Oed und Hild mit Deutschland-Cup-Führung

Trainingsrennen reicht zu Deutscher Jahresbestzeit
Lisa Oed und Julius Hild (SSC Hanau-Rodenbach) haben beim Würzburger Residenzlauf ihre Extraklasse unter Beweis gestellt. Die U20-Nationalkader-Athleten absolvierten im „Lauf der Asse“ über zehn Kilometer einen kontrollierten Trainingslauf, der für  beide zur Führung im Straßenlauf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und der German Road Races reichte. Herausragend dabei die Jugend-Europameisterin Lisa Oed mit der neuen deutschen Jahresbestzeit von 35:28 Minuten.
Als „weiße Kenianerin“ wurde Lisa Oed zwar nicht von der Moderation vorgestellt, aber das dürfte sich zukünftig ändern, bewies die 19-jährige SSC-Athletin doch zum wiederholten Mal ihre Wärmeverträglichkeit. Unbeeindruckt von frühsommerlichen Temperaturen lief sie Kilometer für Kilometer in 3:34 bis 3:36 Minuten, ehe sie dann auf der 2,5-Kilometer-Schlussrunde auf 3:24 Minuten pro Kilometer beschleunigte. „Ich bin locker gelaufen und trotzdem immer näher an Katharina Heinig herangekommen. Das hat mich dann zum Ende hin doch noch gereizt“, erklärte Oed ihre Tempoverschärfung. Auch wenn Heinig mit ihrem Spurt auf 35:19 Minuten den siebten Gesamtplatz sicherte, holte Oed in 35:28 Minuten den Jugendsieg und die deutsche Jahresbestzeit. Die stellt längst noch nicht das Ende der Fahnenstange dar, befindet sich Lisa Oed  aktuell doch in Bestform, die sie erst über 3000 Meter Hindernis und bei den deutschen 5000-Meter-Jugendmeisterschaften ausschöpfen will.
Für Julius Hild war der Residenzlauf ebenfalls ein reiner Ausdauer-Testlauf mit Blick auf die Bahnsaison. Seine 33:22 Minuten führen ihn mit dem gleichen Wettkampfprogramm wie Lisa Oed zu den nationalen Langstreckenmeisterschaften am 12.Mai in Pliezhausen, wo er seinen U20-Vizetitel verteidigen möchte.
Solomon Merne Eshete zeigte im international besetzten Männer-Wettbewerb ein couragiertes Rennen. Seine zu ambitionierte Startrunde büßte er nach der Fünf-Kilometer-Zwischenzeit von 15:10 Minuten nicht zuletzt wegen muskulärer Probleme. Dennoch verbesserte er als 15. seine Saisonmarke auf 31:04 Minuten.