang vier der M35 wert, ehe Thomas Seibert in 46:18 Minuten auf dem sechsten Platz und Stefan Unger mit 50:52 Minuten als Zwölfter folgten. „Diese kurzen Strecken sind doch eine andere Herausforderung“, so Harland, der als Marathonspezialist auch im alpinen Gelände „nicht schneller, aber noch viel länger“ hätte laufen können. Letztlich reichte es aber zum sicheren Teamerfolg vor dem TuS Heltersberg und der LAG Wesertal. In der Männergesamtwertung kam der SSC mit Harland, Hild und Seibert auf Rang acht in die Urkundenränge, ebenso wie M50-Läufer Markus Riefer auf dem sechsten Platz der Einzelwertung. Tatjana Rauhut belegte im Frauenklassment den 47.Rang, Annette Straub wurde Elfte der W55, Ingbert Reinke 17. der M35 und Marius Hoffmann 19.in der U20.

Sasha Müller Deutscher Meister

31 Jahre alten Hessenrekord verbessert

Leichtathletik. Deutscher Meister in Hessenrekordzeit – besser konnte es für Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) bei den nationalen Titelkämpfen der Schüler M15 in Bremen gar nicht laufen. Der 15-jährige SSC-Athlet spulte die 3000 Meter in 8:56,13 Minuten ab und lag damit 20 Sekunden vor den Verfolgern Nick Kämpgen (ASV Süchteln/ 9:16,18 Minuten) und Julius Oheim (Hallesche SF/ 9:18,53 Minuten).

Kämpgen hatte sich zunächst an die Fersen des angesichts seiner Bestzeit von 8:57 Minuten favorisierten Hessenmeisters geheftet, konnte allerdings lediglich bis zur Streckenhälfte im Windschatten mithalten. Aus dem ohnehin hohen Tempo mit 3:00 Minuten bei 1000 Metern und 6:00 Minuten bei der 2000-Meter-Marke beschleunigte Müller sogar noch. „Die Zuschauer haben mich die ganze Zeit angefeuert, die Stadionsprecherin hat super moderiert – es einfach die beste Stimmung, die ich je erlebt habe“, kommentierte der Gymnasiast die Rahmenbedingungen für seine außergewöhnliche Leistung. Die schloss er mit einem beeindruckenden Endspurt auf den letzten 200 Metern bis ins Ziel ab, wo er ausgelassen den nationalen Schülertitel und den Hessenrekord bejubelte.

„Anfang Juni war ich bei einem Sportfest 0,7 Sekunden zu langsam für den Rekord. Ich wollte nicht noch einmal so knapp dran vorbeilaufen“, so Müller, der die bisherige Bestmarke seines Vereinskameraden Carsten Arndt aus dem Jahr 1985 von 8:56,9 Minuten auf 8:56,13 Minuten steigerte und damit gleichzeitig die vierte Deutsche Jahresbestleistung des SSC Hanau-Rodenbach in der aktuellen Saison erreichte.

Die direkte Fortsetzung der mit DM-Gold gekrönten Rekordsaison ist indes nicht geplant. „Ich habe den Titel für meinen früheren Trainer Harry Arndt gewonnen, denn ich habe viel bei ihm gelernt. Jetzt geht es aber erst einmal in den Urlaub, bevor dann der Fünf-Kilometer-Lauf in Rodenbach, die hessische Meisterschaft und ein Verbändevergleichskampf folgen“, erklärte er nach seinem Coup.

Nicht so gut wie erhofft schnitt sein Vereinskamerad Karl Wandukwa ab. Bis einen Kilometer vor Schluss vermochte er im Bereich der Top ten zu laufen, ehe er deutlich zurückfiel und in 9:57,72 Minuten den 14.Platz belegte.

Drei Deutsche Meistertitel für SSC-Jugend

Glückwünsche der Verbands-Präsidentin an Oed, Hild und Abele

Das Mönchengladbacher Grenzlandstadion wurde für die Läufer des SSC Hanau-Rodenbach zur Goldgrube. Bei den dort ausgetragenen Deutschen Meisterschaften der Jugend U18/U20 holten sie drei Einzeltitel und erzielten sowohl für den Sportkreis Hanau als auch für den SSC Hanau-Rodenbach ein bislang nicht erreichtes Ergebnis. Die drei Goldmedaillen gewannen Lisa Oed im 3000-Meter-Lauf U18, Julius Hild im 2000-Meter -Hindernislauf U18 sowie Lukas Abele im 1500-Meter-Lauf der U20.

Der DLV-Jahresschnellste und Kreisrekordhalter in 3:45,12 Minuten befreite sich noch in den Minuten vor dem Wettkampf aus einer mental schwierigen Situation und trommelte eine 54-Sekunden-Schlussrunde auf die 400-Meter-Rundbahn. Die pfeilschnelle Endphase des taktisch geführten Meisterschaftsrennens hielt Abele im Spurt auf der Zielgeraden eisern durch und ließ damit WM-Teilnehmer Marvin Heinrich (Neuköllner SF/3:57,50 Minuten/4.), Titelverteidiger Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth/3:57,41 Minuten/3.) und den 2014er-Meister Thilo Brill (LG Nord Berlin/3:57,03 Minuten) hinter sich.

Mit seinem Sieg in 3:56,97 Minuten setzte Lukas Abele den Schlusspunkt unter das erfolgreichste DM-Wochenende in der Historie des SSC Hanau-Rodenbach. Denn auch zuvor hatte es an jedem Wettkampftag eine Goldmedaille für die Läuferhochburg gegeben, die damit für den Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) das Gros der insgesamt vier HLV-Titel holte und Glückwünsche von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke entgegennehmen durfte.

Den Anfang der Siegesserie machte Lisa Oed im 3000-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18. Gegen die Europameisterschaftsteilnehmerin und Deutsche Crossmeisterin Lisa Vogelgesang (LG Eintracht Hildesheim) in der Außenseiterposition, krönte die 17-jährige Abiturientin mit 1:23 Minuten für die letzten 500 Meter ihre taktische Glanzleistung und gleichzeitig die gesamte Saison. Fast hätte sie mit 10:03,49 Minuten noch an ihre 9:57-Minuten-Bestzeit herangereicht, doch das spielte angesichts des klaren Erfolgs über Lisa Vogelgesang (10:04,54 Minuten) und über die DLV-Jahresschnellste Paulina Kayßer (SC Itzehoe/10:08,74 Minuten) eine untergeordnete Rolle.

Zwei Urkundenplatzierungen erreichten in der männlichen Jugend Julius Hild auf Rang fünf mit 8:57,68 Minuten und Marius Abele auf Rang sieben mit 9:00,10 Minuten. Jonas Rapp belegte in 9:19,73 Minuten den 15.Platz. Einen Rang besser platzierte sich tags darauf im 2000-Meter-Hindernislauf sein Vereinskamerad Jakob Thöming, der in neuer persönlicher Bestzeit von 6:25,70 Minuten den 14.Platz erreichte. Den Vogel schoss jedoch Julius Hild ab, der sein einsames Temporennen an der Spitze der Hindernisläufer souverän als Sieger ins Ziel brachte. Der verdiente Lohn seines mutigen Rennens: Deutsche Jahresbestzeit und Kreisrekord in 6:02,93 Minuten, womit er vor Nick Jaeger (TSV Penzberg/6:05,10 Minuten) und 15 weiteren Konkurrenten zum überraschenden Erfolg kam.

Ihre üppige Medaillensammlung vermochte auch Lisa Oed weiter aufzustocken. Silber im Cross, Gold über 3000 Meter und zusätzlich Silber im 1500-Meter-Hindernislauf von Mönchengladbach lautet die Bilanz. Denn auch in dieser anspruchsvollen Disziplin bewies sie nationale Spitzenklasse, rang in der Kreisrekordzeit von 4:59,77 Minuten noch auf den letzten Metern die EM-Teilnehmerin Leandra Lorenz (Brandenburg/5:00,12 Minuten) nieder und musste nur die Überlegenheit der EM-Elften und Titelverteidigerin Lisa Vogelgesang (4:58,37 Minuten) anerkennen.

Lukas Abele: Deutscher Meister als Befreiungsschlag

Lukas Abele hat seiner Erfolgsbilanz eine weitere Topleistung hinzugefügt. Der nun in Mönchengladbach errungene Deutsche Meistertitel der Jugend U20 besitzt für den Sportler im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach einen ganz besonderen Stellenwert, bedeutet er doch gleichzeitig den Befreiungsschlag nach einigen unglücklichen Ergebnissen auf nationaler Ebene.

Keine Frage, Lukas Abele, Jahrgang 1997, hat in seiner Karriere als jugendlicher Mittelstreckenläufer schon derart viele Erfolge gefeiert, dass seine Serie von mehr als zwei Dutzend Hessentiteln, mehreren deutschen Jahresbestzeiten, Süddeutschen Titeln, Bronze und Silber bei Deutschen Jugendmeisterschaften sowie den Qualifikationen zur U20-Europameisterschaft 2015 und Jugend-Weltmeisterschaft 2016 schlicht beeindruckend erscheint.

Für den Nationalkader-Athleten stellen sich beim Blick auf die eigene Bilanz jedoch durchaus zwiespältige Gefühle ein. So war die mit Bronze bestrittene 2014er-DM angesichts der damals von ihm vorgelegten schnellsten Meldezeit letztlich doch „nur“ ein Teilerfolg. Die U20-EM-Teilnahme im Vorjahr scheiterte an einer kurzfristigen Erkrankung, Rang vier bei der darauf folgenden DM konnte ebenso wenig zufriedenstellen wie der Abschluss der diesjährigen Wintersaison. Die endete nicht wie erwartet auf dem Treppchen der Deutschen Jugendhallenmeisterschaften, sondern wiederum im Krankenbett.

„Das setzt sich fest, man erinnert sich an die Misserfolge, wird dadurch unsicher und zweifelt an seinen Fähigkeiten“, fasste Lukas Abele die mentale Situation vor dem Saisonhöhepunkt aus seiner Sicht zusammen. Und genau dieses „schwarze Loch“ drohte nun in Mönchengladbach die bislang reibungslos verlaufene Sommersaison förmlich zu verschlingen. Hatte er bei der U20-WM im polnischen Bydgoszcz noch „Lust auf mehr“ formuliert und direkt für die Deutschen Meisterschaften weiter trainiert, stand er nach seiner Rückkehr aus Polen nach eigenem Bekunden zunächst einmal „neben sich“ und hatte damit dann auch noch in Mönchengladbach zu kämpfen.

Zwar war Lukas Abele mit der Deutschen Jahresbestzeit von 3:45,12 Minuten die Nummer eins der Meldeliste, doch angesichts der starken Konkurrenz mit zwei weiteren 3:45-Minuten-Läufern stellten sich im Vorfeld des Saisonhöhepunkts gewichtige Zweifel ein. „Ich bin bei Deutschen Meisterschaften schon mehrfach als Mitfavorit gehandelt worden, nie hat es zum Sieg gereicht“, zeigte sich der sensible Sportler verunsichert. Das „mulmige Gefühl in der Magengrube“ vermochte angesichts „schwerer Beine bis zur 1000-Meter-Marke“ auch der überstandene Vorlauf nicht zu beseitigen, und selbst am Finaltag fand das mentale Dilemma mit unerklärlich „schlechtem Gefühl“ zunächst seine Fortsetzung. Doch dann gelang es dem bald 19-jährigen Oberstufenschüler in den Minuten vor dem Start gerade noch rechtzeitig, den Schalter umzulegen und sich über das Einlaufen außerhalb des Stadions vom eigenen Druck zu befreien.

„Wir sind zusammen raus, und mein Trainer hat mir gesagt, dass er früher immer gut gelaufen ist, wenn es ihm vor dem Wettkampf schlecht ging. Dazu noch seine richtig gute Laune beim Aufwärmen vor dem Wettkampf – das hat geholfen“, erklärte Lukas Abele auf Leichtathletik-TV den Stimmungsumschwung, der dann den Ausschlag zwischen Erfolg und Misserfolg gab. Denn als der 1,91 Meter große Laufästhet mit raumgreifendem Schritt den entscheidenden Angriff setzte, war er wieder ganz in der Rolle des Siegers, die er bei den nationalen Ausscheidungsrennen zur U20-WM so überzeugend geboten hatte. „Ich wusste schon 90 Meter vor dem Ziel, dass ich gewinnen würde“, schilderte er sein Hochgefühl, das ihm auch der Schlussangriff des Berliners Thilo Brill nicht nehmen konnte. Die fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung - umgerechnet gerade einmal 40 Zentimeter - auf den Vizemeister kommentierte Lukas Abele dann ganz nüchtern: „Er hat mich schon zwei Mal überrascht, dieses Mal nicht mehr !“

Lisa Oed mit Gold und Silber

Nach Prädikats-Abitur nun die sportliche Krönung

Lisa Oed weiß, was sie will. Mitten im Abistress, den sie dann mit einem Schnitt von 1,1 ad acta legte, formulierte die 17-Jährige bereits zu Saisonbeginn: „Ich möchte Deutsche Meisterin werden !“ Klar, das wollen viele Sportler, doch für Lisa Oed standen die Chancen mit drei Top-Drei-Platzierungen in der nationalen Rangliste der weiblichen Jugend U18 über 1500 Meter, 1500 Meter Hindernis und 3000 Meter ausgesprochen gut, obgleich sie in keiner Disziplin als Favoritin galt.

So hatte die SSC-Athletin die Qual der Wahl. Die im Vorjahr mit Bronze veredelten 1500 Meter ließ sie komplett aus, entschied sich beim Saisonhöhepunkt in Mönchengladbach stattdessen für die 3000 Meter am ersten Wettkampftag und den 1500-Meter-Hindernislauf am Folgetag. In beiden Wettbewerben traf sie auf die U18-Europameisterschaftsteilnehmerin und dreifache Deutsche Meisterin Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim), die sie bislang noch nie hatte bezwingen können. „Ich schätze sie höher ein als alle anderen, auch als die Jahresschnellste Paulina Kayßer, die mich bei der Jugend-Gala in Weinheim bezwungen hat“, erklärte Lisa Oed vor dem 3000-Meter-Wettbewerb. Der verlief dann wie erwartet als typisches Meisterschaftsrennen inmitten der 25 Konkurrentinnen. Spannend wurde es erst, als Paulina Kayßer zwei Runden vor Schluss die Initiative ergriff und das Feld auseinanderzog.

Lisa Oed und Lisa Vogelgesang blieben an ihrer Schulter, die Hessenmeisterin stets darauf bedacht, möglichst wenige zusätzliche Meter zu machen. „Innenbahn laufen, Kraft sparen und auf einen harten Endspurt gefasst sein“, lautete der mustergültig umgesetzte Plan. Als Lisa Vogelgesang 500m vor dem Ziel abrupt forcierte, biss sich die SSC-Athletin fest, obwohl die Beine schwer wurden. „Jetzt bloß nicht abreißen lassen, habe ich mir gedacht, denn wenn es eine Lücke gibt, ist es vorbei“, so Oed, die dann im Zielspurt an der Konkurrentin vorbeiflog und ihre erste Deutsche Meisterschaft feierte.

Das hätte sogar fast ein zweites Mal geklappt, denn auch im Hindernislauf mischte die ehrgeizige Sportlerin kräftig mit, doch dann unterlief ihr nach eigener Aussage eine minimale Fehleinschätzung, als sie auf der Schlussrunde eine kleine Lücke zum Führungsduo entstehen ließ: „Ich bin dieses Jahr als EM-Qualifikationsversuch zweimal die 2000 Meter Hindernis gelaufen und hatte die extrem schwierige Schlussrunde im Kopf, wollte mir also noch etwas Kraft für die Hindernisse aufsparen – aber die 1500 Meter sind ja doch viel kürzer. Als ich dann im Ziel war, war das Rennen einfach zu schnell vorbei. Ich habe mich aber noch vergleichsweise gut gefühlt, da wäre also vielleicht sogar mehr drin gewesen“, so Oed, die dennoch mit Gold und Silber ihre eigene Zielsetzung übertreffen konnte.

Entsprechend locker tritt sie nun zum Saisonabschluss an, obwohl auch bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften am Sonntag in Füssen mit der Weltmeisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg), Mannschafts-WM-Siegerin Nada Balcarczyk (Würm Athletik) sowie der Deutschen U20-Vizemeisterin Lea Meyer (Löningen) drei international erfolgreiche Athletinnen in den U20-Wettbewerb starten. Die durchweg 19-jährige Konkurrenz macht der U18-Athletin jedoch keinen Druck mehr: „Ich habe so viel erreicht. Jetzt hoffe ich, dass ich nicht so aufgeregt bin und freue mich außerdem, dass ich mit der SSC-Jugend eine Mannschaft habe.“

Julius Hild läuft „aus dem Bauch“ zum Sieg

Rodenbacher Hindernisläufer überrascht die Favoriten

Julius Hild ist einer von der schnellen Sorte. Der 16-jährige Gymnasiast bewies schon als Deutscher Crossmeister, dass er schnell zu Fuß ist, im nachfolgenden Interview auch eine flotte Zunge. In Mönchengladbach setzte Julius Hild noch einen drauf, legte vor versammelter Mannschaft im Callroom direkt vor dem Einlass ins Stadion zum Start singend ein Tänzchen hin – und während die angespannte Konkurrenz den Übermut des SSC-Athleten nicht ganz nachvollziehen konnte, genoss dieser den zweiten Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft auf seine ganz eigene Art.

Von Müdigkeit nach dem am Vortag absolvierten 3000-Meter-Lauf in 8:57 Minuten als Fünfter keine Spur. „Mir geht es gut, ich habe Spaß, heute greife ich an“, gab er die Richtung vor und machte dann auf den mit Hindernissen und Wassergraben erschwerten fünf Stadionrunden ernst. Bereits nach der ersten Runde zog er auf und davon. „Ich habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen, da hat alles gepasst. Schließlich war ich ja schon einmal Fünfter, das wollte ich nicht nochmal werden. Da muss man auch mal was riskieren“, so Hild, der dann zur Streckenhälfte des 2000-Meter-Hindernislaufs schon eine beachtliche Lücke gerissen hatte, die dank seines konsequent hohen Tempos bis zur Schlussglocke auf 40 Meter anwuchs.

Auch wenn die Beine immer schwerer wurden, zog Julius Hild eisern durch und hatte schließlich nur noch den Wassergraben und das Hindernis auf der Zielgeraden vor sich. „Da wusste ich, dass ich es schaffen würde, wenn ich jetzt nicht stürze. Also bin ich etwas vorsichtiger an die Hindernisse heran gelaufen, und es hat alles gut geklappt“, erklärte der Rodenbacher nach seinem Coup, den er in der Deutschen Jahresbestzeit von 6:02,93 Minuten vor Nick Jaeger (TSV Penzberg/6:05,10 Minuten) und dem Leipziger Max Richter (6:07,62 Minuten) perfekt machte. Keine Chance hatten nach ihren Stürzen der bis dato Jahresschnellste Velten Schneider (Sindelfingen/6:15,01 Minuten) und Valentino Masi (LG Hof/6:11,01 Minuten).

Nach DM-Gold in der Einzel- und Mannschaftswertung im Crosslauf nun also der Deutsche Meistertitel Nummer drei in der laufenden Saison für Julius Hild. Und den feierte er im Zielbereich des Mönchengladbacher Grenzlandstadions noch minutenlang so, wie er ihn vorbereitet hatte: Mit kleinen Tänzchen der Marke Julius Hild.

Müller siegt in Darmstadt

Leichtathletik. Sasha Müller hat die Auftaktveranstaltung zum erima-Laufcup überlegen für sich entschieden. Der 15-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach gewann den Darmstädter Stadtlauf über 1,9 Kilometer in 5:47,9 Minuten vor Luca Schmidt (ASC Darmstadt/ 6:05,3 Minuten) und Karl Wandukwa (SSC/ 6:07,5 Minuten). Maximilian Hamburger belegte mit 7:09,1 Minuten den dritten Platz in der M14.

Bei den Senioren lief Markus Riefer (M50) zwar schneller als der M45-Sieger, musste sich in seiner Altersklasse auf der Fünf-Kilometer-Strecke jedoch Rolf Ziesielski um sechs Sekunden geschlagen geben und belegte mit 16:52,5 Minuten Rang zwei.

SSC Hanau-Rodenbach erhält den hessischen Förderpreis

Der SSC Hanau-Rodenbach hat den Förderpreis des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) für besondere Erfolge in der Jugend- und Schüler-Leichtathletik erhalten. Im Rahmen der hessischen Meisterschaften in Bad Homburg überreichten HLV-Vizepräsident-Jugend Till Helmke sowie der Vorsitzende des Leichtathletik-Fördervereins Dr. Franz-Josef Kemper die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung an den SSC-Vorsitzenden Sascha Arndt.

Unter den fünf ausgezeichneten Vereinen überzeugte der SSC Hanau-Rodenbach die Jury durch die in Hessen einmalige Erfolgsbilanz im Laufbereich. Mit zwei Jugend-Europameisterschaftsteilnehmern, vier Nationalkaderathleten, acht Landeskadern sowie fünf Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften, vier Süddeutschen Meistern, 33 Hessentiteln und 13 Rekorden auf Landes-, Regional- und Kreisebene sowie vier Deutschen Jahresbestzeiten in den Schüler- und Jugendklassen stellte der SSC Hanau-Rodenbach erneut die erfolgreichste Laufgruppe des Hessischen Leichtathletik-Verbandes.

Außerdem bot der Traditionsverein seinen jungen Mitgliedern neben den zahlreichen Reisen zu Wettkampfveranstaltungen in ganz Deutschland als Besonderheit ein Sport- und Kulturwochenende in Regensburg, ein Trainingslager im Jugendzentrum Ronneburg und die Ausrichtung der Hanauer Stadtmeisterschaften für Schulen und des Fünf-Kilometer-Schülerlaufs in Rodenbach. „Das Wochenende in Regensburg steht auch 2016 wieder auf dem Programm, wenn wir mit 50 Schülern und Jugendlichen im September unter der Leitung von Mohamed Gassem dort aktiv sind. Die vom HLV-Förderverein bereitgestellten 500 Euro fließen jetzt schon direkt in unser Leistungs-Trainingslager in Oberstdorf, in dem sich während der ersten Ferienwoche acht Athleten auf die in den kommenden Wochen anstehenden Deutschen Jugend- und Schülermeisterschaften vorbereiten“, erklärte Sascha Arndt im Anschluss an die Preisverleihung.

Lisa Oed beißt sich durch

Überraschungssieg bei Hessenmeisterschaft

Wenn Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) als Titelverteidigerin zu den hessischen Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf antritt, steht die vielseitige U18-Athletin ganz oben auf der Favoritenliste. In diesem Jahr war ihr Start jedoch nicht geplant, und so überraschte sie bei den Landesmeisterschaften im Kasseler Auestadion die Konkurrenz zunächst mit ihrer Nachmeldung und dann mit dem Sieg, hatte sie doch bereits tags zuvor eine neue persönliche Bestleistung im Hindernislauf aufgestellt.

Lisa Oed hatte ihrem samstäglichen Einsatz bei der Regensburger Laufnacht den Vorzug gegeben, um die letzte Qualifikationschance zur U18-Europameisterschaft im 2000-Meter-Hindernislauf zu wahren. Zwar kam sie nicht ganz an die Verbandsvorgabe von 6:52,00 Minuten heran, doch mit 6:59,76 Minuten steigerte sie ihren Hausrekord um sechs Sekunden und hatte „alles gegeben, um unter 7:00 Minuten zu bleiben.“ Dass sie dann tags darauf in Kassel um den Hessentitel im 1500-Meter-Lauf konkurrierte, war der Lust am Laufen geschuldet. „Ich würde so gerne laufen und nochmal richtig Gas geben“, erklärte sie wenige Stunden nach ihrem Hindernislauf und erhielt sofort grünes Licht von ihrem Trainer. „Lisa hatte keine muskulären Probleme, und wenn sie sich den Doppelstart zutraut, kann sie die Belastung auch entsprechend einschätzen“, wusste Coach Arndt, der allerdings nicht mit der zweiten Bestzeit innerhalb von 24 Stunden gerechnet hatte.

Denn im Kasseler Auestadion drückte seine Athletin im Zweikampf mit Eva Dieterich (PSV Grün-Weiß Kassel/4:37,86 Minuten) derart aufs Tempo, dass sie nach dem packenden Endspurt mit 4:37,59 Minuten zwei Sekunden schneller als bisher unterwegs war. Neben dem ersten Ranglistenplatz über 3000 Meter, dem dritten Platz über 1500-Meter-Hindernis und 2000-Meter-Hindernis nimmt die Abiturientin nun Rang fünf im 1500-Meter-Lauf der Deutschen Jahresbestenliste ein.

Den erwartet schweren Stand hatte die männliche U18. Trotz neuer persönlicher Bestzeit von 4:11,85 Minuten reichte es hinter dem Süddeutschen Hallenmeister Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/4:08,88 Minuten), Rene Persch (TSV Niederelsungen/4:09,17 Minuten) und Joshua Becker (TV Rendel/4:11,15 Minuten) nur zu Rang vier für Julius Hild. Er führte damit das SSC-Quartett an, denn direkt dahinter folgten Marius Abele (4:14,40 Minuten), Jakob Thöming (4:16,23 Minuten) und der deutlich verbesserte Jonas Rapp (4:16,37 Minuten).

Bei den Frauen zeigte Sara Lisa Zorn (SSC) ihr Talent im Kugelstoß. Trotz einer Bänderverletzung hatte die 20-Jährige den komplizierten Bewegungsablauf im Griff und wuchtete die Vier-Kilogramm-Kugel auf die neue persönliche Bestmarke von 12,29 Metern.

Sasha Müller streift den Hessenrekord

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) einen hessischen Schülerrekord knapp verfehlt. Nach der in Pfungstadt erzielten deutschen M15-Jahresbestzeit von 8:57,64 Minuten über 3000 Meter legte der SSC-Athlet nun beim Abendsportfest in Wetzlar auf der 800-Meter-Strecke nach. Mit seinen 2:00,78 Minuten kam er dem Hessenrekord von Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) von 2:00,45 Minuten beträchtlich nah und nimmt in der ewigen hessischen Bestenliste hinter Schwarzer und seinem Vereinskameraden Lukas Abele (2:00,60 Minuten) den dritten Platz ein. „Es war aufgrund einiger Rhythmuswechsel kein optimales Rennen. Der Rekord ist auf jeden Fall möglich“, erklärte Sasha Müller nach seinem Sturmlauf, mit dem er in Wetzlar die Schüler und die Jugendwertung gewann und gleichzeitig als zweitschnellster männlicher Teilnehmer aller Klassen überzeugte. Die nächste Rekordchance bietet sich dem vielfachen Landesmeister bei den hessischen Titelkämpfen der Klasse U16 am Wochenende in Bad Homburg.

Drei Süddeutsche Vizemeister

SSC-Athleten holen Silbermedaillen

Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Erwachsenen und der Jugend U18 hat der SSC Hanau-Rodenbach trotz dezimierter Teilnehmerzahl drei Vizetitel errungen. Während Lisa Oed, Marius Abele und Julius Hild wegen ihres parallel stattfindenden Berglauf-Nationalteamstarts auf den Kampf um die Goldmedaillen verzichteten, holten Lukas Abele (1500 Meter Männer), Jonas Rapp (3000 Meter U18) und Jakob Thöming (2000-Meter-Hindernislauf U18) das persönliche Optimum heraus.

Für Lukas Abele bedeutete der Einsatz im 1500-Meter-Lauf der Männer eine echte Nagelprobe, hatte er doch bei der U20-Weltmeisterschafts-Qualifikation in Regensburg eine Achillessehnenreizung erlitten. In Heilbronn präsentierte sich der mit 3:45,12 Minuten als schnellster deutscher Jugendliche geführte SSC-Athlet trotz schwieriger Bedingungen nun in guter Verfassung. Selbst die nach einem Schauer nötige einstündige Startverschiebung wegen überfluteter Laufbahn konnte ihn nicht aus der Ruhe bringen, und so blieb er im Rennen an der Schulter des favorisierten Marcel Fehr (SG Schorndorf/Bestzeit 3:40 Minuten), der erst auf den letzten 130 Metern davon zog und in 3:54,57 Minuten gewann. Für Abele wurden 3:55,83 Minuten gestoppt, „was nach der 1000-Meter-Zwischenzeit von 2:45 Minuten mit der Schlussrunde in 55 Sekunden absolut in Ordnung geht.“ Das Nachwuchs-As registrierte zudem mit Erleichterung, dass die Achillessehne „hielt“, der weiteren U20-WM-Vorbereitung also nichts im Wege steht.

Nicht ganz so hohe Ziele hat sein Vereinskamerad Jonas Rapp. Der 16-jährige SSC-Athlet hofft noch auf die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft, für die im 3000-Meter-Lauf 9:10,20 Minuten gefordert werden. Mit 9:27 Minuten als Saisonbestzeit angereist, steigerte sich Rapp dank eines starken Schlusskilometers von 3:01 Minuten nun auf 9:12,50 Minuten und sieht für das kommende Wochenende bei der U18-Gala in Waldorf beste Chancen auf die 9:10 Minuten. „Ich versuche es mit einem möglichst gleichmäßigen Tempo, dann klappt es“, ist der Vizemeister optimistisch, der in Heilbronn lediglich von Eric Widmaier (TV Rottenburg/9:10,02 Minuten) bezwungen wurde.

Die DM-Norm bereits abgehakt hat Jakob Thöming auf der 2000-Meter-Hindernisdistanz. Dass diese Disziplin ihre Tücken hat, stellte der Gymnasiast nach zu schnellem Rennbeginn fest, als er nachfolgend deutlich an Tempo einbüßte. Während Niklas Schwesig (LG Wetzlar/6:21,79 Minuten) ungefährdet siegte, holte Jakob Thöming auf den letzten 400 Metern dann doch noch zum Konter gegen Kai Würschum (VfL Waiblingen/6:39,43 Minuten) aus und verwies ihn dank seiner 6:37,27 Minuten auf den dritten Platz.

Lukas Abele hessische Doppelmeister

19-jähriger SSC-Athlet ist fit für die Jugend-Weltmeisterschaft

Die SSC-Trümpfe stachen. Bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U20 in Bad Homburg gewannen die Athleten des Traditionsvereins drei Mal Gold, wobei Lukas Abele der Doppelsieg glückte. Der Topläufer des SSC Hanau-Rodenbach bewies zehn Tage vor seinem Jugend-Weltmeisterschaftseinsatz mit der neuen 800-Meter-Bestzeit von 1:51,39 Minuten seine gute Form.

Vom Start weg sorgte der Favorit für ein gleichmäßig hohes Tempo, das er bis auf die Zielgerade durchhielt. Zu diesem Zeitpunkt war sogar noch eine 1:49er-Zeit im Bereich des Möglichen, ehe die Kräfte dann doch ein wenig nachließen. Nach einer Achillessehnenreizung erst seit drei Wochen wieder im spezifischen Training, lief Lukas Abele dennoch deutlich schneller als die von Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/1:53,94 Minuten) angeführte Konkurrenz und damit auf Rang acht der aktuellen Deutschen Jahresbestenliste.

Tags darauf zeigte der SSC-Athlet im 1500-Meter-Lauf erneut seine Klasse, als er in einem taktischen Rennen die Schlussrunde in weniger als 55 Sekunden absolvierte und den Lauf ebenfalls sicher in 4:07,83 Minuten vor Yannik Gerland (SSC Bad Soden/Allendorf/4:10,89 Minuten) gewann. Seine eigene deutsche Jahresbestzeit von 3:45,12 Minuten will das Nationalteammitglied bei der U20-WM am 19.Juli in Polen ins Visier nehmen.

Tempoläuferin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) ließ es angesichts der sommerlichen Hitze gemeinsam mit ihren Konkurrentinnen gemächlich angehen, zog dann aber „voll“ durch. Die letzten 800 Meter des 1500-Meter-Laufs absolvierte die U18-Meisterin nun auch in der U20 derart überzeugend in 2:22 Minuten, dass sie mit der Gesamtzeit von 4:49,29 Minuten deutlich vor Lotte Meyberg (TV Groß-Gerau/4:55,12 Minuten) gewann.

Eine ganze Reihe von persönlichen Bestzeiten erzielten ihre männlichen Trainingsgefährten. Philip Ahne als Sechster des 1500-Meter-Laufs in 4:17,01 Minuten nach Rang fünf im 800-Meter-Lauf mit 2:00,77 Minuten, Marius Abele als Siebter des 800-Meter-Laufs in 2:01,20 Minuten, Jakob Thöming auf Rang neun in 2:01,77 Minuten und Jonas Rapp auf dem 15.Platz in 2:05,62 Minuten feierten allesamt neue Hausrekorde.

Unerwartete Spannung vor Titelgewinn

Max Grabosch erkämpft Süddeutsche Meisterschaft

Leichtathletik. Während der M15-Titelkandidat Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) bei den Süddeutschen Meisterschaften der Jugend U16 überlegen zu 3000-Meter-Gold lief, musste sein Vereinskamerad Max Grabosch überraschend sein ganzes Können in die Waagschale werfen. Der 14-jährige Ranglistenerste kämpfte in Sankt Wendel nicht nur mit der erstarkten Konkurrenz, sondern auch mit einem körperlichen Handicap.

Vor dem Saisonhöhepunkt der M14 stellte sich bei Max Grabosch Unwohlsein ein, so dass der Einsatz bis wenige Minuten vor dem Start nicht sicher schien. Doch „Profi“ Grabosch, seit drei Jahren jeweils einer der schnellsten Läufer seines Jahrgangs 2002 in Deutschland, meisterte auch diese Klippe, trat zur Zwölfeinhalb-Runden-Distanz an und gewann nach einem packenden Spurtentscheid in 9:33,80 Minuten vor dem Sindelfinger Paul Specht (9:34,72 Minuten) und dem Nordhessen Noah Heinemann (TSV Niederelsungen/9:40,46 Minuten). Zuvor hatte der SSC-Athlet an der Spitze des 21-köpfigen Feldes immer wieder das Tempo forciert und damit dem grundschnellen Paul Specht die Spurtkraft genommen.

Mit der gleichen Taktik kam Sasha Müller in der M15 zum erwarteten Erfolg. Bei schwülwarmer Witterung verzichtete der Hessenmeister auf den Hessenrekordversuch, lief aber frühzeitig einen beruhigenden Vorsprung heraus. Mit 9:19,87 Minuten siegte der Gymnasiast schließlich überlegen vor Daniel Hiller (VfL Waiblingen/9:30,71 Minuten) und 15 weiteren Langstrecklern. Damit stockte er sein diesjähriges Titelkonto drei Wochen vor den Deutschen M15-Meisterschaften weiter auf und geht als Mitfavorit in die nationalen Meisterschaften Anfang August.

Knapp an der Medaille vorbei lief trotz einer neuen persönlichen Bestzeit Clara Uherek. Die 14-Jährige, zweigleisig als Triathletin und Läuferin im Einsatz, absolvierte die 2000 Meter in 7:06,71 Minuten und belegte damit den fünften Platz unter 33 Starterinnen.

Für Sara Lisa Zorn gab es im Speerwurf der Juniorinnen U23 sogar Rang drei. Die Steinheimerin im SSC-Trikot überzeugte als beste Hessin mit 40,98 Metern und Rang drei ebenso wie im Kugelstoßen, wo ihr nach einer Fußverletzung und 11,90 Metern zur Silbermedaille lediglich ein Zentimeter fehlte. „Ich hätte selber niemals mit einer Medaille gerechnet, und jetzt sind es sogar gleich zwei in Bronze geworden! Das ist ein tolles Gefühl!“, erklärte Sara Lisa Zorn nach ihrem doppelten Medaillengewinn.

Lukas Abele schnellster Deutscher

Erlebnis U20-Weltmeisterschaft macht „Lust auf mehr

Für Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) erfüllte sich der sportliche Traum der internationalen Teilnahme im Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit einem Jahr Verspätung. Nachdem es 2015 trotz der Nominierung zur U20-EM wegen einer Erkrankung kurzfristig nicht geklappt hat, konnte der 19-jährige 1500-Meter-Läufer nun bei den U20-Weltmeisterschaften in Polen als bester Deutscher überzeugen.

Dabei hatte der vielfache Hessenmeister und Führende der Deutschen Jugendrangliste (Bestzeit 3:45,12 Minuten) schon vor dem Start seinen ersten großen Auftritt als Fahnenträger der DLV-Auswahl. Das Highlight folgte dann jedoch naturgemäß im Wettkampf. Gleich im ersten von drei Vorläufen musste er sich mit 13 weiteren Jugendlichen auseinander setzten, deren Bestzeiten zwischen 3:36 Minuten und 3:54 Minuten angesiedelt waren, zum Großteil jedoch schneller waren als seine eigene. „Das blendet man dann allerdings aus, weil es im Endeffekt nur darum geht, möglichst gut zu laufen, unabhängig davon, wer noch an der Startlinie steht“, erklärte Lukas Abele die spezielle Stimmung vor dem Wettkampf.

Im Rennen selbst lief zunächst alles nach Plan. Eine schnelle 60-Sekunden-Runde zum Auftakt versprach eine flotte Endzeit, ehe dann die „Bremse“ getreten wurde und das Gerangel begann. Von der taktisch gut gewählten vierten Position fiel der hochgewachsene Mittelstreckler nach einer Rempelei bis ans Ende der Gruppe zurück und musste seinen Rhythmus neu finden. Dies gelang im Anschluss an die eher mäßige 800-Meter-Zwischenzeit von 2:06 Minuten zwar, doch dabei waren schon „einige Körner verschossen“, die dann in der meisterschaftstypisch schnellen Endphase fehlten. So belegte er beim Vorlaufsieg von Ayoub Sniba (Marokko /3:44,59 Minuten) den zehnten Platz mit 3:49,51 Minuten. Für den Einzug ins Finale hätten 3:45,74 Minuten gereicht, doch angesichts des Rennverlaufs war diese Zeit heuer nicht möglich. Als bester Deutscher auf Rang 26 unter 42 Teilnehmern konnte Abele dennoch mehr als zufrieden sein und berichtete im Anschluss an seinen Einsatz begeistert: „Das hat Lust auf mehr gemacht. Ich habe wieder richtig Bock zu laufen.“ Dazu beigetragen hat auch die Stimmung auf der Tribüne durch die Deutsche Nationalmannschaft und durch die Freunde der Leichtathleten, die als organisierte Fans vor Ort dem Nachwuchs den entsprechenden Rahmen boten.

Spannend wird es für Lukas Abele auch nach dem WM-Einsatz. Bereits am Wochenende steht die Deutsche Jugendmeisterschaft mit starker nationaler Konkurrenz auf dem Programm, so dass an der Spitze eines sechsköpfigen Favoritenblocks die erhoffte Medaille längst keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Oed und Abele in nationaler Elite

Lisa Oed und Marius Abele haben den „Spagat“ zwischen Berglauf und Stadionleichtathletik erfolgreich bewältigt. Eine Woche nach ihrem Nationalteameinsatz bei der Berglauf-Youth-World-Trophy in Tschechien liefen sie nun bei der nationalen U18-Gala in Walldorf auch auf der Rundbahn in die deutsche Elite. Auf regennasser Bahn bestätigte Lisa Oed im 3000-Meter-Wettbewerb der weiblichen Jugend ihre Ende April erzielte Bestzeit von 9:57,29 Minuten, die sie nach langer Führungsarbeit in 9:57,56 Minuten nur knapp verfehlte. Erst auf der Schlussrunde vermochten sich Sibylle Häring (LG Region Karlsruhe/9:51,82 Minuten) und Paulina Kayßer (SC Itzehoe/9:54,03 Minuten) abzusetzen, während Lisa Oed ihr Tempo hielt und nun Rang zwei in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste einnimmt, da Häring aus der Schweiz stammt. Für die 17-jährige Abiturientin steht in den nächsten Wochen mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften Ende die Verbesserung der Tempohärte an, die ihr Vereinskamerad Marius Abele in Walldorf bereits erfolgversprechend einsetzte. Als Starter des Jahrgangs 2000 mischte er im 1500-Meter-Rennen der männlichen Jugend gegen die ältere Konkurrenz so gut mit, dass er mit 4:03,65 Minuten den fünften Platz belegte. In der deutschen Jahresbestenliste wird der SSC-Athlet, der seinen Hausrekord um zehn Sekunden steigerte, nun auf Rang sieben geführt.

Nicht ganz zur Bestzeit reichte es für Jonas Rapp. Er lief im 3000-Meter-Wettbewerb mit 9:16,04 Minuten und einem beeindruckenden Spurt zum Sieg vor Tarje Mohrdieck (Sport-Club Itzehoe/9:17,17 Minuten). Auf den Start im 2000-Meter-Hindernislauf musste Hessenmeister Julius Hild aufgrund einer Erkältung verzichten. In die Bresche sprang sein Trainingsgefährte Jakob Thöming, der in 6:33,92 Minuten den achten Platz belegte und dabei den Süddeutschen Meister Niklas Schwesig (LG Wetzlar/6:35,91 Minuten) hinter sich ließ.

Zum fünften Mal in Folge Süddeutscher Staffelmeister

Hild, Thöming und Abele nicht zu schlagen

Eine einmalige Serie hat die U18-Staffel des SSC Hanau-Rodenbach hingelegt. In der Besetzung Jakob Thöming, Marius Abele und Julius Hild gewann der SSC bereits zum fünften Mal in Folge die Süddeutschen Meisterschaften im 3x1000-Meter-Staffellauf und sorgte damit für ein Novum in der Historie dieser Titelkämpfe. Zum Sieg war allerdings eine nationale Spitzenzeit nötig, denn das Trio der LG Wetzlar führte bis 800 Meter vor dem Ziel den Wettbewerb an. Doch dann forcierte Schlussläufer Julius Hild das Tempo, zog vorbei und sicherte mit 7:57,79 Minuten den Sieg vor der LG Wetzlar (8:10,08 Minuten) und einer Startgemeinschaft aus drei Vereinen. Der SSC Hanau-Rodenbach führt zudem die Deutsche Bestenliste an.

Somit hat der SSC in der U18 dieses Jahr auf allen Ebenen den Titel geholt. Nach dem Gewinn der hessischen und deutschen Crosslaufmeisterschaft gab es nun also auch den Sieg bei den Süddeutschen Titelkämpfen.

Zwei Deutsche Jahresbestzeiten für SSC-Staffeln

SSC mit zwölf Siegerstaffeln bei Kreis- und Regionalmeisterschaft

Bei den Kreis- und Regionalmeisterschaften der Staffeln gewann der SSC Hanau-Rodenbach insgesamt zwölf Titel. Für die herausragenden Leistungen sorgten auf der Sportanlage in Jügesheim die männliche Jugend U18 und die Jugend U16, die mit neuen Bestzeiten an die Spitze der Deutschen Jahresbestenliste liefen. Optimale äußere Bedingungen ermöglichten den Nachwuchs-Assen deutliche Steigerungen. Der U20-Jugend-Weltmeisterschaftsteilnehmer Lukas Abele absolvierte an der Spitze der gemeinsam gestarteten 3x1000-Meter-Konkurrenz einen verschärften Trainingslauf und zog dabei seinen 16-jährigen Bruder Marius auf dessen 1000-Meter-Abschnitt zu 2:34 Minuten. Die dann folgenden Jakob Thöming und Julius Hild hielten mit der Unterstützung des begeisterten Publikums die Vorgabe von 2:40 Minuten für ihre Teilstrecken ein, so dass die Endzeit von 7:54,12 Minuten die bisherige DLV-Bestmarke der LG Hamm/Kamen/Holzwickede von 8:03,40 Minuten deutlich unterbot.

Für das zweite Ausrufezeichen sorgte die U16, die in die Fußstapfen der DLV-Vorjahressieger traten. Denn nach der Dominanz des SSC Hanau-Rodenbach von 2015 führt auch heuer in der neuen Besetzung mit Sasha Müller, Karl Wandukwa und Max Grabosch der Weg an die DLV-Spitze nur über den Hanauer Nachwuchs. In 8:22,02 Minuten liefen die Youngster so schnell, dass sie sogar fast den Sprung unter die Top ten der Jugend U18 geschafft hätten. Ganz knapp an diesem „Cut“ scheiterte auch die zweite U18-Mannschaft mit dem Frankreich-Rückkehrer Johannes Fleiner und Triathlon-As Thomas Ott. Während Jonas Rapp nach einem Forstarbeitstag keine lockeren Beine mehr hatte und unter Wert lief, rissen Fleiner und Ott das Ruder herum, so dass die Gesamtzeit von 8:21,71 Minuten immerhin den zwölften Platz auf Bundesebene einbrachte.

Fast an ihre eigene hessische Jahresbestzeit kam die weibliche Jugend U16 heran. Das Hessenmeistertrio in der Besetzung Nessrien Amerschläger, Elena Taubel und Clara Uherek überzeugte beim Alleingang in 7:34,91 Minuten als schnellste Frauenstaffel der Veranstaltung vor SSC II (8:13,05 Minuten) und SSC III (8:38,87 Minuten). Spannend machte es die U14 mit Antonia Oppermann, Vanessa Mikitenko und Johanna Uherek, die in 8:01,55 Minuten vor dem SC Steinberg (8:05,34 Minuten) siegten. Die Youngster der U12 gewannen in 8:48,10 Minuten mit Anni Heyna, Rebecca Roth und Carla Taubel.

Ganz knapp an der 8:00-Minuten-Marke scheiterten die jüngsten männlichen Schüler U12 Tom Seidel, Tristan Kaufhold und Tom Zukrowski, die in 8:01,77 Minuten Rang eins belegten. Das U14-Trio Cedric Eyerkaufer, Jack Jäger-Kec und Robin Petzold machte in 7:53,89 Minuten alles klar und hatte mehr als 100 Meter Vorsprung auf die Startgemeinschaft Vordertaunus (8:22,34 Minuten) sowie SSC II. (8:48,74 Minuten). Bei den Senioren M50 standen Frank Seidel, Frank Reifenberger und Ralf Hetzel nach 3x1000 Metern in 10:11,77 Minuten ganz oben auf dem Treppchen, während die M30 mit Ingbert Reinke, Karsten Fischer und Stefan Unger in 9:04,55 Minuten nicht zu schlagen war und gemeinsam mit Jörg Flohr auch noch die 4x400-Meter-Staffel für sich entschied. Die M40 siegte in der Besetzung Michael Abele, Thomas Diester und Jörg Flohr im 3x1000-Meter-Lauf in 11:12,19 Minuten. Alle Ergebnisse unter www.leichtathletik-kreis-offenbach-hanau.de

5- und 10-km-Lauf in Kefenrod

Abele mit Doppelsieg

Den Fünf-Kilometer-Lauf des TV Kefenrod dominierte Lukas Abele nach Belieben. Der 19-jährige Jugend-Weltmeisterschaftsteilnehmer lieferte auf den mehrfach zu durchlaufenden Asphaltrunden einen gelungenen Leistungsnachweis, als er mit 16:02 Minuten überlegen vor seinem 16-jährigen Bruder Marius (16:58 Minuten) gewann. Ebenfalls im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach startet Philipp Ahne, der mit 17:05 Minuten den dritten Platz belegte. Auf Rang fünf folgte Simon Bertsch (SSC/17:17 Minuten) als Männersieger, und schnellster Schüler war Evan Habtemichel mit 18:25 Minuten. Auf der 1000-Meter-Schülerstrecke gewann Antonia Oppermann in 3:50 Minuten die Klasse U12.

Den Zehn-Kilometer-Wettbewerb entschied Peter Höhne in 36:26 Minuten vor dem M50-Topläufer Markus Riefer (36:45 Minuten) für sich. Simon Bertsch ging auch im zweiten Tagesstart nicht die Puste aus. Er belegte in 37:36 Minuten den vierten Platz. Der Erlenseer Christian Neumann steigerte sich auf 38:04 Minuten und erreiche als Siebter von 151 Teilnehmern das Ziel. Durchgehalten hat einmal mehr der Rodenbacher Kalli Flach. Mit 1:14:40 Stunden wurde er als Zweiter der M75 und 150. der Gesamtwertung gelistet. Bei den Frauen belegte Hilke Bertschy-Abele in 48:39 Minuten den ersten Platz der W50.

Alpin Marathon

Jörn Harland läuft durch Liechtenstein

Bester Deutscher beim Alpin-Marathon mit 2500 Metern Höhendifferenz
Jörn Harland (SSC Hanau-Rodenbach) hat den LGT Alpin Marathon als bester deutscher Läufer auf dem siebten Platz beendet. Der 35-jährige Langstreckenspezialist, der 2016 bereits Deutscher Crosslaufmeister mit der Senioren-Mannschaft werden konnte, landete nun auf der durch 2500 Meter Höhendifferenz erschwerten 42,195-Kilometer-Marathonstrecke durch Liechtenstein einen Erfolg in der Einzelwertung.

Obwohl Jörn Harland mit durchschnittlich 130 Trainingskilometern pro Woche und zusätzlichem Krafttraining bestens vorbereitet in das Fürstentum reiste, spekulierte er nicht auf eine Zeit von weniger als 3:00 Stunden. Was unter "normalen Bedingungen" als flotter Dauerlauf für den Topathleten jederzeit möglich wäre, schaffte nicht einmal der mit den Alpen bestens vertraute Schweizer Gesamtsieger Patrick Wieser, der mit 3:05:00 Stunden deutlich vor dem Italiener Hannes Rungger (3:11:54 Stunden) und Gerd Frick (Italien/3:16:32 Stunden) gewann.

Für Jörn Harland standen in der Vorbereitungsphase zwar immer wieder lange Dauerläufe mit "ordentlicher Steigung" auf dem Programm, doch alleine die im Wettkampf zwischen Kilometer zehn und 20 zu absolvierenden 1100 Höhenmeter waren angesichts der mehr als zehnprozentigen Steigung auf seinem Trainingsgelände kaum zu simulieren. Hinzu kam die Höhenlage mit entsprechend niedrigem Sauerstoff-Partialdruck, der im Bereich oberhalb von 1600 Höhenmetern für deutliche Leistungseinbußen verantwortlich ist.

Trotz der schwierigen Bedingungen hielt Jörn Harland noch bis Kilometer 25 in der Verfolgergruppe mit, ehe er in der Schlussphase von Wadenkrämpfen beeinträchtigt wurde. "Der Streckenverlauf auf der zweiten Hälfte ist sehr coupiert, wobei es auch da mehr hoch geht als bergab. Schließlich macht man auch nochmal 800 Höhenmeter - und das stellt insgesamt eine besondere Belastung dar, die die Waden dann nicht mehr mitmachten. Die Krämpfe starteten bei Kilometer 34 und traten in beiden Waden auf", schilderte der SSC-Athlet den Kampf gegen den inneren Schweinehund und die zunehmenden Schmerzen, die ihn immer wieder zu Pausen zwangen. " Ich musste öfter stehenbleiben, dehnen und strecken, was nicht so schön war - aber Hauptsache, ich habe es geschafft", so Harland, der nach 3:25:47 Stunden ins Bergziel lief.

Damit distanzierte er den zweitschnellsten Deutschen, Alexander Heim (3:42:46 Stunden/10.Platz) deutlich. Für Jörn Harland steht nach der nun folgenden Regenerationsphase wiederum der Berglauf im Mittelpunkt, geht er doch Anfang August am Füssener Tegelberg mit dem Team des SSC Hanau-Rodenbach als Titelverteidiger und Mitfavorit um den Deutschen Seniorenmannschaftsmeister im Berglauf an den Start.

Mainuferlauf in Großauheim

Oed und Hild eine Klasse für sich

Sasha Müller gewinnt über 4,1 Kilometer gleichauf mit Jonas Rapp und Jakob Thöming
Den zehnten Mainuferlauf der Turnerschaft Großauheim dominierte der Nachwuchs des SSC Hanau-Rodenbach. Mit der Deutschen U18-Vizemeisterin Lisa Oed und dem Deutschen U18-Crossmeister Julius Hild starteten die Shootingstars der Wintersaison, um vor den nun anstehenden nationalen und internationalen Einsätzen einen Ausdauertest zu absolvieren. "Wir haben bereits vor dem Lauf ein Auftakttraining mit insgesamt zehn gesteigerten Wiederholungsläufen über 100 und 200 Meter durchgeführt", erklärte Lisa Oed, die nach bestandenem Abitur ohnehin zwei Trainingseinheiten täglich gewohnt ist. So war ihr dann auch keine Müdigkeit anzumerken, als sie die 4,1 Kilometer in 14:36 Minuten beendet hatte und damit deutlich vor ihrer Vereinskameradin Angela Schick (2.U18/20:39 Minuten) und W45-Siegerin Alexandra Ring (Turnerschaft Großauheim/22:34 Minuten) lag.
Die männliche Konkurrenz dominierte der aktuell schnellste deutsche Schüler im Langstreckenlauf. Sasha Müller, mit einer 3000-Meter-Bestzeit von 8:57 Minuten gelistet, lief nach 13:33 Minuten fast gleichauf mit seinen jugendlichen Trainingsgefährten Jonas Rapp (U18/ 13:34 Minuten) und Jakob Thöming (U18/13:34 Minuten) ins Ziel.
Auf der 8,2-Kilometer-Distanz holte Julius Hild mit 27:56 Minuten gleich einen Kilometer Vorsprung auf den zweitplatzierten Daniel Mansfeld (V8 Sports Bruchköbel/31:46 Minuten) heraus. "Das lief locker, auch wenn ich arg gerutscht bin", kommentierte das Ausdauertalent die auf der gegenüberliegenden Mainseite leicht matschige Strecke, die in Kombination mit ungeeignetem Schuhwerk für eine zusätzliche Kraftarbeit sorgte.
Ganz deutlichen Aufwind verzeichneten zur zehnten Auflage die Schülerläufe über etwa 850 Meter, zu denen mehr als 60 Teilnehmer angetreten waren. Mit Elena Taubel dominierte die zweifache Vizehessenmeister der U14 in 2:48 Minuten die Mädchenwertung. Ihr folgten Nessrien Amerschläger (1.U16/2:50 Minuten), Chiara Heischmann (2.U16/2:59 Minuten), Vanessa Mikitenko (1.U12/3:03 Minuten), Carla Taubel (2.U12/3:04 Minuten) und Annalena Hamburger (1.U10/3:17 Minuten) - allesamt im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach. Vorne positionierten sich mit Emily Bach (2.U10/3:24 Minuten) und Hanan Gassem (3.U10/3:27 Minuten) zwei weitere SSC-Mädchen. Den Klassensieg in der U08 feierte Katharina Nesselträger mit 3:58 Minuten. In der männlichen U12 lagen Bedirhan Altunsoy (SSC/3:01 Minuten) und Sadjad Akbari (SSC/3:10 Minuten) in Front. Ganz vorne im Gesamtklassement ebenfalls der SSC mit Mahmoud Gassem (1.U16/2:36 Minuten), Robin Petzold (1.U14/2:48 Minuten)und Jack Jäger-Kec (2.U14/2:54 Minuten). Weitere Klassensiege gab es für die talentierten Charlie Jäger-Kec (1.U10/3:27 Minuten) und Philipp Drege (1.U08/3:42 Minuten).

Berglauf-Weltcup

Halbes Nationalteam vom SSC

Lisa Oed, Marius Abele und und Julius Hild zum U18-Berglauf-Weltcup
Nach einjähriger Abstinenz wird der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in diesem Jahr wieder eine komplette Mannschaft zum Mountain Running Youth Cup entsenden, der am Samstag im tschechischen Janske Lazne (Tschechien) stattfindet. Dabei stellt der SSC Hanau-Rodenbach mit Lisa Oed, Julius Hild und Marius Abele drei der sechs jugendlichen Nationalteamstarter.
Seit 2006 veranstaltet die WMRA als Dachverband der Bergläufer für die 16- und 17-jährigen Läufer den Mountain Running Youth Cup, um dem Nachwuchs die Möglichkeit zu eröffnen, sich international messen zu können. Im tschechischen Janske Lazne werden 15 Nationen in der weiblichen und männlichen Jugend U18 erwartet. Nach Einschätzung von DLV-Berglauf-Berater Kurt König könnte der deutsche Nachwuchs passabel abschneiden. "Aufgrund der Erfolge der Athleten in den vergangenen Wochen denke ich, dass wir in den Mannschaftswertungen keine schlechte Rolle spielen werden", äußerte er sich vor dem Saisonhöhepunkt. Diese Erfolge verbuchten bei ihren Einsätzen in Bühlertal und im Berchtesgadener Land primär die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach, die ihren nationalen Teamgefährten läuferisch deutlich überlegen sind, naturgemäß aber nicht die Möglichkeit zum berglaufspezifischen Training haben.
"So mussten wir während der vergangenen Wochen immer wieder mit Treppenläufen in Hochhäusern oder im Büdinger Wald, Brückenläufen und dem hier vor Ort steilsten Anstieg in Oberrodenbach auf der Silvesterlaufstrecke zumindest kurze Abschnitte im zehnprozentigen Bereich ins normale Training integrieren, um die speziellen Kraftfähigkeiten zu schulen", erklärte Heimtrainer Sascha Arndt. Wohlwissend, dass insbesondere die internationale Konkurrenz aus dem Alpenraum ganz andere Möglichkeiten der Vorbereitung besitzt, schätzt der SSC-Coach die Chancen als "überschaubar" ein. "Die Strecke liegt an einem Skihang und führt über 4,7 Kilometer und 560 Höhenmeter, was für die männliche U18 sehr anspruchsvoll ist. Lisa wird 2,6 Kilometer und 280 Höhenmeter laufen, und es geht in beiden Konkurrenzen um einen vorderen Mittelfeldplatz. Für unsere Athleten ist bereits die interne Qualifikation mit dem Start im Nationaltrikot ein großer Erfolg", so Arndt.

100-Kilometer-Lauf von Biel

Karsten Fischer mit Sensationsdebüt

Rang zwei beim Bieler 100-Kilometer-Lauf
Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) hat beim weltbekannten 100-Kilometer-Lauf von Biel/Schweiz für eine Sensation gesorgt. Der 32-jährige Langstreckenläufer meisterte sein Debüt auf der längsten nationalen Meisterschaftsstrecke des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) so gut, dass er unter mehr als 700 Startern knapp geschlagen den zweiten Platz belegte. In 7:22:23 Stunden führt er nun zudem die Deutsche Jahresbestenliste an.
Fast hätte es für Karsten Fischer sogar zum Gesamtsieg gereicht, doch auf der anspruchsvollen Strecke mit Startzeit um 22.00 Uhr rebellierte der Verdauungstrakt gleich mehrfach. Zunächst machte dem SSC-Athleten Durchfall zu schaffen, später musste er sich wiederholt übergeben. "Vielleicht habe ich in der Anfangsphase zu viel Isogetränk mit Gel aufgenommen. Ich hatte es zwar auch bei meinem 70-Kilometer-Trainingslauf probiert und gut vertragen, aber damals Wasser statt Iso getrunken", erklärte Fischer. Nach 2:40 Stunden bei der 38-Kilometer-Zwischenzeit noch auf Rang drei notiert, führte er sogar nach 76,7 Kilometern in 5:28 Stunden mit fünf Minuten Vorsprung auf den späteren Sieger Florian Vieux (Schweiz), doch dann lief Karsten Fischer buchstäblich "leer". "Ich habe in der Schlussphase nur noch Wasser vertragen, und dass man dann das Tempo nicht mehr halten kann, ist klar."
Erst drei Kilometer vor dem Ziel überholte ihn Florian Vieux, der in 7:19:24 Stunden gewann. Rang drei ging an Moritz Kufferath vom TV Refrath. Er belegt mit 7:37:48 Stunden hinter Karsten Fischer den zweiten Platz in der Deutschen Jahresbestenliste.
Frauke Tschiltschke hatte ebenfalls Grund zum Jubeln. Die 59-jährige Lehrerin der Hohen Landesschule startet wie Fischer zum ersten Mal auf der 100-Kilometer-Distanz und kam mit dem Lauf durch die Nacht gut zurecht. "Wir sind zwar schon gleich in der Anfangsphase nach einem Schauer richtig nass geworden, aber dann gab es einen langen trockenen Abschnitt", so Tschiltschke, die mit den kühlen Temperaturen mehr zu kämpfen hatte als mit dem Schlafmangel. Zugute kam ihr auf der über zahlreiche Naturwege führenden Strecke das oftmalige Crosslauftraining und die gute Ausrüstung. "Als wir in der Dunkelheit mehrere Kilometer über den sogenannten Ho-Chi-Minh-Pfad mit Steinen, Wurzeln und Pfützen laufen mussten, war ich mit meiner Stirnlampe Führungsläuferin für einen Läufer, der sich direkt hinter mich klemmte, damit er die Passage meistern konnte und sich anschließend auch sehr nett bedankt hat", schilderte Frauke Tschiltschke eine Besonderheit des seit 1959 ausgerichteten Ultramarathons.
Die von ihrem Betreuer Michael Abele begleitete Pädagogin belegte mit 12:05:03 Stunden den 46.Platz der Gesamtwertung und Rang fünf in der Altersklasse W55. "Man müsste noch mehr trainieren können, dann geht es durchaus noch besser", blickte sie bereits in die Zukunft, denn fest steht für sie wie für ihren Vereinskameraden Karsten Fischer: "Das war nicht mein letzter 100-Kilometer-Lauf."

Regensburger Laufnacht

Lukas Abele stürmt zur WM

Erneut Deutsche Jahresbestzeit und Kreisrekord
Lukas Abele hat sich einen sportlichen Traum verwirklicht. Der 19-jährige Athlet aus Dauernheim, der im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach startet, stellte bei der Regensburger Laufnacht im 1500-Meter-Wettbewerb mit 3:45,12 Minuten eine neue U20-Jahresbestleistung für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) auf. Dabei bezwang er im direkten Vergleich seine nationalen Konkurrenten Marvin Heinrich (Neuköllner SF/3:45,40 Minuten) und Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth/ 3:45,45 Minuten), womit er die DLV-Qualifikation zur U20-Weltmeisterschaft erreicht hat.
In den vergangenen vier Wochen kämpfte das Trio mit wechselnder Führung um die zwei offenen Startplätze bei Erreichen der DLV-Norm von 3:46,90 Minuten. Als Erster unterbot Abele die Verbandsvorgabe mit 3:45,90 Minuten vor einer Woche im belgischen Oordegem, dann überflügelte ihn Heinrich wenige Tage später mit 3:45,31 Minuten, während der erst seit kurzem mit der Deutschen Staatsbürgerschaft ausgestattete Williamson alles auf die "Karte Regensburg" setzte. Hier trafen die drei schnellsten Jugendlichen erstmals im direkten Vergleich aufeinander, und dabei machte Lukas Abele sein Meisterstück. Stets kontrolliert im Windschatten von Heinrich und Williamson laufend, entfaltete er auf der Zielgeraden seine Spurtkraft und schob sich an beiden vorbei. Selbst als der 1,91 Meter große Modellathlet im Ziel den neuen Kreisrekord von 3:45,12 Minuten aufblinken sah, blieb er nach kurzem Jubel cool und genoss den Erfolg eher im Stillen. "Ich habe mich einfach gefreut, dass es so gut lief. Es war das perfekte Rennen - für heute", erklärte Lukas Abele, der nun hinter dem späteren Olympiadritten Paul Heinz Wellmann (TV Haiger/3:40,8/1971) der zweitschnellste hessische Jugendliche 1500-Meter-Läufer aller Zeiten ist.
Glückwünsche gab es nach dem Rennen von gleich drei Bundestrainern. Nachwuchs-Chef Adi Zaar lobte die Endbeschleunigung, Langstreckentrainer Pierre Ayadi den lockeren Laufstil und der für Lukas Abele direkt zuständige Mittelstreckentrainer Georg Schmidt erklärte: "Ich habe von Lukas bislang noch nie ein taktisch derart gutes Rennen gesehen. Da hat alles gepasst, es war durchdacht von der Startphase bis hin zum Endspurt !"
Somit ist der Weg für den Topathleten aus Dauernheim also frei zur U20-Jugendweltmeisterschaft vom 19. bis 24.Juli in Polen. Nach dem wegen einer kurzfristigen Erkrankung abgesagten U20-EM-Start im Vorjahr liegt das Hauptaugenmerk von Lukas Abele nun auf der Stabilisierung der Form, um dann auch international den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

Landesmeisterschaften im Kassel

Lisa Oed beißt sich durch

Überraschungssieg bei Hessenmeisterschaft
Wenn Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) als Titelverteidigerin zu den hessischen Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf antritt, steht die vielseitige U18-Athletin ganz oben auf der Favoritenliste. In diesem Jahr war ihr Start jedoch nicht geplant, und so überraschte sie bei den Landesmeisterschaften im Kasseler Auestadion die Konkurrenz zunächst mit ihrer Nachmeldung und dann mit dem Sieg, hatte sie doch bereits tags zuvor eine neue persönliche Bestleistung im Hindernislauf aufgestellt.
Lisa Oed hatte ihrem samstäglichen Einsatz bei der Regensburger Laufnacht den Vorzug gegeben, um die letzte Qualifikationschance zur U18-Europameisterschaft im 2000-Meter-Hindernislauf zu wahren. Zwar kam sie nicht ganz an die Verbandsvorgabe von 6:52,00 Minuten heran, doch mit 6:59,76 Minuten steigerte sie ihren Hausrekord um sechs Sekunden und hatte "alles gegeben, um unter 7:00 Minuten zu bleiben." Dass sie dann tags darauf in Kassel um den Hessentitel im 1500-Meter-Lauf konkurrierte, war der Lust am Laufen geschuldet. "Ich würde so gerne laufen und nochmal richtig Gas geben", erklärte sie wenige Stunden nach ihrem Hindernislauf und erhielt sofort grünes Licht von ihrem Trainer. "Lisa hatte keine muskulären Probleme, und wenn sie sich den Doppelstart zutraut, kann sie die Belastung auch entsprechend einschätzen", wusste Coach Arndt, der allerdings nicht mit der zweiten Bestzeit innerhalb von 24 Stunden gerechnet hatte.
Denn im Kasseler Auestadion drückte seine Athletin im Zweikampf mit Eva Dieterich (PSV Grün-Weiß Kassel/4:37,86 Minuten) derart aufs Tempo, dass sie nach dem packenden Endspurt mit 4:37,59 Minuten zwei Sekunden schneller als bisher unterwegs war. Neben dem ersten Ranglistenplatz über 3000 Meter, dem dritten Platz über 1500-Meter-Hindernis und 2000-Meter-Hindernis nimmt die Abiturientin nun Rang fünf im 1500-Meter-Lauf der Deutschen Jahresbestenliste ein.
Den erwartet schweren Stand hatte die männliche U18. Trotz neuer persönlicher Bestzeit von 4:11,85 Minuten reichte es hinter dem Süddeutschen Hallenmeister Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/4:08,88 Minuten), Rene Persch (TSV Niederelsungen/4:09,17 Minuten) und Joshua Becker (TV Rendel/4:11,15 Minuten) nur zu Rang vier für Julius Hild. Er führte damit das SSC-Quartett an, denn direkt dahinter folgten Marius Abele (4:14,40 Minuten), Jakob Thöming (4:16,23 Minuten) und der deutlich verbesserte Jonas Rapp (4:16,37 Minuten).
Bei den Frauen zeigte Sara Lisa Zorn (SSC) ihr Talent im Kugelstoß. Trotz einer Bänderverletzung hatte die 20-Jährige den komplizierten Bewegungsablauf im Griff und wuchtete die Vier-Kilogramm-Kugel auf die neue persönliche Bestmarke von 12,29 Metern.

Abendsportfest in Pfungstadt

Deutsche Jahresbestzeit für Sasha Müller

Hessenrekord um 0,7 Sekunden verpasst
Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) hat beim zweiten Abendsportfest des TSV Pfungstadt eine neue Deutsche Jahresbestzeit für die Schüler M15 aufgestellte. Der Hanauer Stadtmeister der Schulen steigerte seinen eigenen Hausrekord im 3000-Meter-Lauf um 22 Sekunden auf 8:57,64 Minuten und führt damit in der nationalen Rangliste deutlich vor seinem 14-jährigen Vereinskameraden Max Grabosch (9:20,73 Minuten) und Jonas Just (LG Osterode/9:25,06 Minuten).
Gleichzeitig verfehlte Sasha Müller den seit 1985 bestehenden hessischen Schülerrekord von Carsten Arndt (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach/8:56,9 Minuten) lediglich um 0,7 Sekunden. "Eine großartige Leistung. Damit ist Sasha Müller bereits als Schüler unter den Top Sechs der DLV-Jugend U18 zu finden und reist bei entsprechender Formentwicklung als Favorit zu den Süddeutschen und Deutschen Schülermeisterschaften im Juli und August", erklärte Trainer Sascha Arndt nach dem außergewöhnlichen Rennen, das die Zuschauer in den Bann zog. Denn während der Deutsche U18-Crosslaufmeister Julius Hild im Überschwang der guten Form vom Start weg das Tempo derart forcierte, dass er nach 1000 Metern in 2:48 Minuten bereits 70 Meter Vorsprung auf Müller (3:00 Minuten) hatte, ließ es der Schüler kontrolliert angehen und setzte auch bis zur 2000-Meter-Marke in 6:03 Minuten diese Taktik fort. Auf der Schlussrunde holte der 15-jährige SSC-Athlet dann jedoch zum großen Konter aus und spurtete die letzten 200 Meter in 30 Sekunden - womit er fast noch den direkt vor ihm laufenden Julius Hild (8:57,61 Minuten) eingeholt hätte. So jubelten im Ziel dann beide SSC-Athleten angesichts neuer persönlicher Bestzeiten und Rang fünf und sechs in der Deutschen Bestenliste.
Für Jonas Rapp gab es in der U18 den dritten Platz in 9:27,20 Minuten, und Jakob Thöming überzeugte auf der 800-Meter-Distanz als U18-Sieger in 2:04,54 Minuten. Bei den Schülern kamen hinter Sasha Müller dessen Vereinskameraden Karl Wandukwa (10:05,17 Minuten), Mahmoud Gassem (11:09,84 Minuten) und Maximilian Hamburger (11:10,11 Minuten) auf die folgenden Ränge. Ihr 3000-Meter-Debüt feierte Tatjana Rauhut in 11:26,56 Minuten als Vierte. Ebenfalls Rang vier gab es für Fabian Sposato im 1500-Meter-Lauf der Männer mit 4:27,39 Minuten.

Stoisser-Alm-Berglauf

Marius Abele für Weltcup fit

16-jähriger SSC-Athlet überzeugt in den Alpen
Beim 32.Stoisser-Alm-Berglauf im Berchtesgadener Land hat Marius Abele das Tor zum Einsatz im U18-Nationalteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ganz weit aufgestoßen. Der 16-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach belegte auf der über 620 Höhenmeter führenden Sieben-Kilometer-Bergstrecke den fünften Platz der Gesamtwertung und gewann die Jugend U20 und U18 überlegen.
Während an der Spitze der bayrische Männermeister Filmon Abraham (LG Rupertiwinkel/31:24 Minuten) einsam die anfangs mit vier Prozent noch moderate und später mit bis zu 15 Prozent anspruchsvolle Steigung hinauf zur Stoisser Alm bewältigte, kämpfte Marius Abele gegen Benedikt Ertl (SC Gaissach) um das Ticket zum Jugend-Weltcup. Denn Kurt König, Berglaufbeauftragter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, hatte nach dem erfolgreichen Auftritt des SSC-Athleten beim Hundseck-Berglauf in Bühlertal klar gemacht, dass der Wettbewerb im Schwarzwald kein alpiner Berglauf sei und somit eine Nominierung längst nicht sicher wäre.
"Dann fahren wir eben auch noch die 530 Kilometer in die Alpen, um einen direkten Vergleich mit den sogenannten echten Bergläufern zu haben", lautete die Reaktion von SSC-Trainer Sascha Arndt in Übereinstimmung mit seinem Athleten, der in der Zwischenzeit auch noch auf der "Flachstrecke" von 3000 Metern im Stadion mit 9:02,98 Minuten in die nationale Elite seines Jahrgangs 2000 gelaufen war und damit ein weiteres Nominierungskriterium erfüllt hatte. Den darauf folgenden kraftausdauerorientierten Trainingsblock mit Berg- und Treppenläufen in Büdingen und Oberrodenbach verarbeitete Marius Abele derart gut, dass er sich beim Stoisser-Alm-Berglauf bereits nach drei Kilometern von seinem internen Konkurrenten Benedikt Ertl löste. Zur Zielankunft nach 34:28 Minuten holte er noch 1:28 Minuten Vorsprung auf ihn heraus und machte vor allem in den ganz steilen Passagen entscheidend Boden gut.
Damit überzeugte Marius Abele auch DLV-Berglaufwart Kurt König. Der frühere Weltklasse-Bergläufer fehlte zwar vor Ort, teilte aber Vereinstrainer Arndt mit: "Eine wirklich bärenstarke Leistung deines Schützlings" und forderte umgehend die Personaldaten zur Aufnahme in den Starterkreis für die Youth-World-Trophy Ende Juni in Tschechien an. Sobald der Bundesausschuss Leistungssport über den Vorschlag entschieden hat, steht fest, ob das Nachwuchstalent gemeinsam mit den bereits fest vorgesehen Julius Hild (Deutscher Crosslaufmeister) und Lisa Oed (Deutsche Vizemeisterin) die U18-Nationalmannschaft verstärken wird.

Hessische Staffelmeisterschaften

Zwei Titel und eine Überraschung

U14-Mädchen top, U18-Jugend bezwungen
Bei den hessischen Staffelmeisterschaften in Bürstadt gewannen die Teams des SSC Hanau-Rodenbach zwei Mal Gold und zwei Mal Silber. Neben der bundesweit in den Top-Drei klassierten männlichen U16-Staffel überzeugte vor allem die weibliche U16 bei ihrem Sieg.
Nach 3x800 Metern standen Nessrin Amerschläger, Elena Taubel und Clara Uherek als Hessenmeisterinnen fest und setzten damit ihre diesjährige Siegesserie fort. Grundlage für den Erfolg war die ausgeglichene Mannschaftsleistung, die Amerschläger mit 2:32 Minuten einleitete und Taubel mit 2:30 Minuten in Schlagdistanz zum bis dahin führenden TV Groß-Gerau brachte. Clara Uherek übernahm dann die Führung und zog konsequent durch, um mit der Einzelleistung von 2:28 Minuten die Endzeit von 7:30,22 Minuten und Gold vor Groß-Gerau (7:33,11 Minuten) und dem TSV Friedberg-Fauerbach (7:40,50 Minuten) perfekt zu machen. Das mit den Jahrgängen 2002 und 2003 besetzte SSC-Trio ist 2017 erneut in dieser Besetzung startberechtigt.
Für eine national hochwertige Leistung waren die Schüler U16 verantwortlich. In Tradition der Vorjahressieger und DLV-Führenden 2015 aus den eigenen SSC-Reihen brachte Karl Wandukwa sein Team deutlich in Führung. Max Grabosch und Sasha Müller ließen dann nichts mehr anbrennen, als sie in 8:33,75 Minuten mit fast 200 Metern Vorsprung auf den Wiesbadener LV (9:06,37 Minuten) und eine Startgemeinschaft aus drei Vereinen (9:11,90 Minuten) gewannen. Rang vier belegte SSC II. in 9:35,17 Minuten mit Mahmoud Gassem, Evan Habtemichel und Maximilian Hamburger.
Deutlich besser geht es bei der männlichen U18. Die Deutschen Mannschaftsmeister im Crosslauf erwischten in Person Jakob Thöming als Startläufer taktisch keinen guten Tag und liefen fortan einem deutlichen Rückstand gegenüber der LG Wetzlar hinterher. Die Aufholjagd durch Julius Hild und Marius Abele kostete zu viel Kraft, so dass im Entscheid der Schlussläufer auf den letzten 50 Metern die LG Wetzlar in 8:06,90 Minuten vor dem SSC mit 8:07,89 Minuten lag. Den fünften Platz belegte dank des überragenden Auftritts des Triathleten Thomas Ott SSC II. mit Jonas Rapp und Jan Reifenberger, die 8:29,41 Minuten liefen und damit noch vor dem ersten Team des TV Gelnhausen rangierten.
Von Erfolg gekrönt war die Aufholjagd von Schlussläuferin Lisa Oed im 3x800-Meter-Wettbewerb der weiblichen U18 mit Hannah Straube und Selma Celikkol. Ihre 2:18 Minuten brachten hinter einer Startgemeinschaft (7:47,50 Minuten) nach 7:55,23 Minuten mit einer hundertstel Sekunde Vorsprung auf den Wiesbadener LV (7:55,24 Minuten) den Vizetitel ein.
In der männlichen Jugend U14 können über 3x800 Meter Robin Petzold und Attila Has noch im kommenden Jahr starten. Die beiden Youngster machten nach Startläufer Cedric Eyerkaufer gehörig Boden gut und verhalten dem SSC-Trio mit 7:32,81 Minuten noch auf den Bronzerang. Die weibliche Jugend U14 belegte in der Besetzung Antonia Oppermann, Vanessa Mikitenko und Johanna Uherek in 8:16,83 Minuten den siebten Platz. Rang sechs ging in der U16 an Gina Glaub, Melissa Bensing und Chiara Heischmann (7:58,71 Minuten), während Anna Kreß, Sara Radovic und Annika Maul in 8:48,49 Minuten Zehnte wurden.

1500m in Oordegem

Lukas Abele läuft WM-Norm

Deutsche Jahresbestzeit der U20 in 3:45,90 Minuten für 1500 Meter
Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) hat mit der neuen Deutschen U20-Jahresbestzeit von 3:45,90 Minuten die 1500-Meter-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die U20-Weltmeisterschaften unterboten. Damit schob er sich in der ewigen hessischen Bestenliste auf Rang drei hinter dem späteren Olympiadritten Paul-Heinz Wellmann (TV Haiger/1971) und Benjamin Hetzler (TV Dillenburg/1997).
Nach 3:53 Minuten zum Saisoneinstieg in Herzogenaurach und der Steigerung auf 3:47,15 Minuten in der Vorwoche in Karlsruhe kam für Lukas Abele nun im belgischen Oordegem der Durchbruch. Als einer der ausgewählten Jugendlichen im international besetzten Hauptprogramm der Männerläufe erwischte er nahezu optimale Bedingungen. Inmitten eines kompakten Feldes lauteten die Zwischenstationen 61 Sekunden für 400 Meter und 2:32 Minuten für 1000 Meter, ehe der langgezogene Schlussspurt gegen Ausnahmetalent Jakob Ingebrigtsen (Norwegen/3:45,50 Minuten) Aggelos Vasileiou (3:45,86 Minuten) dem SSC-Athleten Rang drei in 3:45,90 Minuten und die erhoffte WM-Norm brachten.
"Bis auf kleinere Rangeleien in der Anfangsphase war alles top, und diesmal habe ich auch rechtzeitig zu spurten begonnen", resümierte der 19-jährige Abele, der noch die Kritik von Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) nach seinem zu späten Spurteinsatz in Karlsruhe in den Ohren hatte. Für Betreuer Carsten Arndt, in den 90er-Jahren mit dem noch bestehenden 5000-Meter-Vereinsrekord von 14:03 Minuten ebenfalls in Belgien erfolgreich, war klar: "Oordegem ist ein gutes Pflaster, denn hier will jeder Bestzeit laufen. Darauf ist die gesamte Veranstaltung zugeschnitten, und das zahlt sich aus !"
Den verdienten Lohn für die Normerfüllung in Richtung WM-Einsatz erhofft sich nun auch Lukas Abele. Noch bis kommenden Sonntag haben die stärksten deutschen "Konkurrenten" Marvin Heinrich (Neuköllner SF Berlin/3:48,90 Minuten), Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth / 3:48,64 Minuten) und Thilo Brill (LG Nord Berlin/3:50,09 Minuten) die Möglichkeit bei den Sportfesten in Osterode und Regensburg die geforderten 3:46,90 Minuten zu unterbieten, um einen der beiden DLV-Startplätze zu ergattern. Somit ist die Ausgangssituation für den hochgewachsenen Athleten des SSC Hanau-Rodenbach denkbar günstig, denn beim Abschluss-Wettkampf in Regensburg ist er ebenfalls am Start. "Dort kann ich mich einfach reinhängen und dann reagieren, wenn es nötig ist", blickt er gelassen auf das entscheidende Meeting in der Donaustadt.

Wiesbadener Abendsportfest

Max Grabosch mit Deutscher Jahresbestzeit

SSC-Schüler fehlen zwei Sekunden zum Hessenrekord
Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach) hat beim Wiesbadener Abendsportfest eine neue Deutsche Jahresbestleistung im 3000-Meter-Lauf der Schüler M14 aufgestellt. Mit 9:20,73 Minuten verbesserte er seine eigene Bestmarke um 23 Sekunden und kam bis auf zwei Sekunden an den 32 Jahre alten Hessenrekord von Steffen Hopp (LAZ Gießen/9:18,6 Minuten) heran. Gleichzeitig trat er in die Fußstapfen seines Vereinskameraden Sasha Müller, der im Vorjahr 9:19,69 Minuten gelaufen war.
Die Zwischenstationen des Sturmlaufs waren 3:05 Minuten für die 1000-Meter-Zwischenzeit und 6:15 Minuten nach 2000 Meter. Bei leichtem Nieselregen und Windstille übernahm Max Grabosch mehrfach die Führungsarbeit seiner Gruppe, so dass in einem kompakten Feld sogar der Hessenrekord möglich scheint, zumal die direkte Vorbereitung durch eine Erkältung nicht optimal verlief.
Ohne vorheriges "Störfeuer" ging Marius Abele ins Rennen der U18 und machte im Schlepptau seines Vereinskameraden Julius Hild die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft perfekt. Mit 9:02,98 Minuten unterbot er die DLV-Norm von 9:10,20 Minuten deutlich und legte dabei den Schlusskilometer in 2:58 Minuten zurück. Für Aufsehen sorgte sein Tempomacher: Julius Hild hatte bereits im 800-Meter-Lauf mit 2:04,43 Minuten überzeugt und sollte 45 Minuten später lediglich bis zur 1500-Meter-Marke im "Dreier-Schnitt" die Führungsarbeit leisten. Doch zur Halbzeit fühlte sich der Deutsche Crossmeister so locker, dass er gleich die komplette Distanz an seinen Mittelstreckeneinsatz anhängte und mit 9:02,57 Minuten nun Siebter der Deutschen U18-Bestenliste ist. "Auf der Zielgerade hat er mich dann sogar noch neben mir laufend angefeuert", freute sich Marius Abele, der gemeinsam mit Julius Hild nun auch noch eine Zeit von weniger als 9:00 Minuten für möglich hält.
Große Ziele hat sich Lukas Abele gesetzt. Der Nationalkader-Athlet hofft auf die U20-Weltmeisterschaftsnormerfüllung von 3:46,90 Minuten über 1500 Meter und testete in Wiesbaden "aus dem vollen Training heraus" die 800 Meter. Dabei rückte er dem früheren Deutschen Jugendmeister Abdi Uya Hundessa (Diezer TSK Oranien/1:51,61 Minuten) beträchtlich nahe und lief mit 1:51,76 Minuten neue hessische Jahresbestzeit sowie auf Rang fünf der Deutschen Bestenliste. "Die Tage zuvor waren alles andere als entspannend, so dass hier noch ein, zwei Sekunden drin sind", stellte er weitere Verbesserungen in Aussicht, die er zunächst jedoch auf einer Spezialdisziplin am kommenden Samstag im belgischen Oordegem über 1500 Meter umsetzen möchte. Fabian Sposato absolvierte die 800 Meter in 2:08,03 Minuten.
In der weiblichen Jugend U18 glückte Lisa Oed eine Punktlandung. Die Hessenmeisterin blieb mit 2:19,99 Minuten in ihrem ersten Mittelstrecken-Einsatz der Saison gerade noch unter der 2:20-Minuten-Marke, hatte aber ebenfalls das Vortagestraining in den Beinen.

Hanauer Stadtlauf I

Karl-Rehbein-Schule und Heinrich-Heine-Schule vorne

2017 mit Relativ-Wertung zur Gesamtschülerzahl
Bei der Übergabe des breitensportlich angelegten Harry-Arndt-Cup, mit dem die teilnehmerstärksten Schulen der Stadtmeisterschaft geehrt wurden, machten es die Veranstalter spannend. In aufsteigender Folge ging es "von hinten" los, wobei auch die mit kleineren Meldezahlen vertretenen Schulen einen Pokal erhielten. "Wir wollen dieses Engagement für die Schulmeisterschaft honorieren und bedanken uns ausdrücklich bei den Schulleitungen, Lehrern und Eltern für ihren Einsatz", erklärte Sascha Arndt den Vertretern der 22 beteiligten Hanauer Bildungseinrichtungen bei der Ehrung. Wie hoch der Einsatz mitunter sein kann, stellte unter anderem Sportleiter Jochen Stenger vom Schulzentrum Hessen-Homburg unter Beweis, der trotz Krankheit die interne Koordination für die Stadtmeisterschaft durchführte und mit 152 Meldungen ebenso wie weitere Schulen deutlich zulegen konnte.
Erstmals mit im Rennen um die Offene Hanauer Stadtmeisterschaft war die Langenselbolder Schule am Weinberg mit 34 Teilnehmern. Die Auwiesenschule Niedermittlau (28 Teilnehmer) zählt hingegen seit Jahren zu den Stammgästen in Hanau. Während Frauke Tschiltschke für die Hohe Landesschule angesichts von 144 Teilnehmern noch "deutlich Luft nach oben" sah, schöpften die Otto-Hahn-Schule mit 386 Meldungen und die Karl-Rehbein-Schule zur Freude des anwesenden Direktors Jürgen Scheuermann mit 458 Teilnehmern aus dem Vollen. Spannend ging es bei den Grundschulen zu. Hier nahmen Rektorin Dr.Wasjack-Knaf und die Sportlehrerinnen Martina Klee und Vanessa Rosen den kniehohen Glaspokal in Empfang, nachdem sie mit 136 Meldungen ganz knapp vor der Erich-Kästner-Schule (130 Meldungen) und der Theodor-Heuss-Schule (128 Meldungen) gelegen hatten.
Galten in diesem Jahr noch die absoluten Meldezahlen, wird bei der 18.Auflage 2017 die "Relativ-Wertung" eingeführt und die Zahl der Meldungen in Relation zur Gesamtschülerzahl an der jeweiligen Bildungseinrichtung berechnet. "Das ist ein gerechtes Verfahren, mit dem die kleineren Schulen eine Chance erhalten, sich mit den größeren Schulen zu messen", kündigte Arndt an.
Teilnehmende Schulen 2016:

A) Weiterführende Schulen:
1) Karl-Rehbein-Schule, 458 Teilnehmer
Rektor Jürgen Scheuermann und Schulsportleiter Alexander Klisch
2) Otto-Hahn-Schule, 386 Teilnehmer
Schulsportleiter Marcel Hartmann und Nils Pitterling
3) Schulzentrum Hessen-Homburg, 152 Meldungen
Schulleitung Heinz Armbrüster und Schulsportleiter Jochen Stenger
4) Hohe Landesschule, 144 Teilnehmer
Laufbetreuerin Frauke Tschiltschke
5) Paul-Gerhardt-Schule Sekundarstufen, 106 Teilnehmer
Rektor Martin Forchheim und Schulsportleiterin Nicole Reitzenstein
6) Lindenauschule, 28 Teilnehmer
Rektorin Ingrid Koch und Schulsportleiter Michael Herkert
7) Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium, 7 Teilnehmer
Schülerbetreuer Lukas Stehr

B) Grundschulen:
1) Heinrich-Heine-Schule, 135 Teilnehmer
Rektorin Brigitte Wasjack-Knaf, Schulsportleiterin Martina Klee, Vanessa Rosen
2) Erich Kästner-Schule, 130 Teilnehmer
Rektorin Tina Valdfogl-Saier, Schulsportleiterin Julia Hock
3) Theodor-Heuss-Schule, 128 Teilnehmer
Rektorin Anja Steigerwald, Schulsportleiterin Claudia von Collas
4) Friedrich-Ebert-Schule, 116 Teilnehmer
Rektorin Barbara Eisenkolb, Schulsportleiter Bodo Eckardt Schulze, laufender Lehrer Manuel Stammler
5) Paul-Gerhardt-Grundschule, 79 Teilnehmer
Rektorin Dagmar Schneider, Schulsportleiterin Katja Heuer
6) Wilhelm-Geibel-Schule, 72 Teilnehmer
Rektorin Rita Thomann, Schulsportleiterin Anita Harrer
7) Brüder-Grimm-Schule, 69 Teilnehmer
Rektorin Heide Nolte, Schulsportleiterin Christina Baatz
8) Eichendorffschule, 48 Teilnehmer
Rektor und Schulsportleiter Rainer Bergmann
9) Geschwister-Scholl-Schule, 47 Teilnehmer
Rektorin Birgit Schwab, Schulsportleiterin Caroline Maisch
10) Anne-Frank-Schule, 44 Teilnehmer
Rektorin Monika Kulessa, Konrektorin Katja Wecker, Schulsportleiterin Petra Ruffer
11) Schule am Weinberg, Langenselbold, 34 Teilnehmer
Rektorin Martina Leukert, Schulsportleiterin Kerstin Stoye
12) Auwiesenschule Niedermittlau, 32 Teilnehmer
Rektorin Kerstin Pöhlker, Schulsportleiterin Barbara Pillmann
13) August-Gaul-Schule, Rektorin Corinna Heller, Lehrer Florian Lukas, 29 Teilnehmer
14) Pestalozzischule, 3 Teilnehmer
Rektor Hofmann

C) Förderschulen:
1) Elisabeth-Schmitz-Schule, Schulsportleiter Anastasios Savvidis, 19 Teilnehmer

Hanauer Stadtlauf II

Rekordlauf im Herbert-Dröse-Stadion

Teilnehmerrekord, Streckenbestzeit und Top-Organisation bei Schulmeisterschaft
Die 17.Offenen Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen im 1000-Meter-Lauf präsentierte der SSC Hanau-Rodenbach im Herbert-Dröse-Stadion als organisatorische Glanzleistung. Trotz des Melderekords von 2350 Schülerinnen und Schülern zwischen fünf und 20 Jahren sowie der erstmaligen Durchführung der Siegerehrungen bis zum achten Platz in jeder der 34 Wertungsklassen blieben die Veranstalter bei dem in dieser Kategorie bundesweit größten Schülerlauf fast minutengenau im Zeitplan. Möglich wurde die gelungene Kombination aus Breitensport, Talentsichtung und Leistungsschau durch die Zusammenarbeit mit insgesamt 22 teilnehmenden Schulen. Dabei ragten die Karl-Rehbein-Schule mit 458 Meldungen, die Otto-Hahn-Schule mit 386 Meldungen sowie bei den Grundschulen die Heinrich-Heine Schule (135 Meldungen), die Erich Kästner-Schule (130 Meldungen) und die Theodor-Heuss-Schule (128 Meldungen) heraus.
Entsprechend galt der Dank von Organisationskoordinator Sascha Arndt den beteiligten Schulleitungen, Schulsportleitungen sowie Eltern, die den "Rekordlauf" möglich gemacht hatten. "Als Veranstalter sind wir auf das entsprechende Engagement an den Schulen angewiesen", erklärte der SSC-Vorsitzende bei der Übergabe des vom Stadtmeisterschafts-Initiator gestifteten Harry-Arndt-Cup für die teilnehmerstärksten Bildungseinrichtungen aus Hanau und Umgebung.
Zuvor hatte Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Stadtmeisterschaft im Anschluss an die traditionelle Flaggenparade eröffnet und dem SSC Hanau-Rodenbach seine Anerkennung für die Durchführung der Wettbewerbe ausgesprochen. Den ersten Startschuss gaben dann der für den Schulsport zuständige Schulamtsdirektor Ludwig Borowik und der Sportkreis-Vorsitzende Stefan Bahn gemeinsam ab. "Eine großartige Veranstaltung", betonten die beiden Ehrengäste und erlebten im Wettbewerb der Fünf- und Sechsjährigen "live" die ursprüngliche Freude der Jüngsten am Laufen mit. Dabei setzten sich Melisa Redzic (W05) von der Theodor-Heuss-Schule und Marie Stiller (W06) vom SSC Hanau-Rodenbach auf der verkürzten 525-Meter-Distanz sogar noch vor den gleichaltrigen Jungen Omar Gassem (SSC/M05) und Carmelo Licata Caruso (Theodor-Heuss-Schule/M06) durch.
Ging es zum Auftakt noch recht entspannt zu, kommentierte runnerspoint-Moderator Jochen Heringhaus den knappen Entscheid in der M07 zwischen dem Großkrotzenburger Bastian Kaufhold (4:15,5 Minuten) und Lionel Siebenliste (Wilhelm-Geibel-Schule/4:15,9 Minuten) schon mit den Worten: "Die machen hier richtig Alarm !" Dies traf erst recht auf die achtjährigen Schüler zu, in deren mit 123 Teilnehmern besetztem Lauf der Bruchköbler Patrice Schwalm als Erster mit 3:59,7 Minuten die 4:00-Minuten-Marke unterbot. Von "außerhalb" kamen ebenfalls die nächsten beiden Klassensieger. Dwayn Meene, für die Langenselbolder Schule am Weinberg startender Fußballer, siegte in der M09 in 3:47,8 Minuten, während Tristan Kaufhold (Geschwister-Scholl-Schule Großkrotzenburg) die M10 mit beachtlichen 3:30,9 Minuten und 100 Meter Vorsprung auf die Verfolger gewann.
Den für die beste Tagesleistung ausgelobte Johannes-Luther-Cup sicherte sich mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg ein "echter Hanauer". Der mehrfache Hessenmeister Sasha Müller gewann für die Karl-Rehbein-Schule die Wertung M15 in 2:48,7 Minuten, womit er gemeinsam mit Jonas Rapp (HoLa/1.M16/2:57,7 Minuten) und Karl Wandukwa (SSC/2.M15/2:59,9 Minuten) einer von drei Läufern unter der 3:00-Minuten-Marke war. Bei den Mädchen sicherte sich die 14-jährige Clara Uherek mit 3:19,5 Minuten die Tagesbestzeit und den Johanna-Luther-Cup, dicht gefolgt von ihrer zwölfjährigen Schwester Johanna, die sich in 3:31,6 Minuten der W13er-Siegerin Elena Taubel (Kopernikusschule Somborn/3:31,2 Minuten) ebenbürtig zeigte. Leistungen auf höchstem taktischen und läuferischen Niveau bietet seit Jahren Loreen Bender. Früher für die Heinrich-Heine-Schule Dauersiegerin, setzte sich die W11-Läuferin nun für die Otto-Hahn-Schule in Szene und gewann in 3:41,1 Minuten vor Vanessa Mikitenko (Somborn/3:46,7 Minuten). Die Hockeyspielerin Mia Braunwart (Karl-Rehbein-Schule) entschied die W15 mit 3:35,6 Minuten knapp vor Chiara Heischmann (Albert-Einstein-Schule Maintal/3:36,2 Minuten) und Mirja Buntrock (3:37,3 Minuten) für sich.
Stark besetzt präsentierte sich zum Abschluss der Schulmeisterschaften der Promilauf. Hier verteidigte Manuel Stammler von der Friedrich-Ebert-Schule bereits zum zweiten Mal den Titel des "schnellsten Hanauer Lehrers". Mit seinen 3:03,1 Minuten war er flotter als im Vorjahr, musste sich aber auch der Konkurrenz durch Marcel Hartmann (3:08,5 Minuten) von der Otto-Hahn-Schule erwehren. Schnellste Lehrerin war Lea Brück, ebenfalls von der Friedrich-Ebert-Schule. Sie lief 4:06,7 Minuten vor Angela Kirchhoff (4:12,5 Minuten) und der HoLa-Teamleiterin Frauke Tschiltschke (4:20,4 Minuten).

Blockmehrkampfmeisterschaften

Sasha Müller Regional-Mehrkampfmeister

Bei optimalen Witterungsbedingungen brachte der TV Gelnhausen die Blockmehrkampfmeisterschaften für die Region Rhein-Main und den Kreis Offenbach/ Hanau reibungslos über die Bühne. Mit dabei Sasha Müller und Karl Wandukwa, die als Laufspezialisten so gut mitmischten, dass sie Rang eins und drei in der M15 belegten.
So holte Sasha Müller den Titel im Blockmehrkampf Lauf. Der Fünf-Kilometer-Hessenrekordler ließ zwar bei seinem 80-Meter-Hürdenlauf-Debüt (14,17 Sekunden) und im Ballwurf mit 48,50 Metern Federn, zeigte sich aber mit persönlichen Bestmarken über 100 Meter (12,52 Sekunden) und im Weitsprung (5,32 Meter) der Konkurrenz deutlich überlegen. Den abschließenden 2000-Meter brachte er in 6:08,38 Minuten erwartet gut ins Ziel, so dass er mit 2527 Punkten vor Maximilian Kaiser (LG Dornburg/2405 Punkte) und seinem ebenfalls im Blockmehrkampf debütierenden Trainingsgefährten Karl Wandukwa (2218 Punkte) gewann. Damit lösten beide SSC-Athleten die zur Teilnahme an den Deutschen 3000-Meter-Meisterschaften nötige B-Norm.

Laufnacht in Karlsruhe

WM-Norm knapp verfehlt

Lukas Abele läuft Deutsche Jahresbestzeit und Kreisrekord
Lukas Abele hat bei der "Langen Laufnacht" in Karlsruhe eine neue Deutsche Jahresbestzeit für die Jugend U20 im 1500-Meter-Lauf aufgestellt. Der Dauernheimer steigerte sich auf 3:47,15 Minuten und löste damit den bislang führenden Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth/3:48,64 Minuten) ab. Gleichzeitig erfüllte Abele die B-Kader-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und verbesserte seinen eigenen Kreisrekord, den er 2015 bei 3:48,06 Minuten fixiert hatte.
Und dennoch lautete der erste Kommentar des Waldorf-Schülers: "Das ist ärgerlich, ich hatte noch Reserven und bin so knapp an der WM-Norm vorbei gelaufen !" Die Qualifikationsleistung für die höchste internationale Leichtathletik-Jugendmeisterschaft hat der DLV auf 3:46,90 Minuten gesetzt, womit Lukas Abele gerade einmal 0,25 Sekunden fehlen. "Das war eine Frage des Selbstvertrauens. Ich habe mich zwar mental sehr gut auf das Rennen eingestellt, aber mit dem Misserfolg von Herzogenaurauch im Hinterkopf einfach nicht geglaubt, dass ich das hohe WM-Tempo drauf habe", erklärte Abele, der seine deutliche Steigerung gerade einmal sechs Tage nach dem Saisoneinstieg auf die Spezialstrecke vollzog. Zunächst war er in Herzogenaurach mit 3:52,64 Minuten und einer schwachen Schlussrunde von Jamie Williamson distanziert worden.
So wollte er auf "Nummer sicher" gehen und wartete er bis 250 Meter vor dem Ziel mit dem Endspurt: "Den hätte ich aber unbedingt eher beginnen müssen !" Mit einem 28-Sekunden-Abschnitt für die letzten 200 Meter lief er noch auf den zweiten Platz hinter Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe/3:46,38 Minuten) und vor Tim Hoenig (Hamburger SV/3:47,24 Minuten).
Drei weitere Chancen zur U20-WM-Normerfüllung gibt es noch für Lukas Abele, der bereits am kommenden Samstag im belgischen Oordegem ein international hochkarätig besetztes 1500-Meter-Rennen bestreitet. Allerdings rutscht der schnellste deutsche Jugendliche dort angesichts von Weltklasseathleten aus dem Männerbereich ins Rahmenprogramm und hat seine Startzeit erst kurz vor Mitternacht.

Vorschau: Hanauer Stadtlauf

SSC richtet bundesweit größte Schülerlauf-Veranstaltung im Stadioncross aus

2350 Meldungen zur Offenen Stadt-Meisterschaft der Schulen am Donnerstag
Für die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Claus Kaminsky stehenden 17.Offenen Hanauer Meisterschaften der Schulen im 1000-Meter-Lauf haben in diesem Jahr 2350 Kinder und Jugendliche aus 22 Schulen ihre Meldungen abgegeben. Damit gibt es am Donnerstag in den insgesamt 32 verschiedenen Wertungen zur Ermittlung der Jahrgangs-Stadtmeister einen neuen Melderekord. Das bundesweit größte Schüler-Laufereignis dieser Art beginnt um 14.00 Uhr im Wilhelmsbader Herbert-Dröse-Stadion mit der Flaggenparade und dem Grußwort von Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Weitere Ehrengäste sind der für den Schulsport zuständige Schulamtsdirektor Ludwig Borowik und der Sportkreis-Vorsitzende Stefan Bahn.
Während aus den Reihen des SSC Hanau-Rodenbach zahlreiche Helferteams mit mehr als 50 SSC-Mitgliedern im Bereich Zieleinlauf, Auswertung, Streckenkontrolle, Startbereich, Siegerehrung, Verpflegung und Unterstützung der Athleten und Lehrer agieren, liegt die Moderation vor allem in den Händen des bundesweit agierenden Profi-Ansagers Jochen Heringhaus (runners point). Zwischen den Läufen finden die jeweiligen Siegehrungen der einzelnen Jahrgänge statt. Die Erstplatzierten erhalten ihre Urkunden somit am Veranstaltungstag, und jedem weiteren Teilnehmer im Ziel wird die Auszeichnung in den Tagen nach dem Wettkampf an die betreffende Schule zugestellt. Den breitensportlichen Aspekt fördert der SSC Hanau-Rodenbach durch die Übergabe der Pokale für die teilnehmerstärksten Schulen, die allesamt geehrt werden, wenn eine offizielle Meldung seitens der Schulleitung oder der verantwortlichen Lehrer vorliegt. Zum Abschluss der 32 Schüler-Wettbewerbe mit Teilnehmern zwischen fünf und 21 Jahren findet um 19.30 Uhr traditionell der Prominenten-Lauf statt, in dem viele Lehrer starten und der Kampf um die Platzierungen nicht ganz so hoch gehängt wird wie bei den Schülern.
Keine einzige Sekunde liegen lassen wird hingegen der frühere SSC-Athlet Manuel Stammler, jetzt Lehrer der Friedrich-Ebert-Schule. Im Vorjahr zum schnellsten Hanauer Lehrer gekürt, hofft er auf die Titelverteidigung, auch wenn ihm Oberschenkelprobleme Sorgen bereiten. "Aber ich möchte doch meine Schüler nicht enttäuschen und deswegen alles versuchen", kündigte der sportbegeisterte Grundschullehrer an. Unterstützt wird die Großveranstaltung des SSC Hanau-Rodenbach durch die Stadt Hanau mit Fachstellenleiter Thomas Ritter sowie vor Ort durch Philipp Kisselstein als "Stadionchef" mit seinen Mitarbeitern.
Für die Verpflegung mit Kuchen, Kaffee, Getränken, Salaten und auch Würstchen sorgt ab 13 Uhr direkt an der Tribünenseite Anja Oed mit ihren Helfern. Parkmöglichkeiten bestehen für die Besucher der Veranstaltung rund um das Herbert-Dröse-Stadion auf dem Park-and-Ride-Platz und den am Veranstaltungstag für Bahnpendler gesperrten und dann für die Veranstaltung freigegebenen Parkplätzen an der Ostseite. Nicht geöffnet wird die direkte Zufahrt zum Stadion für den Publikumsverkehr, da sie als Transport- und Rettungsweg freigehalten werden muss.

Einladungssportfest In Herzogenaurach

Lukas Abele auf Rang zwei in der nationalen Bestenliste

WM-Norm verfehlt
Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) konnte beim Einladungssportfest von adidas in Herzogenaurach die erste Chance der Saison auf die Qualifikation zur U20-Weltmeisterschaft nicht nutzen. Der 19-jährige SSC-Mittelstreckler verfehlte im 1500-Meter-Wettbewerb nach gutem Auftakt mit 3:52,64 Minuten die vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderten 3:46,90 Minuten deutlich.
"Es war nicht einfach zu laufen, zumal der Wind doch ordentlich blies", gestand der Nationalkader-Athlet nach seinem Einsatz, der mit 2:01 Minuten bei der 800-Meter-Zwischenzeit hoffnungsvoll begonnen hatte. Doch die in der Vorwoche gezeigte Unterdistanz-Kapazität mit dem beeindruckenden Hausrekord von 1:18,48 Minuten für die 600 Meter vermochte Lukas Abele nicht auf seine Spezialstrecke zu übertragen. Als der Tempomacher nach 2:32 Minuten für die 1000 Meter ausstieg, zog Patrick Oehler vom VfL Sindelfingen vorbei, so dass die Möglichkeit bestanden hätte, sich erneut in den Windschatten zu hängen. Doch dafür reichte schon zu Beginn der Schlussrunde die Kraft nicht mehr. Auf der Gegengerade zog dann auch noch der Deutsche Jugendmeister 2015 Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth) an ihm vorbei und setzte mit 3:48,64 Minuten die aktuelle U20-Bestzeit vor Lukas Abele, der nun noch bis Anfang Juni in zwei weiteren Rennen in Oordegem / Belgien und in Regensburg den Angriff auf die DLV-Norm angehen wird.

Internationaler Hundseck-Berglauf

Julius Hild und Lisa Oed gewinnen Jugendrennen

Chancen auf internationalen Einsatz bei Jugend-Weltcup / Starkes Abele-Debüt
Den 40.Internationalen Hundseck-Berglauf in Bühlertal werteten Asse aus der internationalen Marathonszene wie die im Olympiakandidatinnenkreis befindliche Anna Hahner und der Schotte Robbie Simpson auf. Das Angebot von Berglauf-Fachwart Kurt König (Mittenwald) an die hessischen Nachwuchsathleten zur Weltcup-Sichtung nahm der SSC Hanau-Rodenbach gerne an und verbuchte letztlich zwei Klassensiege durch Julius Hild und Lisa Oed sowie drei Top-Ten-Platzierungen im Gesamtklassement der Traditionsveranstaltung.
Die jungen Läufer des SSC Hanau-Rodenbach spielten im Konzert der etablierten Bergläufer am Mehliskopf auf der über 9,5 Kilometer und 776 Höhenmeter führenden Waldstrecke eine beachtliche Rolle. So lief Julius Hild als Gesamtvierter mit 45:50 Minuten schneller als der letztjährige Deutsche U20-Jugendmeister an gleicher Stelle. Lisa Oed setzte sich überlegen in der weiblichen Jugend durch und hatte mit 53:08 Minuten einen deutlichen Vorsprung vor der gleichfalls auf den Berglauf-Jugend-Weltcup-Einsatz hoffenden Gina-Marielle Schürg (TV Rendel/57:31 Minuten).
Die Namen der in den hessischen und deutschen Leichtathletik-Kadern geförderten Julius Hild und Lisa Oed kann man sich jedenfalls auch in Berglaufkreisen merken, denn die beiden U18-Talente könnten vielleicht schon in naher Zukunft in die Fußstapfen der einstigen Deutschen Berglaufmeister und international eingesetzten Asse wie Lisa Reisinger, Kerstin Straub, Uli Steidl, Carsten Arndt oder Thomas Seibert treten. Dabei wussten nicht nur Julius Hild und Lisa Oed zu überzeugen, die im März bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften mit Platz eins und zwei in ihren Wettbewerben nachdrücklich bewiesen hatten, dass sie auf schwierigem Geläuf zu den Besten der U18 in Deutschland zählen. Denn mit Marius Abele folgte ein SSC-Läufer des Jahrgangs 2000 bei seinem Berglaufdebüt bereits auf dem siebten Platz des Gesamteinlaufs lediglich 87 Sekunden hinter dem deutlich erfahreneren Julius Hild als Zweiter der U18. "Das hat richtig Spaß gemacht, ich glaube ich Talent für den Berglauf", freute sich Abele im Ziel am Mehliskopf und schmiedete bereits Pläne für die Zukunft. Die sieht nun am 28.Mai einen weiteren Sichtungslauf im Berchtesgadener Land vor, denn für den Neueinsteiger in Sachen Berglauf geht es nun um den direkten Vergleich mit weiteren Nachwuchsläufer aus dem alpinen Bereich, um die Chancen auf die Weltcup-Nominierung zu wahren.
"Wir wollen eine gerechte Entscheidung, und das heißt im Fall von Marius, dass wir auch bis zur österreichischen Grenze fahren werden, wenn das Klarheit über seine Qualitäten bei den Berglauf-Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bringen kann", erklärte Trainer Sascha Arndt den immensen Aufwand, der Ende Mai bevorsteht.
Ebenfalls sein Berglauf-Debüt gab in Bühlertal Jonas Rapp. Nach gutem Auftakt musste der 16-jährige Hanauer buchstäblich kürzer treten, als ihn Rückenbeschwerden immer wieder zur Tempodrosselung zwangen. So blieb letztlich mit 53:26 Minuten der dritte Platz in der U18.

Limeslauf in Großkrotzenburg

Karsten Fischer unschlagbar

Großkrotzenburger SSC-Athlet gewinnt Limeslauf mit Kilometervorsprung
Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) hat den 38.Limeslauf des Turnverein Großkrotzenburg dominiert. Der Großkrotzenburger absolvierte die 21,1-Kilometer-Halbmarathondistanz bei optimalen Witterungs- und Streckenbedingungen in 1:15:34 Stunden und holte damit auf den zweitplatzierten Gregor Scharf (TV Hergershausen/1:22:48 Stunden) fast zwei Kilometer Vorsprung heraus. Insgesamt nahmen am Muttertag 481 Teilnehmer an den Wettbewerben über einen, fünf, zehn und 21,1 Kilometer teil.
Seinen Einsatz im heimatlichen Wald hatte Karsten Fischer nur insofern akribisch vorbereitet, als dass er tags zuvor die Strecke abgelaufen und einige lose Steine entfernt hatte. "Der Schotter war durch Forstarbeiten aufgelockert worden", so Fischer, der im Trainingsablauf keine Rücksicht auf den Halbmarathon nehmen wollte. So standen ein 50-Kilometer-Lauf und eine doppelte Trainingseinheit mit zweimal 20 Kilometern am Donnerstag und Freitag vor dem Limeslauf an. Der dabei absolvierte Kilometerschnitt von 4:10 bis 4:15 Minuten hinterließ durchaus Spuren. "Meine Beine sind heute nicht so locker", kommentierte Karsten Fischer seinen professionellen Trainingsaufwand, der in diesem Jahr noch zu einem erfolgreichen Debüt im 100-Kilometer-Lauf führen soll.
Ganz so lange Strecke stehen für den beim SSC trainierenden Bruchköbler Triathleten Robert Respondek nicht auf dem Programm, doch mit dem Brüder-Grimm-Lauf im Juni stellt auch er sich einer Herausforderung. Den Limeslauf nutzte der Student zur Vorbereitung und belegte in 1:31:53 Stunden den sechsten Platz.
Hessische Spitzenklasse präsentierte sich im 1,0-Kilometer-Wettbewerb der Schülerinnen. Elena Taubel, in diesem Jahr bereits zwei Mal Vizemeisterin im Cross- und Bahnlauf, gewann mit 3:29,3 Minuten vor ihrer SSC-Trainingsgefährtin Nessrin Amerschläger (3:32,4 Minuten) sowie Melissa Bensing (3:41,8 Minuten) und der U12-Siegerin Carla Taubel (SSC/3:48,6 Minuten). Antonia Oppermann (3:52,8 Minuten) blieb ebenfalls unter der 4:00-Minuten-Marke des 75-Teilnehmerinnen-Felds.
Nicht ganz so viel los war bei den gleichaltrigen Jungen, die immerhin 55 Teilnehmer ins Ziel brachten und von Mahmoud Gassem (SSC/3:13,6 Minuten) angeführt wurden. Heiß umkämpft waren die Plätze zwei bis vier. Hier hatte Jonas Costa als M13-Sieger nach 3:21,3 Minuten das bessere Ende vor Robin Petzold (2.U14/3:22,2 Minuten) und dem Großkrotzenburger U10-Sieger Tristan Kaufhold (beide SSC/3:22,9 Minuten) für sich. Hinter Bedrihan Altensoy (3:38,1 Minuten) und Tom Zukrowski (beide SSC/3:38,7 Minuten) sortierte sich mit Lukas Fisch in 3:46,4 Minuten ein weiteres U10-Talent der Geschwister-Scholl-Schule ein. Unter der 4:00-Minuten-Marke blieben weiterhin Jeremy Monroe (3:49,0 Minuten) sowie Mats Mock (3:54,9 Minuten) vorm RW Großauheim.
Zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung zeigte sich Gabriele Schroth. "Wir sind trotz des langen Wochenendes mit Brückentag von den Teilnehmerzahlen her auf dem Vorjahresniveau", resümierte die Organisationsleiteriin des TV Großkrotzenburg.

Sportfest von Pliezhausen

Lukas Abele mit Paukenschlag

600-Meter-Test gibt Hoffnung für WM-Qualifikation / Oed bei EM-Qualilauf der U18
Beim international besetzten Sportfest von Pliezhausen setzte Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) den ersten Glanzpunkt seiner Saison. Der U20-Athlet stürmte im 600-Meter-Lauf als zweitschnellster Jugendlicher in 1:18,48 Minuten durchs Ziel und unterbot seine bisherige Bestmarke damit um zwei Sekunden.
Bei sommerlicher Wärme kam Lukas Abele so gut "ins Rollen", dass er sein Tempo kontinuierlich durchhalten konnte. "Es gab im Stadion über die 600 Meter zwei Mal Rückenwind, und den Gegenwind habe ich kaum bemerkt, weil ich an Position vier lief", erklärte Abele die für ihn optimalen Umstände. Auf der Zielgeraden schob er sich dann immer weiter nach vorne und hätte fast noch den siegreichen 800-Meter-Spezialisten Robert Farken (SC DHFK Leipzig/1:18,28 Minuten) abgefangen. Dazu reichte es letztlich zwar nicht ganz, doch nun kann Lukas Abele optimistisch in die anstehenden drei Qualifikationsrennen zur U20-Weltmeisterschaft gehen. Die 1500-Meter-Norm von 3:46,90 Minuten scheint angesichts des gelungenen Auftakts und der Vorjahres-Bestzeit von 3:48,06 Minuten nicht ganz unrealistisch, auch wenn der SSC-Athlet weiß: "In einem solchen Rennen muss einfach alles stimmen, sonst sind die 60 Sekunden pro Runde nicht machbar."
Mit dieser Erfahrung trat Lisa Oed ihre Heimreise aus Pliezhausen an. Im Kampf um dieU 18-Europameisterschaftsnorm im 2000-Meter-Hindernislauf konnte sie lediglich drei Runden das vorgegebene Tempo halten, ehe sie bei ihrem Debüt über die U20-Distanz deutlich nachließ. "Auf den letzten 400 Metern habe ich die Beine dann gar nicht mehr hochbekommen", erklärte die 17-jährige Abiturientin. Nach 3:22 Minuten für die ersten 1000 Meter ließ sie 3:43 Minuten für den zweiten Abschnitt folgen und blieb mit 7:05,08 Minuten über der Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes von 6:52,00 Minuten. Lediglich die Deutsche Crossmeisterin Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim/6:51,18 Minuten) machte den Start bei der EM klar. Ob Lisa Oed einen weiteren Qualifikationsversuch unternehmen wird, ließ sie nach dem Einsatz offen, müsste sie für diesen Fall doch Anfang Juni in Regensburg antreten und auf die Titelverteidigung bei den hessischen 1500-Meter-Meisterschaften in Kassel verzichten.
Ganz knapp an seiner persönlichen Bestmarke schrammte Max Grabosch vorbei. Der neunfache Schülerhessenmeister lief die 3000 Meter als Schnellster des Jahrgangs 2002 in 9:44,66 Minuten und haderte trotz der erzielten deutschen M14-Jahresbestzeit mit dem Resultat. "Ich wollte 9:35 Minuten laufen", erklärte der SSC-Athlet, der allerdings in den zurückliegenden Wochen wegen einer Erkältung nicht optimal trainieren hatte können und seine Zielzeit nun in den kommenden Rennen erneut angreifen wird.

Hessische Meisterschaften im Hindernislauf

Lisa Oed mit Kreisrekord

SSC-Nachwuchs dominiert Hindernisläufe
Bei den hessischen Meisterschaften im Hindernislauf erzielte Lisa Oed einen neuen Kreisrekord. Die 17-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach pulverisierte auf der 1500-Meter-Hindernisdistanz der weiblichen Jugend U18 ihre eigene Bestmarke von 5:11,41 Minuten aus dem Vorjahr und setzte sich mit 5:00,96 Minuten an die Spitze der Deutschen Jahresbestenliste.
Bis 200 Meter vor dem Ziel sah es nach dem beeindruckenden Tempolauf im Alleingang sogar nach einer Zeit von weniger als 5:00 Minuten aus, doch am letzten Wassergraben büßte die sonst so technisch versierte Abiturientin wertvolle Zehntel ein. "Das war keine gelungene Überquerung, ich stand mit beiden Füßen im Wasser", kommentierte Lisa Oed ihren Absprung in den 3,66 Meter langen Wassergraben, nach dem sie den Endspurt komplett neu aufbauen musste. Auf die Entscheidung um den Landestitel hatte dies keinen Einfluss, betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierte Luca Marie Jahn (TV Flieden / 5:33,32 Minuten) doch 150 Meter.
Eine klare Angelegenheit war die Hessenmeisterschaft auch für die männliche U18 des SSC. Obschon Jakob Thöming angesichts seiner Vorerfahrungen im 2000-Meter-Hindernislauf mit der besseren Technik favorisiert war, übernahm sein Trainingsgefährte Julius Hild von Beginn an die Führung. "Es sollte einfach niemand vor mir laufen, damit ich freie Sicht auf die Hindernisbalken hatte", erklärte der Deutsche Crosslaufmeister seine forsche Taktik, die zur 400-Meter-Zwischenzeit von 68 Sekunden führte. "Viel zu schnell", kommentierten die Betreuer, doch nach 3:06 Minuten zur Halbzeit und eines weiterhin druckvoll laufenden Julius Hild war klar, dass der Titel nur über ihn führen würde. So baute der Rodenbacher seinen Vorsprung kontinuierlich bis auf 60 Meter aus und hätte in den Bereich von 6:15 Minuten laufen können. Am letzten Wassergraben rutschte Hild jedoch über den Balken und verlor dabei ebenso wertvolle Zeit wie im überschwänglichen Siegesjubel auf den Metern vor dem Zieleinlauf. So blieb die Uhr bei 6:20,34 Minuten stehen, womit Julius Hild den Einzug in die aktuelle Deutsche Bestenliste um 0,34 Sekunden verfehlte.
Die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft (Norm 6:30,20 Minuten) hat er jedoch sicher gelöst, und so bietet sich für ihn jetzt die Möglichkeit, sowohl über 3000 Meter als auch über 2000-Meter-Hindernis beim Saisonhöhepunkt in Möchengladbach Ende Juli anzutreten. Ebenfalls bei den nationalen Titelkämpfen am Start sein wird Jakob Thöming. Zwar musste er nach der Streckenhälfte abreißen lassen, doch mit einer starken Schlussrunde und dem gewonnenen Zweikampf vor Niklas Schwesig (LG Wetzlar/6:31,95 Minuten) sicherte er sich mit 6:27,63 Minuten den Vizetitel. Noch nicht in die Nähe der DM-Norm kam Jonas Rapp, der sein Debüt auf Rang fünf in 6:53,40 Minuten abschloss.
Beachtlich hielt sich im 3000-Meter-Hindernislauf der Männer Jannik Trunk. Erstmals auf dieser anspruchsvollen Disziplin im Einsatz, hielt der Sportstudent eisern durch und erkämpfte sich mit 10:29,08 Minuten den dritten Platz.
Im gleichzeitig ausgetragenen Sportfest gewann Lukas Abele die 1500 Meter in 4:00,71 Minuten sicher vor Aaron Bienenfeld (LG Offenbach/ 4:03,80 Minuten). Dabei legte der Nationalkader-Athlet die letzten 500 Meter in 1:12 Minuten zurück. Eine neue persönliche Bestmarke gab es für Marius Abele, der die Jugend U18 in 4:14,03 Minuten knapp geschlagen auf Rang zwei beendete. Weitere Hausrekorde erzielten Fabian Sposato mit 4:25,03 Minuten sowie Philip Ahne im 400-Meter-Lauf der U20 in 54,31 Sekunden. Stefan Unger lief die 5000 Meter in 16:53,18 Minuten.

Boston- und Weiltal-Marathon

Zweimal Marathon

Bei zwei Marathonläufen haben Uli Steidl und Karsten Fischer die klassische Distanz von 42,195 Kilometern ganz unterschiedlich wahrgenommen. Während Uli Steidl als Master-Sieger von 2012 beim Boston-Marathon 2016 einen "schwarzen Tag" erwischte und mit 2:37:36 Stunden als Neunter der Senioren M40/45 dieses Mal weit hinter seinen Erwartungen blieb, lief es bei Karsten Fischers Weiltal-Marathon-Einsatz nach Plan. Der Großkrotzenburger im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach nahm den profilierten Lauf im Taunus als Trainingseinsatz in Vorbereitung seines 100-Kilometer-Debüts. Dementsprechend absolvierte er schon vor dem Start 30 Kilometer, um dann bei seinem eigentlichen Einsatz mit 2:48:24 Stunden seine gute Verfassung unter Beweis zu stellen. Damit belegte Karsten Fischer in dem von Sieger Dieter Metz (Darmstadt/2:45:26 Stunden) angeführten Feld den vierten Platz.

Deutsche Halbmarathonmeisterschaften

Zweimal Mannschaftsgold im Halbmarathon

SSC-Senioren gewinnen die Deutsche Meisterschaft
Die Seniorenmannschaften des SSC Hanau-Rodenbach sind bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Bad Liebenzell ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Sowohl die M35 mit Jörn Harland, Thomas Seibert und Ingbert Reinke als auch die M50 mit Dr.Stefan Hinze, Markus Riefer und Frank Seidel gewannen Gold und wiederholten damit die Erfolge der Deutschen Crossmeisterschaften Anfang März. Für Dr.Stefan Hinze gab es zudem Bronze in der M50-Einzelwertung.
Der 54-jährige Chefarzt zeigte sich nach den 21,1 Kilometer erleichtert. "Ich habe mich am Anfang zurückgehalten, weil ich schon ewig keinen Halbmarathon mehr gelaufen bin und unsicher war, ob ich das Tempo durchhalte. Auf der zweiten Hälfte lief es dann aber richtig gut, so dass ich noch deutlich aufholen konnte", so Hinze, der nach 36:20 Minuten bei der Zehn-Kilometer-Marke deutlich beschleunigte und die dann folgenden zehn Kilometer in 35:20 Minuten absolvierte. Mit dem Zielabschnitt kam er auf 1:15:26 Stunden hinter Fabian Lafrenz (LG Necker-Enz/1:14:12 Stunden) und Matthias Koch (LG Stadtwerke Tübingen/1:14:49 Stunden) ins Ziel. Während Hinze mit den nasskalten Bedingungen bestens zurecht kam, wurde Markus Riefer nicht so recht warm. Er hielt bis Kilometer acht mit seinem Mannschaftskameraden mit und musste dann abreißen lassen, "obwohl das Tempo gepasst hat. "Es gibt wohl Tage, da rollt`s einfach nicht. 20 Grad wärmer hätten mir besser gelegen", erklärte der Fünftplatzierte nach 1:17:22 Stunden im Ziel. Mehr als ein Trost war jedoch der Mannschaftssieg gemeinsam mit Stefan Hinze und Frank Seidel. Der Rodenbacher Architekt bewies taktisches Geschick, hielt sich bei Wind und Regen im Windschatten einer mehrköpfigen Gruppe und kompensierte dadurch die Belastungen einer Erkältung so gut, dass er in 1:25:05 Stunden seinen Hausrekord deutlich steigerte. In der Auswertung machten es die Organisatoren zwar durch eine Verzögerung spannend, doch das Resultat fiel mit 3:57:48 Stunden eindeutig zugunsten des SSC Hanau-Rodenbach vor dem LAV Stadtwerke Tübingen (4:01:29 Stunden) und dem TuS Rot-Weiß Koblenz (4:03:34 Stunden) aus.
Die Mannschaft der Senioren M35 setzte ihren Siegeszug fort. Gab es 2015 vier Deutsche Seniorenmeisterschaften von der Mittel- bis zur Langstrecke, so haben es die Jung-Senioren in diesem Jahr bereits auf zweimal Gold gebracht. Durch die gleichzeitigen Stadtmarathons präsentierte sich in Bad Liebenzell die direkte Konkurrenz ohnehin lediglich in der Einzelwertung, so dass das SSC-Trio nur ins Ziel kommen brauchte. Dabei erreichten Jörn Harland in 1:12:18 Stunden, Thomas Seibert in 1:12:42 Stunden und Ingbert Reinke in 1:16:02 Stunden eine seit Jahren nicht erzielte M35-Mannschaftszeit von 3:41:02 Stunden.
Für Ingbert Reinke bedeutete die Einzelzeit auf Rang neun gar die schnellste Zeit seit 1996. Damals lief er 1:15:26 Stunden, was heuer an den schwierigen Bedingungen scheiterte. "Es ging bis zur Zehn-Kilometer-Zwischenzeit von 36:05 Minuten recht locker. Dann wurde die Gruppe durch eine Tempoverschärfung auseinander gerissen, so dass es durch den Wind, die Kälte und die Nässe schwierig wurde, das Tempo zu halten", kommentierte der Physiotherapeut seinen Einsatz, den er trotz muskulärer Probleme mit 36:00 Minuten für die zweiten zehn Kilometer eisern durchhielt. Einzig das Vorhaben, "die 1:15er-Zeit zu retten", glückte Reinke an diesem Tag nicht.
Ähnlich stark präsentierte sich Jörn Harland, der seine Einzelplatzierung der Deutschen Crosslaufmeisterschaften auf Rang fünf wiederholte. Mit Wochenumfängen von bis zu 150 Kilometern bestens vorbereitet, empfand er den Halbmarathon dennoch als "nicht einfach, denn es waren nur fünf Grad und Regen, einfach zu kalt", so Harland. Mit 16:55 Minuten für den ersten Fünf-Kilometer-Abschnitt lag er noch im aufgestellten Plan, ehe die nächsten beiden "Fünfer" mit 17:15 und 17:22 Minuten deutlich langsamer wurden. Die dann folgenden 17:00 Minuten krönte der gebürtige Gelnhäuser mit einem langgezogenen Schlussspurt ins Ziel, so dass er nicht nur seinen Vereinskameraden Thomas Seibert überholte, sondern auf den letzten Metern den zeitgleichen Lutz Körner (LG Filder) abfangen konnte.
In der allgemeinen Mannschaftswertung der Männer Hauptklasse belegte der SSC Hanau-Rodenbach in der Besetzung Harland, Seibert und Hinze mit 3:40:21 Stunden als schnellster hessischer Verein den zwölften Platz unter 31 Teams. SSC II. mit Reinke, Riefer und Seidel folgte auf Rang 17.

Hessische Langstreckenmeisterschaften

Oed und Hild stürmen zur Hessenmeisterschaft

U18-Sieger top in Form
Dauerregen und fünf Grad - die Teilnehmer der hessischen Langstreckenmeisterschaften in Erbach/ Odenwald mussten wetterfest sein. Der Leistung taten die Rahmenbedingungen indes keinen Abbruch, denn während der eine oder andere Betreuer unter Regenschirm und Wintermütze recht verfroren dreinblickte, lieferten sich die Athleten auf der Tartanbahn einen "heißen Tanz". Dabei überzeugten im Nachwuchsbereich die Läufer des SSC Hanau-Rodenbach mit insgesamt fünf Titeln. Die beste Tagesleistung erbrachte Lisa Oed, die die 3000 Meter in 9:57,29 Minuten abspulte.
Die 17-jährige Abiturientin unterbot erstmals die 10:00-Minuten-Marke und sicherte sich damit eine Topplatzierung in der Deutschen Bestenliste. Nach Zwischenzeiten von 3:21 Minuten (1000 Meter) und 6:41 Minuten (2000 Meter) zeigte Lisa Oed auch "hintenraus" mit dem Schlusskilometer in 3:16 Minuten eine beachtliche Qualität und befand nach ihrem Erfolg: "Das lief richtig gut !" Jetzt kann die vielseitige Athletin durchaus optimistisch in Richtung der 1500-Meter-Hindernis-Titelkämpfe in Pfungstadt und des U18-EM-Qualilaufs in Pliezhausen über 2000 Meter Hindernis planen. Optionen für die Deutschen Jugendmeisterschaften hat die 1500-Meter-Bronzemedaillengewinnerin von 2015 also gleich mehrere.
Dies gilt auch für ihren Vereinskameraden Lukas Abele, der in Erbach über 5000 Meter nachmeldete und hier auf Anhieb die DM-Norm erfüllte. Als 1500-Meter-Spezialist vertraute der Nationalkaderathlet auf seine Spurtstärke, die er dann auch siegbringend einsetzte. Waren die ersten vier Kilometer in jeweils 3:12 Minuten vergleichsweise "locker", ging es auf dem Schlussabschnitt mit knapp unter 2:50 Minuten ordentlich zur Sache. So gewann Lukas Abele in 15:33,78 Minuten sicher vor Sabbona Abdulkadir (LG Eder/15:39,70 Minuten). Philip Ahne belegte mit der persönlichen Bestzeit von 17:08,72 Minuten den zwölften Platz.
U18 auf den Plätzen eins bis vier
Für den Deutschen Crossmeister U18 Julius Hild gab es den Titel über 3000 Meter in 9:07,31 Minuten. Er gewann dank seiner Tempoverschärfung auf den letzten 1000 Metern (2:57 Minuten) vor seinen Trainingsgefährten Jakob Thöming (9:12,63 Minuten) und Marius Abele (9:13,06 Minuten), die knapp an der DM-Norm von 9:10,20 Minuten scheiterten. Im Spurt erkämpfte sich Jonas Rapp (9:24,54 Minuten) Rang vier, womit der SSC Hanau-Rodenbach für ein Novum bei hessischen Langstreckenmeisterschaften gesorgt hat: Erst nach den vier SSC-Athleten folgten die weiteren 13 Teilnehmer.
Kein Freund der kühlen Witterung ist Sasha Müller. Der hessische Fünf-Kilometer-Rekordhalter (15:52 Minuten/M15) musste sich auf der 3000-Meter-Distanz mit dem "3:10er-Schnitt" begnügen und gewann dennoch überlegen mit 90 Metern Vorsprung in 9:31,27 Minuten. M14-Favorit Max Grabosch musste sein Titelvorhaben wegen Erkrankung kurzfristig abblasen, Karl Wandukwa blieb mit 10:33,80 Minuten deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Dafür gab es bei den Schülern M12 durch Attila Has und Robin Petzold einen SSC-Doppelsieg. Auf der 2000-Meter-Strecke suchte der Hanauer Stadtmeister Has direkt mit dem Startschuss sein Heil in der Flucht nach vorne und passierte die 200-Meter-Marke in 34 Sekunden, ehe er das Tempo deutlich drosselte. Die Verfolger konnten indes kein Kapitel aus dem zu hohen Anfangstempo schlagen und kamen dem in 6:50,78 Minuten siegreichen SSC-Athleten nicht mehr nahe. Den Kampf um Platz zwei entschied Robin Petzold in 7:04,33 Minuten auf der Zielgeraden für sich, so dass bei den 17.Hanauer Stadtmeisterschaften am 19.Mai im Herbert-Dröse-Stadion die beiden schnellsten Hessen für ihre Hanauer Schulen in der M12 an den Start gehen werden. Neue Bestzeiten erzielten Tom Zukrowski auf Rang sieben in 7:28,06 Minuten sowie Tom Seidel (7:51,67). Cedric Eyerkaufer hielt trotz Muskelverletzung eisern durch und belegte in 7:56,62 Minuten den 14.Platz.
Bei den Mädchen W13 führte Elena Taubel das Feld lange Zeit an, ehe Mirjam Beschorner (SG Schlüchtern) 200 Meter vor dem Ziel vorbeispurtete. Mit 7:16,56 Minuten zu 7:18,79 Minuten gab es einen ähnlich knappen Entscheid wie bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften. Urkundenränge belegten die Fünftplatzierten Nessrin Amerschläger (W14/7:28,05 Minuten) sowie in der W12 die auch 2017 noch startberechtigte Vanessa Mikitenko (7:51,76 Minuten). Auf den Rängen neun bis elf folgten Anni Heyna (8:10,03), Antonia Oppermann (8:14,02) und Rebecca Roth (8:20,62).
Zwei hessische 10000-Meter-Vizemeisterschaften steuerten die Erwachsenen zur Bilanz des SSC Hanau-Rodenbach bei. Kerstin Bertsch signalisierte vor dem Start, "dass heute nicht viel geht." Wenig Training und eine Reizung am Fuß waren keine günstigen Voraussetzungen für die zweifache Mutter, die nach 25 Stadionrunden in 38:25,94 Minuten zufrieden war. Ebenfalls Rang zwei gab es für Stefan Unger, der in der Klasse M40 mit 36:31,81 Minuten gelistet wurde.

Nidderauer Waldlauf

Seibert und Portele Gesamtsieger in Nidderau

Gelungener Testlauf für Deutsche Halbmarathonmeisterschaft
Der 30.Nidderauer Waldlauf des TV Windecken zog mehr als 360 Teilnehmer aller Altersklassen auf die abwechslungsreichen Strecken im Eichener Forst. Dabei setzte sich mit dem mehrfachen Deutschen M35-Seniorenmeister Thomas Seibert der Favorit auf der Zehn-Kilometer-Distanz durch. Bei den Frauen machte Anette Portele (SSC Hanau-Rodenbach) das Rennen auf der 21,1-Kilometer-Halbmarathondistanz.
Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathonlauf wählte Thomas Seibert die profilierten zehn Kilometer als kürzeren Testlauf, den er vom Startschuss an dominierte. "Die Strecke kommt mir durch die vielen Steigungen, Gefällpassagen und Rhythmuswechsel entgegen", erklärte der Gymnasiallehrer nach seinem Einsatz, der nach den vormittäglichen Regenfällen durchaus Crosscharakter aufwies. Mit 33:54 Minuten blieb er als einziger Teilnehmer unter der 34-Minuten-Marke und nahm dem zweitplatzierten Bernhard Gabriel (36:05 Minuten) mehr als 500 Meter ab. Auf Rang drei folgte M50-Sieger Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach/36:30 Minuten). Auch er wird am Samstag in Bad Liebenzell um die Medaillen und Urkunden bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften zu den Mitfavoriten gezählt. Rang vier für Okubazgiher Teferi Abai (SSC/37:55 Minuten) rundete das gute Ergebnis der SSC-Athleten ab.
Leichtfüßig zeigte Anette Portele im Halbmarathon-Wettbewerb ihre Klasse. Die W45-Athletin erreichte auf Rang 13 der Gesamtwertung das Ziel und hinterließ mit der Zeit von 1:31:59 Stunden einen sehr guten Eindruck. Liudmyla Nechepurenko (SSC) entschied mit 1:52:03 Stunden die W30 für sich.
Den Fünf-Kilometer-Wettampf beendete Tatjana Rauhut als schnellste Frau. Für die Studentin bedeuteten die 20:40 Minuten eine neue persönliche Bestzeit und einen gelungenen Test für die Anfang Mai stattfindenden Kreismeisterschaften im 5000-Meter-Bahnlauf.
Den Schülerwettbewerb über 1000 Meter entschied Anna Schneider (TG Hanau/3:48 Minuten) vor Antonia Oppermann (SSC Hanau-Rodenbach/3:55 Minuten).

Vorschau: Hessische Langstreckenmeisterschaften

Julius Hild im Favoritenkreis

Bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften zählen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach gleich mehrfach zum engsten Favoritenkreis. Wenn am Samstag in Erbach die Wettbewerbe über 2000 Meter und 3000 Meter anstehen, hoffen die U18-Athleten um den Deutschen Crossmeister Julius Hild zudem auf die Qualifikation für die Deutsche Bahnmeisterschaft im Juli.
Cross- und Bahnlauf sind zwar "zwei verschiedene Paar Schuhe", doch nach den überzeugenden Leistungen während der winterlichen Querfeldeinsaison sollte der direkte Weg zum Saisonhöhepunkt im Stadion möglich sein. Für die männliche Jugend U18 steht dabei die 3000-Meter-Norm von 9:10,20 Minuten im Mittelpunkt. Bereits in der Halle unterboten Hessenmeister Julius Hild (9:03 Minuten) und Vizemeister Marius Abele (9:06 Minuten) diese Zeit, die aber im Freien erzielt werden muss. Spannend wird der Titelentscheid nicht nur zwischen diesen beiden, denn mit dem Deutschen Mannschaftsmeister Jakob Thöming (SSC), D-Kader Jonas Rapp (SSC) und vor allem mit dem Neu-Hessen Ilyas Yonis Osman (TV Waldstraße Wiesbaden) ist für ein starkes Quintett gesorgt.
Die gleiche Distanz nimmt Lisa Oed in Angriff. Als Süddeutsche Meisterin auf dem Papier favorisiert , muss sie dennoch auf der Hut sein. Denn eine im Italien-Trainingslager aufgetretene Knochenhaut-Reizung sollte nicht bereits zu Saisonbeginn die dann noch folgenden Einsätze gefährden, und mit der PSV-Kassel-Läuferin Eva Dieterich ist eine 37-Minuten-Läuferin über zehn Kilometer gemeldet.
Im Schülerbereich hält der SSC zwei Trümpfe in der Hand. Der Hessenrekordhalter Sasha Müller (M15) tritt mit der persönlichen Bestzeit von 9:19 Minuten an, und Max Grabosch (M14) hofft auf die Steigerung seines Hausrekordes auf weniger als 9:40 Minuten. Die Norm zur Deutschen Meisterschaft von 9:50,20 Minuten hat Karl Wandukwa (M15) vor Augen, dessen Hallenbestzeit bei 9:45 Minuten liegt.

Vorschau: Deutsche Halbmarathonmeisterschaften

SSC-Senioren mit Halbmarathonchancen

Zwei Gold-Teams hoffen auf neuerliches Edelmetall
Zu den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Bad Liebenzell hat der SSC Hanau-Rodenbach zwei aussichtsreiche Seniorenteams gemeldet. Dabei steht die M50 mit dem Deutschen Vizemeister im Crosslauf Dr.Stefan Hinze sowie dem Bronzemedaillengewinner Markus Riefer im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Frank Seidel hatte das schnelle Duo Gold bei der Crossmeisterschaft gewonnen, und auch auf der 21,1-Kilometer-Straßendistanz ist zumindest Edelmetall möglich.
"Meiner Meinung nach sind die Favoriten Matthias Koch (Tübingen), Gunnar Dussa und Fabian Lafrenz, denn sie könnten aktuell unter 1:15 Stunden laufen. ich bin absolut kein Freund des Halbmarathons und hoffe auf eine Zeit zwischen 1:16:30 und 1:18:00 Stunden, wobei es auch auf das Wetter ankommt", erklärte Dr.Stefan Hinze im Vorfeld der Titelkämpfe. Immerhin acht Mannschaften mit Tübingen, Koblenz sowie dem SSC an der Spitze und 57 Einzelstarter sorgen für eine meisterschaftswürdige Besetzung des Wettbewerbs.
Dies ist in anderen Altersklassen nicht der Fall. Für die Crosssieger der M35 mit Thomas Seibert, Jörn Harland und Ingbert Reinke könnte es im ungünstigen Fall sogar zu einer Annulierung der Mannschafts-Titelwertung kommen, da mindestens zwei Teams vollständig starten müssen, die M35 aber mannschaftlich ganz schwach gemeldet hat. Sicher ist indes die Einzelwertung, und auch hier zählen Jörn Harland und Thomas Seibert zum erweiterten Favoritenkreis. Während Thomas Seibert beim Paderborner Osterlauf mit 32:04 Minuten seine Jahresbestzeit im Zehn-Kilometer-Lauf als gute Basis mit in den Halbmarathon nimmt, stählte sich Jörn Harland im Training. Mit zahlreichen langen Läufen und einem umfangreichen Tempoprogramm sollten Zeiten um 1:11 Stunden auch für ihn möglich sein.

Deutsche Crosslaufmeisterschaften

Julius Hild zweifacher Deutscher Crosslaufmeister

Viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze bei der Cross-DM
Die westfälische Bergbaustadt Herten wurde für die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach zur Goldgrube. Angeführt von Jugendmeister Julius Hild gewann auch sein mit Jakob Thöming und Marius Abele gebildetes U18-Team die nationale Wertung. Hinzu kamen zwei weitere Mannschafts-Goldmedaillen bei den Männern M35 und M50, die Deutschen Vizemeisterschaften durch Lisa Oed (U18) und Dr.Stefan Hinze (M50) sowie Bronze durch Markus Riefer (M50).
Obwohl Julius Hild als Jahrgangsschnellster und Fünfter der DM 2015 im Vorfeld zum engsten Favoritenkreis zu zählen war, kam sein Sieg einer Sensation gleich. Denn die in der Vorwoche ausgerichteten hessischen Meisterschaften musste der 16-jährige Rodenbacher noch wegen einer Schleimbeutelentzündung auslassen, und zwei Tage vor dem Saisonhöhepunkt in Herten stellten sich dann noch Erkältungssymptome ein. Doch Julius Hild ließ sich nach der bis dato reibungslos verlaufenen Vorbereitungsphase nicht aus der Ruhe bringen, wischte die Unwägbarkeiten beiseite und zog seine taktische Marschroute konsequent durch. Dem verhaltenen Start im Mittelfeld der 116 Teilnehmer ließ er noch in der ersten von drei Runden den Vorstoß in die Top ten folgen, ehe er nach der Streckenhälfte die Führung übernahm. In der Folge lieferte sich der SSC-Athlet ein packendes Duell mit dem bayrischen Meister Nick Jaeger (TSV Penzberg), den er zunächst mit dauerhaft hohem Tempo zermürbte, um auf den letzten 200 Metern der 4,5-Kilometer-Distanz den Spurt nach 15:30 Minuten und mit einer Sekunde Vorsprung zu seinen Gunsten zu entscheiden.
"Das war der schnellste Sprint, den ich jemals gelaufen bin. Eigentlich kann ich gar nicht spurten, habe mich aber erinnert, dass ich bei einer früheren Hessenmeisterschaft vor dem Ziel ähnlich zurückgefallen war und doch noch gewonnen habe", erzählte Julius Hild freudestrahlend. "Ich dachte, diese Chance kommt nicht wieder und habe mir gesagt: Gib jetzt alles!" Die Freude über den Einzelsieg erfuhr durch den Mannschaftserfolg eine weitere Steigerung, denn mit Jakob Thöming auf Platz 13 und Marius Abele auf Platz 16 erkämpfte er sich in der Teamwertung mit insgesamt 30 Punkten überlegen Titel Nummer zwei vor Hannover Athletics (65 Punkte) und 14 weiteren Mannschaften aus ganz Deutschland. Darunter auch SSC II. auf Rang neun mit den allesamt 2017 erneut in der U18 startberechtigten Jonas Rapp (36.Platz), Thomas Ott (46.Platz) und Jan Reifenberger (75.Platz). Marius Hoffmann bewältigte seinen ersten DM-Start auf Rang 88.
Zwei weitere Goldmedaillen in der Mannschaftswertung gab es für den SSC durch die M35 und die M50. In der M35 hielt Titelverteidiger Thomas Seibert lange in der Spitzengruppe mit und musste erst in der Schlussphase der 5,9-Kilometer-Distanz etwas abreißen lassen, so dass er Rang vier belegte. Hinter dem rundum zufriedenen Gymnasiallehrer folgte mit Jörn Harland in seinem besten Saisonrennen auf Rang fünf ein weiteres SSC-As. Und auch Lienhard Hersel machte taktisch alles richtig, als er auf den letzten 400 Metern die entscheidenden Sekunden gegenüber der Konkurrenz vom Hamburger SV kompensierte und als 15. der Einzelwertung den nächsten Mannschaftstitel holte. Auf Rang 19 sicherte Vorjahresmeister Ingbert Reinke den Erfolg ab.
In der M50 zählten die mehrfachen Deutschen Seniorenmeister Dr.Stefan Hinze und Markus Riefer zum engsten Favoritenkreis und wurden den Erwartungen vollauf gerecht. Nach mehreren Führungswechseln setzte sich Dr.Stefan Hinze immer stärker in Szene, forcierte auf dem knöcheltief aufgeweichten und profilierten Wiesengeläuf das Tempo und hatte letztlich noch Hardy Flum (LG Hohenfels) als direkten Widersacher. Erst auf den letzten 30 Metern konnte Flum das Blatt zu seinen Gunsten wenden und sich Einzelgold holen, während Hinze mit Silber und Riefer mit Bronze zufrieden waren. Wichtige Punkte holte dann noch im Mittelfeld Frank Seidel heraus, dessen Taktik bestens aufging. Sein DM-Debüt schloss er auf Rang 27 ab, womit er gemeinsam mit seinen Teamgefährten die Hannover Athletics auf den zweiten Platz verwies.
In der Einzelwertung der weiblichen Jugend U18 startete Hessenmeisterin Lisa Oed als Hoffnungsträgerin. Die Abiturientin übertraf die Erwartungen, machte es im 4,5-Kilometer-Wettbewerb aber ähnlich spannend wie zuvor Julius Hild. Denn erst im abschließenden Stadionrund löste sie sich hinter der kurz zuvor enteilten Lisa Vogelgesang (Eintracht Hildesheim) aus der dreiköpfigen Verfolgergruppe. Der verdiente Lohn war die Deutsche Vizemeisterschaft. "Ich konnte eigentlich gar nicht mehr, habe dann auf den entscheidenden Moment gewartet und bin doch noch vorbeigespurtet", kommentierte sie den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere, nachdem sie 2015 im 1500-Meter-Lauf die Bronzemedaille gewonnen hatte.
Einen schweren Stand hatte die Jugend U20 um 1500-Meter-As Lukas Abele (52.Platz), der sich nach einem Infekt noch nicht wieder auf dem alten Leistungsstand befindet. Gemeinsam mit dem konsequent durchziehenden Philip Ahne (59.Platz) und dem gerade genesenen Julien Gottfried (87.Platz) gab es hier Rang zwölf mit der Mannschaft. Die Junioren U23 beklagten den krankheitsbedingten Ausfall von Alexander Inge. In der Einzelwertung platzierten sich mit soliden Leistungen Jannik Trunk auf Rang 28 und Fabian Sposato auf Rang 38.

6h-Lauf in Nürnberg

Simone Stöppler mit Senioren-Weltbestleistung

72 Kilometer beim Nürnberger Sechs-Stunden-Lauf
# Simone Stöppler nimmt wieder Fahrt auf. Die mit 52 Jahren älteste Athletin einer offiziell nominierten Mannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hat beim Nürnberger Sechs-Stunden-Lauf mit 72,118 Kilometern eine neue Weltbestleistung für Ihre Altersklasse aufgestellt. Damit gewann sie als Sechste der Gesamtwertung die Klasse W50 und sicherte sich den Titel der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV).
Bei frühlingshaften Temperaturen behauptete sich die Läuferin des SSC Hanau-Rodenbach inmitten der hochkarätig besetzten Verfolgergruppe mit ihrer gleichmäßigen Tempogestaltung. "Auf dem 1,4-Kilometer-Rundkurs war es im Feld der 235 Teilnehmer wegen der zahlreichen Überrundungen nicht einfach, den Rhythmus zu halten", so Stöppler, "aber letztlich hat sich die gute Vorbereitung ausgezahlt." Zusätzlich zu den langen Laufeinheiten hatte die Fernmelde-Ingenieurin am Vasa-Lauf in Schweden über 90 Kilometern und am Engadiner Skimarathon teilgenommen und sich dort die nötige Ausdauer und Wettkampfhärte für die sechs Stunden geholt.
Dass es bei ihrem Einsatz zur neuen Weltbestzeit ihrer Klasse reichen würde, hatte Simone Stöppler allerdings nicht vor Augen. "Ich wollte 72 Kilometer erreichen, wozu ein 5:00-Minuten-Schnitt pro Kilometer nötig war. Dass damit der Rekord verbunden sein würde, war mir nicht bewusst, aber das hätte an meinem Einsatz bis zu letzten Sekunde auch nichts geändert", erklärte die SSC-Athletin nach dem spannenden Rennen, in dem sie Irina Reutovich (71,969 Kilometer/ Moskau 2002) ablöste. Dabei ging es hinter der überragenden Dr.Nele Alder-Baerens (USC Marburg/Weltbestleistung 82,998 Kilometer) im Kampf um die verbliebenen Medaillen recht knapp zu. Die Berlinerinnen Rebecca Walter (75,153 Kilometer) und Sarah Perkins (73,538 Kilometer) lagen schließlich vor Patricia Rolle (Berlin/ 73,085 Kilometer), Pamela Veith (Kusterdingen/72,433 Kilometer), Simone Stöppler und Barbara Mallmann (Höhenkirchen/71,706 Kilometer).
So ist Simone Stöppler wie auch in den Vorjahren im direkten Qualifikationswettstreit zu den Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf angekommen, für die der Deutsche Leichtathletik-Verband vier bis fünf Teilnehmerinnen nominieren wird. Zuvor stehen für Simone Stöppler noch die Deutschen Meisterschaften in Leipzig am 20.August als entscheidender Qualifikationslauf auf dem Programm, ehe dann im November die WM ausgetragen wird.

Wasserlauf in Seligenstadt

Sasha Müller mit Streckenrekord

Beim 37.EVO Wasserlauf in Seligenstadt setzte Sasha Müller den Glanzpunkt im Schülerbereich. Der 15-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach stellte bei seinem Sieg im Zwei-Kilometer-Wettbewerb mit 6:07,0 Minuten einen neuen Streckenrekord auf und verbesserte die alte Marke seines Vereinskameraden Marius Abele von 2015 um eine halbe Sekunde.
Im Vorjahr noch musste sich Müller nach einem spannenden Zweikampf geschlagen geben, heuer war er auf sich alleine gestellt und zog dennoch voll durch. In 6:07,0 Minuten führte er das Feld vor seinen Vereinskameraden Karl Wandukwa (6:37Minuten) und Evan Habtemichel (7:12,7 Minuten) sowie dem zwölfjährigen U14-Sieger Robin Petzold (7:13,9 Minuten an). Das siegreiche SSC-Quintett komplettierte Mahmoud Gassem auf Rang fünf der Gesamtwertung mit 7:16,0 Minuten. Bei den Mädchen gab es mit dem Gesamtsieg von Nessrien Amerschläger (7:29,1 Minuten/1.U16) vor der U14-Gewinnerin Elena Taubel (ebenfalls SSC/7:29,8 Minuten) eine kleine Überraschung. Ganz spannend ging es zu zwischen Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach/8:43,1 Minuten) und Anne Grabosch (SSC/8:48,4 Minuten), die die Wertung U12 unter sich ausmachten.
Im Zehn-Kilometer-Lauf gewann der überragende U20-Starter Aaron Bienenfeld (LG Offenbach) in 31:53 Minuten. Auf Rang drei folgte als U18-Sieger Jakob Thöming (SSC) in 35:10 Minuten vor dem Ersten der M30 Okubazgiher Teferi Abai (SSC/35:32 Minuten). Jochen Engel war in 38:08 Minuten Schnellster des Lauftreff Freigerichts und belegte den zweiten Platz in der M45. Spannend machte es Kerstin Bertsch bei den Frauen. Nach überstandener Erkältung meldete sich die SSC-Athletin als Gesamtsiegerin mit 38:10 Minuten vor Irina Haub (DJK Flörsheim/38:17 Minuten) zurück. Hilke Bertschy-Abele belegte in 45:44 Minuten den zweiten Platz in der W50.
Im 25-Kilometer-Wettbewerb sorgte Karsten Fischer für die Fortsetzung seiner überzeugenden Langstreckenleistungen. Diesmal belegte der Großkrotzenburger im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach mit 1:28:10 Stunden den dritten Platz. Allerdings hatte er zuvor den Weg von seinem Wohnort zum sieben Kilometer entfernten Start am Mainufer bereits im 4:15-Minuten-Kilometerschnitt zurückgelegt und wiederholte diese zusätzliche Trainingseinheit dann auch auf dem Rückweg. Im Rennen selbst blieb Fischer locker, arbeitete zunächst mit dem zweitplatzierten Mark Scheuring (TSG Kleinostheim) zusammen, der dann auf dem Schlusskilometer durchzog, während der SSC-Athlet sein Tempo kontrolliert beibehielt und sich auf die folgenden Saisonziele konzentrierte. Thomas Wagner (Lauftreff Hanau/Bruchköbel) erreichte in der M50 mit 1:44:17 Stunden den zweiten Altersklassenplatz.

Jonas Rapp

Jonas Rapp mit Überraschungspotenzial

Zehn-Kilometer-Bestzeit als Grundlage für kürzere Strecken
Jonas Rapp beendete seine durchwachsene Wintersaison 2015/ 2016 mit einem Paukenschlag. Beim "Schnellen Zehner" in Rodenbach steigerte er die eigene Bestzeit auf 34:14 Minuten und lief direkt in die Top ten der Deutschen U18-Bestenliste im Zehn-Kilometer-Straßenlauf. Damit versöhnte er sich selbst in Bezug auf den einen oder anderen nicht erwartungsgemäß verlaufenen Wettkampf-Einsatz.
Hatte er bei den hessischen Crosstitelkämpfen als Mannschaftsmeister sein Ziel erreicht, so erwies sich die eigene Vorgabe bei den Deutschen Querfeldeinmeisterschaften als zu hoch. "Ich will in die erste Mannschaft", hatte er sich vorgenommen, doch dies gelang ihm hinter seinen mit Teamgold bedachten Trainingsgefährten Julius Hild (1.), Jakob Thöming (13.) und Marius Abele (16.) auf Rang 36 nicht. Kurz darauf bewies Jonas Rapp dann in Rodenbach doch noch, dass mit ihm auch auf nationaler Ebene zu rechnen sein kann, und diesen Schwung nimmt der D-Kader-Athlet aktuell mit ins Ostertrainingslager des Hessischen Leichtathletik-Verbandes im italienischen Milano Marittima. Auch wenn der Einstieg in die umfangreichen Trainingseinheiten nach der nächtlichen Bus-Anreise naturgemäß schwer fiel, profitierte er gleich zu Beginn vom Hindernis- und Hürdentraining im Leistungszentrum Cervia sowie auf der Finnenbahn im benachbarten Pinienwald.
In dieser "neuen" Disziplin, die erst ab der Jugend U18 auf dem Wettkampfkalender steht, sieht der 16-jährige Hanauer seine besten Chancen für die nun folgende Bahnsaison. Anfang Mai wird er dabei im Rahmen der dann anstehenden hessischen Meisterschaften im 2000-Meter-Hindernislauf zwar gleich beim ersten Einsatz ins "kalte Wasser" geworfen, "doch hoffentlich ist es nicht das kalte Wasser des Hindernisgrabens", scherzte Jonas Rapp nach der ersten Übungseinheit an der 91,4 Zentimeter hohen und auf einer Länge von 3,66 Metern mit Wasser gefüllten Hinderniskombination.
"Der erste Wettkampf ist besonders schwierig vorherzusagen, doch Jonas hat schon des Öfteren überrascht, so dass er hier durchaus schon in die Nähe der Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften von 6:30,20 Minuten kommen könnte. Allerdings ist jede Zeit unter 6:40 Minuten als Einstieg beachtlich", erklärt Heimtrainer Sascha Arndt.
Auf dem Weg zu den nationalen Titelkämpfen besitzt Jonas Rapp mit der 3000-Meter-Strecke eine weitere Option. 2015 lief er als Achter der Deutschen Schülermeisterschaften mit 9:21 Minuten bereits in die Nähe der U18-Norm von 9:10,20 Minuten, während die Uhren in der Hallensaison bei 9:29 Minuten stehen blieben. Keine Frage, dass auch diese Hürde in seinem ersten Jugendjahr eine sehr hohe darstellt.
Unabhängig vom direkt messbaren Erfolg wertet Jonas Rapp das Trainingslager als "schöne Sache". "Es ist eine gute Saisonvorbereitung, und ich habe hier in Italien neue Anregungen für die Hindernistechnik erhalten und ordentlich trainiert", so Rapp, der nun in der Folge "einfach mal ein bisschen an den Bestzeiten schrauben" will. Auch wenn er dabei nach seinem Sturmlauf beim Schnellen Zehner nun eine 33er-Zeit im Zehn-Kilometer-Straßenlauf in den Vordergrund rückt, stehen für ihn mit der Bahnsaison zunächst die kürzeren meisterschaftsrelevanten Strecken ab 800 Meter aufwärts auf dem Programm. "Die Mittelstrecken machen mir natürlich auch Spaß", schiebt der Schüler der Hohen Landesschule nach und hat dabei unter anderem die Titelverteidigung bei der Hanauer Stadtmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf am 19.Mai im Sinn.

Lukas Abele

Lukas Abele schielt auf die WM

"Enge Kiste" für die hessische Mittelstreckenhoffnung
Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) steht vor einer ganz besonderen Herausforderung. Die hessische Mittelstreckenhoffnung der U20 hat bis Anfang Juni Zeit, um die hochgesteckte Qualifikationsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zur Jugend-Weltmeisterschaft im polnischen Bydgoszcz zu erreichen. 3:46,90 Minuten sind gefordert, 3:49,10 Minuten lief Abele bereits in der Hallensaison, ehe ihn eine Viruserkrankung aus der Bahn warf. Den Neuaufbau geht er aktuell im Trainingslager im italienischen Milano Marittima an.
Dort hat er bereits in der ersten Trainingswoche mehr als 120 Laufkilometer nebst gerätegestütztem Kraftprogramm, allgemeiner Athletik, Schnelligkeit und Koordination absolviert. "Bislang ist alles gut. Ich fühle mich wieder wohl", sagt der schnellste DLV-Jugendliche der Hallensaison, die trotz der deutschen Jahresbestzeit letztlich unglücklich verlief, blieb ihm doch der Lohn in Form von DM-Medaillen oder erneuter Berufung ins Hallenländerkampfteam verwehrt, weil die Gesundheit wie auch schon im Vorfeld der Junioren-Europameisterschaft 2015 nicht mitspielte.
Ob es nun ausgerechnet mit der Bewältigung der höchsten Qualifikationshürde auf internationaler Ebene klappt, ist ungewiss. Doch letztlich hat Lukas Abele eine ähnliche Herausforderung schon einmal gemeistert. Auf dem Weg zur deutschen Hallenbestzeit - gleichzeitig Platz sieben in der Männerbestenliste - hatte er ebenfalls mit Unwägbarkeiten zu kämpfen und machte gemeinsam mit seinem Heimtrainer aus der Not eine Tugend. "Die schulische Belastung war im ersten Halbjahr durch den bis in die Abendstunden dauernden Unterricht extrem hoch, so dass das weniger intensive Ausdauertraining eindeutig im Vordergrund stand", erklärte Sascha Arndt das Erfolgsrezept, das dann durch ein zweiwöchiges DLV-Trainingslager im Januar seine streckenspezifische Ausprägung erhielt. Die ausgesprochen positive Folge war neben der Jahresbestzeit im 1500-Meter-Lauf der neue 800-Meter-Hausrekord von 1:52,63 Minuten, der weitere Perspektiven für die Hauptdisziplin in Richtung 3:45 Minuten eröffnete.
Nun hofft Lukas Abele, dass dieses Konzept nochmals greift, auch wenn die Zeit bis zur entscheidenden Sparkassen-Gala in Regensburg Anfang Juni sehr kurz ist. "Das wird eine enge Kiste", so Abele, für den nach einem Testlauf Ende April der ernsthafte Saisoneinstieg am 4.Mai beim Pfungstädter Abendsportfest über 400 Meter erfolgt, ehe dann wenig später beim DLV-Testwettkampf in Pliezhausen die 600 Meter für Tempohärte sorgen und erst ab Mitte Mai 800-Meter- und 1500-Meter-Einsätze auf dem Programm stehen. Klar ist, dass dieser punktgenau gestrickte Plan nur bei entsprechender gesundheitlicher Stabilität aufgehen kann.
Ob es nun mit der Qualifikationsnorm klappt oder nicht: Nach seinen in Milano Marittima gezeigten Trainingsleistungen kann sich Lukas Abele zumindest sicher sein, dass er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. "Und jetzt habe ich auch wieder richtig Bock aufs Laufen. Wenn es nichts mit der WM-Teilnahme wird, dann klappts halt bei der Deutschen Jugendmeisterschaft", kommentierte er selbstbewusst die erfolgreich absolvierten Trainingseinheiten inmitten der Kaderkollegen aus ganz Deutschland.

Lisa Oed

Nach dem Abitur ins Trainingslager

Lisa Oed meistert Schule und Sport auf höchstem Niveau
Lisa Oed hat vor den Osterferien ihr schriftliches Abitur "gebaut" und dabei voraussichtlich den glatten Einserschnitt gehalten. Doch statt Party im Urlaub steht für die U18-Sportlerin des SSC Hanau-Rodenbach das Verbandstrainingslager im italienischen Milano Marittima auf dem Programm. Dort feilt sie mit mehr als 50 Bundes- und Landeskaderathleten an ihrer Form und hat Spaß dabei. "Wir kennen uns seit Jahren und verstehen uns trotz der Konkurrenzsituation sehr gut", erklärt Lisa Oed den besonderen Reiz der leistungssportlichen Ferienaktivität.
Mit dem forcierten Training soll die ab Mitte April beginnende Bahnsaison ähnlich erfolgreich gestaltet werden wie der Sommer 2015 mit der überraschenden Bronzemedaille im 1500-Meter-Lauf und der Winter 2016 mit dem Deutschen Vizetitel im Crosslauf. Damit gegen die nationale Konkurrenz auch auf der Bahn alles glatt läuft, zeigt die Hanauer Sportlerin des Jahres intensiven Einsatz: 27 Trainingseinheiten an zehn Tagen sollen sowohl Ausdauer als auch Schnelligkeit, Kraft und nicht zuletzt die Hürdentechnik verbessern, um auf dem Weg zu den nationalen Titelkämpfen zunächst bei zwei Landesmeisterschaften zu punkten. Am 23.April geht Lisa Oed als amtierende Süddeutsche Meisterin auf die 3000-Meter-Strecke, und Anfang Mai wird die Titelverteidigerin im 1500-Meter-Hindernislauf antreten. Gerade für den besonders anspruchsvollen Hinderniswettbewerb konnte sich Lisa Oed in Milano Marittimo neue Impulse hinsichtlich der Laufökonomie holen, so dass die Verbesserung des eigenen Kreisrekordes von 5:11 Minuten gleich zu Saisonbeginn möglich scheint.
Obwohl die SSC-Athletin als Zweite der Deutschen Crosslaufmeisterschaften in einer anderen Liga als ihre hessischen Konkurrentinnen Gina-Marielle Schürg (TV Rendel) und Sophia Huhn (LG Eintracht Frankfurt) unterwegs war, werden die Einsätze über 3000 Meter und über 1500-Meter-Hindernis keineswegs zum Selbstläufer. Denn immerhin absolvierte das Trio die Schlüsseleinheiten während des Trainingslagers zum größten Teil gemeinsam, so dass für Schürg und Huhn als Bahnspezialistinnen gegenüber der Allrounderin Oed nahezu Chancengleichheit hergestellt ist.
Mehr als nur einen Schritt voraus war Lisa Oed dagegen bei den umfangreichen Hügelläufen, die nach dem überragenden Cross-Auftritt der nächste Fingerzeig auf einen ganz besonderen Einsatz in 2016 sein könnten. Denn der im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für den Berglauf zuständige Fachwart Kurt König (Mittenwald) hatte bereits in Folge der Cross-DM-Silbermedaille signalisiert, dass die Nominierung zum Berglauf-Jugend-Weltcup für Lisa Oed in greifbare Nähe gerückt sei.
Einen "Haken" hat die Sache mit dem Start im Nationaltrikot allerdings noch, denn unabhängig vom geforderten Leistungsnachweis am Berg sind vor allem noch zwei weitere starke Mannschaftskameradinnen vonnöten, da der DLV den Weltcup vorrangig unter dem Team-Aspekt besetzen will. Und gleichwertige Berglauf-Mitstreiterinnen in der U18 sind bislang für Lisa Oed nicht in Sicht, so dass sie für die Bergläufe im Mai geradezu auf ernsthafte nationale Konkurrenz hoffen muss, um zum Weltcup Ende Juni zugelassen zu werden.
Wie es auch kommt, aufgrund ihrer Vielseitigkeit besitzt Lisa Oed mehrere Optionen auf Landes- und Bundesebene sowie sogar im internationalen Wettkampfgeschehen. Und dabei darf für die gleichermaßen bodenständige wie zielstrebige Sportlerin träumen durchaus auch einmal erlaubt sein. Liefe es nämlich im Hindernislauf gleich zu Saisonbeginn ganz besonders gut, dann gäbe es auch hier noch die Möglichkeit der Qualifikation zur U18-Europameisterschaft. "Aber", so sagt Lisa Oed in ihrem Trainingslager, "das wäre dann doch eine Riesenüberraschung."

Max Grabosch

Max Grabosch ist mit 14 Jahren der jüngste Teilnehmer am Trainingslager des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) in Milano Marittima / Italien, doch die Erfolgsbilanz des leichtgewichtigen Langstreckenspezialisten kann sich sehen lassen. Neben neun Hessentiteln seit 2014 verbuchte er bundesweit die schnellste Fünf-Kilometer-Zeit seines Jahrgangs 2002 und belegte damit in der Deutschen Rangliste den fünften Platz gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz der U16. Entsprechend positiv sind die Aussichten für die Sommersaison, in der der Läufer des SSC Hanau-Rodenbach erstmals zu den Süddeutschen Titelkämpfen zugelassen sein wird.
"Je länger, desto besser", trifft zwar uneingeschränkt auf Max Grabosch zu, doch der frühere Radrennfahrer verlässt sich längst nicht nur auf sein Ausdauertalent. Als Schüler der Frankfurter Carl-von-Weinberg-Eliteschule des Sports besitzt er das Privileg des nahezu täglich in den Sportunterricht integrierten Trainings, das unter anderem der für Sprint und Kinderleichtathletik verantwortliche HLV-Kadertrainer Dominic Ullrich durchführt. Außerdem deckt Max Grabosch schnelligkeitsrelevante Inhalte über das zwei Mal pro Woche stattfindende Fußballtraining ab, so dass er mit den dann noch anstehenden Kaderstunden bei Georg Schmidt (Leitender Landestrainer Lauf) ein komplettes Grundlagentraining nach den Gesichtspunkten des Deutschen Leichtathletik Verbandes absolviert.
Dieses Konzept wird nun in Milano Marittima fortgesetzt, wobei die Kilometerbilanz bei ein bis zwei Laufeinheiten pro Tag an Gewicht gewinnt. So ist auch von dieser Seite gewährleistet, dass die ins Auge gefasste nationale Topzeit von 9:30 Minuten über 3000 Meter kein Wunschtraum bleibt. Immerhin lief Max Grabosch bereits während der Hallensaison beim Gewinn des Hessentitels 9:43 Minuten, "und da war ich nicht ganz fit." Realistisch schätzt der Achtklässler seine weiteren Saisonziele ein. Neben 16:40 Minuten im Fünf-Kilometer-Straßenlauf soll es bei den hessischen und süddeutschen M14-Meisterschaften über 3000 Meter mit Gold klappen, "während es über 800 Meter sehr schwer wird."
Ganz langfristig ausgerichtet ist das in Italien fortgesetzte Hürden- und Hindernistraining. "Im Moment laufe ich die 3000 Meter und die die fünf Kilometer am liebsten, aber in der Jugend werden die 2000 Meter Hindernis hinzu kommen", ist sich das Ausdauer-As sicher. Und auch wenn in dieser Hinsicht noch viel Technikarbeit zu leisten ist, zeigte Max Grabosch sogar unter den erschwerten Bedingungen der Hindernisbahn im Pinienwald von Milano Marittima so vielversprechende Ansätze, dass hier eine weitere titelträchtige Paradedisziplin im Aufbau begriffen sein dürfte.

Marius Abele

Marius Abele hofft auf DM-Quali

Deutsche Meisterschaft als Saisonziel
"Das ist der jüngere Bruder von Lukas Abele", ergänzte Bundestrainer Georg Schmidt bei der Vorstellung der Athleten im Trainingslager im italienischen Milano Marittima. Dabei ist Marius Abele spätestens seit seinem dritten Platz bei den Deutschen U16-Meisterschaften 2015 über 3000 Meter aus dem Schatten "des Großen" herausgetreten. Mit dem Gewinn des Deutschen Crosslauf-Mannschaftstitels im März 2016 hat er ihm sogar DM-Gold voraus, denn Lukas Abele kann bislang "nur" Silber und Bronze vorweisen. In der Sommersaison 2016 wird Marius Abele allerdings wohl kleiner Brötchen backen müssen. Für den vielfachen Schülerhessenmeister und Süddeutschen Meister geht es im ersten U18-Jahr um einen gelungenen Einstieg in die Jugendklasse, die schon auf Landesebene mit dem Deutschen Crossmeister Julius Hild (SSC), dem Hessenmeister Joshua Becker (LG Eintracht Frankfurt), dem Süddeutschen Hallenmeister Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau), dem Neu-Wiesbadener Ilyas Yonis und dem Deutschen Schülermeister Niklas Krämer (Wiesbadener LV) außergewöhnlich stark besetzt ist. So wäre bei den hessischen Langstreckenmeisterschaften ein Platz auf dem Treppchen in seiner Spezialdisziplin 3000 Meter schon ein Erfolg, der durch eine ansprechende Zeit deutlich aufgewertet werden kann. "Die Qualifikationsnorm für die Deutsche Meisterschaft ist auf jeden Fall ein Ziel, vielleicht bleibe ich sogar schon unter 9:00 Minuten", hofft der SSC-Athlet, dessen Hausrekord seit der Hallensaison bei 9:06 Minuten und damit unter der DM-Norm von 9:10,20 Minuten liegt. Im Trainingslager schafft Marius Abele aktuell mit wöchentlich mehr als 100 Laufkilometern und gezieltem konditionellen Training die Grundlage für die Fortsetzung des seit Jahren andauernden Aufwärtstrends. Gleichzeitig lauern in der Gruppendynamik der 55 Landes- und Bundeskaderathleten nicht zuletzt für die jüngeren Sportler des ersten Jugendjahrgangs Gefahren, denn naturgemäß will niemand zurückstecken, wenn die anderen richtig durchziehen. Und so holte sich Marius Abele in einer der schnelligkeitsorientierten Einheiten dann doch eine Überlastung im hinteren Oberschenkelmuskel, so dass er das Training vorzeitig beenden musste. Immerhin konnte er dank der physiotherapeutischen Behandlung vor Ort am Folgetag die angesetzte 1000-Meter-Wiederholungsserie in 3:20 Minuten durchlaufen, "aber obwohl ich kreislaufmäßig noch fit war, hätte ich von der Muskulatur her nach den sechs Läufen keinen weiteren mehr machen wollen", kommentierte der Nachwuchsläufer die sukzessive steigende Belastung innerhalb des zehntägigen Trainingslagers. So liegt dann für die ausstehenden Tage das Augenmerk auch vorrangig auf der "gesunden Rückkehr" nach Deutschland. "Es nützt ja nichts, wenn ich hier immer vorne mitlaufe und zuhause verletzt bin", sagte Marius Abele in weiser Voraussicht. Den "internen Sieg" in seiner Hügellaufgruppe wollte er sich dann aber doch nicht nehmen lassen. Das Resultat offenbarte nach 45 Sekunden für 300 Meter eine erstaunliche Unterdistanzfähigkeit, die sich bald auch auf den längeren Strecken bezahlt machen sollte.

Julius Hild

Julius Hild mit Außenseiterchancen

Dem Deutschen Crossmeister sind die 3000 Meter zu kurz
Bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften hatte Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) die Konkurrenz im Griff und holte drei Jahre nach seinem Vereinskameraden Kidane Tewolde den U18-Titel wieder nach Hanau/Rodenbach. Für die Bahnsaison zu folgern, dass der Tradition Tewoldes gemäß auch hier weitere DM-Medaillen die "logische Konsequenz" sein sollten, wäre schon alleine in Beug auf die Streckenlänge zu kurz gedacht. Denn während es im Cross über 4,5 Kilometer ging, stellen auf der Bahn die 3000 Meter als längste Meisterschaftsdistanz auf dem U18-Programm, "und da komme ich noch gar nicht richtig ins Rollen", so Hild.
Damit der Cross- und Berglaufspezialist auch im Stadionrund mit der grundschnellen Konkurrenz mithalten kann, steht konsequentes Schnelligkeits- und Koordinationstraining auf dem Programm. Aktuell wird die 120-Kilometer-Trainingswoche im Italien-Trainingslager durch Sprints und entsprechende vorbereitende Übungen ergänzt, ehe nach der Rückkehr nach Rodenbach die "typischen" Mittelstrecklerserien mit Widerholungsläufen zwischen 150 und 600 Metern folgen werden. Die sind auch dringend nötig, denn die in Milano Marittima absolvierten sechsmal 1000 Meter in 3:10 Minuten schaffte er zwar locker, doch die danach absolvierten 3:00 und 3:04 Minuten brachten Julius Hild durchaus an die Leistungsgrenze. Sein Wettkampf-Ziel von weniger als 9:00 Minuten über 3000 Meter erfordert es, den "glatten Dreierschnitt" pro Kilometer knapp zu unterbieten - und zwar ohne die im Training übliche Trabpause.
Ein bis zwei Leistungsschritte weiter ist derzeit schon Dauerkonkurrent Joshua Becker. Obwohl der Frankfurter bei den Deutschen Crossmeisterschaften nicht einmal unter die Top ten kam, ist er mit einer Vorjahresleistung von 8:56 Minuten für die am 23.April anstehende 3000-Meter-Hessenmeisterschaft klarer Favorit, nachdem er im Italien-Trainingslager reihenweise anaerobe Läufe wegsteckte.
Unbhängig von der Bahnsaison hat Julius Hild noch ein weiteres Standbein, das ihm in diesem Jahr sogar den Start im Nationaltrikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bescheren könnte. Denn nachdem der SSC-Läufer als Dritter der U20-DM 2015 von DLV-Berglaufwart Kurt König in den Nachwuchskader berufen wurde, sieht dieser spätestens seit dem deutschen Crosstitel "sehr gute Chancen" auf die Nominierung zum Berglauf-Weltcup der Jugend Ende Juni in Tschechien. Zuvor steht in der letzten Aprilwoche noch ein alpines Trainingslager an, ehe dann der Berglauf in Bühlertal als Generalprobe folgt.
Dass die Kombination Berg und Bahn bestens funktionieren kann, haben Hilds Vereinskameraden Carsten Arndt und Uli Steidl mit internationalen Topplatzierungen schon in den achtziger und neunziger Jahren bewiesen, und auch für Julius Hild ist der kraftausdauernde Berglauf mehr als nur exotische Beiwerk. Schließlich muss er für die geforderten Leistungen entsprechende Kraftwerte abrufen können, die auch die konsequente Aufarbeitung der Defizite in der Rumpfstabilität voraussetzen. "Für die im Trainingsplan vorgesehenen Stabi-Übungen habe ich immer wieder mal keine Lust gehabt und bin stattdessen lieber nur Laufen gegangen - aber das muss ich jetzt doch ändern", gibt das Ausdauertalent nach einigen glimpflich verlaufenen Verletzungsproblemen während der Wintersaison selbstkritisch zu. Im Italien-Trainingslager ist diesbezüglich der Einstieg geglückt, und in Anbetracht der außergewöhnlichen Perspektiven im Berglauf lässt Julius Hild keinen Zweifel daran, dass er hier eine Grundsatzentscheidung für weitere Erfolge getroffen hat.

Rund um den Winterstein in Friedberg

Karsten Fischer siegt in Friedberg

Mehr als einen Kilometer Vorsprung erlaufen
Mit einem überzeugenden Sieg hat Karsten Fischer seine Erfolge im Langstreckenlauf fortgesetzt. Der SSC-Athlet absolvierte beim Friedberger Volkslauf "Rund um den Winterstein" über 30 Kilometer einen gelungenen Testlauf für noch längere Distanzen. Dabei absolvierte er die profilierte Strecke in 1:51:48 Stunden, womit er überlegen vor Lorenz Köhl (1:57:59 Stunden und Florian Winterstein (1:59:46 Stunden) gewann.
"Zur Zeit teste ich die mögliche Ausrüstung für einen möglichen 100-Kilometer-Wettkampf. Ich bin deshalb mit etwas schwereren Schuhen als letztes Jahr gelaufen und habe kompressionssocken getragen", so Fischer, der nach seinem überraschenden dritten Platz beim international besetzten 50-Kilometer-Lauf des RLT Rodgau Ende Januar von Ultramarathonbetreuer Michael Sommer (Schwaikheim) in den erweiterten Kreis der Nationalkader-Kandidaten aufgenommen wurde. In Friedberg lief er nun mit der gleichen Pulsbelastung von 164 Schlägen pro Minute ein qualitativ hochwertiges Rennen, das er lediglich bis zum ersten Anstieg in einer Vierergruppe absolvierte, ehe er sich leichtfüßig lösen konnte. Nach Zwischenzeiten von 38:28 Minuten für die zehn Kilometer und 1:17:50 Stunden bei der 20-Kilometer-Marke ließ er es auf dem bergab führenden Schlussabschnitt "richtig laufen" und absolvierte die letzten zehn Kilometer in knapp unter 34 Minuten.
Als nächste Einsätze könnten nun der Seligenstädter Mainuferlauf über 25 Kilometer und der Weiltalmarathon Mitte April anstehen, hinzu sollen weitere noch längere Trainingsläufe kommen. "Ich habe noch keinen komplett ausgearbeitete Plan, weil ich noch nicht weiß, wie ich auf die ganz langen Trainingsläufe reagiere", zeigt sich der ehemalige Radrennfahrer flexibel.
Ebenfalls in Friedberg aufs Treppchen lief der Bruchköbler Okubazgiher Teferi-Abai, der über zehn Kilometer startete und in 36:20 Minuten den dritten Platz belegte.

Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach

Harry Arndt als Ehrenvorsitzender gewürdigt

Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach
Bei der Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach zog der Vorstand eine durchweg positive Bilanz. Dabei standen nicht nur die bis zur nationalen und internationalen Ebene reichenden Erfolge der Vereinssportler sowie die gelungene Organisationsarbeit bei der Hanauer Schulmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf und den hessischen Halbmarathontitelkämpfen im Vordergrund, sondern ebenso die Würdigung des Ehrenvorsitzenden Harry Arndt.
Der Initiator und Mitbegründer des SSC Hanau-Rodenbach hatte für annähernd vier Jahrzehnte de als Erster Vorsitzender und Schülertrainer die organisatorischen und sportlichen Geschicke geleitet, ehe er 2015 aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste. Bereits im Dezember war durch die Vereinsversammlung die einstimmige Wahl zum Ehrenvorsitzenden erfolgt, der der 79-Jährige jedoch nicht beiwohnen konnte. So erhielt er nun im Rahmen der aktuellen Jahreshauptversammlung die mit dem Ehrenvorsitz verbundene Urkunde und Ehrengabe aus den Händen seines Nachfolgers Sascha Arndt.
"Der SSC Hanau-Rodenbach ist durch Harry Arndt zu einem über die Landesgrenzen hinaus anerkannten Verein geworden. Dabei spielen nicht nur die sportlichen Erfolge mit internationalen Medaillen, 80 Deutschen und 750 hessischen Titelgewinnen seit der Gründung 1975 eine Rolle, sondern auch die zahlreichen soziale Laufprojekte. Harry Arndt hat den SSC mit Freundschafts- und Friedensstaffeln durch Deutschland und Europa, als Ausrichter von Deutschen Meisterschaften und Europacup-Wettbewerben im Langstreckenlauf weithin bekannt gemacht. Außerdem konnte er mit der Ausrichtung der Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen im 1000-Meter-Lauf die durch den Kreis gestrichene Waldlaufmeisterschaft der Schulen kompensieren, die dem Rotstift zum Opfer gefallen war. Beim Training im Rodenbacher und Hanauer Wald gab es für die Schüler nicht nur die Zwischenzeiten zu den Tempoläufen zu hören, sondern ebenso Grundlagen zur Flora und Fauna und zu interessanten naturkundlichen Aspekten unserer Umwelt. Und ganz wichtig war stets der Gedanke der Fairness und das entsprechende freundschaftliche Verhalten gegenüber Mitstreitern und Konkurrenten", fasste der Erste Vorsitzende kurz die Leitgedanken und Verdienste seines Vorgängers zusammen, der in einer ausführlichen Laudatio des Vereinsmitglieds Professor Martin Engelhardt bereits im Dezember als Vorbild und Persönlichkeit "mit ganz besonderer Zielstrebigkeit und Ausdauer" gewürdigt worden war.
Das Augenmerk des begeisterten Läufers und Vollblut-Pädagogen lag stets auf der Förderung der Nachwuchssportler, anfangs vorrangig auf die verschiedenen Nationalitäten an der Hanauer Gebeschusschule bezogen. So hatte er mit dem Vorstand in der Satzung des Vereins den Passus der "Integration ausländischer Schüler und Jugendlicher" schon weit vor der aktuellen Einwanderungsdebatte festgeschrieben. Die Einbindung von Sportlern aus mehr als einem Dutzend Nationen und die in ganz unterschiedlichen Aktionsfeldern erfolgte Umsetzung seines Leitsatzes "gemeinsam sind wir stärker" honorierten verschiedene Verbände und Gremien durch die Verleihung zahlreicher Auszeichnungen bis hin zum Bundesverdienstkreuz, das er für sein soziales Engagement im Sport erhielt.
In diesem Geist fiel auch die Dankesrede von Harry Arndt aus, der sich mit dem SSC Hanau-Rodenbach noch stärker in der Förderung von Asylbewerbern engagieren möchte. "Wir haben mit Mohamed Gassem einen Trainer, der hier als ausländischer Jugendlicher ohne Eltern in Hanau ankam, im SSC eine zweite Familie fand und diese positiven Erfahrungen nun im Umgang mit seinen Nachwuchssportlern zurückgibt. Er spricht arabisch und ist daher besonders für die syrischen Flüchtlingskinder und deren Eltern ein geeigneter Ansprechpartner", sagte Harry Arndt, der sowohl mit der Stadt Hanau als auch mit der Gemeinde Rodenbach in Kontakt treten will, um die Kooperation zu forcieren.
In diesem Zusammenhang wird auch die Ausrichtung der 17.Offenen Hanauer Stadtmeisterschaften der Schulen im 1000-Meter-Lauf eine wichtige Rolle spielen. Dazu hat auch die Rodenbacher Adolf-Reichwein-Schule eine Einladung erhalten. Wenn am 19.Mai im Herbert-Dröse-Stadion wieder annähernd 2000 Schüler auf die Strecke gehen, sollten naturgemäß zahlreiche ausländische Schüler und Jugendliche unter den Gemeldeten sein, die für das symbolische Startgeld von einem Euro oder in Härtefällen auch beitragsfrei die begehrte Finisher-Urkunde erhalten. "Und natürlich können wir dann auch wieder gezielt die Kinder und deren Eltern ansprechen und sowohl unter dem breitensportlichen als auch unter dem leistungssportlichen Aspekt zu unserem Training einladen", so Arndt.
Mit seinem engagierten Organisationsteam steht dem SSC Hanau-Rodenbach zudem die Ausrichtung der Kreismeisterschaften im Fünf-Kilometer-Straßenlauf am 10.September bevor. Auf der "Hochgeschwindigkeitsstrecke" im Rodenbacher Wald erzielte im Vorjahr der Hanauer Karl-Rehbein-Schüler Sasha Müller die Deutsche U16-Jahresbestzeit und markierte mit 15:52 Minuten den aktuellen Hessenrekord. Auch hier soll der Kontakt zu den Hanauer Schulen und Schulen aus der Umgebung gesucht werden, um einen Ausdauertest auf dem exakt vermessenen Rundkurs breitensportlich interessant zu machen. "Ohne den umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz unserer Helfer wäre diese Organisationsarbeit nicht möglich, zumal wir unsere Veranstaltungen kostengünstig ohne externe Auswertungsfirmen über die Bühne bringen", dankte Sascha Arndt seinen Mitstreitern für ihre Arbeit. Gleichzeitig hob er das überaus freundschaftliche Zusammenwirken der Vereinsmitglieder im Trainings-, Wettkampf- und Organisationsbetrieb hervor. "Darauf können wir in allen Bereichen aufbauen und stolz sein", schloss er seinen Rechenschaftsbericht.
Neben den zahlreichen Wettkampfteilnahmen mit dem Fokus auf den Landes- und Bundesmeisterschaften der Schüler, Jugendlichen und Erwachsenen wird der SSC auch 2016 wieder ein mehrtägiges Sommertrainingslager ausrichten. Aktuell ist eine Gruppe von Kaderathleten sowie der Vereins- und Stützpunkttrainer Sascha Arndt mit dem Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV/Bundestrainer Georg Schmidt) im Ostertrainingslager im italienischen Cervia aktiv. Anschließend erfolgt für die nationalen Medaillengewinner Lisa Oed, Lukas Abele, Julius Hild und Marius Abele sowie die D-Kader Jonas Rapp, Thomas Ott und Sasha Müller der Saisoneinstieg bei den hessischen Langstreckenmeisteschaften Ende April.

Trainingslager in Italien

Der SSC Hanau-Rodenbach ist mit sechs Athleten und einem Trainer im Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und des Hessischen Leichtathletik-Verbandes im italienischen Cervia aktiv. Lukas Abele (Nationalkader Mittelstrecke, Deutscher Vizemeister), Lisa Oed (Nationalkader Mittelstrecke/ Berglauf, Deutsche Crosslauf-Vizemeisterin), Julius Hild (Nationalkader Berglauf, Deutscher Crosslaufmeister), Marius Abele (Nationalkader Langstrecke, DM-Bronze), Jonas Rapp (Landeskader Langstrecke) und Max Grabosch (Landeskader Langstrecke) sowie DLV-A-Lizenz-Trainer Sascha Arndt nehmen mit 50 weiteren Athleten und fünf weiteren Trainern an der Maßnahme teil. Ziel ist die Vorbereitung auf die Landesmeisterschaften im Langstreckenlauf Ende April und im Hindernislauf Anfang Mai. Bei beiden Veranstaltungen zählen SSC-Athleten zum engsten Favoritenkreis.

Schneller Zehner in Niederrodenbach

Oed und Rapp in der nationalen U18-Top-Ten

Bestzeiten für Nachwuchsathleten beim Schnellen Zehner
Optimale Witterungs- und Streckenbedingungen sorgten beim 23. "Schnellen Zehner" der TGS Niederrodenbach für zahlreiche neue persönliche Bestzeiten der SSC-Nachwuchsathleten. Als schnellste Jugendliche und Zweite der Frauen-Gesamtwertung überzeugte Lisa Oed. Die Deutsche U18-Crossmeisterin kämpfte sich inmitten des Abistress über die zehn Kilometer und lief mit 39:09 Minuten so schnell wie nie zuvor. Dies bedeutet gleichzeitig eine Platzierung unter den besten zehn deutschen B-Jugendlichen in der Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Weiter voran geht es auch für ihre Trainingsgefährtin Tatjana Rauhut. Die Frauen-Kreismeisterin steigerte sich erneut um zwei Minuten und kann nun 43:04 Minuten als Hausrekord verbuchen.
Top in Form präsentierte sich auch der männliche SSC-Nachwuchs. Angeführt von dem gleich um 50 Sekunden verbesserten U23-Junior Jannik Trunk auf Gesamtrang vier in 33:16 Minuten freuten sich Jonas Rapp (2.U18/34:14 Minuten), Sasha Müller (1.U16/34:39 Minuten) und Fabian Sposato (U23/3.Männer/34:49 Minuten) über neue persönliche Bestzeiten. Für Rapp (Jahrgang 2000) und Müller (Jahrgang 2001) stehen damit nach Steigerungen um mehr als zwei Minuten bereits jetzt vordere Jahrgangs-Platzierungen in der Deutschen Jahresbestenliste der Jugend U18 fest. Hingegen konnte der Deutsche U18-Meister Julius Hild nicht aus dem Vollen schöpfen. Für den Rodenbacher war nach "Luftproblemen" im Nachgang einer Erkältung nur ein lockerer Trainingslauf in 37:15 Minuten drin.
Überrascht wurde M50-Hessenmeister Markus Riefer (SSC), der in seiner Altersklasse mit 34:59 Minuten knapp gegen Gunnar Dussa vom TSV Uelversheim (34:53 Minuten) den Kürzeren zog. "Ich bin mit 17:10 Minuten flott angelaufen, habe dann ab Kilometer sieben dann doch etwas zurück nehmen müssen", so Riefer. Die Marschroute für die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften Ende April ist allemal intakt, zumal dort auch die Mannschaftswertung gemeinsam mit Dr.Stefan Hinze und Frank Seidel (7.M50/39:19 Minuten) als lohnendes Ziel gilt. Ebenfalls in der M50 startete der Rodenbacher Thorsten Köstner (10.Platz/42:18 Minuten).
Jens Oppermann lief mit 44:55 Minuten auf Rang neun der M35, Ralf Hetzel erreiche die gleiche Platzierung in der M55 mit 45:16 Minuten, Stephan Merkel finischte als 19. der M50 in 48:55 Minuten, und Thomas Diester lief in 50:03 Minuten persönliche Jahresbestzeit.

Hessische Crossmeisterschaft

Elf Titel bei Hessischer Crossmeisterschaft gewonnen

SSC Hanau-Rodenbach erfolgreichster Verein Hessens
Der SSC Hanau-Rodenbach ist seinem Ruf als Läuferhochburg Hessens einmal mehr gerecht geworden. Bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften im nordhessischen Diemelsee-Wirmighausen gewannen die SSC-Athleten als erfolgreichster Verein der Veranstaltung elf Titel. Ihre seit mehr als zwei Jahre währende Serie hielten dabei die Schüler Sasha Müller (M15) und Max Grabosch (M14) aufrecht, die auch dieses Mal den Nimbus der "Unbesiegbarkeit" wahrten.
Obwohl im Schülerbereich Entwicklungsschübe regelmäßig zu schnellen Veränderungen in der Leistungsausprägung führen, bilden Müller und Grabosch eine verlässliche Konstante auf den Langstrecken. Im Drei-Kilometer-Wettbewerb der U16 musste Sasha Müller nicht einmal "ans Eingemachte" gehen, um in 10:23 Minuten vor Simon Schneider (LG Reinhardswald/10:30 Minuten) zu gewinnen. Noch deutlicher dominierte Max Grabosch, der nach 10:36 Minuten 14 Sekunden Vorsprung auf Noah Heinemann (TSV Niederelsungen/10:50 Minuten) aufwies. Gemeinsam mit Karl Wandukwa (5.M15) holte das Erfolgsduo zudem den Mannschaftstitel. Bronze ging an Evan Habtemichel (8.M15), Maximilian Hamburger (6.M14) und Jeremy Monroe (10.M14).
Mannschaftliche Stärke demonstrierten auch die Schülerinnen U16, die sich in der Besetzung Clara Uherek (5.W14), Nessrien Amerschläger (6.W14) und der W15-Überraschungszweiten Melissa Bensing mit 23 Punkten überlegen die Teamwertung sicherten, nachdem Trainer Mohamed Gassem in der Wettkampfbetreuung "alles gegeben hatte", um durch taktische Anweisungen die Aufholjagd des Trios nach der Streckenhälfte einzuleiten. Annika Maul (5.W15) und Gina Glaub (6.W15) erkämpften sich Urkundenränge.
In einem packenden Sprint gipfelte der Einsatz von Elena Taubel in der W13. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mirjam Beschorner (SG Schlüchtern) endete nach zwei Kilometern erst mit dem Zieleinlauf, den Beschorner nach 8:02 Minuten und einer Sekunde Vorsprung auf die SSC-Athletin erreichte. Auf Rang drei der Gesamtwertung und als W12-Hessenmeisterin überzeugte Johanna Uherek mit 8:12 Minuten, so dass gemeinsam mit der erst elfjährigen Anni Heyna (8.W12/9:07 Minuten) ein weiterer Mannschaftstitel nach Hanau ging. Vanessa Mikitenko (9.W12), Antonia Oppermann (12.W12) und Rebecca Roth (13.W12) - allesamt der W11 zugehörig - überzeugten auf Rang vier der Teambilanz. Den Vizetitel holten die Jungen U14, die in Robin Petzold (4.M12/7:58 Minuten) ihren leistungsstärksten Teilnehmer hatten. Fynn Becker (7.M13/8:31 Minuten) und Cedric Eyerkaufer (7.M12/8:33 Minuten) nahmen ebenfalls die Silbermedaille in Empfang.
Fit für die Deutschen Crosslaufmeisterschaften am kommenden Wochenende ist Lisa Oed. Nach intensiver Vorbereitung reichten der U18-Athletin drei regenerative Tage, um sich auf der zunehmend matschigen und durch zahlreiche Berg- und Gefällpassagen erschwerten Wiesenstrecke als Gesamtsiegerin der Jugend U20 und U18 in Szene zu setzen. "Heute lief es super !", freute sich die Abiturientin nach ihrem Einsatz, in dessen Verlauf sie sich immer weiter von den Konkurrentinnen absetzte. Letztlich betrug ihr Vorsprung nach drei Kilometern in 11:11 Minuten zwölf Sekunden auf Eva Dieterich vom PSV GW Kassel und 20 Sekunden auf Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden/11:31 Minuten). Den zweiten Hessenwimpel gewann Lisa Oed gemeinsam mit ihren Mannschaftskameradinnen Chiara Heischmann (10.) und Selma Celikkol (12.).
Hingegen verzeichnete die männliche U18 einen kleinen Dämpfer in der Vorbereitung auf die nationalen Titelkämpfe. Zwar wusste Jakob Thöming als Dritter des Drei-Kilometer-Laufs zu überzeugen, doch zusätzlich zum verletzungsbedingten Ausfall von Julius Hild wurde Medaillenkandidat Marius Abele zu Fall gebracht und kam in der Folge als Fünfter nicht wie gewohnt ins Rennen. Dass es dennoch überlegen zum Mannschaftssieg reichte, verdeutlichte die Ausgeglichenheit des Teams, das im siebtplatzierten Jonas Rapp den dritten Mann ins Ziel brachte. Die zweite SSC-Mannschaft mit Thomas Ott (10.), Jan Reifenberger (14.) und Marius Hoffmann (18.) holte die Bronzemedaille. "Ein Hessentitel ist natürlich immer ein Erfolg, aber mit Blick auf die Cross-DM müssen sich alle steigern und hoffentlich auch Julius Hild im Vollbesitz seiner Kräfte zur Verfügung stehen", blickte Trainer Sascha Arndt mit gedämpften Hoffnungen auf den Saisonhöhepunkt in Herten am Samstag.
Dann geht es auch für die Senioren M35 um Gold, Silber oder Bronze. Titelverteidiger Thomas Seibert bekam im Acht-Kilometer-Lauf trotz überzeugender Leistung einen Vorgeschmack auf die verschärfte Konkurrenzsituation, als ihm der ebenfalls zur nationalen M35-Elite zählende Andrew Liston (LG Wettenberg/27:03 Minuten) gut 100 Meter abnahm. Seine erste Medaille im SSC-Dress holte Neuzugang Jörn Harland (28:09 Minuten) auf Rang drei, und gemeinsam mit Ingbert Reinke (5.M35/29:40 Minuten) war der Mannschaftssieg eine klare Angelegenheit. Freuen durfte sich das SSC-Trio dann ein weiteres Mal in der Männer-Gesamtwertung aller Klassen, die dank Rang vier durch Seibert und Rang fünf durch Harland mit dem überraschenden Vizetitel hinter der LG Wettenberg ebenfalls positiv ausfiel.
Bis zum letzten Meter musste Markus Riefer in der M50 um seinen Crosstitel kämpfen. Der Deutsche Hallenmeister bog nach fünf Kilometern gemeinsam mit Lars Breuer (LG Brechen) in den Zielbereich ein und gewann dort den Spurtentscheid mit 18:15 Minuten vor Breuer (18:19 Minuten). Frank Seidel folgte auf Rang elf. Bei den Seniorinnen W50 belegte Hilke Bertschy-Abele den fünften Platz.
Für U20-Jugendläufer Philip Ahne zahlte sich die kluge Renneinteilung mit Rang 13 aus. Tom Seidel belegte in der M12 den 14.Platz, Christoph Hamburger den 18.Platz, und Lisa Biaesch wurde 17. in der W12.

Wolfskehlener Crosslauf

Schüler in der Favoritenrolle

Nach Bestpunktzahl nun Hessentitel im Visier
Die U16-Schüler des SSC Hanau-Rodenbach haben erwartungsgemäß den Hessentitel in der Einzel- und Mannschaftswertung ins Auge gefasst. Nach ihrem überzeugenden Auftritt beim 39.Wolfskehlener Crosslauf, der gleichzeitig als südhessische Meisterschaft gewertet wurde, können dem Trio lediglich gesundheitliche Probleme einen Strich durch die Rechnung machen. Denn der M15-Doppelsieg von Sasha Müller und Karl Wandukwa sowie der M14-Erfolg von Max Grabosch schlug sich in der Mannschaftswertung mit der Bestpunktzahl von sechs Zählern vor dem ASC Darmstadt (26 Punkte) und SSC II. (40 Punkte) nieder.
Wenn es am letzten Februar-Wochenende im nordhessischen Diemelsee um die Landestitel geht, verfügt der SSC nicht nur in dieser Klasse um ein leistungsstarkes Athletenkontingent. Spannend wird es in der weiblichen U16, denn trotz des Fehlens der Topathletin Clara Uherek verpassten Nessrien Amerschläger, Chiara Heischmann und Melissa Bensing den Mannschaftserfolg gegenüber dem ASC Darmstadt lediglich um einen Zähler. In der Einzelwertung ganz vorne erwartet werden dann wie auch in Wolfskehlen Elena Taubel (2.W13) und Johanna Uherek (2.W12).
Seine Erfolgsbilanz wertete Robin Petzold weiter auf. Mit dem überlegenen ersten Platz in der M12 führte er das SSC-Team mit Fynn Becker (6.M13) und Cedric Eyerkaufer (7.M12) auf Rang zwei der U14.
Carla Taubel machte in der Klasse W10 frühzeitig alles klar und holte nach 2:55 Minuten 50 Meter Vorsprung auf die Verolgerinnen im 800-Meter-Lauf heraus. Gemeinsam mit Antonia Oppermann (3.W11/2:57 Minuten) und Vanessa Mikitenko (5.W11/3:01 Minuten) gewann sie die U12-Wertung mit zwölf Punkten vor dem TV Trebur (22 Punkte) und sechs weiteren Trios - darunter mit Anni Heyna, Rebecca Roth und Lisa Biaesch auf Rang vier auch SSC II. Bei den gleichaltrigen Jungen punkteten Tristan Kaufhold als Zweiter der M10 und Tom Seidel mit dem vierten Platz der M11. Gleich drei Mal den ersten Platz gab es durch die weibliche U10, die mit Annalena Hamburger (W09) und Anne Grabosch (W08) die Einzelsieger stellte und in der Addition von Hanan Gassem als Siebte der W09 auch den Mannschaftserfolg sicherte. Ein gelungenes Debüt in der Cross-Szene feierte Katharina Nesselträger in der W07 mit Rang zwei.
"Jünger" machte sich Topläufer Dr.Stefan Hinze, um einen adäquaten Testlauf für die Deutschen Meisterschaften Anfang März zu bestreiten. Doch der Wunsch des 53-jährigen Arztes nach stärkerer Konkurrenz in der Klasse M45 ging nicht auf, hatte er doch nach 7,6 Kilometern und der Laufzeit von 26:43 Minuten fast drei Minuten Vorsprung auf den Wiesbadener Martin Schneider (29:34 Minuten). Damit war er gleich noch schneller unterwegs als die Sieger der M40 und der M35, so dass die Weichen für die "DM-Cross" zumindest in Richtung Medaille gestellt sind. Zweite Ränge belegten Stefan Unger in der M40 mit 27:29 Minuten und Arno Wiesenäcker in der M65 mit 31:03 Minuten für 6,1 Kilometer. Frank Seidel wurde Dritter der M50 mit 24:06 Minuten.

Deutsche Hallenmeisterschaften

Markus Riefer Deutscher Seniorenmeister

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt hat Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) einen ausgezeichneten Einstand in der Klasse M50 gefeiert. Bei seinem ersten nationalen Start in dieser Altersklasse fand der SSC-Langstreckler die richtige Taktik, um im 3000-Meter-Lauf den erhofften Titel zu gewinnen.
"Allerdings war es ein schönes Stück Arbeit", erklärte der Sozialrichter nach seinem Erfolg, den er sich über die Zwischenzeiten von 3:17 Minuten bei 1000 Metern und 6:25 Minuten bei der 2000-Meter-Marke mit der Endzeit von 9:35,25 Minuten vor Klaus Prieske (SC Rönnau/ 9:36,72 Minuten) und Stefan Brockfeld (TuS Deutz / 9:38,14 Minuten) sicherte. "Ich bin nach der 1000-Meter-Zwischenzeit nach vorne gegangen und habe das Feld auseinander gerissen. Zum Schluss musste ich mich jedoch nochmal ganz schön strecken, um den Schlussangriff von Klaus Prieske abzuwehren", so Riefer. Immerhin 15 Sekunden schneller war Markus Riefer nun beim ersten Höhepunkt der Saison 2016 im Vergleich zu den hessischen Meisterschaften vor zwei Wochen, als er mit 9:50 Minuten die Landesmeisterschaft errungen hatte.
Entsprechend ambitioniert geht er nun in die kommenden Titelkämpfe. Zunächst startet Markus Riefer bei den Kreis-Hallenmeisterschaften in der Hanauer Schärttner-Halle über 800 Meter, dann folgen die hessischen und die deutschen Titelkämpfe im Crosslauf, bei denen er jeweils zum engsten Favoritenkreis zählt.

Nordhessische Crosslaufmeisterschaften

Jörn Harland in Form

SSC-Neuzugang Jörn Harland präsentiert sich drei Wochen vor den Deutschen Crosslaufmeisterschaften in überzeugender Verfassung. Der angehende Berufsschullehrer zeigte bei den Nordhessischen Crosslaufmeisterschaften in Gudensberg als Zweiter der Gesamtwertung eine starke Leistung. Auf der 7,7-Kilometer-Strecke war lediglich der zur erweiterten nationalen Männer-Elite zählende Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel/ 26:17 Minuten) schneller als der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach, der als Gaststarter in 27:35 Minuten den zweiten Platz belegte.
Bereits eine Woche zuvor hatte Harland als Sieger der Ahnataler Winterlaufserie geglänzt. Seinen 35:06 Minuten für die von 120 Höhenmetern erschwerte Zehn-Kilometer-Strecke vermochte der zweitplatzierte Tobias Henne (Kassel) lediglich 36:28 Minuten entgegen zu setzen.
Bei den nun folgenden Landes- und Bundesmeisterschaften im Querfeldeinlauf zählt Jörn Harland mit seinen als Titelverteidiger antretenden Mannschaftskameraden Thomas Seibert, Lienhard Hersel und Ingbert Reinke zum engsten Favoritenkreis in der Klasse M35.

Jügesheimer Winterlaufserie

Drei Jugendsiege für SSC-Langstreckler

Claudia Pusch ebenfalls top in Form
Beim vierten und abschließenden Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie überzeugten die SSC-Nachwuchsathleten mit guten Leistungen. Dreimal trug sich die Jugend des SSC Hanau-Rodenbach in die Siegerliste des Zehn-Kilometer-Wettbewerbs ein. Neben U18-Gewinnerin Lisa Oed gab es auch für Clara Uherek (1.U16) und für den Schüler Robin Petzold (1.U16) die Tagesbestzeit ihrer Klassen. Nur knapp geschlagen gab sich Jonas Rapp dem mehrfachen Hessenmeister Joshua Becker (TV Rendel/35:56 Minuten).
Für Rapp wurden 36:14 Minuten gestoppt, wobei der 16-jährige SSC-Läufer einen wahren Steigerungslauf absolvierte. Zunächst in 3:40 Minuten pro Kilometer unterwegs, beschleunigte er von Kilometer sieben auf acht auf 3:25 Minuten und zog dann die letzten beiden Kilometer in jeweils 3:20 Minuten durch. "Ohne Spurt", wie Jonas Rapp weitere Reserven signalisierte, die aber erst bei den Ende Februar anstehenden Landesmeisterschaften im Crosslauf abgerufen werden sollen. Dort hofft auch Lisa Oed auf ein ansprechendes Resultat. In Jügesheim beendete sie ihren Zehn-Kilometer-Einsatz als U18-Jugendsiegerin in 40:35 Minuten, war damit jedoch nicht schnellste Läuferin des Sportkreises Hanau. Denn ihre Vereinskameradin Claudia Pusch setzte ihren Aufwärtstrend als Siegerin der W35 in 40:22 Minuten um. Dritte im Bunde der SSC-Frauenmannschaft war die erst 14-jährige Clara Uherek. Nach Rang drei bei den hessischen 2000-Meter-Hallenmeisterschaften der Schülerinnen lief sie nun mit 42:02 Minuten 13 Sekunden schneller als die Wiesbadenerin Johanna Schneider. Zeitgleich mit Uherek kam der männliche U16-Sieger Robin Petzold (SSC) ins Ziel.
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit beendete Tatjana Rauhut die Serie in 46:12 Minuten als Dritte der Juniorinnen U23. In der gleichen Klasse belegten bei den Männern Jannik Trunk (35:43 Minuten) und Fabian Sposato (35:49 Minuten) die Ränge drei und vier, dicht gefolgt von Markus Riefer, dessen 35:54 Minuten zum zweiten Platz bei den Senioren M50 reichte. Dass sein Bandscheibenvorfall kein Thema mehr ist, demonstrierte Dirk Schönbeck mit 36:26 Minuten und Rang drei in der M40. Unter der 40-Minuten-Marke blieb Frank Seidel (SSC/11.M50) in 39:27 Minuten. Eine Punktlandung glückte Arno Wiesenäcker, der in Klasse M65 auf 50:00 Minuten kam und damit knapp geschlagen den zweiten Platz belegte.
Serien-Gesamtsiege feierten Clara Uherek (SSC/U16), Tatjana Rauhut (SSC/U20), Annette Straub (SSC/W55) und auch Claudia Pusch (SSC/W35), die als Gesamtdritte ihr bislang bestes Serienresultat erreichte. Ganz vorne in der Frauen-Serienwertung lag mit 1:49:42 Stunden die Dieburgerin Laura Chacon Biebach, während Titelverteidigerin Kerstin Bertsch (SSC) mit 1:51:28 Stunden diesmal auf dem zweiten Platz folgte. Im männlichen Bereich feierten Jonas Rapp, Karl Wandukwa und Jan Reifenberger den SSC-Dreifachsieg in der Jugend U16, zu dem Patrick Köppel den U18-Erfolg hinzufügte. Für Jannik Trunk als schnellsten Läufer des SSC sprang letztlich Rang zwei in der U20 und der fünfte Gesamtplatz heraus.

PSD-Bank-Meeting in Düsseldorf

Lukas Abele mit Deutscher Jahresbestzeit

SSC-Athlet stürmt in Düsseldorf an die Jugendspitze
Lukas Abele hat das internationale PSD-Bank-Meeting in Düsseldorf zu einem formidablen Auftritt genutzt. Vor 2000 Zuschauern rannte der 19-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach im 1500-Meter-B-Lauf zur neuen Deutschen Jahresbestzeit für die Jugend U20. Als nach 3:49,10 Minuten die Uhr für ihn stehen blieb, hatte er die bisherige Marke des Berliners Marvin Heinrich um elf Hundertstel Sekunden unterboten.
Die beiden U20-Asse agieren derzeit national in ihrer eigenen Liga. Beide waren bereits 2015 für die Junioren-Europameisterschaften qualifiziert, an der Heinrich über 800 Meter (1:50,05 Minuten) teilnehmen konnte, während 1500-Meter-Läufer Abele krankheitsbedingt passen musste. In der aktuellen Saison läuft es auf das direkte Duell der schnellen Jugendlichen über 1500 Meter hinaus, das wohl bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am 21.Februar in Dortmund sein erstes direktes Aufeinandertreffen und gleichzeitiges Finale finden wird.
In Düsseldorf trat Lukas Abele auf Vermittlung des Bundestrainers Georg Schmidt (Wiesbaden) vorrangig gegen ältere Konkurrenten um den U20-Europameister von 2013, Patrick Zwicker (800 Meter/1:46,04 Minuten), den U23 Cross-EM-Dritten Amanal Petros (Bielefeld), den EM-Teilnehmer Leif Gunkel (Dortmund), den mehrfachen Deutschen Meister Abdi Uya (Diez) und den Luxemburger Charles Grethen an. Vom früheren U20-WM-Finalisten Julius Lawnik (SC Magdeburg) als Tempomacher über 400 Meter (57,5 Sekunden) und 800 Meter (2:00 Minuten) sehr ambitioniert geführt, hielt sich Lukas Abele stets am Ende der zehnköpfigen Gruppe und orientierte sich erst nach der 1000-Meter-Marke (2:32 Minuten) nach vorne. Zunächst ließ er den hessischen Konkurrenten und DLV-C-Kader Marc Tortell (TV Rendel) hinter sich, dann auch Leif Gunkel. Durch die Aufgabe des mit dem hohen Anfangstempo überforderten Patrick Zwicker schob sich Abele weiter in Richtung Top fünf, die er auf der Zielgerade erreichte, als er auch noch Petros Amanal (3:50,54 Minuten) überholte. Das Rennen gewann Charles Grethen in 3:45,04 Minuten vor Abdi Uya (3:46,92 Minuten). Im A-Lauf erreichte der deutsche Spitzenläufer Florian Orth (LG Regensburg) 3:41,59 Minuten.
Für Lukas Abele ein nahezu optimaler Wettkampf. "Die Stimmung war phänomenal, und es hat taktisch alles gepasst", so Abele, der allerdings ein kleines Handicap in die Schlussphase mitnahm und daraus noch Reserven für die nächsten Einsätze ableitete: "Die letzten beiden Runden bin ich mit einer aufgerissenen Blase gelaufen und konnte nicht ganz so viel Druck auf den Fuß bringen." Immerhin reichte es deutlich, um die gerade einmal vier Tage alte eigene Hallenbestleistung der Süddeutschen Meisterschaften von 3:52,88 Minuten zu toppen. Einziger Wermutstropfen: Der geplante Einsatz beim Internationalen Hallensportfest in Karlsruhe fällt kurzfristig der Fußverletzung zum Opfer, wird aber durch den Beginn der nächsten umfangreichen Trainingsphase ersetzt. "Und wenn es nicht mit dem Lauftraining klappt, dann wird halt das Rad genommen und wieder mehr Umfang und Qualität ins Krafttraining gebracht", gibt sich Abele kämpferisch - wohlwissend, dass weitere Verbesserungen in Richtung seines Freiluft-Rekordes von 3:48,06 Minuten nötig sein werden, um bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften gegen Marvin Heinrich zu bestehen.

Johannes Fleiner in Frankreich

Johannes Fleiner erfolgreich

Austauschschüler punktet in Frankreich
Johannes Fleiner (SSC Hanau-Rodenbach) kommt bei seinen Einsätzen in Frankreich immer besser in Form. Der Süddeutsche Staffelmeister des Vorjahres läuft als Austauschschüler alle Wettkämpfe der Meisterschaftsrunde mit und strebt dabei auch die französischen Crosslaufmeisterschaften an. Bislang ist der Allrounder vor allem auf der Langstrecke in Form gekommen, wo er bei den Querfeldein-Titelkämpfen auf Kreis- und Regionalebene punktete. In der parallel ausgerichteten Hallensaison konnte sich der 16-jährige Niederrodenbacher auf der 800-Meter-Distanz von 2:06 Minuten bis auf 2:04,62 Minuten steigern. Außerdem sprang Rang vier bei den Regionalmeisterschaften heraus. Die Mannschaft des SSC Hanau-Rodenbach wird Johannes Fleiner wieder nach seiner Rückkehr ab Sommer 2016 verstärken.

Goldbacher Winterlaufserie

Herzschlagfinale zugunsten Karsten Fischer

Nach fünf Wertungsläufen mit drei Sekunden Vorsprung auf Lienhard Hersel Sieg geholt
Derart knapp ging es in der 33-jährigen Historie der Goldbacher Winterlaufserie noch nie zu. Nach fünf Wertungsläufen über jeweils zehn Kilometer innerhalb der aus sieben Wettkampfsonntagen bestehenden Serie durch die Spessartausläufer holte sich Karsten Fischer vom SSC Hanau-Rodenbach mit drei Sekunden Vorsprung auf seinen Vereinskameraden Lienhard Hersel den Gesamtsieg. Simon Bertsch auf Rang drei der Männer und Kerstin Bertsch als Gesamtsiegerin der Frauen komplettierten den umfassenden SSC-Erfolg.
Als Titelverteidiger war zunächst Lienhard Hersel Anfang November mit 35:40 Minuten überlegen in Führung gegangen. Der 35-jährige Allrounder ließ in den Folgewochen sein Zeitpolster auf Karsten Fischer immer weiter anwachsen und sah nach vier Läufen wie der sichere Sieger aus. Doch dann drehte Karsten Fischer auf, machte deutlich Boden gut und erzielte mit 35:05 Minuten im sechsten Durchgang seine Saisonbestzeit. Während Hersel im siebten Wertungsrennen wegen muskulärer Probleme passen musste, schöpfte sein Vereinskollege auch hier nochmals aus dem Vollen und machte mit 35:24 Minuten den Gesamtsieg in 2:57:55 Stunden vor Lienhard Hersel (2:57:58 Stunden) perfekt.
Dass Hersel nicht erneut triumphierte, war letztlich seiner Fairness geschuldet, denn der Rodenbacher hatte Mitte Oktober seinen SSC-Teamgefährten davon überzeugt die Goldbacher Serie aus Trainingsgründen in Angriff zu nehmen. "Mir passte dieser Aufbau über kraftausdauerorientierte Läufe mit zunehmender Intensität sehr gut in meinen Saisonaufbauplan, und so habe ich dann auch zugesagt", erinnert sich Karsten Fischer. Zunächst ging es ihm nach einer durch einen Sturz im Frühjahr bedingten verkorksten Saison um die Wiederherstellung einer passablen Grundform. "Erst zum Ende der Serie spekulierte ich dann auch auf schnellere Läufe. Mein Hauptziel war aber, dass wir uns gegenseitig zu guten Zeiten ziehen und damit zu einer guten Form pushen", so Fischer. Obwohl der Einstieg im November eher schwerfällig verlief, konnte der frühere Radrennfahrer mit 36:20 Minuten mehr als zufrieden sein. ".Im Verlauf der Serie wurde meine Form immer besser und das Gewicht immer weniger, wodurch ich vor allem an den Anstiegen immer mehr Druck machen konnte", machte er den entscheidenden Vorteil für sich aus. Mit der nun nachgewiesenen Wettkampfhärte steht für den SSC-Athleten eine weitere Herausforderung auf dem Programm. Ende Januar nimmt er am international besetzten 50-Kilometer-Lauf in Rodgau-Dudenhofen teil und kann sich dort eine Top ten-Platzierung ausrechnen.
Erfahrung mit Ultramarathonläufen besitzt auch Simon Bertsch, und die kam ihm bei der Goldbacher Serie ebenfalls zugute. Denn mit seiner durchdachten Renngestaltung und stetiger Verbesserung zog er in der Endphase noch an Ingbert Reinke (3:07:08 Stunden) vorbei und belegte mit 3:06:13 Stunden den dritten Platz der Gesamtwertung. Hinter dem Führungsquartett des SSC Hanau-Rodenbach erreichte Kamal Hulle (TV Goldbach) in 3:07:53 Stunden knapp vor dem nächsten SSC-Athleten Okubazgiher Teferi-Abai (3:08:53 Stunden) das Ziel. Es folgte Kalifaa Mahamed (SSC/3:34:21 Stunden).
Bei den Frauen war Kerstin Bertsch ungefährdet, obwohl mit der Hanauerin Simone Blumör eine leistungsstarke Ausdauerathletin den Serieneinsatz bestritt. Letztlich hatte Bertsch mit der Gesamtzeit von 3:16:10 Stunden einen deutlichen Vorsprung auf Blumör, die ebenso überlegen den zweiten Platz belegte. "Goldbach ist eine landschaftlich reizvolle Strecke und dank der Organisation durch Günther Wenzel und der vielen Helfer eine familiäre Veranstaltung", erklärte Kerstin Bertsch, die bei ihren sonntäglichen Tempoeinheiten immer besser in Schwung kam, sich binnen weniger Wochen von 40:20 Minuten auf 38:23 Minuten steigerte und gemeinsam mit Ehemann Simon die Mixed-Wertung überzeugend gewann.

Hessische Hallenmeisterschaften

Fünf Siege und Topleistungen bei hessischer Meisterschaft

Abele und Müller Doppelmeister, Grabosch mit Gold und Silber
Für zwei herausragende Leistungen bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U20 und Schüler U16 sorgten Lukas Abele und Sasha Müller. Beide gewannen ihre Wettbewerbe über 800 Meter und 3000 Meter in national hochwertigen Zeiten und setzten sich an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste. Ebenfalls Hessenmeister wurde Max Grabosch bei den Schülern M14. Überraschend stark präsentierte sich Karl Wandukwa mit Silber (3000 Meter) und Bronze (800 Meter), und auch Clara Uherek gewann im 2000-Meter-Lauf der W14 Bronze. Lisa Oed legte einen Tag nach ihrem U20-Vizetitel im 1500-Meter-Lauf noch eine neue persönliche Hallenbestzeit von 2:18,09 Minuten im 800-Meter-Lauf nach und belegte hier gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz den vierten Platz. Dies gelang weiterhin dem zwölfjährigen Attila Has (4.M14/3000 Meter) und der großartig spurtenden Nessrien Amerschläger (4.W14/800 Meter). Als Sechster der U20 lief U18-Hessenmeister Julius Hild über 3000 Meter mit 9:03,65 Minuten in die erweiterte nationale Spitze seiner Altersklasse, und auch die 1500-Meter-Läufer Jakob Thöming (4:13,41 Minuten) und Marius Abele (4:15,10 Minuten) schafften den Einzug in die DLV-Rangliste der Klasse U18.
Die erfolgreichen Athleten des SSC :
Schüler M14:
800 Meter: 2.Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach) 2:17,57 Minuten
3000 Meter: 1.Max Grabosch 9:44,26 min.; 4.Attila Has 10:44,71 min.; 5.Robin Petzold (alle SSC) 11:02,81 min.
Schüler M15:
800 Meter: 1.Sasha Müller 2:05,66 min.; 3.Karl Wandukwa (beide SSC) 2:09,60 min.
3000 Meter: 1.Sasha Müller 9:19,59 min.; 2.Karl Wandukwa 9:45,62 min.
Schülerinnen W14:
800 Meter: 4.Nessrien Amerschläger 2:31,83 min.; 7.Clara Uherek (beide SSC) 2:32,43 min.
2000 Meter: 1.Sophia Volkmer 6:56,40 min.; 3.Clara Uherek 7:08,15 min.; 5.Elena Taubel 7:21,30 min.; 6.Nessrien Amerschläger (alle SSC) 7:22,53 min.
Männliche Jugend U20:
800 Meter: 1.Lukas Abele (SSC) 1:52,63 min.
1500 Meter: 1.Marc Tortell (TV Rendel) 4:07,50 min.; 5.Jakob Thöming 4:13,41 min.; 6.Marius Abele 4:15,10 min.; 7.Philip Ahne (alle SSC) 4:29,01 min.
3000 Meter: 1.Lukas Abele 8:38,68 min.; 6.Julius Hild 9:03,65 min., 12.Jonas Rapp (alle SSC) 9:28,66 min.
Weibliche Jugend U20:
800 Meter: 1.Lisa Tertsch (ASC Darmstadt) 2:15,67 min.; 4.Lisa Oed (SSC) 2:18,09 min.
1500 Meter: 1.Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden) 4:38,85 min.; 2.Lisa Oed (SSC) 4:45,12 min.

Hessische Hallenmeisterschaften

Markus Riefer Hessenmeister

Die hessischen Hallenmeisterschaften in der Stadtallendorfer Herrenwaldhalle sind Tradition, die Titelgewinne von Markus Riefer auch. Der in die Altersklasse M50 aufgerückte Läufer des SSC Hanau-Rodenbach war wieder einmal nicht zu bezwingen und wird nun entsprechend optimistisch bei den Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende antreten. Der Sozialrichter feierte bei seinem ersten Meisterschaftsstart in der Klasse M50 mit 9:50,60 Minuten einen 3000-Meter-Sieg mit Überrundungen, denn die von Roland Ott (TV Bermbach/10:45,88 Minuten) angeführte Konkurrenz folgte erst mit knapp einminütigem Rückstand. Dabei ging Rang drei an den in der Endphase knapp geschlagenen Frank Seidel (SSC) mit 10:46,67 Minuten. Eine weitere Medaille gab es für Jörg Flohr (SSC) im 800-Meter-Lauf der M45 mit dem dritten Platz in 2:28,78 Minuten, während der hochfavorisierte Lienhard Hersel (SSC/3000 Meter) wegen eines Infekts passen musste.
Bei den Frauen belegte Barbara Pillmann zweimal Rang vier. Von einer Erkältung gehandicapt hielt sie sich im 60-Meter-Lauf mit 9,60 Sekunden ebenso achtbar wie über 200 Meter in 33,25 Sekunden. Mit zwei Bronzemedaillen kehrte hingegen Hilke Bertschy-Abele zurück. Die SSC-Athletin lief sowohl über 800 Meter (2:50,54 Minuten) als auch über 3000 Meter (12:26,60 Minuten) auf das W50-Podest.

Rodgauer 50-Kilometer-Lauf

Karsten Fischer auf dem Weg ins Nationalteam

Rang drei beim Rodgauer 50-Kilometer-Lauf / Slalomlauf erschwert Topzeit
Karsten Fischer (SSC Hanau-Rodenbach) hat beim traditionellen 50-Kilometer-Lauf des RLT Rodgau seine bislang beste Leistung gezeigt. Der ehemalige Radrennfahrer, erst seit drei Jahren leistungssportlich per pedes unterwegs, absolvierte den Ultramarathonlauf in 3:09:30 Stunden und belegte damit den dritten Platz unter mehr als 950 Teilnehmern aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern. Gleichzeitig empfahl sich der 32-Jährige für das Ultramarathon-Nationalteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
Trotz des überzeugenden Ergebnisses gestaltete sich der Einsatz durchwachsen. "Es waren zehn normale Kilometer mit anschließendem 40-Kilometer-Slalomlauf", schilderte Karsten Fischer die Problematik auf der zehnmal zu durchlaufenden Fünf-Kilometer-Wendepunktstrecke, die angesichts des Teilnehmerrekords völlig überlastet war. Nur der in der Streckenrekordzeit von 2:57:26 Stunden siegreiche 2:20-Stunden-Marathoner Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) profitierte vom Führungs-Radfahrer, während die nachfolgenden Athleten durch eigene Hinweise die überrundeten Läufer auf sie aufmerksam machen musste.
"Ich wollte 3:40 bis 3:45 Minuten pro Kilometer angehen und dieses Tempo so lange wie möglich laufen. Unter idealen Bedingungen habe ich mir das auch für die kompletten 50 km zugetraut, aber bereits nach zwei Runden musste ich den Plan ad acta legen, weil zu viele Überrundete die komplette Wegbreite ausnutzten und sich dabei einer Lautstärke unterhalten haben, dass sie das "Achtung" von schnelleren Läufern nicht hören konnten", so Fischer. Der Großkrotzenburger im SSC-Trikot bemängelte in diesem Zusammenhang das Verhalten der Streckenordner, "denn es waren genug Helfer auf der Strecke verteilt, die an die großen Gruppen entsprechende Anweisungen hätten geben können, dies aber nicht gemacht haben."
So drosselte Kasten Fischer ab Kilometer zwölf das Tempo etwas, hielt aber insgesamt den 3:50 Minuten-Kilometerschnitt bis ins Ziel durch und passierte "nebenbei" den Marathonpunkt in 2:39:30 Stunden. Die letzten Kilometer spulte er gemeinsam mit Janosch Kowalczyk (LT Höfingen) und verzichtete dann auf den Endspurt, so dass Kowalczyk in 3:09:14 Stunden Zweiter wurde. "Mir hat Platz drei gereicht. Damit habe ich mein Hauptziel erreicht", sagte der im Vorjahr mit 3:32:05 Stunden noch auf dem 13.Platz notierte Karsten Fischer nach seinem Erfolg. Rang vier ging an Demeter Dick (Österreich/3:12:49 Stunden) vor dem Schweizer Bernhard Eggenschwiler (3:14:30 Stunden).
Mit dem Leistungsnachweis rückt Karsten Fischer nun auch in den erweiterten Nationalmannschaftskreis des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf. Michael Sommer, Teammanager des DLV für den 100-Kilometer-Straßenlauf sondierte im Athletengespräch den Einsatzwillen von Fischer auf der offiziellen Meisterschaftsdistanz. Der zeigte sich aufgeschlossen:"Ich kann mir auf jeden Fall einen 100-Kilometer-Lauf vorstellen, dann aber natürlich mit entsprechender Vorbereitung, ohne so viele harte Zehn-Kilometer-Einsätze wie bei der Goldbacher Winterlaufserie. Und in den nächsten Tagen entscheide ich, welche Ultramarathondistanz ich nun ins Auge fasse - vielleicht laufe ich dieses Jahr noch einen Hunderter, vielleicht dann auch im nächsten Jahr."
Die 100 Kilometer längst im Griff hat seine Vereinskameradin Simone Stöppler, die auf der "halben Distanz" den fünften Platz belegte. Die 52-jährige Nationalteamathletin beeindruckte durch fast gleichmäßig schnelle Rundenzeiten, mit denen sie nach 4:03:15 Stunden sicher unter dem Fünf-Minuten-Kilometerschnitt blieb und die Marathonmarke nach 3:29 Stunden erreicht hatte. Damit belegte die SSC-Athletin überraschend den zweiten Platz in der W50, denn mit Ricarda Bethke (LG Derendingen/ 4:02:43 Stunden) rettete eine weitere W50-Starterin den zwischenzeitlich zweiminütigen Vorsprung gerade noch ins Ziel.
Unter fünf Stunden liefen Michael Burkard (4:52:59 Stunden) und Frauke Tschiltschke (SSC Hanau-Rodenbach/4:54:07 Stunden) ins Ziel. Die Lehrerin der Hohen Landesschule feierte bei ihrem Ultramarathondebüt auf Rang zwei der Klasse W55 einen überraschend guten Einstieg in die Szene jenseits der klassischen Marathondistanz.

Süddeutsche Hallenmeisterschaften

Lisa Oed Süddeutsche Vizemeisterin

Bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen hat Lisa Oed wie schon im Vorjahr den Vizetitel errungen. Die 17-jährige 1500-Meter-Läuferin musste sich in der Klasse U18 ihrer Dauerkonkurrentin Gina-Marielle Schürg (TV Rendel/4:52,86 Minuten) knapp geschlagen geben und belegte mit 4:53,21 Minuten den zweiten Platz. Das von taktischen Varianten geprägte Rennen nahm erst in der Schlussphase entscheidend Fahrt auf und hätte aus Sicht der SSC-Athletin "noch etwas länger" dauern können, kam sie doch auf den letzten 50 Metern nochmals an Gina-Marielle Schürg heran.
Für Jugendläufer Lukas Abele hieß es im gutbesetzten Männerfeld Erfahrung sammeln. Der deutsche Vizemeister von 2015 hielt gegen die ältere Konkurrenz gut mit und übernahm nach der 1000-Meter-Zwischenzeit von 2:37 Minuten sogar die Führung. "Ich wollte dem kurzen Spurt aus dem Weg gehen und so lange wie möglich vorne bleiben", erklärte er seinen Vorstoß, den der Karlsruher Christoph Kessler (3:51,49 Minuten), der Frankfurter B-Kader-Athlet Nico Sonnenberg (3:51,55 Minuten) und Patrick Oehler (VfL Sindelfingen/3:52,48 Minuten) eingangs der Schlussrunde konterten. Auch ohne Podestplatz zeigte sich Abele nach seinem Einsatz und der neuen Hallenbestzeit von 3:52,88 Minuten zufrieden: "In einem gleichmäßigen Rennen wären sogar noch ein, zwei Sekunden drin gewesen - diese Zeit hole ich beim Meeting in Düsseldorf nach." Lukas Abele startet bereits am Mittwoch zum U23-Einladungsrennen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes beim PSD-Bank-Meeting in der Rheinmetropole.

Hessische Hallenmeisterschaften

Lisa Oed und Julius Hild Jugendmeister

SSC-Athleten mit gelungenem Halleneinstand
Bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U18 und Erwachsenen sind die Läufer des SSC Hanau-Rodenbach mit zwei Titeln in die Saison eingestiegen. Lisa Oed setzte sich im 1500-Meter-Lauf nach einem packenden Endspurt durch, und auch Julius Hild musste auf der letzten Runde seines 3000-Meter-Laufs "alles" geben, um sich den begehrten Hessenwimpel aus den Händen der Verbands-Präsidentin Anja Wolf-Blanke überreichen zu lassen.
Schon vor dem Startschuss zum 3000-Meter-Wettbewerb dominierte der SSC Hanau-Rodenbach das Bild, denn von den sieben angetretenen Nachwuchsläufern trugen gleich vier das Trikot mit dem dreifarbigen Brustring. Und der war dann auch von Beginn an komplett in der Spitzengruppe vertreten. Im Wechsel übernahmen Julius Hild, Jakob Thöming und Marius Abele die Tempogestaltung, während der erst 14-jährige Max Grabosch gegen die bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz mit einigen Metern "Sicherheitsabstand" folgte. Über 3:01 Minuten nach 1000 Metern und 6:06 Minuten bei der 2000-Meter-Zwischenzeit begann das Ausscheidungsrennen des schnellen Trios, aus dem sich auf der Schlussrunde Hild und Abele ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, das nach 9:05,78 Minuten Julius Hild vor Marius Abele (9:06,17 Minuten) für sich entscheiden konnte.
Beide unterboten im indirekten Vergleich bereits jetzt die Norm von 9:10,20 Minuten für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Sommer und setzten sich in den Top fünf der nationalen U18-Bestenliste fest. Zwei weitere neue persönliche Bestzeiten gab es für Jakob Thöming auf Rang drei in 9:19,12 Minuten und den um 23 Sekunden verbesserten Max Grabosch, der in 9:43,49 Minuten als Vierter direkt in die nationale Elite seiner Jahrgangsklasse 2002 lief und am kommenden Wochenende bei den Schülermeisterschaften in Hanau kaum zu bezwingen sein dürfte.
Für Lisa Oed hatte der Einsatz im 1500-Meter-Lauf der weiblichen U18 gleich mehrere Überraschungen parat. Zunächst meldete mit Lara Tortell (TV Rendel) die 800-Meter-Meisterin des ersten Veranstaltungstages nach, um dann nach vier Runden in Führung liegend auszusteigen. Dann verlor der Rundenzähler den Überblick und verwirrte die Wettkämpferinnen durch falsche Rundenanzeigen und das Fehlen der Schlussglocke eingangs der letzten Runde. Obwohl das Rennen durch diese äußeren Einflüsse seinen Rhythmus einbüßte, besann sich Lisa Oed auf die mehrfach erfolgserprobte Taktik eines "harten 300-Meter-Spurts" und ließ in 4:46,52 Minuten auch die 800-Meter-Vizemeisterin Gina-Marielle Schürg (TV Rendel/4:47,11 Minuten) hinter sich. "Ich war aufgrund der falschen Anzeige schon verwirrt, aber als mein Betreuer Carsten Arndt von der Bande aus gerufen hat, ich soll voll durchziehen, war mir klar, dass es nur noch 300 Meter sein können", zeigte sich die Titelträgerin nach ihrem Erfolg erleichtert.
Den siebten Platz gab es für Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) im Kugelstoß der Frauen, den sie mit der Weite von 11,83 Metern abschloss. Starke Konkurrenz hatte auch Kerstin Bertsch im 3000-Meter-Finale der Frauen. Hinter der frühzeitig enteilten Julia Fritz (LC Eschenburg/9:44,39 Minuten) lag sie zwischen Rang zwei und vier in mehrfachem Positionswechsel, der ihr im Schlussspurt dann in 10:09,73 Minuten den vierten Platz einbrachte. "Nach zwei Jahren ohne Bahnrennen war das ein guter Einstieg", zeigte sich Bertsch auch ohne Medaille zufrieden.

Seligenstädter Winterlaufserie

Schüler und Markus Riefer mit Klassensiegen

Auch wenn die Topläufer in den Haupt- und Jugendklassen wegen der parallel stattfindenden hessischen Hallenmeisterschaften fehlten, landeten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach wiederum zahlreiche Siege beim dritten Durchgang der Seligenstädter Winterlaufserie. Während Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) als schnellster männlicher Hanauer Vertreter und M45-Sieger im Fünf-Kilometer-Lauf glänzte, setzte sich Annette Straub in der W55 des Zehn-Kilometer-Wettbewerbs durch.
Auf der Fünf-Kilometer-Distanz dominierten in Abwesenheit der komplett bei den Hallentitelkämpfen angetretenen SSC-Leistungsgruppe Marvin Thomas (LAC Quelle Fürth/16:42 Minuten) und David Johnson (Laufziel Aschaffenburg/17:51 Minuten). Als schnellster Senior folgte dann Markus Riefer, der sich auf die hessischen und deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften im 3000-Meter-Lauf vorbereitet. Mit seinen 18:07 Minuten ließ er seinen Vereinskameraden Stefan Unger (1.M35/18:11 Minuten) in der Endphase 15 Meter hinter sich. Die Klasse M50 gewann der Rodenbacher Frank Seidel in 19:48 Minuten, und Jens Oppermann belegte mit 21:50 Minuten den zweiten Platz in der M35.
Für Claudia Pusch (SSC) reichte es nach einem starken Finisch gegen Maren Grimm (Darmstadt/20:27 Minuten) und Marisa Friedrich (Frankfurt/20:28 Minuten) in 20:24 Minuten zum zweiten Gesamtrang und W35-Erfolg. Schneller lief lediglich die Kleinostheimerin Nadja Heininger mit 20:07 Minuten. Aufsteigende Form bewies die SSC-Athletin Selma Celikkol. Als Jugendsiegerin war die Lindenau-Schülerin in 23:04 Minuten gleich eine ganze Minute schneller unterwegs als bei der Dezember-Auflage. Rang zwei gab es für Hannah Straube in der Jugend (27:40 Minuten).
Mit acht Läuferinnen und Läufern unter den Top ten dominierte der SSC Hanau-Rodenbach den 1000-Meter-Schülerlauf wie bereits in den beiden Vormonaten. Am schnellsten lief heuer Mahmoud Gassem mit 3:25 Minuten. Er siegte vor Marius Hofmann in 3:28 Minuten, ehe dann mit Elena Taubel (1.W12/3:46 Minuten) und Nessrien Amerschläger (1.W13/3:47 Minuten) zwei Nachwuchsathletinnen ins Ziel spurteten, die am Wochenende die Hanauer Farben bei den hessischen Hallenmeisterschaften über 800 Meter und 2000 Meter vertreten werden. Tom Zukrowski (1.M10/3:50 Minuten), Fynn Becker (1.M12/3:51 Minuten), Tristan Kaufhold (1.M09/3:52 Minuten) und Cedric Eyerkaufer (3:M10/3:55 Minuten) komplettierten die schnellsten Zehn des Gesamteinlaufs. Klassensiege holte weiterhin Melissa Bensing (W14/3:57 Minuten), Antonia Oppermann (W10/4:08 Minuten), Carla Taubel (W09/4:10 Minuten), Fynn Alfsmann (M07/4:38 Minuten), Bastian Kaufhold (M06/4:40 Minuten), Alicia Oppermann (W07/4:42 Minuten) sowie Sara Wolf (W06) in 5:32 Minuten.

Hessische Hallenmeisterschaften

Lukas Abele und Sasha Müller zweifache Hessenmeister

Nationale Top-Ergebnisse der beiden SSC-Läufer
Bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 und Schüler U16 ließen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach mit fünf Titeln die Bilanz des Sportkreises golden glänzen. Herausragende Leistungen in der voll besetzten August-Schärttner-Halle erbrachten Sasha Müller (M15) und Lukas Abele (Jugend U20) bei ihren Doppelsiegen über 800 Meter und im 3000-Meter-Lauf. Max Grabosch holte den 3000-Meter-Hessentitel der M14.
Für Lukas Abele begann das Wettkampfwochenende mit dem Hausrekord im 3000-Meter-Lauf, in dem er sich von bisher 8:53 Minuten auf nunmehr 8:38,68 Minuten steigerte. Allerdings musste der C-Kader-Athlet "ans Eingemachte" gehen, um den überraschend starken Yannik Gerland (SSC Bad Soden/Allendorf/ 8:39,83 Minuten) auf den letzten 400 Metern in 60 Sekunden hinter sich zu lassen. "Die Endphase war verdammt hart", bewertete Lukas Abele seinen samstäglichen Einsatz, den er allerdings am zweiten Wettkampftag komplett aus den Beinen geschüttelt hatte. Denn als es am Sonntag im schnellsten der drei angesetzten 800-Meter-Zeitläufe gegen die ebenfalls zur nationalen Elite zählenden Tilman Garthe (Wiesbaden) und Marc Tortell (Rendel) um den Sieg ging, ergriff Lukas Abele bereits nach 200 Metern die Initiative, passierte die 400-Marke-Marke in 55 Sekunden und hielt dann von der Spitze weg das Tempo eisern hoch. Die SSC-Fankurve tobte, als er sich auf der Zielgeraden immer deutlicher absetzte und letztlich mit 1:52,63 Minuten vor Tortell (1:53,52 Minuten) und Garthe (1:54,30 Minuten) gewann. Gleichzeitig löste Lukas Abele den bislang Führenden der Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Dennis Biederbick von der LG Ahlen (1:53,75 Minuten), ab und wurde im indirekten Vergleich lediglich vom Berliner U20-EM-Teilnehmer Marvin Heinrich (1:52,26 Minuten) bei dessen Landesmeisterschaft übertrumpft. "Ich hatte heute einfach Bock zu laufen", lautete die Antwort des Oberstufenschülers auf die Frage nach dem Grund der frühzeitigen Führung vor der leistungsstarken Konkurrenz.
Die Freude am Wettkampf war auch Sasha Müller anzumerken. Der 15-jährige Karl-Rehbein-Schüler fühlte sich auf seiner Heimbahn in der Schärttner-Halle sichtlich wohl und legte am ersten Wettkampftag im 800-Meter-Wettbewerb einen furiosen Auftakt hin, als er in 2:05,66 Minuten vor Simon Schneider (LG Reinhardswald/2:06,64 Minuten) und dem deutlich verbesserten Überraschungsdritten Karl Wandukwa (ebenfalls SSC/ 2:09,60 Minuten) siegte. Dass er trotz der hochkarätigen Zeit mit angezogener Handbremse gelaufen war, stellte Müller tags darauf im 3000-Meter-Lauf unter Beweis. Hier spulte er die 15 Runden wie ein Uhrwerk ab, um in 9:19,59 Minuten die zweite DLV-Topzeit zu erreichen. Die Steigerung seines Vereinskameraden Karl Wandukwa um mehr als eine halbe Minute auf 9:45,62 Minuten bedeutete Rang zwei und damit den Doppelsieg für den SSC Hanau-Rodenbach.
Für Lisa Oed zeichnete sich im 1500-Meter-Lauf eine ähnliche Konstellation ab, hatte die 17-jährige Abiturientin doch die U18-Meisterschaft überlegen gewonnen. In Hanau steigerte sie sich zwar auf 4:45,12 Minuten, musste aber der älteren U20-Siegerin Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden/ 4:38,85 Minuten) den Vortritt lassen und wurde Vizemeisterin. Silber war auch am zweiten Wettkampftag zum Greifen nahe, doch letztlich beendete Lisa Oed ihr mitreißendes und taktisch ganz versiert gelaufenes 800-Meter-Finale hauchdünn geschlagen als Vierte in neuer Hallenbestzeit von 2:18,09 Minuten. "Am liebsten würde ich gleich nochmal laufen, so gut ging es heute", lautete ihr Resümee, das Auftrieb für die Süddeutschen U18-Meisterschaften am kommenden Wochenende geben dürfte.
Während die Leistungen von Max Grabosch mit einmal Gold im 3000-Meter-Lauf der M14 in der nationalen Topzeit von 9:44,26 Minuten sowie Silber über 800 Meter in 2:17,57 Minuten erwartungsgemäß hochklassig ausfielen, überraschte Clara Uherek im 2000-Meter-Lauf der W14 mit der neuen Bestzeit von 7:08,15 Minuten als Dritte. Unerwartet Vierte auf der 800-Meter-Distanz wurde ihre Vereinskameradin Nessrien Amerschläger, deren furiose Schlussrunde mit der persönlichen Bestmarke von 2:31,83 Minuten belohnt wurde.
In der U20 nicht vorne mit dabei, aber mit national beachtlichen Leistungen für die Deutsche Jahresbestenliste ihrer Klasse U18 waren Julius Hild (3000 Meter in 9:03,65 Minuten), Jakob Thöming (1500 Meter in 4:13,41 Minuten) und Marius Abele (1500 Meter in 4:15,10 Minuten) erfolgreich. Weitere bemerkenswerte Resultate erzielten Attila Has (M12/3000 Meter in 10:44,71 Minuten), Robin Petzold (M12/3000 Meter in 11:02,81 Minuten) und Jonas Rapp (U18/3000 Meter in 9:28,66 Minuten).

Goldbacher Winterlaufserie

Steidl und Fischer dominieren in Goldbach

Mit der bislang stärksten Besetzung wartete der siebte Durchgang der Goldbacher Winterlaufserie auf. Marathon-As Uli Steidl (SSC Hanau-Rodenbach) schnürte nach seinem Streckenrekord des Oberrodenbacher Silvesterlaufs ebenso erneut die Schuhe wie Ehefrau Trisha und die zur regionalen Ironman-Elite zählende Nina Vabic (Langenselbold). Den wohl härtesten Einsatz zeigte Karsten Fischer, der an die Leistungsgrenze ging, um in der Seriengesamtwertung an seinem SSC-Vereinskameraden Lienhard Hersel vorbei zu ziehen.
Während Hersel verletzungsbedingt passen musste, attackierte Karsten Fischer bereits direkt nach dem Start auf der flachen Anfangspassage der als "Cross on Edelweiss" bezeichneten profilierten Zehn-Kilometer-Strecke durch die Spessartausläufer. 53 Sekunden betrug der Rückstand von Fischer in der "Top-5-Wertung" der schnellsten aufaddierten Wettbewerbe seit Anfang November, und so drückte er im vorletzten Wertungslauf gehörig aufs Tempo. "Er ist losgeschossen wie bei einem 3000-Meter-Rennen", schilderte Uli Steidl den Startabschnitt. Erst nach mehr als einem Kilometer vermochte der Oberrodenbach-Sieger seinen Vereinskameraden einzuholen, der es auf dem nachfolgenden Bergabstück wieder nicht im Windschatten aushielt, sondern gleich konterte. "Wir hatten dann nach drei Kilometern mit gehörigen Anstiegen eine Zwischenzeit von 10:10 Minuten - das war arg schnell", so Steidl, der als "alter Hase" das Tempo besser einzuschätzen vermochte und in der Folge Meter um Meter zwischen sich und den Konkurrenten legte. Mit 34:28 Minuten lief Uli Steidl auf dem matschigen Untergrund eine beachtliche Endzeit, und auch Karsten Fischer erfüllte mit 35:24 Minuten die eigenen Erwartungen, hatte er doch gegenüber seinem Streichresultat 56 Sekunden gut gemacht und so mit exakt drei Sekunden Vorsprung auf Lienhard Hersel die Gesamtführung übernommen.
In der Einzelwertung dominierten ebenfalls die Athleten des SSC Hanau das Geschehen. Hinter Steidl und Fischer folgten mit Jugendsieger Jakob Thöming (U18/36:25 Minuten), Simon Bertsch (2.M30/36:50 Minuten), Ingbert Reinke (1.M35/37:38 Minuten), Okubazgiher Teferi-Abai (38:24 Minuten) und Marius Abele (2.U18/38:26 Minuten) gleich fünf weitere Läufer unter den Top ten.
Die Frauenkonkurrenz entschied Nina Vabic für sich. Die Langenselbolderin legte im ersten Einsatz nach dem Ironman von Hawaii und nachfolgendem "Hänger" einen hoffnungsvollen Jahresauftakt hin. "Ich bin vorsichtig angegangen, weil ich nach den beiden Langdistanztriathlons 2015 körperlich und auch mental ziemlich platt war. Aber es hat sich gut angefühlt und ich hatte wieder richtig viel Spaß", erklärte Vabic, die in 41:03 Minuten vor der ebenfalls hoch zufriedenen Simone Blumör (Hanau/41:34 Minuten) und vor Trisha Steidl (Seattle/ 42:11 Minuten) ins Ziel stürmte und die typische Goldbacher "Edelweiss-Cross-Atmosphäre" lobte: "Die Stimmung hier ist bei jedem Wetter genial !" Gut gelaunt bewertete auch Simone Blumör ihren Einsatz. Hinter der diesmal nicht angetretenen Kerstin Bertsch (SSC) steht sie als Gesamtzweite der Serienwertung fest. "Es ist richtig locker gelaufen. Das hätte ich nicht erwartet", freute sie sich nach dem bislang zweitschnellsten Einsatz des Winters.

Wahl zum Sportler des Jahres

Jetzt mitstimmen, jede Stimme zählt: SSC-Läufer bei Sportler-des-Jahres-Wahl

Hanauer Anzeiger mit großem Wettbewerb / Endphase läuft bis 18.Januar
Bereits die Aufstellung zur Wahl der "Sportler des Jahres" durch den Hanauer Anzeiger gilt als Auszeichnung für die Nominierten. Zum wiederholten Mal mit dabei sind zwei Sportler des SSC Hanau-Rodenbach, der mit seinen Nachwuchsathleten bundesweit zu den ersten Adressen in der Laufszene zählt. Bei den Männern ist der 18-jährige Lukas Abele berücksichtigt worden, bei den Frauen ist es die 16-jährige Lisa Oed. Beide erreichten bei den Deutschen Meisterschaften ihrer Altersklassen im 1500-Meter-Lauf Edelmetall, wobei es für Lukas Abele Silber wurde und für Lisa Oed als Jahrgangsschnellste des Jahrgangs 1999 in 4:39,91 Minuten Bronze. Lukas Abele stellte mit 3:48,06 Minuten gar einen neuen Kreisrekord auf und unterbot die Qualifikationsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zur Jugend-Europameisterschaft. Beide gehören dem Nationalkader Lauf an.
Unter www.hanauer.de finden sich die Telefonnummern, mit denen für die beiden SSC-Athleten gestimmt werden kann, um sie im Vergleich mit den jeweils vier weiteren Kandidaten punktemäßig nach vorne zu bringen. Dabei zählt jeder Anruf (für 50 Cent) mit einer Stimme. 0137808401130 12 für Lukas Abele oder HA VOTE L als sms und 0137808401130 09 für Lisa oder HA VOTE I als sms lauten die Verbindungsdaten zur Registration.
Weiterhin steht der Wettbewerb Trainer des Jahres auf dem Programm. Mit mehr als 30 Hessentiteln, einem halben Dutzend Süddeutschen Meisterschaften, einem Deutschen Jugendmannschaftstitel, zwei deutschen Vizemeisterschaften und vier Bronzemedaillen in der Einzelwertung sowie zwei Qualifikanten zur Jugend-Europameisterschaft wurde Sascha Arndt als einziger Leichtathletik-Trainer aufgestellt. Seine Nummer lautet 0137808401130 01 oder HA VOTE A als sms - auch hier entstehen jeweils Kosten von 50 Cent. Der SSC Hanau-Rodenbach bedankt sich für die Unterstützung durch die Leser des Rodenbach-Kurier.

Neuzugang Jakob Thöming

Jakob Thöming verstärkt Top-Team

Alzenauer Nachwuchsläufer neu im SSC-Dress
2015 gewann der SSC Hanau-Rodenbach mit seiner U18-Mannschaft den Süddeutschen Titel im 3x1000-Meter-Staffellauf und holte Bronze bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften. Obwohl vom Erfolgs-Trio aus Altersgründen lediglich Julius Hild weiterhin in der U18 startberechtigt ist, machen sich die SSC-Athleten Hoffnungen auf weiteres Edelmetall in 2016. Garant dafür soll neben den aus der Schülerklasse aufgerückten Topläufern Marius Abele, Jonas Rapp und Thomas Ott (Jahrgang 2000) auch der neu im SSC-Trikot auflaufende Alzenauer Jakob Thöming sein. Die Leistungsbilanz des 17-jährigen Mittel- und Langstreckenläufers, der bislang für den TV Wasserlos startete, liest sich unspektakulär. Im 2000-Meter-Hindernislauf ist er in der zurückliegenden Saison mit 6:58,08 Minuten vermerkt, auf der 3000-Meter-Distanz brachte er gerade einmal 9:44,98 Minuten auf die Bahn - beide Zeiten reichten nicht zur Aufnahme in die Top30-Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Dennoch sieht SSC-Trainer Sascha Arndt in Jakob Thöming einen wichtigen Stützpfeiler im Kampf um hessische und deutsche Meisterehren, kam der ehrgeizige Gymnasiast doch in der Endphase der letztjährigen Saison zunehmend besser in Schwung. "Jakob hat sich bereits beim Fünf-Kilometer-Straßenlauf in Rodenbach Anfang Oktober mit 16:32 Minuten empfohlen und konnte dann beim Frankfurter Mini-Marathon lange in der Spitzengruppe mithalten. Die sich daran anschließenden Trainingseinheiten in der August-Schärttner-Halle vermittelten auch im Unterdistanzbereich eine neue Qualität des Leistungsvermögens. Ich gehe von einer deutlichen Steigerung der 3000-Meter-Zeit bei den nun anstehenden hessischen Hallenmeisterschaften aus", erklärte Arndt. Schon bei der Seligenstädter Winterlaufserie Mitte Dezember vermochte Jakob Thöming im Fünf-Kilometer-Waldlauf annähernd sein Straßenresultat von Rodenbach erreichen, obwohl der Kurs teilweise crossigen Charakter aufwies. In der Folge überzeugte der Alzenauer dann auch beim Oberrodenbacher Silvesterlauf über 5,2 Kilometer sowie bei seinem ersten Start für den SSC Hanau-Rodenbach bei der Goldbacher Winterlaufserie über zehn Kilometer. In beiden Rennen belegte er als Jugendsieger jeweils Rang drei der Gesamtwertung und bewies damit auch im Vergleich mit den erwachsenen Topläufern seine gute Form. Diese wird gegen die überaus starke Konkurrenz in Hessen nötig sein, um bei den Landesmeisterschaften in der Halle den Sprung aufs Treppchen zu vollziehen. Mit dem bereits unter 9:00 Minuten gelaufenen Joshua Becker (TV Rendel/8:57 Minuten), dem Deutschen Schülermeister Niklas Krämer (Wiesbadener LV/9:13 Minuten) und den SSC-Trainingskameraden Abele (9:14 Minuten), Hild (9:07 Minuten) und Rapp (9:21 Minuten) ist ein spannendes Rennen garantiert. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Crosslaufsaison. Gab es im Vorjahr bei der Deutschen Meisterschaft überraschend Bronze, könnte Anfang März mit dem Team um Jakob Thöming die Medaillenfarbe auch edler schimmern. Zwar wird vor allem die Konkurrenz der von Bundestrainer Pierre Ayadi vorbereiteten LG Olympia Dortmund und der übergreifenden LG Hamm/Kamen/Holzwickede zu beachten sein, "doch wenn unsere Athleten gesund antreten, sollten sie sehr gute Chancen nach ganz vorne besitzen", so Arndt, der sich im Langstreckenbereich zudem stets auf die taktische Finesse seiner Athleten verlassen konnte.

Suppenschüssel-Cross in Offenbach

Kerstin Bertsch mit Dreifachsieg

Kerstin Bertsch hat beim "Suppenschüssel-Cross" des Offenbacher LC mit einem Dreifachsieg für Furore gesorgt. Die 27-jährige Läuferin des SSC Hanau-Rodenbach setzte sich sowohl im 800-Meter-Crosssprint als auch über die ausdauerlastigen vier und acht Kilometer durch. Im Feld der Geschlagenen staunte Jugendhessenmeisterin Gina-Marielle Schürg (TV Rendel) über die Leistungsfähigkeit der zweifachen Mutter.
Die kommt nach ihrer Babypause und dem sich daran anschließenden behutsamen Trainingsaufbau jetzt immer besser in Schwung. Ihre Erfolge beim Oberrodenbacher Silvesterlauf und der Jügesheimer Winterlaufserie mit der Zehn-Kilometer-Bestmarke von 36:31 Minuten gaben zusätzlichen Rückenwind und so wagte Kerstin Bertsch zum Auftakt gleich den ungewohnten 800-Meter-Start. "Gegen die jungen Läuferinnen war es in diesem Wettbewerb am härtesten, ich musste alles geben", sagte die Langstreckenspezialistin nach ihrem Einsatz, den sie zudem mit einem Handicap bestritt. "Es war arg knapp mit meinem Nachwuchs heute Morgen, da sind die Spikes zuhause geblieben", so Bertsch, die auf dem kurvigen Wiesenparcours mit Straßenlaufschuhen antreten musste und dennoch den richtigen Abdruck fand. So gewann sie in 3:04 Minuten nach einem überzeugenden Temporennen vor Schürg (3:06 Minuten) und Franziska Kolb (TuS Aschaffenburg-Leider/3:12 Minuten).
Lockerer angehen lassen konnte es die Asics-Frontrunnerin dann im Vier-Kilometer-Wettbewerb, den sie nach 16:06 Minuten in trockene Tücher gebracht hatte. Rang zwei ging an die Triathletin Julia Ertmer (TV Bad Orb/16:39 Minuten). Im abschließenden Acht-Kilometer-Lauf ließ Kerstin Bertsch in 33:37 Minuten Alexandra Rechel (Darmstadt/34:36 Minuten) und Tine Holst (LG Eintracht Frankfurt/35:10 Minuten) hinter sich, ohne an die Leistungsgrenze zu gehen. "Auf den letzten Runden war die `Schüssel` derart rutschig, dass ich ohne Spikes sehr vorsichtig laufen musste, aber da hatte ich schon einen ausreichenden Vorsprung", schilderte sie die Endphase ihres dreifachen Laufeinsatzes.
Bei den Männern schaffte Maximilian Ostermeier den Sprung aufs Treppchen. Der Lehramtsstudent absolvierte die vier Kilometer in 15:24 Minuten und wurde damit Gesamtdritter. Sein SSC-Vereinskamerad Frank Seidel belegte in 17:01 Minuten Rang vier in der Klasse M50, Angela Schick gewann die Jugend U18 in 23:56 Minuten.
Eine klare Dominanz des SSC Hanau-Rodenbach gab es im Schülerlauf über zwei Kilometer. Karl Wandukwa holte in 8:21 Minuten den Gesamtsieg vor U14-Sieger Attila Has (8:50 Minuten), Mahmoud Gassem (2.U16/8:58 Minuten) und Robin Petzold (2.U14/9:02 Minuten). Drei SSC-Athletinnen führten den weiblichen Nachwuchs an. Hier lag Clara Uherek (1.U16) mit 9:34 Minuten in Front vor ihrer Schwester Johanna (1.U14/9:44 Minuten) und Nessrien Amerschläger (2.U16/9:47 Minuten). Hinter Melissa Bensing (3.U16/10:21 Minuten) und Gina Glaub (4.U16/10:23 Minuten) gewann Vanessa Mikitenko in 10:42 Minuten die weibliche U12 vor Antonia Oppermann (ebenfalls SSC/11:05 Minuten). Lediglich 800 Meter standen für die U10 auf dem Programm. Alicia Oppermann machte es in 4:28 Minuten gegenüber 4:30 Minuten von Hanan Gassem spannend. Bei den Jungen gewann Elias Has in 4:54 Minuten.

Frankfurter Silvesterlauf

Sasha Müller siegt mit Topzeit

Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) hat den Frankfurter Silvesterlauf der Schüler U16 souverän für sich entschieden. Der 14-jährige Hanauer spulte die nach IAAF-Regeln vermessenen vier Kilometer in der neuen Streckenbestzeit von 12:43 Minuten ab und stellte damit einmal mehr seine bundesweite Ausnahmestellung, die in der Deutschen Jahresbestenliste 2015 mit zwei ersten Plätzen im Langstreckenbereich Niederschlag gefunden hatte, unter Beweis. Der Kilometerschnitt von 3:11 Minuten reichte dabei bereits wieder in das Zeitfenster des von ihm aufgestellten hessischen Rekords im Fünf-Kilometer-Straßenlauf (15:52 Minuten), obwohl er in den zurückliegenden Wochen keine intensiven Trainingseinheiten absolviert hatte.
Rang zwei ging an seinen Vereinskameraden Max Grabosch. Der M13-Läufer bezwang in 13:45 Minuten den zwei Jahre älteren Anthony Hildebrand (13:50 Minuten) und lag sie in seiner Altersklasse mehr als eine Minute vor Robin Schüßler (TV Trebur/15:06 Minuten). Nicht ganz so gut ins Rennen fanden Karl Wandukwa mit 15:47 Minuten und Jan Reifenberger (beide SSC/15:53 Minuten). Maximilian Hamburger belegte mit 16:11 Minuten Rang vier der M13. Die Mannschaftswertung entschied der SSC Hanau-Rodenbach in der Besetzung Müller, Grabosch und Wandukwa mit 42:15 Minuten deutlich vor der SG Frankfurt-Nied (47:57 Minuten) und fünf weiteren Teams für sich.
Im Zwei-Kilometer-Schülerlauf erreichte Anne Grabosch mit 9:06 Minuten den zweiten Platz in der Klasse W08.

Jügesheimer Winterlaufserie

Kerstin Bertsch zum Jahresauftakt mit Topleistung in Jügesheim

Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) läuft von einem Erfolg zum nächsten. Lediglich zwei Tage nach ihrem Sieg beim Oberrodenbacher Silvesterlauf ließ sie im Zehn-Kilometer-Wettbewerb der Jügesheimer Winterlaufserie den ersten Platz bei den Frauen folgen. Mit 36:31 Minuten absolvierte sie den Auftaktlauf des Jahres 2016 deutlich schneller als ihre beiden Verfolgerinnen Christina Walloch (TV Waldstraße Wiesbaden/37:28 Minuten) und Veronika Ullrich (TSG Ehingen/38:22 Minuten). "Ich hatte endlich einmal neun Stunden Schlaf am Stück und damit auch lockere Beine", erklärte die zweifache Mutter eine wichtige Erfolgsgrundlage. Bereits zur Halbzeit lag sie mit 18:05 Minuten "auf Kurs", und hielt trotz zunehmend rutschiger Passagen das Tempo weiterhin hoch. "Jetzt starte ich auch optimistisch bei den Hessischen Hallenmeisterschaften", so Bertsch, die ihr letztes Bahnrennen exakt vor zwei Jahren bei den Landesmeisterschaften in Hanau als hessische Vizemeisterin beendet hatte.
Auf dem sechsten Platz der Jügesheimer Gesamtwertung folgte Claudia Pusch (SSC) in 41:44 Minuten. Hilke Bertschy-Abele (45:44 Minuten) belegte Rang zwei in der W50. Der U16-Erfolg ging an Clara Uherek (SSC) in 44:41 Minuten, die Juniorinnen gewann Tatjana Rauhut in 49:53 Minuten, während Annette Straub mit 50:43 Minuten Dritte der W55 wurde.
Bei den Männern verzichteten die Läufer des SSC größtenteils auf den Einsatz. So war Jonas Rapp bei seinem siegreichen U18-Jugenddebüt in 38:01 Minuten gleichzeitig schnellster Hanauer aller Klassen. Immer besser in Form kommt Schülersieger Karl Wandukwa, der sich auf 38:27 Minuten steigerte. Der Niederrodenbacher Frank Seidel (4.M50) verfehlte mit 40:02 Minuten knapp die 40-Minuten-Marke. Jens Oppermann lief 44:45 Minuten, und Arnold Wiesenäcker belegte in der M65 mit 52:49 Minuten den vierten Platz.

Oberrodenbacher Silvesterlauf II

Sportlicher Jahresausklang mit Streckenrekord

Top-Besetzung übertrifft Konkurrenz-Veranstaltung in Frankfurt
Mit großer Konkurrenz durch die zeitgleich ausgerichteten Veranstaltungen in Frankfurt und Griesheim ging der Oberrodenbacher Silvesterlauf in die 41.Auflage. Zwar fanden letztlich - auch bedingt durch den Regen - mit 417 Teilnehmern nicht ganz so viele Laufbegeisterte wie erhofft den Weg zum TV Oberrodenbach, doch hinsichtlich der Laufprominenz stellte der TVO die Wettbewerbe von Frankfurt und Griesheim locker in den Schatten. So schnürten neben Uli Steidl, Marathon-WM-Teilnehmer von 2007, Boston-Masters-Sieger und Berglauf-Langdistanz-WM-Teilnehmer 2015, auch der fünffache Deutsche Seniorenmeister M35 Thomas Seibert, Streckenrekordhalter Jörn Harland, der frühere Senioren-Berglauf-Weltmeister Dr.Stefan Hinze, die mehrfache Hessenmeisterin Kerstin Straub sowie die Nationalkaderathleten Lukas Abele (U20), Lisa Oed (U18) und Marius Abele (U16) die Laufschuhe.
Sie alle traten im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach an, der mit 73 Startern der bei weitem teilnehmerstärkste Verein war und zudem die Wettkämpfe dominierte. "Ohne euch brauchten wir die Schülerläufe gar nicht auszurichten", bedankte sich Veranstaltungsleiter Michael Marquardt beim SSC, der alleine in den Nachwuchswettbewerben mit mehr als 30 Teilnehmern das Gros der Athleten stellte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Uli Steidl. Drei Tage zuvor aus seiner Wahlheimat Seattle/USA eingereist, ließ der seit 1990 im DLV-Nationaltrikot eingesetzte 43-Jährige keinen Zweifel an der immer noch vorhandenen Leistungsstärke. Nach 18:02,0 Minuten hatte Steidl im 5,4-Kilometer-Wettbewerb den Streckenrekord seines Vereinskameraden Lienhard Hersel (18:13,5 Minuten/2006) um elf Sekunden unterboten und dabei auch den 25 Jahre jüngeren Lukas Abele, Kreisrekordhalter und DLV-C-Kadermittelstreckler, klar hinter sich gelassen.
Der Deutsche Jugendvizemeister nahm Rang zwei gelassen, obwohl er im Vorfeld durchaus mit dem Gesamtsieg geliebäugelt hatte. "Aber wenn Uli am Start ist, habe ich natürlich keine Chance", erkannte Abele. Denn auch wenn der in den USA lebende Steidl im Vorfeld bei seinem Trainingspensum keinerlei Rücksicht auf die Starts in Oberrodenbach genommen hatte und sicher noch den "Jetlag" verspürte, hat der Boston-Marathonsieger (Masterklasse Senioren M40) von 2014 mit einem Leistungsvermögen von 2:19:48 Stunden stets die nötige Grundlage, um den Nachwuchs auf der profilierten Waldrunde in die Schranken zu weisen. Immerhin hielt Lukas Abele bis zur Streckenhälfte mit und musste den erfahrenen Vereinskameraden erst nach dem langgezogenen Zehn-Prozent-Anstieg hinauf zur "Dicken Tanne" ziehen lassen.
"Der Sieg war weg, aber ich wollte noch in Richtung des bisherigen Streckenrekords laufen", so Abele, der dieses Vorhaben mit 18:15,1 Minuten auf zwei Sekunden genau schaffte. Angesichts der nachgewiesenen Ausdauer-Grundlage kann der Mittelstreckenspezialist und Deutsche 1500-Meter-Vizemeister U20 nun optimistisch ins anstehende zweiwöchige Portugal-Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) als Vorbereitung auf die Hallensaison reisen.
Gut lief es ebenfalls für Kerstin Straub-Bertsch. Die mehrfache Hessenmeisterin setzte sich in 20:33,2 Minuten gegenüber U18-Siegerin Lisa Oed (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach/20:57,4 Minuten) und Trisha Steidl (Seattle Running Club/USA/22:05,1 Minuten) durch. "Ich wollte hier Spaß haben, und das hat geklappt", erklärte Straub-Bertsch nach ihrem Erfolg, bei dem sie als Zehnte des Gesamteinlaufs unter 155 Teilnehmern auch den Großteil des "starken Geschlechts" hinter sich lassen konnte. Ihre Überlegenheit anerkennen musste auch die Süddeutsche U18-Meisterin Lisa Oed (SSC/20:57,4 Minuten). Rang drei ging an Trisha Steidl vom Seattle Running Club / USA in 22:05,1 Minuten.
Eine Klasse für sich war einmal mehr Norbert Gündling aus Nidda. Der 75-Jährige platzierte sich mit 29:38,8 Minuten exakt im Mittelfeld (Rang 78), war aber in seiner Seniorenklasse als ältester Teilnehmer des Laufs konkurrenzlos. "Ich stamme aus Michelbach bei Alzenau und bin als Jugendlicher viel hier im Wald unterwegs gewesen. So hat es Tradition, dass ich hier meinen sportlichen Jahresabschluss mit Freunden und alten Bekannten feiere", sagte Gündling. Gar an die 10,2-Kilometer-Distanz wagte sich der 78-jährige Gerhard Dönges vom LLT Wallernhausen. 1:16:07,6 Stunden benötigte der älteste Teilnehmer der Veranstaltung bei seinem M75-Klassenerfolg, womit er das 199 Teilnehmer starke Feld beschloss. Als überzeugender M70-Sieger absolvierte Mustafa Erdogan vom Lauftreff Hanau/ Bruchköbel mit der Zeit von 57:14,3 Minuten.
Seibert bezwingt Steidl über 10,2 Kilometer
An der Spitze des Hauptlaufs ging es trotz der familiären Stimmung zum Jahresausklang kräftig "zur Sache". Denn nach Rang zwei im Vorjahr sollte nun der Sieg für Thomas Seibert vom SSC Hanau-Rodenbach her. Doch dem Deutschen M35-Crossmeister stellte sich nicht nur sein neuer Vereinskamerad Jörn Harland, Streckenrekordhalter seit 2009, in den Weg. Hinzu kam der zweite Tagesstart von Uli Steidl, und so blieb Seibert nur die Flucht nach vorn. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich, denn der schon geleistete Streckenrekordlauf von Uli Steidl hatte diesen dann doch "einige Körner" gekostet, so dass sich Seibert drei Kilometer vor dem Ziel an der anspruchsvollen Bergauf-Passage absetzen und mit 34:21,9 Minuten vor Steidl (34:33,4 Minuten) und Harland (34:45,7 Minuten) gewinnen konnte. "Das war eine enge Kiste, ich musste bis zum Schluss Druck machen, um Uli und Jörn hinter mir zu lassen", attestierte er der Konkurrenz Stehvermögen. Für den Gymnasiallehrer steht nun die weitere Vorbereitung auf die Deutschen Crosslaufmeisterschaften Anfang März im Mittelpunkt, wo er sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung als Titelverteidiger der M35 antritt. Ganz stark auch die Leistung von Dr.Stefan Hinze (SSC), dessen M50-Erfolg in 36:33,1 Minuten das Hanau-Rodenbacher Siegerquartett komplettierte. Auf Rang eins der Jugend zeigte Triathlet Jan Erik Künne vom TV Windecken als Gesamtsechster in 38:22,2 Minuten Potenzial. Philipp Ahne (SSC) belegte in 41:54,8 Minuten den dritten Platz der U18.
Bei den Frauen setzte sich Trisha Steidl in 42:50,8 Minuten mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf Antje Rothweil (Hohe Landesschule Hanau/ 48:22,5 Minuten) durch. Wie auch ihr Ehemann bereitet sich Trisha Steidl auf einen Frühjahrsmarathon vor und hatte auf der profilierten Strecke keine Probleme. "Ich trainiere bis zu 100 Kilometer pro Woche, davon vieles im alpinen Gelände", schilderte die Lauf-Trainerin der Universität Seattle ihren aktuellen Trainingsaufwand. Katja Millers-Pflüger (Optimum Tria-Team Bruchköbel) belegte in 52:30,9 Minuten Rang zwei in der W40, Linda Fugmann aus Rodenbach erreichte den Silberrang mit 54:05,1 Minuten in der Klasse W30, und die älteste Teilnehmerin war Rosemarie Kalbfleisch vom LT Ski-Club Breitenborn in 1:06:09,2 Stunden.
Schnelle Schülerläufe
Im Schülerlauf über 2,5 Kilometer diktierte Marius Abele von Beginn an das Renngeschehen. Schließlich setzte sich der Dritte der Deutschen Schülermeisterschaften M15 mit 8:17,3 Minuten vor seinem Landeskaderkollegen Jonas Rapp (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach/8:29,6 Minuten) durch. Elena Taubel (W12) gewann überraschend die Gesamtwertung in 10:10,2 Minuten vor Nessrien Amerschläger (1.W13/10:35,9 Minuten) und Selma Celikkol (1.W15/10:50,3 Minuten). Im 1875-Meter-Lauf der Schüler U12 dominierten Attila Has (1.M11/7:11,8 Minuten), Tom Zukrowski (1.M10/7:21,0 Minuten), Vanessa Mikitenko (1.W10/8:11,5 Minuten) und Antonia Oppermann (2.W10/8:13,9 Minuten). Über 1250 Meter der Klassen U10 siegten Tristan Kaufhold (1.M09/4:47,8 Minuten), David Werner (LAZ Gießen/1.M09/5:05,2 Minuten), Carla Taubel (1.W09/5:16,6 Minuten) sowie Annalena Hamburger (alle SSC/1.W08/5:35,4 Minuten).
Begonnen hatte der Silvesterlauf mit dem Überraschungssieg von Alicia Oppermann. Die Siebenjährige durcheilte die 625 Meter in 2:35,8 Minuten und damit schneller als ihre gleichaltrigen männlichen Mitstreiter Fynn Alfsmann (2:38,6 Minuten) und Patrice Schwalm (alle SSC/2:39,6 Minuten). In der M06 holte sich Bastian Kaufhold (2:41,2 Minuten) den Siegerpreis ab, und auch Sarah Wolf (1.W06/3:05,8 Minuten) und Katharina Nesselträger (2.W06/3:20,7 Minuten) wurden bei der Siegerehrung bedacht. Die jüngsten Teilnehmer waren die vierjährigen Taylor Braun (Langenselbold), Maximilian Oettle (TV Oberrodenbach), Omar Gassem (SSC) und der dreijährige Ferdinand Nesselträger.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte Veranstaltungsleiter Michael Marquardt auf den gelungenen Silvesterlauf. "Bis wenige Stunden vor dem Start war die bestens präparierte Strecke trocken, und dann fing es an zu regnen. Das ist Pech und kostete uns einige Starter. So hatten wir mit 417 Teilnehmern quantitativ gutes Mittelmaß, qualitativ aber absolutes Topniveau beim - und nun sind es noch 366 Tage bis zur 42.Auflage, keep on running, wir sehen uns", erklärte der TVO-Macher nach dem sportlichen Jahresabschluss.

Oberrodenbacher Silvesterlauf I

Überraschungssieger aus den USA

Ehepaar Steidl gewinnt Silvesterlauf / Seibert und Bertsch ebenfalls top
Beim 41.Oberrodenbacher Silvesterlauf stand nicht das Duell zwischen Streckenrekordhalter Jörn Harland und dem Deutschen Seniorencrosslaufmeister Thomas Seibert (beide vom SSC Hanau-Rodenbach) im Mittelpunkt, sondern der Auftritt des wenige Tage zuvor aus den USA eingereisten Ehepaars Steidl. Trisha und Uli Steidl traten sowohl im 5,2-Kilometer-Wettbewerb als auch im 10,2-Kilometer-Hauptlauf an und errangen zwei Gesamtsiege. Dabei verbesserte der für den SSC Hanau-Rodenbach startende frühere Marathon-WM-Teilnehmer Uli Steidl über 5,2 Kilometer mit 18:02,0 Minuten den Streckenrekord seines Vereinskameraden Lienhard Hersel um mehr als zehn Sekunden. Auf der kurz darauf gestarteten Langstrecke musste er sich in 34:33 Minuten allerdings Thomas Seibert (34:21 Minuten) geschlagen geben. Top in Form präsentierte sich ebenfalls Ehefrau Trisha (Seattle Running Club), die die 10,2 Kilometer in 42:51 Minuten mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf Antje Rothweil (Hohe Landesschule Hanau) für sich entschied, nachdem sie bereits über 5,2 Kilometer Rang drei hinter Kerstin Straub-Bertsch (20:33,2 Minuten) und Lisa Oed (20:57,4 Minuten/ beide SSC) belegt hatte. Die schnellsten Schüler kamen mit Elena Taubel und Marius Abele ebenfalls vom SSC, der mit 34 Schülern den Großteil der Starter in den Nachwuchswettbewerben stellte. Insgesamt nahmen 418 Teilnehmer zwischen drei und 75 Jahren in sechs Wettbewerben an der von Bürgermeister Klaus Schejna und Landrat a.D. Karl Eyerkaufer gestarteten Traditionsveranstaltung des TV Oberrodenbach teil.

Vorschau: Oberrodenbacher Silvesterlauf

Sportliches Muss zum Jahresende

41.Oberrodenbacher Silvesterlauf für Jung und Alt
Alle Jahre wieder ruft der TV Oberrodenbach zum sportlichen Jahresabschluss beim traditionellen Silvesterlauf. Am letzten Tag des Jahres geht die Veranstaltung mit Start und Ziel am Ende der Oberrodenbacher Bergstraße bereits zum 41.Mal über die Bühne, und auch heuer wird für jede Altersgruppe etwas geboten. Um 11.30 Uhr eröffnet der Bambini-Lauf für die Schüler ab fünf Jahren über eine Waldrunde von 625 Metern die Wettbewerbe, ehe dann die Schüler U10 (1.250 Meter - Jahrgänge 2006/2007), die Schüler U12 (1.850 Meter - Jahrgänge 2004/2005) sowie die Schüler U16 der Jahrgänge 2003/ 2002 und 2001/2000) über 2.500 Meter antreten. Mit am Start der Schülerwettkämpfe sind zahlreiche hessische Spitzenläufer des SSC Hanau-Rodenbach, von denen Marius Abele, Dritter der Deutschen M15-Meisterschaften als DLV-Medaillengewinner der prominenteste Nachwuchsläufer ist.
Nach dem Nachwuchs kommen die Jugendlichen und Erwachsenen zum Zug. Um 13.00 Uhr startet zunächst der 5,2-Kilometer-Lauf, ehe um 14.00 Uhr der Hauptlauf über 10,2 Kilometer als große Abschlussveranstaltung folgt.
Trotz der großen städtischen Konkurrenz durch den parallel stattfindenden Frankfurter Silvesterlauf rechnet das Veranstalterteam des TV Oberrodenbach um Michael Marquardt mit insgesamt mehreren hundert Teilnehmern, hat der Silvesterlauf doch vor allem im Breitensportbereich seine aus ganz Hessen anreisenden Liebhaber. Ob es nun die Lagerfeueratmosphäre, die abwechslungsreiche Waldstrecke oder die Herausforderung am zehnprozentigen Anstieg des Käfernbergs ist - in Oberrodenbach kommt jeder Teilnehmer auf seine Kosten.
Zu den Topstartern auf der Langstrecke zählt Thomas Seibert vom SSC Hanau-Rodenbach. Alleine in diesem Jahr gingen fünf Deutsche Seniorenmeistertitel in der Klasse M35 auf sein Konto, darunter vier Mannschaftserfolge sowie der Einzelsieg im Crosslauf. Die Geländetauglichkeit des leichtgewichtigen Gymnasiallehrers sollte auch bei der 41.Auflage des Silvesterlaufs ein gehöriges Plus gegenüber der Konkurrenz darstellen, fordert die profilierte Strecke doch Kraft und Körperbeherrschung gleichermaßen. Einen Strich durch die Rechnung machen könnte ihm sein Laufkamerad Jörn Harland, der sich mit seinem Sieg 2009 als Streckenrekordhalter mit 33:05 Minuten noch vor Seibert (33:16 Minuten) geschoben hatte. Aktuell lief Thomas Seibert beim Darmstadt-Cross einige Sekunden schneller als der Lehramtsstudent, so dass Spannung garantiert ist.
Bei den Frauen ist mit Kerstin Straub-Bertsch ebenfalls eine mehrfache Oberrodenbach-Siegerin vertreten. Bereits als Jugendliche heimste sie Erfolge an der Bergstraße an und kann nach ihrem Sieg bei der ebenfalls profilierten Goldbacher Winterlaufserie sowie der aktuell erzielten Zehn-Kilometer-Topzeit (36:35 Minuten) von Jügesheim aus dem Vollen schöpfen. Bei den Wettbewerben über 5,2 und 10,2 Kilometer sind Pokale für die Gesamtsieger sowie attraktive Preise für die Erst- bis Drittplatzierten ausgeschrieben.
Anmeldungen sind bis zum 28.Meldungen bei Michael Marquardt, Barbarossa-Straße 21, 63517 Rodenbach oder unter www.volkslauf.de möglich. Anschließend dann nur noch am Veranstaltungstag bis 45 Minuten vor Start eines jeden Laufes gegen Aufpreis, jedoch nur im Clubheim an der Südhanghalle. Dort werden auch die Startunterlagen ausgegeben und die Siegerehrungen durchgeführt. Umkleiden und Duschen befinden sich ebenfalls in der Südhanghalle in etwa 300 Meter Entfernung zum Start. Parkmöglichkeiten gibt es an der Südhanghalle und in den angrenzenden Straßen. Für Bewirtung sorgen die Rodenbacher Pfadfinder an der Strecke sowie der TVO im Vereinsheim.
Einen detaillierten Zeitplan und weitere Informationen sind auf der Homepage des Turnverein Oberrodenbach (www.turnverein-oberrodenbach.de) hinterlegt.

Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach

SSC Hanau-Rodenbach mit neuem Vorsitz

Harry Arndt Ehrenvorsitzender / Sascha Arndt führt den Verein
Bei der Jahreshauptversammlung des SSC Hanau-Rodenbach wählten die Mitglieder Sascha Arndt zum neuen Vorsitzenden. Der 48-jährige Rodenbacher trat damit die Nachfolge seines Vaters Harry Arndt an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Ebenso einstimmig wie die Entscheidung für den "Junior" als Nachfolger fiel auch die Wahl von Harry Arndt zum Ehrenvorsitzenden aus. Der Grundschullehrer hatte 1975 die Gründung des Schul-Sport-Clubs SSC Gebeschusschule Hanau initiiert und führte seit 1977 offiziell die Geschicke des Vereins als Erster Vorsitzender.
Entsprechend deutlich wurde bei der Jahreshauptversammlung im Rodenbacher Bürgerhaus: 40 Jahre SSC Hanau-Rodenbach sind gleichbedeutend mit 40 Jahren Prägung durch Harry Arndt. Das Augenmerk des begeisterten Läufers und Vollblut-Pädagogen lag stets auf der Förderung der Nachwuchssportler, anfangs vorrangig auf die verschiedenen Nationalitäten an der Gebeschusschule bezogen. So hatte er mit dem Vorstand in der Satzung des Vereins den Passus der "Integration ausländischer Schüler und Jugendlicher" schon weit vor der aktuellen Einwanderungsdebatte festgeschrieben. In Projekten wie mehrtägigen und mehrwöchigen Freundschaftsläufen und Stafetten durch Hessen, Deutschland und sogar Europa ebenso umgesetzt wie im leistungssportlichen Wettkampfbetrieb mit der Einbindung von Sportlern aus mehr als einem Dutzend Nationen, hatte Harry Arndt seine Vorstellung des "gemeinsam sind wir stärker" in ganz unterschiedlichen Aktionsfeldern verwirklichen können. Honoriert wurde dies durch die Verleihung zahlreicher Auszeichnungen bis hin zum Bundesverdienstkreuz, das er für sein soziales Engagement im Sport erhielt.
Der im Amt bestätigte Zweite Vorsitzende Dr. Michael Schrodt begründete den Antrag auf den SSC-Ehrenvorsitz für Harry Arndt dann auch mit "Dankbarkeit und Anerkennung seiner Leistungen für den SSC Hanau-Rodenbach als Vorsitzender, Trainer und Organisationsleiter für alle sportlichen und sportlich-kulturellen Veranstaltungen…, so dass aus einem kleinen Schulverein, der 1978 seinen ersten hessischen Mannschaftsplatz errang, bereits in den achtziger Jahren und andauernd bis heute einer der bekanntesten deutschen Laufvereine geworden ist." Professor Dr. Martin Engelhardt, Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) und SSC-Mitglied seit 1985, würdigte Harry Arndt als einen Vertreter des "altmodischen" Menschen, der von Anfang an ein Ziel ins Auge gefasst hat und dies bis zum Erreichen mit aller notwendigen Beharrlichkeit und Ausdauer verfolgt, auch wenn es dabei zahlreiche Hindernisse zu überwinden und immer neue gruppendynamische Prozesse zum Wohl der Gemeinschaft zu initiieren gilt . "Das mag der jüngeren Generation heute vielleicht etwas fremd sein, aber es muss auch ihr wichtig werden, sozial zusammen zu stehen und Verantwortung mit dem Blick auf das Ganze zu übernehmen", so Engelhardt.
Diesbezüglich verfügt der SSC Hanau-Rodenbach über eine eingeschworene Gemeinschaft, so dass alle Vereinsämter besetzt werden konnten. Einstimmig gewählt wurden Dr. Michael Schrodt (Zweiter Vorsitzender Leistungssport), Ilona Wolf (Zweite Vorsitzende Breitensport), Carsten Arndt (Schatzmeister und Statistiker), Sabine Becker (Schriftführer), Michael Abele (Sportwart), Lukas Abele (Jugendwart), Mohamed Gassem (Schülerwart und Veranstaltungswart), Anja Oed (Frauenwart), Hilke Bertschy-Abele (Seniorensportwart), Frauke Tschiltschke (Aktivensprecher), Lienhard Hersel (Kassenprüfer). Weiterhin ehrenamtliche Geschäftsführerin ist Sigrid Arndt.
Entsprechend optimistisch blickte Sascha Arndt bei seinem Amtsantritt in die Zukunft. "Wir sind sowohl von der sportlichen Leistungsfähigkeit mit insgesamt mehr als 75 deutschen sowie 750 hessischen Titeln in unserer Vereinsgeschichte als auch von der aktuellen personellen Besetzung bestens aufgestellt. Wenn wir uns weiterhin der Tradition des SSC als Verein mit der Arbeit von Sportlern für Sportler verpflichtet sehen, dann werden wir auch zukünftig auf höchstem Niveau sportlich und organisatorisch aktiv sein", so Arndt. Für 2016 stehen die Unterstützung der hessischen Hallenmeisterschaften am 22./23.Januar in Hanau, die Ausrichtung der 16.Offenen Hanauer Meisterschaften für Schüler und Jugend im 1000-Meter-Lauf in Wilhelmsbad am 19.Mai sowie die Organisation der elften Offenen Hanauer Meisterschaften und Kreismeisterschaften im Fünf-Kilometer-Straßenlauf am 10.September an. Sportliche Highlights für die Laufspezialisten sind die Teilnahmen an insgesamt elf Deutschen Meisterschaften für verschiedene Altersklassen und Disziplinen, in denen SSC-Athleten nach mehr als einem Dutzend Podestplatzierungen im Vorjahr wiederum mit zahlreichen Medaillenchancen antreten werden.

Seligenstädter Winterlaufserie

Seibert knapp geschlagen

"Anstrengend und spaßig" bei Seligenstädter Winterlaufserie
"Es ist richtig anstrengend, aber es macht Spaß !", kommentierte Thomas Seibert (SSC Hanau-Rodenbach) noch während des Wettkampfes seinen Einsatz beim zweiten Durchgang der Seligenstädter Winterlaufserie. Im Zehn-Kilometer-Wettbewerb lag er zu diesem Zeitpunkt nach zwei Dritteln der Distanz wenige Meter hinter Holger Freudenberger (TSG Heilbronn), der sein Tempo unbeirrt durchzog und den Lauf schließlich in 33:25 Minuten gewann.
Seibert folgte in 33:38 Minuten und gewann dem Rennausgang nur Positives ab. "Ich war zehn Tage lang erkältet und konnte kaum trainieren, so dass es heute ein gelungener Wiedereinstieg war. Das lässt für den Oberrodenbacher Silvesterlauf hoffen. Dort wird zwar mehr Konkurrenz am Start sein, aber ich habe noch ein paar Tage zum Formaufbau", erklärte der Deutsche M35-Senioren-Crossmeister. Seine Querfeldeintauglichkeit musste er auf teils matschigen Wegen ebenso unter Beweis stellen wie Lukas Abele. Der Mittelstreckenspezialist entschied die Jugendwertung in 34:48 Minuten für sich, "obwohl meine Schultern und Waden richtig dicht sind." Ein Kadertraining am Vortag hatte sich in handfestem Muskelkater manifestiert, aber keinen Einfluss auf den Sieg vor Marc Bunzendahl (LG Altenstadt/35:52 Minuten).
Während sich Ingbert Reinke (3.M35) in 36:05 Minuten heuer etwas schwerer tat als bei seinem Auftaktsieg im November, lief Marius Abele mit 36:35 Minuten leichtfüßig auf Rang eins der Schülerklasse. Einen Podestplatz sicherte sich Peter Halama vom Ruderclub Möve Großauheim. Er blieb in 40:59 Minuten gerade noch unter der 41-Minuten-Marke und belegte Rang zwei in der M50.
Bei den Frauen entschied Petra Weber-Göbig den spannenden Zweikampf in der W50 für sich. Mit der Endzeit von 44:50 Minuten nahm sie Ute Kleber-Schad (ESSC Offenbach/44:54 Minuten) 15 Meter ab und holte einen Klassensieg für den Lauftreff Hanau-Bruchköbel. Die W55 ging an Annette Straub (SSC/51:44 Minuten).
Auf der Fünf-Kilometer-Strecke bestaunten die Zuschauer den neuen Streckenrekord von Aaron Bienenfeld (LG Offenbach). Mit 15:41 Minuten überflügelte er den bisher Schnellsten Matthias Müller (SSC Hanau-Rodenbach/2011) um neun Sekunden. Im Verfolgerfeld zeichnete sich Markus Riefer (SSC/1.M45) auf Rang eins der M45 und schnellster Athlet des Sportkreises Hanau aus. Jonas Rapp (2.M15/19:19 Minuten), Frank Seidel (2.M50/19:32 Minuten), Peter Trunk (5.M45/20:18 Minuten) und Evan Habtemichel (3.M14/20:21 Minuten) liefen ebenso im SSC-Trikot wie die Frauengesamtsiegerin Claudia Pusch. Die gebürtige Niederrodenbacherin gewann in 20:23 Minuten und freute sich im Ziel mit der zweitplatzierten Clara Uherek, die den SSC-Doppelsieg perfekt machte. Lediglich 20:44 Minuten war die 13-Jährige unterwegs, nachdem sie zum Auftakt des Wettkampftages bereits den 1000-Meter-Schülerinnenlauf in beachtlichen 3:34 Minuten für sich entschieden hatte.
Bei den Jungen ging der 1000-Meter-Gesamtsieg ebenfalls an einen SSC-Athleten. Karl Wandukwa (1.M14) führte die mit sieben Läufern in Front liegende SSC-Phalanx mit 3:10 Minuten an. Die Spurtentscheidung um Platz zwei dominierte Marius Hofmann (M15) in 3:25 Minuten vor Mahmoud Gassem (3:27 Minuten/M14), ehe dann Clara Uherek als schnellste Schülerin folgte. Die jüngeren Jahrgänge gewannen Tom Zukrowski (1.M10/3:43 Minuten) und Tristan Kaufhold (1.M09/3:45 Minuten) mit schnellen Laufzeiten. Weitere Klassensiege feierten Melissa Bensing (1.W14/3:51 Minuten), Carla Taubel (1.W09/4:07 Minuten), Anni Heyna (1.W10/4:10 Minuten) vor Vanessa Mikitenko (2.W10/4:12 Minuten), Lara Grünewald (1.W08/4:25 Minuten), Alicia Oppermann (1.W07/ 4:40 Minuten) vor der zeitgleichen Hanan Gassem, Pascale Reichwein (TGS/1.M06/5:22 Minuten) und Sarah Wolf (1.W06/5:33 Minuten).

Neuzugang Jörn Harland

Brüder-Grimm-Lauf-Sieger verstärkt SSC-Team

Langstreckler Jörn Harland wechselt vom PSV GW Kassel
Fünf Deutsche Meistertitel in der Seniorenklasse M30/ M35 haben die Männer des SSC Hanau-Rodenbach um Topläufer Thomas Seibert in der zurückliegenden Saison gewonnen. Für 2016 vermelden sie nun den Zugang von Jörn Harland, der als zweifacher Brüder-Grimm-Lauf 2009 und 2014 sowie als Deutscher Halbmarathon-Mannschaftsmeister 2009 seine größten Erfolge feierte.
Der 34-jährige Verwaltungsfachwirt befindet sich aktuell in der Endphase seines Lehramtsstudiums, das ihn aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Nordhessen führte. Nun folgt die Rückkehr in die Heimat, "und dann bietet sich auch der sportliche Wechsel an", so Harland. Lose Kontakte zum SSC Hanau-Rodenbach gab es bereits seit Jahren durch die freundschaftliche Konkurrenz zu Thomas Seibert, mit dem er vereinzelt im Büdinger Schlosspark trainierte und dem er 2009 den Streckenrekord beim Oberrodenbacher Silvesterlauf abjagte.
"Ich bin 2007 in Topform auf einer trockenen 10,2-Kilometer-Strecke in Oberrodenbach 33:14 Minuten gelaufen, Jörn hat dann zwei Jahre später bei Matsch und schwierigen Bedingungen 33:05 Minuten nachgelegt. Wie er das gemacht hat, ist mir noch heute ein Rätsel", zollt Seibert seinem neuen Teamgefährten Respekt. Den hat er sich auch wegen seiner weiteren hochkarätigen Leistungen verdient: Die Halbmarathonbestzeit steht bei 1:07:52 Stunden, auf der gleichen Distanz schaffte er den Sprung in die Deutsche Meistermannschaft der Männer. Ebenfalls 2009 gewann er den Brüder-Grimm-Lauf in der immer noch gültigen Streckenrekordzeit von 4:29:50 Stunden, und er verbesserte sich im 10000-Meter-Bahnlauf auf 31:27,1 Minuten.
Auch wenn diese Zeiten aktuell nicht mehr für ihn erreichbar sind, ist Jörn Harland nach dreijährigem USA-Aufenthalt hochmotiviert. "Ich habe dort studiert, als Coach gearbeitet und bin viel gereist. Jetzt komme ich in die Klasse M35 und habe mit der Mannschaft des SSC sehr gute Chancen auf diverse Titel bei den Landes- und Bundesmeisterschaften", erklärte Harland, der ebenso wie Thomas Seibert und Lienhard Hersel auf allen Strecken zwischen 1000 Metern und Halbmarathon einsetzbar ist. Ein weiteres Steckenpferd des passionierten "Backpackers" ist der Berglauf, der ebenfalls vom SSC Hanau-Rodenbach besetzt wird und 2015 die Goldmedaille bei den nationalen Titelkämpfen brachte. Für Jörn Harland geht es darüber hinaus noch in "richtig alpines Gelände": Herausforderungen wie den Jungfrau-Marathon nimmt er nicht nur unter dem olympischen Aspekt des "Dabeisein ist alles" an, sondern hat eine klar leistungsbezogene Ausrichtung. Immerhin belegte er 2014 auf der international besetzten Langdistanz als bester Deutscher den 17.Platz unter mehr als 3000 Teilnehmern.
2015 stand aufgrund vielfältiger Unternehmungen erst zum Jahresausklang wieder der Laufsport im Focus. 15 bis 20 Stunden trainiert Jörn Harland wöchentlich, um sich möglichst nahe an die frühere Form heran zu laufen. Dabei stehen neben abwechslungsreichen Laufeinheiten auch Belastungen im Schwimmbad auf dem Programm. "Ich muss mich hier ohnehin für die Prüfungen innerhalb meines Sportstudiums fit halten, und außerdem habe ich gute Erfahrungen hinsichtlich der Belastungsverträglichkeit gemacht", so Harland. Mit diesem breiten Fundament im Ausdauerbereich zeigte er bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Crosslauf in Darmstadt Ende November eine gelungene Rückkehr ins Querfeldeingeschehen. Dass er nach 9,1 Kilometern sieben Sekunden hinter Thomas Seibert ins Ziel spurtete, störte ihn nicht. "Das war ein Aufbaurennen, und immerhin ist Thomas der amtierende Deutsche M35-Crossmeister. Das passt schon", schätzte der SSC-Neuzugang seine Leistung ein. Passen soll es auch am letzten Tag des Jahres, dann für ihn allerdings "gerne in umgekehrter Reihenfolge", denn sowohl Harland als auch Seibert haben als Nummer eins und zwei der "ewigen Silvesterlaufrangliste" den Start bei der 41.Auflage der TVO-Traditionsveranstaltung ins Auge gefasst.

SSC Jahresabschlussfeier

Siegerehrung als Jahresabschluss

SSC ehrt von WM- und EM-Teilnehmern bis zu den Kreismeistern
Die Jahresabschlussfeier des SSC Hanau-Rodenbach bot hinsichtlich der Leistungsbilanz einen beeindruckenden Querschnitt der 2015 erzielten Erfolge. Kreismeister, Hessenmeister, Rekordläufer und international eingesetzte DLV-Starter fanden den Weg ins Rodenbacher Bürgerhaus, wo der Vereinsvorsitzende Sascha Arndt die zahlreichen Ehrungen vornahm. Mit drei DLV-Nationalteameinsätzen, sechs Deutschen Meisterschaften, 32 nationalen Top-Ten und 49 ersten Plätzen bei hessischen Titelkämpfen setzten die SSC-Athleten ihre Erfolgsserie fort und unterstrichen ihre landesweite Ausnahmestellung.
An der hochklassigen Bilanz hatte Simone Stöppler erneut Anteil. Die mit 51 Jahren "dienstälteste" Nationalmannschaftsläuferin im 100-Kilometer-Straßenlauf schaffte mit dem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und der Zeit von 8:43:14 Stunden den Sprung in die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zur WM im niederländischen Winschoten. Die Deutsche Seniorenmeisterin W50 nahm daher die Auszeichnung als "SSC-Sportlerin des Jahres" entgegen.
Ebenfalls im Nationaltrikot starteten die C-Kader-Athleten Lukas Abele und Kidane Tewolde. Die beiden "SSC-Jugend-Sportler" gehörten zum elitären Kreis der deutschen Mittel- und Langstreckenläufer mit erfolgreicher Qualifikation für die U20-Europameisterschaft in Schweden. Auf dem Weg dorthin erzielte Kidane Tewolde mit 30:24,57 Minuten im 10000-Meter-Bahnlauf als Deutscher Vizemeister die zweitschnellste hessische Jugendzeit in der ewigen Bestenliste des Verbandes. Schneller war bislang nur sein Vereinskamerad Carsten Arndt mit dem damaligen Deutschen Jugendrekord von 29:42,77 Minuten (1989). Die Jahresehrung nutzte Tewolde nach vier Jahren SSC-Zugehörigkeit "vom ersten Training bis zur EM-Teilnahme" zum emotionalen Abschied. "Ich habe hier so viel Unterstützung, Freundschaft und Spaß erlebt - das war etwas ganz Besonderes. Und wenn ich Fragen oder Probleme hatte, konnte ich auch mal ein, zwei Stunden mit meinem Trainer telefonieren und neue Lösungen finden", sagte der B-Kader-Athlet, der seinen Lebensmittel mit Studienbeginn nach Dortmund verlegt hat und ab 2016 für die LGO Dortmund startet.
Im Mittelstreckenbereich ist Lukas Abele weiter auf dem Vormarsch. Der 18-Jährige stand bereits nach seiner Deutschen Vizemeisterschaft im 1500-Meter-Hallenlauf beim Dreiländerkampf Frankreich, Italien, Deutschland im Nationaltrikot und erzielte dann im Sommer mit 3:48,06 Minuten die bis dato beste DLV-Zeit für die Jugend-EM. Kurz vor der Abreise musste der einzige deutsche Nominierte in dieser Disziplin dann jedoch aufgrund einer schweren Erkrankung passen.
Ganz nah dran an der Berufung ins DLV-Team ist Julius Hild. Als Schnellster seines Jahrgangs 1999 und Gesamtfünfter der Deutschen Crossmeisterschaften legte er im weiteren Saisonverlauf mit dem dritten Platz bei den Deutschen U20-Berglaufmeisterschaften noch eine Schippe drauf. Außerdem gewann er gemeinsam mit Julien Gottfried und Jannik Trunk die deutsche Mannschaftsmeisterschaft und mit Philip Ahne und Johannes Fleiner den Süddeutschen Staffeltitel sowie Crosslauf-Bronze. DLV-Berglaufwart Kurt König (Mittenwald) hat in Julius Hild den bislang einzigen U18-Athleten, der die DLV-Kriterien für internationale Einsätze erfüllt und für den World Youth Cup in Upice/ Tschechien (Juni 2016) in Frage kommt.
Auf allen Strecken ein As ist Thomas Seibert. Der 36jährige Gymnasiallehrer des LOG Bruchköbel landete bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf seinen größten Coup, als er Anfang März die Einzelwertung gewann und gemeinsam mit Lienhard Hersel und Ingbert Reinke den Mannschaftstitel holte. Weitere drei Mal stand das Trio im Berglauf, im Zehn-Kilometer-Straßenlauf sowie im 3x1000-Meter-Wettbewerb bei den nationalen Titelkämpfen ganz oben auf dem Treppchen, wobei Stefan Unger im Berglauf seinen Teamgefährten Reinke ersetzte. "Eine derartige Dominanz im jüngeren Seniorenbereich hat es bislang noch nicht gegeben", gratulierte Arndt dem Quartett, zu dem sich in der Saison 2016 mit dem Brüder-Grimm-Lauf-Sieger und Deutschen Mannschaftsmeister Jörn Harland (bislang PSV Grün-Weiß Kassel) eine zusätzliche Verstärkung gesellen wird. Silber- und Bronzemedaillen in der nationalen Einzelwertung feierten Lienhard Hersel (2./10000 Meter M35), Stefan Hinze (3./Berglauf M50), Markus Riefer (3./10000m M45) und Hilke Bertschy-Abele (3./3000m W50).
In der weiblichen Jugend dominierte die "SSC-Jugendsportlerin" Lisa Oed das Geschehen bei den Landesmeisterschaften und gewann insgesamt fünf Titel in der Halle, im Berglauf, im Hindernislauf und auf der Bahn über 1500 Meter. Außerdem spurtete sie taktisch versiert zur Süddeutschen 3000-Meter-Meisterschaft. Highlight war für die 16-Jährige der dritte Rang bei den Deutschen U18-Jugendmeisterschaften im 1500-Meter-Lauf , der sie in 4:39,91 Minuten in den D-/C-Kader unter Nationaltrainer Andreas Michallek führte.
Die gleiche Einstufung erhielt Marius Abele als Süddeutscher Meister und Dritter der Deutschen M15-Meisterschaften im 3000-Meter-Lauf (9:14,33 Minuten). Gar für einen Hessenrekord sorgte sein 14-jähriger Trainingsgefährte Sasha Müller. Der Karl-Rehbein-Schüler, seit drei Jahren auf seinen Spezialstrecken ungeschlagen, wurde unter anderem für seine Fünf-Kilometer-Zeit von 15:52 Minuten als "SSC-Schüler-Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Die Deutsche Bestenliste führt er außerdem über 3000 Meter (9:19,69 Minuten) und gemeinsam mit Marius Abele und Thomas Ott im 3x1000-Meter-Staffellauf (8:18,13 Minuten) an.
Das vom SSC-Ehrenvorsitzenden Harry Arndt entworfene Jubiläums-T-Shirt zum 40-jährigen Vereinsbestehen nahmen die 60 geehrten Topathleten und Sportler aller Leistungsklassen ebenso in Empfang wie den traditionellen Läuferpokal, die Ehrenliste und den 2016er-Terminkalender. Für das Olympiajahr plant auch der SSC Großes, stehen doch mehr als ein Dutzend Landes- und Bundesmeisterschaften auf dem Plan, bei denen die Sportler des SSC Hanau-Rodenbach in Einzel- und Mannschaftswertung erneut ganz vorne mitmischen und sich für internationale Aufgaben empfehlen können.
In der SSC-Ehrungsliste 2015 sind alle Athleten mit ihren Meisterschafts-Platzierungen aufgeführt.
Der Dank für die Vorbereitung und Durchführung der Jahresabschluss-Ehrung und der Jahreshauptversammlung gilt unter anderem Sigrid Arndt, Anja Oed, Frauke Tschiltschke, Julius Hild, Frank Seidel, Ilona und Karlheinz Wolf, Carsten Arndt, Harry Arndt und allen weiteren hilfreichen SSC-Mitgliedern. Die am 17.Dezember für die Kindergruppe durchgeführte SSC-Weihnachtsfeier mit Jahresehrung haben Mohamed Gassem und Sigrid Arndt mit der Unterstützung von "SSC-Eltern" durchgeführt. Vielen Dank !

Jügesheimer Winterlaufserie

Kerstin Bertsch immer schneller

SSC-Athletin mit 36:35 Minuten über zehn Kilometer
Beim zweiten Wertungslauf der Jügesheimer Winterlaufserie gab es zahlreiche Bestzeiten und entsprechend viele zufriedene Gesichter. Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) lief gar jubelnd ins Ziel und konstatierte nach dem in 36:35 Minuten absolvierten Zehn-Kilometer-Rennen: "Ich bin überglücklich. Keine neun Monate seit der Geburt meines zweiten Kindes sind vergangen, und ich bin wieder zurück !" So belegte sie hinter Shooting-Star Laura Chacon Biebach (TV Dieburg/35:48 Minuten) Rang zwei und vollzog in der hessischen Bestenliste einen ordentlichen Sprung nach vorne.
Während es bei der Auftaktveranstaltung im November direkt nach dem missglückten Frankfurt-Marathon-Einsatz mit Magenproblemen nur zu 38:24 Minuten gereicht hatte, bewältigte die 27-jährige Lehrerin die zehn Kilometern nun um annähernd zwei Minuten schneller. "Trotz einiger Pfützen gute Bedingungen", machte sie auf dem schnellen Rodgauer Waldparcours aus, so dass sie das zur Fünf-Kilometer-Zwischenzeit angeschlagene Tempo von 18:09 Minuten fast halten konnte.
Nicht ans "Eingemachte" ging ihre jugendliche Vereinskameradin Lisa Oed. Die Dritte der Deutschen U18-Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf testete ihre Ausdauerfähigkeiten mit einem Tempodauerlauf und schätzte den Auftritt nach den dabei erzielten 39:40 Minuten als "super gut" ein, zumal sie auf der zweiten Streckenhälfte zahlreiche männliche Mitläufer hinter sich lassen konnte. Damit holte sich Lisa Oed den ersten Platz in der U18, dem die 13-jährige Clara Uherek einen weiteren SSC-Sieg in der U14 folgen ließ. Sie gewann ihre Klasse in 42:01 Minuten und lief damit vor der W35-Vierten Claudia Pusch (42:16 Minuten) ins Ziel. Die guten Bedingungen nutzte auch Petra Weber-Göbig (Lauftreff Hanau/Bruchköbel), die in der W50 mit 43:38 Minuten siegte. Ramona Kraft (ADAC Triathlon Club Main-Kinzig) belegte in 44:23 Minuten Rang drei in der W40 vor der Bruchköblerin Michaela Geisel (45:03 Minuten). Einen weiteren Podestplatz erreichte Hilke Bertschy-Abele (SSC) als Dritte der W50 in 45:56 Minuten.
Bei den Männern gab 2:13-Marathon-As Julian Flügel (Wiesbaden) als Gesamtsieger in 30:55 Minuten seine Visitenkarte ab, und auch die 32:16 Minuten des 18-jährigen Aaron Bienenfeld (LG Offenbach) waren hochklassig. Schnellster Athlet des Sportkreises Hanau war Jannik Trunk (SSC/3.Jugend U20), der sich mit 34:14 Minuten den zehnten Platz sicherte. Zwei neue persönliche Bestzeiten feierten SSC-Neuzugang Fabian Sposato (4.U20/35:38 Minuten) und der Bruchköbler Triathlonsieger Alexander Inge (SSC Optimum Sportbrillen/ 35:51 Minuten) als Zweiter der Junioren U23.
Eng beeinander lagen Ingbert Reinke (SSC/3.M35/37:50 Minuten), Daniel Mansfeld (V8 Sport Bruchköbel/38:37), Marcel Seip-Klüber (Optimum Sportbrillen Tria Bruchköbel/38:47 Minuten) und dessen Teamgefährte Markus Respondek (38:47 Minuten). Den standesgemäßen Schülerdoppelsieg für den SSC holten diesmal Karl Wandukwa (M14/38:55 Minuten) und Jan Reifenberger (M15/39:36 Minuten). Die Jugend U18 ging an Tom Weber (Tria Wetter/ 36:40 Minuten) vor Lukas Stehr (Tria-Team Bruchköbel/ 39:38 Minuten) und Patrick Köppel (SSC/40:07 Minuten).

Goldbacher Winterlaufserie

Hersel erst Zweiter, dann Vorläufer beim Fünffach-Sieg

Die zurückliegenden beiden Wertungsrennen der Goldbacher Winterlaufserie brachten für Lienhard Hersel, Frontläufer des SSC Hanau-Rodenbach, ein Wechselbad der Gefühle. Der überlegene Sieger der beiden Auftaktveranstaltungen musste beim dritten Durchgang der traditionsreichen Zehn-Kilometer-Waldlaufveranstaltung im Spessart erleben, wie Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) annähernd zwei Minuten zwischen sich und ihn legte und mit 33:30 Minuten einen neuen Streckenrekord installierte.
"Keine Chance", lautete das Resumee für den in dieser Saison erstmals Unterlegenen, nachdem ihm der aktuell schnellste Deutsche Ultramarathonläufer vom Start weg auf und davon gelaufen war. Neuschwander, Neunter der 100-Kilometer-Weltmeisterschaften (Bestzeit 6:49:13 Stunden) nutzte den dritten Lauf der Goldbacher Serie als Vorbereitung zur nun auf Hawaii anstehenden Weltmeisterschaft im Xterra Trail Running, die querfeldein über die Halbmarathon-Distanz führt. Keine Frage, dass der hochtalentierte Ausdauerspezialist noch deutlich schneller unterwegs sein könnte, wenn er gefordert würde, denn bereits als Junior absolvierte er den Zehn-Kilometer-Straßenlauf in knapp über 30 Minuten, und ein ähnliches Leistungsniveau besitzt der mittlerweile 34-Jährige auch heute noch. "Ballern" ist eines seiner Lieblingswörter, natürlich bezogen auf den Laufsport - und was das bedeutet, hat er in Goldbach den Zuschauern und der Konkurrenz einmal mehr eindrucksvoll zur Schau gestellt.
Für den zweitplatzierten Hersel war die Welt dennoch in Ordnung. "35:25 Minuten ist für meine Verhältnisse allemal ein gutes Resultat, und da Florian nicht die gesamte Serie absolviert, bleibe ich ja in der Gesamtwertung vorne", schätzte der SSC-Athlet die Situation insgesamt positiv ein. Dass er richtig lag, offenbarte der vierte Wertungslauf. Zwar war Lienhard Hersel mit 35:39 Minuten etwas langsamer unterwegs als in der Vorwoche, doch bei Dauerregen und aufgeweichten Waldwegen reichte es letztlich zum Siegestriple. Auch auf Rang zwei folgte nun wieder Stammgast und Vereinskamerad Karsten Fischer, der sich im Dress des SSC Hanau-Rodenbach auf 35:53 Minuten steigerte. Überhaupt dominierten die SSC-Athleten diesmal den Gesamteinlauf, denn mit Okuzgiher Teferi-Abai (37:18 Minuten), Simon Bertsch (37:31 Minuten) und Ingbert Reinke (37:39 Minuten) gingen auch noch die Plätze drei, vier und fünf an den SSC Hanau-Rodenbach, der mit Patrick Köppel (41:43 Minuten) zudem den schnellsten Jugendlichen stellte. Jürgen Emig (Schöneck) belegte mit 43:34 Minuten den zweiten Platz in der M55.
Bei den Frauen setzte Kerstin Bertsch ihre Siegesserie fort. Bislang ist die 27-Jährige in Goldbach ungeschlagen, siegte aktuell in der Saisonbestzeit von 38:23 Minuten und hofft nun auf einen entsprechenden Transfer für die "Hochgeschwindigkeitsstrecke" in Jügesheim am kommenden Wochenende. "Dann sollte eine 36er-Zeit möglich sein", so Bertsch.

Winterlaufserie in Seligenstadt

Reinke eröffnet mit Sieg

SSC-Athlet vor Titelverteidigung
Zum Auftakt der 39.Seligenstädter Winterlaufserie sieht alles nach einer Wiederholung des Vorjahreserfolges durch Ingbert Reinke aus. Der 38-jährige Langstreckler des SSC Hanau-Rodenbach setzte sich auf der Zehn-Kilometer-Distanz mit 35:37 Minuten überlegen vor Sebastian Zang (Darmstadt/36:16 Minuten) durch und holte damit bereits im ersten Anlauf die optimale Punktzahl.
"Ich habe mich zunächst abwartend verhalten, um zu schauen, wie die Konkurrenz drauf ist. Auf der zweiten Hälfte ging es dann zur Sache", freute sich Reinke im Ziel. Trotz der schwierigen Streckenverhältnisse präsentierte er sich nach dem absolvierten Frankfurt-Marathon und der darauf folgenden Regenerationsphase nun wieder in augenscheinlich guter Verfassung. "Für den Formaufbau kommen die Winterlaufserien gerade recht", so Reinke, der zwischen November und Februar weiterhin Goldbach und Jügesheim auf der Zehn-Kilometer-Distanz aktiv ist.
Bei den Senioren Annette Straub mit 51:12 Minuten auf Rang zwei der W55 einen Spitzenrang.
Im Fünf-Kilometer-Wettbewerb war der Jugendliche Patrick Köppel (SSC) in 18:51 Minuten schnellster Vertreter des Sportkreises Hanau vor Jannik Trunk (1.U20/19:18 Minuten) und M45-Sieger Peter Trunk (20:33 Minuten). Bei den Frauen überzeugte Claudia Pusch auf Rang zwei der Gesamtwertung in 20:56 Minuten hinter Raphaela Schmitten (Laktatwalze / 20:02 Minuten), und auch Hilke Bertschy-Abele hinterließ mit 22:16 Minuten und dem ersten Platz in der W50 einen guten Eindruck. Zweite Plätze erkämpften sich Tatjana Rauhhut (SSC/U20/23:49 Minuten und Hannah Straube (SSC/U18/26:52 Minuten).
Der 1000-Meter-Lauf der Schüler litt unter dem am gleichen Wochenende stattfindenden Darmstadt-Cross, so dass lediglich 30 Youngster starteten. Von ihnen war Fynn Alfsmann in 4:24 Minuten) der Schnellste. Die sechsjährige Sarah Wolf (5:38 Minuten) feierte als Klassensiegerin einen gelungenen Debüt-Wettkampf im SSC-Trikot.

Sportlerehrung in Rodenbach

Gemeinde Rodenbach ehrt SSC-Sportler mit Gold, Silber, Bronze

Bei der traditionellen Jahres-Ehrung der Gemeinde Rodenbach würdigte Bürgermeister Klaus Schejna einmal mehr die Erfolge des SSC Hanau-Rodenbach. Im Rahmen der gelungenen Abendveranstaltung erhielten die Auszeichnungen in Gold für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft Lienhard Hersel, Thomas Seibert, Stefan Unger, Ingbert Reinke (Deutsche Berglauf-, Crosslauf-, Straßenlauf- und Staffelmeister M35) sowie Julius Hild, Julien Gottfried und Jannik Trunk (Deutsche Berglaufmeister U20).
Die Auszeichnung in Silber erhielten Laura Petri (3.Platz Süddeutsche Meisterschaften 2000m-Lauf), Johannes Fleiner (Süddeutscher Vizemeister U16), Julius Hild (3.Platz Deutsche Berglaufmeisterschaften U20), Lienhard Hersel (2.Platz Deutsche 10000-Meter-Meisterschaften M35) und Ursula Hersel (1.Platz hessische Seniorenmeisterschaften W75 im 800-Meter-Lauf). Bei den Mannschaften ging diese Ehrung an Marius Abele, Julius Hild, Sasha Müller (Hessenmeister Straßenlauf U16), Philip Ahne, Johannes Fleiner, Julius Hild (3.Platz Deutsche Crosslaufmeisterschaften U18/ Hessenmeister), Tamara Hille, Lisa Oed und Laura Petri (Süddeutsche Vizemeister im 3x800-Meter-Staffellauf U18).
Die Ehrung in Bronze erhielten Sascha Arndt (Kreismeister Crosslauf), Frank Seidel (3.Platz Hallenmeisterschaften 3000-Meter-Lauf M50), Hannah Straube (Kreishallenmeisterin 800m-Lauf U18) und Frithjof Hersel (2.Platz hessische Seniorenmeisterschaften M40 im 800m-Lauf). Auf Mannschaftsebene gelang dies Cedric Eyerkaufer, Christoph Hamburger, Anni Heyna, Antonia Oppermann, Tom Seidel, Tom Zukrowski (Kreismeister im Crosslauf U12), Melissa Bensing, Louisa Fleiner, Nina Zukrowski (Kreismeister im Straßenlauf U14), Jörg Flohr, Frank Seidel, Kidane Tewolde (Kreismeister 10km-Crosslauf Männer), Johannes Fleiner, Vitali Ivanov, Thomas Ott (Regionalmeister im Staffellauf), Tamra Hille, Laura Petri und Angela Schick (Regional-Staffelmeister U16) sowie Johannes Fleiner, Evan Habtemichel und Jonas Rapp (3.Platz hessische Straßenlaufmeisterschaften).
Als Trainer wurden Mohamed Gassem, Sigrid Arndt, Harry Arndt und Sascha Arndt geehrt.

Darmstadt-Cross

Lob vom Bundestrainer

SSC-Nachwuchs beim Darmstadt-Cross im Fokus
Der Nachwuchs des SSC Hanau-Rodenbach steht unter "besonderer Beobachtung". Beim traditionellen Darmstadt-Cross, dem bedeutendsten nationalen Querfeldein-Lauf nach den Deutschen Meisterschaften, sprach Langstrecken-Bundestrainer Pierre Ayadi (Dortmund) der aktuell erfolgreichsten Trainingsgruppe in der U16 und U18 erneut seine Anerkennung aus. Vorausgegangen waren gleich mehrere Topresultate durch Attila Has (1.M11), Max Grabosch (1.M13) und Sasha Müller (1.M14) sowie zweite Ränge von Robin Petzold (2.M11), Marius Abele (M15) und Julius Hild (U18).
"Das ist eine beeindruckende Gruppenstärke, gerade auch unter dem Aspekt der Spitzenplatzierungen im Schülerbereich. Da kann sich zukünftig noch einiges entwickeln", attestierte Ayadi seinem Kollegen Sascha Arndt, der das Lob prompt an die Athleten und deren Umfeld weitergab. "Die gute Einstellung zum Training und die Unterstützung durch die Familie sind hier in Kombination mit dem Talent und der konsequenten Planung in Richtung Saisonhöhepunkte entscheidende Faktoren", so Arndt. Dass sich der Einsatz lohnt, zeigten gleichfalls die Jüngsten. Denn bereits in den Klassen W08 mit Annalena Hamburger auf Rang eins, W09 mit Carla Taubel auf dem zweiten Platz, M09 mit dem zweitplatzierten Tristan Kaufhold, W10 mit Anni Heyna auf Rang zwei sowie in der W11 durch den dritten Platz von Johanna Uherek rannten die SSC-Schüler vor großer Kulisse immer wieder ganz vorne mit.
Bestens zurecht mit dem durch Strohballen und umgepflügte Sandpassagen erschwerten Wiesenboden kamen auch die auf Landes- und Bundesebene wiederholt erfolgreichen Schüler U16. Obgleich Sasha Müller leichte Atemprobleme ausmachte und sich in der Gesamtwertung nach 2400 Metern dem 15-jährigen Florian Bremm (TV Leutershausen/8:04 Minuten) um drei Sekunden geschlagen geben musste, gewann er doch souverän und mit 47 Sekunden Vorsprung auf den Saarbrücker Pilipp Oehling die Klasse M14. Gleichzeitig hielt er seinen Vereinskameraden Marius Abele (2.M15/8:11 Minuten) auf Distanz, der wiederum noch vor dem amtierenden Deutschen 3000-Meter-Meister Niklas Krämer (Wiesbaden/8:15 Minuten) ins Ziel spurtete. Gemeinsam mit Jonas Rapp (7.M15/8:29 Minuten) gab es den erwarteten Mannschaftssieg. SSC II. folgte in der Besetzung Thomas Ott (10.M15/8:58 Minuten), Karl Wandukwa (6.M14/9:16 Minuten) und Mahmoud Gassem (11.M14/10:02 Minuten) auf dem dritten Platz.
Für einen Start-Ziel-Sieg sorgte einmal mehr Max Grabosch. Seine konsequente Tempogestaltung ließ den Vorsprung im 2,4-Kilometer-Lauf der M13 auf mehr als 100 Meter wachsen. "Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob es reicht, aber nach der Streckenhälfte dann schon", so Grabosch, der in 8:29 Minuten vor dem hessischen Vizemeister Noah Heinemann (TSV Niederelsungen/8:50 Minuten) gewann. Hinzu kam der zweiten Platz in der Mannschaftswertung mit Fynn Becker (5.M12) und Maximilian Hamburger (11.M13).
Das 4,2-Kilometer-Rennen der Jugend U18 gestaltete Julius Hild ähnlich selbstbewusst wie bei seinem Sieg in Pforzheim vor Wochenfrist. Bereits nach der 600-Meter-Einführungsrunde ergriff der 16-jährige Gymnasiast die Initiative, "weil keiner mehr Tempo machen wollte." Schnell hatte er gemeinsam mit dem favorisierten Moad Dahani (SV Brackwede/1500m-Bestzeit 3:57 Minuten) einen 40-Meter-Vorsprung auf die Verfolger um Joshua Becker (LGE Frankfurt) und Robert Baumann (LAV Tübingen) herausgelaufen. Der Sohn des Olympiasiegers Dieter Baumann kam im Spurt ebensowenig an Hild heran wie Becker, so dass der Rodenbacher in 13:58 Minuten hinter Bahani (13:50 Minuten) den zweiten Platz halten konnte und sich wie schon bei den Deutschen Crossmeisterschaften als Jahrgangschnellster ins Szene setzte.
Hingegen hatte die von einer Erkältung gehandicapte Lisa Oed in der weiblichen U18 einen schweren Stand. Angesichts des gemeinsam gestarteten EM-Qualilaufs der U20 war die nationale Elite sowie Starterinnen aus Österreich und der Schweiz vertreten, so dass Rang elf aller Achtung wert war. Mit der Zeit von 16:31 Minuten lag sie in Schlagdistanz zum achten Platz und überzeugte zudem durch einen starken Endspurt.
Kidane Tewolde ohne EM-Quali
In der männlichen Jugend war früh klar, dass der zweifache Crosslauf-EM-Teilnehmer Kidane Tewolde heuer nicht den Sprung ins Nationalteam schaffen würde. "Mir haben im Aufbau zu viele Trainingseinheiten gefehlt", erklärte der immer von Verletzungssorgen gebeutelte Student nach einem 6,6-Kilometer-Rennen, in dem er sein Bestes gab und als neuntbester Deutscher den 13.Platz der international besetzten Konkurrenz belegte. 180 Meter Rückstand wies er letztlich zur nationalen Spitze auf, mit der er bis 1,5 Kilometer vor dem Ziel mithalten konnte, ehe es zur erwarteten Tempoverschärfung kam. "Jetzt plane ich mittelfristig Richtung Hallensaison und dann natürlich auf die Deutsche Crosslaufmeisterschaft im März", so Tewolde, der seinen Lebensmittelpunkt zum Studium nach Dortmund verlegt hat und in Darmstadt sein Abschiedsrennen im SSC-Trikot gab. Für Mittelstrecken-As Lukas Abele bedeutete der 25.Platz einen deutlichen Aufwärtstrend zum Vorwochencross in Pforzheim, und Markus Riefer errang im gleichzeitig ausgetragenen Seniorenlauf den M45-Altersklassensieg.
Im abschließenden 9,6-Kilometer-Wettbewerb der Männer mit Deutscher Hochschulmeisterschaften überzeugten Thomas Seibert (51.) und Jannik Trunk (23.U23) durch ihre gute Renneinteilung. "Ab der zweiten Runde habe ich nur noch überholt", nahm der Noch-Jugendliche Trunk eine gehörige Portion Motivation aus dem Langstrecken-Cross mit in die nächsten Trainingseinheiten.

Crosslauf in Pforzheim

Hild und Müller mit Auftaktsiegen

SSC-Athleten bezwingen nationale Konkurrenz
Julius Hild und Sasha Müller haben ihre Wettbewerbe beim Crosslauf in Pforzheim souverän für sich entschieden. Die renommierte Veranstaltung, gleichzeitig Einstieg in die diesjährige Querfeldein-Saison, diente für die beiden Nachwuchsathleten des SSC Hanau-Rodenbach als Generalprobe für die am Sonntag in Darmstadt anstehende "kleine deutsche Herbstmeisterschaft" der besten Crosser aus Deutschland und benachbarter Länder.
Schon im ersten Wettkampf kam es mit dem Vergleich von Sasha Müller und Linus Wiedenbauer (TuS Geretsried) zum Aufeinandertreffen der nationalen Nummer eins und zwei im M14-Mittelstreckenbereich. Während der Bayer mit 2:02 Minuten die 800-Meter-Rangliste vor Müller (2:03 Minuten) anführt, liegt der SSC-Athlet über 3000 Meter und fünf Kilometer deutlich in Front. Diese Ausdauerstärke kam dem 14-Jährigen auf dem anspruchsvollen 1,8-Kilometer-Wiesenparcours zugute, konnte er sich in der Schlussphase doch scheinbar mühelos von Wiedenbauer sowie den älteren M15-Konkurrenten lösen und in 5:33,9 Minuten überlegen vor Manuel Schwartz (KSG Gerlingen / 5:44 Minuten/1.M15), seinem Vereinskameraden Marius Abele (2.M15/5:53 Minuten) und Linus Wiedenbauer (5:59 Minuten) gewinnen. An die Leistungsgrenze musste der vielfache Hessenmeister dabei nicht gehen, denn mit Blick auf den Darmstadt-Cross erklärte er: "Da wäre noch was gegangen !"
Ähnlich souverän verlief der Auftritt von Julius Hild. Der Fünfte der Deutschen Crosslaufmeisterschaften vom März 2015 präsentierte sich auch aktuell gewohnt trittsicher und ausdauernd, nahm die kurzen steilen Anstiege ebenso leichtfüßig wie die Sandgrube und das Wiesengeläuf. Als es auf den letzten Kilometer der 4,8-Kilometer-Distanz ging, vermochte ihm weder sein hessischer Dauerkonkurrent Joshua Becker (LGE Frankfurt) noch der Deutsche Vizemeister Robert Baumann (LAV Stadtwerke Tübingen) zu folgen. "Ich habe mich gut gefühlt und aus dem Windschatten heraus das Tempo angezogen", so Hild, der in 14:56 Minuten vor Manuel Walicki (Berlin/15:00 Minuten), Joshua Becker (15:04 Minuten) und Robert Baumann (15:06 Minuten) gewann. Damit rückt er für den "leichteren" Darmstadt-Cross zumindest in die erweiterte Favoritengruppe auf, wobei auf der flachen und griffigen Strecke in Südhessen auch die Bahnläufer wieder ihre Chancen erhöhen dürften.
Auf ein besseres Laufgefühl hofft dann auch Lukas Abele. Das Mittelstrecken-As litt im Qualifikationslauf zur U20-Cross-Europameisterschaft frühzeitig unter Rückenbeschwerden und vermochte seinen raumgreifenden Schritt nicht einzusetzen. So blieb dem Nationalkader-Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nach 6,6 Kilometer lediglich Rang 16. Gar nicht erst angetreten war nach Rücksprache mit dem Bundestrainer Kidane Tewolde, der nun bei der entscheidenden Qualifikationsrunde in Darmstadt den ersten oder zweiten Platz erreichen müsste, um noch auf den Zug zur Cross-EM aufzuspringen.
Für Lisa Oed endete der Auftritt in Pforzheim mit gemischten Gefühlen. Die Süddeutsche Meisterin schaffte in 12:59 Minuten als Dritte den Sprung aufs Treppchen, konnte den Anschluss zur zweitplatzierten Anna Kristin Fischer (Leipzig/12:50 Minuten) jedoch nicht halten. Der Gesamtsieg ging an Valerie Moser (Ortenau/12:35 Minuten). Knapp an den Medaillenrängen vorbei lief Karl Wandukwa als Vierter der M14.

Crosslauf in Wiesbaden

Grabosch-Siege in Wiesbaden

Beim Waldsträßer Crosslauf des TV Waldstraße Wiesbaden holte das Geschwisterpaar Grabosch zwei Siege. Anne Grabosch setzte sich im 990-Meter-Wettbewerb der Mädchen W07 in 4:32 Minuten überlegen vor Lucy Preussner (LG Lahn-Aar-Esterau/4:50 Minuten) durch, und auch Max Grabosch lief in seiner Altersklasse M13 etwa 100 Meter Vorsprung auf den zweitplatzierten heraus. Der mehrfache Hessenmeister gewann die 2050 Meter in 6:54 Minuten vor Felix Welteke (LV Wiesbaden/7:14 Minuten). Noch etwas flotter unterwegs war sein SSC-Vereinskamerad Jonas Rapp, der hinter dem Darmstädter Lars Hinüber (6:44 Minuten) den zweiten Platz der M15 in 6:51 Minuten belegte.

Winterlaufserie des TV Goldbach

Hersel und Bertsch wieder vorn

Lienhard Hersel und Kerstin Bertsch, beide vom SSC Hanau-Rodenbach, haben den zweiten Durchgang der Goldbacher Winterlaufserie dominiert. Dabei steigerte Lienhard Hersel die eigene Jahresbestzeit auf 35:29 Minuten, womit er seinem Vereinskameraden Karsten Fischer (35:50 Minuten) 100 Meter abnahm. Die profilierte Zehn-Kilometer-Strecke und die Konkurrenz bestens im Griff hatte auch Kerstin Bertsch. Sie gewann die Frauenwertung in 39:46 Minuten vor Simone Blumör (Hanau/42:12 Minuten) und W50-Siegerin Claudia Hille (43:27 Minuten). Im Vorderfeld platzierten sich weiterhin Simon Bertsch (38:57 Minuten/ 3.M30), Abdi Abdulqader (39:44/ 3.M20, beide SSC) und Mahamed Kalifaa (43:24 Minuten).

Jügesheimer Winterlaufserie

Dirk Schönbeck mit Überraschungssieg

EM-Zug für Kidane Tewolde wohl abgefahren
Der erste Durchgang der traditionellen Jügesheimer Winterlaufserie über zehn Kilometer sah einen Dirk Schönbeck in Topform. Der sportliche Postbote lief so schnell wie seit Jahren nicht mehr und steigerte sich in der Saisonbilanz um eine Minute auf 35:39 Minuten. Gleichzeitig zählte er zu den wenigen Athleten, die die zweite Streckenhälfte etwas flotter absolvierten als die ersten fünf Kilometer. "Ich weiß auch nicht, warum es so gut geklappt hat. Immerhin habe ich heute Vormittag noch gearbeitet", sagte der sichtlich zufriedene Langstreckler im Ziel. Mit den Temperaturen von knapp weniger als 20 Grad Celsius kam auch Julius Hild bestens zurecht. Nach zwei belastenden Trainingstagen setzte der Fünfte der Deutschen Crosslaufmeisterschaften U18 nun noch den Zehn-Kilometer-Tempodauerlauf obendrauf und gewann seine Jugendklasse in locker herausgelaufenen 36:16 Minuten. Wie Schönbeck schaffte er fast zwei gleiche Rennhälften und lag damit im Ziel direkt vor seinem SSC-Vereinskameraden Julien Gottfried (4.U20/36:17 Minuten).
An der Spitze der U20 hatte man Kidane Tewolde nicht erwartet, denn der mit einer 10000-Meter-Bestzeit von 30:24 Minuten angetretene SSC-Athlet hatte lediglich eine Formüberprüfung angestrebt, ließ aber dennoch Ernüchterung zurück. Denn sein Ergebnis fiel mit 34:51 Minuten dann doch nicht überzeugend genug aus, so dass zwei Wochen vor der Qualifikation für die Crosslauf-EM aktuell nicht an ein Erfolgserlebnis zu denken ist. "Ich hatte in der vorletzten Woche nach einem Krafttraining in Dortmund wieder so starke muskuläre Probleme, dass ich sieben Tage nicht gelaufen vin, sondern nur Schwimmen als Kreislauftraining betreiben konnte", erklärte Tewolde, der seit Mitte September am Olympiastützpunkt in Dortmund lebt und dort unter der Regie von Bundestrainer Pierre Ayadi trainiert. Die zunächst ins Auge gefasste Crosslauf-Spezifik vor den Qualifikationsläufen in Pforzheim am 14.November und Darmstadt am 22.November musste also buchstäblich ins Wasser fallen, während die Konkurrenz voll durchtrainieren konnte. "Ob ich überhaupt in Pforzheim starte, werde ich kurzfristig entscheiden", so Tewolde, der im Falle des Startverzichts alles auf die "Karte Darmstadt" setzen müsste und dort Rang eins oder zwei gegen die nationale Elite benötigt.
Diese Sorgen hat sein langjähriger Mannschaftsgefährte Lukas Abele nicht, denn das Mittelstrecken-As nutzt die Ausdauereinsätze vorrangig als Aufbaurennen. Heuer sprangen 35:03 Minuten und Rang drei in der U20 heraus. Den fünften U20-Platz belegte Jannik Trunk in 36:29 Minuten, während Jonas Rapp in 38:07 Minuten die Klasse U16 sicher gewann. Bei den Männern blieb Sebastian Kraft (SSC/39:27 Minuten) unter der 40-Minuten-Marke.
Bei den Frauen erreichte Kerstin Bertsch-Straub (SSC) den vierten Platz. "Nach der Fünf-Kilometer-Zwischenzeit von 18:45 Minuten lief es nicht mehr rund", kommentierte sie ihre Endzeit von 38:24 Minuten. Die Wärme als Hemmschuh machte Claudia Pusch aus, die 42:31 Minuten lief und Dritte der W30 wurde. Auf der zweiten Position beendeten Tatjana Rauhut (48:44 Minuten/U20) und Frauke Tschiltschke (49:38 Minuten/W55/beide SSC) die von 450 Teilnehmern besuchte Jügesheimer Auftaktveranstaltung.

Winterlaufserie des TV Goldbach

Hersel und Bertsch in Goldbach erfolgreich

Karsten Fischer macht SSC-Doppelsieg perfekt
Die 33.Winterlaufserie des TV Goldbach ist bereits mit dem ersten von acht Wertungsläufen fest in der Hand des SSC Hanau-Rodenbach. Auf der profilierten Zehn-Kilometer-Waldstrecke durch den Spessart ließen Vorjahressieger Lienhard Hersel bei den Männern und sein weibliches Pendant Kerstin Bertsch keine Zweifel an ihre Überlegenheit aufkommen. Während Bertsch in 40:02 Minuten einen Start-Ziel-Sieg landete, hatte Hersel zumindest bis Kilometer fünf seinen Vereinskameraden Karsten Fischer im Schlepptau.
"Die 200 Meter Höhenmeter werden mit den Jahren auch nicht leichter", zog Lienhard Hersel nach dem Rennen ein Fazit, das üblicherweise Seniorensportler jenseits der Fünfzig ziehen. Der mit dem Wintercross-Einstand insgesamt zufriedene Oberrodenbacher gründete seine Einschätzung aktuell auf die nicht allzu umfangreich ausgefallene Vorbereitung, "denn mein Trainingsaufwand ist doch sehr überschaubar." Immerhin reichte er für den mehrfachen M35-Seniorenmeister aus, der sich zur Streckenhälfte absetzte und in 35:40 Minuten überlegen vor Karsten Fischer (SSC/36:20 Minuten/1.M30) gewann. Auf Rang vier folgte in 37:49 Minuten Abdi Abdulkedr als dritter SSC-Athlet, und auch Okubazgiher Teferi-Abai (38:15 Minuten/ 7.Platz) sowie Simon Bertsch (40:00 Minuten/ 14.Platz) landeten im Vorderfeld der 748 Teilnehmer. Da der TV Goldbach keine traditionelle Mannschaftswertung im Dreier- oder Fünferwertungsmodus anbietet, kommen die schnellen Hanau-Rodenbacher lediglich in der Kilometerwertung der Vereine zur Geltung, wo es durch den Start von Ingbert Reinke (40:20 Minuten/17.Platz) eine weitere Verstärkung gibt.
Für Kerstin Bertsch bedeutete der Einsatz in Goldbach "das erfolgreiche Auslaufen" nach dem eher durchwachsenen Vortages-Erlebnis bei der Winterlaufserie in Jügesheim. Dort hatte sie ihre eigenen Erwartungen mit 38:22 Minuten nicht erfüllen können, während es nun in Goldbach besser lief. Auch wenn die Zeit im direkten Vergleich mit 40:02 Minuten für den Lauf-Sonntag langsamer ausfiel, sah man die Dritte der hessischen Halbmarathonmeisterschaften gut gelaunt im Zielraum. "Die Beine waren heute lockerer, das hat gut gepasst", freute sie sich nach ihrem Erfolg vor der Hanauerin Simone Blumör (43:11 Minuten/ 1.W35) und SSC-Athletin Claudia Hille (44:17 Minuten/ 1.W55).

Fair-Play-Camp in Saarbrücken

Abele und Oed im DLV-Camp

Fair-Play-Camp in Saarbrücken für Kaderathleten
Als Belohnung für die Berufung in den D/C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nahmen 69 Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 1999 und 2000 am 18. Fair-Play-Camp in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken teil. Auf der Anlage des Bundesleistungszentrums fanden die Nachwuchssportler beste Trainingsbedingungen vor, außerdem sorgte ein umfangreiches Rahmenprogramm während der fünf Veranstaltungstage für Abwechslung.
Mittendrin in der Gruppe der besten Leichtathleten waren mit den beiden Süddeutschen Meistern und DM-Bronzemedaillengewinnern Marius Abele und Lisa Oed zwei Aktive des SSC Hanau-Rodenbach. Von zwölf Trainern und Betreuern angeleitet, erlebten sie 13 Stunden Training, drei Workshops, ein Spitzensportlergespräch und einen Besuch beim Fernsehen sowie die Integration von teilnehmenden Leichtathleten des Deutschen Behindertensportverbands.
Dass die Anforderungen an Top-Athleten hoch seien, betonten Siebenkämpferin Louisa Grauvogel (LG Saar 70) und Hammerwerferin Sophie Gimmler (LAZ Saarbrücken) beim Spitzensportlergespräch. Beide sind bereits mehrfach international in der Jugend gestartet und mussten auf dem Weg dorthin diverse Probleme meistern. "Das Wichtigste ist es, den Spaß am Sport zu behalten", gab Sophie Gimmler den Teilnehmern mit auf den Weg.
Besonders spannend war der Auftritt des gesamten Teams im Studio des Saarländischen Rundfunks. In der Sportarena begrüßte Moderator Thomas Braml die zahlreichen Gäste live. Bereits am Vormittag war er im Fair-Play-Camp und hatte dort Ausschnitte vom Workshop "Doping-Prävention" und dem anschließenden Training gefilmt. Live in der Sendung wurden Nachwuchs-Bundestrainer Jörg Peter (Gelnhausen) und Nachwuchsathletin Lucy Steinmeyer interviewt. Die Bedeutung von Fair-Play bildete einen Schwerpunkt des Gesprächs, das zuvor schon im Plenum auch Marius Abele und Lisa Oed geführt hatten. Fair Play sei eine Einstellung und Haltung, die jeder für sich entwickeln müsse, um respektvoll mit den Konkurrenten und Mitstreitern umzugehen.
Als "eine klasse Gruppe" stuften Oed und Abele die Teilnehmer des Fair-Play-Camps an. Entsprechend motiviert ging es im Training zur Sache, wobei Lisa Oed den 90-minütigen Krafttrainings-Zirkel und die Kombination aus Tempoläufen und Cooper-Test am anstrengendsten einstufte. "Bis zum Crosslauf in Pforzheim am Samstag bin ich aber wieder fit", erklärte die SSC-Läuferin drei Tage vor dem ersten Höhepunkt der herbstlichen Cross-Saison mit dem dort anstehenden Vergleich gegen die besten U18-Crosserinnen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Frankfurt Marathon

Silber für SSC-Senioren-Team

Frankfurt-Marathon mit Meisterschaftsambiente
Highlight des Frankfurt-Marathons war der Deutsche Rekord von Arne Gabius, der sich lange Zeit als einziger Europäer in der afrikanischen Weltklasse hielt und letztlich in 2:08:33 Stunden Vierter wurde. "Ich war dabei" können zahlreiche Athleten der Region für sich verbuchen, zusätzlich zum besonderen Reiz, den die Ausrichtung der deutschen und hessischen Meisterschaften auf der klassischen Distanz bedeutete. Hier holte sich das M35-Team des SSC Hanau-Rodenbach die Silbermedaille der Hessenwertung, während es auf nationaler Ebene den vierten Platz belegte.
Stefan Unger, als schnellster Läufer des Sportkreises Hanau lediglich 2:49:55 Stunden unterwegs, führte das Trio mit Ingbert Reinke (2:51:28 Stunden) und Dirk Schönbeck (2:55:31 Stunden) an. "Ich habe zwar lediglich etwa 60 Wochenkilometer im Schnitt der Vorbereitung gehabt, bin aber insgesamt recht gut durchgekommen", erläuterte der 39-jährige Richter, der auf der zweiten Streckenhälfte eisern durchhielt. Mit 8:36:54 Stunden reichte es hinter dem PSV Grün-Weiß Kassel (7:58:23 Stunden) zu Rang zwei. Erstmals geschlagen in dieser Saison wurden die M35-Senioren auch in der DLV-Wertung. Nach vier Siegen im Cross, im Halbmarathon, im Zehn-Kilometer-Straßenlauf und in der 3x1000-Meter-Staffel gab es nun den vierten Platz, allerdings ohne die Topläufer Thomas Seibert und Lienhard Hersel, die den Marathoneinsatz heuer nicht eingeplant hatten.
Gute Leistungen im Meisterschaftsfeld zeigten weiterhin Sebastian Kraft (SSC/3:00:46 Stunden) und der frühere Weltklasse-Ruderer Markus Hartung (SSC/3:18:18 Stunden). Im offenen Wettbewerb liefen die beiden Bruchköbler Abid Abdulkedr in 2:52:48 Stunden und Okubazgiher Teferi Abai (SSC) in 2:53:03 Stunden fast im Gleichschritt die 42,195 Kilometer.
Hingegen musste Kerstin Straub (SSC Hanau-Rodenbach) nach anfänglich gutem Start ("bis Kilometer 15 lief es mit der Planung in Richtung 2:55 Stunden-Endzeit wirklich locker") und dann folgenden Fußproblemen, die zu muskulären Verspannungen führten, das Rennen vorzeitig beenden. Ins Ziel kam Annette Straub als Zehnte der W55 auf Hessenebene in 4:29:55 Stunden.
Lisa Oed holt Mini-Marathon-Sieg
Im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer schnupperte der Läufernachwuchs höchst erfolgreich an der Stadtmarathonluft "der Großen" und wurde angesichts zahlreicher Podestplatzierungen von den Moderatoren mehrfach als "Talentschmiede" und "Hanau-Rodenbacher Asse" in Szene gesetzt. Trotz der Anstrengung auf der Frankfurter Asphaltpiste konnte Lisa Oed den Zieleinlauf in der Festhalle ganz besonders genießen, denn die 16-jährige SSC-Athletin hatte sich nicht nur konsequent im Windschatten an ihrer ebenbürtigen Dauerkonkurrentin Gina Schürg (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) "festgebissen", sondern zum Schluss die Kraft zur entscheidenden Tempoverschärfung. Letztlich gewann die Süddeutsche Bahnmeisterin mit 15:32 Minuten vor der hessischen Straßenlaufmeisterin Schürg (15:38 Minuten) und Franziska Bock (TV Waldstraße/16:03 Minuten). "Ich hätte sogar noch etwas eher anziehen sollen, vielleicht wäre dann die frühere Mini-Marathon-Zeit von Gesa Krause (15:23 Minuten) drin gewesen", kommentierte Lisa Oed ihren erfolgreichen Einsatz, bei dem sie exakt eine Minute schneller unterwegs war als die Siegerin im Jahr 2014.
Während Lisa Oed das Vereins- und Kadertrainingslager im Jugendzentrum Ronneburg bestens weggesteckt hatte, fiel ihrem Vereinskameraden Julius Hild der Einsatz schwerer. Der mitfavorisierte Rodenbacher musste sich mit "schweren Beinen" mit dem sechsten Platz in 14:26 Minuten begnügen. Ganz vorne lief der Frankfurter Joshua Becker (Jahrgang 1999) nach 14:12 Minuten ins Ziel, dichtauf gefolgt vom U16-Sieger Sasha Müller (SSC/Jahrgang 2001/14:17 Minuten). Der 14-jährige Hanauer ließ dabei unter anderem den Deutschen M15-Meister Niklas Krämer (TV Waldstraße Wiesbaden/14:22 Minuten) hinter sich. Eine starke Vorstellung bot Jonas Rapp, DM-Achter, der direkt auf Niklas Krämer als U16-Dritter folgte. Marius Abele (4.U16) war mit 14:41 Minuten der vierte SSC-Läufer in den Top Sieben.
Neben Lisa Oed und Sasha Müller wurde auch Max Grabosch als Sieger der U14 seiner Favoritenrolle gerecht. Der M13-Hessenmeister lief 15:35 Minuten und hatte 150 Meter Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Dreimal Silber für den SSC holten Robin Petzold (2.U12/17:06 Minuten), Elena Taubel (2.U14/17:44 Minuten) und Johanna Uherek (2.U12/18:15 Minuten). Carla Taubel (SSC) belegte in der jüngsten Wertungsklasse mit 20:29 Minuten den fünften Platz.

Vorschau: Frankfurt Marathon

SSC-Athleten bei Deutscher Meisterschaft

In Frankfurt geht es um die Marathontitel 2015
Am Sonntag treffen sich in Frankfurt nicht nur einige der weltbesten Marathonläufer, die naturgemäß aus den afrikanischen Hochebenen Äthiopiens, Eritreas und Kenias stammen. Am Start sind auch deutsche Topläufer wie Arne Gabius oder Mona Stockhecke und Lisa Hahner. Gemeinsam mit den stärksten Athleten der Region kämpfen sie bei der Deutschen Meisterschaft um Titel und Medaillen.
Im Männerrennen wäre alles andere als der sichere Sieg von Arne Gabius eine große Überraschung, hat doch der für einen Hamburger Verein startende Tübinger den Angriff auf den Deutschen Marathon-Rekord von Jörg Peter (2:08:47 Stunden) angekündigt. In einer anderen Liga und etwa eine halbe Stunde langsamer laufen die Athleten des Sportkreises Hanau, von denen sich die in diesem Jahr bereits mit vier nationalen M35-Titeln dekorierte Mannschaft des SSC Hanau-Rodenbach Chancen auf eine weitere vordere Platzierung ausrechnen. Wenngleich es in der Besetzung Ingbert Reinke, Sebastian Kraft, Stefan Unger und Dirk Schönbeck wohl nicht zu einer Treppchenrang reichen wird, ist die Urkunde bis Platz sechs fest eingeplant.
Noch nicht bei hessischen und deutschen Meisterschaften startberechtigt sind die beiden Afrikaner Abdi Abdulqader und Okubazgiher Teferi-Abai, die im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach zumindest im Bereich von 2:50 Stunden laufen können, wenn sie die taktische Marschroute des zurückhaltenden Rennbeginns nicht außer Acht lassen.
Bei den Frauen ruhen die hiesigen Hoffnungen auf Kerstin Bertsch. Mit dem Rückenwind von Rang drei der hessischen Halbmarathonmeisterschaften auf ihrer Heimstrecke in Rodenbach, steht nun die doppelte Distanz und eine Zielzeit von weniger als 2:55 Stunden an. Ob dies landesweit erneut zur Medaille reicht, ist angesichts der großen Konkurrenz fraglich. Doch zumindest bezüglich der direkten Vorbereitung will sich Bertsch deutlich verbessern: "Ich hatte in Rodenbach ab Kilometer 17 Magenprobleme, weil ich am Tag zuvor auf einer Geburtstagsparty zu viel und zu vollwertig gegessen hatte. Das passiert mir vor Frankfurt sicher nicht noch einmal !" Ebenfalls am Start ist Dr.Sevim Haaß. Die dreifache Mutter geht nach langer Marathonpause vorsichtig optimistisch ins Rennen und hofft auf eine Zeit um 3:15 Stunden.
Im Mini-Marathon SSC-Sieg möglich
Während Weltklasse und Breitensport die 42,195 Kilometer in Angriff nehmen, nutzt der Nachwuchs auf der 4,2-Kilometer-Distanz die Chance "Stadtmarathonluft" zu schnuppern. Nach zwei SSC-Siegen in den Vorjahren war 2014 der damals 13-jährige Sasha Müller mit 14:20 Minuten knapp geschlagener Zweiter hinter dem drei Jahre älteren Leverkusener Jonas Müller (14:14 Minuten). Heuer geht Sasha Müller mit der Fünf-Kilometer-Bestzeit von 15:52 Minuten als Mitfavorit gemeinsam mit Julius Hild (Jahrgang 1999) ins Rennen, auch wenn sich hier weitere Jugendliche außerhalb von Hessen in den Kampf um den Titel des schnellsten Nachwuchsathleten einreihen könnten. Doch angesichts einer möglichen Endzeit von weniger als 14 Minuten für die 4,2 Kilometer kommen nicht allzu viele Konkurrenten neben den SSC-Läufern in Frage. Vorne mitmischen kann bei der weiblichen Jugend Lisa Oed, die hier unter anderem auf die hessische Straßenlaufmeisterin Gina Schürg (Friedberg) trifft.

Bundes- und Hessenkaderathleten

Bundes- und Hessenkaderathleten berufen

SSC mit neun Kader-Leichtathleten
Mit der Rekordzahl von neun Kaderathleten in Bundes- und Landeskadern ist der SSC Hanau-Rodenbach in der Saison 2015/ 2016 bestens aufgestellt. Allen voran die "Rekord-Internationale" Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach), die nach ihrem 25.Einsatz bei Europa- und Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Lauf auch heuer wieder im Ultramarathon-Nationalteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes steht. Ebenfalls internationale Perspektive besitzt ihr Vereinskamerad Lukas Abele als einziger DLV-C-Kader der Region.
Der 18-jährige Mittelstreckler startete bereits 2014 durch und erzielte nun mit dem U20-Kreisrekord von 3:48,08 Minuten für die 1500 Meter als jüngerer A-Jugend-Jahrgang die herausragende Leistung im Laufbereich. Dass der Walldorf-Schüler trotz Nominierung nicht zur U20-Europameisterschaft fahren konnte, um als einziger Deutscher in seiner Spezialdisziplin zu starten, war einer kurzfristigen schweren Erkrankung geschuldet. "Dann klappt es hoffentlich 2016", blickt Lukas Abele, der Deutschland bereits beim Hallenländerkampf gegen Frankreich und Großbritannien vertrat, optimistisch in die Zukunft. Die bietet im kommenden Jahr die U20-Weltmeisterschaften im russischen Kazan, für die eine Qualifikationszeit von 3:45 Minuten erwartet wird. Die Bandbreite von Lukas Abele reicht aktuell von 51,53 Sekunden (400 Meter) und 1:52,62 Minuten (800 Meter) über 3:48,08 Minuten (1500 Meter) bis hin zu 15:50 Minuten im Fünf-Kilometer-Lauf.
In den D/C-Kader rückt nach ihrem Bronzemedaillengewinn im 1500-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18 Lisa Oed auf. Die SSC-Athletin steigerte sich beim Saisonhöhepunkt der Deutschen Meisterschaften in Jena auf 4:39,91 Minuten und schaffte damit als jüngerer Jahrgang den Sprung aufs Treppchen. Bereits im Vorjahr konnte sie mit 3000-Meter-W15-Bronze eine nationale Medaille gewinnen und mit 10:06,14 Minuten einen beachtlichen Kreisrekord aufstellen, an den sie im taktisch geführten Meisterschaftslauf der Süddeutschen U18-Titelkämpfe 2015 mit 10:15,53 Minuten heuer nicht ganz herankam. Dafür steigerte sie sich im 800-Meter-Lauf auf 2:17,81 Minuten und fand einen gelungenen Einstand als Hessenmeisterin im 1500-Meter-Hindernislauf, wo sie mit 5:11,41 Minuten gleichzeitig zu den besten zehn Deutschen ihrer Altersklasse zählt. Lisa Oed gewann neben DM-Bronze und dem Süddeutschen U18-Titel insgesamt fünfmal Gold auf Hessenebene zwischen 800 Metern bis hin zur Berglaufmeisterschaft über neun Kilometer.
Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) landete bei zwei Deutschen Meisterschaften mit zwei Überraschungscoups in der Spitzengruppe. Seine Bronzemedaille im Berglauf der Klasse U20 sorgte in Verbund mit Mannschaftsgold ebenso für Aufsehen wie Platz fünf als Bester seines Jahrgang 1999 bei den nationalen Crosstitelkämpfen der U18. In den D1-Kader Lauf wurde der Rodenbacher aufgrund seiner Bahnleistungen berufen. Der Süddeutsche Staffelmeister (gemeinsam mit Philip Ahne und Johannes Fleiner) qualifizierte sich über 3000 Meter mit 9:07,77 Minuten für die U18-DM und zeigte im 5000-Meter-Lauf mit 16:03,12 Minuten seine Ausdauerqualitäten. Außerdem lief der mehrfache Hessenmeister die zehn Kilometer in 34:03 Minuten.
Mit Marius Abele steht ein weiterer SSC-Athlet als Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften im D-Kader. Aufgrund des Alters im D2-Kader Lauf geführt, hat er als einer der besten Langstreckler der U16 im Gebiet des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bereits Nationalkader-Luft geschnuppert. Den Test in Saarbrücken bestand der 15-Jährige mit Bravour und bestätigte dabei seine 3000-Meter-Bestzeit von 9:14,33 Minuten, mit der er DM-Bronze gewann. Die Bandbreite von Marius Abele reicht von 800 Metern in 2:07,79 Minuten bis hin zum Fünf-Kilometer-Straßenlauf in 16:32 Minuten.
Hier liegt auch die Stärke seines Trainingsgefährten Jonas Rapp. Der gleichaltrige Hanauer kam über fünf Kilometer in 16:33 Minuten bis auf eine Sekunde an seinen "Vorläufer" heran. Auch im 3000-Meter-Lauf fehlte letztlich gar nicht mehr viel, um zu Marius Abele aufzuschließen, denn mit 9:21,72 Minuten steigerte sich Rapp in Jahresfrist um mehr als 50 Sekunden. Verdienter Lohn für die Leistungsexplosion in 2015 war Platz acht in einem hochklassigen 3000-Meter-Finale bei den Deutschen Schülermeisterschaften.
Mit Thomas Ott hat ein weiterer SSC-Läufer des Jahrgangs 2000 den Sprung in den Hessenkader geschafft. Der Langenselbolder tanzt zwar auf zwei Hochzeiten, bringt aber über seine Einsätze im Triathlon eine besonders gute Grundlagenausdauer in den Laufsport ein. Dies machte sich mit der Verbesserung im Jahresverlauf von 9:59 Minuten über 3000 Meter bis hin zu seiner Bestzeit von 9:28,69 Minuten bezahlt. Außerdem erzielte Thomas Ott im Fünf-Kilometer-Lauf mit 16:46 Minuten eine nationale Top-ten-Zeit und trug zur Deutschen Jahresbestzeit des SSC Hanau-Rodenbach mit der U16-Staffel im 3x1000-Meter-Lauf bei. Die dabei erzielte Zeit von 8:18,13 Minuten war die viertschnellste jemals in Hessen gelaufene Schülerleistung und nur 13 Sekunden vom vereinseigenen Hessenrekord (8:05,0 Minuten / 1995) entfernt. Mit im Team 2015 standen noch Marius Abele und Sasha Müller.
Der 14-jährige Müller ragt aus der Gruppe der SSC-Hochleister im Schülerbereich nochmals heraus. Seit zwei Jahren ungeschlagen im Langstreckenbereich, setzte er mit einem weiteren Entwicklungsschub gleich zwei Deutsche Jahresbestzeiten und einen Hessenrekord auf seine ohnehin makellose Bilanz drauf. Die von ihm erzielten 9:19,69 Minuten über 3000 Meter sind bundesweit ebenso an Nummer eins der M14 wie die Fünf-Kilometer-Hessenrekordzeit von 15:52 Minuten für die gesamte U16. Dass der Hanauer Rehbein-Schüler die nötige Grundschnelligkeit mitbringt, bewies er durch seine 100-Meter-Zeit von 12,62 Sekunden, die 300-Meter-Leistung von 39,48 Sekunden sowie die bundesweit zweitschnellste 800-Meter-Zeit der M14 mit 2:03,54 Minuten und als Länderkampfsieger auf der Mittelstrecke. Außerdem errang er den Titel des Süddeutschen Meisters im 3000-Meter-Lauf.
Als jüngster Jahrgang fand Max Grabosch im D2-Kader Berücksichtigung. Angesichts der Leistungsfähigkeit des drahtigen Ausdauersportlers, der aus dem Radrenn-Sektor zum Laufen stieß und "nebenbei" noch drei Mal wöchentlich Fußball spielt, verwundert dies nicht. Denn mit 2:17,19 Minuten über 800 Meter führt der mehrfache Hessenmeister die HLV-Rangliste der M13 ebenso an wie mit 6:23,65 Minuten über 2000 Meter und 17:03 Minuten im Fünf-Kilometer-Straßenlauf. Obwohl er mit dieser Straßenlaufzeit bereits in der Deutschen Bestenliste der Klasse M15 geführt wird, lautete der Kommentar des ehrgeizigen Youngsters nach dem Rekordrennen von Rodenbach: "Ich wollte eigentlich schneller laufen!" Keine Frage, dass Max Grabosch auch zukünftig lieber auf der Überholspur unterwegs ist als "nur" in die Fußstapfen seiner älteren SSC-Vereinskameraden zu treten.

Mainuferlauf in Offenbach

Kerstin Bertsch siegt in Offenbach

Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) hat mit einer ganz speziellen Marathon-Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in Frankfurt für Aufsehen gesorgt. Beim Mainuferlauf des Offenbacher LC entschied die 27-jährige SSC-Athletin zunächst den Zehn-Kilometer-Wettbewerb für sich, um nur 20 Minuten später den Halbmarathon in Angriff zu nehmen und auch dort respektabel abzuschneiden.
"Ich wollte insgesamt 20 Kilometer im Marathon-Renntempo von Frankfurt laufen und gleichzeitig Punkte für die Serienwertung beim Main-Lauf-Cup zu holen, wozu ich den Zehn-Kilometer-Sieg brauchte", erklärte Kerstin Bertsch ihr Vorhaben, das sie mustergültig umsetzte. Auf der flachen Strecke am Mainufer hielt sie die Konkurrentinnen mit 38:18 Minuten locker in Schach, folgten doch Irina Haub (DJK Flörsheim/ 38:41 Minuten), Laura Spranz (Spiridon Frankfurt/38:41 Minuten) und Petra Wassiluk (38:49 Minuten) mit 100 Metern Rückstand. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann auf die Halbmarathonschleife, die Kerstin Bertsch mit einem 4:00-Minuten-Kilometer-Tempo begann. "Das hat sich gut angefühlt, aber bei der Wende habe ich einen Gang zurückgeschaltet, um nicht zu überziehen", so Bertsch, die in Frankfurt in zwei Wochen eine Endzeit von weniger als 2:55 Stunden "oder auch schneller" anstrebt. Mit 1:33:42 Stunden kam sie nun in der Gesamtwertung auf Rang neun, direkt vor ihrer ebenfalls in Frankfurt startenden Vereinskameradin Dr.Sevim Haaß (3.W40/1:33:47 Stunden). Gemeinsam mit W50-Siegerin Hilke Bertschy-Abele (1:39:50 Stunden) sprang in der Mannschaftswertung der zweite Platz hinter dem Hessenmeisterteam von Spiridon Frankfurt heraus, das auch die Gesamtsiegerin Tinka Uphoff (1:19:09 Stunden) stellte.
Im Männerrennen starteten Maximilian Ostermeier (SSC/1:21:42 Stunden) und direkt aus der Marathon-Vorbereitung Dirk Schönbeck mit dem "Renntempo-Lauf" in 1:22:30 Stunden.
Über zehn Kilometer erreichte Claudia Pusch (SSC/41:42 Minuten) das Ziel im Vorderfeld. Bei den Männern lief Lienhard Hersel (SSC) in 33:25 Minuten auf Rang vier der Gesamtwertung. Lukas Huber folgte in 35:26 Minuten als Elfter.
Der Weg zum Sieg im Fünf-Kilometer-Lauf führte erneut über den 14-jährigen Sasha Müller. Ohne an seine Leistungsgrenze zu gehen, gewann der SSC-Nachwuchsathlet in 16:31 Minuten vor dem zeitgleichen Marc Bunzendahl (LG Altenstadt). Das Hessenkader-Training im Vorfeld hatte Max Grabosch noch in den Knochen, so dass für den M13-Sieger heuer lediglich 18:08 Minuten heraussprangen, die immerhin zum Klassensieg reichten. Patrick Köppel (19:21 Minuten) und Karl Wandukwa (19:29 Minuten) belegten in der Gesamtwertung die Ränge sieben und acht.

Nationalkadertest

Auf den Spuren des großen Bruders

Dauernheimer Marius Abele beim Nationalkadertest
Seit Jahren zählt Lukas Abele aus Dauernheim zu den besten Nachwuchs-Mittelstrecklern Deutschlands und wurde als Deutscher U20-Vizemeister mit der 1500-Meter-Bestzeit von 3:48,08 Minuten in den nationalen C-Kader aufgenommen. Spätestens seit dieser Saison tritt Marius Abele, Jahrgang 2000, in die Fußstapfen seines Bruders, hat er doch neben Rang drei bei den Deutschen Meisterschaften auch den Süddeutschen Titel sowie insgesamt sechs Siege auf Landesebene erreicht. Verdienter Lohn für die Erfolgsbilanz war nun die Einladung des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) zur U16-Nationalkadersichtung in Saarbrücken.
Unter der Leitung von Bundestrainer Adi Zaar (Zweibrücken) folgten die Medaillengewinner der Deutschen U16-Meisterschaften über 800 Meter und 3000 Meter der Einladung des DLV in die Hermann Neuberger-Sportschule. Mit dabei auch die Heimtrainer der Athleten und Athletinnen, die dank der Labor-Auswertung "über Nacht" bereits vor Ort wertvolle Anregungen aus den Tests zur Bestimmung der Leistungsparameter in den Bereichen der Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer und der aeroben Ausdauer erhielten. Weitere wichtige Bausteine waren die ausgiebige Koordinationsschulung sowie die einstündige Stabilisation und Athletik, die die geforderten Muskelgruppen durchaus auch an die jeweiligen Grenzen und darüber hinaus führten. Als "ganz schön hart" empfand Marius Abele vor allem die wiederholte Belastung der Bauchmuskulatur durch ausgefeilte Übungsformen, doch der Olympiastützpunkt-Physiotherapeut zog sein Programm voll durch, was letztlich zu kräftigem Muskelkater und der gleichzeitigen Erkenntnis führte, "in diesem Bereich unbedingt am Ball zu bleiben."
Im persönlichen Gespräch mit dem Athleten-Heimtrainer-Gespann klärte Bundestrainer Adi Zaar die persönlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft im Leistungssport sowie Zielsetzungen und mögliche Angebote des DLV wie Förderwettkämpfe mit ansprechender Konkurrenzsituation. "2016 steht erstmals eine U18-Europameisterschaft an, und vielleicht schafft es sogar ein Athlet aus eurem Kreis mit dabei zu sein. Ihr habt Feuer gefangen, ihr habt Träume und Visionen, und wir wollen euch auf diesem Weg als Partner und Berater begleiten", so Zaar, der die "Keimzelle Athlet-Heimtrainer" in Kooperation mit dem Landesverband und dem DLV grundsätzlich als Ausgangspunkt des Erfolgs sieht. Für Marius Abele soll die Qualifikation zur nationalen U18-Meisterschaft im Stadion das Ziel sein, denn der in der Saison 2015 vollzogene Leistungssprung von 50 Sekunden auf die 3000-Meter-Bestzeit von 9:14,33 Minuten muss zunächst bestätigt werden. "Aber die Normzeit von 9:10,20 Minuten ist auf jeden Fall machbar, und vielleicht geht es ja sogar schon Richtung 9:00 Minuten", hoffen Athlet und Trainer.
Hier offenbart sich auch der Unterschied in der ansonsten fast parallel verlaufenen "Karriere" von Lukas und Marius Abele. Während Lukas Abele die 800 Meter und 1500 Meter favorisiert, liegen die Stärken des drei Jahre jüngeren Bruders im 3000-Meter-Lauf und im Fünf-Kilometer-Straßenlauf. Dies lässt für die erste geplante Teilnahme an der Deutschen Crosslaufmeisterschaft sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung bereits im März 2016 Hoffnungen auf eine Platzierung im Vorderfeld hoffen. "Und das Beste wäre dabei natürlich eine Mannschaftsmedaille mit meinem Vereinsteam", sieht Marius Abele seine Sportler-Zukunft durchaus schon bronzen, silbern oder sogar golden glänzen. Damit eine entsprechende Grundlage gelegt werden kann, will er während des Trainingslagers des SSC Hanau-Rodenbach in den Herbstferien auf dem Jugendzentrum Ronneburg richtig durchstarten und bis zu drei Trainingseinheiten täglich in den Bereichen Lauftechnik, Krafttraining, Schnelligkeit sowie allgemeiner und spezieller Grundlagenausdauer absolvieren. "Die Konkurrenzsituation im Jahrgang 2000 ist auf Bundesebene eine ganz enge Kiste, bei der die Tagesform entscheiden kann. Wer hier auf dem Treppchen stehen will, sollte eine gute Basis in jeder Hinsicht mitbringen", erklärte sein Heimtrainer nach der Sichtung von Saarbrücken, bei der Marius Abele im Ausdauertest zu den stärksten Athleten Deutschlands zählte.

Kreismeisterschaften im 5km-Straßenlauf

Sasha Müller pulverisiert Hessenrekord

14-jähriger SSC-Läufer in 15:52 Minuten über fünf Kilometer
Den Glanzpunkt der offenen Kreismeisterschaften im Fünf-Kilometer-Straßenlauf des SSC Hanau-Rodenbach setzte auf seiner Heimstrecke der 14-jährige Sasha Müller. Gemeinsam mit dem 18-jährigen Nationalkader-Athleten Lukas Abele (ebenfalls SSC) dominierte er das Nachwuchsrennen, um mit einem furiosen Schlusskilometer als erster hessischer Schüler die 16:00-Minuten-Marke zu unterbieten. Dabei pulverisierte der vielfache Hessenmeister und Führende der Deutschen Jahresbestenliste seinen eigenen U16-Hessenrekord von 16:07 Minuten, der nach dem Sensationsrennen von Rodenbach nun bei 15:52 Minuten steht.
Von Beginn an drückten zunächst der Deutsche Vizemeister Lukas Abele und U18-Hessenmeister Julius Hild mit dem Auftaktkilometer von 3:06 Minuten aufs Tempo. Nach 6:16 Minuten zur Zwei-Kilometer-Zwischenzeit wurde es über den Wendepunkt zu Kilometer vier in 12:47 Minuten zwar etwas ruhiger, doch in der Endphase lieferten sich Abele und der zwischenzeitlich aufgerückte Müller ein selten packendes Duell, das der 14-Jährige fast für sich entschieden hätte. "Ich hatte schon zehn Meter Rückstand und habe ihn erst im Waldstadion auf der Zielgeraden wieder überholen können", schilderte Lukas Abele seine "liebe Mühe und Not" mit dem schnellen Youngster. In 15:50 Minuten gewann Abele, 15:52 Minuten wurden für Müller gestoppt, und für U20-Athlet Jannik Trunk (SSC) sprang mit 15:56 Minuten ebenfalls eine neue Bestmarke heraus. Rang vier ging in 16:18 Minuten an Julius Hild (1.U18).
"Selbst wenn man gerade in diesem Alter und in Abhängigkeit der jeweiligen körperlichen Entwicklung mit zukunftsorientierten Einschätzungen sehr vorsichtig sein sollte, ist die Fähigkeit einen 3:10-Minuten-Kilometerschnitt im Fünf-Kilometer-Straßenlauf durchzuhalten zumindest in Deutschland für einen Schüler der Klasse M14 schon ungewöhnlich", fasste Heimtrainer Sascha Arndt das Topresultat in eher sachliche Worte. Gleichwohl freute er sich kräftig mit dem Nachwuchs-As über diesen Coup, der für die U16-Mannschaftskameraden Jonas Rapp in Bestzeit von 16:33 Minuten und Thomas Ott mit 16:46 Minuten und weitere nationale Top-ten-Platzierung in der DLV-Jahresbestenliste Sogwirkung entfaltete. Hinzu kam für Müller, Rapp und Ott die schnellste jemals gelaufene U16-Mannschaftszeit in Deutschland von 49:11 Minuten - und das ohne den verhinderten DM-Dritten Marius Abele, mit dem der SSC bei Meisterschaftswettbewerben ein weiteres As in seinen Reihen hat.
Als 13-Jähriger in die U16-Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes schaffte es Max Grabosch (SSC) mit dem überlegenen Klassensieg in der Spitzenzeit von 17:03 Minuten. Unter der 20:00-Minuten-Marke bliebe ebenfalls als Kreismeister seiner Klasse M11 Robin Petzold (SSC) in 19:50 Minuten.
Die weibliche Gesamtwertung entschied Lisa Oed für sich. Die Dritte der Deutschen U18-Meisterschaften im 1500-Meter-Lauf bewies Ausdauer, als sie in 18:35 Minuten gewann. Schnellste Schülerin war Johanna Schneider (W14/ TV Waldstraße Wiesbaden) mit 20:03 Minuten, ehe dann die Schwestern Uherek im SSC-Trikot neue Bestzeiten feierten: Clara Uherek (1.W13) steigerte sich zeitgleich mit Miriam Beschorner (SG Schlüchtern / 1.W12) auf 20:18 Minuten), und die erst elfjährige Johanne Uherek lief um eine Minute schneller als vor Wochenfrist in 20:25 Minuten als W11-Kreismeisterin ins Ziel.
Im 4,2-Kilometer-Mini-Marathon, ebenfalls als Kreismeisterschaft für Offenbach/ Hanau ausgetragen, stellte der Neunjährige Tristan Kaufhold (SSC) mit 16:34 Minuten vor dem gleichaltrigen Christian Baus (JSG Distelrasen/16:55 Minuten) sein Talent unter Beweis. Mit Anna-Lena Hamburger (SSC/18:59 Minuten) und Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach/19:27 Minuten) waren die W08-Athletinnen schneller als die W09-Meisterin Carla Taubel (19:30 Minuten).

Hessische Halbmarathonmeisterschaften

Thomas Seibert und Kerstin Bertsch mit Halbmarathon-Medaillen

Hessische Meisterschaften in Rodenbach für den SSC ein großer Erfolg
Organisatorisch und sportlich ein Erfolg - auf diese knappe Formel kann der SSC Hanau-Rodenbach die Ausrichtung der diesjährigen hessischen Meisterschaften im Halbmarathonlauf bringen, die in den zehnten offenen SSC-Halbmarathon integriert waren. Hochkarätige Leistungen gab es durch Gesamtsieger Merne Eshete (TV Wasserlos/1:07:30 Stunden), Hessenmeister Ilyas Iman (LG Fulda/ 1:07:37 Stunden) und durch die Hessenmeisterin Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt/1:18:28 Stunden). Thomas Seibert als Vizemeister und Kerstin Bertsch mit Bronze bei den Frauen sowie beide SSC-Mannschaften auf Rang zwei der Landeswertung sorgten für rundum zufriedene Gesichter.
Das Niederrodenbacher Waldstadion bot als Start- und Zielort den Ausgangspunkt für sportliche Höchstleistungen. So war es bei optimalen Witterungsbedingungen fast schon die logische Folge, dass im Kampf um Titel und Medaillen zahlreiche persönliche Bestmarken aufgestellt werden konnten und die hessische Bestenliste kräftig durcheinander gewirbelt wurde. Dabei überraschte an der Spitze des Feldes der erst 19-jährige Ilyas Iman. Mit einer Zehn-Kilometer-Bestzeit von 30:25 Minuten angereist, aber nach eigenem Bekunden "noch sehr müde" vom sechs Tage zuvor bestrittenen Wettkampf auf dieser Strecke, warf er seine Marschroute in Richtung 1:12-Stunden-Halbmarathon schon direkt nach dem von Bürgermeister Klaus Schejna abgegebenen Startschuss über Bord. Gemeinsam mit dem im offenen Lauf favorisierten Solomon Merne Eshete (Bestzeit 1:06 Stunden) diktierte er auf Kilometerabschnitten um 3:10 Minuten das Renngeschehen an der Spitze, passierte die Zehn-Kilometer-Zwischenmarke in 31:57 Minuten und hielt dieses Tempo eisern durch. Auch wenn sein Laufpartner aus Unterfranken 1,5 Kilometer vor dem Ziel forcierte und letztlich mit 40 Metern Vorsprung nach 1:07:30 Stunden die Gesamtwertung gewann, war das Halbmarathon-Debüt des Jugendläufers in der nationalen Topzeit von 1:07:37 Stunden bemerkenswert.
Hinter dem nicht in der Hessenwertung startberechtigten Alamo Damy Sambato vom TV Hergershausen (1:10:22 Stunden) folgte dann schon SSC-Athlet Thomas Seibert. Der 36-jährige Gymnasiallehrer spielte seine ganze Routine aus, um die Konkurrenten Manuel Ruhland (Spiridon Frankfurt/1:12:40 Stunden) und Johannes Wennmacher (PSV Grün-Weiß Kassel /1:12:50 Stunden) auf der zweiten Streckenhälfte zu distanzieren, was ihm mit dem hessischen Vizemeistertitel der Männerklasse in 1:11:18 Stunden bestens gelang. Nach Runde eins noch mit einem Lächeln im Stadiondurchlauf unterwegs, warf sich Seibert nach dem gelungenen Endspurt doch zunächst völlig ausgepumpt auf den Boden, um kurz darauf zufrieden zu erklären: "Das war hart, aber gut. Allerdings weiß ich auch, warum ich das nur einmal im Jahr mache !" Den inneren Schweinehund bezwungen zu haben, lohnte sich für ihn gleich vierfach, denn weitere Medaillen holte er in Gold als Sieger der Klasse M35 sowie zweimal in Silber mit der Männermannschaft in der Besetzung Karsten Fischer (1:14:41 Stunden/3.M30) und Markus Riefer (1:17:35 Stunden/3.M45) sowie mit dem M30/35-Team, das Sebastian Kraft in 1:25:25 Stunden komplettierte.
Bei den Frauen meldete sich Kerstin Bertsch als Gesamtdritte mit 1:23:51 Stunden erfolgreich im Meisterschaftsgeschehen zurück. Die junge Mutter büßte zwar auf der zweiten Runde an Tempo ein, sieht sich aber in Richtung der Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt im Fahrplan. Nicht zufrieden mit ihrem Auftritt war Hessenmeisterin Tinka Uphoff. Trotz der ansprechenden Siegeszeit von 1:18:28 Stunden fehlten ihr letztlich zwei Minuten und die nötige Lockerheit, um von einer gelungenen Generalprobe für den Frankfurt-Marathon zu sprechen. "Ich habe mich von Beginn an müde gefühlt, vielleicht ist da ein Infekt im Anmarsch", mutmaßte die vielfache Hessenmeisterin, die sich vor Franziska Rachowski (LAZ Gießen/1:22:25 Stunden) durchsetzte.
In der Seniorenwertung W50 gewann Simone Stöppler den zweiten Titel für den SSC Hanau-Rodenbach. Die 100-Kilometer-Nationalmannschaftsläuferin erzielte 1:32:13 Stunden und verwies Regina Blatz (TuS Griesheim/1:35:23 Stunden) auf den Silberrang. Rang drei in der W45 erreichte Anette Portele, die schon direkt nach dem Zieleinlauf in 1:32:34 Stunden attestierte: "Da ist noch weiteres Potenzial vorhanden." In der Mannschaftswertung holten sich Bertsch, Stöppler und Portele den Vizetitel hinter Spiridon Frankfurt.
Für Spitzenleistungen bei den Senioren sorgten M60-Sieger Egbert Merkel (TSV 1906 Cappel) in 1:23:43 Stunden sowie der 73-jährige Klaus Wagner von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain in 1:31:28 Stunden. Bei den Frauen war es die 69-jährige Karin Risch (LG Biebesheim/Eschollbrücken/Crumstadt) mit 1:43:42 Stunden, die noch zahlreiche jüngere Mitstreiterinnen hinter sich ließ.
Im offenen Lauf überzeugten Abdi Abdulkeder (SSC/1:16:30 Stunden), Okubazgiher Teferi-Abai (SSC/1:18:24 Stunden), Mark Schneider (Lauftreff Hanau-Bruchköbel/1:21:17 Stunden), Dieter Kreis (Tria Team Bruchköbel/1:23:38 Stunden), der HM-Neunte M50 Frank Seidel (SSC/1:27:32 Stunden) und Andre Lukas (VL Niederrodenbach/1:30:21 Stunden).
Auch wenn die schnelle Durchführung der Siegerehrung durch einen "Irrläufer" litt, der im Abstand von zehn Minuten zweimal die Ziellinie mit Startnummer passiert hatte und damit durch die später im Wettkampfbüro nötige Fehlersuche die Auswertung verzögerte, zogen die Veranstaltungsleiter Sascha Arndt und Mohamed Gassem ein rundum positives Fazit. "Unser SSC-Team mit mehr als 60 Helfern hat bestens gearbeitet und damit die Rahmenbedingungen für einen guten Wettkampf geschaffen. So war die zehnte Auflage mit dem Teilnehmerrekord von insgesamt mehr als 500 Läufern gleich auch ein sehr gelungener Vereinsbeitrag zur 990-Jahr-Feierlichkeit der Gemeinde Rodenbach", erklärte Sascha Arndt, der die direkt nach Veranstaltungsende erfolgte Anfrage des hessischen Straßenlaufwarts Jochen Miersch nach der wiederholten Ausrichtung der hessischen Halbmarathon-Meisterschaften im kommenden Jahr zwar als Auszeichnung sah, aber ablehnte. "Angesichts des immensen organisatorischen Aufwands wollen wir im kommenden Jahr im SSC-Straßenlauf "zurück zu den Wurzeln" finden und uns auf die Ausrichtung des Fünf-Kilometer-Laufs und Mini-Marathons konzentrieren, zumal wir im Mai 2016 ja wiederum die Hanauer Stadtmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf veranstalten", so Arndt.

Lukas Abele

Der Nationalkaderathlet hat die Jugend-WM im Blick

Lukas Abele ist einer der hessischen Hoffnungsträger auf den Start bei den U20-Weltmeisterschaften im kommenden Jahr. Der 18-jährige 1500-Meter-Läufer des SSC Hanau-Rodenbach konnte sich in der zurückliegenden Saison als einziger Deutscher für die U20-Europameisterschaften qualifizieren, musste dann aber krankheitsbedingt wenige Tage vor seinem Einsatz passen. Beim aktuellen Nationalkaderlehrgang des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Kienbaum überzeugte er nun wieder auf ganzer Linie.
Das denkwürdige Jahr 2015 begann für Lukas Abele mit einem Paukenschlag. Deutscher Vizemeister in der Halle und die Nominierung für den Länderkampf gegen Frankreich und Italien waren das erste Highlight einer außergewöhnlichen Saison. Es folgten packende Rennen und Tempojagden, bei denen sich der 1,91 Meter große Mittelstreckler auf die internationale Qualifikationszeit von 3:48,08 Minuten steigerte - gleichzeitig eine der schnellsten Zeiten, die ein 18-Jähriger jemals in Hessen über 1500 Meter gelaufen war. Das ausgeklügelte Trainings- und Wettkampfprogramm des SSC-Vorzeigeathleten hatte da schon längst den zunächst kritischen Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) überzeugt. "Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut funktioniert. Es ist sicher auch nicht für jeden Läufer geeignet, aber bei Lukas passt es bestens", so Schmidt, der die konsequent durchgeführten Unterdistanz-Testrennen in dieser Art und Kombination "noch nicht gesehen" hatte.
Nach Rang zwei als bester Deutscher bei der internationalen Junioren-Gala in Mannheim und einer 3:49-Minuten-Zeit standen die Europameisterschaftsampeln auf Grün, doch dann erwischte es Lukas Abele wenige Tage nach seiner neuen 800-Meter-Bestzeit von 1:52 Minuten gesundheitlich auf dem falschen Fuß - und zwar so massiv, dass ein Start im schwedischen Eskilstuna ausgeschlossen war.
Für 2016 könnte er seinen sportlichen Traum nun nachholen. Zwar wird der Deutsche Leichtathletik-Verband die 1500-Meter-Qualifikationsleistung zur U20-Weltmeisterschaft in Kazan/ Russland auf 3:45 bis 3:46 Minuten drücken, doch auch wenn es im WM-Jahr zunächst um die Bestätigung der aktuellen Bestzeit gehen dürfte, ist die weitere Steigerung nach Ansicht von Heimtrainer Sascha Arndt durchaus möglich.
"Lukas hat das Potenzial für diese Zeit - zumindest, wenn gesundheitlich alles klappt und die Rahmenbedingungen stimmen. Seine Einstellung ist für einen Jugendläufer vorbildlich, da stimmt alles vom eigenständigen Krafttraining über semispezifische Grundlageneinheiten auf dem Rad bis hin zu der Nutzung der zeitlichen Freiräume in der Schule", erklärte der A-Lizenz-Trainer, der allerdings auch Unwägbarkeiten ausmacht. So ist die schulische Belastung mit Nachmittagsunterricht bis um 18.30 Uhr eine enorme Bürde, die auch Bundestrainer Schmidt als "leistungsmindernd" ansieht. Doch Abele will die Freistunden möglichst zum Training nutzen, um eine gute Basis aufzubauen - und dann im Frühjahr 2016 das entsprechende Tempo draufzusatteln.
Die beim Bundeskaderlehrgang in Kienbaum / Berlin gezeigten Leistungsparameter ließen jedenfalls sowohl Arndt als auch Schmidt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Denn neben der kürzesten Bodenkontaktzeit beim Niedersprungtest überzeugte Lukas Abele auch in den Sprint- und Ausdauertests mit einer erhöhten Leistungsfähigkeit. "Du bist ja ein halber Sprinter", schmunzelte Schmidt nach der 100-Meter-Zeit von 11,95 Sekunden, mit der C-Kader-Athlet "die Mär vom reinen SSC-Ausdauerläufer" eindrucksvoll wiederlegte.
Die Bandbreite von Lukas Abele reicht aber tatsächlich bis in den Langstreckenbereich, was er beim offenen Fünf-Kilometer-Lauf seines Vereins in Rodenbach unter Beweis stellte, den er in 15:50 Minuten gewann vor dem Schüler-Hessenrekordler Sasha Müller (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach/15:52 Minuten) gewann (ausführlicher Bericht folgt).

Landesmeisterschaften im 5km und 10km-Lauf

Titeldominanz beim männlichen Nachwuchs

SSC gewinnt alle Schüler- und Jugendklassen bei "Hessischen" / 8xGold, 8xSilber
Der SSC Hanau-Rodenbach hat seine Ausnahmestellung im Nachwuchsbereich des hessischen Langstreckenlaufs einmal mehr unter Beweis gestellt. Bei den Landesmeisterschaften im Fünf- und Zehn-Kilometer-Straßenlauf gingen acht Titel an die schnellen SSC-Athleten, die in der männlichen Jugend M14 und M15 sowie U18 und U20 alle vier Einzelsiege holten. Hinzu kam noch der Doppelerfolg in der U16-Mannschaftswertung und weiteres Gold und Silber für die weibliche U16.
Zum Auftaktrennen waren die Marburger Straßen fest in der Hand des SSC Hanau-Rodenbach. Für die Fünf-Kilometer-Strecke benötigte Titelverteidiger Sasha Müller (M14) gerade einmal 16:24 Minuten. Mit dieser nationalen Spitzenzeit gewann er die Gesamtwertung auf den letzten 300 Metern vor seinem Teamgefährten Marius Abele (16:32 Minuten/1.M15). Zwar kam Müller nicht ganz an seinen eigenen Hessenrekord von 16:07 Minuten heran, doch die drei Mal zu absolvierende Wende sowie Höhenunterschiede auf dem Parcours boten heuer keine optimalen Voraussetzungen. Gemeinsam mit dem auf 16:51 Minuten verbesserten Jonas Rapp (2.M15) war der Mannschaftssieg die logische Folge. Die ungewöhnliche Dominanz der Hanau-Rodenbacher dokumentierte SSC II. in der Besetzung Thomas Ott (3.M15/17:22 Minuten), Max Grabosch (2.M14/17:42 Minuten) und Jan Reifenberger (8.M15/18:53 Minuten), die den ASC Darmstadt sicher im Griff hatten.
Die weibliche Jugend U16 knüpfte an ihren Überraschungscoup im Crosslauf an und konnten über den nächsten SSC-Doppelerfolg jubeln. Die ausgeglichene Mannschaftsleistung der zwölfjährigen Elena Taubel (7:W14/20:27 Minuten), der 13-jährigen Clara Uherek (8.W14/20:29 Minuten) und der 13-jährigen Nessrien Amerschläger (11.W14/21:03 Minuten) brachte den sicheren Sieg vor SSC II. mit der elfjährigen Johanna Uherek (13.W14/21:19 Minuten), Selma Celikkol (6.W15/21:33 Minuten) und Chiara Heischmann (14.W14/22:31 Minuten).
Im Zehn-Kilometer-Lauf der Jugend U18 hatte Julius Hild nach seinem knapp verlorenen Berglauf-Rennen in der Vorwoche Revanche angekündigt - und konnte die eigenen Erwartungen erfüllen. Trotz einer gesundheitlichen Unpässlichkeit bis zum Vortag zog der 16-jährige Rodenbacher sein Rennen voll durch, erzielte mit 34:03 Minuten vor Scott McClymont (Spiridon Frankfurt/34:53 Minuten) die neue hessische Jahresbestzeit und führte das Team mit Philipp Ahne (6.U18/36:36 Minuten) und Patrick Köppel (8.U18/40:13 Minuten) auf den ersten Platz.
Für Julien Gottfried kam der Sieg in der U20 völlig überraschend. "Ich habe erst auf dem Heimweg erfahren, dass ich gewonnen habe", zeigte sich der Abiturient, der inmitten aller Männerklassen gestartet war, verblüfft. Da war es für die Rückkehr zur Siegerehrung zu spät, doch der begehrte Hessenwimpel wurde ihm von Mannschaftskamerad Lukas Abele (7.U20/36:54 Minuten) nachgereicht. Der C-Kader-Athlet ließ es nach seinem Nationalkaderlehrgang zwangsläufig locker angehen, "weil die Muskulatur von der Vortagesbelastung doch noch dicht war." Für Gottfried aber bedeuteten seine 35:14 Minuten gleichzeitig persönliche Jahresbestzeit. "Ich bin vorsichtig angegangen und habe ab Kilometer zwei beschleunigt und dann nur noch überholt", kommentierte er seine Taktik, mit der er Jonas Uster (LG Odenwald/ 35:32 Minuten) und Lorenz Funck (MT Melsungen/35:33 Minuten) auf die weiteren Medaillenränge verwies.

Regensburger Landkreislauf

Volksfeststimmung für die Sieger

SSC Hanau-Rodenbach auf Regensburger Bühne
Das hatten weder die Organisatoren des Regensburger Landkreislaufs noch die Athleten und Betreuer des SSC Hanau-Rodenbach erwartet. Bei der sechsten Auflage der über 70 Kilometer rund um Regensburg führenden Zehner-Staffel waren die weitgereisten Gäste nicht nur als Starter aus dem Nachbarland Hessen die Exoten in der bayrischen Donau-Stadt. Unter dem Jubel von mehr als tausend Zuschauern und Teilnehmern rannten die jungen SSC-Teams der Konkurrenz so überzeugend auf und davon, dass es bei der abendlichen Festzelt-Siegerehrung minutenlangen Applaus gab.
"So sehen Sieger aus !", klang es aus den Lautsprechern, als die vier Hanau-Rodenbacher Staffeln mit Vereinsflagge auf die Bühne gebeten wurden und das Zelt zum Kochen brachten. Denn dass gleich 30 Schüler und Jugendliche unter 17 Jahren von einem Verein ins Rennen geschickt wurden, war ebenso ein Novum wie der Gesamtsieg von SSC I. als Jugend-Männer-Staffel und der fünfte Platz von SSC II. als der schnellsten reinen Schülerstaffel.
Bereits vor dem Start zeigte sich die Veranstaltungsleitung im persönlichen Gespräch mit der SSC-Mannschaftsleitung beeindruckt, und nach dem Zieleinlauf sprach Sandra Feil ihre Hochachtung aus. "Das ist sensationell, was Sie hier geleistet haben", gratulierte sie Mohamed Gassem und Sascha Arndt inmitten der Regensburger Medienvertreter, die den 15-Minuten-Vorsprung der SSC I.-Staffel zu zahlreichen Interviews nutzten. Insbesondere die Verknüpfung von Sport, Kultur und sozialer Aktivität der insgesamt 65 Sportler und Betreuer umfassenden SSC-Gruppe, die das Wochenende gemeinsam auf dem Campingplatz verbrachte und das kulturelle Rahmenprogramm mit Frauke Tschiltschke in der Altstadt ebenso genoss wie den Grillabend mit Mohamed Gassem und Andreas Hamburger sowie die Abschlussparty, sorgte für Anerkennung.
Sportlich entwickelte sich der Staffellauf schon frühzeitig zur Erfolgsstory. Startläufer Ingbert Reinke übernahm die Führung, die Julian Gottfried, Philip Ahne, Julius Hild, Lukas Huber, Leif Gunkel, Maximilian Ostermeier, Lukas Abele, Jannik Trunk und Kidane Tewolde zunehmend ausbauten. Spannend wurde es lediglich nach der zweiten Etappe, als ein Betreuerfahrzeug den Wechselpunkt übersprang und am falschen Wechsel wartete. "Als wir das bemerkt haben, wurde es zu knapp, um zurückzufahren. Also ist der dritte Läufer dem zweiten sofort entgegengelaufen und hat ihn während der Etappe abgelöst", berichtete Fahrer Peter Wolfenstädter. Grünes Licht vom Zielgericht gab es für diese Aktion ohnehin, weil sie keinen Vorteil darstellte, sondern eine zusätzliche Belastung.
"Der SSC hat zwei Nationalkaderläufer in seinen Reihen - das sind natürlich Pfunde, mit denen die Hessen wuchern können", kommentierte der Moderator den Start der C-Kader-Athleten Lukas Abele und Kidane Tewolde, zu denen sich fünf weitere Landesmeister gesellten. Auf dem profilierten Kurs blieb das Team mit 4:11:39 Stunden fast exakt in dem von Startläufer Reinke berechneten Zeitfenster von 4:11:30 Stunden und verwies das Wolf-Laufteam mit 4:26:01 Stunden sowie zwei weitere Teams mit dem Vorjahressieger Bischofshof Running (4:37:20 Stunden) auf die Ränge. Dann folgte in der Gesamtwertung der mehr als 300 Staffeln bereits die SSC-Schülerauswahl, die mit Maximilian Hamburger (M13), Karl Wandukwa (M14), Max Grabosch (M13), Jan Reifenberger (M15), Jonas Rapp (M15), Jeremy Monroe (M13), Attila Has (M11), Mahmoud Gassem (M14), Marius Abele (M15) und Marius Hoffmann (M15) auf 4:50:16 Stunden kam und damit genau 59 Minuten und 59 Sekunden Vorsprung auf LLC Marathon-Regensburg-Schüler (5:50:15 Stunden) hatte. Zeitgleich ins Ziel kamen die SSC Hanau-Rodenbach Mixed Jugend und die weibliche Jugend des SSC in 6:00:32 Stunden. Für 2016 ist die Wiederholung des Staffelabenteuers geplant - dann aber in der direkten Hanauer Umgebung bei einem örtlichen Mehr-Stunden-Lauf.

U16-Länder-Vergleichskampf

Sasha Müller siegt für Hessen

Mit Regionalrekord in der nationalen Elite etabliert
Sasha Müller hat bei seinem Debüt in der Hessen-Auswahl die Erwartungen deutlich übertroffen. Der 14-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach überraschte beim U16-Länder-Vergleichskampf Hessen - Bayern - Württemberg in Heuchelheim mit dem 800-Meter-Sieg gegen durchweg ältere Konkurrenten. Gleichzeitig steigerte er seine persönliche Bestzeit und den Regionalrekord für die Leichtathletik-Region Rhein-Main auf 2:03,54 Minuten.
Nachdem Sasha Müller beim Herbstsportfest in Wetzlar in der Vorwoche mit 2:05,06 Minuten seine gute Spätform unter Beweis hatte stellen konnte, startete der Karl-Rehbein-Schüler nun durch. "Die Marschrichtung war klar, die Zielsetzung lautete angesichts der Vorleistungen eine neue Bestzeit zu erzielen und von Beginn an das Tempo der Konkurrenz anzunehmen", erklärte sein Heimtrainer nach dem Coup. Dieses Vorhaben setzte Sasha Müller konsequent um, ohne den Bogen zu überspannen. Im hinteren Feld, aber mit direktem Kontakt zur kompakten Spitze mit zwei Bayern, zwei Württembergern und dem hessischen M15-Meister Maximilian Sharaga (TG Rimbach), passierte der SSC-Läufer die 400-Meter-Marke in 61,0 Sekunden und lag damit exakt im Plan. "Dann hat Maximilian Sharaga beschleunigt, ich bin in seinem Windschatten geblieben und auf der Zielgeraden vorbeigesprintet", resümierte Müller zufrieden seine Erfolgs-Taktik. Immerhin nahm er dem zweitplatzierten Florian Bremm (Bayern/2:04,36 Minuten) und Maximilian Sharaga auf Rang drei in 2:04,45 Minuten noch mehr als fünf Meter ab. Gleichzeitig schob sich Sasha Müller in der Deutschen Jahresbestenliste der Klasse M14 hinter Linus Wiedenbauer (TuS Geretsried/2:02,48 Minuten) auf den zweiten Platz.
Die Leistung von Sasha Müller ist umso höher einzuschätzen, als dass die direkte Vorbereitung mit der Übernachtung auf Isomatte und Schlafsack in der örtlichen Turnhalle mit zahlreichen nächtlichen Störungen nicht optimal verlief. "Aber das hat die Stimmung im Hessenteam wieder wettgemacht", so Müller, der bereits am kommenden Wochenende wieder im Rampenlicht stehen könnte. Dann startet er als aktueller Hessenrekordhalter (Bestzeit 16:07 Minuten) gemeinsam mit dem Dritten der Deutschen 3000-Meter-Schülermeisterschaften Marius Abele und dem DM-Achten Jonas Rapp (beide SSC Hanau-Rodenbach) bei den hessischen Fünf-Kilometer-Straßenlaufmeisterschaften in Marburg.

Hessische Berglauf-Meisterschaften

Oed und Seibert Berglaufmeister

Der Berg rief - zur hessischen Meisterschaft der Bergläufer am Hohen Meißner in Abterode, wo sich mit Thomas Seibert bei den Senioren M35 und Lisa Oed bei der weiblichen Jugend U18 zwei Athleten des SSC Hanau-Rodenbach die Titel in ihren Klassen holten. Auf der 9,4 Kilometer langen und durch 430 Höhenmeter erschwerten Strecke lief Thomas Seibert dabei als Gesamtdritter ein.
Der 36-jährige Bronzemedaillist der Deutschen Meisterschaften hatte zwar gegen den Titelverteidiger Ilyas Iman (LG Fulda) und Thomas Kühlmann (LG Wettenberg) heuer keine Chance, doch die Freude über Gesamtrang drei und den M35-Titel vermochte dies nicht zu schmälern. Immerhin steht Ilyas Iman seit den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften Anfang September mit 30:25 Minuten über zehn Kilometer in der Bestenliste und ist damit hessenweit kaum zu schlagen. "Viel wichtiger war, dass ich in meiner Klasse Andrew bezwingen konnte", erklärte Thomas Seibert mit Blick auf seinen Dauerkonkurrenten Andrew Liston. Der für Wettenberg startende Läufer war bereits vor zwei Jahrzehnten als Jugendlicher im schottischen Nationaltrikot bei europäischen Berglaufmeisterschaften gegen Thomas Seibert im Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes angetreten und pendelt nun zwischen Schottland und seiner Wahlheimat, wo er regelmäßig an den Landestitelkämpfen teilnimmt. Am Meißner war Seibert allerdings überlegen, denn mit der Endzeit von 39:34 Minuten konnte er dem Schotten in der Endphase dann exakt 30 Sekunden abnehmen. Die deutlich jüngeren Ilyas Iman (37:00 Minuten) und Thomas Kühlmann (38:00 Minuten) lagen ungefährdet in der Gesamtwertung vorne.
Ganz knapp ging es in der Jugend U18 zu. Einen Tag nach seinem erfolgreichen Einsatz bei der Regensburger Landkreisstaffel fehlten Julius Hild gerade einmal fünf Sekunden zum Hessentitel. Der 16-jährige Rodenbacher zeigte sich taktisch versiert und ließ Lorenz Rau (LG Fulda) zunächst ziehen, um sich dann mit gleichmäßigen Tempo den Vorteil der stärkeren zweiten Hälfte zu sichern. "Als es an der Rampe richtig steil wurde, war ich allerdings auch platt", gestand Hild ein. Mit 41:30 Minuten hinterließ der auch im nächsten noch startberechtigte SSC-Athlet dennoch einen guten Eindruck, zumal er in der Gesamtwertung aller Klassen unter die Top ten lief.
Lisa Oed startete unter den gleichen Voraussetzungen, hatte bei der Regensburger Landkreisstaffel gar zwölf Kilometer absolviert - und steckte diese Vortagesbelastung dennoch gut weg. "Die Konkurrenz war überschaubar, da konnte man das Wochenende ruhigen Gewissens als doppelte Trainingseinheit mitnehmen", verwies ihr Heimtrainer auf den erhofften Trainingseffekt hinsichtlich der am kommenden Wochenende anstehenden Straßenlaufmeisterschaften über zehn Kilometer. Die Athletin selbst nahm ihr Berglauf-Debüt ohnehin gelassen: "Der Berg war zwar hart, aber umso schöner ist es doch, wenn man dann das Zielbanner sieht." Rang eins in 52:51 Minuten war der verdiente Lohn.
Mit zwei weiteren Jugend-Medaillen debütierten Tatjana Rauhut in der weiblichen U20 sowie Viktoria Mancho in der U18 jeweils auf Rang drei der Berglauf-Titelkämpfe.

Quellenhalbmarathon in Bad Vilbel

Jannik Trunk Halbmarathonsieger

Den achten Quellenhalbmarathon in Bad Vilbel hat Jannik Trunk für sich entschieden. Der 19-jährige Triathlon- und Langstreckenspezialist des SSC Hanau-Rodenbach setzte sich auf der profilierten 21,1-Kilometer-Strecke frühzeitig von der Konkurrenz ab und beendete sein Halbmarathondebüt in 1:19:07 Stunden vor Philipp Dienstbühl (Triathlon Sindlingen/1:21:22 Stunden). Mit Jürgen Gärtner-Brüderlein von der TG Hanau stand ein weiterer Triathlet auf dem Treppchen. Er wurde in 1:30:56 Stunden Dritter in der Klasse M50. Erfolgreichste Frau der Region war die Freigerichterin Petra Monz. Sie überzeugte als Siegerin der Klasse W50 mit 1:43:33 Stunden.

Vorschau: Ländervergleichskampf in Heuchelheim

Müller im Hessenteam

Wenn am Samstag in Heuchelheim der traditionelle Ländervergleichskampf zwischen den Landesverbänden aus Hessen, Bayern und Württemberg in der Altersklasse U16 stattfindet, steht Sasha Müller vom SSC Hanau-Rodenbach als einer der wenigen Athleten des jüngeren Jahrgangs 2001 mit im Team des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV). Der 14-jährige Serien-Hessenmeister wurde nach seiner 800-Meter-Zeit von 2:05,06 Minuten vom vergangenen Wochenende in Wetzlar als Einzelstarter auf dieser Distanz nominiert und tritt gegen zwei der schnellsten deutschen U16-Läufer mit Außenseiterchancen an. Nicht am Start ist sein Vereinskamerad Marius Abele, Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaften. Er nimmt am Sport- und Kulturprojekt der Regensburg-Staffel des SSC Hanau-Rodenbach am gleichen Wochenende teil.
Das Aufgebot des Hessischen Leichtathletik-Verbandes besteht aus 47 Jungen und Mädchen, die in folgenden Disziplinen an den Start gehen: 100 Meter, 300 Meter, 800 Meter, 80 Meter Hürden, 300 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Diskuswurf, Speerwurf, Hammerwurf, 4x100 Meter, 3x800 Meter (weiblich)/3x1.000 Meter (männlich).

Wannkopflauf in Echzell

Seibert siegt überlegen

Beim 30. Wannkopflauf in Echzell spielte Routinier Thomas Seibert (SSC Hanau-Rodenbach) seine Berglaufqualitäten aus. Der Bronzemedaillengewinner der Deutschen M35-Berglaufmeisterschaften lief auf dem profilierten Rundkurs ein einsames Rennen an der Spitze, das er nach zehn Kilometern in 33:44 Minuten deutlich vor Peter Fuchs (LG OVAG Friedberg/34:54 Minuten) beendete. Auf dem dritten Platz der Gesamtwertung folgte Jugendsieger Lukas Abele (SSC), der mit 35:55 Minuten zufrieden war. "Jetzt liegt der Fokus auf den hessischen Berglaufmeisterschaften am Sonntag in Eschwege", erklärte Seibert im Anschluss an seinen Einsatz, den er als "ordentliches Tempotraining" einstufte. In Eschwege soll es jedenfalls einmal mehr um Medaillen und Titel für den 36-jährigen Gymnasiallehrer gehen. Ebenfalls mit Siegchancen am Start werden dann die Jugendlichen Lisa Oed und Julius Hild (beide U18) stehen.

Vorschau: Regensburger Landkreislauf

Sport, Kultur und Abenteuer

SSC Hanau-Rodenbach vor Mammut-Programm
Mit einem ganz besonderen Wochenend-Programm eröffnen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach die Straßenlaufsaison. Beim sechsten Regensburger Landkreislauf bewältigen gleich vier Staffeln mit jeweils zehn Sportlern die ausgeschriebene 70-Kilometer-Distanz und zählen dabei unter insgesamt 3000 Teilnehmern in ihren Kategorien jeweils zu den Favoriten. "In sich" hat es auch das Rahmenprogramm: Übernachtungen auf dem Campingplatz für mehr als 60 Sportler und Betreuer stehen ebenso an wie die Ehrung im Rahmen eines Volksfestes sowie die "Kultour" durch Regensburg.
Den kulturellen Part für die meist jugendlichen Teilnehmer und deren Begleiter übernimmt Frauke Tschiltschke, Klassenlehrerin an der Hohen Landesschule und SSC-Mitglied. "Ich bin zwar am Freitag noch beim Hanauer Stadtlauf für die HoLa im Einsatz, aber diese Vereinsaktivität in Regensburg ist etwas ganz Besonderes", erklärt Tschiltschke ihren "Spagat" zwischen Schule, Schulsport und Kulturprogramm, in deren Verlauf sie die Besonderheiten der Regensburger Altstadt vermitteln wird.
Zuvor kämpfen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach jedoch "rund um Regensburg" mit zahlreichen anderen Teams um den Sieg in der Gesamtwertung und im Nachwuchsklassement. Zehn Etappen zwischen 3,1 und 12,2 Kilometern sind in Staffelform zu bewältigen, und nach insgesamt 70 Kilometern sollte es zumindest ein Platz auf dem Treppchen für die Hanau-Rodenbacher Lauf-Asse werden. "Wir treten zwar nicht in Bestbesetzung an, weil die deutschen Seniorenmeister wie Thomas Seibert und Lienhard Hersel andere Verpflichtungen haben, doch es könnte auch mit dem jetzt aufgestellten Team schon ganz nach vorne gehen", setzt Betreuer Arndt auf die Laufstärke seiner Mannschaft. Der Blick in die Ergebnisse von 2014 offenbart nämlich eine Siegerzeit von 4:20 Stunden, was "wir in Abhängigkeit der Streckenverhältnisse und der weiteren Rahmenbedingungen durchaus in Richtung 4:00 Stunden drücken könnten", so Arndt.
Immerhin treten mit Lukas Abele und Kidane Tewolde zwei jugendliche Nationalkader-Athleten an, die durch weitere nationale Medaillengewinner wie Julius Hild, Philip Ahne, Julien Gottfried, Jannik Trunk und Ingbert Reinke ergänzt werden. Die Mannschaft komplettieren Max Ostermeier, Lukas Huber und Leif Gunkel. Mit gleich drei Jugend- und Schülerstaffeln hat der SSC im Nachwuchsbereich schon vor dem Startschuss eine Sonderrolle inne und sollte angesichts der zahlreich vertretenen Hessenmeister und Platzierten nicht zu schlagen sein.
Abenteuerlich ist die Ausrichtung der Staffel nicht zuletzt durch die logistische Herausforderung, müssen die Teilnehmer doch jeweils rechtzeitig an ihrem Wechselpunkt sein. "Wir fahren die Orte im Dreier-System an, das heißt, dass jeweils drei Sportler in einem Auto sitzen. So wird dann jede dritte Etappe mit einem Starter versorgt, wozu wir drei bis vier Autos pro Mannschaft benötigen. Ständiger Kontakt über Mobiltelefon und auch direkt an den Wechselpunkten sollte trotz der 3000 Teilnehmer die Sicherheit geben, dass wir immer rechtzeitig am Etappenziel und -start sind und niemand `verloren geht`", sieht Sascha Arndt das Risiko beim SSC-Debüt in Regensburg begrenzt.
Immerhin reist der Laufverein mit einem ganzen Tross an Begleitern in die Donaustadt, wo das Wochenende auf dem örtlichen Campingplatz verbracht wird. Mannschaftsleiter Mohamed Gassem hat dabei auch das kulinarische Wohlergehen der gut 60 SSC`ler im Blick. "Am Ankunftstag werden wir einen Grillabend machen - natürlich auch mit gesundem Salat als Beilage", erklärt der Nachwuchstrainer augenzwinkernd. Dass die Lagerfeueratmosphäre einschläfernd wirken könnte, ist angesichts der Gruppendynamik jedenfalls nicht zu befürchten, und so wird es wohl eine eher kurze Nacht, die dann gegen 6.00 Uhr morgens beendet ist, um vom Basislager aus die direkte Wettkampfvorbereitung angehen zu können. "Es kommt hier zwar nicht auf die Sekunde an, aber wir sind uns sicher, dass unsere Athleten hellwach am Start stehen. Staffelläufe haben immer einen ganz besonderen Reiz - da kann man gar nicht langsam laufen, wenn der nächste Starter schon mit den Hufen scharrt."

Bahnläufe in Bürstadt & Wetzlar

Sasha Müller mit neuen Bestzeiten

Mit überzeugenden Leistungen kehrte der 14-jährige Nachwuchsathlet Sasha Müller nach den Ferien in die Stadionleichtathletik zurück. Der Serien-Hessenmeister wagte in Bürstadt den Ausflug auf die Sprintdistanz und erfüllte "nebenbei" die Qualifikationszeit für die Deutschen Schülermeisterschaften im Unterdistanzbereich. Mit 39,48 Sekunden lief er die 300 Meter ganz überzeugend vor seinem Vereinskameraden Karl Wandukwa (42,35 Minuten) nach Hause. Auf der 800-Meter-Strecke holte sich Max Grabosch mit 2:21,43 Minuten den Sieg in der M13.
Beim Herbstsportfest in Wetzlar lieferte Müller dann einen gelungenen Test für den Mitte September anstehenden Einsatz in der Hessenauswahl ab. Mit 2:05,06 Minuten lief er eine nationale Topzeit und war damit schneller als M15-Sieger Niklas Schwesig (LG Wetzlar/2:06,59 Minuten). Jonas Rapp (2:14,63 Minuten/ 2.M15) und Karl Wandukwa (2:19,12 Minuten/2.M14) belegten jeweils den Silberrang und empfahlen sich für das SSC-Schüler-Staffelprojekt "Regensburger Landkreislauf" am kommenden Wochenende.

DM im Zehn-Kilometer-Straßenlauf

Vierter Deutscher Titel für SSC-Mannschaft

Seibert, Hersel, Reinke und Unger top
Bei den Deutschen Meisterschaften im Zehn-Kilometer-Straßenlauf setzten die M35-Senioren des SSC Hanau-Rodenbach auf ihren diesjährigen Titel-Hattrick noch einen drauf. In der Besetzung Thomas Seibert, Lienhard Hersel und Ingbert Reinke sowie Ersatzmann Stefan Unger sicherte sich das Trio nach den Mannschaftssiegen im Crosslauf, Berglauf und 3x1000-Meter-Staffellauf nun auch noch die Goldmedaille auf der Straße.
"Klasse - das lief super !", lautete der Kommentar von Teamleader Thomas Seibert direkt nach seinem Zieleinlauf in Bad Liebenzell. Der 36-jährige Allrounder zeigte auch in der Einzelwertung seine Zugehörigkeit zur nationalen M35-Elite, in der er von Beginn an um die Medaillen mitlief. Dabei lieferte er sich einen spannenden Zweikampf mit Markus Mockenhaupt (SG Wenden) und erkämpfte sich dank eines überzeugenden Schlussspurts Bronze. Der Sieg ging an den ehemaligen Nationalmannschaftsläufer Sebastian Hallmann (LG Regensburg/30:37 Minuten) vor Mourad Bekakcha vom Hamburger SV mit 31:50 Minuten. Bekakcha lag damit schon in Reichweite zu Seibert, der eine starke zweite Streckenhälfte zeigte. Die war auch nötig, um Markus Mockenhaupt (SG Wenden/32:01 Minuten) auf den letzten Metern in Schach zu halten, betrug der Vorsprung von Thomas Seibert nach 32:00 Minuten doch exakt eine Sekunde.
Damit legte der Gymnasial-Lehrer vom Bruchköbeler LOG gleichzeitig den Grundstein für den neuerlichen Mannschaftserfolg. Lienhard Hersel wiederholte in der Zeit von 32:55 Minuten und auf Rang sechs seine Leistung der Deutschen 10000-Meter-Bahnlaufmeisterschaft, und Ingbert Reinke komplettierte mit 35:05 Minuten und dem 20.Platz das schnelle Trio, das selbst mit Ersatzmann Stefan Unger (21.Platz / 35:24 Minuten) Gold geholt hätte. In 1:40:00 Stunden distanzierten die Hanau-Rodenbacher die beiden zeitgleichen Teams des Hamburger SV und des PSV Grün-Weiß Kassel (1:41:34 Stunden) deutlich und führen damit auch die Deutsche Jahresbestenliste ihrer Altersklasse an.

Koberstädter Waldmarathon & Hunsrück-Marathon

Fischer und Schönbeck mit Marathonerfolgen

Beim Koberstädter Waldmarathon hat Dirk Schönbeck mit 3:04:29 Stunden den vierten Platz in der Gesamtwertung belegt. "Die letzten fünf Kilometer in Vierer-Schnitt - das lief rund", kommentierte der "Wiedereinsteiger" seinen verschärften Trainingslauf mit Blick auf den Frankfurt-Marathon. Beim Hunsrück-Marathon bewies Karsten Fischer mit 2:46:13 Stunden erneut seine Klasse, obwohl die Bedingungen durch starken Wind und die profilierte Streckenführung schwierig waren.

Vorschau: 100km WM

Simone Stöppler für WM nominiert

Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach) hat erneut den Sprung in die Nationalmannschaft der Frauen geschafft. Die Ultralangstreckenspezialistin ist für die Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) nominiert worden, nachdem sie den 50-Kilometer-Lauf von Leipzig in 4:08:17 Stunden bewältigt hatte. Damit ist die 51-jährige SSC-Athletin innerhalb des DLV erneut die älteste Teilnehmerin bei offiziell zur Nominierung ausgeschriebenen internationalen Titelkämpfen.
Dass sie dabei in der in der Altersklasse W50 zu den besten Läuferinnen der Welt zählt und einen W50-Hessenrekord aufstellte, würdigte nun auch der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV). HLV-Geschäftsführer Thomas Seybold gratulierte Simone Stöppler mit der HLV-Rekordurkunde, die sie für ihre Vorjahresleistung von 8:45:34 Stunden erhielt. In diesem Jahr besitzt Simone Stöppler am 12.September bei der WM im niederländischen Winschoten die Chance zur erneuten

Bruchköbler Stadtlauf

Sasha Müller und Teferi Abai sowie Adulkedr in Bruchköbel top

Mitten in den Ferien und bei brütender Hitze ging es beim Bruchköbler Stadtlauf für die nicht verreisten SSC-Athleten zur Sache. Dabei holten sich in den Schülerläufen Annalena Hamburger, Antonia Oppermann, Attila Has, Nessrien Amerschläger und Sasha Müller die Gesamtsiege in ihren jeweiligen Wettbewerben. Sasha Müller trat später erneut an und gewann den nach IAAF-Regeln exakt vermessenen Fünf-Kilometer-Lauf in beachtlichen 17:16 Minuten.
Im Hauptlauf über zehn Kilometer setzte sich Okubazgiher Teferi Abai mit 36:12 Minuten im SSC-Trikot gegen seinen Vereinskameraden Stefan Unger (36:16 Minuten) durch, der als Kreismeister den Gesamtsieg holte. Mit Philip Ahne (39:11/1.U18)), Patrick Köppel (41:08/2.U18) und Frank Seidel (41:08/1.M50) folgten drei weitere Athleten des SSC Hanau-Rodenbach auf den Rängen zwei bis vier. Im offenen Lauf stand der 13-jährige Max Grabosch mit seinen 39:29 Minuten als Zweiter auf dem U18-Treppchen hinter Philip Ahne. Thomas Diester belegte mit 53:44 Minuten den zweiten Platz in der M50-Wertung.
Ihr Debüt im SSC-Trikot gab die U20-Jugendliche Tatjana Rauhut mit 49:10 Minuten und Rang eins in der Kreiswertung.
Auf der Halbmarathondistanz war Abdi Abdulkedr in 1:20:56 Stunden mit Abstand der schnellste Läufer. Christian Blobel schaffte in 2:11:17 die 21,1-Kilometer-Distanz.

Freigerichter Laufevent

Lienhard Hersel mit neuem Streckenrekord

Der als Dauersieger beim Freigerichter Laufevent auftretende SSC-Athlet Lienhard Hersel hat bei der zehnten Auflage seinen eigenen Streckenrekord verbessert. Gleich 40 Sekunden schneller lief der 35-jährige Oberrodenbacher bei seinem Sieg in 37:26 Minuten. Die Strecke führte erneut über 10,5 Kilometer und wies zahlreiche Höhenmeter auf. Keine Chance hatte damit der zweitplatzierte Rolf Eckert vom TV Salmünster, der mit 40:45 Minuten nahezu einen Kilometer Rückstand aufwies.

Bahnlauf in Zofingen

Sasha Müller setzt Rekordjagd fort

31 Jahre alten Kreisrekord verbessert
Sasha Müller lässt sich auch während der Sommerferien nicht von neuen Bestzeiten abhalten. Der 14-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach lief zum Abschluss seines Urlaubs im schweizerischen Zofingen die 2000 Meter so schnell wie nie zuvor. Mit 5:59,91 Minuten unterbot er nicht nur als erster hessischer Läufer seiner Altersklasse die Sechs-Minuten-Marke, sondern verbesserte den 31 Jahre alten Kreisrekord.
Die 2000-Meter-Bestzeit hielt seit 1984 sein Vereinskamerad Carsten Arndt, der als bislang erfolgreichster Schüler- und Jugendläufer des Kreises Offenbach/ Hanau in die Statistiken eingegangen ist. Der vielfache Deutsche Meister und zweifache Deutsche Rekordhalter im Langstreckenlauf erzielte zu Beginn seiner Karriere im Bruchköbler Rudolf-Harbig-Stadion 6:03,1 Minuten. Sasha Müller lief nun in Zofingen ebenfalls im Alleingang 3,2 Sekunden schneller, wobei er sogar noch Reserven ausmachte.
"Das Wetter war wegen der Wärme nicht optimal, und meine Beine waren durch Bergläufe und Bergwandern in den Tagen vor dem Wettkampf nicht ganz so locker wie sonst", erklärte der Rehbein-Gymnasiast nach seiner Rückkehr nach Deutschland. In der Schweiz hatte er zudem auf stärkere Konkurrenz durch den schnellsten Eidgenossen seiner Jahrgangsklasse gehofft, doch Silas Zurfluh (TSV Steinen) zog die 600-Meter-Mittelstrecke vor. So gab es einen Start-Ziel-Sieg für Müller, der konstante Runden zwischen 72 und 73 Sekunden absolvierte. Die letzten 400 Meter zog der SSC-Läufer dann voll durch und sicherte sich mit dieser Tempoverschärfung die "Punktlandung" unter der Sechs-Minuten-Barriere.
Damit trug er sich innerhalb von 14 Tagen zum zweiten Mal in die Rekordlisten ein. Der schnelle Schüler hatte zuletzt beim Wächtersbacher Öko-Run mit 16:07 Minuten im Fünf-Kilometer-Straßenlauf einen Hessenrekord für die U16 aufgestellt, nachdem er zuvor schon die 3000 Meter als zweitschnellster Hesse aller Zeiten hinter Steffen Hopp (LAZ Gießen/9:18,6/1984) in 9:19,69 Minuten gelaufen war.
Eine "Sieg-Garantie" für die kommende Saison 2016, in der Sasha Müller erstmals bei Deutschen Meisterschaften startberechtigt ist, gibt es trotz der Dauer-Erfolge nicht. "Der Jahrgang 2001 hat einige ausgezeichnete Läufer in seinen Reihen", stellt sein SSC-Heimtrainer fest, der vor allem Nick Kämpgen (ASV Süchteln) und den Thüringer Jonas Just (2000 Meter-Blockmehrkampf in 6:04,17 Minuten) im Blick hat. "Wenn es aber in Richtung 9:05 Minuten über 3000 Meter geht, dann ist aus jetziger Sicht eine Medaille bei den Deutschen Schülermeisterschaften realistisch, zumal Sasha über gute Spurtfähigkeiten verfügt." Die könnten ihm auch bei den letzten Landestitelkämpfen des Jahres Ende September von Vorteil sein, wenn es im Fünf-Kilometer-Straßenlauf gegen die stärksten hessischen U16-Athleten mit dem aktuellen Deutschen 3000-Meter-Meister Niklas Krämer (Wiesbadener LV), dem Bronzemedaillengewinner Marius Abele (SSC) sowie den Urkundengewinnern Niklas Schwesig (LG Wetzlar) sowie Jonas Rapp (SSC) geht.

Pfungstädter Abendsportfest

Hild und Celikkol mit Bestzeiten

Markus Riefer Klassensieger
Beim vierten Pfungstädter Abendsportfest haben Julius Hild und Selma Celikkol (SSC Hanau-Rodenbach) neue persönliche Bestzeiten aufgestellt. Während sich die Hanauer Stadtmeisterin Selma Celikkol im 800-Meter-Lauf der Schülerinnen W15 deutlich auf 2:25,89 Minuten steigerte, tastete sich ihr Vereinskamerad Julius Hild als Sieger der U18 auf der 5000-Meter-Distanz an die 16-Minuten-Marke heran.
Der 16-jährige Langstreckenspezialist trat fünf Tage nach seinem elften Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften nun auf der längsten Bahnstrecke an und musste dabei selbst für das Tempo sorgen. "Es war kein ganz gleichmäßiges Rennen und daher nicht einfach zu laufen", erklärte Hild, der als Sieger der U18 seine persönliche Bestzeit auf 16:03,12 Minuten steigerte und im Gesamtklassment der Männer Rang fünf belegte.
Bei den Senioren entschied Markus Riefer die Klasse M45 für sich. Er gewann den Spurt mit 17:20,68 Minuten hauchdünn vor dem Kronberger Martin Lütge-Varney (17:20,84 Minuten).
Für Selma Celikkol sprang bei den Schülerinnen U16 über 800 Meter der vierte Platz und eine deutliche Aufwertung in der hessischen Jahresbestenliste heraus. Auf hohem Niveau stabilisierten sich die beiden Schüler Karl Wandukwa (M14/2:16,52 Minuten) und Max Grabosch (M13/2:17,19 Minuten), während bei den Senioren M35 Ingbert Reinke mit 2:15,31 Minuten seinen Mannschaftsgefährten Stefan Unger (2:17,67 Minuten) bezwang.

Deutsche U16-Titelkämpfe

Marius Abele erkämpft sich Bronze

Tempoarbeit des SSC-Athleten bei DM belohnt / Urkunde für stark verbesserten Rapp
Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) hat bei den Deutschen U16-Titelkämpfen in Köln die angestrebte Medaille gewonnen. Der 15-jährige 3000-Meter-Läufer belegte bei seinem nationalen Meisterschaftsdebüt mit der neuen persönlichen Bestzeit von 9:14,33 Minuten den dritten Platz, nachdem er das Rennen über weite Teile von der Spitze her gestaltet hatte.
Die Tempoarbeit des als Führendem der deutschen Jahresbestenliste mit 9:21 Minuten angetretenen SSC-Athleten sollte den spurtstarken Verfolgern die Kraft für den Endkampf nehmen, doch angesichts der Leistungsstärke der Konkurrenz ging diese Taktik in Köln nicht komplett auf. Während Abele nach 3:01 Minuten für die ersten 1000 Meter und 6:15 Minuten bei der 2000-Meter-Zwischenzeit eingangs der Schlussrunde mit einem erneuten Antritt die achtköpfige Spitzengruppe auseinander riss und sich zunächst auch einige Meter lösen konnte, vermochten der Berliner Louis Pape und überraschend auch der Wiesbadener Niklas Krämer zu folgen und in der Endphase noch zu kontern. So gewann Krämer mit 9:13,27 Minuten vor Pape (9:13,92 Minuten) und Marius Abele, der im Ziel "einfach nur froh" war und entsprechend die Arme hochriss.
"Jetzt habe ich alle Saisonziele erreicht, denn eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft hat noch gefehlt", freute sich der mehrfache Hessenmeister, der bei den Süddeutschen Meisterschaften in Kassel Mitte Juli als Sieger seine bisherige Bestleistung von 9:21,39 Minuten aufgestellt hatte, die er nun erneut drückte. Damit steigerte er sich auf seiner Spezialstrecke innerhalb eines Jahres um mehr als 40 Sekunden.
Noch deutlicher fiel die Verbesserung von Jonas Rapp aus. Nach 10:13 Minuten im Vorjahr rannte der zweite SSC-Athlet nun mit 9:21,72 Minuten in die erweiterte nationale Spitze und auf den achten Platz unter 20 qualifizierten Teilnehmern. Auch er zeigte sich hochzufrieden, konnte er doch dank einer ausgeglichenen Renngestaltung mit zwei gleichmäßigen Anfangskilometern und 6:18 Minuten bei der 2000-Meter-Marke die entscheidende Tempoverschärfung der Top acht mitgehen und die angestrebte Urkunde mit nach Hause nehmen. Bundestrainer Pierre Ayadi fasste den Gymnasiasten für die D- und D/C-Kader-Sichtung ebenso ins Auge wie seinen Trainingskameraden Marius Abele, der damit auf dem besten Weg ist, in die Fußstapfen seines 18-jährigen Bruders Lukas (nationaler C-Kader) zu treten.
Für Thomas Ott, der den Spagat zwischen Triathlon und Laufsport bislang erfolgreich meistert, bedeutete das nationale Meisterschaftsdebüt in Köln eine besondere Herausforderung. Lediglich zwei Wochen nach Rang acht bei der Triathlon-DM traf er nun auf die besten Laufspezialisten, denen er bis zur Streckenhälfte in der Spitzengruppe Paroli bieten konnte. Dann musste er doch etwas abreißen lassen, blieb mit 9:38,43 Minuten aber auf Rang 14 im Rahmen seiner Bestzeit von 9:28 Minuten und erneut deutlich unter der in diesem Jahr erstmals unterbotenen 10:00-Minuten-Marke. Somit stellte der SSC Hanau-Rodenbach als einziger Verein drei Teilnehmer im längsten Meisterschaftswettbewerb der U16, was sich mit Blick auf die Mannschaftswertung bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften der U18 schon im März 2016 als Bonus gegenüber anderen ambitionierten Teams erweisen sollte.

Deutsche U18-Meisterschaften

Lisa Oed überrascht mit Bronze

Couragierter DM-Lauf für SSC-Athletin
Lisa Oed hat bei den Deutschen U18-Meisterschaften einen weiteren großen Erfolg errungen. Die 16-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach lief im 1500-Meter-Finale mit der neuen persönlichen Bestzeit von 4:39,91 Minuten aufs Treppchen und wiederholte damit ihre Vorjahresplatzierung, als sie im 3000-Meter-Lauf der Schülerinnen ebenfalls Dritte geworden war.
In Jena setzte sie nach den diesjährigen Hessentiteln über 1500 Meter und 1500 Meter Hindernis sowie der Süddeutschen Meisterschaft im 3000-Meter-Wettbewerb auf die an zwei Tagen ausgetragene 1500-Meter-Flachstrecke. "Ich komme mit der Doppelbelastung von Vorlauf und Endlauf gut zurecht", so Oed, die sich im Vorlauf mit 4:47,55 Minuten locker für das Finale qualifizierte. Dort hielt sie tags darauf exakt die taktische Marschroute des "kurzen Wegs" auf der Innenbahn ein und nahm dafür während der ersten zwei Runden auch das Laufen inmitten der dichtgedrängten zehnköpfigen Verfolgergruppe in Kauf.
Während die favorisierten Patricia de Graat (LGO Dortmund) und Luise Thate (SC DHfK Leipzig) frühzeitig die Spitze übernommen hatten, nutzte die SSC-Athletin auf der Schlussrunde eine Lücke, um den Kampf um Bronze einzuleiten. Gegen den sehenswerten 250-Meter-Endspurt war dabei auch die in der Meldeliste vor ihre platzierte Florentine Unbehaun (Eintracht Hildesheim/4:42,08 Minuten) chancenlos. Selbst zum Führungsduo de Graat (4:36,23 Minuten) und Thate (4:37,86 Minuten) machte Lisa Oed durch ihre 70-Sekunden-Schlussrunde mit der Endzeit von 4:39,91 Minuten Boden gut.
"Ich habe mich das ganze Rennen locker gefühlt und fast schon gewundert, warum ich noch so viel Kraft habe", freute sich die Bronzemedaillengewinnerin nach ihrem Coup, dem in der Vorwoche der Fünf-Kilometer-Sieg vom Wächtersbacher Öko-Lauf in 18:21 Minuten den letzten Schliff im Ausdauerbereich gegeben hatte.
Wie auch die schnelle Allrounderin ist Langstreckenspezialist Julius Hild noch im kommenden Jahr in der Jugend U18 startberechtigt. Für den Rodenbacher bedeutete die im 3000-Meter-Lauf erbrachte Qualifikationsnorm zur DM bereits einen Erfolg, den er in Jena bestätigte. In 9:13,23 Minuten kam Hild nicht ganz an seine Bestmarke von 9:07,77 Minuten heran, kämpfte sich in einem von Tempowechseln geprägten Rennen aber von Rang 15 auf den elften Platz vor, wo ihn letztlich 65 Meter von einer Urkunde der Top Acht trennten.
Sara Lisa Zorn belegte im Kugelstoß der weiblichen Jugend U20 den zehnten Platz. Auch ihr fehlte nach 12,07 Metern nicht viel, um das Finale der besten Acht zu erreichen. "30 Zentimeter weiter hätten gereicht, aber insgesamt bin ich zufrieden, denn die Form hat gestimmt", erklärte die Abiturientin nach dem Wettkampf, mit dem sie bereits zum sechsten Mal in Folge an Deutschen Stadionmeisterschaften der Schüler (Blockmehrkampf) und Jugendlichen (Speerwurf, Kugelstoß) teilgenommen hat.
Für Lukas Abele endete die Bahnsaison in Jena mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zwei Wochen nach seinem krankheitsbedingten Startverzicht auf die Jugend-Europameisterschaft durfte der 18-jährige 1500-Meter-Läufer nach einem weiteren gesundheitlichen Malus in der Vorwoche froh sein, überhaupt am Start der nationalen Titelkämpfe zu stehen. Dort verkaufte er sich im Vorlauf mit kontrollierten 3:54,94 Minuten so gut, dass er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen konnte. Doch im Finale scheiterte dieses Unterfangen in einem zunächst verbummelten Rennen an der taktischen Umsetzung. "Ich habe zum falschen Zeitpunkt eine Lücke reißen lassen", kommentierte er selbstkritisch seine kurze Unaufmerksamkeit 450 Meter vor dem Ziel. Zwar konnte er den Zehn-Meter-Rückstand bis zur Zielgeraden fast komplett "zulaufen", doch dort stürzte dann direkt vor ihm der Mitfavorit Jan Hoffmann (LAV Tübingen), so dass Abele aus dem Rhythmus kam und das Spitzentrio ungehindert davonzog. Nach 4:02,11 Minuten fehlten exakt 1,01 Sekunden zu Bronze und 1,51 Sekunden zu Gold. "Zumindest Bronze wäre machbar gewesen, aber jetzt erhole ich mich erstmal, und dann geht es mit noch mehr Krafttraining ins nächste Jahr und in die Revanche", blickte das 1,91 Meter große Leichtgewicht schon wenige Minuten nach dem letzten Bahnrennen der Saison ehrgeizig in die Zukunft.

Deutsche Jugendmeisterschaften

Deutsche Jugendmeisterschaften stehen an

Fragezeichen hinter Lukas Abele
Von Urkunden- und Medaillenchance über Fragezeichen bis hin zum Startverzicht - unter diesen Vorzeichen stehen die Deutschen Meisterschaften der Jugend U18 und U20 in Jena am Wochenende für die Starter aus dem Sportkreis Hanau, die allesamt dem SSC Hanau-Rodenbach angehören.
Der traditionell starke Laufverein schickt mit Sara Lisa Zorn bereits zum vierten Mal in Folge eine Werferin in den nationalen Saisonhöhepunkt. Mit 12,22 Metern hat die Abiturientin die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von 12,20 Metern fast punktgenau erfüllt und hofft auf die Wiederholung ihres Vorjahresresultates, als sie den Endkampf der besten acht U20-Teilnehmerinnen erreichte.
Eine Urkundenplatzierung der Top acht ist auch das Ziel für Julius Hild. Der 3000-Meter-Läufer gehört dem jüngeren U18-Jahrgang an und ist mit 9:07,77 Minuten zumindest nach der Meldezeit auf Schlagdistanz zur Konkurrenz. Doch zuletzt lief es nach Erkältungsproblemen und Trainingsverschiebungen nicht ganz so rund beim Rodenbacher, der allerdings seinen unbändigen Kampfgeist in die Waagschale werfen kann.
Darauf vertraut auch Lukas Abele. Nach kurzfristiger Jugend-EM-Absage aus gesundheitlichen Gründen plagen den 18-jährigen SSC-Athleten erneut "einige Problemchen". Diese sind zwar aktuell nicht gravierend, könnten den 1500-Meter-Läufer mit der Bestzeit von 3:48,06 Minuten dennoch ausbremsen. "Mit einer Erkältung den Vor- und Endlauf zu bestreiten, ist halt nicht gerade optimal", so Abele, der zunächst auf Genesung und dann auf seine traditionell starke Schlussrunde und eine Medaille hofft.
Die hat sein U20-Trainingskamerade Kidane Tewolde nach der Jugend-Europameisterschaft begraben müssen. Hüftbeuger und Bein hatten schon in Schweden auf der 10000-Meter-Distanz so frühzeitig "dicht gemacht", dass sich nun auch der Start bei der Deutschen Meisterschaft über 5000 Meter verbietet. "Jetzt muss erst nochmal genaue Ursachenforschung durch Ärzte und Physiotherapeuten sowie nachfolgend natürlich eine effektive Behandlung betrieben werden, ehe es Sinn macht wieder einzusteigen", erklärte der Deutsche Vizemeister im 10000-Meter-Lauf.
Als erste Starterin geht Lisa Oed bereits am Freitag Mittag ins 1500-Meter-Rennen der weiblichen Jugend U18. Die Vorjahresdritte der Schülerinnen über 3000 Meter strebt zunächst das Erreichen des Finales der besten zwölf Athletinnen an. Mit ihrer Meldezeit von 4:43,83 Minuten steht die Hessenmeisterin gar auf Rang vier der Startliste, doch weiß sie selbst, "dass bei der DM die Karten neu gemischt werden" - zumal die Konkurrenz dichtauf folgt. Lisa Oed zählt zu den wenigen Athletinnen, die gleich drei Optionen haben. Sollte im 1500-Meter-Vorlauf "etwas schiefgehen", könnte sie theoretisch über 3000 Meter oder 1500 Meter Hindernisse antreten.

Regional- und Kreismeisterschaften im Langstaffellauf

Eigene Deutsche Bestzeit knapp verfehlt

SSC-Schülerstaffel jagt die Jugendteams
Bei den Regional- und Kreismeisterschaften im Langstaffellauf erzielten die Schüler U16 des SSC Hanau-Rodenbach die beste Tagesleistung. Thomas Ott, Sasha Müller und Marius Abele verfehlten im Jügesheimer Stadion ihre eigene Deutsche Jahresbestzeit im 3x1000-Meter-Lauf lediglich um eine Sekunde und waren dabei den Jugendteams dicht auf der Fersen.
Mit 8:19,99 Minuten lief das Schülertrio nur unwesentlich langsamer als beim Gewinn der hessischen Meisterschaft, als 8:18,13 Minuten gestoppt wurden. Dabei hatte Thomas Ott den wenige Tage zuvor erkämpften achten Platz bei den Deutschen Triathlonmeisterschaften in den Beinen, und der in der Vorbereitung auf die Deutschen Schülermeisterschaften stehende Marius Abele nahm im Vortagestraining ebenfalls keine Rücksicht auf den Staffeleinsatz. Dennoch liefen die drei Youngster mit Einzelzeiten zwischen 2:45 und 2:47 Minuten wiederum auf höchstem Niveau und trieben sogar die Süddeutschen U18-Meister aus dem eigenen Verein vor sich her. Julius Hild, Philip Ahne und Johannes Fleiner mussten alle Kräfte aufbieten, um in 8:18,45 Minuten noch knapp vor ihren jüngeren Verfolgern im Ziel zu sein.
Die schnellste Zeit im 3x1000-Meter-Lauf gab es erwartungsgemäß für die männiche Jugend U20, die mit zwei EM-Qualifikanten antrat. Kidane Tewolde übernahm das Staffelholz von Jannik Trunk, und Schlussläufer Lukas Abele machte den Gesamtsieg mit 7:54,86 Minuten perfekt. "Ich habe die Nacht zuvor kaum schlafen geschlafen, deswegen war heute nicht viel mehr als 2:31 Minuten drin", erklärte Lukas Abele, der nach einer Erkrankung in der Vorwoche nun bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende kurzfristig zunächst seinen Rhythmus und damit auch gleich seine alte Form wiederfinden muss.
Auf Rang zwei der hessischen Bestenliste liefen Hannah Straub, Selma Celikkol und Lisa Oed in der Jugend U18 über 3x800 Meter. Mit 7:41,39 Minuten reihten sie sich knapp hinter der LG Odenwald (7:40,01 Minuten) ein. Die Schülerinnen U16 mussten in der Regionalwertung knapp der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain den Vortritt lassen und holten sich zumindest auf Kreisebene in der Besetzung Fleiner, Heischmann, Zukrowski und mit 8:24,34 Minuten den Titel.
Ganz stark unterwegs waren die Jüngsten. Zunächst starteten in der Klasse U12 Antonia Oppermann, Rebecca Roth und Johanna Uherek bei ihrem Sieg vor dem TV Langenselbold (Hain, Weidling, Rehm/9:08,63 Minuten) in der hessischen Topzeit von 8:31,56 Minuten durch. Wenig später unterbot die U14-Staffel mit Elena Taubel, Nessrien Amerschläger und Clara Uherek in 7:56,76 Minuten die 8:00-Minuten-Barriere, womit sie sich gleich um elf Sekunden verbesserten.
Die gleichaltrigen Jungen feierten in der U14 einen SSC-Doppelsieg. Jeremy Monroe, Maximilian Hamburger und Max Grabosch lagen mit 7:33,97 Minuten vor SSC II. mit den deutlich jüngeren Robin Petzold, Attila Has und Fynn Becker (7:47,93 Minuten) in Front. In der U12 liefen Tom Seidel, Yusuf Has und Tom Zukrowski in 8:30,26 Minuten mehr als 300 Meter Vorsprung auf die zweitplatzierte LG Rodgau (9:40,39 Minuten) heraus.
Bei den Senioren blieben Simon Bertsch, Ingbert Reinke und Stefan Unger mit 8:55,06 Minuten unter der 9:00-Minuten-Marke und entschieden die Wertung der M30 für sich. In der M50 liefen die sonst eher langstreckenorientierten Frank Reifenberger, Frank Seidel und Ralf Hetzel in beachtlichen 10:02,27 Minuten zum Titelgewinn. Die Seniorinnen Hilke Bertschy-Abele und Barbara Pillmann gewannen gar zweimal Gold, zunächst in der 3x800-Meter-Staffette der W50 gemeinsam mit Anja Oed in 9:36,66 Minuten, dann auch noch über 4x400 Meter gemeinsam mit Angela Heischmann und Sabine Becker in 5:41,99 Minuten. Bei den Männern ging die Meisterschaft an Florian Herold, Dirk Schönbeck, Jörg Flohr und Simon Bertsch. Das Quartett lief 4:23,51 Minuten. Weitere Ergebnisse: www.kreis-offenbach-hanau.de

Hausener Volkslauf

Fischer und Bertsch in Form

Den traditionellen Hausener Volkslauf nutzten Karsten Fischer und Kerstin Bertsch zu einer gelungenen Formüberprüfung. Während Karsten Fischer im Halbmarathonlauf mit 1:16:44 Stunden überzeugte, lief Kerstin Bertsch nach Schwangerschaft und gerade überstandener Erkältung ebenso wie ihr Mann Simon Bertsch (36:08 Minuten) die zehn Kilometer. Als Zweite der Frauen-Gesamtwertung unterbot sie in 39:25 Minuten erstmals wieder die 40-Minuten-Marke und strebt nun nach längeren Einsätzen: "In 13 Wochen steht der Frankfurt-Marathon mit der Deutschen Meisterschaft an. Wenn es dort mit einer Zeit von unter 2:55 Stunden klappen könnte, wäre das super", gab die zweifache Mutter ihre ehrgeizige Planung an.
In der Schülerwertung schaffte Jan Reifenberger (SSC) als Zweiter auf der Fünf-Kilometer-Distanz in 18:04 Minuten den Sprung aufs Treppchen.

Wächtersbacher Öko-Lauf

Hessenrekord für Sasha Müller

Optimales Rennen beim Wächtersbacher Öko-Lauf über fünf Kilometer
Bei optimalen Witterungs- und Streckenbedingungen setzte Sasha Müller (SSC Hanau-Rodenbach) den Glanzpunkt des neunten Wächtersbacher Öko-Laufs über fünf Kilometer. Der Süddeutsche M14-Schülermeister stellte mit 16:07 Minuten einen neuen Hessenrekord für die Altersklasse M15 auf und unterbot die bisherige Bestmarke von Hendrik Franke (LG Reinhardswald/2009) um vier Sekunden. Gemeinsam mit seinen ebenfalls deutlich verbesserten Vereinskameraden Marius Abele (16:17 Minuten/M15) und Jonas Rapp (17:02 Minuten/M15) erzielte er außerdem die bislang schnellste Mannschaftszeit eines deutschen Schülerteams.
Rekorde und Bestenlisten werden in der Dreier-Mannschaftswertung durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zwar nicht offiziell geführt, doch seit Einführung des Einzelwettbewerbs Mitte der achtziger Jahre gab es bundesweit noch nie eine derartige Qualität innerhalb eines Vereinsteams. Denn der 14-jährige Sasha Müller ist mit 16:07 Minuten gleichzeitig die Nummer eins der Deutschen M15-Bestenliste, wobei er direkt vor seinem Teamgefährten Marius Abele rangiert. Jonas Rapp hätte mit seiner Endzeit von 17:02 Minuten in der Vorjahresbestenliste die Top fünf des DLV erreicht und sollte aktuell ebenfalls in diesem Bereich gelistet sein.
Als "Edel-Tempomacher" führte der U20-Nationalkader-Athlet Lukas Abele die schnelle Schülergruppe an. Die Vorgabe von 3:15 Minuten pro Kilometer hielt der deutsche Vizemeister konsequent ein, so dass Sasha Müller und Marius Abele in seinem Windschatten "nur mitrollen" mussten. Dass zwischenzeitlich fast alle älteren und auch erwachsenen Konkurrenten deutlich zurückgefallen waren, verdeutlichte die Qualität der Schüler-Rekordjagd, die Sasha Müller mit einem Schlusskilometer von 3:07 Minuten krönte.
"Deutsche Jahresbestzeit, Hessenrekord, super - das wird nächstes Jahr doch einige Teilnehmer mehr bringen !", vermeldete dann auch Veranstaltungsleiter Dr.Michael Schrodt, der mit seinem Öko-Lauf in direkter Konkurrenz zum Hausener Volkslauf stand, durch eine nach IAAF-Regeln vermessene bestenlistenreife Strecke aber in dieser Hinsicht deutliche Vorteile für sich verbuchen konnte. So nutzten weitere Nachwuchs-Asse aus den Bundes- und Landeskadern den Wächtersbacher Hochgeschwindigkeitskurs zu guten Zeiten. Gesamtsieger Kidane Tewolde (SSC/ U20) blieb bei lockeren 15:50 Minuten im Trainingsbereich, doch Lisa Oed (SSC/W16) stellte eine Woche vor ihrer Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften mit kontrollierten 18:19 Minuten als Gesamtsiegerin ihre gute Grundlagenausdauer unter Beweis. Zweitschnellste Frau war Claudia Pusch in 20:01 Minuten. Unter der 18-Minuten-Marke blieb der 13-jährige Max Grabosch (SSC) mit der Zeit von 17:52 Minuten. In der Jugend platzierten sich Julius Hild (M16/16:48 Minuten), Jannik Trunk (M19/17:22 Minuten), Patrick Köppel (M17/19:57 Minuten) und Bernhard Taubel (M16/20:36 Minuten).
In der M11 stachen Attila Has (20:02 Minuten) und Robin Petzold (20:38 Minuten) hervor, während bei den Mädchen Elena Taubel (22:05 Minuten/ W12) und Nessrien Amerschläger (22:18 Minuten / W13) überzeugten.
Im Zehn-Kilometer-Lauf fiel Abdi Abdukader zur Hälfte der Distanz aus der Spitzengruppe heraus und belegte mit 35:36 Minuten den siebten Platz. Ein Fahrradunfall hatte ihn in der Vorwoche zurückgeworfen, so dass sein Bruchköbler Trainingsgefährte Okubazhier Teferi-Abai auf Rang drei in 34:56 Minuten einsprang. Das zweitplatzierte SSC-Männerteam komplettierte Jan Schmidt mit 38:34 Minuten. Der Sieg ging an das Fuldaer Duo Manuel Werner und Ilias Iman in 34:00 Minuten sowie den Jugendsieger Lorenz Rau (34:56 Minuten). Bei den Frauen hatte Astrid Staubach (LT Unterreichenbach/42:36 Minuten) die Nase vorn.
Ihre Medaillen als Erste der Schülerklassen holten sich für den 1,0-Kilometer-Lauf Patrice Schwalm (SSC/M07/4:25 Minuten), Alicia Oppermann (SSC/W07/4:30 Minuten), Carla Taubel (W09/4:19 Minuten) und Antonia Oppermann (W10/4:00 Minuten) ab. Schnellster Hanauer Junge war Yusuf Has (2.M10) mit 3:57 Minuten, ganz stark auch Rebecca Roth (W10/4:01 Minuten), Anni Heyna (W10/4:02 Minuten), Martin Flaskämper (M09/4:31 Minuten), Fynn Alfsmann (M07/4:39 Minuten) und Anne Grabosch (W07/4:43 Minuten). Weitere Ergebnisse bei www.volkslauf.de

Vogelsberger Südbahnlauf

Drei SSC-Tagessiege in Birstein

Main-Kinzig-Challenge-Lauf in Hanauer Hand
Der zwölfte Vogelsberger Südbahnlauf ging in der Gesamtwertung der Zehn-Kilometer-Distanz an den SSC Hanau-Rodenbach, der mit Teferi-Abai Okubazgiher und Ingbert Reinke einen Doppelsieg landete. Der Mannschaftserfolg mit Jan Schmidt war dann die logische Folge für die SSC-Athleten, die auf der Halbmarathonstrecke ebenfalls in der Teamwertung ganz oben auf dem Treppchen standen.
Die Teilnehmer der zur Main-Kinzig-Challenge zählenden Veranstaltung in Birstein kämpften sowohl mit der profilierten Strecke als auch mit der sommerlichen Wärme. So fiel die Siegerzeit von Okubazgiher mit 37:02 Minuten nicht ganz so schnell wie erhofft aus, und auch der mehrfache deutsche Seniorenmannschaftsmeister Ingbert Reinke (M35) "hat mehr drauf als 37:31 Minuten", die hier allerdings zu Rang zwei reichten. Jan Schmidt meldete sich nach Achillessehnenproblemen wieder mit 41:14 Minuten auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung zurück, so dass das SSC-Trio in 1:55:49 Stunden sicher vor dem Laufprojekt Büdingen (2:07:58 Stunden) und sieben weiteren Teams gewann.
Auf der Halbmarathonstrecke hielt sich Abdi Abdulkedr mit 1:23:20 Stunden unter den Top drei. Michael Burkard (1.M30/1:28:36 Stunden) als Neunter und Dirk Schönbeck (2.M40/1:28:41 Stunden) als Zehnter sorgten mannschaftlich für einen deutlichen Sieg. Die SSC-Läufer verbuchten 4:20:38 Stunden und gewannen damit vor dem Lauftreff Unterreichenbach (4:35:11 Stunden). In der Einzelwertung der Frauen gab es für W50-Siegerin Simone Stöppler mit 1:38:11 Stunden den zweiten Rang im Gesamtklassment.

Deutsche Jahresbestleistungen

Sasha Müller mit zwei Deutschen Jahresbestleistungen

SSC-Youngster startet über 1000 Meter und 3000 Meter durch
Hessischer Meister, Süddeutscher Meister und jetzt auch zweifach Führender in der aktuellen Deutschen Bestenliste - das ist die beeindruckende Bilanz des 14-jährigen Hanauers Sasha Müller, der im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach seit zwei Jahren bundesweit ungeschlagen im Mittel- und Langstreckenlauf unterwegs ist. Mit seinen Zeiten von 2:41,63 Minuten über 1000 Meter und 9:19,69 Minuten über 3000 Meter verbesserte er gleichzeitig die bisherigen Regionalrekorde deutlich.
Sasha Müller absolvierte in der zurückliegenden Woche zwar ein Mammutprogramm, doch angesichts des eher "verhaltenen Auftakts" stellte dies für den Karl-Rehbein-Schüler keine allzu große Herausforderung dar. Denn gerade beim Saisonhöhepunkt der Süddeutschen Meisterschaften in Kassel konnte er nicht aus dem Vollen schöpfen und musste sich zwangsläufig schonen. "Die Wärme hat mir doch zu schaffen gemacht, so dass ich das Gefühl hatte, nicht richtig durchatmen zu können. Dann lässt man automatisch locker", erklärte Müller, der als Sieger der Titelkämpfe in 9:47,80 Minuten einen überzeugenden 150-Meter-Vorsprung auf den ersten Verfolger herauslief.
Vier Tage später gaben die Witterungsbedingungen beim Abendsportfest in Wiesbaden dann die neue Deutsche Jahresbestzeit her. Bis eingangs der letzten Runde war Sasha Müller auf 9:30-Minuten-Kurs, ehe er derart druckvoll anzog, dass er mit einem sehenswerten 65-Sekunden-Abschnitt für die abschließenden 400 Meter noch zu 9:19,69 Minuten stürmte. Damit führt er bundesweit nun vor Nick Kämpgen (ASV Süchteln/9:29,85 Minuten) und Jonas Just (LG Osterode/9:31,51 Minuten) die Rangliste der M14 an, und er ist sogar in der Klasse U16 mit den 15-jährigen Läufern die Nummer eins vor seinem Vereinskameraden Marius Abele (9:21,39 Minuten).
Angesichts seiner wiederum vier Tage darauf absolvierten 1000 Meter sind sogar noch weitere Verbesserungen auf den längeren Distanzen möglich. Denn die beim Sportfest in Wetzlar erzielten 2:41,63 Minuten deuten auf 3000-Meter-Zeiten von 9:10 bis 9:15 Minuten hin. Auch in Wetzlar gab es einen neuen Regionalrekord, der zuvor seit 2003 von Felix Plinke (Usingen), aktuell mehrfacher Deutscher Mannschaftsmeister im Trikot der LG Telis Finanz Regensburg, mit 2:44,21 Minuten gehalten wurde. Garant für die Topzeit war wiederum das starke Finish, mit dem Sasha Müller auf der Zielgeraden den U18-Läufer Jan Eric Ulbrich (LG Wetzlar/2:41,66 Minuten) niederrang.
Gut in Form präsentierte sich in Wetzlar auch Marius Abele, der durch seine 300-Meter-Zeit von 41,23 Sekunden nun die geforderte Zusatznorm für die Deutschen M15-Schülermeisterschaften im 3000-Meter-Lauf in trockene Tücher brachte. "Endlich - das wurde auch Zeit!", kommentierte der Langstreckenspezialist die nach vier Anläufen nun endlich unterbotene Zusatznorm von 42,00 Sekunden, ohne die es keinen Start über die Langdistanz bei den nationalen Titelkämpfen Anfang August in Köln gegeben hätte.
Für Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) reichte es im Speerwurf ebenfalls nicht zur DM-Norm. Die U20-Athletin gewann ihren Wettbewerb in 36,91 Metern, haderte aber mit dem Trainingsspeer, der den nicht gelieferten Wettkampfspeer ersetzen musste.

Süddeutsche Meisterschaften der Schüler

Drei Süddeutsche Titel für SSC-Läufer

Kasseler Auestadion wird zur Goldgrube für Hanauer Nachwuchs
Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Schüler U16 und der Jugendstaffeln U18 erzielten die Läufer des SSC Hanau-Rodenbach eine Traumbilanz. Im Kasseler Auestadion gewannen Marius Abele (M15/3000 Meter), Sasha Müller (M14/3000 Meter) sowie die 3x1000-Meter-Staffel der U18 mit Julius Hild, Philip Ahne und Johannes Fleiner jeweils Gold, während Jonas Rapp im 3000-Meter-Lauf der M15 Dritter wurde.
Die siebeneinhalb Stadionrunden waren fest in der Hand des SSC Hanau-Rodenbach. Marius Abele zog nach der 1000-Meter-Zwischenzeit von 3:12 Minuten das Tempo derart hoch, dass das bis dahin kompakte Teilnehmerfeld abrupt auseinanderfiel. Über 6:17 Minuten zur 2000-Meter-Marke stürmte der vielfache Hessenmeister schließlich zur neuen persönlichen Bestzeit von 9:21,39 Minuten, mit der er sich zudem einen Spitzenplatz in der aktuellen Deutschen Jahresbestenliste sicherte. Hier machte auch sein Trainingskamerad Jonas Rapp einen großen Sprung nach vorne, steigerte er sich doch hinter Niklas Krämer (Wiesbadener LV/9:31,37 Minuten) auf 9:38,05 Minuten, was im Vorjahr bundesweit Rang 16 bedeutet hätte. "Das konsequente Training hat sich hier bezahlt gemacht, zumal den beiden Schülern auch die Wärme nichts anhaben konnte", urteilte SSC-Trainer Sascha Arndt zufrieden.
Trotz seiner 14 Jahre schon "eine Bank" ist Sasha Müller. Seit zwei Jahren in den Mittel- und Langstrecken ungeschlagen, setzte er seine Siegesserie auch auf der bislang höchsten Meisterschaftsebene für die M14 eindrucksvoll fort. Der Gymnasiast übernahm vom Start weg die Führung und hatte im Ziel nach 9:47,80 Minuten 150 Meter Vorsprung auf Luca Schmitt vom ASC Darmstadt, der 10:12,94 Minuten benötigte. "Damit ist das wichtigste Saisonziel erreicht, jetzt hoffe ich noch auf den einen oder anderen Regionalrekord zwischen 800 Meter und fünf Kilometern", erklärte Sasha Müller nach seinem Einsatz.
Die U20-Athletin Sara Lisa Zorn stellte sich bei den Juniorinnen U23 der älteren Konkurrenz und brachte zwei Urkunden mit nach Hause. Im Speerwurf belegte die Steinheimerin mit 39,26 Metern den vierten Platz, im Kugelstoßen wurde sie mit 11,83 Metern Siebte. Ebenfalls den vierten Platz holte sich Robin Rieß vom LAZ Bruchköbel. Mit 38,03 Metern kam der 14-Jährige in die Nähe seines Hausrekordes und verbesserte sich im Vergleich zu den Landesmeisterschaften vor Wochenfrist um mehr als einen Meter. Für den SC Gelnhausen lag Rebecca Müller aus Oberrodenbach nach dem ersten Diskuswurf-Durchgang der Juniorinnen U23 in Führung, und lediglich Evi Weber vom TSV Erding vermochte mit zweifach erzielten 48,60 Metern noch an der mit 46,77 Metern gelisteten ehemaligen Deutschen Jugendmeisterin vorbeiziehen.
Das wohl spannendste Rennen der zwei Veranstaltungstage bekamen die Zuschauer beim abschließenden 3x1000-Meter-Staffellauf der Jugend U18 geboten. Hinter den hohen Favoriten und Mittelstreckenspezialisten des LC Rehlingen, des TSV Schott Mainz und der Startgemeinschaft Neckarsulm/Heilbronn sortierte sich Julius Hild als Startläufer des Titelverteidigers SSC Hanau-Rodenbach nur in der Anfangsphase am Ende des Feldes ein und übergab nach 2:49 Minuten auf Position zwei. Philip Ahne schloss zur Spitze auf, büßte diese dann zunächst wieder ein, um den zwischenzeitlichen Zehn-Meter-Rückstand auf seiner Schlussgeraden in einen minimalen Vorsprung umzumünzen und Johannes Fleiner mit auf die letzten 1000 Meter zu geben. Während Rehlingen aufgab, zogen die Mainzer und auch die Startgemeinschaft am SSC vorbei, so dass Johannes Fleiner eingangs der Schlussrunde in deren Windschatten auf Rang drei lief. Der kampfstarke 16-Jährige warf dann auf den letzten 300 Metern seine geballte Schnelligkeitsausdauer in die Waagschale und verdrängte zunächst Neckarsulm/Heilbronn von Platz zwei. Auf der Zielgeraden schob er sich schließlich auch noch zentimeterweise an den Mainzer Jan Schmied heran, den er erst fünf Meter vor dem Ziel "im Griff" hatte, und machte die überraschende Titelverteidigung in 8:15,21 Minuten zu 8:15,37 Minuten (Mainz) und 8:16,33 Minuten perfekt. "Das ist eine Sensation, denn nach den Einzelzeiten hätte uns das Trio aus Mainz mindestens zehn Sekunden abnehmen können", so Arndt, der neben der läuferischen Klasse einmal mehr die taktische Finesse "seiner Jungs" als Erfolgsgarant sah. "Alle drei sind im Verhältnis zur Konkurrenz wesentlich gleichmäßiger gelaufen und konnten dadurch auf den jeweiligen Schlussgeraden noch deutlich zusetzen. Das hat heute den Ausschlag gegeben !"

Vorschau: U20-EM in Schweden Teil II

Kidane Tewolde mit längster EM-Distanz

SSC-Athlet tritt in Schweden über 10000 Meter an
Kidane Tewolde (SSC Hanau-Rodenbach) hat sich an die vielen Runden auf der Laufbahn gewöhnt. Ob es nun siebeneinhalb Stadionrunden wie bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U20 in Gelnhausen sind oder auch zwölfeinhalb wie im 5000-Meter-Lauf, spielt für den 19-jährigen C-Kader-Athleten keine Rolle. Selbst die nun bei der Jugend-Europameisterschaft U20 im schwedischen Eskilstuna anstehenden 25 Runden über die Gesamtdistanz von 10000 Metern hat er zumindest mental im Griff.
"Da konzentriere ich mich auf Zwischenzeiten und die Konkurrenz, weniger auf die verbleibenden Runden. Die habe ich erst in der Endphase wieder direkt vor Augen", erklärte Kidane Tewolde nach seinem Abschlusstraining im Rodenbacher Waldstadion. Ob allerdings die mentale Stärke gegen die schnellsten europäischen Nachwuchs-Langstreckenläufer ausreicht, wird sich am heutigen Donnerstag zeigen. Denn bereits seit Jahresbeginn laboriert Tewolde immer wieder an Hüftbeuger-Problemen, die ihm mehrfach einen Strich durch die Rechnung machten und wiederholt bessere Endzeiten verhinderten.
Auch wenn er die hessischen Meisterschaften in Gelnhausen bei 37 Grad Sommerhitze in 8:53 Minuten relativ locker als Sieger beendete, signalisierte er zwischenzeitliche Einschränkungen im Bewegungsablauf, die aus einem gestörten Nerv-Muskel-Zusammenspiel resultierten. "Das Bein schert dann zur Seite aus, und ich kann nicht mit meinem normalen Schritt laufen", schilderte der Nationalteamstarter die Auswirkungen einer bislang noch nicht geklärten Hüftbeugerproblematik, von der die behandelnden Ärzte annehmen, dass ein beteiligter Nerv durch den bei Belastung entstehenden Muskeldruck abgeklemmt werden könnte.
Hoffnung kann Kidane Tewolde jedoch aus der Tatsache schöpfen, dass auch bei seinem besten Saisonrennen der Nerv nicht mitspielte. Als er mit dem Deutschen Vizemeistertitel der Jugend U20 über 10000 Meter die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm mit seiner Endzeit von 30:24 Minuten deutlich unterbieten konnte, lief er ab dem vierten Kilometer "nicht mehr rund", hielt aber immerhin noch einen Kilometerschnitt von knapp über 3:00 Minuten durch.
"Das ist auch jetzt in Schweden das Ziel, denn wenn ich mit einer Zeit von etwa 30:30 Minuten ankomme, sollte ein Top-Ten-Platz möglich sein", erklärte der SSC-Athlet, der in der Meldeliste auf dem neunten Rang geführt wird und bislang Rang 14 von den letztjährigen Crosslauf-Europameisterschaften als beste internationale Platzierung vorweisen kann.

Vorschau: U20-EM in Schweden Teil I

Lukas Abele in letzter Minute ausgestoppt

SSC-Athlet muss auf EM-Start verzichten
Bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U20 hatte der 1500-Meter-Spezialist Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) noch mit dem überlegenen Titelgewinn und einer neuen Bestzeit im 800-Meter-Lauf von 1:52,62 Minuten geglänzt. Nur wenige Tage später waren die Bestleistung und auch der Kommentar von Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden), dass "er jetzt gelassen zur Jugend-Europameisterschaft nach Schweden fahren kann" nichts mehr wert, denn kurzfristig aufgetretene gesundheitliche Probleme verhinderten die EM-Anreise mit dem Nationalteam.
Während die Teamgefährten und auch die Konkurrenz bereits die ersten Trainingseinheiten am Wettkampfort in Eskilstuna absolvierten, lag das Augenmerk von Lukas Abele auf schnellstmöglicher Genesung. Die dabei vorhandene "Minimalchance zur Nachreise" konnte der vielfache Hessenmeister nun nicht mehr nutzen, obwohl das "O.K." der behandelnden Ärzte in der Heimat vorlag - allerdings zu kurzfristig vor dem angestrebten Start am Donnerstag.
"Für Lukas wäre die Anreise so knapp vor dem Wettkampf eine kaum zu meisternde Hürde gewesen, zumal sich die Athleten bei der EM auf höchstem Leistungsniveau messen. Es ist natürlich eine ganz traurige Sache, wenn man seinen ersten Europameisterschaftseinsatz erkämpft hat und aus gesundheitlichen Gründen passen muss. Aber jetzt heißt es, sich wieder aufzubauen, seinen Stärken zu vertrauen und jeden Tag etwas mehr ins Laufen hineinfinden, um in den nächsten Wochen wieder am Wettkampfgeschehen teilzunehmen", kommentierte sein Heimtrainer Sascha Arndt die physische wie mentale Herausforderung nach der Berg-und-Tal-Fahrt der zurückliegenden Tage.
Ein kleiner Trost für den SSC-Athleten, der in diesem Jahr mit 3:48,08 Minuten über 1500 Meter als einziger Deutscher die Jugend-EM-Norm geschafft hatte, sollte die Tatsache sein, dass er als jüngerer Jahrgang der U20 auch im kommenden Jahr noch in der Jugendklasse startberechtigt ist und weitere internationale Meisterschaftsläufe 2016 möglichsind. So weit in die Zukunft braucht der schnelle Mittelstreckler andererseits noch gar nicht zu blicken, denn bereits Anfang August steht mit den Deutschen Meisterschaften in Jena das nächste Highlight auf dem Programm. Dort geht es für den Vorjahresdritten der U18 gegen die in Lauerstellung positionierte nationale Konkurrenz wiederum um eine Medaillenplatzierung - vorausgesetzt er kann den zunächst auf die Jugend-EM ausgerichteten Spannungsbogen nun auch noch bis zu den "Deutschen" aufrecht halten.

Süddeutsche Meisterschaften der Jugend

Lisa Oed Süddeutsche Meisterin

In der deutschen Bestenliste aufgerückt
Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Jugend U18 in Kaiserslautern landete Lisa Oed ihren nächsten Coup. Die 16-jährige Athletin des SSC Hanau-Rodenbach holte sich nach den beiden Hessentiteln über 1500 Meter und 1500 Meter Hindernis nun im 3000-Meter-Lauf die Goldmedaille für den Bereich Süddeutschland. Dabei stellte sie bei Temperaturen von weit mehr als 30 Grad mit 10:15,53 Minuten gleichzeitig die Jahresbestzeit auf und empfahl sich als Achte der deutschen Jahresbestenliste für die nationalen Titelkämpfe Ende Juli in Jena.
Im Vorjahr hatte die die Gymnasiastin als Dritte der Deutschen Schülermeisterschaften beeindruckt, dann im Winter ihren Fokus auf die 1500 Meter verlagert. Nach einer schwachen Vorstellung bei den Landesmeisterschaften Ende April auf der 3000-Meter-Distanz war diese Strecke zunächst "gestorben", mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften nun kurz vor Meldeschluss aber eine erneute Standortbestimmung nötig. Diese Herausforderung meisterte Lisa Oed mit Bravour. Über 3:30 Minuten nach einem Kilometer und 7:00 Minuten bei der 2000-Meter-Marke zog die mitfavorisierte Catalina Lausen (LG Offenburg/10:16,96 Minuten) das Feld in die Schlussphase, die dann im Spurt mündete. Dabei hatte Lisa Oed die größten Reserven und gewann knapp vor Sophia Rommel (TV Sontheim/10:16,24 Minuten) und Catalina Lausen.
"Es fiel mir heute nicht leicht, aber 300 Meter vor dem Ziel habe ich an meine Chance geglaubt", so Oed, die allerdings just auf der Gegengeraden ein "Loch" von fünf Metern aufreißen ließ, das sie dann zunächst zulaufen musste, ehe sie an den beiden weiteren Medaillengewinnerinnen vorbeiziehen konnte. Für die Deutschen Meisterschaften kann die SSC-Athletin nun zwischen drei Strecken wählen, wobei der Blick auf die Meldeliste hinsichtlich der Chancenverteilung den Ausschlag geben wird.
Keine Wahl bei der "DM" hat ihr Vereinskamerad Julius Hild. Der U18-Langstreckler ist "heilfroh", die Norm im 3000-Meter-Lauf beim Pfungstädter Abendsportfest auf den letzten Drücker erfüllt zu haben. Dass darunter seine Leistungsfähigkeit bei den Süddeutschen Meisterschaften litt und er nach zwischenzeitlicher Silberposition auf der Schlussrunde noch auf Rang vier zurückgedrängt wurde, ließ sich für ihn verschmerzen. "Ich wollte unbedingt zu den `Deutschen`, und dass ich heute noch schwere Beine von diesem Qualifikationslauf hatte, ist kein Problem", so Hild, der in 9:20, 69 Minuten als bester Hesse das Treppchen um drei Sekunden verfehlte.

Pfungstädter Abendsportfest

Ott und Hild mit Norm für Deutsche Meisterschaft

Thomas Ott läuft hessische Jahresbestzeit
Beim Pfungstädter Abendsportfest startete Thomas Ott durch. Der 15-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach gewann den 3000-Meter-Lauf der in der neuen hessischen Jahresbestzeit von 9:28, 69 Minuten und erzielte damit gleichzeitig die aktuell drittschnellste Zeit für die M15 im Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).
Außerdem steigerte Thomas Ott trotz hochsommerlicher Wärme seine eigene Bestzeit um mehr als 30 Sekunden, denn noch Ende April war er mit 9:59,90 Minuten Sechster bei den hessischen Meisterschaften geworden, während sein Trainingsgefährte Lukas Abele in 9:37,07 Minuten gewonnen hatte. Nun aber übernahm der auch als Triathlet bis auf Bundesebene erfolgreiche Ott die Pool-Position. Grundlage war das gleichmäßig hohe Tempo mit dem Auftaktkilometer in 3:08 Minuten und konsequentem Druck bis in die Endphase. "Es lief durchweg gut, nur zum Schluss wurde es hart", so Ott, der eisern durchhielt und im Ziel allen Grund zur Freude hatte.
Die teilte er mit dem U18-Athleten Julius Hild. Nach zwei vergeblichen Versuchen erfüllte der Crosslauf-Hessenmeister nun die Norm des DLV von 9:10,20 Minuten für die B-Jugend. Dabei ging er den ersten 1000-Meter-Abschnitt in 3:00 Minuten recht flott an, verlor dann zwischenzeitlich aber vier Sekunden auf den "Dreier-Schnitt". Diesen Malus korrigierte er prompt und fand noch vor der 2000-Meter-Marke zurück in den ursprünglichen Rhythmus. Während Dauer-Konkurrent Marius Welte (LG Eintracht Frankfurt) zurückschalten musste und mit 9:15 Minuten deutlich nachließ, zog Julius Hild voll durch. Nach 9:07,77 Minuten und einem meisterschaftswürdigen Jubel noch vor der Ziellinie hatte er sich seinen persönlichen Traum erfüllt. "Ich habe die Zeitmessanlage im Blick gehabt und eingangs der Zielgeraden gesehen, dass es reicht", resümierte der SSC-Athlet, der nun Ende Juli bei den nationalen Jugendmeisterschaften einer von drei hessischen Startern im 3000-Meter-Lauf sein wird.
Im Seniorenbereich zeigte Markus Riefer seine Klasse. Der vielfache M45-Hessenmeister war auf der Siebeneinhalb-Runden-Distanz nicht zu schlagen und gewann in 9.29,54 Minuten mit annähernd 200 Metern Vorsprung auf die Konkurrenz.

Hessische Jugend-Meisterschaften

Lukas Abele in EM-Form

SSC-Athlet überzeugt Bundestrainer mit Bestzeit
Bei den hessischen Meisterschaften der Jugend U20 und Schüler U16 in Gelnhausen offenbarten die Athleten trotz "Backofenhitze" von bis zu 38 Grad Celsius im Schatten keine Schwäche. Für Mittelstrecken-As Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) sprang zehn Tage vor seinem Einsatz bei der Jugend-Europameisterschaft sogar noch eine neue persönliche Bestzeit heraus.
Die gelang dem 18-jährigen 1500-Meter-Spezialisten in der Barbarossastadt auf der 800-Meter-Strecke. Als Wettkampfreiz mit Blick auf eine schnelle Schlussrunde bei der EM lautete die Vorgabe "bis zur 400-Meter-Marke locker bleiben und dann voll durchziehen." Die Umsetzung dieser Taktik funktionierte derart gut, dass nach der Zwischenzeit von 57,2 Sekunden dank der in 55,4 Sekunden absolvierten zweiten Hälfte sogar noch der Hausrekord von 1:52,62 Minuten möglich wurde. Bundestrainer Georg Schmidt kommentierte den Sturmlauf prompt mit "Daumen hoch - jetzt kannst du ganz gelassen zur EM fahren !" Dort wird Lukas Abele im 1500-Meter-Vorlauf am 16.Juli gegen die besten europäischen Nachwuchsathleten um den Einzug ins Finale der Top Zwölf kämpfen.
Direkt zum EM-Finallauf kann im schwedischen Eskilstuna sein Vereinskamerad Kidane Tewolde antreten. Der 19-jährige 10000-Meter-Läufer nahm in Gelnhausen die 3000 Meter in Angriff und zeigte sich mit kontrollierten 8:53,34 Minuten vor Davor Bienenfeld (LG Offenbach/9:02,79 Minuten) hitzeresistent. Julien Gottfried, ebenfalls im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach am Start, belegte den vierten Platz in 9:37,80 Minuten und danke anschließend dem Kampfgericht für die Einrichtung einer Wasserstelle, von der er regen Gebrauch machte.
Vier Einsätze in zwei Tagen - das war die Bilanz von Werferin Sara Lisa Zorn, die damit einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Während die Jugendsprecherin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes am ersten Veranstaltungstag mit überraschenden 35,35 Metern im Diskuswurf Rang drei belegte, hatte sie beim Speerwurf Pech. Ausgerechnet der über die 40-Meter-Marke gesegelte Wurf wurde ungültig gegeben, so dass letztlich 39,53 Meter zu Buche standen. Lediglich 37 Zentimeter hinter der Siegerin Vanessa Grimm (LG Reinhardswald/39,90 Meter) reichte es im dichtgedrängten Spitzenquartett nur zu Rang vier. Dafür erfüllte sie sich am zweiten Tag im Kugelstoß ihren Traum von der bereits vierten Teilnahme bei Deutschen Jugendmeisterschaften in Folge. Mit 12,22 Meter überbot sie die Norm von 12,20 Metern knapp und belegte damit den zweiten Platz. Bronze gab es dann als Zugabe im Hammerwurf mit 28,01 Metern.
Sasha Müller Schülermeister
Sasha Müller trat als Titelverteidiger in der M14 an, denn schon mit 13 Jahren hatte er 2014 die 800 Meter gewinnen können. In 2:07,94 Minuten glückte die Titelverteidigung: Er verwies dank eines sehenswerten Endspurts Simon Schneider (LG Reinhardswald/2:10,03 Minuten) in die Schranken und geht nun optimistisch in die Süddeutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Kassel. Sein Vereinskamerad Karl Wandukwa erreichte mit 2:16,97 Minuten den fünften Platz. Die Hanauer Stadtmeisterin Selma Celikkol überzeugte in der W15 mit dem sechsten Platz in 2:29,12 Minuten.

Berglauf-WM

Uli Steidl verfehlt DLV-Team knapp

SSC-Athlet bei Berglauf-WM
Bei der 12. Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz erreichten die Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) den vierten Platz. Auf der Strecke des Internationalen Gornergrat-Zermatt-Marathons in der Schweiz verfehlte der 43-jährige Uli Steidl (SSC Hanau-Rodenbach) knapp den Einzug in das DLV-Trio, das in der Teamwertung Rang vier belegte.
Die Weltmeisterschaft wurde auf der 42,195 Kilometer langen Marathonstrecke von St. Niklaus über Zermatt zum 2.582 Meter hoch gelegenen Ziel auf Riffelberg ausgetragen. Dabei mussten 1.944 Meter bergauf und 444 Meter bergab bewältigt werden. Eine traumhafte Aussicht auf das Matterhorn und unzählige Viertausender war der Lohn für die Anstrengungen.
Bei den Männern ging der Sieg an den Italiener Tommaso Vaccina, der in 3:01:51 Stunden gewann und auch die kenianische Konkurrenz in Schach hielt. Auf dem neunten Platz überraschte der Sechste der diesjährigen Deutschen Berglaufmeisterschaft Thomas Kühlmann (LG Wettenberg), der damit als bester Deutscher noch auf einen Top-Ten-Platz lief. Die DLV-Mannschaft mit Thomas Kühlmann, Florian Reichert (13.Platz) und Moritz Auf der Heide (22.Platz) verpasste in der Nationenwertung als Vierte die ersehnte Bronzemedaille hinter den Kenianern nur um etwas mehr als eine Minute. Team-Sieger wurden die Italiener. Wider Erwarten nicht in die offizielle Dreier-Wertung der Mannschaften kam Uli Steidl, einer der weltbesten Marathon-Senioren-Läufer. Er lief als viertbester Deutscher in 3:26 Stunden auf den 24.Platz der Gesamtwertung. An der Weltmeisterschaft beteiligten sich mehr als 100 Läuferinnen und Läufer aus 23 Nationen, beim gesamten Gornergrat Zermatt Marathon mit offenem Lauf ohne WM-Wertung, Halbmarathon, Ultramarathon und den Staffeln gab es mit 2.400 Starten aus 52 Nationen einen neuen Teilnehmerrekord.

Süddeutsche Junioren-Meisterschaften

Müller und Abele favorisiert

Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Junioren U23 und Schüler U16 schickt der SSC Hanau-Rodenbach mit Sasha Müller (M14) und Marius Abele (M15) zwei aussichtsreiche Kandidaten ins Rennen. Die beiden mehrfachen Hessenmeister starten am Samstag in ihren Klassen im 3000-Meter-Lauf mit Goldchancen.
Dabei führt Sasha Müller die Meldeliste der M14 mit 9:32,11 Minuten und fast einer halben Minute Vorsprung auf den zweitschnellsten Athleten an. Ob der Einsatz im Kasseler Auestadion tatsächlich zur "One-Man-Show" für den Müller wird, ist jedoch aufgrund der rasanten Leistungssteigerungen in dieser Altersklasse offen. Spannend wird es mit Sicherheit in der Klasse M15. Zwar stehen für Marius Abele mit 9:35,07 Minuten sieben Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger Niklas Schwesig (LG Wetzlar / 9:42 Minuten) zu Buche, doch Schwesig zeigte sich zuletzt auf der 800-Meter-Strecke deutlich verbessert und könnte die Unterdistanz-Qualität in einen gelungenen 3000-Meter-Lauf einbringen. Nicht am Start ist der hessische Jahresschnellste Thomas Ott (SSC Hanau-Rodenbach/9:28 Minuten) wegen einer Klassenfahrt.
Als Titelverteidiger sind die U18-Staffelläufer des SSC gemeldet. Philip Ahne, Julius Hild und Johannes Fleiner müssten allerdings über sich hinauswachsen, um die vom TSV Schott Mainz angeführte Konkurrenz zu bezwingen. "Eine Medaille ist in diesem Jahr ein Erfolg", gibt ihr Trainer die zurückhaltende Zielsetzung vor.

Pierre-de-Coubertin-Medaille

Sara Lisa Zorn erhält die Pierre-de-Coubertin-Medaille

Außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement gewürdigt
Sie zählt seit Jahren zu den besten hessischen Speerwerferinnen und Kugelstoßerinnen im Nachwuchsbereich und machte bei den Titelkämpfen in Gelnhausen ihre vierte Teilnahme in Folge an Deutschen Jugendmeisterschaften perfekt. Neben den sportlichen Erfolgen zeigt Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach) auch außerhalb des eigenen Wettkampfbetriebes mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen ungewöhnlichen Einsatz. So wurde die Steinheimerin nun mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille ausgezeichnet.
Dieser Schulsportpreis des Landessportbundes Hessen wird für herausragendes sportliches und soziales Engagement von Schülern des jeweiligen Abschlussjahrgangs vergeben. Die Abiturientin Sara Lisa Zorn war somit eine von 35 hessischen Jugendlichen, die den Vergabekriterien genügten. "Mit der Namensgebung der Auszeichnung sollen die der olympischen Idee inne wohnenden sportpädagogischen Werte wie ganzheitliche Bildung, Fair Play, persönliche Vervollkommnung über die sportliche Leistung und soziales Verhalten für den Schulsport herausgestellt und gewürdigt werden", erklärte Stephan Schulz-Algie vom Landessportbund Hessen.
Die sportliche Leistungsfähigkeit dokumentieren fast zwei Dutzend hessische Meistertitel und jahrelanges konsequentes Training. Weniger im Rampenlicht steht naturgemäß das soziale Engagement in Schule, Verein und Verband, doch auch hier zeigt Sara Lisa Zorn "Spitzenleistungen" wie nun in Gelnhausen. Vier Wettkampfeinsätze im Kugelstoß, Hammerwurf, Speerwurf und mit dem Diskus kombinierte die SSC-Athletin mit ganztägiger Betreuung des HLV-Informationsstandes - und das alles bei brütender Sommerhitze. "Geschadet hat mir die Zusatzbelastung jedoch nicht, sonst hätte ich die DM-Norm im Kugelstoßen nicht erreicht", so Zorn.
Im Vorjahr flog sie von ihrer eigenen Klassenfahrt aus Spanien nach München, um dort in Garching den Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) beim Verbändekampf zu unterstützen. Zwei Tage später ging es dann direkt weiter als Betreuerin der jüngeren Leichtathleten ihrer eigenen Schule zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia, das in Berlin stattfand. Ein dichtgedrängter Terminkalender ist ständiger Begleiter der engagierten 19-Jährigen: Neben wiederholten Trainingseinheiten in der Schule als Sportlehrerunterstützung stand im April zwischen dem schriftlichen und mündlichen Abitur der Lehrgang zur Jugend-Antidopingbotschafterin an, um damit im Leichtathletikkreis Offenbach/ Hanau und auch hessenweit präsent zu sein. Aktuell bereitet die Jugendsprecherin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes die HLV-Feriencamps und den Verbändekampf vor. "Im Vorfeld dieser Veranstaltungen gibt es immer auch Stress, denn vieles geschieht aus Eigeninitiative und muss selbstständig angegangen werden. Aber wenn zum Schluss alles gut gelaufen ist und ich mich beweisen konnte, dann hat sich der Zeitaufwand gelohnt", sagt Sara Lisa Zorn, die mit ihrer Aufgabe gewachsen ist und dabei besonders schätzt, dass "man auf die Menschen eingehen können muss" - was ihr gelingt, denn die Rückmeldungen der betreuten Kinder und Jugendlichen fallen durchweg positiv aus.
Die Preisverleihung motiviert die Abiturientin nun noch zusätzlich. "Ich bin sehr stolz auf die Wertschätzung meines ehrenamtlichen Einsatzes und danke meiner Tutorin Maike Wiedwald, dem HLV mit Dominic Ullrich und Till Helmke sowie Harry Arndt vom SSC Hanau-Rodenbach", erklärte Sara Lisa Zorn, die sich auch zukünftig in ihre Aufgaben hineinknien wird.

Hessische Meisterschaften im Hindernislauf

Lisa Oed brilliert im Hindernislauf

SSC-Athletin mit Kreisrekord Hessenmeisterin
Bei den hessischen Meisterschaften im Hindernislauf ist Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) mit einem unerwarteten Erfolg durchgestartet. Auf der 1500-Meter-Distanz der weiblichen Jugend U18 brillierte sie in der neuen Kreisrekordzeit von 5:11,41 Minuten und holte sich innerhalb weniger Tagen den zweiten Landestitel des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV).
Am Wochenende zuvor hatte Lisa Oed mit ihren neuen persönlichen Bestzeiten von 4:43,83 Minuten über 1500 Meter und 2:17,81 Minuten im 800-Meter-Lauf bewiesen, dass wieder mit ihr zu rechnen ist. Nun kam sie auch in dem mit vier 76-Zentimeter-Balken und einem Wassergraben pro Stadionrunde gespickten Hindernislauf derart gut zurecht, dass sie direkt in die erweiterte nationale Spitze stürmte. Aktuell nimmt die 16-Jährige, die auch im kommenden Jahr noch in der U18 startberechtigt ist, den fünften Platz in der deutschen Jahresbestenliste ein. Dabei fehlen lediglich sieben Sekunden zur führenden Anna Kristin Fischer vom LAZ Leipzig.
Auf der Waldsportanlage in Pfungstadt entwickelte sich bis zum vorletzten Wassergraben ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Alexandra Stuhlmann (TSV Kirchhain) und Lisa Oed. Als die Nordhessin dann am Wassergraben patzte und fast hüfttief "baden ging", nutzte Lisa Oed ihre gute Technik und Tempohärte aus, zog deutlich an und distanzierte Stuhlmann auf der Schlussrunde um sieben Sekunden. "Super, ich bin total glücklich!", jubelte die Gymnasiastin, die sich von 5:22 Minuten bei ihrem Hindernisdebüt im Mai nun enorm steigern konnte. Damit brachte sie sich gleichzeitig in eine gute Ausgangsposition für die Anfang August in Jena stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften, bei denen sie auf den vier Strecken über 800 Meter, 1500 Meter, 3000 Meter und 1500 Meter Hindernis die Qualifikationsnorm unterboten hat. Ein weiterer wichtiger Wettkampf ist am kommenden Wochenende vorgeschaltet, wenn sich Lisa Oed bei den Süddeutschen Meisterschaften im 3000-Meter-Lauf zumindest eine Medaille ausrechnet.
Für ihren Vereinskameraden Julien Gottfried brachte der Einsatz in Pfungstadt ebenfalls einen Schritt nach vorne. Mit 6:35,93 Minuten erzielte er in der Jugend U20 eine neue persönliche Bestzeit und konnte nach gleichmäßig hohem Tempo auf der Zielgeraden noch den Dauerkonkurrenten Lorenz Funck (MT Melsungen/6:36,51 Minuten) überspurten. Hinter Yannik Gerland (Bad Soden Allendorf/6:11,84 Minuten) und Jonas Uster (LG Odenwald / 6:35,95 Minuten) gewann Julien Gottfried Bronze.

Junioren-Gala in Mannheim

Lukas Abele mit EM-Reife

SSC-Athlet schnellster Deutscher
Lukas Abele hat bei der 22.Bauhaus Junioren-Gala in Mannheim seine Europameisterschaftsreife als schnellster Deutscher im 1500-Meter-Lauf bestätigt. Der 18-jährige Athlet des SSC Hanau-Rodenbach erzielte mit 3:49,38 Minuten erneut eine Topzeit, so dass Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) zu den ersten Gratulanten hinsichtlich der höchst wahrscheinlichen Teilnahme an der U20-EM im schwedischen Eskilstuna zählte.
Den Start beim internationalen Saisonhöhepunkt Mitte Juli hat sich Lukas Abele redlich verdient. Mit 3:48,08 Minuten konnte er bereits beim Sportfest in Regensburg Anfang Juni die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) aufgestellte EM-Norm von 3:48,50 Minuten unterbieten. Nun zeigte Abele bei dem vom DLV zum Pflichtwettkampf ausgeschriebenen Einladungswettbewerb in Mannheim, dass aus nationaler Sicht kein Weg an ihm vorbei führt. Denn schneller als er lief lediglich der Schweizer Mael Bohren, der sich an der Zielgerade vorbeischob und in 3:48,43 Minuten gewann.
Im Rennen selbst hatte sich Lukas Abele zwar zunächst taktisch klug zurück gehalten, dabei aber auch in drei Kurven einige unnötige Meter auf Bahn zwei absolviert. "Da sind sogar noch ein, zwei Sekunden liegen geblieben", war sich Heimtrainer Sascha Arndt sicher, der andererseits zufrieden registrierte, wie nach der 1000-Meter-Zwischenzeit von 2:35 Minuten wiederum eine "ganz starke Schlussrunde" von 59 Sekunden für den deutlichen Vorsprung vor fast allen weiteren deutschen Teilnehmern sorgte. Lediglich Moritz Beinlich (LG Rhein/Wied) hielt mit 3:49,99 Minuten noch Anschluss, während der im Vorjahr als Ranglisten-Erster notierte Lukas Eisele (LG Filder / 3:53,08 Minuten) doch schon 20 Meter zurück lag.
"Einfach klasse, wenn es derart gut läuft und man das Tempo im Griff hat", freute sich Lukas Abele, der seine abschließende Trainingseinheit in der August-Schärttner-Halle exakt auf den nun wieder erfolgreich praktizierten langen Endspurt ausgerichtet hatte. Ob er nun am kommenden Wochenende bei den hessischen Jugendmeisterschaften für den SSC Hanau-Rodenbach in der Favoritenrolle über 800 Meter und 1500 Meter startet, mit Blick auf die U20-EM einem umfangreichen Trainingsblock den Vorrang gibt oder gar beides kombiniert, entscheiden Heimtrainer und Athlet in Abhängigkeit der Regenerationsphase.
Fest steht indes, dass Lukas Abele als einziger deutscher U20-Athtlet mit Normerfüllung über 1500 Meter und als jüngerer U20-Jahrgang 1997 beste Aussichten auf die nun folgende Nominierungsformalie des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Europameisterschaft Mitte Juli besitzt. Damit würde er seinem bereits qualifizierten Langstrecken-Vereinskameraden Kidane Tewolde (10000 Meter) ins offizielle Nationalmannschaftsaufgebot nachfolgen.

Jugendgala in Schweinfurt

DM-Quali knapp verfehlt

Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) hat zum zweiten Mal die Qualifikationsnorm zu den Deutschen U18-Meisterschaften im 3000-Meter-Lauf nur knapp verfehlt. Bei der Jugendgala des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Schweinfurt absolvierte der 16-Jährige die siebeneinhalb Stadionrunden in 9:11,82 Minuten und belegte den vierten Platz. "Auf der Zielgerade habe ich noch einen Konkurrenten überholt, aber zur Qualizeit von 9:10,20 Minuten hat es nicht mehr ganz gereicht", resümierte der Rodenbacher. Zwei weitere Chancen bleiben dem mehrfachen Hessenmeister noch vor Ablauf der Meldefrist. Zunächst geht er beim Pfungstädter Abendsportfest Anfang Juli ins Rennen, dann bei den Süddeutschen U18-Meisterschaften in Kaiserslautern. Die Schülernorm von 9:50 Minuten in der Tasche hat Marius Abele (M15) - allerdings nur auf der Wettkampfstrecke. Das komplizierte Qualifikationsverfahren zur Deutschen Meisterschaft fordert von den Schülern neben dem Erreichen der Qualifikationszeit für die Spezialstrecke auch eine zweite Disziplin. Obwohl Abele über 3000 Meter mit 9:35,07 Minuten zu den nationalen Top ten zählt, fehlt ihm noch der Nachweis über die 300-Meter-Langsprintstrecke. Hier lief er zuletzt mit 42,17 Sekunden in Bad Nauheim nur wenig langsamer als die geforderten 42,00 Sekunden, so dass er für die hessischen Meisterschaften in Gelnhausen auf eine weitere Verbesserung setzt. Komplett gesichert hat sich hingegen sein Vereinskamerad Jonas Rapp das Ticket zur DM. Nach 9:47,59 Minuten über 3000 Meter erreichte er nun im Blockwettkampf Lauf mit 2175 Punkten den zweiten Richtwert und startet somit Anfang August beim Saisonhöhepunkt in Köln.

Hessische U18-Meisterschaften

Lisa Oed Hessenmeisterin im 1500-Meter-Lauf

Starke Leistungen auch für Zorn, Hersel, Ahne und Fleiner
Mit fünf Medaillen kehrten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach von den hessischen U18-Meisterschaften aus Darmstadt zurück. Lisa Oed kaufte den Konkurrentinnen im 1500-Meter-Lauf mit einer überzeugenden Leistung den Schneid ab und holte sich den begehrten Hessenwimpel. Bei den Erwachsenen gefielen Sara Lisa Zorn und Lienhard Hersel auf den Bronzerängen.
Für Lisa Oed hätte ihr verzögerter Sturmlauf zu Gold fast zum Eintrag in die Top Sechs der Deutschen Bestenliste gereicht, aber die 16-Jährige zündete im 1500-Meter-Lauf den Turbo erst auf den letzten 500 Metern. "Ich wollte im Windschatten bleiben und erst zum Schluss richtig durchziehen", schilderte sie ihr Konzept, das auch bestens aufging. Denn mit 4:43,83 Minuten nahm sie den von Franziska Althaus (Wiesbaden/4:47,96 Minuten) angeführten Konkurrentinnen mehr als 20 Meter ab und überzeugte mit einer Schlussrunde von weniger als 70 Sekunden. Die zeigte sie am zweiten Wettkampftag gleich zwei Mal hintereinander, denn beim sonntäglichen 800-Meter-Entscheid lief sie mit 2:17,81 Minuten so schnell wie nie zuvor und damit knapp geschlagen auf den dritten Platz.
Sara Lisa Zorn hatte sich zur Nachmeldung im Speerwurf entschlossen, nachdem es in der Woche zuvor bei den Kreismeisterschaften mit knapp 40 Metern "überraschend gut" geklappt hatte. Die in dieser Saison vorrangig im Kugelstoßen erfolgreiche SSC-Athletin kam dann in Darmstadt tatsächlich noch besser in Schwung und warf den 600-Gramm-Speer auf die 42,96 Meter und damit so weit wie seit 2012 nicht mehr. "Das gibt natürlich Auftrieb für die hessischen Jugendmeisterschaften in zwei Wochen in Gelnhausen", erklärte die 19-jährige Abiturientin, die nun sogar mit der Norm für die nationalen Titelkämpfe (44,00 Meter) liebäugelt.
Für den Oberrodenbacher Lienhard Hersel hieß es im 1500-Meter-Lauf der Männer "dranbleiben". Favorit Ruben Zillig (LG Bensheim) drückte aufs Tempo, das Feld bröckelte peu a peu ab, ehe in der Schlussrunde nur noch drei Athleten im Kampf um die Medaillen mithalten konnten. Zillig siegte sicher in 4:01,97 Minuten vor Julian Pfeiffer (Wiebadener LV/4:03,22 Minuten), während Lienhard Hersel in 4:04,15 Minuten seine persönliche Saisonbestleistung erzielte.
Philip Ahne und Johannes Fleiner hinterließen im 1500-Meter-Lauf der männlichen U18 einen starken Eindruck. Zwar konnten sie der Tempoverschärfung der Wiesbadener Mohamed Bassou und Theo Dreßler nicht ganz folgen, doch mit Rang drei für Ahne in 4:19,44 Minuten und Rang vier für Fleiner in 4:19,95 Minuten gab es zwei neue persönliche Bestzeiten. Ihr Trainingsgefährte Lukas Abele startete im 400-Meter-Lauf der Männer, den er in 51,55 Sekunden auf dem achten Platz beendete.

Volkslauf am Hessencenter

Claudia Pusch gewinnt in Bergen-Enkheim

Spannender Zweikampf auf heißem Asphalt
Der 27.Frankfurter Volkslauf am Hessencenter in Bergen-Enkheim bot bei den Frauen einen spannenden Zweikampf zwischen Claudia Pusch (SSC Hanau-Rodenbach) und der Lokalmatadorin Lisa Merget von der SG Enkheim. Nach zehn "heißen" Kilometern in 41:44 Minuten hatte die SSC-Athletin die Nase vorn und konnte sich über einen 75-Euro-Gutschein freuen.
Sommerliche Temperaturen trieben bereits vor dem Start den mehreren hundert Teilnehmern die Schweißperlen auf die Stirn. Als es dann auf die zweimal zu durchlaufende Fünf-Kilometer-Runde ging, war angesichts der Wärme gutes Timing gefragt. Das bewies die marathonerfahrene Claudia Pusch, die zunächst gleichauf mit Lisa Merget lief und sich dann ab Kilometer sechs von ihr absetzen konnte. Äußerlich locker musste Pusch dennoch ihren inneren Schweinehund überwinden: "Es war sehr warm. Das erklärt, warum es mir bei diesem Tempo insgesamt doch recht schwer fiel", erklärte die 35-Jährige im Ziel. Mit 41:44 Minuten konnte sie ihrer schnellsten Verfolgerin 19 Sekunden abnehmen. Auf Rang drei folgte die W45-Siegerin Ildiko Zott (Maintal), deren Schlussspurt mit 45:24 Minuten vor der Frankfurterin Elvira Wolf (45:26 Minuten) belohnt wurde.
Nicht viel zu holen auf dem Treppchen gab es bei den Männern für die SSC-Läufer. Vorjahressieger Kidane Tewolde, derzeit in der Vorbereitung auf die U20-Europameisterschaften, schloss einen viertägigen Belastungsblock mit dem Start in Bergen-Enkheim ab und hatte aufgrund der Vorbelastung "wirklich einmal schwere Beine". Dass aber der immer wieder für Irritationen sorgende Hüftbeuger mitspielte und Tewolde letztlich lockeren Schrittes zu 33:41 Minuten lief, war für den 19-jährigen SSC-Athleten die Hauptsache. "Jetzt heißt es, sich bis zum nächsten Training gut zu erholen, ehe dann Ende Juni das zehntägige Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ansteht", so Tewolde. Dass mit Abdetta Odde (31:01), Zaroual (32:08) und Ammouta (32:58) drei Athleten schneller im Ziel waren, störte den Studenten an diesem Tag wenig.
International ging es auch auf den weiteren Plätzen zu. Okubazgiher Teferi Abai (35:20 Minuten) und Abdi Abdulkedr (36:04 Minuten) belegten die Ränge fünf und sieben. Unter der 40-Minuten-Marke blieben Jannik Trunk (2.U20/38:08 Minuten), Dirk Schönbeck (2.M40/38:33 Minuten) und Alexander Inge (39:21 Minuten). Für M50-Sieger Frank Seidel (SSC) wurden 40:15 Minuten gestoppt.
Den Fünf-Kilometer-Lauf bestritt Dr.Sevim Haaß (SSC Hanau-Rodenbach/19:51 Minuten) als schnellste Frau.
Für den einzigen Klassensieg im 1,5-Kilometer-Schülerlauf sorgte Johanna Uherek in der W11 mit 5:28 Minuten. Im 500-Meter-Bambinilauf erreichten ihre SSC-Vereinskameraden Fynn Alfsmann mit 1:53 Minuten und Antonia Oppermann mit 1:56 Minuten zwei Klassensiege bei den Siebenjährigen. Weitere Ergebnissewww.volkslauf.de

Stockholm Marathon

Simone Stöppler mit WM-Reife

Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach) hat den ersten geforderten Leistungsnachweis für die Europa- und Weltmeisterschaften im 100-Kilometer-Lauf erbracht. Die mit 51 Jahren aktuell älteste Nationalmannschaftsathletin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ist bereits für den Saisonhöhepunkt in Winschoten / Niederlande im September 2015 vornominiert und stellte nun mit ihrem Marathonlauf in Stockholm den entsprechenden Formaufbau unter Beweis. Nach 3:17:56 Stunden belegte Simone Stöppler Rang zwei in der Altersklasse W50, nachdem sie bei der Halbmarathonmarke mit 1:36:16 Stunden sogar noch etwas schneller unterwegs war. Richtig ernst wird es für die Fernmelde-Ingenieurin erst im August, wenn der 50-Kilometer-Lauf von Leipzig als Generalprobe für EM und WM ansteht. "Bis dahin steht das Training absolut im Vordergrund, wobei ich vor allem mit den langen Läufen zwischen 30 und 50 Kilometern am Wochenende eine gute Grundlage schaffen möchte", erklärte Simone Stöppler.

Hessische Staffelmeisterschaften

Hessentitel in Deutscher Jahresbestzeit

SSC-Schüler-Staffel mit Start-Ziel-Sieg
Bei den hessischen Staffelmeisterschaften in Viernheim zündeten die Schüler des SSC Hanau-Rodenbach bei hochsommerlichen Temperaturen ein Feuerwerk. Thomas Ott, Marius Abele und Sasha Müller liefen im 3x1000-Meter-Wettbewerb der Klasse U16 einen überlegenen Start-Ziel-Sieg heraus und trugen sich mit 8:18,13 Minuten als neue Regionalrekordler sowie als Führende in die aktuelle Deutsche Jahresbestenliste ein.
Triathlon-Kader-Athlet Thomas Ott brachte die SSC-Mannschaft mit einem ausgeglichenen Rennen und einem starken Finisch vor einer Startgemeinschaft aus zwei Vereinen in Führung. Den 20-Meter-Vorsprung ließ Marius Abele auf seinem Teilabschnitt weiter anwachsen, so dass der Sieg schon vor dem Einsatz von Schlussläufer Sasha Müller sicher schien. Doch der 14-Jährige beschränkte sich keinesfalls auf Absicherung, sondern zog im Kampf gegen die Uhr voll durch. Der verdiente Lohn war neben Regionalrekord und Deutscher Jahresbestleistung auch die Anerkennung im Stadionrund. Denn mit 8:18,13 Minuten waren die SSC-Youngster im indirekten Vergleich sogar noch schneller als die zwei Jahre älteren U18-Hessenmeister der LG Eintracht Frankfurt (8:18,82 Minuten) und hätten selbst in der Jugend U20 den Vizetitel geholt. In der gleichaltrigen A-Schülerkonkurrenz lag die Startgemeinschaft letztlich in 8:33,96 Minuten fast 100 Meter zurück, während die LG Eintracht-Frankfurt-Schüler in 8:43,25 Minuten schon 150 Meter Rückstand aufwiesen. Gleichzeitig liefen Ott, Abele und Müller auf Rang vier der ewigen hessischen Bestenliste, die seit 1995 mit 8:05,0 Minuten von den Hessenrekordlern des SSC Hanau-Rodenbach aus dem eigenen Verein angeführt wird.
Trotz Hitze im Stadionrund und einer staubedingt stundenlangen Anreise nach Viernheim wussten auch die Jugendlichen U20 zu überzeugen. Von Julien Gottfried gleich an die Spitze gebracht, hielt Jannik Trunk die Führung, die Langstreckenspezialist Kidane Tewolde kontrolliert ins Ziel brachte. Die dabei erzielten 8:04,12 Minuten bedeuteten mehr als 100 Meter Vorsprung auf die zweitplatzierte LG Eder (8:21,20 Minuten).
Ähnlich deutlich gewannen die jüngsten Schüler in der Klasse U14 die 3x800-Meter-Staffel. Der hervorragend aufgelegte Attila Has kaufte als Jahrgang-2004-Läufer den bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenten aus acht weiteren Vereinen und Startgemeinschaften den Schneid ab und übergab in der Führungsposition, die Maximilian Hamburger eindrucksvoll verteidigte. Die beiden schnellen Hanauer, zuletzt bei den Stadtmeisterschaften der Schulen im Herbert-Dröse-Stadion ganz vorne mit dabei, konnten sich dann auf Schlussläufer Max Grabosch verlassen, der den Sieg in 7:26,15 Minuten vor einer Startgemeinschaft (7:41,47 Minuten) und der GSV Eintracht Baunatal (7:42,88 Minuten) perfekt machte.
Die Silbermedaille in der Klasse M30 sicherten sich Simon Bertsch, Stefan Unger und Ingbert Reinke in 8:44,00 Minuten hinter dem TV Trebur (8:27,94 Minuten). Für die Schülerinnen U14 mit Nessrin Ammerschläger, Elena Taubel und Clara Uherek gab es im Vergleich mit 14 weiteren Trios in 8:09,00 Minuten für die 3x800 Meter den fünften Platz. Ebenfalls Fünfte wurden bei den Schülerinnen U16 Annika Maul, Melissa Bensing und Selma Celikkol in 8:08,98 Minuten.

Sportfest der LG Regensburg

Lukas Abele stürmt zur EM-Norm

SSC-Athlet beweist internationales Format
Die Sportfeste der LG Regensburg sind für ihre hochkarätigen Leistungen bekannt, zu denen Lukas Abele nun die Normerfüllung für die U20-Europameisterschaften im 1500-Meter-Lauf hinzugefügt hat. Der Athlet des SSC Hanau-Rodenbach gewann in 3:48,06 Minuten die Jugendwertung überlegen und bewies als einziger der angetretenen DLV-C-Kader internationales Format. Rang fünf in der ewigen hessischen Bestenliste und die Steigerung des U20-Kreisrekordes um sechs Sekunden waren dabei Randnotizen.
Bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere glückte Lukas Abele ein "Quantensprung". Im Vorjahr hatte sich der Mittelstreckler in seiner Paradedisziplin von 4:06 Minuten auf 3:53,92 Minuten verbessert und Rang zwei in der Deutschen U18-Bestenliste eingenommen. Nun verblüffte er in seinem ersten Saisonrennen über 1500 Meter mit dem nächsten Paukenschlag, der selbst Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) aus dem Häuschen geraten ließ. "Ich bin völlig geplättet von dieser Zeit, herzlichen Glückwunsch an den Athleten und den Trainer, das war eine sensationelle Teamleistung", gratulierte er im Anschluss an den Lauf von Regensburg, den Lukas Abele gemeinsam mit seinem ihn vor Ort betreuenden Vater Michael Abele an den kühlen Donauauen bestens vorbereitet hatte. "Wir mussten schon mittags aus dem Hotel, aber der Lauf fand ja erst um 19.45 Uhr statt. Also habe ich mir tags zuvor angeschaut, wo wir uns am besten aufhalten, ohne dass es zu heiß wird", erklärte Michael Abele, selbst aktiver Läufer mit langjährigem Erfahrungsschatz.
Den dann in den Abendstunden zu feiernden Erfolg nahm der Athlet vergleichsweise gelassen. "Das Ziel für diesen Wettkampf war klar, es sollte eine neue Bestmarke werden. Und als ich mich nach 2:34 Minuten für die 1000-Meter-Zwischenzeit so gut wie nie zuvor gefühlt habe, habe ich alles in die Schlussrunde gelegt", so Abele, der die letzten 400 Meter im Schlepptau des in der Männerklasse siegreichen Felix Plinke (LG Regensburg/ 3:47,97 Minuten) in fulminanten 59 Sekunden absolvierte.
Mit 3:48,06 Minuten blieb er als einziger Jugendlicher unter dem vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderten Richtwert von 3:48,50 Minuten und hat nun ausgesprochen gute Chancen auf die Nominierung. Zwar folgen noch zwei weitere hochkarätige Qualifikationsrennen, doch die direkten Konkurrenten um die insgesamt drei Startplätze für die Europameisterschaft im schwedischen Eskilstuna Mitte Juli blieben heuer deutlich hinter dem SSC-Läufer zurück. So erreichte der favorisierte Jan Hoffmann (LAV Tübingen) mit 3:50,42 Minuten Rang zwei, während Lukas Eisele (LG Filder/3:51,55 Minuten) und der bereits über 10000 Meter qualifizierte Fabian Gering (TV Wattenscheid/ 3:52,12 Minuten) die Plätze drei und vier in der Jugendrangliste belegten.
"Jetzt werden wir genau beobachten, wie Lukas dieses Rennen verkraftet und die nächsten Trainingsreize mit Blick auf den entscheidenden Qualifikationslauf bei der Internationalen Jugendgala in Mannheim Ende Juni setzen. Wenn Lukas dann immer noch unter den schnellsten drei Jugendlichen Deutschlands steht, wird er mit Sicherheit bei der EM starten können, zumal er noch dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehört", sagte Heimtrainer Sascha Arndt nach dem Coup von Regensburg.
Lukas Abele ist 2015 der zweite Athlet des SSC Hanau-Rodenbach, der die EM-Norm erfüllt. Bereits Anfang Mai hatte sein Vereinskamerad Kidane Tewolde die 10000-Meter-Qualifikation als Deutscher Vizemeister in 30:24 Minuten erreicht.

Pfungstädter Abendsportfest

Oed und Hersel mit Bestzeiten

Beim zweiten Pfungstädter Abendsportfest stellten Lisa Oed und Lienhard Hersel weitere Formverbesserungen unter Beweis. Lisa Oed gewann den 1500-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18 in der neuen persönlichen Bestzeit von 4:44,63 Minuten sicher vor ihren Konkurrentinnen und erfüllte erneut die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena. Für ihren Vereinskameraden Lienhard Hersel (ebenfalls SSC Hanau-Rodenbach) stand der 3000-Meter-Lauf auf dem Programm. Gegen den mehrfachen Jugendhessenmeister Marc Tortell (TV Rendel) spielte er nach 3:00 Minuten für 1000 Meter und 6:01 Minuten bei der 2000-Meter-Zwischenzeit seine Spurtqualitäten aus, löste sich auf der Zielgeraden und gewann in 8:52,00 Minuten mit zehn Metern Vorsprung. Die Klasse M45 entschied Markus Riefer in 9:41,46 Minuten für sich.

Rhein-Main Regionalmeisterschaften

Sara Lisa Zorn mit vier Regional-Medaillen

Bei den Meisterschaften der Region Rhein-Main, in der Vereine von Schlüchtern bis Wiesbaden integriert sind, trumpften die Werfer und Läufer des Sportkreises Hanau auf. Allen voran die 19-jährige Sara Lisa Zorn (SSC Hanau-Rodenbach), die zweimal Gold und zweimal Silber gewann. In guter Form präsentierten sich auch die Laufhoffnungen Sasha Müller und Lukas Abele mit zwei Siegen.
Sara Lisa Zorn hatte sich auf der Sportanlage in Gelnhausen ein Mammutprogramm auferlegt. "Nach dem Abi bin ich gut in Form, da kann ich alle Wurf-Disziplinen bestreiten", erklärte die Steinheimerin. Der Einstieg gelang ihr am ersten Veranstaltungstag gleich mit dem Titelgewinn im Hammerwurf. Erstmals auf Meisterschaftsebene im Einsatz, setzte sie sich hier mit 27,30 Metern durch. Am zweiten Tag unterlag sie zwar im Diskuswurf mit 32,39 Metern knapp, doch ihr Augenmerk lag ohnehin auf dem Kugelstoßen. Dort verfehlte die DM-Siebte des Vorjahres die Qualifikationsnorm zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nur knapp. "Es ist noch früh in der Saison, und die 12,20 Meter sind auf jeden Fall möglich", so Zorn, die 12,05 Meter erzielte und damit fast zwei Meter vor der ersten Verfolgerin lag. Das erfolgreiche Wochenende rundeten 36,13 Meter und Rang zwei im Speerwurf ab.
Dass Sprint und Mittelstrecke bestens kombinierbar sind, bewies Sasha Müller. Der 19-fache Hessenmeister lieferte im 800-Meter-Wettbewerb der M14 mit 2:13,29 Minuten und 50 Meter Vorsprung einen kontrollierten Start-Ziel-Sieg ab, dem er dann zwei schnelle 100-Meter-Läufe folgen ließ. Nach der persönlichen Bestzeit von 12,54 Sekunden im Vorlauf gab es im Finale mit windunterstützten 12,50 Sekunden den dritten Platz gegen die Spezialisten. Alisha Zwergel von der DJK Freigericht belegte in der W14 mit 13,00 Sekunden ebenfalls Rang drei. Seinen Ausflug auf die "Unterdistanz" beendete Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) mit dem Sieg im 400-Meter-Lauf der Jugend U20, wo er mit 51,66 Sekunden dem kräftigen Wind auf der Gegengerade trotzte.
Weitere Medaillenplätze gab es im 800-Meter-Lauf für Selma Celikkol (SSC/W15) mit 2:33,14 Minuten und U18-Athlet Johannes Fleiner (SSC) mit 2:08,57 Minuten.

Volksläufe in Altenstadt und Steinberg

Podestplätze in Altenstadt und Steinberg

Kerstin Bertsch wieder im Kommen
Abdi Abulqader und Okubazgiher Teferi Abai haben beim Altenstädter Volkslauf die Plätze zwei und drei belegt. Auf der hügeligen Zehn-Kilometer-Strecke ließen die beiden Bruchköbler im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach lediglich dem Gesamtsieger Jakub Tesza (35:26 Minuten) den Vortritt. Für Abulqader blieben die Uhren bei 35:49 Minuten stehen, Teferi Abai folgte in 36:05 Minuten, wobei er Rang drei auf der Zielgeraden gegen den Friedberger Christoph Sulzer (36:06) erkämpfte. Für M50-Läufer Frank Seidel sprang in 40:03 Minuten der zweite Platz in seiner Altersklasse heraus.
Bei den Frauen überzeugte Hilke Bertschy-Abele als Gesamtzweite und W50-Siegerin in 45:02 Minuten. Ildiko Zott (Maintal) errang mit 47:21 Minuten den W40-Klassensieg.
Auf der Vier-Kilometer-Strecke des Jugendlaufs musste sich der Mannschaftshessenmeister Philip Ahne nach langer Führungsarbeit erst im Spurt geschlagen geben. Während für ihn 13:10 Minuten gestoppt wurden, hatte Sieger Marc Bunzendahl (Altenstadt) eine Sekunde Vorsprung.
Im Schülerlauf über 1,7 Kilometer hatte Mahmoud Gassem (SSC) die Nase in 6:04 Minuten vorn. Es folgten Robin Petzold (1.MU12/6:12 Minuten), Fynn Becker (1.MU14/6:25 Minuten) und Jeremy Monroe (2.MU14/6:29). Bei den Mädchen lag Hessenmeisterin Elena Taubel in 6:23 Minuten vor Nessrien Amerschläger (6:34 Minuten), Rebecca Roth (1.WU12/6:47) und Antonia Oppermann (2.WU12/6:49 Minuten) in Front. Der 300-Meter-Bambinilauf ging in 1:01 Minuten an Alicia Oppermann.
Beim Steinberger Volkslauf meldete sich Kerstin Bertsch (SSC) nahe der 40-Minuten-Marke zurück. Auf der flachen Waldstrecke lief die mehrfache Hessenmeisterin wenige Wochen nach der Geburt ihres Sohnes nun schon wieder 40:03 Minuten und holte den überlegenen Gesamtsieg vor Irina Haub (DJK Flörsheim/40:52 Minuten). Auf dem sechsten und siebten Platz der Gesamtwertung gab es in ihren Altersklassen für Simon Bertsch (1.M30/37:35 Minuten) und Dirk Schönbeck (1.M40/37:43 Minuten) Klassensiege.

Stadtmeisterschaften der Schulen im 1000-Meter-Lauf - mit freundlicher Genehmigung des Hanauer Anzeiger

Pure Lauffreude im Herbert-Dröse-Stadion

Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen bietet Spannung und Spaß
Die 16. Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen war auch im zweiten Jahr der Austragung im Herbert-Dröse-Stadion ein Volltreffer. Sportlich, stimmungsmäßig und organisatorisch boten die vom SSC Hanau-Rodenbach mustergültig ausgerichteten Jahrgangsmeisterschaften höchstes Niveau und spannten wieder einmal erfolgreich den Bogen von der breitensportlich angelegten Bewegungsförderung für jede Alters- und Leistungsklasse über die Talentfindung bis hin zur Präsentation der vertretenen Topsportler und Kaderathleten.
Schon bei der Eröffnungsrunde mit der Flaggenparade durch die Schüler aus den Hanauer Primarstufen wehte der olympische Geist durchs Dröse-Stadion. Inmitten der Grundschüler trabten der technische Leiter der Veranstaltung, Mohamed Gassem, Sportkreis-Vorsitzender Stefan Bahn und Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der nach den 400 Metern in bürgermeisterlicher Arbeitskleidung zwar leicht ins Schwitzen, aber beileibe nicht aus der Puste gekommen war. Der selbst als Langstreckenläufer aktive Kaminsky dankte den Veranstaltern in seiner Begrüßungsrede für ihr ehrenamtliches Engagement und hob den Wert des Sports für die Kinder und Jugendlichen hervor. Die sozial-integrative Komponente benannte Stadtmeisterschaftsinitiator Harry Arndt, der besonders stolz auf den "internationalen Charakter" der Wettbewerbe verwies. "Wir hatten in jedem Jahr Schüler mit Migrationshintergrund aus mehr als einem Dutzend Nationen, die hier in erster, zweiter oder dritter Generation leben und sich in Hanau wohl fühlen. Daran hat das gemeinsame Sporttreiben einen großen Anteil", so Arndt, der dieses Credo in seinem Verein SSC Hanau-Rodenbach mit vielen beim Stadtlauf entdeckten Talenten in eine hessenweit einmalige Erfolgsbilanz umsetzte.
Mit der 16.Auflage reichte der 78-jährige Pädagoge und Lauftrainer nun das "Veranstalter-Staffelholz" an ein Team aus jüngeren SSC-Mitarbeitern weiter und konnte sich vor Ort "live" davon überzeugen, dass seine Nachfolger alles bestens im Griff hatten. Veranstaltungskoordinator Sascha Arndt moderierte gemeinsam mit Profi-Ansager Jochen Heringhaus von runners point auf ebenso kurzweilige wie informative Weise, während in den einzelnen Wertungsklassen bis zu 110 Teilnehmer pro Lauf auf die 1000-Meter-Strecke geschickt wurden. Kaum im Ziel, lagen dann auch schon die Ergebnisse durch Computer-Fachmann Dr.Michael Schrodt und seine Mitarbeiter vor, die den Ehrungs-Zeitplan minutiös einhalten ließen. Dabei gab es nicht nur für die Plätze eins bis vier Pokale, Medaillen und Urkunden, sondern weitere Ehrenpreise auch für die teilnehmerstärkten Schulen. Die mehr als kniehohen Wanderpokale des breitensportlichen "Harry-Arndt-Cup" gingen in diesem Jahr an die Otto-Hahn-Schule vor der Karl-Rehbein-Schule sowie an die Heinrich-Heine-Schule vor der Theodor-Heuss-Schule, die wie alle anderen 16 Schulen ihre Auszeichnungen durch die Schulsportleiter und teilweise sogar Rektoren entgegen nahmen.
Vom frühen Nachmittag bis in die Abendstunden fanden 20 Läufe mit insgesamt 31 Wertungen statt. Die gleich zu Beginn von Oberbürgermeister Kaminsky gestarteten vier- bis sechsjährigen Kindergartenkinder und Erstklässler ließen es dabei auf der für sie verkürzten 525-Meter-Distanz genügsam anlaufen. Ob nun Erster, Zweiter oder mittendrin - das juckte die Youngster augenscheinlich wenig, und der knappe Sieg von Benjamin Taschke (Kindergarten Kinzigfrösche) in 2:31,9 Minuten vor Frederik Eilers (Theodor-Heuss-Schule/2:32,2) war vorrangig dem anfeuernden Publikum zu verdanken, das auf der Tribüne kräftig Stimmung machte und mit dem sich steigernden Lärmpegel den Weg ins Ziel wies.
Geschafft hatten es schließlich alle, freuten sich über den Tee im Stadionauslauf und die sie herzenden Eltern und schauten dann bei "den Großen" zu, wie es richtig zur Sache ging. Denn schon in der Klasse M07 stand die volle 1000-Meter-Strecke auf dem Programm und deutlich mehr Ehrgeiz im Raum. Der lauferfahrene Fynn Alfsmann (SSC-Nachwuchsgruppe) fackelte nicht lange und führte das 59 Teilnehmer starke Feld frühzeitig an, während hinter ihm Konstantinos Savvidis von der Eichendorffschule durch Vater Anastasios fast eine komplette Runde lang im Tribünenring anfeuernd begleitet wurde. Letztlich reichte es für den Großauheimer hinter Alfsmann (4:25,6 Minuten) und Gillmer (4:38,4) in 4:43,6 Minuten zu Rang drei.
Bis zum letzten Meter spannend war es sowohl bei den Jungen M08 mit Tyrese La Luz von der Erich Kästner-Schule in 4:01,0 Minuten vor Lean Husterer (Friedrich-Ebert-Schule/ 4:03,3) als auch bei den Mädchen W08 mit dem Spurtsieg von Annalena Hamburger (Anne-Frank-Schule/4:21,5) vor Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach/4:24,0) und Amina Mekki (Anne-Frank-Schule/4:24,6 ).
Zahlreiche Medaillengewinner aus anderen Sportarten
Zu den überlegensten Siegen zählte der W10-Erfolg von Titelverteidigerin Loreen Bender. Die Heinrich-Heine-Schülerin warf ihren konditionellen Vorteil als Hessenauswahl-Fußballerin in den Ring und unterbot in 3:53,5 Minuten die Vier-Minuten-Marke deutlich. Im Vergleich um den Johanna-Luther-Ehrenpreis für die relativ beste weibliche Tagesleistung kam Bender ebenso in die engere Wahl wie die tagesschnellste Hanauer Schülerin Selma Celikkol (W15/Lindenauschule) in 3:31,5 Minuten und Promi-Lauf-Siegerin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach/3:22,8 Minuten/W16). Doch letztlich ging der 25-Euro-Sportgutschein an die 13-jährige Clara Uherek (SSC Hanau-Rodenbach), die ihren Lauf mit 3:37,3 Minuten vor Nessrien Amerschläger (Otto-Hahn-Schule/ 3:47,9) gewann. In den Spitzengruppen der einzelnen Wettbewerbe zeigten Schülerinnen aus verschiedenen Sportarten, wie positiv sich kontinuierliches Training auf die Ausdauerleistungsfähigkeit auswirkt. Hockeyspielerin Mirja Buntrock als Zweite der W14 in 3:52,8 Minuten, Rudererin Shirin Dragusha auf Rang zwei der W15 in 3:42,2 Minuten und ihre Trainingsgefährtin Wiebke Hanack (3:45,7 / alle Karl-Rehbein-Schule) als Siegerin der W17 machten den Laufspezialistinnen kräftigst Konkurrenz. "Wir haben vor allem im Winter Dauerläufe ins Training integriert. Jetzt steht natürlich das Rudern im Mittelpunkt, aber ich laufe immer gerne hier mit", sagte Shirin Dragusha nach ihrem überzeugenden Auftritt in der W15.
Bei den Jungen holte sich Sasha Müller unangefochten den Johannes-Luther-Cup. Der 14-jährige Hessenmeister von der Karl-Rehbein-Schule lief die 1000 Meter in 2:55,4 Minuten auf Augenhöhe mit den im Promilauf angetretenen U20-Nationalkader-Athleten Kidane Tewolde und Lukas Abele (beide SSC Hanau-Rodenbach). Weitere Topleistungen erbrachten der Fußballer Tristan Kaufhold (Großkrotzenburg/M09/3:55,6 Minuten), der elfjährige Otto-Hahn-Schüler Attila Has (3:32,3) und der 13-jährige Max Grabosch (Carl-von-Weinberg-Schule/3:18,2). Während die Siege von Tom Zukrowski (Friedrich-Ebert-Schule, SSC/M10/3:48,8), Jonas Rapp (Otto-Hahn-Schule, SSC /M15/3:06,6), Johannes Fleiner (Lindenauschule, SSC/M16/2:59,6) und Lukas Huber (Ludwig-Geißler-Schule/M20/3:05,4 ) angesichts ihres konsequenten Lauftrainings erwartungsgemäß ausfielen, stellten sich gleichzeitig zahlreiche Talente im Herbert-Dröse-Stadion vor. Die Vier-Minuten-Marke unterbot der M10-Zweitplatzierte Finn Gehrmann (Paul-Gerhardt-Schule) in 3:49,9 Minuten deutlich. Stark auch die zwölfjährigen Bilal Benlahbib (3:35,6 Minuten/ HoLa) und die Rehbein-Schüler Paul Bernzott in 3:38,7 Minuten vor Handball-As Ole Warm in 3:42,6 Minuten. Eine Einladung zum kostenfreien Trainings- und Wettkampfbetrieb für ein Jahr erhalten aus den Händen der SSC-Talentsichter weiterhin die drei Paul-Gerhardt-Schüler Jonas Jocham (2.M14/3:15,8), Max Haas (5.M14/3:25,1) und Hockeyspieler Vincent Schreiber, der als Dritter der M15 in 3:11,4 Minuten den zwei meisterschaftserprobten SSC-Läufern Jonas Rapp und Jan Reifenberger (Karl-Rehbein-Schule/3:10,9) bis auf die Zielgerade "gehörig Dampf" machte.
Im "Promilauf" lief Manuel Stammler von der Friedrich-Ebert-Schule unter der begeisterten Anfeuerung seiner bis in die Abendstunden ausharrenden Grundschüler mit 3:05,9 Minuten als schnellster Lehrer eine beachtliche Zeit, und auch Angela Kirchhoff von der Otto-Hahn-Schule wusste auf Rang eins der Lehrerinnenwertung in 4:14,2 Minuten zu überzeugen. Während die Vereinssportler mit Medaillen ausgezeichnet wurden, nahmen die Lehrer Pokale mit nach Hause. Marcel Hartmann (Otto-Hahn-Schule/3:15,6), Alexander Klisch (3:30,6) und Fabian Löw (3:34,2) waren dabei ebenso wie Michael Herkert von der Lindenauschule in 3:52,2 Minuten noch schneller als die meisten ihrer Schüler. Schnellste Frau der Veranstaltung war die Süddeutsche Meisterin Lisa Oed (SSC) in 3:22,8 Minuten. Mit im Teilnehmerfeld auch die rührige Barbara Pillmann (Auwiesenschule Niedermittlau/ 4:27,0), Frauke Tschiltschke von der HoLa (4:33,7 Minuten), Verpflegungs-Chefin Anja Oed (4:33,9) und die Theodor-Heuss-Betreuerinnen Linda Strihmel (4:40,0), Jana Becke (4:45,5 ) und Claudia von Collas (5:54,5), denen die Veranstalter ausdrücklich für ihr Engagement an den Schulen und für ihre Vorbildwirkung dankten.
Als Ehrengast nahm der frühere Volkslaufwart Gerhard Timmermann (TGS Niederrodenbach) in der Klasse M70 das Rennen auf und lief beachtliche 4:25,4 Minuten. Als "Herausforderung und Genusslauf" schaffte der 78-jährige Harry Arndt die 1000 Meter. Umrahmt von Kindern und Jugendlichen seiner SSC-Trainingsgruppen hielt der Stadtlauf-Gründer durch und setzte in 7:35 Minuten den sportlichen Schlusspunkt unter eine gelungene Veranstaltung, die auch zukünftig im Herbert-Dröse-Stadion fortgeführt wird. "Der Großteil der Schulen ist begeistert von der Stimmung hier. Wir haben beste Bedingungen, die komplette Unterstützung durch die Stadt mit dem Sportamtsleiter Thomas Ritter und den Stadion-Verantwortlichen um Philipp Kisselstein. Darauf können wir mit unserem eingespielten Helferteam in der Zusammenarbeit mit den Schulen aufbauen", betonten Mohamed Gassem und Sascha Arndt für den SSC Hanau-Rodenbach.

Teamwork von Veranstalter und Schulen

Die Stadtmeisterschaften als Win-Win-Situation
Die Hanauer Stadtmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf lebt von der guten Zusammenarbeit des SSC Hanau-Rodenbach mit den Hanauer Schulen - und umgekehrt. Dass in Zeiten immer weiter steigender Arbeitsbelastung der Lehrer die Teilnahme im direkten Anschluss an die Unterrichtszeit keine Selbstverständlichkeit ist, betont Veranstaltungskoordinator Sascha Arndt: "Wir freuen uns, dass sich wieder so viele Schulen beteiligt und damit ein echtes Sport-Fest ermöglicht haben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Arbeit und der Aufwand im Schuldienst immer umfangreicher und vielschichtiger werden. Gerade deshalb ist das ehrenamtliche Engagement der Schulsportleiter, Lehrer, Elternvertreter und Schulleitungen in Bezug auf die Starts bei der Stadtmeisterschaft nicht hoch genug zu würdigen und verdient die Auszeichnung mit Teilnehmerpokalen", erklärte der als Lehrer an der Langenselbolder Schule am Weinberg tätige Pädagoge.
Der "Live-time-Sport" Laufen kann in den jeweiligen Sportkursen der weiterführenden Schulen nach Arndts Meinung für die Phase vor den Stadtmeisterschaften und Sommer-Bundesjugendspielen bestens thematisiert werden. Zwar schrumpften die Teilnehmerfelder der "Smart-Phone-Generation" bei den älteren Schülern manches Mal gegenüber den Meldezahlen gehörig zusammen, obwohl am Veranstaltungstag beste Bedingungen herrschten. Doch dass es auch anders geht, demonstrierten die anwesenden Kinder und Jugendlichen - und auch deren Lehrer. Wer seitens der Pädagogen beim abschließenden Promilauf mitlief, dem waren die Anerkennung seiner Schüler und die gute Stimmung bei der Siegerehrung sicher. Hinter Otto-Hahn- und Karl-Rehbein-Schule gefielen auch die quantitativ und qualitativ gut aufgestellten Paul-Gerhardt-Schüler. Hier dürfte der Mitte Juni anstehende Zehn-Stunden-Staffellauf seine Schatten vorauswerfen. Einzelkämpfer Jochen Stenger vom Schulzentrum Hessen-Homburg sammelte insgesamt 81 Meldungen und hatte sich den Pokal für die Teilnehmerzahl seiner Schule doppelt verdient. Die Elisabeth-Schmitz-Förderschule mit Betreuer Anastasios Savvidis ist inzwischen ebenfalls Stammgast beim 1000-Meter-Lauf.
Ein besonderes Lob galt seitens der Ausrichter den "weitgereisten" Schulen. Unter anderem die Klein-Auheimer Friedrich-Ebert-Schule, die Großauheimer Eichendorffschule und vor allem die Steinheimer Theodor-Heuss-Schule mit ihren 100 Meldungen bewiesen, dass sich der Enthusiasmus der Lehrer sehr schnell auf die Kinder überträgt. Und dass die Niedermittlauer Auwiesenschule unter Barbara Pillmann seit Jahren den Start in Hanau organisiert, findet Arndt "einfach klasse". "Wir können uns durchaus eine Ausweitung der offenen Stadtmeisterschaften auf Rodenbach, Erlensee, Maintal, Großkrotzenburg und Langenselbold vorstellen, in der ersten Phase zumindest mit Kleingruppen. Im Endeffekt braucht es pro Schule ein, zwei Lehrer, die die Ausschreibung verteilen, Fragen klären und die Meldungen koordinieren sowie eine aufgeschlossene Schulleitung - und dann passt das", erklärte Arndt, der für die 17.Auflage 2016 auch Vertreter des Staatlichen Schulamts einladen wird. "Die Hanauer Stadtmeisterschaften sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Bewegungsförderung der Kinder und Jugendlichen - und das kann auch verwaltenden Schulamtsmitarbeitern den Besuch bei einer derart praxisorientierten Maßnahme ihrer Lehrer und Schüler wert sein, vielleicht sogar als Teilnehmer am Promilauf. Schließlich ist die Stadtmeisterschaft für alle Beteiligten eine Win-win-Situation."

Teilnehmende Schulen:

A) Weiterführende Schulen:
1) Otto-Hahn-Schule, 257 Meldungen
Rektor Stephan Rollmann und Schulsportleiter Marcel Hartmann

2) Karl-Rehbein-Schule, 248 Meldungen
Rektor Jürgen Scheuermann und Schulsportleiter Alexander Klisch

3) Paul-Gerhardt-Schule Gymnasium, 121 Meldungen
Rektor Martin Forchheim und Schulsportleiterin Nicole Reitzenstein

4) Schulzentrum Hessen-Homburg, 81 Meldungen
Schulleitung Heinz Armbrüster und Schulsportleiter Jochen Stenger

5) Lindenauschule, 75 Meldungen
Rektorin Ingrid Koch und Schulsportleiter Michael Herkert

6) Hohe Landesschule, 49 Meldungen
Laufbetreuerin Frauke Tschiltschke

B) Grundschulen:
1) Heinrich-Heine-Schule, 123 Meldungen
Rektorin Brigitte Wasjack-Knaf, Schulsportleiterin Martina Klee

2) Theodor-Heuss-Schule, 100 Meldungen
Rektorin Anja Steigerwald, Schulsportleiterin Claudia von Collas

3) Erich Kästner-Schule, 96 Meldungen
Rektorin Tina Valdfogl-Saier, Schulsportleiterinnen Julia Hock/ Anna-Katharina Lukas

4) Wilhelm-Geibel-Schule, 89 Meldungen
Rektorin Rita Thomann, Schulsportleiterin Anita Harrer

5) Friedrich-Ebert-Schule, 79 Meldungen
Rektorin Barbara Eisenkolb, Schulsportleiter Eckardt Schulze, laufender Lehrer Manuel Stammler

6) Brüder-Grimm-Schule, 74 Meldungen
Rektorin Heide Nolte, Schulsportleiterin Christina Baatz

7) Anne-Frank-Schule, 54 Meldungen
Rektorin Monika Kulessa, Schulsportleiterin Petra Ruffer

8) Geschwister-Scholl-Schule, 52 Meldungen
Rektorin Birgit Schwab, Schulsportleiterin Caroline Maisch

9) Eichendorffschule, 48 Meldungen
Rektor und Schulsportleiter Rainer Bergmann

10) Paul-Gerhardt-Grundschule, 46 Meldungen
Rektorin Dagmar Schneider, Schulsportleiterin Katja Heuer

11) Gebeschusschule, 46 Meldungen
Rektorin Frau Anne Stübing, Schulsportleiter Christian Fecher

12) August-Gaul-Schule, 38 Meldungen
Rektorin Corinna Heller

13) Auwiesenschule Niedermittlau, 30 Meldungen
Rektorin Kerstin Pöhlker, Schulsportleiterin Barbara Pillmann

C) Förderschulen:
1) Elisabeth-Schmitz-Schule, 22 Meldungen
Rektor Herr Lux, Schulsportleiter Anastasios Savvidis

D) Kindertagesstätten:
1) Tafki Johanneskirche, 8 Meldungen
Betreuerin: Christine Putzo

E) Vereine:
1) SSC Hanau-Rodenbach, 45 Meldungen

2) TGS Niederrodenbach, 6 Meldungen

Kraftvoll zum Sieg gestürmt

Selma Celikkol schnellste Hanauer Schülerin
Mit einem überzeugenden Auftritt hat Selma Celikkol die Gesamtwertung der Hanauer Stadtmeisterschaften für sich entschieden. An die 3:31,5 Minuten der 15-jährigen Lindenau-Gymnasiastin kam keine andere Hanauer Schülerin heran, was sie nicht zuletzt ihrer taktischen Ausrichtung zu verdanken hatte. "Alles richtig" machte Celikkol diesmal, ließ die ebenfalls laufstarke Shirin Dragusha (Karl-Rehbein-Schule) zunächst die Spitze nehmen, um sie dann einzuholen und auf der zweiten Stadionrunde zu überflügeln. Damit zeigte sich Selma Celikkol lernfähig, hatte sie doch zu Beginn der Stadionsaison 2015 bei zwei Sportfesten ein zu hohes Anfangstempo vorgelegt und dafür letztlich mit einer schwächeren zweiten Hälfte "bezahlen" müssen. Denn die kraftvoll laufende Sportlerin schnürt nicht nur für die Stadtmeisterschaften der Schulen die Laufschuhe, sondern tut dies regelmäßig bei Wettkämpfen aller Art im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach - und sammelt dabei wertvolle Erfahrung, die ihr nun im Herbert-Dröse-Stadion gegen die konditionell ebenbürtige Rudererin Dragusha zugute kam.
Bereits seit ihrer frühesten Grundschulzeit startet Selma Celikkol bei den Hanauer Schulmeisterschaften, bei denen sie auch "entdeckt" wurde. "Schon als Kindergartenkind habe ich mit Begeisterung zugesehen und wollte dort immer mitmachen. 2008 war es endlich soweit, und ich bin gleich Fünfte geworden. Harry Arndt hat mich dann zum SSC-Training eingeladen, das mir so gut gefallen hat, dass ich seitdem dabei geblieben bin", erklärt die 1,78 Meter große Sportlerin, die nebenbei Basketball spielt und auch dort ihre Qualitäten hat. "Ich war beim Kadertraining, habe mich aber fürs Laufen entschieden und spiele Basketball nun einmal wöchentlich nebenbei", so Celikkol, die mit dem Laufsport zahlreiche schöne Erlebnisse verbindet. Klar, dass die Erfolge bis hin zum in diesem Jahr erreichten hessischen Mannschaftstitel im Crosslauf der Schülerinnen U16 dabei ganz oben im Ranking stehen.
Doch das eigentliche Highlight fand für Selma Celikkol fernab vom Leistungssport statt. "Mein tollstes Erlebnis mit dem Sport war unsere Laufreise als Märchenstafette der SSC-Nachwuchsgruppe mit meinen Trainern Harry Arndt und Mohamed Gassem, meiner früheren Trainerin Sigrid Arndt und meinen Freunden des SSC. Zehn Tage waren wir unterwegs, um vom Marktplatz in Hanau bis nach Bremen und noch weiter an die Nordsee zu laufen. Übernachtet haben wir in Jugendherbergen und auf Campingplätzen, und wir hatten viel Spaß und haben viel über die Geschichte der einzelnen Städte gelernt, die wir durchquert haben", erinnert sie sich an die große Lauftour während der Sommerferien 2013.
Für die aktuelle Saison 2015 steht nun die Jagd nach Bestzeiten im Vordergrund. Unterstützt von ihrer ebenfalls laufbegeisterten Familie, trainiert sie zwei Mal wöchentlich im Verein, nimmt an Wettkämpfen teil und ergänzt das Tempotraining durch Dauerläufe und Radtouren. "Jetzt soll noch mehr Konditions- und Stabitraining hinzukommen", berichtet Trainer Mohamed Gassem, denn die Ziele seiner Athletin sind hoch. "Ich will hessische Meisterin im 800-Meter-Lauf werden und mich nächstes Jahr für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren", erklärt sie selbstbewusst. Doch auch für den Fall, dass dieser Plan nicht ganz aufgeht, ist das für Selma Celikkol kein Grund zum Verdruss: "Eigentlich macht mir am Laufen alles Spaß, besonders das Training mit meinen Freunden und das Wir-Gefühl bei den Wettkämpfen" - und das hat sie schließlich auch als Zweitplatzierte.

Manuel Stammler: Schnellster Lehrer Hanaus

"Ich hatte die besten Fans" - Grundschüler blieben bis zum Abend
Im Promilauf verteidigte Manuel Stammler seinen Vorjahrestitel als schnellster Lehrer Hanaus. Der 30-jährige Pädagoge von der Friedrich-Ebert-Schule in Klein-Auheim lief dabei mit 3:05,9 Minuten auf die Sekunde die gleiche Zeit wie im Vorjahr und ließ lediglich vier hessischen und deutschen Jugendmeistern des ausrichtenden SSC Hanau-Rodenbach den Vortritt. Dass er über eine große Portion Talent verfügt, hatte Manuel Stammler schon im Jugendalter bewiesen, als er im Mittelstreckenlauf auch mit geringem Trainingseinsatz als Kreismeister erfolgreich gewesen war.
Aktuell ist für den Klein-Auheimer Grundschullehrer der sportliche Aufwand ebenfalls überschaubar, doch so ganz aus der "kalten Hose" wollte er als Titelverteidiger dann doch nicht im Herbert-Dröse-Stadion starten. "Ich bin in den letzten Wochen jeweils zwei Mal Laufen gegangen und habe immer wieder Minutenabschnitte im Renntempo eingestreut", schilderte der Lehrer einer dritten Klasse sein Erfolgsrezept.
Gelohnt hat sich der Einsatz nicht nur für den bei der Siegerehrung erhaltenen Pokal. Noch viel größer war die Freude angesichts der Begeisterung der eigenen Schüler. Insgesamt zwölf der 20 Kinder aus seiner 3a sind zur Stadtmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf angetreten, "und damit hatte ich auch gleich die besten Fans, denn trotz ihrer deutlich früheren Startzeit sind sieben von ihnen mit ihren Eltern bis zum Promilauf um 19.30 Uhr im Stadion geblieben und haben mich pausenlos angefeuert !"
Dass er nicht ganz mit den Vereinsläufern an der Spitze mithalten konnte, verschmerzten die Stammler-Fans locker und feierten ihn als schnellsten Lehrer nicht nur bei der Stadtmeisterschaft. Tags darauf überraschte ihn die Klasse mit einem Siegerlied und einer selbstgebastelten Medaille sowie Fotos seines Laufes auf dem Pult. "Außerdem sollte ich noch jede Menge Autogrammkarten unterschreiben", freute sich Manuel Stammler, der als Sportlehrer auch in den anderen Klassen viel Werbung für den 1000-Meter-Lauf der Schulen gemacht hatte - und das natürlich nicht nur bei den "Topsportlern".
"Klar ist es toll, wenn mein Schüler Tom Zukrowski seine Altersklasse gewinnt, aber ich habe mich auch sehr über ein Mädchen gefreut, das zunächst partout nicht starten wollte, weil sie der festen Überzeugung war, Letzte zu werden. Dann hat die Schülerin doch mitgemacht, sich das Rennen nach meinen Anweisungen super eingeteilt und ist im Mittelfeld ins Ziel gekommen. Genau das ist es doch: Jeder, der teilnimmt und die 1000 Meter gut durchsteht, ist ein Gewinner !" Und dass es bei einem derartigen Sportler-Lehrer-Vorbild an der eigenen Schule auch zukünftig viele Gewinner der Friedrich-Ebert-Schule geben wird - das steht außer Frage.

Attila Has: Fußballer und Läufer

Mit einem Start-Ziel-Sieg entschied der elfjährige Attila Has seinen Wettbewerb in beeindruckenden 3:32,3 Minuten für sich. Was den Fünftklässler der Otto-Hahn-Schule charakterisiert, beantwortet er in diesem Steckbrief:

Meine Lieblingsfächer: Sport und Mathe
Dieses Fach gefällt mir nicht: Ethik
Meine Sportnote: 2
Meine Sportarten: Laufen beim SSC Hanau-Rodenbach und Fußball beim TSV 1860 Hanau
Mein erstes Fußballspiel: 2009
Mein erster Lauf-Wettkampf: 26.5.2011 die Hanauer Stadtmeisterschaft
Mein größtes Vorbild: Ronaldo im Fußball und Usain Bolt in der Leichtathletik
Das will ich einmal werden: Kapitän der DFB-Nationalmannschaft
Mein größter Erfolg bislang: Regionalrekord im 800-Meter-Lauf und Vizehessenmeister.
So oft trainiere ich: Zwei Mal Fußball, zwei Mal Laufen. Außerdem am Wochenende Spiele und Wettkämpfe.
Das gefällt mir an der Stadtmeisterschaft der Schulen: Die vielen Zuschauer und der Jubel im Stadion.
Mein Lieblingsessen: Lasagne von Mama und Milchreis mit Zimt und Zucker
Mein Lieblingsgetränk: Milch
Das mache ich in meiner Freizeit: Fußball spielen und Musik hören
Das wünsche ich mir: Irgendwann mit Ronaldo Fußball spielen oder ihn treffen oder gegen Usain Bolt die 800 Meter laufen.
Das wünsche ich mir für uns alle: Ich wünsche, dass es keinen Krieg oder Religionskrieg gibt und keine Rassendiskriminierung.

Porträt Sasha Müller

Auf Augenhöhe mit den Nationalkadern
Sasha Müller gewinnt den Johannes-Luther-Cup
Als sich der 14-jährige Sasha Müller schon bald nach dem Start an die Spitze der Doppel-Konkurrenz M14/ M15 setzte, war klar, dass der Sieg nur über ihn laufen würde. Doch der Karl-Rehbein-Schüler, im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach seit Jahren bundesweit einer der Besten seines Jahrgangs 2001 im Mittel- und Langstreckenlauf, beließ es nicht beim Verwalten des sicheren Vorsprungs. Mit raumgreifendem Schritt zog er durch, sprintete aus der Rasenplatz-Schikane auf die Zielgerade und erreichte in 2:55,4 Minuten für die 1000-Meter-Distanz die relativ beste Tagesleistung und den dafür ausgelobten Johannes-Luther-Cup. Lediglich Nationalkader-Athlet Kidane Tewolde wurde in der M19 noch eine Zehntel Sekunde schneller gestoppt, doch auch wenn der zweifache Junioren-Europameisterschaftsteilnehmer nicht ans Limit gegangen war, fiel die Einschätzung für die Leistung seines fünf Jahre jüngeren Vereinskameraden eindeutig aus: "Respekt, das ist auf der Aschenbahn und mit dem kurvigen Parcours über den Rasen eine Spitzenzeit !"
Dieses Lob hatte sich Sasha Müller allemal verdient, nahm er doch dem zweitplatzierten Jonas Jocham (Paul-Gerhard-Schule/M14) 100 Meter ab und rangierte auch noch deutlich vor M15-Sieger Jonas Rapp, mit dem er mannschaftlich schon mehrere Hessentitel gewann. Apropos Titel und Rekorde: Insgesamt 19 Landesmeisterschaften in der Einzel- und Mannschaftswertung konnte Sasha Müller in den zurückliegenden drei Jahren gewinnen, hinzu kommen zwölf Kreis- und Regionalrekorde. Beides mit der "Aussicht auf mehr", denn für 2015 stehen noch drei weitere Hessenmeisterschaften und erstmals auch die Süddeutsche Meisterschaft der M14 auf dem Wettkampfprogramm. "Dort zu gewinnen, ist mein Hauptziel", so Müller, dessen Bestzeiten von 12,95 Sekunden im 100-Meter-Lauf über 2:06,99 Minuten im 800-Meter-Lauf bis zu 9:31,11 Minuten über 3000 Meter und 16:51 Minuten im Fünf-Kilometer-Lauf reichen.
Seinen Einstieg in die Laufszene hatte der auch im Tischtennis als Schülerhessenmeister und Bezirksoberliga-Spieler der SG Bruchköbel erfolgreiche Athlet bereits mit vier Jahren beim "Struwwelpeter-Lauf" im Rahmen des Frankfurter Marathons, wo er unter vielen Laufanfängern gleich im ersten Drittel landete und sich so sehr über die Urkunde freute, dass weitere Volkslauf-Einsätze die logische Folge waren.
Beim Großauheimer Mainufer-Lauf 2007 fiel er dann dem SSC-Trainer Mohamed Gassem auf, der ihn zum Vereinstraining einlud. "Laufen wollte ich schon immer, weil ich bei den Stadtläufen meines Vaters mit dabei gewesen bin. Und dort konnte man ja Medaillen gewinnen", fügt der vielseitige Sportler hinzu, der sich trotz seiner jahrelangen Erfolgsbilanz immer noch "über den einen oder anderen kleinen Pokal" freut. Medaillen und Pokale gab es auch bei den Mini-Marathons von Kassel und Frankfurt im vergangenen Jahr. Die Zieleinläufe vor mehreren tausend Zuschauern im Auestadion und in der Festhalle bezeichnet Sasha Müller als "unglaubliches Erlebnis".
Im gleichen Atemzug nennt der Achtklässler des Karl-Rehbein-Gymnasiums die Hanauer Stadtmeisterschaft der Schulen: "Im Herbert-Dröse-Stadion haben wir eine tolle Atmosphäre, und alle Schüler aus Hanau können dort laufen. Für mich ist es einer der Lieblingsläufe im Jahr, weil ich dort mit weniger Leistungsdruck laufe und mit meinen Freunden vom SSC einfach Spaß habe - gewinnen will ich natürlich trotzdem!"

Mini-Internationales in Koblenz

Lukas Abele startet mit Topzeit

Abele und Hersel überzeugen in Koblenz
Das "Mini-Internationale" in Koblenz nutzten Lukas Abele und Lienhard Hersel zu zwei neuen Bestzeiten. Die beiden Läufer des SSC Hanau-Rodenbach starteten im Oberwerth-Stadion durch, wobei sich der 18-jährige Lukas Abele im ersten ernsthaften 800-Meter-Rennen der Saison mit 1:53,80 Minuten eine gute Ausgangsposition für die kommenden hochkarätigen Einsätze schuf.
Unter den Augen von Bundestrainer Georg Schmidt (Wiesbaden) ging Abele inmitten des sieben Athleten umfassenden A-Laufs kontrolliert an und passierte die 400-Meter-Zwischenmarke in 57,5 Sekunden. Dann drehte der 1,92 Meter große Oberstufenschüler auf und zog vor allem auf den letzten 300 Meter voll durch. Zwar reichte es nicht ganz zum Sieg in der Gesamtwertung, doch Rang eins in der Jugend U20 vor Frido Kixmöller (TVL Germania Überruhr/1:53,89 Minuten) war der verdiente Lohn.
Während DLV-Nationalcoach Schmidt hochzufrieden war, fand der deutsche Hallenvizemeister noch einen Kritikpunkt. "Auf der ersten Runde hat mich ein missglücktes Überholmanöver Zeit gekostet. Das geht noch schneller", erklärte Abele, der sich nun auf die "Regensburg-Gala" Anfang Juni vorbereitet, wo er gegen die besten nationalen Nachwuchsläufer in seiner Paradedisziplin 1500-Meter-Lauf antritt. Zuvor steht am Samstag in Gelnhausen bei den dortigen Regionalmeisterschaften der Region Rhein-Main zwischen Wiesbaden und Schlüchtern die 400-Meter-Strecke als Vorbereitungsrennen auf dem Programm.
Topfit in Koblenz war auch Lienhard Hersel. In diesem Jahr bereits zweifacher deutscher M35-Mannschaftsmeister und Hessenmeister im 5000-Meter-Lauf spielte er seine Stärken im Schlussteil aus. Bei optimalen Bedingungen fand der Oberrodenbacher auf der Zwölfeinhalb-Runden-Distanz im Stadion Oberwerth frühzeitig seinen Rhythmus und passierte bereits die 3000-Meter-Zwischenmarke auf Bestzeitenkurs in 9:23 Minuten. "Das fiel mir erstaunlich leicht, also habe ich Druck gemacht - zunächst 3:01 Minuten für den vierten Kilometer und dann 2:55 Minuten zum Abschluss, wovon die letzten 300 Meter in 45 Sekunden waren", sagte Hersel, den im Ziel nach 15:18,30 Minuten angesichts seiner Spurtqualitäten gleich mehrere Athleten und Trainer ansprachen, ob er sich denn als Mittelstreckler auf die Langstrecke "verirrt" habe.
Kein Glück mit seinem Einsatz hatte hingegen Kidane Tewolde. Der C-Kader-Athlet startete ebenfalls im 5000-Meter-Lauf und konnte dort nur knapp zwei Kilometer lang Anschluss halten. Dann trat eine Blockade im Hüftbeugerbereich auf, die sich während der zurückliegenden Monate immer wieder leistungsmindernd ausgewirkt hatte. Nach 3000 Metern in 8:45 Minuten konnte Tewolde nicht nur die angestrebte U20-Junioren-EM-Norm von 14:22,5 Minuten abhaken, sondern auch das gesamte Rennen. "Das linke Bein hat einfach nicht mehr so reagiert wie es sollte und Ausweichbewegungen gemacht - wahrscheinlich, weil ein Nerv falsche Impulse gegeben hat. Dann geht's in diesem hohen Tempobereich natürlich nicht mehr voran", erläuterte Tewolde, der über 10000 Meter bereits die Norm für die EM unterboten hatte und nun auch auf den kürzeren Distanz den Nachweis seiner nationalen und internationalen Klasse bringen will. Zunächst jedoch sind für ihn nun doch wieder verstärkt Arzt- und Physiotherapie-Besuche angesagt, um die Problematik zu bekämpfen.

Vorschau: Hanauer Stadtmeisterschaften

16.Stadtmeisterschaft kratzt an der 2000-Teilnehmer-Marke

Spannung um teilnehmerstärkste Schulen - Herbert-Dröse-Stadion Austragungsort
Mit der 16.Auflage nähert sich die Hanauer Stadtmeisterschaft wieder der 2000-Teilnehmer-Marke. Am Donnerstag sind es im Herbert-Dröse-Stadion insgesamt 20 Bildungseinrichtungen - sechs weiterführende Schulen, 13 Grundschulen und mit der Elisabeth-Schmitz-Schule eine Förderschule - die in 19 Läufen mit 31 Wertungsklassen über die 1000-Meter-Distanz um den "Hanauer Stadtmeister 2015" in den jeweiligen Jahrgängen laufen. Für die professionelle Ausrichtung der Großveranstaltung steht der SSC Hanau-Rodenbach mit der Unterstützung der Stadt Hanau und des national bekannten Laufmoderators Jochen Heringhaus.
Los geht es im Herbert-Dröse-Stadion bereits ab 14 Uhr mit der Flaggenparade der teilnehmenden Schulen und dem Grußwort von Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Der selbst als Läufer aktive Schirmherr der Veranstaltung übernimmt auch den Ehrenstart zum ersten Wettbewerb für die jüngsten Teilnehmer um 14.20 Uhr, ehe es zumeist im 15-Minuten-Rhythmus bis zum abschließenden Promi-Lauf um 19.30 Uhr zahlreiche spannende Entscheidungen geben wird. Medial dargestellt wird das Schülerspektakel wie in den Vorjahren durch den Hanauer Anzeiger. Neben einer aktuellen Bilder- und Berichtseite am erscheint im Hanauer am 29.Mai eine Sonderbeilage mit allen Ergebnissen sowie weiteren Fotos und Berichten. "Wir stellen diese Sonderbeilage wiederum den teilnehmenden Schulen bereit. Die Exemplare können in unserem Leserladen schulweise abgeholt werden", erklärte Redakteur Thorsten Jung im Vorfeld der Veranstaltung.
Zur 16.Auflage begrüßt der ausrichtende SSC Hanau-Rodenbach wiederum Teilnehmer aus allen Schulformen, sozialen Schichten und mit dem Migrationshintergrund aus mehr als einem Dutzend Nationen. Der völkerverbindende Aspekt des Sports mit seinen positiven sozialen Auswirkungen ist stets ein Anliegen des inzwischen 78-jährigen Stadtmeisterschafts-Initiators Harry Arndt gewesen, der nach gesundheitlichen Problemen in diesem Jahr den organisatorischen Staffelstab an ein ganzes Team von Mitarbeitern "seines" Schul-Sport-Clubs SSC Hanau-Rodenbach weiter reicht.
Beim Start im Herbert-Dröse-Stadion lohnt sich neben dem besonders schnellen Laufen um Titel, Pokale und Medaillen auch das Durchhalten. Denn jeder Schüler, der die 1000 Meter absolviert, erhält bei dieser "Non-Profit-Veranstaltung" für das Startgeld von 1,00 Euro die traditionelle Stadtmeisterschafts-Urkunde zum Selbstkostenpreis - für Platz eins bis vier am Veranstaltungstag, alle anderen Urkunden werden den Schulen zugeschickt. Talentierte Läufer werden darüber hinaus mit einem Gutschein zur einjährigen kostenlosen Teilnahme am Training des SSC Hanau-Rodenbach bedacht. Während die Klassen-Siegerehrungen in Abhängigkeit der Auswertungsgeschwindigkeit kurzfristig in den Zeitrahmen eingefügt werden, steht der Zeitpunkt für die Siegerehrung des breitensportlich ausgerichteten Harry-Arndt-Cup fest. Um 16.00 Uhr werden die teilnehmerstärksten Grundschulen mit ihren Schulsportleitern geehrt, um 18.30 Uhr folgen die weiterführenden Schulen.
Dabei geht es in diesem Jahr besonders spannend zu. Ganz "eng" ist es vor allem zwischen der Karl-Rehbein-Schule und den Titelverteidigern der Otto-Hahn-Schule. Letztere verzichten heuer komplett auf die Neunt- und Zehntklässler, so dass jeder einzelne Teilnehmer zählt, um den fast meterhohen Wanderpokal bis zur 17.Auflage mit nach Hause zu nehmen. Bei den Grundschulen liegen erneut die Vorjahressieger der Heinrich-Heine-Schule mit der Erich Kästner-Schule, der Wilhelm-Geibel-Schule und der Theodor-Heuss-Schule in Konkurrenz. In beiden Bereichen ist die Paul-Gerhardt-Schule vertreten, die sich selbst schon einen Laufveranstalter-Namen mit der Ausrichtung ihres Zehn-Stunden-Laufs gemacht hat.
Wer genau mit seinen Schülern den Pokal für die höchste Teilnehmerzahl in Empfang nehmen darf, verkünden die Ausrichter erst am Donnerstag im Herbert-Dröse-Stadion. Für durchgehend "Stimmung" und kompetente Ansage sorgt dort Moderations-Profi Jochen Heringhaus (runners point). Die Strecke im Herbert-Dröse-Stadion ist zwar jeweils nur für den aktiven Lauf freigegeben, kann aber von den begleitenden Eltern, Schülern und weiteren Zuschauern von der Tribüne vollständig eingesehen werden.
Zum Abschluss der Wettbewerbe findet um 19.30 Uhr traditionell der "Prominenten-Lauf" statt. Dieses Jahr haben neben einem Dutzend Lehrer zahlreiche verdiente Sportler gemeldet, unter anderem die früheren Top-Triathleten Adi Kohr, aktueller Frauen-Bundesliga-Trainer, sowie Thomas Blaschek, Ironman und Vereinsarzt des SSC Hanau-Rodenbach. Aktuell am leistungsstärksten sind sicher die Nationalkaderathleten und deutschen Vizemeister Lukas Abele und Kidane Tewolde aus den eigenen SSC-Reihen sowie bei den Frauen die mehrfache Hessenmeisterin Lisa Oed.
Für die Verpflegung mit Kuchen, Kaffee, Getränken, Salaten und auch Würstchen sorgt ab 13 Uhr direkt an der Tribünenseite Anja Oed mit ihren Helfern. Parkmöglichkeiten bestehen für die Besucher der Veranstaltung rund um das Herbert-Dröse-Stadion auf dem Park-and-Ride-Platz und den am Veranstaltungstag für Bahnpendler gesperrten und dann für die Veranstaltung freigegebenen Parkplätzen an der Ostseite. Nicht geöffnet wird die direkte Zufahrt zum Stadion für den Publikumsverkehr, da sie als Transport- und Rettungsweg freigehalten werden muss.
Zeitplan und Informationen finden sich unter www.ssc-hanau-rodenbach.de

Deutsche Berglauf-Meisterschaften

Zweifaches Berglaufgold für SSC-Athleten

U20-Mannschaft und M35-Team siegen - Überraschungsbronze für Hild
Dass es nicht zwangsläufig Berge vor der eigenen Haustür braucht, um im Leistungssport Berglauf vorne mitzumischen, bewiesen die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach bei den Deutschen Meisterschaften im Bühlertal. Der Ort am Rande des Schwarzwalds entpuppte sich für die Jugend U20 und für die Senioren M35 als Goldgrube, denn beide Mannschaften setzten sich souverän durch. Bronze gab es in der U20-Einzelwertung überraschend durch den erst 16-jährigen Julius Hild sowie durch die Senioren Thomas Seibert (M35) und Dr.Stefan Hinze (M50).
Wie schon bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften, wo er als Jahrgangsbester und Gesamtfünfter der Jugend U18 die Erwartungen weit übertraf, verblüffte Julius Hild auch am Berg. Auf der 9,5 Kilometer langen und durch 790 Höhenmeter erschwerten Strecke von Bühlertal hoch zum Mehliskopf, mischte der Rodenbacher gegen die bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz von Beginn an in der Verfolgergruppe des favorisierten Davor Bienenfeld (LG Offenbach) mit. Im direkten Vergleich mit dem späteren Zweitplatzierten Jonas Götte (LG Kreis Ahrweiler) zog Hild zwar auf dem 20prozentigen Schlussanstieg den Kürzeren, doch Bronze in 47:36 Minuten mit fast zwei Minuten Vorsprung auf Rang vier war eine ganz klare Sache. Der Sieg ging in 46:12 Minuten an Bienenfeld, auf Rang zwei folgte Götte in 47:09 Minuten.
Beeindruckt zeigte sich der designierte Berglaufwart des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Kurt König (Mittenwald). "Die Einlaufliste schaue ich mir noch genau an, aber wir haben hier heute sehr gute Resultate gesehen, und Julius Hilds Ergebnis zählt sicher dazu", so König. Für Hild selbst war schnell klar, dass Berglauf zukünftig eine ernsthafte Option im Wettkampfkalender darstellt. "Trotz der kurzfristigen Vorbereitung bin ich im Bereich bis 15 Prozent Anstieg gut zurecht gekommen. Da geht also noch einiges", erklärte der Gymnasiast nicht zuletzt mit Blick auf mögliche internationale Einsätze.
Julien Gottfried auf Rang fünf in 49:32 Minuten mit nur zwei Sekunden Rückstand auf Rang vier und der durch Magenprobleme gehandicapte Jannik Trunk (8./51:57) komplettierten das Jugend-Siegerteam, das in der Gesamtzeit von 2:29:06 Stunden ganz deutlich vor der LG Kreis Ahrweiler (2:46:51 Stunden) gewertet wurde.
Für die Männer M35 war die Goldmedaille ebenfalls Folge einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung. Frontläufer Thomas Seibert, im März noch Deutscher Meister im Crosslauf, trotzte einer Erkältung und erkämpfte sich als schnellster SSC-Athlet in 44:44 Minuten den dritten Platz. "Es wäre sicher noch eine halbe Minute und damit Silber drin gewesen, wenn ich komplett gesund angetreten wäre, aber ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden", kommentierte Seibert nach dem Gipfelsturm. Lienhard Hersel mit Rang fünf beim Berglauf-Debüt mit 46:45 Minuten und Stefan Unger mit seiner bislang besten Saisonleistung auf dem siebten Platz in 48:27 Minuten machten den sicheren Teamerfolg mit 2:19:57 Stunden vor dem LAZ Puma Rhein-Sieg (2:27:34 Stunden) perfekt.
Fast hätte es für Thomas Seibert und Lienhard Hersel gemeinsam mit Julius Hild noch Sensations-Bronze in der Männer-Gesamtwertung gegeben, doch letztlich fehlten in der Gesamtzeit von 2:19:06 Stunden exakt 14 Sekunden aufs Treppchen der Top drei. So belegten die drei schnellsten SSC-Männer unter 46 Mannschaften den vierten Platz. Rang acht gab es für SSC II. in der Besetzung Dr. Stefan Hinze, Stefan Unger und Julien Gottfried, womit Hinze letztlich doch haderte, "denn das hätte besser klappen müssen." Der laufende Chefarzt konnte bis Kilometer sieben Kontakt zu seinem Vereinskameraden Thomas Seibert halten, doch dann erwischte es den Senioren-Weltmeister von 2012 eiskalt. "Ich hatte Kreislaufprobleme und musste sogar eine Gehpause einlegen", sagte Hinze enttäuscht. Damit war die Chance auf Rang eins in der M50 vergeben, und er musste nach 47:46 Minuten letztlich mit der Bronzemedaille in seiner Altersklasse und der Listung im zweiten SSC-Team zufrieden sein.
Nicht rund lief es auch bei Markus Riefer, der in der M45 mit 50:44 Minuten den zwölften Platz erreichte. Ingbert Reinke belegte mit 50:59 Minuten den elften Platz in der M35. Im ersten Meisterschaftseinsatz nach der Geburt ihres Kindes behauptete sich die mehrfache deutsche U23-Berglaufmeisterin Kerstin Bertsch mit 56:56 Minuten auf dem elften Platz der W20. Annette Straub belegte in der Klasse W55 in 1:09:51 Stunden den siebten Platz.

Sturm auf den Vulkan

Seibert fit für Deutsche Meisterschaft

SSC-Athlet gewinnt den "Sturm auf den Vulkan"
Beim Feldberglauf Ende April musste er noch aufgrund einer Erkältung passen, doch den "Sturm auf den Vulkan" von Schotten zum Hoherodskopf dominierte Thomas Seibert (SSC Hanau-Rodenbach) von Beginn an. Der 36-jährige Gymnasiallehrer stellte auf der über 13,5 Kilometer und durch 500 Höhenmeter erschwerten Strecke in 52:45 Minuten gar einen neuen Veranstaltungsrekord auf und ließ dabei die von Georg Dewald (TSV Krofdorf-Gleiberg/54:02 Minuten) angeführte Konkurrenz deutlich hinter sich.
Damit steht dem erfolgreichen Einsatz bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften am kommenden Wochenende im Bühlertal / Schwarzwald nichts entgegen. Als zweifacher Deutscher Crossmeister der Klasse M35 ist Seibert mit allen Wassern gewaschen, zumal er am Berg bereits seit seiner Juniorenzeit durch wiederholte nationale und internationale Einsätze vielfältige Erfahrungen sammeln konnte. "Aber andererseits weiß man nie, ob nicht noch eine "Bergziege" aus einem Alpen-Verein am Start. Und wenn diese Athleten dann das ganze Jahr nur Berglauf trainieren, wird es eine ganz schwierige Sache", weiß Seibert, der in Bühlertal über 9,5 Kilometer und 776 Höhenmeter antritt. Titelchancen besitzt er weiterhin mit der M35-Mannschaft, die Ingbert Reinke und Stefan Unger sowie der Deutsche 10000-Meter-Vizemeister Lienhard Hersel komplettieren.
Als aussichtsreiches Quartett gehen auch Kidane Tewolde, Jannik Trunk, Julien Gottfried und Julius Hild ins Rennen. Erstmals wird bei der Deutschen Berglaufmeisterschaft eine U20-Einzel- und Mannschaftswertung ausgetragen, und auch ohne spezielle Vorbereitung sollten die SSC-Jugendlichen um den Teamtitel mitlaufen. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Topläufer Kidane Tewolde nach seiner erfolgreichen U20-Normerfüllung für die Europameisterschaften im 10000-Meter-Bahnlauf (30:24 Minuten) ein Fragezeichen. "Eine Dreier-Mannschaftswertung kommt auch ohne Kidane zustande, so dass er sich kurzfristig entscheiden wird, ob er startet oder nicht. Die Vorbereitung auf die EM hat mit weiteren Bahnlauf-Einsätzen nun absolut Vorrang, und da der Berglauf nicht unbedingt die Stärke von Kidane ist, schauen wir erst einmal, wie sich die nächsten Trainingseinheiten anlassen", erklärte Heimtrainer Arndt im Vorfeld der Titelkämpfe.
An die Stätte seines größten Erfolgs kehrt Dr.Stefan Hinze zurück, der hier im Trikot der LG DUV vor drei Jahren die Senioren-Weltmeisterschaft in der Klasse M45 gewann. Heuer nun in der Klasse M50 startberechtigt, wird es nicht zuletzt gegen seinen hessischen Dauerkonkurrenten Karl-Heinz Köhler von der LG Bad Soden/Neuenhain spannend. In der Klasse M45 geht Markus Riefer mit Urkundenchancen ins Rennen.

Pfungstädter Abendsportfest

Normjagd erneut erfolgreich

Lisa Oed mit Zweifach-Quali für Jugend-DM
Der SSC-Läufernachwuchs macht weiterhin erfolgreich Jagd auf die Normen für die Landes- und Bundesmeisterschaften. Beim ersten Pfungstädter Abendsportfest sicherte sich Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach) im 1500-Meter-Lauf mit der neuen Freiluft-Bestzeit von 4:47,71 Minuten neben dem ersten Platz in der weiblichen U18 auch noch die Zugangsberechtigung für die deutschen Meisterschaften Anfang August in Jena sowohl für die U18 als auch für die U20.
"Nach 74 Sekunden für die ersten 400 Meter musste ich fast komplett alleine laufen, weil es vorne zu schnell und hinter mir zu langsam war. Da ist also noch was drin", stellte die 16-jährige Gymnasiastin nach ihrem erfolgreichen Einsatz im gemischten Rennen aller Klassen fest. Etwas mehr Glück hatte der gleichaltrige Julius Hild, der gleichstarke Athleten fand und in 4:23,24 Minuten Bestzeit lief. Philipp Ahne folgte in 4:32,18 Minuten als Vierter der B-Jugend U18. Auf der 400-Meter-Distanz gaben Johannes Fleiner mit 54,94 Sekunden (2.U18), Marius Abele mit 59,75 Sekunden (3.U18) und Jonas Rapp in 63,18 Sekunden (1.U16) ihren Einstand. Für 3000-Meter-Hessenmeister Sasha Müller standen in der M14 die 100 Meter auf dem Programm. Mit 12,95 Sekunden bewies er eine ansprechende Schnelligkeitsgrundlage. Über die verfügt auch Selma Celikkol, die allerdings diesmal über 800 Meter zu forsch anging und dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste. Dennoch erreichte sie mit 2:32,78 Minuten den fünften Platz.
Nicht ganz zufrieden mit seinem Einsatz war Lukas Abele. Der C-Kader-Athlet hatte im 400-Meter-Lauf der U20 auf eine 50er-Zeit gehofft, blieb mit 52,07 Sekunden dann aber doch mehr als eine Sekunde hinter seinem Ziel zurück.
5:37,93 Minuten im 1500-Meter-Lauf für Hilke Bertschy-Abele bedeuteten Rang eins in der Klasse W50. Auf der gleichen Strecke erzielte Ingbert Reinke in 4:44,21 Minuten den vierten Platz in der M35, nachdem er bereits die 800 Meter in 2:19,40 Minuten als Zweiter gelaufen war. Sein Mammutprogramm an diesem Tag komplettierte der deutsche Mannschaftsmeister der M35 und Sieger vom Großkrotzenburger Limeslauf mit dem 5000-Meter-Einsatz in 17:13,99 Minuten. "Zehn Tage vor den Deutschen Berglaufmeisterschaften wollte ich nochmal eine Schnelligkeitsspritze haben", lachte der Physiotherapeut, der nach seinen Einsätzen keine orthopädischen oder muskulären Probleme hatte. Michael Burkard überraschte im 5000-Meter-Lauf mit 18:12,69 Minuten, Stefan Unger blieb als Zweiter der M35 mit 16:53,27 Minuten unter der 17-Minuten-Marke.
Beim Schülersportfest in Bad Soden/ Neuenhain holte sich Tom Zukrowski den 800-Meter-Sieg mit 2:49,94 Minuten und fast 50 Metern Vorsprung auf die Konkurrenz. Selma Celikkol zeigte mit dem Doppelstart über 300 Meter in 48,08 Sekunden und 800 Meter in 2:32,79 Minuten jeweils auf Rang zwei der U16 ihre Tempohärte.

Aschaffenburger Citylauf

Warmgelaufen für die Stadtmeisterschaft des SSC

Gesamtsiege durch Celikkol und Müller in Aschaffenburg
Mit den Gesamtsiegen von Selma Celikkol bei den Schülerinnen und Sasha Müller bei den Schülern sowie beiden Sechser-Mannschaften in den Klassen U16 weiblich und männlich dominierte der Nachwuchs des SSC Hanau-Rodenbach den Aschaffenburger Hypo-Vereinsbank-Citylauf. Damit liefen sich die Nachwuchstalente gleich schon für die vom SSC ausgerichtete Stadtmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf am 21.Mai im Herbert-Dröse-Stadion "warm".
An Sasha Müller führte wieder einmal kein Weg vorbei. Der 14-jährige Allrounder, der zwei Tage zuvor noch mit einer 100-Meter-Zeit von 12,95 Sekunden beim Pfungstädter Abendsportfest überzeugt hatte, legte auf den Aschaffenburger Straßen von Beginn an ein derart hohes Tempo vor, dass die Konkurrenz keine Chance hatte. Nach seinem Start-Ziel-Sieg in 5:14 Minuten war er auf der 1,6-Kilometer-Strecke noch nicht einmal an die Leistungsgrenze gegangen, hatte aber gleichwohl eine der schnellsten Zeiten während der 20 Cityläufe seit 1996 erzielt. Anthony Hildebrand (FC Dörlesberg) folgte in 5:26 Minuten als M15-Klassensieger vor Arsen Gessner (Hösbach/5:32 Minuten) und dem SSC-Läufer Jonas Rapp (3.M15/5:34 Minuten). Als Fünfter der Gesamtwertung und M13-Sieger dann schon Max Grabosch (5:41 Minuten) mit deutlichem Vorsprung auf Maximilian Hamburger (2.M13/6:14), der den Aschaffenburger David Weindel (6:15 Minuten) im Spurt bezwang. Im ersten Sechser-Team des SSC wurden noch Jan Reifenberger (5.M15/5:52 Minuten) und Karl Wandukwa (3.M14/5:58 Minuten) gewertet, so dass hier der Gesamtsieg mit 34:33 Minuten vor dem SSKC Poseidon Aschaffenburg (38:39 Minuten) und SSC II. mit M11-Sieger Attila Has (6:19 Minuten), Marius Hofmann (M15/6:21), Mahmoud Gassem (M14/6:21), Robin Petzold (2.M11/6:28), Tom Zukrowski (1.M10/6:32) und Felix Flaskämper (7.M11/6:57 Minuten) ebenfalls eine klare Sache war.
Für eine Überraschung sorgte Selma Celikkol. Seit Jahren in Aschaffenburg eine feste Größe, schaffte sie nun den Gesamtsieg bei den Mädchen. Mit 6:31 Minuten hatte sie 50 Meter Vorsprung auf die Zweite und führte auch das SSC-Mädchensextett zum Erfolg. Mit Nessrin Amerschläger (2.W13/6:53 Minuten), Melissa Bensing (3.W14/6:59 Minuten), Lea Grabosch (2.W15/7:08), Antonia Oppermann (3.W10/7:08) und Annalena Hamburger, die als Erste der W08 mit 7:12 Minuten die beste Tagesleistung im weiblichen Nachwuchsbereich erbrachte, kam Selma Celikkol auf 41:51 Minuten, was wiederum den Sieg vor dem SSKC Poseidon Aschaffenburg (43:37 Minuten) und SSC II. in 44:39 Minuten einbrachte. Team zwei bildeten Anna Kreß, Nina Zukrowski, Annika Maul, Anni Heyna (6.W10), Lisa Biaesch (7.W10) und Angela Schick. Die Plätze vier und fünf in der W08 erreichten Hanan Gassem und Alicia Oppermann.
Im international besetzten Hauptlauf über 7,9 Kilometer verkauften sich die Medaillengewinner der deutschen Seniorenmeisterschaften so teuer wie möglich. Dem Oberrodenbacher Lienhard Hersel gelang in 25:06 Minuten gar der M35-Altersklassensieg, und sein SSC-Vereinskamerad Markus Riefer belegte mit 26:53 Minuten Rang drei in der M45. Als Siebte der W20 gab Kerstin Straub-Bertsch nach der Geburt ihres zweiten Kindes ihren Einstand im Straßenlauf.

Bayerische Duathlon Meisterschaften

Kirsch als Gaststarter fit

Bei den bayerischen Meisterschaften in Krailling hat Alexander Kirsch (SSC Hanau-Rodenbach) als Gaststarter sein Talent im Duathlon unter Beweis gestellt. In seinem ersten Wettkampfeinsatz seit 2012 hielt der 43-jährige Ausdauerathlet von Beginn an im Vorderfeld, absolvierte den ersten 9,3-Kilometer-Laufabschnitt in 35:00 Minuten und konnte sich über die Radstrecke von 38 Kilometern in 56:16 Minuten sowie dem abschließenden 4,9-Kilometer-Lauf in 18:49 Minuten auf dem 14.Gesamtplatz behaupten. Gleichzeitig belegte er in der Klasse M40 mit der Endzeit von 1:50:06 Stunden mit 31 Sekunden Rückstand auf Rang eins den zweiten Platz. "Es hat während des Wettkampfs stark geregnet, und die Laufstrecke war eine Schlammschlacht. Spaß gemacht hat es trotzdem", schilderte Kirsch seine erfolgreiche Rückkehr ins Wettkampfgeschehen.

Boston-Marathon

Uli Steidl mit hessischer Jahresbestzeit

Beim Boston-Marathon hat Uli Steidl (SSC Hanau-Rodenbach) mit 2:25:58 Stunden den vierten Platz in der Masterwertung der Klasse M40 und älter erreicht. Der 43-jährige Langstreckenspezialist begann sein Rennen bei schwierigen Bedingungen mit einem Zehn-Kilometer-Abschnitt von knapp unter 33 Minuten, musste dann bei Gegenwind und Regen zunehmend das Tempo drosseln. Dennoch behauptete der Vorjahressieger seine Platzierung unter den Top sechs des weltweit bestbesetzten Master-Rennens. Gleichzeitig führt der frühere WM-Teilnehmer nach den Frühjahrsmarathons die aktuelle hessische Jahresbestenliste aller Klassen an.

Limeslauf in Großkrotzenburg

Reinke holt sich den Gesamtsieg

SSC-Athlet gewinnt in Großkrotzenburg
Beim 37.Limeslauf des TV Großkrotzenburg war Ingbert Reinke vom SSC Hanau-Rodenbach im Zehn-Kilometer-Wettbewerb der schnellste Teilnehmer. Insgesamt nahmen bei guten Witterungsbedingungen mehr als 440 Teilnehmer an der Traditionsveranstaltung teil.
Schon vom Start weg ergriff Ingbert Reinke, mehrmaliger Sieger des Cordenka-Laufcup und Deutscher Seniorenmannschaftsmeister, die Initiative. Nach 3:30 Minuten für den ersten Kilometer hatte sich der 38-jährige Physiotherapeut einen kleinen Vorsprung herausgelaufen, den er kontinuierlich ausbaute. "Ich hatte noch ein wenig müde Beine vom Tempotraining auf der Bahn, aber insgesamt lief es rund", erklärte Reinke nach seinem Einsatz, den er in 35:58 Minuten siegreich beendete. Auf dem zweiten Platz folgte sein Vereinskamerad Dirk Schönbeck mit 37:37 Minuten vor Uwe Reinke (TSG Kleinostheim/38:34 Minuten).
Im Halbmarathonlauf musste Vorjahressieger Karsten Fischer die Überlegenheit des Kleinostheimers Mark Scheuring frühzeitig anerkennen. Nach Verletzungsproblemen wollte der SSC-Athlet aus Großkrotzenburg sein Tempo ohnehin zurückhaltend gestalten, aber auch bei vollem Einsatz wäre Scheuring eine "harte Nuss" geworden. Denn dessen Siegeszeit von 1:15:20 Stunden lag um mehr als eine Minute unter der 2014er-Zeit von Karsten Fischer, der dieses Mal in 1:18:25 Stunden auf Rang zwei vor Johannes Bionner (1:18:53 Stunden) ins Ziel kam.
Mit Begeisterung waren insgesamt mehr als 100 Mädchen und Jungen auf der 1000-Meter-Schülerstrecke bei der Sache. Die für jeden ausgelobten Urkunden und Medaillen zogen zahlreiche Schulkinder ebenso an wie die bereits im Verein trainierenden Nachwuchs-Asse. Dabei holte sich Antonia Oppermann (SSC Hanau-Rodenbach) in 3:50,9 Minuten den Sieg vor ihrer Vereinskameradin Anna-Lena Hamburger (4:03,7 Minuten) und Lara Grünewald (TGS Niederrodenbach/ 4:04,3 Minuten).
In aufsteigender Form befindet sich Karl Wandukwa. Der 14-jährige SSC-Läufer erzielte mit 3:10,9 Minuten die Spitzenzeit. Robin Petzold blieb noch unter 3:30 Minuten. Außer Konkurrenz lief der Jugendliche Bernhard Taubel mit 3:12 Minuten die zweitschnellste Zeit.

Sportfest in Wetzlar

Reihenweise Bestzeiten zum Saisonbeginn

Müller gleich in die Deutsche Bestenliste
Bereits zu Beginn der Bahnsaison befinden sich die Nachwuchsläufer des SSC Hanau-Rodenbach in so guter Form, dass sie beim Sportfest der LG Wetzlar zahlreiche Bestzeiten im 800-Meter-Lauf aufstellten.
Erneut war Sasha Müller mit 2:09,21 Minuten schnellster Schüler. Der 14-Jährige sicherte sich damit im ersten Rennen einen Platz unter den Top ten der Deutschen M14-Bestenliste, hofft aber auf weitere Verbesserungen in Richtung 2:06 Minuten. Dies ist auch die Zielsetzung von Marius Abele, der die M15 mit 2:10,10 Minuten in neuer persönlicher Bestleistung vor Jonas Rapp (2:16,69 Minuten) und Jan Reifenberger (2:20,63 Minuten) gewann. Nach der Wintersaison ans Lauftempo gewöhnen muss sich noch Karl Wandukwa. Der Hanauer M14-Athlet stürmte auf der ersten 400-Meter-Runde in 64 Sekunden los, zollte dann diesem Tempo Tribut und schaffte in 2:19,53 Minuten dennoch einen Hausrekord. Etwas schneller war sein 13-jähriger Vereinskamerad Max Grabosch, der sich auf 2:17,89 Minuten steigerte.
In der Jugend gab Philip Ahne sein Mittelstreckendebüt. Der Dritte der Deutschen Crosslaufmannschaftsmeisterschaft belegte mit 2:05,96 Minuten den zweiten Platz und zählt gemeinsam mit seinen Teamgefährten zu den Anwärtern auf die 3x1000-Meter-Hessenmeisterschaft im Staffellauf. Bernhard Taubel belegte in seinem ersten Bahnrennen mit 2:21,13 Minuten den vierten Rang.
Ein verschärfter Trainingseinsatz genügte Lukas Abele in der männlichen Jugend U20, um die 2:00-Marke zu unterbieten. Stark beschleunigte letzte 150 Meter machten den Unterschied zur Konkurrenz, die der C-Kader-Athlet unter den Augen des Bundestrainers mit 1:58,67 Minuten auf die weiteren Plätze verwies.
Bei den Schülerinnen belegte die zwölfjährige Langstreckenhessenmeisterin Elena Taubel (SSC) mit 2:42,20 Minuten den zweiten Platz vor Nessrin Amerschläger (2:43,04 Minuten), beide mit neuer Bestzeit. Chiara Heischmann gab ihr Debüt auf Rang fünf in 2:56,35 Minuten.
Zurück im Stadion meldete sich nach Abi-Stress die mehrfache Hessenmeisterin Sara Lisa Zorn. Die U20-Jugendliche gewann den Speerwurf-Wettkampf mit 36,05 Metern deutlich vor Lene Schütz (TV Burgsolms/ 30,84 Meter).

Deutsche Meisterschaften im 10000-Meter-Lauf

Kidane Tewolde schafft EM-Norm

U20-Athlet läuft 10000 Meter in 30:24 Minuten
Drei Teilnehmer, drei Medaillen - das war die Ausbeute des SSC Hanau-Rodenbach bei den Deutschen Meisterschaften im 10000-Meter-Lauf, bei denen nach dem erfolgreichen Einsatz der Senioren Lienhard Hersel (2.M35) und Markus Riefer (3.M45) Jugendläufer Kidane Tewolde seinen bislang größten Stadionerfolg feierte. Der 19-jährige SSC-Athlet erkämpfte sich in der Klasse U20 die Silbermedaille und unterbot in 30:24,57 Minuten auf Anhieb die Europameisterschaftsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von 30:30,00 Minuten.
Besser hätte das Debüt von Kidane Tewolde auf der längsten Meisterschaftsstrecke der Jugend kaum verlaufen können. Obwohl er seit seiner Sprunggelenksverletzung im Januar immer wieder von Problemen im Bein und in der Hüfte eingeschränkt war, konnte er im thüringischen Ohrdruf an seine Leistungsgrenze gehen. Kontinuierliche Zeiten von 72 bis 73 Sekunden pro 400-Meter-Runde führten den vielfachen Hessenmeister über die 5000-Meter-Zwischenzeit von 15:12 Minuten zunächst im Schlepptau des späteren Siegers Fabian Gehring (TV Wattenscheid/ 30:17,17 Minuten) und ab Kilometer acht im Alleingang zur zweitbesten hessischen Jugendzeit in der 10000-Meter-Lauf-Historie. Schneller war zuvor lediglich sein Vereinskamerad Carsten Arndt, der 1989 mit 29:42,77 Minuten Jugend-EM-Sechster wurde.
Zu den kontinentalen Titelkämpfen soll der Weg nun auch für Kidane Tewolde führen. Mitte Juli ist es in Eskilstuna / Schweden soweit, und die Chance auf eine Nominierung ist bestens. Denn hinter Gehring und Tewolde steht noch ein weiterer Startplatz zur Verfügung, den sich nach dem Ausscheiden des favorisierten Moritz Beinlich (LG Rhein-Wied) der drittplatzierte Leif Gunkel mit 30:42,95 Minuten noch nicht zu sichern vermochte.
"Was für ein Rennen !", freute sich Kidane Tewolde nach seinem Coup, um hinzuzufügen: "Verdammt hart. Ich habe ab der Hälfte gehofft, dass das Tempo mal etwas langsamer werden würde, aber niemand hat nachgelassen. Es ist ein ganz anderes Laufen als im Cross, wo man taktisch noch größere Möglichkeiten hat." Dass seine Renngestaltung dennoch die richtige war, bewies nicht zuletzt der Schlusskilometer von 2:57 Minuten, mit dem er die Qualifikationszeit in trockene Tücher brachte und auch Bundestrainer Pierre Ayadi (Dortmund) restlos überzeugte. "Vor dem Lauf habe ich getippt, dass er entweder 30:30 Minuten oder 33:30 Minuten läuft und angesichts der Verletzungsfolgen auf 33:30 Minuten getippt - da lag ich zum Glück falsch", so Ayadi, der den C-Kader-Athleten nun für die EM vorschlagen kann.
Heimtrainer Sascha Arndt stufte das Rennen als "begeisternd" ein. "Wir haben noch am Wettkampftag mit Massage und Wärmebehandlung alles versucht, damit Kidane möglichst lange seinen normalen Schritt ziehen und entsprechenden Druck aufbauen kann, und dieser Einsatz hat sich mit der Normerfüllung auf jeden Fall gelohnt."
Ihren Lohn in Form von Medaillen nahmen auch die beiden SSC-Senioren Lienhard Hersel und Markus Riefer mit zurück nach Hause. Lienhard Hersel nutzte in Ohrdruf die Gunst der Stunde und hängte sich zehn Runden vor Schluss an den ihn überrundenden Gesamtsieger Fabian Borggrefe (SG Spergau/31:31 Minuten). In dessen Windschatten beschleunigte der Oberrodenbacher deutlich, setzte sich immer weiter von den Verfolgern ab und erzielte mit 32:53,00 Minuten sein Wunschergebnis. "Unter 33:00 Minuten wollte ich bleiben, das hat geklappt, obwohl es zur 5000-Meter-Zwischenzeit von 16:35 Minuten nicht mehr danach aussah", erklärte Hersel, der bereits seit den Schülerklassen zur hessischen Spitze im Laufbereich zählt und nun mit seinem versilberten 10000-Meter-Bahnlauf-Debüt auf nationaler Ebene eine weiteren großen Erfolg hinzufügte. Lediglich 25 Kilometer trainiert Hersel derzeit wöchentlich, um Verletzungen zu vermeiden. Seine jahrelange Grundlagenausdauer hält er vor allem mit umfangreichen oder intensiven Radeinheiten auf hohem Niveau. "Diese Mischung passt sehr gut, und wenn dabei eine Bestzeit herausspringt, ist das immer ein gutes Zeichen", so Hersel, der 2013 und 2014 als Duathlon-EM-Zweiter seiner Klasse auch abseits der reinen Laufstrecken für Furore sorgte.
Das persönliche Maximum holte Markus Riefer heraus. In seinem letzten Jahr als M45-Starter setzte sich der Sozialrichter mit seiner Jahresbestzeit von 34:57,00 Minuten im Kampf um Bronze sicher gegen Stefan Brockfeld (TUS Deutz/35:12,42 Minuten) durch. Den nächsten DM-Einsatz haben Riefer und Hersel bereits ins Auge gefasst. Mitte Mai geht es in Bühlertal im Schwarzwald zur Deutschen Berglaufmeisterschaft.

Hessische Meisterschaften

Acht Hessentitel für SSC-Läufer

Jugendlicher Kidane Tewolde Schnellster aller Klassen
Die hessischen Meisterschaften im Langstreckenlauf nutzten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach zu einer beeindruckenden Leistungsschau. Auf der Tartanbahn in Eschwege gewannen sie im Dress des erfolgreichsten Vereins insgesamt acht Landestitel. Dabei stach Sasha Müller hervor, der in der Klasse M14 mit 9:32,13 Minuten eine nationale Spitzenzeit über 3000 Meter erzielte. Gesamtschnellster im 5000-Meter-Lauf war der Jugendliche Kidane Tewolde.
Obwohl Tewolde mehr als 100 Meter vor Hauptklassenläufer Matthias Berg (LC Eschenburg/15:41,50 Minuten) und 200 Meter vor dem zweitplatzierten Jugendlichen Ilyas Iman (LG Fulda / 15:51,68 Minuten) ins Ziel lief, keimte allenfalls verhaltene Freude bei dem 19-jährigen SSC-Athleten auf. Bereits nach dem ersten Kilometer in 3:04 Minuten stellten sich erneute Probleme mit dem Hüftbeuger ein, die zu einem "Ausscheren" des linken Beines führten. "Ich habe dann einfach keine komplette Kontrolle mehr über das Bein, so dass ich keinen richtigen Druck mehr setzen kann", erklärte Kidane Tewolde, der dennoch durchhielt und in 15:16,67 Minuten gewann. Am Samstag wird bei den Deutschen Meisterschaften selbst dieses Tempo auf die doppelte Distanz jedoch nicht zur angestrebten U20-Norm für die Jugend-Europameisterschaften im 10000-Meter-Lauf reichen. "Ich müsste 30:30,20 Minuten unterbieten, das wird extrem schwierig, aber ich bin optimistisch", hofft er auf Besserung seines orthopädischen Problems.
Bereits als dritter Mann der Gesamtwertung und Sieger der Klasse M35 überzeugte Lienhard Hersel. Der Deutsche Mannschaftsmeister erfüllte mit 15:45,01 Minuten seine Erwartungen ebenso wie Dr.Stefan Hinze, dessen 16:37,53 Minuten in der Klasse M50 den Titel brachten. "Endlich geht es wieder bergauf", freute sich der Chefarzt aus der Pfalz, der seinen Konkurrenten Karl-Heinz Köhler (LG Neuenhain/16:54,15 Minuten) letztlich deutlich hinter sich ließ. Persönliche Bestzeit erzielte Frank Seidel als Fünfter in 18:30,63 Minuten.
Eine klare Sache war auch der Erfolg von Hilke Bertschy-Abele, die sich in bestechender Form präsentierte. 20:33,40 Minuten zeigte die Uhr beim Zieldurchlauf der W50-Sportlerin, die weder der Wind noch ein wolkenbruchartiger Regenschauer in der Schlussphase aus dem Konzept brachte.
Im Nachwuchsbereich zeigte Sasha Müller seine Extraklasse. Der 14-Jährige lief bis zur 1500-Meter-Marke (4:50 Minuten) eher zurückhaltend, um dann deutlich zu beschleunigen. So kam er im Alleingang mit der nationalen Spitzenzeit von 9:32,13 Minuten fast noch an seinen Hausrekord von 9:31,11 Minuten heran, der bei besseren äußeren Bedingungen leicht unterboten werden sollte. Achter in der M14 wurde Mahmoud Gassem in 11:32,88 Minuten. Als weiterer Abonnement-Hessenmeister tritt dieses Jahr sein SSC-Vereinskamerad Marius Abele in Erscheinung. Wie auch Müller gewann er nach der Hallen- und Crossmeisterschaft nun die Langstrecke, wobei hier seine 400-Meter-Schlussrunde in 64 Sekunden den vier direkten Verfolgern den Zahn zog. Mit 9:37,07 Minuten unterbot er die Norm für die Deutschen Meisterschaften ebenso wie der wiederum deutlich verbesserte Jonas Rapp (Fünfter/9:47,59 Minuten). Erstmals unter der Zehn-Minuten-Marke blieb Thomas Ott mit 9:59,90 Minuten auf Rang sechs.
Nicht ganz so rund wie erhofft lief es in der Jugend U18 bei Julius Hild und Lisa Oed. Hild machte sich lange um die Führungsarbeit verdient und wurde letztlich Vierter in der Freiluft-Bestzeit von 9:25,30 Minuten, womit er die angestrebte DM-Norm verfehlte. Oed hielt auf den ersten 1000 Metern mit der Deutschen Crosslaufmeisterin Lisa Tertsch (ASC Darmstadt) mit und belegte dann mit 10:45,87 Minuten den dritten Platz. In der W15 gab es für Selma Celikkol (7./12:43,53 Minuten) und Lea Grabosch (8./13:34,49 Minuten) Urkundenplatzierungen sowie in der U20 über 5000 Meter für Julien Gottfried mit 16:51,79 Minuten auf Rang sieben.
Bei den jüngsten Startern landeten Elena Taubel (W12) und Max Grabosch (M13) den Hessen-Coup auf der 2000-Meter-Distanz. Während Grabosch nach zahlreichen Rennen über das nötige Tempogefühl verfügte und in 6:26,56 Minuten einen ausgeglichenen Wettkampf als überlegener Sieger abschloss, überzog seine Vereinskameradin in der Anfangsphase deutlich. Doch die talentierte Sportlerin aus der Trainingsgruppe von Mohamed Gassem verkraftete bei ihrem Bahnlauf-Debüt das hohe Tempo besser als die Konkurrentinnen. Mit beachtlichen 7:17,23 Minuten und dem Sieg über die Crossmeisterin Mirjam Beschorner (SG Schlüchtern/7:27,11 Minuten) nahm sie dabei gleich noch Revanche für die Wintersaison. Zwei Urkundenränge erreichten hier Maximilian Hamburger (M13/7:18,15 Minuten) sowie Nessrin Amerschläger (W13/7:45,60 Minuten) jeweils auf Rang fünf. Stark präsentierte sich der elfjährige Attila Has im 2000-Meter-Lauf der M12, in dem er gegen die älteren Starter bestens mithielt und mit 7:08,06 Minuten die Silbermedaille gewann.
Cedric Eyerkaufer als Elfter der M12 in 8:05,71 Minuten, Louisa Fleiner auf Rang neun der W13 in 8:15,23 Minuten und Nina Zukrowski als Zehnte in 8:20,66 Minuten komplettierten die SSC-Hessenmeisterschafsstarter.
Den Rahmenwettbewerb des Stadioncross entschieden mit Antonia Oppermann vor Lisa Biaesch und Tom Zukrowski vor Yusuf Has (3.) und Tom Seidel (4.) ebenfalls zwei SSC-Athleten für sich.

Wien & Boston Marathon

Marathonsaison ist eröffnet

Eine Woche bevor Masters-As Uli Steidl in Boston zur M40-Titelverteidigung mit der Hoffnung auf eine Zeit von weniger als 2:23 Stunden antritt, eröffnete sein Vereinskamerad Sebastian Kraft in Wien die Marathonsaison. Dabei hielt er sich mit einer schnelleren zweiten Hälfte taktisch ausgezeichnet und erreichte nach 1:38:52 Stunden für die Halbmarathon-Zwischenzeit und 1:36:00 Stunden bis ins Ziel die Endzeit von 3:14:52 Stunden, obwohl ab Kilometer 33 Gegenwind das Rennen erschwerte.

Seligenstädter Mainuferlauf

Abele und Müller unter dem Streckenrekord

Packendes Schülerrennen der Hessenmeister
Beim 36. Seligenstädter Mainuferlauf präsentierten sich die Schüler des SSC Hanau-Rodenbach zwei Wochen vor den hessischen Langstreckenmeisterschaften in bestechender Form. Allen voran Marius Abele (M15) und Sasha Müller (M14), die im Zwei-Kilometer-Lauf mit 6:08 Minuten und 6:10 Minuten unter der bisherigen Streckenrekordzeit ihres Vereinskameraden und aktuellen Deutschen Jugend-Vizemeisters Lukas Abele aus dem Jahr 2012 blieben.
Auf der nach IAAF- und DLV-Richtlinien exakt vermessenen 2000-Meter-Wendepunktstrecke legten die beiden Landesmeister im Cross und in der Halle vom Start weg ein rekordverdächtiges Tempo vor. Bis zur 1000-Meter-Marke in 3:10 Minuten konnte noch Jonas Rapp (3:12) folgen, der dem packenden Endspurt des schnellen Duos allerdings nicht mehr gewachsen war. Nachdem Sasha Müller die Führungsarbeit geleistet hatte, kämpfte sich Marius Abele auf der Zielgeraden noch vorbei und gewann in 6:08 Minuten, womit er den zweiten Kilometer in 2:58 Minuten zurücklegte. Direkt dahinter Sasha Müller in 6:10 Minuten, ehe mit Jonas Rapp (6:28 / 2.M15), Max Grabosch (6:54 / 1.M13), Karl Wandukwa (7:14/2.M14) und Maximilian Hamburger (7:22 / 2.M13) vier weitere SSC-Nachwuchsathleten unter den Top sechs folgten. Unter den besten elf männlichen Startern waren durch Mahmoud Gassem (7:27 / 3.M14), Marius Hoffmann (7:30 / 3.M15), Robin Petzold (7:39 / 1.M11) und Tom Zukrowski (7:43 / 1.M10) gar insgesamt zehn Läufer des SSC Hanau-Rodenbach vertreten.
Bei den Mädchen gefielen Lea Grabosch (8:10 / 2.W15) und Nessrin Amerschläger (8:12 / 1.W13) vor Louisa Fleiner (8:21 /2.W13) und Annika Maul (8:23 /1.W14).
Im Zehn-Kilometer-Lauf überzeugte Markus Riefer auf Rang sechs der Gesamtwertung als Klassensieger der M45 in 36:07 Minuten. Daniel Mansfeld vom Hans-Schuck-Running-Team in 37:08 Minuten auf Rang eins der Klasse M30, Julien Gottfried in 37:26 Minuten als zweiter Jugendlicher sowie Dirk Schönbeck auf Rang vier der M40 in 37:50 Minuten liefen ebenfalls noch im Vorderfeld. Bei den Frauen ging es für Sevim Haaß (SSC/41:27 Minuten) formmäßig bergauf.
Die 25-Kilometer-Distanz nahm in Vorbereitung des Hamburg-Marathons Claudia Pusch erfolgreich in Angriff. Mit 1:51:46 Stunden unterbot sie locker den 4:30-Minuten-Kilometerschnitt und belegte in der Klasse W35 den zweiten Platz.

Deutsche & Hessische Meisterschaften im 100-km-Straßenlauf

Simone Stöppler Deutsche Seniorenmeisterin im 100km-Lauf

Rang vier in der Hauptklasse erkämpft
Bei den Deutschen Meisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf hat Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach) erneut ihre Klasse unter Beweis gestellt. Die W50-Läuferin stellte sich bei der längsten internationalen Straßenlaufdistanz der Hauptklasse und belegte im bayrischen Sankt Leon - Rot mit 8:43:14 Stunden den vierten Platz in der Gesamtwertung. Dabei hielt sie dem mitunter starken Gegenwind stand und eine Zehn-Kilometer-Durchschnittszeit von knapp mehr als 52 Minuten durch. Die 25fache Nationalteamläuferin, die zuletzt bei der 100-Kilometer-Seniorenweltmeisterschaft in Katar mit dem dritten Platz in der W50 überzeugte, schaffte national die Titelverteidigung in ihrer Altersklasse. Mehr als eine Stunde lag sie vor der zweitplatzierten Judith Scheifler (LG Bad Soden/Sulzbach/ Neuenhain), die 9:48:31 Stunden benötigte. Damit besitzt Simone Stöppler auch in ihrem 51.Lebensjahr erneut die Chance, in der Nationalmannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berücksichtigt und älteste DLV-Auswahlathletin aller Disziplinen zu werden.
Simone Stöppler auch Hessenmeisterin
Mit 51 Jahren Hessenmeisterin aller Klassen - diesen Titel schaffte Simone Stöppler bei den Landesmeisterschaften im 100-Kilometer-Straßenlauf. Die vielfache EM- und WM-Teilnehmerin auf den Ultramarathondistanzen sicherte sich im bayrischen Rot neben Platz vier in der Gesamtwertung und dem Deutschen Seniorinnentitel in der Klasse W50 auch den Hessentitel. Mit ihrer Zeit von 8:43:14 Stunden gewann sie vor Judith Scheifler (Bad Soden/ Neuenhain/ 9:48:31 Stunden) und setzte ihre Erfolgsserie fort.