DM-Halbmarathon mit Gold, Frauen-Kreisrekord und Senioren-Hessenrekord!

Kerstin Bertsch führt SSC-Team mit Maike Lea Nitsch und Lea Blandamura zum Kreisrekord

Halbmarathon-Gold für W35-W45-Frauenmannschaft mit Bertsch, Köcher und Grebner/ Hessenrekord für M55-Team mit Abiysolom, Knauer und Riefer

Frankfurt. Bei den deutschen Halbmarathonmeisterschaften räumten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach die gesamte Medaillenpallette ab und setzten noch einen Kreisrekord sowie einen Senioren-Hessenrekord obendrauf. Angeführt von Kerstin Bertsch (1:19:38 Stunden), liefen Maike Lea Nitsch (1:21:10 Stunden) und Lea Blandamura (1:24:03 Stunden) so überzeugend, dass die 21 Jahre alte Mannschafts-Bestmarke der Frauen-Hauptklasse von 4:14:30 Stunden auf nunmehr 4:04:51 Stunden gedrückt wurde. Ebenso beeindruckend fiel der Sieg der W35-W45-Mannschaft in der Besetzung Kerstin Bertsch (6.W35), Daniela Köcher (5.W40/1:25:53 Stunden) und Sara Grebner (13.W40/1:30:04 Stunden) aus, die in 4:15:35 Stunden deutlich vor dem LT Schwaich (4:23:52 Stunden) und sechs weiteren Mannschaften den deutschen Seniorinnen-Titel gewannen.

In beiden Fällen war Kerstin Bertsch Garantin für den Erfolg, denn die vierfache Mutter trotzte der zuletzt aus gesundheitlichen Gründen etwas holprigen Vorbereitung und schlug von Beginn ein hohes Tempo an. “Ich wollte mit Sabrina Mockenhaupt laufen und mich auf mein gutes Gefühl verlassen. Bei Kilometer fünf in 18:15 Minuten und Kilometer zehn in 36:50 Minuten war klar, dass es doch etwas zu schnell war. So bin ich dann mit Lisa Oed gelaufen, musste mich die letzten drei Kilometer aber durchkämpfen”, sagte Bertsch, die schließlich auf Rang 26 der Gesamtwertung noch knapp vor der Rodgauerin Oed (1:19:50 Stunden/27.) schnellste Kreis-Athletin war. Insgesamt starteten 309 Teilnehmerinnen zur DM, bei der sich Maike Lea Nitsch gerne weiter vorne eingereiht hätte als auf Platz 42. “Aber mit Unterleibsschmerzen war heute nicht mehr drin”, so Nitsch. Dafür steigerte Lea Blandamura ihre persönliche Bestzeit um vier Minuten auf 1:24:03 Stunden und ebnete den Weg zum neuen Kreisrekord und zu Platz sieben unter 43 Mannschaften der deutschen Meisterschaft. Für den Sieg in der W35-W45-Teamwertung ließ sich Daniela Köcher nicht von Wadenkrämpfen auf dem Schlussabschnitt stoppen, und auch SSC-Neuzugang Sara Grebner hielt eisern durch. “Die letzten beiden Tage bin ich mit Kopfweh aufgewacht. Angesichts dessen lief es heute gut – der Titel ist krass”, so Grebner, die mit ihrem ersten offiziellen Meisterschaftslauf auf Anhieb Team-Gold holte.

Ebenfalls gut unterwegs waren Sabine Beck (RLT Rodgau-Lauftreff) als Siebte der W40 in 1:26:57 Stunden sowie die 19-jährige Julia Blandamura in 1:33:27 Stunden den 13.Platz in der U23 belegte.

Hessenrekord für Seniorenteam bringt Silber

Gar ein Hessenrekord war für die SSC-Senioren in der M55-M60 nötig, um sich Silber mit dem Team zu sichern. Zwei Wochen nach seinem dritten Platz bei den deutschen Zehn-Kilometer-Meisterschaften präsentierte sich Habtemichael Abiysolom auch im Halbmarathon in Topform und holte erneut die Bronzemedaille. Mit der Zeit von 1:19:10 Stunden verfehlte der 57-Jährige den Vizetitel um lediglich 16 Sekunden, holte sich Silber aber gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden Steffen Knauer (5.M55/1:19:41 Stunden) und Markus Riefer (6.M60/1:21:28 Stunden). Die Gesamtzeit von 4:00:19 Stunden war auf Hessenebene 12:41 Stunden schneller als die bisherigen 4:13:00 Stunden der LGV Marathon Gießen von 2008 und brachte heuer hinter Hannover 96 (3:57:34 Stunden) den zweiten Platz unter 24 Mannschaften ein.

Die drei schnellsten Läufer der Region kamen nach dem kurzfristigen Ausfall von Marius Abele, Nils Bergmann (Verletzung) und Julius Hild (Ausbildung) ebenfalls vom SSC Hanau-Rodenbach. Christian Bock (1:15:08 Stunden), Jannik Trunk (1:15:31 Stunden) und Michael Lik (13.M45/1:16:36 Stunden) platzierten sich im Mittelfeld. Uli Amborn (LG Offenbach) erreichte in der M65 mit 1:38:39 Stunden den 17.PLatz in der M65, Hans Dietmar Jäger (SSC) feierte in der M60 mit 1:23:41 Stunden und dem neunten Platz einen großen persönlichen Erfolg. Stefan Unger litt hingegen unter den Nachwirkungen einer Erkältung und Wadenproblemen, die ihm statt der 1:25-Stunden-Zeit eine 1:33:36 Stunden und Platz 41 in der M50 einbrachten.