Fünf Berglauf-Goldmedaillen für SSC-Athleten

Tom Knauer als Jugendsieger zur EM/ Kerstin Bertsch holt dreimal Gold

Breitungen/Werra. Bei den deutschen Berglaufmeisterschaften ragten die Athleten des SSC Hanau-Rodenbach aufgrund ihrer Erfolge mit fünf Meistertiteln und sieben Silbermedaillen sowie ihrer Präsenz als weitaus größte Vereinsgruppe mit 22 Teilnehmern heraus. “Es ist bemerkenswert, was ihr auf die Beine stellt”, attestierte die Berglauf-Teammanagerin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Meike Billig. Sie nahm die Siegerehrung vor und hängte Kerstin Bertsch gleich dreimal eine Goldmedaille um. Denn die bereits seit zwei Jahrzehnten in der nationalen Spitze mitmischende Langstrecklerin holte sich nicht nur Siege in der Einzelwertung der Altersklasse W35 und in der Seniorinnenmannschaft mit Daniela Köcher (2.W40) und Iveta Frank (7.W45), sondern verteidigte gemeinsam mit Daniela Köcher und Lea Blandamura (15.Platz Frauen) auch den Mannschaftstitel in der Frauen-Hauptklasse. 

In der Gesamtwertung der über 13 Kilometer führenden Bergauf- und Bergabstrecke am Pleß erkämpfte sich Kerstin Bertsch in 1:01:36 Stunden den vierten Platz hinter den EM-Teilnehmerinnen Hanna Gröber (Tübingen/57:49 Minuten), Laura Hottenrott (Düsseldorf/58:50 Minuten) und Nadine Hübel (Dipperz/58:58 Minuten). “In den Anstiegen bin ich viel besser zurecht gekommen als auf dem rutschigen Gefälle – da hatte ich nicht die richtigen Schuhe”, haderte die stärkste SSC-Athletin dann doch ein wenig mit den höchst anspruchsvollen Bedingungen, die auf lehmigem Untergrund und Laub nach stundenlangem Regen für erhebliche Rutschgefahr bergab sorgten. Dennoch war sie einmal mehr Garant für den überlegenen Mannschaftssieg des SSC Hanau-Rodenbach in 3:22:17 Stunden vor der LG Allgäu (3:27:47 Stunden) und dem SC Ostheim/Rhön (3:31:54 Stunden). Daniela Köcher (1:10:01 Stunden) wiederholte in der W40 ihren Vorjahres-Vizetitel, Lea Blandamura belegte in der Hauptklasse in 1:10:40 Stunden den 16.Platz. 

Bei den Männern überraschte Jonathan Erdniss als bester SSC-Athlet. Der 20-jährige Allrounder lief mit 56:16 Minuten auf Rang 20 und belegte gleichzeitig Rang sechs der U23-Junioren. Gemeinsam mit Noah Blandamura (7.U23) und Jannik Hümmer (10.U23) sprang in der Juniorenwertung Teamsilber hinter der favorisierten LG Karlsruhe heraus. Ebenfalls Silber holte sich der mehrfache Brüder-Grimm-Lauf-Sieger Jörn Harland, dessen M45-Debüt nach 58:40 Minuten denkbar knapp nur vom siegreichen Johannes Hillebrand (München/58:27 Minuten) getoppt wurde. Thomas Seibert belegte Rang acht, Ingbert Reinke folgte auf dem 17.Platz. Seine Berglauf-Rückkehr feierte Dominik Müller mit dem 65.Platz.

Trotz zweimaligem Vizetitel war Markus Riefer (M60) nicht ganz zufrieden. “Das steile und rutschige Bergab hat Gold gekostet, denn flach und bergauf war ich stärker”, so Riefer, der angesichts früherer Knieprobleme nicht volles Risiko laufen konnte und sich in 1:08:31 Stunden hinter Uwe Beil (Hossingen/1:06:57 Stunden) platzierte. Sein Vize-Seniorenteam komplettierten Steffen Knauer als Fünfter der M55 und Habtemichael Abiysolom aur Rang zehn. Stefan Unger belegte in der M50 den achten Platz. 

SSC-Doppelsiege bei der Jugend

Tom Knauer spielte auf der über 415 Höhenmeter führenden 7,2-Kilometer-Jugendstrecke seine Kraftausdauerqualitäten aus und führte gemeinsam mit Tim Völker von Beginn das Feld an. Auf den steileren Passagen vermochte sich der Vorjahresvierte dann zu lösen und in 29:45 Minuten seinen ersten nationalen Einzeltitel vor Tim Völker (30:08 Minuten) zu erringen. Damit erfüllte Tom Knauer zudem die Qualifikationskriterien des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Berglauf-Europameisterschaften Anfang Juni in Slowenien. Auf dem fünften Platz schaffte überraschend U18-Athlet Moritz Knauer (31:32 Minuten) den Sprung in die erste SSC-Mannschaft, die in 1:31:26 Stunden vor dem zweiten SSC-Team mit Lennox Hardt (9./33:33 Minuten), Lenny Frank (14./34:49 Minuten) und Philipp Drege (16./35:31 Minuten) den nächsten SSC-Doppelsieg im Jugendbereich feierte. 

Die weibliche Jugend steuerte mit Julia Blandamura (4./38:39 Minuten) und Nimora Habtemichael auf Rang fünf zwei Urkundenränge bei.