SSC-Athleten in Frankfurt in Form:

Köcher und Haberkorn AK-Hessenmeister / Timo Kortemeyer schnellster SSC-Athlet mit 2:35 Stunden

Frankfurt. Der Frankfurt-Marathon verlangte den 210 Teilnehmern der hessischen Meisterschaften bei zunächst nasskalten Bedingungen ein besonders hohes Maß an Kampfgeist ab. Doch wer die erste Stunde auf den von Pfützen übersäten Straßen der Finanzmetropole mental und körperlich unbeschadet überstanden hatte, sah zunehmend bessere Chancen auf eine überraschend gute Leistung. Denn der aufkommende Westwind blies die Langstreckler auf der Mainzer Landstraße bei Sonnenschein förmlich nach vorne, so dass bei entsprechender Renngestaltung “der Mann mit dem Hammer” in diesem Jahr weniger oft zuschlug. 

Erstmals unter der 3:00-Stunden-Marke blieb W40-Meisterin Andrea Köcher (SSC Hanau-Rodenbach), die sich mit 2:59:26 Stunden vor Sabine Beck (RLT Rodgau/3:05:09 Stunden) durchsetzte. “Vor zehn Jahren bin ich hier 4:05 Stunden gelaufen und habe mich nun um 65 Minuten gesteigert – es war zwar mit der Nässe muskulär nicht einfach, aber der Plan ist aufgegangen”, so Köcher. 

Fast die gesamte Distanz nur wenige Meter getrennt, absolvierten Bärbel Fischer (RLT Rodgau) und W60-Titelverteidigerin Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach), ehe dann Fischer mit 3:52:59 Stunden das bessere Ende vor Stöppler (3:53:44 Stunden) für sich hatte.

Bei den Männern gab es eine faustdicke Überraschung durch Julian Haberkorn (SSC Hanau-Rodenbach/1.M35) in 2:42:45 Stunden. Er hatte bereits die Zehn-Kilometer-Meisterschaft in Rodenbach für sich entschieden und war auch in Frankfurt in der M35 nicht zu bezwingen.

Schnellster SSC-Athlet sowie Läufer des Kreises Offenbach-Hanau war erwartungsgemäß Timo Kortemeyer. Der 28-jährige Langstreckler war forsch gestartet, hatte bei der Halbmarathon-Marke 1:15:20 Stunden als Zwischenzeit und musste dann doch der nasskalten Witterung sowie dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Letztlich kam er jedoch dank starker kämpferischer Leistung mit einem Kilometerschnitt von 3:42 Minuten ins Ziel der Festhalle, womit er die Stütze des SSC-Männerteams war:

In der Mannschaftswertung der Hauptklasse belegte der SSC Hanau-Rodenbach den dritten Platz. Angeführt von Timo Kortemeyer mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:35:40 Stunden (10.Platz), erzielte er gemeinsam mit Julian Haberkorn (14./2:42:45) und Janis Würtenberger (18./2:45:31) 8:03:36 Stunden. 

Doetsch verliert Mini-Marathon-Sieg auf den letzten Metern

Die Schüler- und Jugendläufer maßen sich im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer, der seit den deutschen Meistern U18-Tristan Kaufhold und Tim Völker in den letzten Jahren fest in der Hand des SSC Hanau-Rodenbach und Leichtathletikkreises Offenbach-Hanau war. Auch diesmal sah es in der vierköpfigen Spitzengruppe mit dem Zehn-Kilometer-Hessenmeister Moritz Knauer (SSC) und dem U18-EM-Orientierungslaufdritten Julian Doetsch (Steinberger OLV) gut aus, zumal Doetsch als Erster auf das Zielband in der Festhalle zulief. Doch auf den letzten zehn Metern reichte das Spurtvermögen des Steinbergers nicht mehr ganz, denn es kämpfte sich noch Ben Czirnich (Aschaffenburg) vorbei. In 13:16 Minuten holte er den Gesamtsieg vor Doetsch (13:17) und Knauer (13:21) sowie auf Rang fünf Lenny Frank (14:11 Minuten). Im kommenden Jahr tritt das schnelle Nachwuchs-Quartett als Team gemeinsam bei Meisterschaften an, dann im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach. Der stellte mit Eva Opper auf Rang vier des Gesamteinlaufs und Platz zwei der W13 in 16:11 Minuten die schnellste Kreis-Athletin. Lena Baumgart belegte mit 18:40 Minuten in der U14 als jüngste Teilnehmerin den 17.Platz, Nelly Frank wurde Elfte in der U16 mit 18:39 Minuten. Den 15.Platz in der U12 erreichte Jordan Moises mit 19:50 Minuten, während bei den Jungs in der U14 Lucas Heber (17:07 Minuten) und in der U10 Benjamin Michels (20:17 Minuten) auf den Rängen 22 und 23 einkamen. Tim Opper schaffte es in der U16 mit 14:25 Minuten auf den sechsten Platz und und Leon Baumgart wurde in 18:03 Minuten 58. Außerdem überzeugte Philipp Drege als Elfter der U18 nach 15:04 Minuten.

Im Staffellauf hatte der SSC gleich mehrere Athleten auf dem Treppchen. Denn in der Gesamtwertung lag das gemischte Team mit Aaron Bienenfeld und Maike Lea Nitsch sowie zwei weiteren Läufern in 2:23:57 Stunden vor dem SSC-Dr.Wolz-Quartett mit Fynn Becker, Christian Ache und Lukas Abele sowie dem Wiesbadener Clemens Bauer (Zeit: 2:25:53 Stunden). David Johnson meldete sich mit seinem HOKA-Team auf Rang vier in 2:29:15 Stunden zurück.