Letztes Rennen für SSC als große Leistungsschau vor Gesa Krause
Trier. Dass die hiesige Leichtathletik-Szene durch den Wechsel von Vanessa Mikitenko vom SSC Hanau-Rodenbach zum Profi-Verein Silvesterlauf Trier einen herben Verlust hinnehmen muss, war schon vor ihrem Einsatz beim 36. Internationalen Trierer Silvesterlauf klar. Doch wie sich die U23-Vize-Europameisterin im 5000-Meter-Lauf dann im letzten SSC-Start in Szene setzte, verdeutlichte nochmals ihre Qualitäten auf höchstem Niveau. Denn die 20-Jährige lief mit 15:59 Minuten als Fünfte des international besetzten Fünf-Kilometer-Elitelaufs nicht nur munter in der erweiterten Spitze mit, sondern war mit Abstand schnellste Deutsche vor der mehrfachen Olympia- und WM-Teilnehmerin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier).
Auf der ersten von fünf Runden noch gemeinsam mit der hochdekorierten Topathletin unterwegs, löste sich Mikitenko in der Folge leichtfüßig von der nationalen Konkurrentin und ließ sie letztlich um exakt 20 Sekunden hinter sich. Noch deutlicher fiel der Vorsprung auf die frühere U23-Europameisterin und Olympiateilnehmerin Olivia Gürth aus, die erst nach 16:31 Minuten als dritte Deutsche auf Rang neun ins Ziel kam. “Ich habe mich sehr auf das Rennen gefreut. Ich wusste im Vorfeld nicht, wie schnell ich laufen kann, auch wenn die Trainingswerte gut waren. Eigentlich wollte ich ganz vorne mitgehen, aber als ich dann gehört habe, dass die Afrikanerinnen ein sehr schnelles Rennen wollten, habe ich meine Taktik geändert und bin nun sehr zufrieden – es hat viel Spaß gemacht.”
Der Gesamtsieg ging an Florence Niyonkuru (Ruanda/15:26 Minuten), Lisa Rooms aus Belgien war in 15:46 Minuten auf Rang drei schnellste Europäerin. Weiterhin wurde die SSC-Athletin Lea Blandamura als Sechste der U23 in 18:32 Minuten gelistet.
Im Männerlauf der Asse hinterließen die beiden SSC-Starter Tristan Kaufhold als Jugendsieger und Marius Abele (Männer) einen guten Eindruck. Insbesondere Kaufhold, der mit 14:15 Minuten drittschnellster Deutscher hinter den beiden Marathon-Rekordlern Samuel Fitwi (Trier/13:50 Minuten) und Amanal Petros (Hannover/13:53 Minuten/9.Platz) war, überzeugte als weitaus jüngster Teilnehmer der Top 20 durch einen gelungenen Schlussspurt auf Rang 14 der Gesamtwertung. Zufrieden zeigte sich auch Abele, der in 14:28 Minuten den 18.Platz unter 98 Teilnehmern belegte.
“Ich bin nicht so ganz warm geworden und konnte meinen Schritt nicht wie gewohnt ziehen. Deswegen geht die Endzeit in Ordnung”, erklärte Marius Abele nach dem Rennen. Kurzfristig absagen musste Sebastian Hauf. Der in 2025 mit 13:58 Minuten schnellste SSC-Athlet litt unter einer Erkältung.