Eva Opper Doppelmeisterin, Ache überrascht mit Völker, Vrabac Doppel-Vizemeister

SSC-Athleten glänzen bei Hessenmeisterschaft der Leichtathleten

Frankfurt. Die hessischen U20-Meisterschaften endeten für die Trainingskameraden Christian Ache und Tim Völker (beide SSC Hanau-Rodenbach) nach einem spannenden Spurtentscheid mit einem Doppelsieg. Im 3000-Meter-Wettbewerb der Jugend U20 sah Tim Völker angesichts seines Zwei-Sekunden-Vorsprungs eingangs der Schlussrunde bereits wie der sichere Sieger aus. Doch der ebenfalls deutlich verbesserte Triathlon-Europacupsieger Ache zog auf der Zielgeraden so stark an, dass er noch auf den letzten Metern überraschend an seinem Teamgefährten vorbeiflog. Mit 8:41,31 Minuten riss Christian Ache die Goldmedaille an sich und schob sich in der aktuellen deutschen Bestenliste der noch jungen Saison auf Platz zwei. Seinen eigenen Hausrekord steigerte der Karl-Rehbein-Schüler dabei um mehr als 16 Sekunden. Fast ebenso deutlich nach vorne ging es für Tim Völker, der sich um 14 Sekunden auf 8:41,53 Minuten verbesserte und nun mit dem A-Finallauf bei den deutschen U20-Hallenmeisterschaften Ende Februar planen kann. Christian Ache wird hingegen zu diesem Zeitpunkt im Triathlon-Trainingslager am weiteren Formaufbau für den Sommer feilen und erst zur deutschen Straßenlaufmeisterschaft Anfang März in den nächsten Titelkampf eingreifen.

“Der erste Kilometer lief etwas zäh an, aber dann wurden die Beine lockerer. Und auf der Zielgeraden habe ich einfach voll durchgezogen”, schilderte der Triathlet sein Rennen, in dessen Verlauf er sich gemeinsam mit Tim Völker in der Tempoarbeit abgewechselt hatte und mit Kilometerabschnitten von 2:55, 2:54 und 2:52 Minuten kontinuierlich schneller gelaufen war. Rang drei ging an den Marburger Steiß (8:57,77 Minuten), der 17-jährige Lennox Hardt (SSC) debütierte in 9:29,70 Minuten auf dem sechsten Platz.

Im 1500-Meter-Lauf schaffte Lenny Frank in neuer Bestzeit von 4:24,35 Minuten als Zwölfter die Qualifikation für die süddeutsche U18-Meisterschaft.

Erst im November 2025 zwölf Jahre alt geworden, feierte Eva Opper nun in der W14 ihren bislang größten Erfolg. Der kam zumindest im 800-Meter-Lauf überraschend, denn angesichts der siebtschnellsten Meldezeit hatte kaum eine Konkurrentin die junge SSC-Athletin auf der Rechnung. Auch nachdem sie den vermeintlich zweitschnellsten B-Zeitlauf in 2:27,86 Minuten gewonnen hatte, konzentrierten sich alle Starterinnen des A-Zeitlaufs zunächst nur auf interne taktische Manöver. Die Quittung folgte trotz spannenden Endspurts im Ziel mit dem Blick auf die Uhr, die für Mia Sperling als Zeitlauf-Siegerin 2:31,46 Minuten und damit in der Gesamtwertung der 33 Teilnehmerinnen lediglich die zweitschnellste Zeit hinter Eva Opper zeigte. “Das war völlig unerwartet!”, freute sich die Gymnasiastin nach ihrem Coup, dem sie am zweiten Veranstaltungstag dann fast vorhersehbar den zweiten folgen ließ.

Denn im 2000-Meter-Lauf setzte sich die SSC-Athletin frühzeitig ab und feierte einen noch klareren Start-Ziel-Sieg in 7:13,91 Minuten mit mehr als 100 Meter Vorsprung auf Lily Valentina Gerlinger (Kronberg/7:35,91 Minuten). Lena Baumgart belegte als Jüngste im Feld mit der persönlichen Bestmarke von 8:27,78 Minuten den zehnten Rang.

Zweifach Silber errang Zinedin Vrabac (SSC/M15). War er nach seinem 800-Meter-Lauf von 2:10,96 Minuten trotz der Vizemeisterschaft noch leicht enttäuscht, holte er sich tags darauf beim 300-Meter-Finale in 40,54 Sekunden mit eben dem gleichen Silberrang das notwendige Selbstbewusstsein zurück. Eine deutliche Verbesserung von Maksim Pavlovic (SSC) bescherte dem 15-jährigen Allrounder in 2:11,19 Minuten den dritten Platz über 800 Meter, während Leon Baumgart in 2:29,15 Minuten Achter und Lucas Heber in 2:37,06 Minuten 17.wurden.